KIP- Versuche Unter Glas 2013

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1 KIP- Versuche Unter Glas 2013 Martin Schulz Galgenfuhr Bamberg Telefon: 0951/ Telefax: 0951/

2 Haus 7 Versuchsfrage Kooperation Wie wirkt sich technisch eingespeister Sauerstoff im Gießwasser auf Ertrag und Pflanzengesundheit von Salatgurken aus? Messer Industriegase GmbH

3 Haus 7 Kulturdaten 1. Satz 2.Satz 3.Satz Aussaat: Pflanzung: Ernte: (71 Tage) ( 56 Tage) (68 Tage) Sorten: Proloog/RZ Bornand/Nun Greenfit/Vo Bornand/Nun Proloog/RZ Varianten: 7.1. Kokos-Perlitsubstrat, Legro, Gießwasser mit technischen Sauerstoff (6l/h) 7.2. Kokos-Perlitsubstrat, Legro, Gießwasser ohne technischen Sauerstoff Pflanzabstand 40 cm (3 Pfl/Matte) Rinnenabstand 1,6m Pflanzendichte: 1,6 Pfl/m2 Sortierungen: Stammfrüchte (350g -400g) Seitentriebfrüchte (400g 500g) Versuch in 4 Wiederholungen (14Pfl/Wiederholung) Ernte: 5-6mal/Woche; ab September alle 2 Tage 1 bis 2 Tage nach Pflanzung Applikation von Trichoderma in Kreislauf Pflanzwoche ( alle 14. Tage) Verdaprotect (Schlupfwespenmix) gegen Blattläuse 2. Pflanzwoche (alle 14. Tage) Encarsia formosa (ab 2. Pflanzwoche) 3. Pflanzwoche (alle 14. Tage) Amblyseius swirskii 64 Tüten (ab 2. Pflanzwoche, vierzehntägig) Ab Mitte 2. Satz nach Befall, dann vierzehntägig Phytoseiulus persimilis (8. Pflanzwoche; vierzehntägig)

4 Fakten und Hintergründe zu Sauerstoff im Wurzelbereich!!!!!!!!!!!! O 2 Gehalt im Wurzelraum fördert die aktive Nährstoffaufnahme und die aeroben Stoffwechselvorgänge (Atmung und damit ATP, GTP und UTP Bildung). Bedeutung der Sauerstoffversorgung bei der Nährstoffaufnahme Tomatenpflanzen: O 2 -Partialdruck relative Aufnahme (%) P K , Quelle Meinken 2013 wenig Sauerstoff Atmung reduziert schlechtere Energieversorgung Die Wurzeln verdoppeln pro zehn Grad Celsius Temperaturerhöhung ihren Sauerstoff bedarf. Die Sauerstoffaufnahmekapazität des Wassers verringert sich gleichzeitig um mehr als 25 Prozent. Sauerstoffmangel und anaerobe Bedingungen verursachen Wuchsdepressionen und eine erhöhte Anfälligkeit der Pflanzen gegenüber pilzlichen Krankheiten.

5 Fakten und Hintergründe zu Sauerstoff im Wurzelbereich!!!!!!!!!!!! Aerobe Mikroorganismen bauen organische Verbindungen (Wurzelexudate und Abbauprodukte abgestorbener Wurzelteile) ab. Dies könnte zu einer geringeren Belastung der Filter führen. Beispiel: Wurzel und Stammfäule (Pythium) Pythium spp. gedeihen am besten in anaerobem, also sauerstoffarmem, 24 bis 33 Grad Celsius warmen, stehendem Wasser. Staunässe, hohe EC, falsche ph-werte, lichtarme Zeitabschnitte begünstigen Infektion, Pythium tritt normalerweise im Sommer und Herbst auf. vor allem Systeme mit geschlossenem Wasserkreislauf bieten den Pilzen ideale Möglichkeiten zur Verbreitung. Der Schlüssel zur natürlichen Bekämpfung und Vermeidung von Pythium ist Sauerstoff.

6 Haus 7: Anreicherung des Gießwassers mit technischem Sauerstoff

7 Haus 7: Anreicherung des Gießwassers mit technischem Sauerstoff Datum 7.1. Gießwasser mit technischen Sauerstoff (6l/h) Wassertemperatur ( C) Sättigung (%) Sauerstoff (mg/l) Wassertemperat ur 7.2. (Gießwasser ohne Sauerstoff) Sättigung (%) Sauerstoff (mg/l) ,47 120,10 9,92 20,76 55,00 4, ,93 140,50 13,04 19,81 42,80 3, ,07 164,20 13,92 24,38 46,00 3, ,04 127,40 9,93 22,95 59,50 4, ,20 120,50 8,60 28,59 61,80 5,49

8 Haus 7 Ergebnisse Marktfähiger Ertrag Nichtmarktfähiger Ertrag Frucht dav. < 300 Stück/m 2 kg/m 2 g Stück/m 2 Stück/m 2 O 2 im Gießwasser 91,07 39, ,72 2,64 ohne O 2 im Gießwasser 90,82 39, ,01 2,20 Mittelwert 90,94 39, ,86 2,42 Differenz* 0,25 0,76 7-0,29 0,44 GD 2,63 0,74 4,62 2,18 1,97

9 Haus 7: Fazit (1) Behauptung 1: Ein verbessertes Wurzelwachstum führt zu gesünderen Pflanzen und damit zu einer Ertragserhöhung. Wiederholung Proloog mit O2 Proloog ohne O2 Bornand mit O2 Bornand ohne O2 I II III IV V Mittelwert 6,6 5,2 6,8 5,4 Tab. Wurzelbonitur am (1= Braun; 9= weiß, vital )

10 Haus 7 Fazit (2) Behauptung 2: Material wird eingespart, da die Tropfleitungen und Filter sauberer bleiben. Fotos Paul Napp (LWG)

11 Fazit (3) Behauptung 3. Das Verfahren der Anreicherung mit technischen Sauerstoff führt zu einer Einsparung von Pestiziden. Konnte im Versuche nicht bestätigt werden, aber - es fehlte ein Nullvariante und ein Befallsdruck! - Perlit-Kokos Substrate = sehr gute Durchlüftungseigenschaften (falsches Substrat???????)

12 Haus 8 Versuchs Vergleich von 2 organisch-mineralischen Substratgemischen auf Ihre Eignung für frage den Gurkenanbau unter Glas. Substrat 8.1. Holzfaser (50%)-Perlitsubstrat, Firma Kleeschulte 8.2. Kokos (30%) -Perlitsubstrat, Firma Legro 1. Satz 2.Satz 3.Satz Pflanzung Ernte Sorten: Proloog/RZ Bornand/Nun Bornand/Nun

13 Haus 8 Ergebnisse: Gesamtertrag 2013; Anbau von 3. Sätzen Marktfähiger Ertrag Nichtmarktfähiger Ertrag Frucht dav. < 300 Stück/m 2 kg/m 2 g Stück/m 2 Stück/m 2 Kokos-Perlitsubstrat Holzfaser-Perlitsubstrat Mittelwert Differenz 3,97 2,1 5 0,75-0,09 GD 3,84 2,39 7,90 4,48 0,97

14 Haus 8 Ergebnisse 3. Satz: Pflanzdatum: ; Erntezeitraum: (74 tage); Sorten Bornand (Nun) und Proloog (RZ) Marktfähiger Ertrag Nichtmarktfähiger Ertrag Frucht dav. < 300 Stück/m 2 kg/m 2 g Stück/m 2 Stück/m 2 Kokos-Perlitsubstrat 29,07 12, ,14 0,49 Holzfaser- Perlitsubstrat 26,85 11, ,11 0,55 Mittelwert 27,96 12, ,12 0,52 Differenz 2,22 1, ,03 0,06 GD 1,07 0,87 14,48 3,98 0,27

15 Schüttgewicht 1 Trockengewicht am (g) Trockengewicht zu Beginn (g) Schüttvolumen zu Beginn (l) Schüttvolumen am (l) Differenz Differenz Topora/Perlit Growbags ,67 9,35-9,32 Kokos/Perlit Growbags ,75 17,50 1,75

16 1 Saison 2014 Saison 2013

17 15 Danke für Ihre Aufmerksamkeit!!!!!! Bitte um Meinungen und Anregungen

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