Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement

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1 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement Perspektiven aus einer Stichprobenuntersuchung in vier Wohngebieten in Sonderburg und Flensburg 2010 Nordstadt Humlehøj Engelsby Netzwerksekretariat für Gesundheit und Wohlfühlfaktor Sønderborg Andelsboligforening und Sonderburg Kommune Ausgearbeitet von Ruben Lindberg, Juni 2010

2 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Über den bericht Einleitung Hintergrund und Konkretisierung Untersuchungsthemen Methode Das verwendete Datenmaterial Fragenbogenuntersuchung Methode und Prozess Geografische Gebiete für die Stichproben Die Entstehung des Fragebogens Durchführung und Sammlung Antwortrate Repräsentativität Signifikanz und Generalisierbarkeit Analyse Öffentliches Vertrauen DK+ und DK DE+ und DE DK+/- und DE+/ Zusammenfassung Lokaldemokratisches Engagement DK+ und DK DE+ und DE DK+/- und DE+/ Zusammenfassung Lokaldemokratischer Index Hintergrund Aufbau Gesamter Index Von vier Fallszenarien zum Bestfall Index Zusammenfassung Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement als eine Funktion des Alters? DK+/ Konklusion Litteraturliste Fragebogen Index - Aufbau Indexszenario Indexszenario Indexszenario Indekszenario Fragebogen

3 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Über den bericht Der folgende Bericht wurde ausgearbeitet von Analysenberater Ruben Lindberg, Netzwerksekretariat für Gesundheit und Wohlfühlfaktor (GW). Der Bericht bezieht sich auf eine vergleichende Untersuchung mit Ausgangspunkt in den Themen Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement und ist in zwei Sozialbauvierteln und in zwei mittelständischen Wohngebieten in Deutschland bzw. Dänemark durchgeführt worden. Der Bericht ist eines von vielen Beispielen einer formalisierten Zusammenarbeit zwischen dem Netzwerksekretariat für Gesundheit und Wohlfühlfaktor in den Wohngebieten und Studenten aus dem Institut für Fachsprachliche Kommunikation und Informationswissenschaft, SDU. Die Untersuchung ist im April/Mai 2010 durchgeführt worden. Der Bericht wurde nachfolgend im Juni 2010 geschrieben. Besonderen Dank an folgende Personen: Die Studenten Anders Svenne Jensen, Christina Melchior Juhl, Manja Kusch und Merle Petersen BA, SDU für die Hilfe bei der Durchführung des Telefoninterviews. Norbert Schug, Stadtteillburö Flensburg für Rat und Hilfe in Bezug auf die deutschen Wohngebiete. Lars Christian Jensen und Jan Erik Nissen für die Übersetzung des Berichts Sønderborg Juni, 2010 Ruben Lindberg Das Netzwerksekretariat für Gesundheit und Wohlfühlfaktor in den Wohngebieten ist eine Zusammenarbeit zwischen Sønderborg Andelsboligforening und Sønderborg Kommune, unterstützt mit Mitteln von Landsbyggefonden. Das Netzwerksekretariat wurde 2008 etabliert mit der Absicht den sozialen Einsatz in fünf Wohngebieten in Sonderburg Kommune zu verstärken und zu koordinieren. Lesen Sie mehr über das Netzwerksekretariat auf der Homepage 3

4 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Einleitung Im Frühjahr 2010 beschloss die Abteilung GW eine komparative Bürgeruntersuchung mit den Themen öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement durchzuführen.die Untersuchung wurde teils aufgrund der geringen Wahlbeteiligung des Wahlbereiches Humlehøj bei der Kommunalwahl 2009 zu dem zwei der Wohngebiete des Netzwerkssekretariats zählen und teils aus Interesse daran Informationen über das soziale Engagement in den Wohngebieten zu bekommen durchgeführt hierunter auch mögliche Beweggründe für geringes soziales Engagement.Da eine der Aufgaben des Netzwerksekretariats darin besteht Bezug zu den Bewohnern herzustellen und somit zur Etablierung und Verankerung der lokalen Bevölkerung führt, ist die Zusammenarbeit zwischen Bürgern und Kommune ein wichtiges zentrales Element. Das Ziel der Untersuchung ist ein positives Resultat aus der Zusammenarbeit mit der SDU, da die Verfasser des Berichts die Aufgabe erhielten sowohl deutsche als auch dänische Elemente einfließen zu lassen. Um diese Aufgabe zu erfüllen hat man beschlossen die Untersuchung auf einer aus Stichproben bestehenden Untersuchung mit Hilfe von Fragebögen in ausgesuchten Wahlkreisen in Flensburg und Sonderburg durchzuführen. Weiterhin hat man sich entschieden die Städte durch jeweils ein Sozialbauviertel und ein mittelständisches Wohngebiet zu repräsentieren. Der Gedanke hinter der Untersuchung ist, das man sie in Zukunft ausweiten kann, sodass das gesammelte Stichprobenmaterial im laufe des Frühlings 2011 ausgeweitet wird einhergehend damit, das neue Studenten in, das Projekt Gesundheit und Wohlfühlfaktor integriert werden. Da man sich auf bestimmte Bereiche fokussiert hat, hat man sich dazu entschieden nicht tiefer auf die Erklärung offensichtlicher Unterschiede der dänischen bzw. Deutschen Kommunalverwaltung einzugehen. Es ist aber angedacht die Unterschiede in der ausgeweiteten Untersuchung zu behandeln Hintergrund und Konkretisierung Nach der Kommunalwahl 2009 konnte man in Jydske Vestkysten (JV) einen Artikel mit der Überschrift: In Nørager blieben die Wahllokale leer lesen. Aus dem Artikel ging hervor, dass jeder zweite Wähler aus den Wohngebieten Nørager und Kærhaven nicht zur Kommunalwahl gegangen ist. An dieser Stelle soll gesagt sein, dass man den Namen des Wohngebiets Kærhaven vor einigen Jahren in die Namen Søstjernevej, Søgræsvej, Konkylievej und Koralvej geändert hat. 4

5 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Der Ausgangspunkt der Überschrift beruht auf Zahlen die zeigten, dass der Bezirk Humlehøj mit 57,2 % die niedrigste Wahlbeteiligung innerhalb der Kommune hatte und, dass die genannten Wohngebiete die Mehrheit des Wahlkreises ausmachten. Außerdem ging es in dem Artikel explizit hervor, dass die Ursache für die Niedrige Wahlbeteiligung war, dass die genannten Wohngebiete Wohnsitz für einen hohen Anteil von Sozial belasteten Familien und Menschen mit Migrationsintergrund sind. 1 Alle beiden genannten Wohngebiete gehören zu GW s sozialem Projekt. Der Artikel beschäftigt sich mit Teilen der Bevölkerung, die eine niedrigere Wahlbeteiligung als der restliche Teil haben. Obwohl nationale Untersuchungen zeigen, dass Menschen mit Migrationshintergrund generell eine niedrigere Wahlbeteiligung haben, stellt sich dennoch die Frage ob das Bild, das der Artikel widerspiegelt tatsächlich so eindeutig ist. 2 Es ist faktisch falsch, dass die Wohngebiete Kærhaven und Nørager den größten Teil der Stimmberechtigten im Bezirk Humlehøj ausmachen. Tatsächlich ist es so, das die Bewohner der zwei Wohngebiete Danmarks Statistik zur Folge unter einem Drittel (29.9%) der Stimmberechtigten in diesem Bezirk ausmachen. Dieser Fakt verändert die Prämisse auf der die Hauptbotschaft des Artikels aufbaut. Da die Informationen über den Wohnsitz der Wahlberechtigten nicht öffentlich zugänglich sind kann man auch nicht eindeutig sagen wo im Wahlkreis die aktiven Wähler wohnen. Mit anderen Worten ist es somit höchst spekulativ zu behaupten, das jeder zweite Wähler in den Bezirken Nørager und Kærhaven nicht zur Wahl erschienen ist. Ein weiterer Punkt der der Hauptaussage des Artikels widerspricht ist, dass das Netzwerksekretariat 2008 eine Fragebogenuntersuchung in den fünf Wohnbezirken durchgeführt hat in der unter anderem gefragt wurde ob man bei der Kommunalwahl wählen geht. Im Rahmen der Untersuchung die mit Bezug auf Alter, Geschlecht und Ethnizität als repräsentativ bezeichnet werden kann gaben 84% der befragten an für gewöhnlich bei der Kommunalwahl abzustimmen. Diese Zahl steht somit sowohl im Kontrast zu dem Artikel von JV als auch zur faktischen Wahlbeteiligung im Bezirk Humlehøj im November Die hohe selbst ausgewertete Wahlbeteiligung in der Untersuchung von GW könnte einer Überauswertung geschuldet sein, 1 JV d Bhatti & Hansen. Valgdeltagelsen ved kommunalvalget 17. november 2009 Beskrivende analyser af valgdeltagelsen baseret på registerdata. Arbejdspapir. s

6 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI welche bei dem Gebrauch von anonymen Papier Fragebögen nicht unüblich ist oder aber Abweichungen zu den Personengruppen die typischer Weise freiwillig Fragebögen ausfüllen. Wie es sich herausgestellt hat, ist die erklärende Perspektive in dem Artikel von JV nicht unproblematisch im Verhältnis zu der genaueren Identifikation der Nichtwähler. Andersherum ist es auch nennenswert das die selbstwertete Wahlbeteiligung in der Bewohneruntersuchung des Netzwerksekretariats von 2008 ein gutes Stück höher liegt als die tatsächliche Wahlbeteiligung in dem betreffenden Bezirk bei der Kommunalwahl Vor diesem Hintergrund besteht das Ziel dieser Untersuchung darin ein detaillierteres Bild über das lokaldemokratische Engagement zu liefern und somit auch eine höhere Bekanntheit über die Beweggründe für geringes Engagement. Dies führt zu den folgenden Untersuchungsfragen Untersuchungsthemen Eine detailliertere Beschreibung des Bürgersegments im Verhältnis zu dem lokaldemokratischen Engagement: o Ist jeder zweite Wähler aus den Wohngebieten Nørager und Søstjernevej, Søgræsvej, Konkylievej, und Koralvej nicht zu der Kommunalwahl gegangen? o Kann man über Arten von Ungleichheiten in lokaldemokratischem Engagement sprechen? Und wenn welche Charakteristika sind dann kennzeichnend in form von Ethnizität, Alter, sozialem Kapital und Wohnformen. Und welche Charakteristika in Bezug auf das lokaldemokratische Engagement erscheinen, wenn man auf das Verhältnis zwischen Sonderborg und Flensburg schaut. Eine detailliertere Beschreibung des Hintergrundes für das fehlende lokaldemokratische Engagement. o Welche Beweggründe sind in den Bürgersegmenten, die ein niedriges nahdemokratisches Engagement haben verbreitet. 6

7 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Das lokaldemokratische Engagement in der Untersuchung ist durch die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl, dem lokaldemokratischen Wissen sowie durch die Art und Weise wie der Bürger den demokratischen Einfluss durch die repräsentative Wahlform erlebt exemplifiziert. Das genannte Charakteristikum soziales Kapital ist durch den Zusammenhang zwischen dem lokaldemokratischen Engagement der Bürger und dem öffentlichen Vertrauen dargestellt, welches wiederum durch eine standardisierte Bewertung des Vertrauens der Bürger zu einer Reihe von ausgewählten öffentlichen Institutionen dargestellt wird. 3 3 Die Verwendung von dem öffentlichen Vertrauen für die Beschreibung des Begriffes sozial Kapital ist von der Untersuchung Social Capital Project (SoCap) inspiriert, worin das öffentliche Vertrauen als ein zentraler Indikator für den sonst farbigen Begriff sozial Kapital, betrachtet wird. Siehe Svendsen, Gert Tinggaard. Database for social kapital

8 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Methode Im folgenden Teil werden die verschiedenen Daten die der Untersuchung zu Grunde liegen und eine Beschreibung des Inhaltes und der Bearbeitung mit Bezug auf die durchgeführte Fragebogenuntersuchung präsentiert Das verwendete Datenmaterial Das verwendete Datenmaterial besteht aus folgenden Elementen: Fragebogenuntersuchung: Fragebogenuntersuchung bestehend aus Stichproben die in ausgewählten Wahlkreisen in Flensburg bzw., Sonderburg genommen wurden. Das Fragebogenschema wird in Kap.3.2. besprochen Registerdaten: Zahlen aus dem Wahlkreis Sonderburg aus den Jahren 2005 und KÅS-zahlen (Kommune Års Service (Gemeinde Jahres Dienstleistung)) mit Ausgangspunkt in den Sozioökonomischen Schlüsselzahlen für die Wohngebiete Nørager und Søstjernevej, Søgræsvej, Koralvej und Konkylievej Eigentums und Umweltdatenbank,(Ejendoms og miljødatabasen,(emd)) Sonderburg Kommune Sozialatlas 2009, Stadt Flensburg. Soziodemografische Schlüsselzahlen für die Gebiete Nordstadt und Engelsby. Zahlen der Kommunalwahl der Stadt Flensburg für die Bezirke Nordstadt und Engelsby für das Jahr Diverses Material von Danmarks Statistik. 8

9 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Verweise auf andere Untersuchungen: Im Laufe der Analyse wird an gewissen Stellen auf andere Untersuchungen verwiesen, wo dann die Möglichkeit besteht direkt zu vergleichen. Hierbei handelt es sich um frühere Untersuchungen der Lokaldemokratie bzw. des öffentlichen Vertrauens in denen identische Fragen verwendet werden. An dieser Stelle ist es wichtig auf die gegenseitigen Unterschiede aufmerksam zu machen die sich in den folgenden Punkten unterscheiden: Populationsgrundlagen, Größe der Stichproben, Methode, Zeitpunkt der Datensammlung. Generell gilt doch für alle verweisenden Untersuchungen das sie im Verhältnis zu dieser Untersuchung auf einer hohen Zahl an Stichproben aufbaut und zwar, weil der Ausgangspunkt zum Teil darin bestand eine Generalisierbarkeit von sehr großen Bereichen, typischerweise auf Landesebene zu erreichen. Auf Grund dessen fließen die Untersuchungen hier auch ausschließlich mit Hinblick auf Verweise mit ein. Die verwendeten Untersuchungen sind unten aufgelistet Aus den Fußnoten gehen die Grundlagen der Untersuchungen sowie die Relevanz für die Untersuchungen hervor. Kommunestørrelse og lokalt demokrati, von Mouritzen, Poul Erik und Kjær, Ulrik. In der Untersuchung werden ausgearbeitete Daten von 2001 aus Dansk Dataarkiv Archivnummer DDA verwendet. Die Untersuchung wird im Bericht Als Demokratiundersøgelsen (Demokratieuntersuchung) bezeichnet. 4 Sundheds- og trivselsundersøgelse i boligområaderne (Gesundheits und Zufriedenheitsuntersuchungen in den Wohngebieten), Nørager, Kløver- Hvedemarken, Stenbjergparken, Søstjernevej, Søgræsvej, Koralvej und Konkylievej, Jørgensgård, Dec Netværksekretariatet. 5 Tryghedsundersøgelse (Geborgenheitsuntersuchung) Perspektive und Messungen, Kløver- Hvedemarken, März Netværkssekretariatet. 6 Second European Quality of Life Survey Overview, European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions. 7 4 Die Untersuchung basiert auf Telefoninterviews die mit 18+ jährigen in 60 ausgewählten Kommunen in Dänemark gemacht wurden. Die Stichprobe besteht aus Interviews. Relevant ist hier eine Reihe von Vergleichen im Verhältnis zum lokaldemokratischen Engagement sowie zum Vertrauen zum Stadtrat auf nationaler Ebene. 5 Die Untersuchung basiert auf einer lokalen Fragebogenutersuchung durchgeführt in fünf Wohngebieten in Sonderburg.. Die Stichprobe besteht aus 448 Befragten. Relevant ist hier ein Vergleich im Verhältnis zu der selbstbewerteten Wahlbeteiligung auf lokaler Ebene. 6 Bei der Untersuchung handelt es sich um eine lokale Fragenbogenuntersuchung in Kløver-Hvedemarken durchgeführt im März 2010 mit 128 Befragten. Relevant sind hier die Fragen im Verhältnis zum öffentlichem vertrauen auf lokaler Ebene. 7 Die Untersuchung beschreibt das öffentliche Vertrauen gemessen an allen EU Ländern mit Hilfe einer Stichprobe 9

10 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Tryghedsmåling 2009, af Hede, Anders. Andersen, Jørgen Goul og Andersen, Jacob - Trygfonden. 8 Hvem stoler danskerne på? YouGov Zapera für Mandag Morgen nov Valgdeltagelsen ved kommunalvalget 17. nov Beschreibende Analysen, die auf Registerdaten basiert sind. Arbeitsblatt 2010, von Bhatti, Yosef und Hansen, Kasper Møller. 10 Forsa (Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbh) og TNS Infratest Sozialforchung Lokaldemokratischer Index: Es ist ein lokaldemokratischer Index ausgearbeitet worden der aus einer Mischung aus ausgewählten Variablen aus den vier Fragebogenuntersuchungen und der reellen Wahlbeteiligung in den betreffenden Bezirken besteht. Hintergrund hierfür ist in erster Linie der Versuch Quellen mit mehreren Variablen einfach darzustellen. Die Idee für den Index ist durch eine neue Tendenz im Bereich der Sozialbaugebiete entstanden bei der man begonnen hat Indexierungen für die Charakteristika des Wohlfühlfaktors in den Wohngebieten zu erstellen. In diesem Zusammenhang soll dieser Index auch nur als eine Inspiration dafür dienen was es fordern würde eine umfassendere Ausgabe auszuarbeiten hierunter die Inbezugnahme von Faktoranalysen. Die Methode des Indexes wird in Kap 4.3. näher beschrieben. mit ca Befragten. Relevant ist hier der Vergleich zu deutschen bzw. dänischen Stichproben auf nationaler Ebene. 8 Die Untersuchung von Trygfonden (Wohlfühlfond) basiert auf einer im Jun/Jul.2009 durchgeführten Telefoninterviewuntersuchung von nationaler Natur mit Befragten. Relevant ist hier der Vergleich mit Bezug auf das öffentliche Vertrauen auf nationaler Ebene. 9 Die Untersuchung wurde auf nationaler Ebene mit 1451 Befragten durchgeführt. Hierin wird das Niveau des öffentlichen Vertrauens direkt nach der Kommunalwahl besprochen. Relevant ist hier genauso wie bei Trygfondens Messung der Vergleich des Vertrauens auf nationaler Ebene 2009 beschrieben 10 Die Untersuchung analysiert Hintergrundvariable in Verbindung mit der faktischen Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl Relevant sind hier die Hintergrundvariablen für die faktische Wahlbeteiligung im Verhältnis zu den Hintergrundvariablen bei der selbstbewerteten Wahlbeteiligung zu testen. 11 Beide Untersuchungen behandeln das Thema Öffentliches Vertrauen und basieren auf bzw Telefoninterviews verteilt auf ganz Deutschland im August 2008 und im Januar Relevant ist hier der Vergleich zwischen dem lokalen und nationalen Aspekt in Bezug auf den deutschen Stichprobenteil. 10

11 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Fragenbogenuntersuchung Methode und Prozess Hier folgt eine Beschreibung der Rahmen und der Durchführung der Fragebogenuntersuchung. Hierunter, wie der Fragenbogen entstanden ist, die Einsammlung von Daten, die Repräsentativität der Stichprobe und statistische Tests Geografische Gebiete für die Stichproben Um die Untersuchungsthemen zu berücksichtigen hat man die Stichproben sowohl in dem dänischen als auch in dem deutschen Teil, auf ein Sozialbauviertel und ein mittelständisches Wohngebiet bezogen. Das bedeutet, dass vier geographische Gebiete die gesamte Stichprobe bilden. Für den dänischen Teil bildet der Bezirk Humlehøj sowohl den Rahmen für das Sozialbauviertel als auch für das mittelständische Gebiet. Das Sozialbauviertel besteht aus den zwei gebieten die in JV s Artikel genannt wurden, d.h. Nørager und Søstjernevej, Søgræsvej, Konkylievej, und Koralvej. Die zwei Gebiete haben einen Bewohneranteil von 878 erwachsenen Personen. Das mittelständische Gebiet bezieht sich auf die umliegenden Einfamilienhäuser, gekennzeichnet als Hauseigentumsgebiet, welches 320 erwachsene Personen ausmacht. Insgesamt machen die zwei Gebiete 1198 Personen aus, die 39,6% der stimmberechtigten Bürger in diesem Wahlkreis ausmachen. Der restliche Teil der Einwohner besteht grundlegend aus Personen aus anderen mittelständischen Wohngebieten, die nicht zu dem Einsatzgebiet des Netzwerksekretariates gehören. In dem deutschen Teil hat man sich entschieden sich auf zwei Wahlkreise zu beziehen um die dänischen Verhältnisse zu berücksichtigen. Zwei ausgewählte Straßen machen in der Nordstadt das mittelständische Gebiet aus und ebenfalls in Engelsby sind es zwei Straßen die das Sozialbauviertel ausmachen. Insgesamt machen die vier ausgewählten Straßen in den zwei Bezirken 4890 erwachsene Personen aus. Weil die Kriterien für eine Definition von Sozialbauwohnungen in Dänemark nicht direkt mit Deutschland vergleichbar sind, ist das Sozialbauviertel in Flensburg definiert als Mieterwohnungen in einem Etagenbau die eine Einwohnerzusammensetzung die annähernd identisch mit den Einwohnerzusammensetzungen in den dänischen Sozialbauvierteln ist. Umgekehrt ist das mittelständische Gebiet identisch mit einem Hauseigentumsgebiet. Die 11

12 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Identifizierung von vergleichbaren Einwohnerzusammensetzungen ist mit Hilfe vom Stadtteilbüro Flensburg zustande gebracht worden. In den untenstehenden Kästen sind die vier Einheiten der Stichprobe auf Straßenniveau illustriert. Figur 1 Sonderborg Wahlkreis Humlehøj Sozialbaugebiet (DK+) Mittelständische Gebiet (DK-) Nørager und Søstjernevej, Læsøvej, Limfjordvej, Søgræsvej, Koralvej und Morsøvej, Irisbakken, Konkylievej Solbakken, Porsebjerg, Damgade, Enebjerg, Vendsysselvej, Revlingbjerg, Stenbjerg, Dalsvinget Flensburg Die Wahlkreise Nordstadt und Engelsby Sozialbaugebiet (DE+) Mittelständische Gebiet Nordstadt (DE-) Engelsby Apenrader Strasse und Saturnbogen, Siriusbogen Harrisleer Strasse Nikolaus- Bruhns- str., Dietrich-Buxtehude-Straße, Speckberg, Trögelsbyer Weg, Venusbogen Vogelsanger Stieg Vogelsanger Straße Vogelsanger Weg Die vier Stichproben werden weiterhin mit folgenden Abkürzungen benannt. Dänischer Sozialbau DK+ Dänische mittelständische Wohnungen DK- Dänische Sozialbau und Dänische mittelständische Wohnungen DK+- Deutscher Sozialbau DE+ Deutsche mittelständische Wohnungen DE- Deutscher Sozialbau und Deutsche mittelständische Wohnungen DE Die Entstehung des Fragebogens Die Untersuchungsfragen gehen außer von den Hintergrundvariablen noch von drei theoretischen Fokuspunkten aus die in einer Untersuchung der Kommunengrösse und lokaler Demokratie 2001/2004 gemacht wurden welche unter dem Namen demokratiundersøgelsen bekannt ist. Es handelt sich hier um die die größte Untersuchung in der neueren dänischen Demokratieforschung und war ursprünglich ein Ausläufer der Debatten im Vorwege der Kommunenzusammenlegungsreform. 12

13 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Der Ausgangspunkt damals war zu untersuchen ob unterschiedliche lokaldemokratische Niveaus eine Funktion der Kommunengrösse, gemessen an der Einwohnerzahl sind. Die Demokratieuntersuchung ist so gewählt das sie eine Reihe von etablierten Standardtermen und Frageindikatoren für die Messung des Lokaldemokratischen Zustandes. In dem Kasten unten sind drei übergeordnete Dimensionen mit den dazugehörigen Indikatoren zu sehen die in der Demokratieuntersuchung 12 verwendet werden und Inspiration für die angewendeten Fragen in dieser Untersuchung waren. Figur 2 Dimensionen Verantwortlichkeit Feedback/Rückmeldung Repräsentativitet Indikatoren Interesse für Kommunalpolitik Wissen über die kommunalpolitischen Verhältnisse Wahlbeteiligung Politisches Vertrauen Zufriedenheit mit der kommunalen Dienstleistung Gleicher Zugang und Einfluss auf die kommunalpolitischen Entschlüsse Wie es sich zeigt wird der Zustand der Lokaldemokratie von einer Reihe verschiedener Dimensionen und Indikatoren umschlossen. An dieser Stelle soll gesagt sein das diese Untersuchung natürlich nicht die Möglichkeit hat genauso in die Tiefe zu gehen wie es die Demokratieuntersuchung tut weder in Bezug auf die Anzahl der Fragen oder die Zeit die für die Einsammlung zur Verfügung stand.. Im folgenden Teil wird die Verteilung der Fragen in dieser Untersuchung mit Ausgangspunkt in den drei Dimensionen besprochen. Desweiteren wird es für die einzelnen Frageindikatoren hervorgehen wo und wann sie mit Hinsicht auf andere Untersuchungen verglichen werden können. Indikatoren für die Verantwortlichmachung Mit Verantwortlichmachung ist in erster Linie die Kontrolle der Bürger durch die vom Volk gewählten gemeint und das Lokalpolitiker abgestraft und bei den Wahlen zur Verantwortung gezogen werden können.voraussetzung dafür das dieses System funktioniert ist der Grad des Interesses der Bürger an Kommunalpolitik, was wie folgt verstanden werden soll, desto höher der Grad des Interesses an Kommunalpolitik desto grösser ist die Möglichkeit zur effektiven Kontrolle 12 Kjær, Ulrik og Mouritzen, Poul Erik (red.) Kommunestørrelse og lokalt demokrati s

14 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI durch die vom Volk gewählten beizutragen. Eine weitere grundlegende Voraussetzung ist Wissen über die kommunalpolitischen Verhältnisse. Hiervon abgeleitet sind in dem Fragebogen drei Indikatoren für die Dimension Verantwortlichmachung enthalten. Diese Indikatoren sind: 1) Fragen den Grad des Interesses an Kommunalpolitik betreffend. Hierbei kann auf nationaler Ebene direkt mit Demokratiundersøgelsen 2001/2004(Demokratieuntersuchung) verglichen werden. 2) In Bezug auf Wissen hat man sich entschieden nach dem Namen des aktuellen Bürgermeisters zu fragen. Die Frage ist auf nationaler Ebene direkt mit der in Demokratiundersøgelsen 2001/2004 vergleichbar. 3) Neben der faktischen Wahlbeteiligung als objektivem Indíkator für den betreffenden Bezirk wird auch gefragt ob man für gewöhnlich bei der Kommunalwahl wählt und wenn nicht wird nach Gründen dafür gefragt. Es ist mit anderen Worten die Rede von der selbstbewerteten Wahlbeteiligung. Hierbei kann auf lokaler Ebene mit Sundheds- og trivselsundersøgelse i boligområderne, 2008 (Gesundheits und Wohlfühluntersuchung, 2008) und auf nationaler Ebene mit Demokratieundersøgelsen verglichen werden. Indikatoren für die Responsivität Das Thema Responsivität behandelt primär die Zufriedenheit der Bürger mit dem kommunalen Service aussgehend von der Annahme das wenn die Kommune es sich zur Aufgabe macht die Wünsche und Forderungen der Bürger aufzunehmen wird es sich in der Zufriedenheit der Bürger widerspiegeln. Desweiteren fliesst der Grad des kommunalpolitischen Vertrauens als Indikator für die Responsivität mit ein. Dies baut auf der Annahme auf, dass ein hohes Vertrauensniveau als Zeichen dafür aufgefasst werden kann, dass die Politiker und die politischen Institutionen als kompetent, uneigennützig und glaubwürdig angesehen werden und somit also auch als responsiv. Mit Bezug auf diesen Fragebogen leitet dies zu folgendem: 1) Grad des Vertrauens zur Kommune. Die Frage ist auf lokaler Ebene direkt vergleichbar mit Sundheds- og trivselsundersøgelse i boligområderne, og Tryghedsundersøgelse Eftermåling og perspektiv 2010( Geborgenheitsuntersuchung Nachmessung und Perspektive). 14

15 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI ) Fragen eventuelle Probleme in Verbindung mit dem Kontakt zur Kommune betreffend hierunter auch die Art des Problems und das dazugehörende Ressortgebiet. 3) Grad des Vertrauens zum Stadtrat/Gemeindevertretung. Die Frage ist auf nationaler Ebene direkt vergleichbar mit Trygfondens undersøgelse Tryghedsmåling 2009 (Geborgenheitsfonds Untersuchung Geborgenheitsmessung) und mit Demokratiundersøgelsen(Demokratieuntersuchung) 2001/2004. Indikatoren für Representativität Rein formell betrachtet ist die Repräsentativität in den dänischen Gemeindevertretungen an der Spitze, da es keine legalen Barrieren gibt die dazu leiten das die Bürger ungleichen Zugang und ungleiche Möglichkeiten haben um am kommunalen Entscheidungsprozess teilzuhaben. Auf der anderen Seite ist es ein anerkannter Fakt, das zbs. Die Gemeindevertretungen in so ziemlich allen Kommunen trotz gleichen Zugangs und gleicher Möglichkeiten in Bezug auf den Teil der Bürger den sie repräsentieren sollen de facto ungleich zusammengesetzt sind. Generell sind die ältesten und Jüngsten Altersgruppen sowie die Frauen unterrepräsentiert, welche im Durchschnitt auf Landesebene ca. 27% der Kommunalpolitiker ausmachen. Schaut man zbs. Auf die drei grundlegenden Faktoren wie Altersverteilung, Geschlecht und Etnizität und vergleicht den Bürgeranteil in Sønderborg Kommune mit der Zusammensetzung der Stadtratsmitglieder bei der letzten wahl, dann sieht die Verteilung wie folgt aus. Tabelle 1 Zusammensetzung des Stadtrats Alter 18-25: (8 Jahrgänge) 26-42: (17 Jahrgänge) 43-59: (17 Jahrgänge) 60-64: (5 Jahrgänge) 65+Jährige: Geschlecht Frauen Männer Ethnizität Anderer ehtnischer Hintergrund: Ethnischer Hintergrund Dänisch: Bürgeranteil in Sønderborg Kommune ,6 % 19,4 % 23,4 % 7,0 % 19,7 % 50,2 % 49,8 % Ca. 8 % Ca. 92 % Stadtratsmitglieder % 22,6 % 61,3 % 16,1 % 0 % 19,4 % 80,6 % 0 % 100 % Abweichung in % - Punkten - 9,6 +3,2 +37,9 + 9,1-19,7-30,8 % +30,8 %

16 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Als Indikator für die Repräsentativität in dieser Fragebogebuntersuchung hat man sich entschlossen von einer Frage Auszugehen, welche das Empfinden des Bürgers in Bezug auf den Einfluss seiner Stimme bei der Kommunalwahl betrifft. Mit anderen Worten betrifft die Frage den Nutzen der Stimmenabgabe. Die obenstehende Besprechung der angewendeten Frage markiert den normativen Zugang zur Beschreibung des lokaldemokratischen Zustandes. Des Weiteren wird eine Reihe weiterer Fragen verwendet, welche sich damit beschäftigt welche Medien und Medientypen man bevorzugt wenn man sich über kommunalpolitische Fragen informieren will. Weiterhin sind in Bezug auf das Vertrauen der Bürger noch eine Reihe anderer Institutionen/Verwaltungen mit einbezogen worden hierunter das Vertrauen zu Polizei, Gerichtshof, Regierung, und dem dänischen Parlament (das Folketing) Durchführung und Sammlung Insgesamt besteht der Fragebogen aus 37 Fragen inklusive Unterpunkte. Alle Teile des Fragebogens wurden für den dänischen Teil von Datatilsynet (Dänische Datenschutzbehörde) angepasst und im Vorwege genehmigt um zu vermeiden, dass die Fragen gegen das Datenschutzgesetz verstoßen denn dies würde eine Verlängerung der Bewerbungsprozedur von bis zu 3 Monaten bedeuten. Auf ähnliche Weise wurde der Fragebogen von der Stadt Flensburg im Verhältnis zu den deutschen Gesetzen genehmigt. Der gesamte Fragebogen ist in Anlage 8.2 zu sehen. Die vier Stichproben sind durch Telefoninterviews gesammelt worden. Der Hintergrund hierfür ist unter anderem, dass diese Methode den Interviewern die Möglichkeit gibt um eventuelle Missverständnisse zwischen ihnen und dem Befragten zu korrigieren. Darüber hinaus gibt die Methode auch eine bessere Möglichkeit um eine Heterogenität zu sichern, die die tatsächlichen Bewohnerzusammensetzungen widerspiegeln indem man die Anrufe laufend mit Rücksicht auf mögliche unterrepräsentierte Gruppen ausrichtet z.b. im Verhältnis zu Personen mit einer anderen ethnischen Herkunft als deutsch bzw. dänisch. Der Kontakt zu den Befragten wird durch Kraks vejviser (Navigationsdienst) (DK) und durch (DE) geschaffen. Alle Anrufe wurden in dem Zeitraum zwischen 16

17 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Ende März bis Ende Mai zwischen Uhr an Wochentagen und zwischen Uhr an den Wochenenden durchgeführt. Jedes Interview dauerte ca. 10 min. Allen Befragten ist absolute Anonymität im Umgang mit ihren Daten zugesichert worden, weshalb u.a. alle Adressenverzeichnisse nach ihrer Verwendung gelöscht wurden, so dass nur die übergeordneten Straßennamen identifiziert werden können Antwortrate Die gesamte Stichprobe besteht aus 250 beantworteten Fragebögen. Für jede Antwort wurden rund 10 Anrufe getätigt, wobei nur jeder dritte Anruf angenommen wurde. Aus den insgesamt 2500 Anrufen sind nur rund 833 Antworten hervorgegangen, woraus 18 aussortiert wurden weil sie nicht mehr in dem Stichprobengebiet wohnten. Außerdem waren sechs Beantwortungen mit zu vielen Mängeln behaftet. Dies bedeutet, dass 250 Beantwortungen von 815 Möglichen eine Antwortrate von 30,7% ausmachen. In untenstehender Figur ist der Weg der Fragebogenuntersuchung von der Bruttopopulation bis zur endgültigen Antwortrate durch die Aufteilung des Wegfalles von Befragten illustriert. Figur 3 Bruttopopulation (die Anzahl der Anrufe) n = 2500 Wegfall Kein Telefonkontakt möglich n = 1667 Nettopopulation Potentielle Befragte n = 815 Wegfall Wohnten in dem Betreffenden gebiet nicht mehr n = 18 Wegfall Verneinte teilzunehmen n = 559 Fragenbogenbeantwortungen n = 256 Wegfall Verneinte eine Reihe von Frage zu beantworten n = 6 Endgültigen Antwortenpopulation n =

18 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Repräsentativität Ein wesentliches Element für die Validität der Fragebogenuntersuchung ist, dass die Stichprobe so weit wie möglich die reellen Bewohnerzusammensetzungen in den vier Stichproben repräsentiert. Um diese Problemstellung zu beleuchten ist die faktische Bewohnerzusammensetzung im Verhältnis zu Geschlecht, Alter und Ethnizität mit der Bewohnerzusammensetzung der 250 Befragten in den untenstehenden Tabellen Verglichen worden. Es war leider nicht möglich die KÅS-zahlen der Bewohnerzusammensetzung für das mittelständische Gebiet in Dänemark zu beschaffen. Das wird doch durch einen Auszug der kommunalen Datenbank EMD ausgeglichen, wodurch die Bürger die in den Betreffenden Straßen wohnen, durch Alter und Geschlecht identifiziert werden können. Im Vergleich zu den deutschen Einheiten, war es notwendig Zahlen von sowohl Wahlbezirksniveau als auch Straßenniveau einzubeziehen, um annähernd die faktische Bewohnerzusammensetzung zu beschreiben. Die Schuld dafür liegt bei den Zahlen auf Straßenniveau da sie keine Altersverteilung enthalten, welche dagegen die Zahlen auf Bezirksniveau enthalten, jedoch nur in zwei Intervallen: und 65+jährige. Wie aus Tabelle 2 zu sehen ist, ist der Unterschied in DE+ im Verhältnis zu der Altersverteilung nur minimal, wohingegen die Frauen in DE+ ein Bisschen überrepräsentiert sind. Die größte Unterrepräsentation ist bei den Frauen mit anderer Ethnischer Herkunft als deutsch zu sehen. Diese Gruppe macht trotzdem knapp 15% der ganzen Einheit aus. Tabelle 2 DE+ Flensburg Sozialbaugebiet Alter 18-64: 65+Jährige: Geschlecht Frauen: Männer: Ethnizität Ethnische Herkunft Deutsche Herkunft Stichproben- Untersuchung 79,60 % 20,40 % 48,10 % 51,90 % 14,80 % 85,20 % Population auf Straßenniveau (A) xx. xx. 44,38 % 55,62 % 19,61 % 80,39 % * Die aktuellen Straßen sind in Figur 1 zu sehen. **Bezirk Nordstadt, Sozialatlas 2009 Population auf Bezirksniveau (B) ** 80,74 % 19,26 % xx. xx. 15,08 % 84,92 % Abweichung in % Punkten -1,14 +1,14 +3,72-3,72-5(A) -0,28(B) +5(A) +0,28(B) 18

19 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Schaut man in Tabelle 3 unter DE- sieht man Umgekehrt eine kleine Überrepräsentation von sowohl der Gruppe von Personen bestehend aus Männern als auch der Gruppe von Personen mit anderer ethnischer Herkunft als Deutsch. Tabelle 3 DE- Flensburg mittelständisches Gebiet Alter 18-64: 65+jährige: Geschlecht Frauen: Männer: Ethnizität Ethnische Herkunft Deutsche Stichproben- Untersuchung 78,30 % 21,70 % 50,70 % 49,30 % 8,70 % Population auf Straßenniveau (A)* xx. xx. 52,90 % 47,10 % 3,65 % 91,30 % 96,35 % Herkunft * Die aktuellen Straßen sind in Figur 1 zu sehen. **Bezirk Nordstadt, Sozialatlas 2009 Population auf Bezirksniveau (B) ** 76,96 % 23,04 % xx. xx. 4,88 % 95,12 % Abweichung in % Punkten +1,34-1,34-2,2 +2,2 +5,05 (A) +3,82 (B) -5,05 (A) -3,82 (B) In Tabelle 4 ist der gesamte Stichprobenanteil für den deutschen Teil zu sehen. Und wie es zu sehen ist, sind die kleinen Abweichungen durch die Zusammenlegung ausgeglichen, sodass nun nur noch geringe Unterschiede zwischen dem Stichprobenanteil und der zusammengelegten Bewohnerzusammensetzung bestehen. Tabelle 4 DE+/- Flensburg zusammengefasst Alter 18-64: 65+Jährige: Geschlecht Frauen: Männer: Ethnizität Ethnische Herkunft Deutsche Herkunft Stichproben- Untersuchung 78,90 % 21,10 % 49,60 % 50,40 % 11,40 % 88,60 % Population auf Straßenniveau (A)* xx. xx. 48,64 % 51,36 % 11,63 % 88,37 % Population auf Bezirksniveau (B) ** 78,85 % 21,15 % xx. xx. 9,98 % 90,02 % * Die aktuellen Straßen sind in Figur 1 zu sehen. **Die Bezirke Nordstadt und Engelsby, Sozialatlas 2009 Abweichung in % Punkten +0,5-0,5 +0,96-0,96-0,23 (A) +1,42 (B) +0,23 (A) -1,42 (B) 19

20 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Die Abteilung in dem dänischen Sozialgebiet ist in Tabelle 5 zu sehen. Hier ist es deutlich, dass die Stichprobe im Verhältnis zu Ethnizität und Geschlecht einigermaßen repräsentativ ist. Eine etwas höhere Abweichung kommt zwischen der jüngsten, der ältesten und der Mittelgruppe (35-49 jährigen) vor. Generell deutet es also nicht auf eine eigentlich verschobene Altersrepräsentation zwischen den jüngeren und älteren Gruppen hin, die Abweichungen scheinen eher einer engmaschigen Aufteilung der Altersintervalle im Vergleich zu den Altersintervallen in der deutschen Aufteilung geschuldet zu sein. Tabelle 5 DK+ Dänisches Sozialbaugebiet Alter 18-24: 25-34: 35-49: 50-64: 65+Jährige: Geschlecht Frauen: Männer: Ethnizität Ethnische Herkunft Deutsche 15,7 % 29,4 % 27,5 % 21,6 % 5,8 % 52,9 % 47,1 % 54,9 % 45,1 % Stichproben- Untersuchung Population auf Straßenniveau (A)* 19,2 % 22,8 % 31,2 % 17,2 % 9,6 % X** X** 57,6 % 42,4 % Abweichung in % Punkten - 3,5 + 6,6-3,7 + 4,4-3,8 Herkunft * Die Bewohnerzusammensetzungen für die Wohngebiete Nørager und Søstjernevej, Søgræsvej, Konkylievej und Koralvej u.a.m. sind in den KÅS-Zahlen zu sehen. **Sind nicht in den KÅS-Zahlen zu sehen. Noch größere Abweichungen der Altersaufteilung des mittelständischen dänischen Wohngebiets sind in Tabelle 6 zu sehen. Hier ist es ganz deutlich eine Unterrepräsentation der zwei jüngsten Altersgruppen zu sehen, wohingegen die Gruppe von Jährigen stark überrepräsentiert ist. - 2,7 + 2,7 20

21 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Tabelle 6 DK+ Dänisch mittelständisches Gebiet Alter 18-24: 25-34: 35-49: 50-64: 65+jährige: Geschlecht Frauen: Männer: * EMD-Datenbank 13,2 % 22,4 % 23,7 % 17,1 % 23,7 % 55,3 % 44,7 % Stichproben- Untersuchung Population auf Straßenniveau (A)* 7,9 % 7,2 % 25,9 % 35,3 % 23,7 % 50,6 % 49,4 % Abweichung in % Punkten +5,3 +15,2-2,2-18,2 0 +4,7-4,7 Die oben genannten Ungleichheiten werden doch in hohem Maße reduziert, wenn man auf die gesamte Stichprobe für den dänischen Teil in Tabelle 7 sieht. Wie es zu sehen ist, sind die Schwankungen im Alter ganz schwach. Tabelle 7 DK+ Dänisch zusammengefasst Alter 18-24: 25-34: 35-49: 50-64: 65+Jährige 14,2 % 25,2 % 25,2 % 18,9 % 16,5 % Stichproben- Untersuchung Population auf Straßenniveau (A)* 16,2 % 18,7 % 29,8 % 22,0 % 13,3 % Abweichung in % Punkten -2 +6,5-4,6-3,1 +3,2 Zusammenfassend kann man sagen, dass die Stichprobe im Verhältnis zu Geschlecht, Alter und Ethnizität recht repräsentativ für das gesamte deutsche und das gesamte dänische Sozialbausgebiet ist. 21

22 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Signifikanz und Generalisierbarkeit Es ist keine Gewichtung des Materials durchgeführt worden, weil die Untersuchung Schätzungen zur folge im Verhältnis zu Geschlecht, Ethnizität, Alter und Geografie bereits eine gute Repräsentativität aufweist. Außerdem machen die gegenseitigen Unterschiede in der Aufteilung von z.b. Altersintervallen eine Gewichtung schwierig, da die Alterskategorien des Fragebogens der aus dänischen KÅS-Zahlen besteht, anders sind als die deutschen Registerzahlen. Letztendlich wirkt sich die relativ kleine Größe der Stichprobe so aus, dass die dadurch verursachten Ungenauigkeiten in Bezug auf die Untergruppen durch Gewichtung vergrößert werden können. Sowohl im Verhältnis zu der Verwendung von ähnlichen Untersuchungen als auch im Vergleich zwischen einigen Einheiten der gesamten Stichprobe sind verschiedene Signifikanztests an den Stellen wo die Resultate verglichen werden können ausgeführt worden. 13 Dass heißt, es wird zu sehen sein ob eventuelle Unterschiede als signifikant bezeichnet werden können, also Ausdrücke für reelle Unterschiede in Bezug auf die Populationseinheit die generalisiert werden kann oder ob man von zufälligen Schwankungen in den observierten Antworten sprechen kann. Die Signifikanz ist durch allgemeine statistische Methoden berechnet, wobei die Wahrscheinlichkeit für einen Unterschied zwischen den Stichproben geringer als 5% sein muss um zufällig zu sein. Wenn der Unterschied signifikant und somit reell ist, wird er in der Betreffenden Tabelle als p<0,05 (p=probability) gekennzeichnet. An gewissen Stellen in der Analyse ist die Anzahl von Observationen so gering, dass es nicht möglich zu nachzuweisen ist, dass sogar sehr große Unterschiede statistisch signifikant sind, dies kommt z.b. vor wenn die Stichprobe in weniger Populationseinheiten eingeteilt wird, wobei einige Variablen z.b. mit der Altersaufteilung gekreuzt werden und dann wieder über Kreuz mit der Stichprobe des dänischen Sozialbaugebiets beziehungsweise des mittelständischen Wohngebiets verglichen werden. In solchen Fällen wird die Annahme über das Vorhandensein eines Unterschieds in der Analyse als Tendenz bezeichnet wenn es einen guten Grund gibt anzunehmen, dass der Unterschied reell ist aber nur auf zu wenigen Observationen basiert sind. 13 Es handelt sich bei den zur Ermittlung des Durchschnitts verwendeten Tests um x2-tests zur Messung der Abhängigkeit und Varianztests (T-tests). Für die Datenanalyse gilt, dass die Antworten der Fragebogenuntersuchung in SurveyXact gesammelt werden wonach die Daten in Excel konvertiert werden um sie weiter zu analysieren. 22

23 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Wie schon erwähnt baut die Fragebogenuntersuchung übergeordnet auf zwei Stichproben auf (DE+/-=123 und DK+/-=127 Befragte), welche wiederum in kleinere Einheiten DK+ und DKsamt DE+ und DE- untergliedert sind. Generell gilt für alle vier Einheiten, dass die Befragten durch ein einfaches und zufälliges Auswahlverfahren ermittelt wurden. Vor diesem Hintergrund wurden die Einheiten der Befragten im Verhältnis zu den Populationen die sie repräsentieren durch Berechnungen der statistischen Unsicherheit statistisch generalisierbar gemacht. Dies ist in Anbetracht der Voraussetzung durchgeführt worden, dass die Stichprobe repräsentativ für die gesamte Bewohnergruppe ist. Ganz konkret bedeutet das im Verhältnis zu den Resultaten des Fragebogens, dass die gesamte Stichprobenpopulation es möglich macht das Sicherheitsintervall anzugeben, das bei den verschiedenen untersuchten Variablen im Verhältnis zu einer Generalisierung der gesamten Population vorkommen konnte. Die Berechnungen der Unsicherheit wurden mit einem Signifikanzniveau von 0,05 durchgeführt, was bedeutet das die Resultate sich zu 95% in einem geschätzten Rahmen befinden werden welcher auch als Konfidenzintervall bezeichnet wird. In untenstehender Tabelle sind die übergeordneten Sicherheitsebenen der Stichprobe für sowohl den gesamten deutschen Teil als auch den gesamten dänischen Teil und für die vier untergliederten Sozialbau- bzw. mittelständischen Wohngebieten beschrieben. Wie aus dem Beispielkasten unten hervorgeht, kann der Leser Tabelle 8 zum Nachschlagen in Bezug auf eine genauere Angabe der Ungewissheit bei den präsentierten Ergebnissen der Analyse benutzen. 23

24 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Tabelle 8 Übergeordnete Stichprobeungewissheit (Prozentpunkte) bei ausgewählten Antwortteilen (%) für relevante Kombinationen von n und N, Signifikanzebene e 95 % Stichproben / geografisch DK+ DK- DE+ DE- DK+/- DE+/- Zusammengefasst Anzahl von Personen in der Population (N) Anzahl von Personen in der Stichprobe (n) Antwortsteil(%) Statistische Stichprobeungewissheit (Prozentpunkte) 95/5 ± 5,9 ± 4,9 ± 5,8 ± 5,1 ± 3,7 ± 3,8 ± 2,7 90/10 ± 8,2 ± 6,7 ± 8,0 ± 7,0 ± 5,2 ± 5,3 ± 3,7 85/15 ± 9,8 ± 8,0 ± 9,5 ± 8,4 ± 6,2 ± 6,3 ± 4,4 80/20 ± 10,9 ± 8,9 ± 10,6 ± 9,4 ± 6,9 ± 7,0 ± 4,9 75/25 ± 11,8 ± 9,7 ± 11,5 ± 10,2 ± 7,5 ± 7,6 ± 5,3 70/30 ± 12,6 ± 10,3 ± 12,2 ± 10,8 ± 7,9 ± 8,1 ± 5,6 65/35 ± 13,0 ± 10,7 ± 12,7 ± 11,2 ± 8,3 ± 8,4 ± 5,9 60/40 ± 13,4 ± 11,0 ± 13,0 ± 11,5 ± 8,5 ± 8,6 ± 6,0 55/45 ± 13,6 ± 11,1 ± 13,2 ± 11,7 ± 8,6 ± 8,7 ± 6,1 50/50 ± 13,7 ± 11,2 ± 13,3 ± 11,8 ± 8,7 ± 8,8 ± 6,2 BEISPIEL: Es geht aus der Stichprobe hervor, dass 90,7 Prozent der Bewohner in dem mittelständischen dänischen Wohngebiet der Polizei vertrauen. Wenn man auf den Antwortanteil bzw. das Stichprobengebiet schaut geht hervor, dass die Ungewissheit hier ± 6, 7% beträgt. Das bedeutet, dass wir mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% sagen Dette können, interval dass zwischen vil fremgå 97,4 und de 84% steder, gesamten hvor usikkerheden Bevölkerung beregnes (DK-) angeben for de wird, enkelte dass sie variable. der Polizei vertrauen. Oder mit anderen Worten: Wenn wir das Experiment 100-mal wiederholen würden, würde das Ergebnis in 95 Fällen in dem hervorgehobenen Intervall liegen. 24

25 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Analyse Die Disposition der folgenden Analyse besteht aus einem einzelnen Durchgang der beiden Hauptthemen des Fragebogens, Öffentliches und lokaldemokratisches Engagement. Für beide Themen gilt, dass in erster Linie zwischen den Befragten aus den Sozialbau bzw. mittelständischen Wohngebieten der einzelnen Länder verglichen wird, danach wird einen genereller Vergleich zwischen dem deutschen und dänischen Teil durchgeführt. Am ende folgt ein Kapitel das den lokaldemokratischen Index beinhaltet Öffentliches Vertrauen DK+ und DK- Die Fragen um das öffentliche Vertrauen handeln von den folgenden sechs Einrichtungen: dem Stadtrat, dem Folketing(das dänische Parlament) und der Regierung die den politischen Teil bilden, weiterhin bilden die Kommune, die Polizei und die Gerichte die Ämter. Die Antwortkategorien basieren auf einer gestaffelten Skala von 0 10, in welcher 0 bedeutet, dass kein vertrauen besteht, 5 bedeutet weder/noch und 10 bedeutet volles Vertrauen. Die Aufteilung der Fragen für die dänische Stichprobeneinheit in Bezug auf die Sozialbau- bzw. mittelständischen Wohngebiete stellt sich wie folgt dar: Figur 4 Öffentliches/politisches Vertrauen Durchschnittsanalyse DK+ und DK- Die Regierung Das Folketing Der Stadtrat Die Kommune Die Gerichte Die Polizei 5,39 6,24 5,33 6,67 5,73 6,46 6,1 6,63 6,67 6,88 7,72 7, Skala 0-10 DK+ DK- 25

26 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Wie es aus Figur 4. hervorgeht, haben sowohl die Menschen aus dem Sozialbaugebiet als auch die Menschen aus dem mittelständischen Wohngebiet mehr Vertrauen als Misstrauen zu sämtlichen öffentlichen Einrichtungen. Allerdings ist es deutlich zu sehen, dass die Personen aus dem mittelständischen Wohngebiet generell mehr Vertrauen zu sämtlichen Institutionen haben als die Personen aus dem Sozialbaugebiet. Für beide gebiete gilt, dass die Befragten das größte Vertrauen zu der Polizei und den Gerichten haben. Am wenigsten Vertrauen hat die Regierung im Gebiet DKbzw. das Folketing im Gebiet DK+. Rechnet man stattdessen die Skala in Prozent um und nimmt Ausgangspunkt in den positiven Skalenantworten (6-10), sieht das prozentuale Vertrauen wie folgt aus: Figur 5 Öffentliches und politisches Vertrauen in Prozent. DK+ und DK- Die Regierung 50,9 64,4 Das Folketing 47 85,5 Der Stadtrat 56,8 72,3 Die Kommune 56,8 78,9 Die Gerichte Die Polizei 68,6 70,6 90,7 90, Prozent DK+ DK- Hier ist nun zu sehen, dass weniger als die Hälfte der Befragten aus dem Sozialbaugebiet dem Folketing und ungefähr die Hälfte der Regierung vertraut. Es herrschen in allen Kategorien bis auf Stadtrat und Regierung signifikante Unterschiede zwischen DK+ und DK-. Vergleicht man die positiven Antworten für DK+ mit den Beantwortungen in Bezug auf Vertrauen zu der Polizei bzw. der Kommune in Sundheds- og trivselsundersøgelsen geht hervor, dass das Vertrauen zur Polizei in 2008 bei knapp 67% lag und das Vertrauen zu Sønderborg Kommune bei 26

27 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI ,8 %. Also wie es aus dem untenstehenden Figur 6 zu sehen ist ein geringes Wachstum für die beiden vergleichbaren Kategorien. Figur 6 % Vertrauen zu der Polizei und der Kommune für Nørager und Søstjernevej u.a.m. Gesund- und Geborgenheitsuntersuchung, 2008 Ôffentliches Vertrauen und demokratischer Engagement 0 Die Polizei Sonderborg Kommune Wenn man weiterhin nach Unterschieden in der Ethnizität das Sozialbaugebiet betreffend schaut, ist es auffällig, dass das Vertrauen zu sämtlichen Institutionen bei den Bürgern mit Migrationshintergrund größer ist als bei gebürtigen Dänen. In Untenstehender Tabelle ist die Berechnung von positiven Beantwortungen (6-10) zu sehen. Die Zahlen in Klammern geben den konkreten Durchschnitt auf der Skala von 0-10 an. Tabelle 9 DK+ Öffentliches / Politisches Vertrauen und Ethnizität Die Polizei Die Gerichte Die Kommune Der Stadtrat Das Folketing Die Regierung Andere ethnische Herkunft als dänisch 71,5 % (6,71) 71,4 % (7,07) 64,3 % (6,57) 60,8 % (5,96) 50,0 % (5,68) 60,7 % (6,21) Ethnische Dänen 69,4 % 65,2 % 47,7 % 52,1 % 43,5 % 39,1 % (7,09) (6,17) (5,52) (5,43) (4,91) (4,39) Differenz in Prozentpunkte 2,1 6,2 16,6 8,7 6,5 21,6 Wie man aus den prozentualen Unterschieden sehen kann, ist hier die Rede von einer klaren Tendenz im Verhältnis zu zwei gleich Großen repräsentativen Gruppen aus dem Sozialbaugebiet. Weiterhin zeigt ein Varianztest mit Ausgangspunkt im jeweiligen Durchschnitt der beiden Gruppen, das die Annahme in dieser Stichprobe signifikant ist, dass Personen mit anderer ethnischer 27

28 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Herkunft als Dänisch größeres Vertrauen in die öffentlichen Einrichtungen haben als die ethnischen Dänen. 14 Von es hier möglich eine Tendenz in dem Verhältnis zwischen zwei repräsentativen Gruppen, die dieselbe Größe haben in das Sozialbaugebiet zu spüren. Danach zeigt ein Varianztest mit Ausgangspunkt in den Durchschnitten den zwei Gruppen, dass die Annahme über die Unterschiede d.h. Personen mit anderen Ethnischer Herkunft vertrauen die Öffentlichen Einrichtungen mehr als die Gruppe von Ethnische Dänen in der Stichprobe Signifikant ist. Vergleicht man die Stichproben aus dem Wahlkreis Humlehøj mit vergleichbaren Untersuchungen das öffentliche Vertrauen betreffend, geht aus Figur 7 hervor, dass das Vertrauensniveau in Sonderburg in sämtlichen Kategorien über dem Niveau liegt welches neuere Untersuchungen von Trygfonden und Mandag Morgen(dänische Wochenzeitung :MM.dk) ergeben haben. Figur 7 Skalendurchschnitt öffentliches/politisches Vertrauen im Vergleich Die Polizei Die Gerichte Die Kommune Der Stadtrat Das Folketing Die Regierung Mandag Morgen nov 2009 DK+/ Trygfonden juni/august 2009 Demokratiundersøgelsen Das Ergebnis, eines T-Tests für den Durschnitt der zwei Gruppen ergibt einen P-Wert von was bedeutet, dass wir 94,6% sicher sein können, dass der Unterschied real ist. 28

29 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI DE+ und DE- In der deutschen Stichprobe sehen die Beantwortungen im Sozialbau- und im mittelständischen Gebiet also wie folgt aus: Figur 8 Öffentliches / politisches Vertrauen Durchschnittsanalyse DE+ und DE- Die Regierung Der Bundestag Der Stadtrat Stadt Flensburg Die Gerichte Die Polizei 5,25 4,5 5,49 4,87 5,61 5,43 6,36 5,81 6,26 6,56 7,25 7, Skala 0-10 DE+ DE- Wie aus dem Diagramm hervorgeht liegt das Vertrauen im Sozialbauviertel unter dem Durchschnitt. Weiterhin ist genauso wie im dänischen Teil zu sehen, dass das Vertrauen in dem Mittelständischen Wohngebiet generell höher ist als im Sozialbauviertel. Wird die Skala stattdessen in Prozent umgerechnet, und Ausgangspunkt in den positiven Skalenantworten genommen(6-10), sieht das Prozentuelle Vertrauen wie folgt aus: Figur 9 Regering Folketing Byråd Stadt Flensburg Domstole Politi 29,6 31, , ,2 57, , ,3 Öffentliches / politisches Vertrauen in Prozent. DE+ und DE Prozent DE+ DE- 29

30 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Nun geht hervor, dass das Vertrauen zu der Regierung bzw. dem Bundestag im Sozialbausgebiet bei 30% liegt und, dass es im mittelständischen Gebiet bei 42% bzw. bei 49% liegt. Bei den gegenseitigen Variationen zwischen DE+ und DE- sind die Unterschiede in Bezug auf das Vertrauen zum Bundestag, bzw. den Gerichten und der Polizei Signifikant. Insgesamt sind für DE+/- keine nennenswerten Ausschläge in Bezug auf Alter und Ethnizität zu sehen. Aber genau wie in der dänischen Probe, ist einer kleiner Ausschlag in Bezug auf das Geschlecht zu sehen der mit derselben Tendenz darauf hindeutet, dass die Männer den Amtskategorien Gerichte, Polizei und Kommune generell mehr Vertrauen als die Frauen, die dagegen den politischen Kategorien Stadtrat, Bundestag und Regierung mehr vertrauen. Vergleicht man die positiven Skalenbeantwortungen der gesamten deutschen Stichprobe mit der Frage: Zu welchen Institutionen haben Sie großes Vertrauen? Aus der Forsa-Untersuchung von , geht in Figur 10 hervor, dass das Vertrauensniveau in Flensburg ungefähr dem der nationalen Untersuchung entspricht. Das Vertrauen zur Polizei und dem Bundestag/Folketing ist in Flensburg 2% bzw. 2½% höher, wohingegen das Vertrauen zur Regierung 4.5 Prozent unter dem nationalen Niveau liegt. Die Unterschiede sind dagegen nicht signifikant. Auf die gleiche Weise kann das Vertrauen zur Kommune aus der gesamten Stichprobe DE+/-mit der Frage: Wie groß ist ihr Vertrauen in die Stadt- und Gemeindeverwaltung? aus der Untersuchung TNS Infratest Sozialforschung von 2008 verglichen werden. Hierbei wird sowohl auf nationaler als auch auf regionaler Ebene verglichen, wie es auch in den letzten beiden Säulen des Diagramms zu sehen ist. Wie es hervorgeht ist das Vertrauen zur Gemeinde in hiesiger Untersuchung in Flensburg bei 65,6% und somit etwas höher als bei der nationalen Untersuchung mit 49% bzw. der regionalen Untersuchung mit 45%. Für den Unterschied gilt dass er ebenfalls Signifikant ist. 15 Obwohl die Antwortkategorien der Forsa-Untersuchung nicht auf Skalenantworten basieren, sondern auf ja/nein Antworten macht es trotzdem Sinn diese beiden Untersuchungen zu vergleichen, da beide Antwortkategorien das positive Vertrauen widerspiegeln. 30

31 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Figur 10 Öffentliches / politisches Vertrauen DE+/- im Vergleich Prozent Die Polizei Die Regierung Der Bundestag Die Kommune DE+/- Forsa-undersøgelsen TNS - Infratest/ National TNS - Infratest/ Schleswig Holstein DK+/- und DE+/- Vergleicht man die prozentualen Vertrauensniveaus in den übergeordneten Strichproben für Deutschland bzw. Dänemark, lässt sich ein hierarchisches Muster bezüglich der Reihenfolge der Kategorien erkennen, welches für beide geographischen Gebiete gilt. Wie aus Diagramm 11 hervorgeht machen die politischen Einrichtungen die drei niedrigsten Kategorien aus, wohingegen der Amts teil die drei am höchsten eingestuften Kategorien ausmacht. Figur 11 Hierarchie des Vertrauens DK+/- und DE+/- Die Regierung Das Folketing Der Stadtrat Die Kommune Die Gerichte Die Polizei 36,6 41,5 52,8 59,01 64,6 68,5 65,6 70,08 72,3 81,9 82,9 82, Prozent DK DE Es geht weiterhin hervor, dass die dänische Stichprobe in allen Kategorien abgesehen von der Kategorie Vertrauen in die Polizei ein höheres Vertrauensniveau vorweist. Jedoch sind die 31

32 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Unterschiede im Vertrauensniveau nur in den politischen Kategorien, Regierung, Bundestag und Stadtrat Signifikant, wie es in Tabelle 10 skizziert ist. Tabelle 10 Positive Skalenantworten für öffentliches / politisches Vertrauen in Prozent für DK+/- und DE+/- Der Stadtrat DK+/- DE+/- Unterschied in Prozentpunkte Prozent 68,5 % 52,8 % 95 % Konfidensintervall 60,6 76,4 44,11 61,49 15,7* Die Kommune DK+/- DE+/- Unterschied in Prozentpunkte Prozent 70,08 % 65,6 % 4,48 95 % Konfidensintervall 62,1 78,0 57,2 74,0 Die Gerichte DK+/- DE+/- Unterschied in Prozentpunkte Prozent 81,9 % 72,3 % 9,6 95 % Konfidensintervall 75,2 88,6 64,4 80,2 Die Polizei DK+/- DE+/- Unterschied in Prozentpunkte Prozent 82,7 % 82,9 % 0,2 95 % Konfidensintervall 76,1 89,3 76,2 89,6 Die Regierung DK+/- DE+/- Unterschied in Prozentpunkte Prozent 59,01 % 36,6 % 95 % Konfidensintervall 50,5 67,6 28,1 45,1 22,41* Das Parlament DK+/- DE+/- Unterschied in Prozentpunkte Prozent 64,6 % 41,5 % 95 % Konfidensintervall 56,3 72,9 32,8 50,2 23,1* *p<0.05 schaut man stattdessen auf den Grad des Misstrauens (Skala 0-4) welcher in Prozent umgerechnet wurde, lässt sich in Figur 12 sehen, dass die hierarchische Reihenfolge im Verhältnis zwischen der politischen und Amtsmäßigen Ebene Stich hält. Wie es hervorgeht haben DK+/- ein generell niedrigeres Misstrauen als DE+/-, doch ist der Ausschlag besonders in den politischen Kategorien markant. 32

33 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Figur 12 Prozent Misstrauensbarometer DE+/- und DK+/- 0 DE-Zusammengefasst DK-Zusammengefasst Die Gerichte Die Polizei Die Kommune Der Stadtrat Das Folketing Die Regierung In untenstehender Figur ist ein Überblick über den Skalendurchschnitt der sechs Kategorien des Vertrauens zu sehen, welche auf die in Farben aufgeteilten Stichprobeneinheiten. Je größer die Fläche ist welche die einzelnen Einheiten abdecken desto größer ist das Vertrauen. Um die gegenseitigen Variationen deutlich zu machen, wurde die ursprüngliche 0-10-skala zu einer 4-8 Skala geändert. Immer noch macht das Intervall von 6-10 das positive Vertrauen aus und das Intervall von 0-4 steht für mehr Misstrauen als Vertrauen. 33

34 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Figur 13 Die Polizei 8 Vertrauenskompass 7 Der Stadtrat 6 Die Gerichte 5 4 Die Regierung Die Kommune Das Parlament DE+ DE- DK+ DK- Es wird weiterhin versucht die beiden Stichproben DK+/- und DE+/-mit der EU-Untersuchung Second European Quality of Life Survey Overview, 2009 zu vergleichen. In der EU-Untersuchung hat man das demokratische Niveau mit Hilfe von drei Fragen auf einer Skala von 1-10 untersucht, wo der Befragte den Grad des Vertrauens zum Parlament bzw. der Regierung und den Politikern angegeben hat. Danach hat man den Durchschnitt der drei Skalenantworten zusammengelegt und ihn als Ausdruck des gesamten demokratischen Niveaus präsentiert. 16 In der hiesigen Untersuchung gehen die Kategorien Parlament und Regierung mit ein, nicht aber die Kategorie Politiker. Stattdessen wird als drittes Glied in hiesiger Untersuchung nach dem Vertrauen in den Stadtrat 16 Second European Quality of Life Survey Overview, European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions. s

35 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI gefragt. Im folgenden Vergleich zu der EU-Untersuchung ist das Vertrauen zu den Stadtrat Politikern deswegen mit dem Vertrauen zu den Politikern in der EU-Untersuchung gleichgestellt worden. Ein anderer Vorbehalt ist, dass die Skalenfragen der EU-Untersuchung von 1-10 gehen, weshalb eine Anpassung zu hiesiger Untersuchung in der die Skala von 0-10 geht, bedeutet, dass der Durchschnittswert in der EU-Untersuchung um 1/10 erhöht wurde. In Figur 14 sieht man das Ergebnis des Vergleichs. Wie daraus hervorgeht weist die lokale Stichprobe in Flensburg einen signifikant höheren Durchschnitt auf als den Durchschnitt das ganze Deutschland in der EU-Untersuchung erreicht hat. In Sonderburg liegt die Stichprobe umgekehrt ein Bisschen unter dem nationalen Durchschnitt der EU-Untersuchung doch ohne, dass die Unterschiede signifikant sind. Figur 14 Öffentliches / politisches Vertrauen DE & DK+/- im Vergleich Skala DE+/- EU/DE DK +/- EU/DK 35

36 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Zusammenfassung Die Sonderburg-Stichprobe. Für den dänischen Teil ist zu sehen, dass Personen aus dem mittelständischen Gebiet ein größeres Vertrauen zu sämtlichen Kategorien haben als Personen aus dem Sozialbaugebiet. Außerdem ist hervorgegangen, dass das Vertrauen zu sowohl der Polizei als auch der Kommune in dem Sozialbaugebiet eine geringere Zunahme seit des Niveau s von 2008 erzielt hat. In dem Sozialbaugebiet ist ein signifikant höheres Vertrauen zu den befragten Einrichtungen seitens der Bürger mit anderem ethnischen Hintergrund als Dänisch zu sehen, als von Menschen mit dänischem Hintergrund. Es ist ein kleiner Ausschlag im Verhältnis zum Geschlecht hervorgegangen, welcher sich dahingehend äußert, dass Frauen größeres Vertrauen zu den politischen Kategorien: Stadtrat, Regierung, Folketing haben wohingegen die Männer größeres Vertrauen zu den Amtskategorien: Polizei, Gerichte und Kommune haben. Im Vergleich zu ähnlichen Untersuchungen neueren Datums ist zu sehen, dass Sonderburg generell ein höheres Vertrauensniveau in sämtlichen Kategorien vorweisen kann Die Flensburg-Stichprobe Wie in der Sonderburg-Stichprobe geht hervor, dass Personen aus dem mittelständischen Gebiet größeres Vertrauen zu sämtlichen Kategorien haben, als Personen aus dem Sozialbaugebiet. Es ist ebenfalls genau wie in der Sonderburg-Stichprobe ein geringer Ausschlag im Verhältnis zum Geschlecht zu sehen, welcher sich dahingehend äußert, dass Frauen größeres Vertrauen zu den politischen Kategorien: Stadtrat, Regierung, Folketing haben, wohingegen 36

37 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI die Männer größeres Vertrauen zu den Amtskategorien: Polizei, Gerichte und Kommune haben. Im Vergleich ist zu sehen, das Flensburg ungefähr auf dem Niveau von Untersuchungen auf Bundesebene liegt, wenn es um das Vertrauen zu, Polizei, Bundesregierung und Bundestag geht. Umgekehrt hat Flensburg ein signifikant höheres Vertrauen in die Gemeinde als es für das nationale bzw. regionale Niveau der Fall ist Sonderburg und Flensburg Beide Stichproben zeigten die gleiche Vertrauenshierarchie die befragten Vertrauenskategorien betreffend, wobei die Amtskategorien: Polizei, Gerichte, und Gemeinde am höchsten eingestuft wurden und die drei Kategorien: Stadtrat, Parlament und Regierung am niedrigsten. Die Sonderburg- Stichprobe weist außer in der Kategorie Vertrauen in die Polizei generell ein höheres Vertrauensniveau auf als die Flensburg-Stichprobe. Die Unterschiede Zwischen Sonderburg und Flensburg, das Vertrauensniveau betreffend sind ausschließlich in den drei politischen Kategorien: Stadtrat, Regierung und Bundestag signifikant. In einem Vergleich ist zu sehen, dass die Flensburg-Stichprobe bei den zusammengelegten Kategorien Vertrauen zu den Politikern bzw. Regierung und Parlament einen signifikant höheren demokratischen Durchschnittswert hat als die Werte die Deutschland auf Bundesebene erreicht hat. Die Sonderburg-Stichprobe weist umgekehrt einen geringeren demokratischen Durchschnittswert auf als die EU-Untersuchung auf Landsebene. 37

38 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Lokaldemokratisches Engagement Im folgenden Kapitel werden die Themen lokaldemokratisches Wissen und Interesse, die selbstbewertete und faktische Wahlbeteiligung sowie das Erleben von nahdemokratischem Einfluss besprochen DK+ und DK- Wahlbeteiligung In der untenstehenden Tabelle sind die Antworten der selbstbewerteten Wahlbeteiligung zu sehen aufgeteilt zwischen dem Sozialbaugebiet und dem mittelständischen Wohngebiet im Bezirk Humlehøj. Wie daraus hervorgeht ist die selbstbewertete Wahlbeteiligung in DK- mit ca.87% signifikant höher als in DK+ mit ca. 63%. Ein wesentlicher Punkt ist auch, dass 9,8 % der Befragten in DK+ angeben nie bei der Kommunalwahl zu wählen im Vergleich zu 2,6 % in DK-. In Demokratiundersøgelsen macht die Gruppe die angibt nie bei der Kommunalwahl zu wählen insgesamt 2,8 % aus. 17 Tabelle Haben sie bei der letzten Kommunalwahl gewählt? (nov. 2009) Antworten der Wähler in Bezug auf das jeweilige Wohngebiet(Sozialbau oder mittelständisches Wohngebiet) DK+ DK- DK+/- Ja 62,7 % 86,8 %* 74,75 % Nein 37,3 % 13,2 % 25,25 % Keine Ahnung 0,0 % 0,0 % 0,0 % Gesamt 100 % 100 % 100 % Wenn nein weshalb? Mit Bezug auf die Wohngebiete DK+ DK- DK+/- Wählt normalerweise, war aber verhindert 20 % (7,8 %)** 42,8 % (4,0 %) 31,4 % (5,5 %) Wählt nie 25 % (9,8 %) 28,6 % (2,6 %) 26,8 % (5,5 %) Hat kein Wahlrecht 10 % (3,9 %) 0,0 % 5,0 % (1,6 %) Vergessen 10 % (3,9 %) 14,3 % (1,3 %) 12,15 % (2,4 %) Wusste nicht, dass ich Stimmrecht hab 20 % (7,8 %) 0,0 % 10,0 % (3,2 %) Anderes 15 % (5,9 %) 14,3 % (1,3 %) 14,65 % (3,1 %) Gesamt 100 % 100 % 100 % *p<0.05 ** Die Zahlen in Klammern sind der Anteil der einzelnen Gruppen in Prozent im Verhältnis zur Stichprobengröße. 17 Siehe Frandsen, Annie G. Deltagelse ved kommunalvalg (Teilnahme an der Kommunalwahl) s in Kjær, Ulrik. & Mouritzen, Poul Erik (red.) Kommunestørrelse og lokalt demokrati(kommunen Grösse und lokale Demokratie). 38

39 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Schaut man danach in 10.2 auf die Liste der Begründungen dafür nicht zu Wählen sieht man, dass 30 % im Sozialbauviertel nicht gewählt haben, weil sie entweder kein Stimmrecht hatten oder nicht wussten, dass sie es haben. Dies bedeutet im Verhältnis zu den Stichproben im Sozialbauviertel betrachtet (die Zahlen in Klammern) das insgesamt 11,7% der Gruppe der Befragten aufgrund mangelnden Stimmrechts oder mangelndem Wissen über das Vorhandensein des Stimmrechts nicht gewählt haben. Wenn diese Begründungen rein theoretisch als Hindernisse für die Wahlbeteiligung gedeutet werden und die Nichtabgabe faktisch abgegebene Stimmen bedeutet hätte, hätte die selbstbewertete Wahlbeteiligung für DK+ 74,4% ausgemacht. Genauso kann die Kategorie Stimmt normalerweise war aber verhindert so hingehend korrigiert werden das es für DK+ einen Anstieg von 7,8% der Befragten und für DK- einen Anstieg von 4% bedeutet hätte. Schaut man weiterhin nach Unterschieden in Bezug auf die Ethnizität in DK+ geht hervor, dass die Gruppe mit Migrationshintergrund mit 53,6% eine niedrigere selbstbewertete Wahlbeteiligung vorweist als die Gruppe gebürtiger Dänen in welcher 69,6% angaben gewählt zu haben. Doch trotzdem lässt sich rein theoretisch wieder die Gruppe mit einbeziehen bei der das akzeptable Hindernis für die Beteiligung durch mangelndes Wahlrecht bzw. mangelndes Wissen über das Vorhandensein des Wahlrechts begründet wird. Da dieses Hindernis nur für die Gruppe mit Migrationshintergrund gilt in welcher es 21% ausmacht, würde es in Bezug auf die selbstbewertete Wahlbeteiligung eine Veränderung in Form eines Anstiegs auf 75% bedeuten und somit gut 5 Prozentpunkte höher liegen als die Gruppe der gebürtigen Dänen. Das zeigt das unmittelbar keine klaren Ethnisch bedingten Unterschiede in Bezug auf die selbstbewertete Wahlbeteiligung zu erkennen sind. Da der Anstieg hiermit für die Hindernisse mit Bezug auf die Ethnizität korrigiert wurde bedeutet es gleichzeitig eine Veränderung der gesamten selbstbewerteten Wahlbeteiligung für DK+/- auf 72,2%. Es ist weiterhin ein eindeutig altersbedingter Unterschied in Bezug auf die Gruppe der Jährigen zu erkennen der sich darin äußert, dass lediglich 37% der Jüngsten in den Sozialbauvierteln gegenüber 70% der Jüngsten in den mittelständischen Wohngebieten angaben gewählt zu haben. In Anbetracht dessen, dass der faktische Anteil der Jährigen in den Sozialbauvierteln um das 7-fache höher liegt, scheint das Alter ein Faktor zu sein der die generell niedrigere selbstbewertete Wahlbeteiligung in DK+ im Verhältnis zu DK- erklärt. 39

40 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Diese Tendenz ist auch in dem Resultat der Wahlregisteruntersuchung über die Kommunalwahl 2009 zu erkennen bei der die faktische Wahlbeteiligung der Altersgruppen von Jährigen bei 47% lag. 18 Schaut man danach in Tabelle 15 sieht man, dass die Zahl der abgegebenen Stimmen in Prozent bei der letzten Kommunalwahl sowohl auf kommunaler Ebene als auch auf Bezirksebene etwas niedriger lag als die selbstbewertete Wahlbeteiligung. Diese Tendenz ist in Verbindung mit Fragebogenuntersuchungen die Wahlbeteiligung betreffend jedoch normal, wenn wie in diesem Fall die selbstbewertete Wahlbeteiligung für die Kommunalwahl bei Demokratiundersøgelsen bei 80%liegt(Durchschnitt für Kommunen mit über Einwohnern) gegenüber 75% bei DK+/- in dieser Untersuchung. 19 Desweiteren lässt sich in Abbildung 15 sehen, das die faktische Wahlbeteiligung 2009 sowohl in Sonderburg Kommune als auch auf Landesebene im Vergleich zu 2005 gefallen ist. Weiterhin geht hervor das obwohl die Wahlbeteiligung bei den betreffenden beiden Wahlen in Sonderburg höher war als auf Landesebene, der Rückgang trotzdem bei der Wahl 2009 im Verhältnis zur Wahl 2005 grösser war als der gesamte Rückgang auf Landesebene. Die Säule ganz rechts außen zeigt die Zielsetzung für die Wahlbeteiligung bei der nächsten anstehenden Wahl im Jahre Das Ziel sollen 80% abgegebene Stimmen sein, so hat es Sonderborg Kommunes Borger og Demokratiudvalg(Bürger und Demokratieauswahl der Kommune Sonderburg) beschlossen. 20 Der Beschluss beinhaltet, dass die Wahlbeteiligung bis zur Kommunalwahl 2013 im Vergleich zur Kommunalwahl 2009 um 10 Prozentpunkte steigen soll. Das bedeutet eine Steigerung der faktischen Wahlbeteiligung von gut 15% im Vergleich zu Bhatti & Hansen. Valgdeltagelsen ved kommunalvalget(wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 17. november 2009 Beskrivende analyser af valgdeltagelsen baseret på registerdata (beschreibende Analysen der Wahlbeteiligung basierend auf Registerdaten). Arbejdspapir. s Siehe Frandsen, Annie G. Deltagelse ved kommunalvalg( Beteiligung bei der Kommunalwahl ) s in Kjær, Ulrik. & Mouritzen, Poul Erik (red.) Kommunestørrelse og lokalt demokrati( Kommunen Größe und lokale Demokratie). 20 Kommissorium for Borger og Demokrativalget, Sønderborg Kommune( Auftrag für die Bürger und Demokratiewahl der Kommune Sonderburg ). 40

41 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Figur 15 Wahlbeteiligung, 2005 und 2009 P ro ze n t ,2 69,5 65,8 69,3 57, Landesebene Sonderborg Kommune Bezirk Humlehøj Zielsetzung 2013 Wie die Verhältnisse bei der prozentualen Stimmenabgabe unter einander zeigen ist der Unterschied zwischen dem kommunalen Durchschnitt und dem Durchschnitt im Bezirk Humlehøj mit 12,1 Prozentpunkten der geringste. Aber die nächste Frage wäre dann wie es aussehen würde wenn man auf Bezirksniveau eine weitere Aufteilung vornehmen könnte, wo versucht wird zu verdeutlichen, dass die Geographische Lage ein möglicher Faktor für die Variation der Stimmenabgabe sein kann, einschließlich dessen, dass die individuellen Unterschiede für den Bezirk Humlehøj( DK+ ) mit Hinblick auf die selbstbewertete Wahlbeteiligung geringer wurden. In der untenstehenden Figur ist solch eine geographische Aufteilung skizziert, die erste Figur, Nr. 16 veranschaulicht wie sich die Wahlbezirke verteilen, also welche bei der Wahl 2009 über und welche unter der durchschnittlichen Wahlbeteiligung in % liegen. 41

42 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Figur 16 Unter dem Durchschnitt < 69,28 Über dem Durchschnitt > 69,28 E45 E45 Die nächste Aufteilung die aus den Figuren 17 und 18 hervorgeht veranschaulicht eine Aufteilung der abgegebenen Stimmen in % in den jeweiligen Wahlbezirken ausgehend von einer aus vier Ebenen bestehenden Rangordnung. Die Rangordnung nimmt Ausgangspunkt im Verhältnis zwischen der durchschnittlichen Stimmenabgabe in % auf Landesebene und in Sonderburg Kommune bei der Wahl Die gleiche Intervallaufteilung wird danach in Figur 18 angewandt, wo man aber von der Kommunalwahl 2005 ausgeht. Die Rangordnung ist wie folgt aufgeteilt: o Niedrigstes Wahlbeteiligungsniveau (in roter Farbe) :Wahlbeteiligung zwischen 57,2 %(niedrigste Beteiligung in % in Sonderburg Kommune, Bezirk Humlehøj ) und 65,8 % o (Durchschnitt auf Landesebene). Wenn von dem Durchschnitt auf Landesebene ausgegangen wird dann, weil dieser unter der durchschnittlichen Wahlbeteiligung in Sonderburg Kommune liegt. o Zweit niedrigstes Wahlbeteiligungsniveau (in gelber Farbe): Wahlbeteiligung zwischen 65,9 und 69,3 %, wobei letzteres die gesamte Zahl abgegebener Stimmen in % in Sonderburg Kommune ausmacht. o Das dritte Wahlbeteiligungsniveau (in Limetten Farbe) markiert das Intervall über Durchschnittsniveau, welches die gleiche Verschiebung vom Durchschnitt vorweist wie das 42

43 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI vorangegangene zweitniedrigste Niveau : Die Wahlbeteiligung liegt hier zwischen 69,4% und 72,8%. o Das höchste Wahlbeteiligungsniveau (in grüner Farbe) zeigt somit die Bezirke mit der höchsten Wahlbeteiligung. Die Wahlbeteiligung liegt hier zwischen 72,9 und 78,6 % Figur 17 Kommunalwahl ,2 65,7 % 65,8 69,3 % 69,4-72,8 % E45 72,9 78,6 % E45 Figur 18 Kommunalwahl ,8 69,3 % 69,4 72,8 % 72,9-86,8 % 43

44 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Wie Figur 17 veranschaulicht markieren die Farben rot und gelb die kritischen Bezirke, welche unter dem Durchschnitt liegen. Weiterhin geht hervor, dass die Rede von einer geographischen Streuung ist, mit dem Merkmal, dass das Gebiet mit dem niedrigsten kritischen Wahlbeteiligungsniveau in der Nähe, der Bezirk Kværs ist, welcher in dem am dichtesten bevölkerten Gebiet bestehend aus vier Wahlbezirken in Sonderburg Stadt liegt. Darüber hinaus, dass die vier Gebiete alle dicht bevölkert sind haben sie gemeinsam, dass der Abstand zum Abstimmungsort im Vergleich zu den meisten anderen Bezirken generell geringer ist. Es lässt sich auch vermuten dass, dass am dichtesten bevölkerte Gebiet mit den vier kritischen Bezirken in Sonderburg Stadt auch dadurch gekennzeichnet ist, das viele Menschen zu- und wegziehen. Schaut man z.b. auf die Anzahl der Studenten welche von außen zuziehen und sich typischerweise in der Stadt in städtischen Wohnheimen oder privaten Wohngemeinschaften niederlassen, haben diese in der Regel einen geringeren lokaldemokratischen Bezug und zeigen somit auch einen geringeren Grad an lokaldemokratischem Engagement. Der Anteil der Studenten ist somit nicht uninteressant, wenn man ausschließlich auf die beiden Wohnheime Damgade und Humlehøj im Bezirk Humlehøj schaut, lässt sich die Zahl der Bewohner hier auf knapp 6% potenzieller Wähler für den Bezirk Humlehøj schätzen. Hinzu kommt noch ein hoher Anteil an Studenten aus den Sozialbaugebieten, welche die größte Wohnfläche in diesem Gebiet bieten. Die Verbindung zu Figur 18 zeigt den Bezirksmässigen Unterschied in Bezug auf die Kommunalwahl Wie es sich zeigt, hat keiner der Bezirke in 2005 einen Wahlprozent der in dem kritischen roten Intervallbereich liegt. Dagegen zeigt sich das der grüne Bereich 82% der 34 Bezirke abdeckt und die Spitze des Intervallbereichs auf 86.8% gestiegen, was dem höchsten Bezirks Stimmprocent in diesem Jahr entspricht. Der Hintergrund für den markanten Unterschied, bei dem alle Wahlbezirke innerhalb eines Intervalls einen Abfall der Wahlbeteiligung von zwischen ca. 4 und 10 Prozentpunkten erlebten, scheint unmittelbar der Wirtschaftskrise geschuldet zu sein.es ist eine allgemein anerkannte Tatsache, dass die Wahlbeteiligung der Konjunktur in der Gesellschaft folgt und als eine Funktion der Verbindung zum Arbeitsmarkt bzw. des Einkommensniveaus zu sehen ist. 21 Das heißt, dass ein Anstieg des Anteils mit niedrigerem Einkommen oder ganz ohne Arbeit sich in einer niedrigeren Wahlbeteiligung widerspiegelt. 21 Siehe Goul Andersen, Jørgen. (Magtudredningen), (Machtausrechnung)over Danmark og under Danmark/ über Dänemark und unter Dänemark?-Ulighed, velfærdsstat og politisk medborgerskab/ Ungleichheit, Sozilastaat und Politische Mitbürgerschaft s

45 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Es ist in der Bürger und Demokratieauswahl in der Kommune vorgeschlagen worden die Wahlbezirke vor der nächsten Wahl von 34 auf 17 zu halbieren. 22 Wenn dies, zusammen mit der Zielsetzung eine Wahlbeteiligung von 80% zu erreichen durchgeführt wird, bedeutet es eine klare Priorisierung des Einsatzes in Bezug auf die neuaufgeteilten Bezirke, die sich im kritischen roten Bereich befinden. In diesem Zusammenhang kann es interessant sein die verschiedenen Niveaus für den potentiellen Einsatz für 2013 ausgehend von dem Vorschlag über die 17 Wahlbezirke zu skizzieren. In der untenstehenden Figur 19 ist eine solche Skizzierung vorgenommen worden, wo die beiden letzten Wahlen als Indikator für die Wirkung des Einsatzes in den jeweiligen Bezirken verwendet wurden. Wenn man beide Wahlen einbezieht ist anzunehmen, dass die Wahl 2013 nicht im gleichen Umfang wie die Wahl 2009 von der Wirtschaftskrise geprägt wird. Aus diesem Grund kann die Bezirksbezogene Wahlbeteiligung bei der Wahl 2009 nicht alleine stehen, stattdessen muss sie mit der 2005er Wahl verbunden werden, bei der die Wahlbeteiligung auf einem normaleren Niveau liegt. Methodisch wird Ausganspunkt im Durchschnitt der bezirksbezogenen Wahlbeteiligung genommen, welche wiederum, wenn beispielsweise mehrere Bezirke zusammengelegt sind aus dem Durchschnitt von zwei oder mehr Bezirken im Laufe der beiden Wahlen besteht. Die 17 Durchschnittswerte sind nachfolgend in farbige Intervalle eingeteilt, welche illustrieren wie weit sie in Prozentpunkten jeweils von der Zielsetzung eine Wahlbeteiligung von 80% zu erreichen entfernt sind. 22 Siehe Borger- og Demokratiudvalget / Bürger- und Demokratieauswahl. Udvalgsmøde d Punkt. 3. Anlage 1. und 2. 45

46 Öffentliches Vertrauen und lokaldemokratisches Engagement, JUNI Figur 19 10,1-15 % < 80 % 5,1-10 % < 80 % 0,1-5 % < 80 % 0 5 % > 80 % Lokaldemokratisches Wissen Wie schon genannt wird beim lokaldemokratischen Wissen nur nach dem Namen des Bürgermeisters gefragt. In der untenstehenden Tabelle 12 sind die Antworten verteilt auf das Sozialbaugebiet und das mittelständische Wohngebiet im Bezirk Humlehøj zu sehen. Wie sich zeigt besteht ein signifikanter Unterschied in Bezug auf die richtige Antwort. In DK+ haben nur knapp 30% richtig geantwortet im Gegensatz zu gut 70% in DK-. Zum Vergleich haben insgesamt 75% in Demokratiundersøgelsen richtig auf die Frage geantwortet wer Bürgermeister der Kommune ist. 23 Hintergrund für das geringere Wissen wer derzeitig Bürgermeister ist lässt sich zum Teil dadurch erklären das die Zeitspanne zwischen der Kommunalwahl 2009 bei der ein neuer Bürgermeister gewählt wurde und der Untersuchung nur vier Monate betrug. 23 Die Zahlen sind vergleichbar, da nach Kommunengrösse gewichtet wurde. Kjær, Ulrik. & Mouritzen, Poul Erik (red.) Kommunestørrelse og lokalt demokrati(kommunengrösse und lokale Demokrtie). Dansk Dataarkiv, Archivnummer DDA sp. V

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