Volkswirtschaft und Statistik. Mai Maschinenbau. Konjunktur aktuell. Wachstum in Sicht

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1 Volkswirtschaft und Statistik Mai 2017 Maschinenbau Konjunktur aktuell Wachstum in Sicht

2 Inhalt Im Überblick Wachstum in Sicht... 2 Lage... 3 Kalendertageffekte puschen die Produktion... 3 Export profitiert ebenfalls von Kalendertagen... 3 Anhaltender Appetit auf neue Qualifikationen... 5 Aussichten... 6 Auslandsorders wachsen auf breiter Front... 6 Bestellungen aus dem Inland könnten positiv überraschen... 7 Prognose für die Maschinenproduktion bleibt bei einem Wachstum von real einem Prozent... 8 Struktureller Umbau der Belegschaften setzt sich fort Fachzweige sind zuversichtlich Moderates Wachstum im Weltmaschinenbau Wirtschaftspolitische Forderungen Breitbandausbau als Basis für Industrie Steuerliche Forschungsförderung für mehr Innovationen Konjunkturdaten des Maschinenbaus... 16

3 MASCHINENBAU KONJUNKTUR AKTUELL 2 Wachstum in Sicht Allen geopolitischen Unsicherheiten zum Trotz konnte die reale Maschinenproduktion in Deutschland im vergangenen Jahr stagnieren. Für das erste Quartal dieses Jahres steht nach vorläufigen Berechnungen sogar ein Plus von 4,5 Prozent in den Büchern. Doch der Zuwachs ist einer höheren Zahl von Arbeitstagen und nicht einem Anziehen der Konjunktur zu verdanken. Immerhin konnten die Produktionskapazitäten im April zu 85,6 Prozent ausgelastet werden. Das ist der höchste Wert seit Juli Der Auftragsmangel in den Unternehmen hat sich deutlich zurückgebildet. Im April 2017 beklagten nur noch 11 Prozent der Unternehmen auftragsbedingte Produktionsbehinderungen. Ein Jahr vorher waren es noch 29 Prozent gewesen. Für das laufende Jahr rechnen die VDMA-Volkswirte weiterhin mit einem Produktionswachstum von real einem Prozent allerdings mit Potenzial. Denn im Unterschied zu 2016 wird sich das Minus im Export in viele Entwicklungs- und Schwellenländer in ein Plus verkehren. Und auch für die Ausfuhr in die meisten EU-Partnerländer sowie in die USA rechnen sich die VDMA-Volkswirte Wachstumschancen aus. Am erfreulichsten jedoch stimmt die Erwartung, dass der heimische Markt kräftiger, als noch im Oktober erwartet, zulegt.

4 MASCHINENBAU KONJUNKTUR AKTUELL 3 Lage Kalendertageffekte puschen die Produktion Im ersten Quartal dieses Jahres konnte die Maschinenproduktion nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes ihr Vorjahresergebnis preisbereinigt um 4,5 Prozent übertreffen. Diese Zahl erweckt auf den ersten Blick den Eindruck einer dynamischen Entwicklung, doch das täuscht. Kalendertageffekte führen zu kräftigen Verzerrungen. Das liegt unter anderem - aber nicht nur - an der Verschiebung der Osterfeiertage fand Ostern im März statt. In diesem Jahr wurde das Fest im April begangen. Insgesamt kam das erste Quartal 2017 auf drei Arbeitstage mehr als das Vorjahresquartal. Dieser Effekt allein entspricht rein rechnerisch schon etwas mehr als dem oben genannten Produktionszuwachs. Allerdings stehen noch Korrekturen des amtlichen Produktionsindex aus. In den vergangenen Jahren ist gerade das März-Ergebnis stets nach oben revidiert worden. Doch selbst wenn sich für das erste Quartal nach der Korrektur ein etwas höheres Plus errechnen sollte, ist die Verwendung des Attributs dynamisch weiterhin nicht angebracht. Deutsche Maschinenproduktion Preisbereinigter Index, Basis 2010 = Gleitender 12-Monats-Durchschnitt Originalindizes Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA Export profitiert ebenfalls von Kalendertagen Im ersten Quartal konnten die deutschen Exporte von Maschinen und Anlagen real um 4,8 Prozent zulegen. Diese Wachstumsrate liegt dicht bei der Veränderung der Produktion (plus 4,5 Prozent). Auch hier spielt natürlich der bereits erwähnte Effekt hinein, dass das erste Quartal 2017 drei Arbeitstage mehr hatte als das Vorjahresquartal. Da für die Exporte nach Ländern keine Preisbereinigung möglich ist, stellen die folgenden Äußerungen auf nominale Veränderungsraten ab. Insgesamt erzielte die Maschinenausfuhr ein nominales Plus von 6,0 Prozent. Bei der regionalen Differenzierung gab es keine Überraschungen. In der Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer gab es teils kräftige Plusraten. Die Lieferungen

5 MASCHINENBAU KONJUNKTUR AKTUELL 4 nach Russland konnten um 19 Prozent wachsen. Im Handel mit der Türkei errechnet sich wenig überraschend ein Minus von 9 Prozent. Die Ausfuhr in den Iran kletterte von der im ersten Quartal 2016 noch extrem niedrigen Basis aus sogar um 83 Prozent. Die Exporte nach Indien konnten um 10 Prozent zulegen, auch wenn die Bargeldreform vorrübergehend das dortige Wachstum abgebremst hatte. Für die Ausfuhr nach China errechnet sich erfreulicherweise ein Plus von 16 Prozent. Dies dürfte im Wesentlichen auf das durch die geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen der Regierung forcierte Wachstum zurückgehen. Auch andere Regionen haben von der wieder besseren Wirtschaftslage in China profitiert. Dazu zählt auch Südostasien. Der Absatz deutscher Maschinen in diese Region ist im ersten Quartal um 12 Prozent gestiegen. Deutsche Maschinenausfuhr nach Regionen Region (Bedeutung*) Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Jan. - März 2017 Jan. - Dezember 2016 Ostasien (14,2) Australien-Ozeanien (1,0) Südostasien (3,1) Sonstiges Europa (10,6) Zentral- u. Südasien (2,7) Afrika (3,1) Nordamerika (11,9) Lateinamerika (4,2) EU-28 (46,3) Naher,Mittlerer Osten (3,1) Ø Jan. - März 2017: 6% (real 4,8%) Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA *) Anteil an der gesamten deutschen Maschinenaufuhr in Prozent. Auch für die Lieferungen in die Industrieländer gab es Wachstumsraten. Die Ausfuhr in die USA legte um 8 Prozent zu. Richtig dynamisch liefen mit plus 24 Prozent die Exporte nach Japan. Gebremst wurde das Ergebnis des gesamten deutschen Maschinenaußenhandels durch Minusraten im Südamerika-Geschäft (minus 6 Prozent) und durch ein unterdurchschnittliches Wachstum bei den Exporten in die Partnerländer der Europäischen Union (plus 2 Prozent). Letztere Region hat durch ihr hohes Gewicht von aktuell 46 Prozent an den gesamten deutschen Maschineexporten eine starke Bremswirkung entfaltet, auch wenn die Veränderungsrate immerhin positiv war. Für bare Münze kann das Plus von 2 Prozent allerdings nicht genommen werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass in der Intrahandelsstatistik, die den Warenaustausch zwischen den EU-Staaten erfasst, umfangreiche Nachmeldungen zu erwarten sind. So kann diese Veränderungsrate in den nächsten Monaten noch um einige Prozentpunkte nach oben revidiert werden, was auch positiv auf das gesamte Ausfuhrergebnis durchschlagen dürfte.

6 MASCHINENBAU KONJUNKTUR AKTUELL 5 Anhaltender Appetit auf neue Qualifikationen Im Jahr 2016 stellten die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus zusätzliche Mitarbeiter ein. Zum Jahresende überstieg die Zahl der Beschäftigten den Vorjahreswert um bzw. 0,6 Prozent. Im Vergleich zu den Vorjahren ließ die Einstellungsbereitschaft auf hohem Niveau zwar etwas nach. Doch Qualifikationen im Bereich Automatisierung und Digitalisierung waren und sind weiter gesucht. Das betrifft sowohl Hochqualifizierte, also Ingenieure und Informatiker, sowie Fachkräfte mit nichtakademischer Berufsausbildung. Die annähernd proportionale Entwicklung der Nachfrage zeigt sich unter anderem in den Ergebnissen der Ingenieurerhebung 2016: Die Zahl der Ingenieure hatte zwar absolut um zugelegt, der Anteil an der Belegschaft war zwischen 2013 und 2016 jedoch nicht weitergewachsen. Beschäftigte im deutschen Maschinenbau In Tausend Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA Beschäftigte in Betrieben ab 50 Mitarbeitern *) Wegen geänderter Zuordnung von fachlichen Betriebsteilen nicht mit Vorjahren vergleichbar. Im ersten Quartal 2017 setzte sich der Beschäftigungsaufbau nahezu unverändert fort. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Mitarbeiter um 0,4 Prozent. Wegen der geänderten Branchenzuordnung eines großen fachlichen Betriebsteils musste die Beschäftigtenzahl 2016 allerdings um mehrere tausend Beschäftigte nach unten revidiert werden. Um nach wie vor einen Vorjahresvergleich zu ermöglichen, hat das Statistische Bundesamt das Jahr 2016 doppelt aufbereitet. Aktuell, also Stand März 2017, zählt der Maschinenbau Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

7 MASCHINENBAU KONJUNKTUR AKTUELL 6 Aussichten Auslandsorders wachsen auf breiter Front Die Aufträge aus dem Ausland sollten in den kommenden Monaten auf breiter regionaler Front wachsen können. So rechnen die VDMA-Volkswirte aus den Entwicklungs- und Schwellenländern im Gegensatz zu 2016 mit expansiven Impulsen. In vielen dieser Staaten stimulierte eine expansive Geldpolitik das Wirtschaftsgeschehen. Speziell den rohstofffördernden Ländern hilft eine Stabilisierung der Preise. Überflüssige, nicht wettbewerbsfähige Kapazitäten wurden vom Markt genommen, überzogenen Preiserwartungen wenn auch oft schmerzhaft eine Abfuhr erteilt. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl länderspezifischer Treiber. In China hatte die Regierung das Wachstum nicht nur geld-, sondern auch fiskalpolitisch stabilisiert. Das wird zumindest temporär für ein Plus in der Maschinennachfrage sorgen. In Indien dürfte die Einführung einer bundeseinheitlichen Mehrwertsteuer für zusätzlichen Schub sorgen, auch wenn anfängliche Umsetzungsprobleme zunächst das Gegenteil bewirken könnten. In Russland hilft das Bestreben der Regierung, von Importen unabhängiger zu werden. Hinzu kommen der trotz aller Relativierung seit Februar 2006 im langfristigen Vergleich immer noch niedrige Rubelkurs sowie das insgesamt niedrigere Zinsniveau. In Brasilien ist lange noch nicht alles in trockenen Tüchern, auch die jüngste politische Krise könnte sich negativ auf die Wirtschaft auswirken. Doch es gibt auch Hoffnungen, dass die Rezession überwunden werden kann. Sicherlich gibt es auch noch andere Wackelkandidaten wie Mexiko oder die Türkei. Doch insgesamt sollte die Nachfrage der Schwellen- und Entwicklungsländer nach deutschen Maschinenbauerzeugnissen weiter expandieren können. Für die Bestellungen aus vielen Industrieländern ergeben sich ebenfalls Wachstumschancen. Dies gilt auch für die Nachfrage aus den USA, dem größten Auslandskunden der deutschen Maschinenbauer. Hier läuft die Konjunktur wieder recht flott. Die Aussicht auf Steuersenkungen sowohl für Unternehmen als auch für die Bürger, Deregulierungsmaßnahmen der Regierung sowie umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur könnten der Wirtschaft einigen Auftrieb verleihen. Voraussetzung für ein nachhaltiges Wachstum der Investitionsnachfrage ist jedoch die konkrete Umsetzung der Ankündigungen des US Präsidenten in entsprechende Gesetze. Hier erfüllt sich nicht jeder Wunsch eins zu eins, mit Abstrichen und Verzögerungen ist zu rechnen, so dass sich manche Maßnahme in diesem Jahr kaum noch auswirken wird. Nach wie vor trüben zudem die protektionistischen Tendenzen der Regierung die Aussichten nicht nur in den USA, sondern auch bei wichtigen seiner Handelspartner ein. Doch bei aller begründeten Vorsicht und unbestreitbaren Notwendigkeit, gegen zu halten, gilt auch hier: Abwarten, ob und wie die verbalen Äußerungen und das sprunghafte Handeln des US-Präsidenten sich in konkrete Maßnahmen niederschlagen werden. Was abschließend die EU-Partner-Länder betrifft, rechnen sich die VDMA-Volkswirte trotz teilweise nachlassendem Reformwillen und weit verbreiteter Infragestellung der Vorteile des gemeinsamen Marktes zumindest auf kurze Sicht ebenfalls Wachstumschancen aus. Die Konjunkturstimuli der Europäischen Zentralbank, so umstritten sie auch sind, scheinen zu wirken. Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe in der EU steigt zwar langsam, aber sie steigt. Die Kapazitä-

8 MASCHINENBAU KONJUNKTUR AKTUELL 7 ten sind wieder stärker ausgelastet. Die Geschäftsklimadaten weisen bergauf. Und der Nachholbedarf ist groß. Das gilt nicht zuletzt für die Investitionen. Investitionen sind dabei nicht allein notwendige Bedingung für wettbewerbsfähige Unternehmen. Investitionen sind neben der begründeten Zuversicht in die Handlungsfähigkeit auch das, was eine wettbewerbsfähige EU jetzt in Auslandsauftragseingang im Maschinenbau in Deutschland Preisbereinigte Indizes, Basis Umsatz 2010 = Euro-Partnerländer Nicht-Euro-Länder Gleitender 12-Monats-Durchschnitt Quelle: VDMA Originalindizes ganz besonderer Weise braucht. Und was - leider! - einem scheidenden EU Mitglied, dem Vereinigten Königreich wahrscheinlich bald fehlen wird: Auch wenn die deutschen Maschinenexporte im ersten Quartal noch gestiegen sind, dürften die Aussichten im Königreich für den weiteren Jahresverlauf und darüber hinaus eher trübe aussehen. Bestellungen aus dem Inland könnten positiv überraschen Bereits im ersten Quartal konnten die deutschen Maschinenbauer mit einem Plus bei den Inlandsbestellungen in Höhe von vier Prozent aufwarten. Viele Faktoren sprechen dafür, dass sich das Wachstum in den kommenden Monaten fortsetzen wird. Seit Frühjahr 2016 verbessert sich das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe, dem größten Kunden des Maschinenbaus. Die Kapazitäten in der Industrie sind ebenfalls seit Frühjahr 2016 von Quartal zu Quartal besser ausgelastet. Im April hat die Auslastungsquote mit 86,2 Prozent ihr höchstes Niveau seit Juli 2008 erreicht. Von flächendeckenden Engpässen ist das Verarbeitende Gewerbe damit zwar noch weit entfernt. Gleichwohl dürfte sich der gestiegene Auslastungsgrad positiv auf die Nachfrage nach Maschinen auswirken. So erscheint der ifo-investitionstest, wonach die Unternehmen im laufenden Jahr ihre Anlageinvestitionen (Bauten, Ausrüstungen und sonstige Anlagen ) nominal um fünf Prozent steigern wollen, durchaus realistisch. Neben der Kapazitätserweiterung gewinnt die Notwendigkeit zur Modernisierung als Investitionsmotiv an Bedeutung. Viele Unternehmen setzen ihre lang aufgeschobenen Investitionsvorhaben um, oft einfach deswegen, weil sie nach Jahren der Zurückhaltung nicht länger warten wollen und können.

9 MASCHINENBAU KONJUNKTUR AKTUELL 8 Spannend wird jedoch sein, wie viel von dem prognostizierten Wachstum beim Maschinenbau im engeren Sinn ankommt. Denn die Struktur der Anlageinvestitionen hat sich in den letzten Jahren verschoben entfielen in Deutschland erst 15 Prozent der Anlageinvestitionen auf die sogenannten sonstigen Anlagen. Darunter ist geistiges Eigentum wie Forschung und Entwicklung, Software oder Urheberrechte zu verstehen. Fünfzehn Jahre später entfallen schon 26 Prozent der gesamten Anlageinvestitionen auf die Sonstigen. Diese Investitionen gehen dem Maschinenund Anlagenbau nicht unbedingt verloren. Getreu ihrer Rolle als Problemlöser haben sich seine Unternehmen diesem strukturellen Wandel von der Hard- zur Software gestellt und ihr Leistungsspektrum kontinuierlich den Bedarfen der Kunden angepasst. Mehr noch: Die Verknüpfung des klassischen Maschinenangebots mit ganzheitlichen Dienstleistungen versetzt sie erst in die Lage, ihre Maschinen überhaupt noch erfolgreich verkaufen zu können. So sollte am Ende trotz dieser Verschiebung die Nachfrage nach Maschinen und damit die deutsche Maschinenproduktion im engeren, statistischen Sinn von der Belebung des Inlandsmarktes profitieren und zulegen können - möglicherweise stärker, als von den VDMA-Volkswirten noch im Oktober 2016 erwartet. Inlandsauftragseingang im Maschinenbau und Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe Geschäftsklima* Auftragseingang** Geschäftsklima Inlandsauftragseingang Originalwerte Quelle: ifo-institut, VDMA *) Saldo. **) Reale Indizes, 12-Monats-Durchschnitt. Prognose für die Maschinenproduktion bleibt bei einem Wachstum von real einem Prozent Nach dem guten Auftragseingang im ersten Quartal 2017 und den aufgezeichneten Wachstumschancen sowohl für die künftige Nachfrage aus dem Inland als auch für die aus dem Ausland mag es überraschen, dass die VDMA-Volkswirte nach wie vor an ihrer im Oktober 2016 aufgestellten Prognose festhalten. Eine Zunahme der realen Produktion von Maschinen und Anlagen in diesem Jahr in Deutschland um ein Prozent erscheint vielen sicher als zu zögerlich. Doch es gibt gute Gründe für diese Zurückhaltung.

10 MASCHINENBAU KONJUNKTUR AKTUELL 9 Da sind zum einen rein statisch fachliche Argumente. Bisher liegen nur wenige, zudem stark verzerrte und folglich in ihrer Aussagekraft eingeschränkte Werte für die Maschinenproduktion vor. Die Prognosebasis ist also noch recht dünn. Basis ist zudem das Stichwort für eine weitere, gern in Vergessenheit geratene Relativierung: Im Jahr 2017 gibt es in Deutschland knapp 3 Arbeitstage weniger als im Vorjahr. Diese Hypothek für den Vorjahresvergleich kann einfach kalkuliert werden: Würde im Durschnitt eines Tages in 2017 genauso viel produziert wie in 2016 sänke die Produktion wegen dieses Arbeitstageeffektes um 1,2 %. Anders gewendet: Bei vergleichbaren Produktionsressourcen und -auslastung entspricht die VDMA Prognose einem Plus von rund zwei Prozent zum Vorjahr, wohlbemerkt real, also bereinigt um Preiseffekte. Da sind zum einen rein statisch fachliche Argumente. Bisher liegen nur wenige, zudem stark verzerrte und folglich in ihrer Aussagekraft eingeschränkte Werte für die Maschinenproduktion vor. Die Prognosebasis ist also noch recht dünn. Basis ist zudem das Stichwort für eine weitere, gern in Vergessenheit geratene Relativierung: Im Jahr 2017 gibt es in Deutschland knapp 3 Arbeitstage weniger als im Vorjahr. Diese Hypothek für den Vorjahresvergleich kann einfach kalkuliert werden: Würde im Durschnitt eines Tages in 2017 genauso viel produziert wie in 2016 sänke die Produktion wegen dieses Arbeitstageeffektes um 1,2 %. Anders gewendet: Bei vergleichbaren Produktionsressourcen und -auslastung entspricht die VDMA Prognose einem Plus von rund zwei Prozent zum Vorjahr, wohlbemerkt real, also bereinigt um Preiseffekte. Entwicklung der deutschen Maschinenproduktion Reale Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent ,0 9,3 12,7 1,2-1,2 1,1 0,8-0,3 1,0 Prognose , Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA Die Prognose von plus ein Prozent ist also ambitionierter als es auf den ersten Blick scheint. Die rege Nachfrage im ersten Quartal soll dadurch allerdings nicht klein geredet werden. Und selbstverständlich gibt es aus heutiger Sicht auch Chancen, dass die Prognose im Laufe des Jahres nach oben

11 MASCHINENBAU KONJUNKTUR AKTUELL 10 revidiert werden kann. Das kann passieren, wenn die Investitionen im Inland wirklich Fahrt aufnehmen und die Nachfrage von den EU-Partnerländern ohne große Störungen auf Wachstumskurs bleibt. Ebenfalls hilfreich wäre es, wenn sich das gute Ergebnis der Maschinenausfuhr nach China vom ersten Quartal nicht als Strohfeuer erweist. Struktureller Umbau der Belegschaften setzt sich fort Im Jahr 2016 rechnete eine Mehrzahl von Maschinen- und Anlagenbauern damit, dass die Zahl ihrer Ingenieure bis 2018 weiter zunehmen wird. Das dürfte genauso für die derzeit besonders gefragten Facharbeiterberufe wie z.b. den Mechatroniker gelten. Die neuen Technologien führen zu einem Strukturwandel, der nicht nur Arbeitsinhalte verdrängt, sondern gleichzeitig neue Jobs mit neuen Tätigkeitsprofilen schafft. In vielen Berufen, die vom Maschinenbau gesucht werden, gibt es aktuell deutlich mehr gemeldete Stellen als potentielle Bewerber. Dazu befeuern die seit Anfang des Jahres verbesserten Konjunkturerwartungen die Nachfrage. Viele Unternehmen halten sich daher bei der Freisetzung von Arbeitskräften tendenziell zurück. Wie lange sich dieser Zustand im Jahresverlauf fortsetzen wird hängt auch von der weiteren Entwicklung der Geschäftsaussichten ab. Engpässe sind nach wie vor ein Thema und bedürfen flexibler Regelungen und nicht der Rolle Rückwärts, wie sie aktuell in der tarifpolitischen Auseinandersetzung um die künftige Arbeitszeitordnung diskutiert wird. Fachzweige sind zuversichtlich Zwei Drittel der Fachzweige des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus starteten positiv in das Jahr Moderate Umsatzzuwächse im Vergleich zum Vorjahr und recht positive Erwartungen an den weiteren Jahresverlauf setzten sich bei der überwiegenden Mehrheit der Fachzweige durch. Weiterhin gibt es eine starke Spreizung der Branchen innerhalb des Maschinenbaus. Die Umsatzentwicklungen der Fachzweige für die ersten drei Monate im Vorjahresvergleich reichten von plus 85 Prozent der Hütten- und Walzwerkseinrichtungen bis hin zu minus 40 Prozent der Verfahrenstechnischen Maschinen und Apparate. Die Aussicht auf eine Erholung der Weltmärkte, allen voran Russland und China, ist in diesem Jahr Treiber bei fast allen Fachzweigen. Auf einige von ihnen soll im Folgenden wie immer beispielhaft und kurz eingegangen werden: So sehen die Unternehmen der Holzbearbeitungsmaschinen eine fortgesetzte positive Entwicklung. Neben den üblichen Risikofaktoren gibt es aktuell keine Indikatoren, die auf eine Abschwächung der guten Entwicklung in der näheren Zukunft hinweisen. Alle weltweiten Megatrends wie Digitalisierung, nachhaltiges Bauen und Urbanisierung wirken sich positiv auf die Branche aus. Daneben ist der Modernisierungsdruck, insbesondere in den klassischen Industriestaaten, sehr hoch. Auch die Allgemeine Lufttechnik erwartet für 2017 Umsatzzuwächse. Ausnahmslos alle Teilbranchen dieses Fachzweiges werden daran partizipieren. Gute Wachstumschancen auf den internationalen Zielmärkten bieten vor allem Aspekte wie Digitalisierung und Effizienzsteigerung. EU- Richtlinien zu Themen der Energie- und Ressourceneffizienz haben die Märkte sensibilisiert und ermöglichen neue Systemfelder.

12 MASCHINENBAU KONJUNKTUR AKTUELL 11 Ein solides Produktionsplus erwartet die Werkzeugmaschinen-Branche. Die Hersteller profitieren, wie andere Maschinenbaubranchen, von den Trends zu höherwertiger Technologie und stärkerer Automatisierung sowie von der Stabilisierung des mit Abstand wichtigsten Marktes, China, der für ein Drittel des weltweiten Bedarfs steht. Hierdurch werden auch andere asiatische Länder wie Japan, Taiwan und die Asean-Märkte wieder positiv beeinflusst. Europa dürfte als Region den Weltmarkt für Werkzeugmaschinen erneut am stärksten stützen. Die Wachstumsraten der südeuropäischen Länder werden sich nach den starken Vorjahren aber abflachen. Eine Prognose über den Weg der USA lässt sich aufgrund der Unsicherheiten bezüglich des handelspolitischen Weges nur schwer vorhersagen. Für Mexiko zeichnet sich ein Ende des Booms nach jahrelangem starkem Wachstum ab. Nur noch schmale Zuwächse sind aber aufgrund des erreichten hohen Niveaus nicht unbedingt negativ zu bewerten. Umsatzentwicklung für ausgewählte Fachzweige des Maschinenbaus Reale Veränderung zum Vorjahr in Prozent Gi eßereimaschinen Elektrische Automation Textilmaschinen Bau- und Baustoffmaschinen Holzbearbeitungsmaschinen Pneum atik Allgemeine Lufttechnik Präzisionswerkzeuge**** Werkzeugmaschinen*, **** Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen Antriebstechnik Kunststoff- und Gummimaschinen Mess- und Prüftechnik Armaturen La ndtechnik* Kompressoren, Druckluft-, Vakuumtechnik Bergbaumaschinen Motoren und Systeme Druck- und Papiertechnik Flüssigkeitspumen Hütten- und Walzwerkseinrichtungen Verfahrenstechnik Prognose *)Nominal, **) Prognose: 0 bis 1 Prozent Wachstum ***) Prognose: 3 bis 4 Prozent Wachstum. ****) Produktionsprognose Quelle: VDMA (Stand April 2017) ** *** Bei den Bau- und Baustoffmaschinen sollte 2017 nach drei Jahren wieder ein leichtes Wachstum des Weltmarktes bringen. Treiber dürften weiterhin Indien und die sich erholenden Märkte Russlands und Chinas sein. Außerdem sollten sich die Infrastrukturinvestitionen in den USA positiv auf den dortigen Maschinenabsatz auswirken. Der deutsche Markt bleibt weiterhin stabil, eventuell mit einer leichten Tendenz nach unten. Zu Beginn des Jahres ist das Geschäftsklima der Branche insgesamt auffällig positiv, bis auf den türkischen Markt werden in allen relevanten Absatzgebieten Impulse erwartet. Eine Fortsetzung der positiven Entwicklung des vergangenen Jahres sieht auch die Branche der Kunststoff- und Gummimaschinen. Für einzelne Absatzregionen fallen die Aussichten jedoch unterschiedlich aus. In Russland gibt es Anzeichen, dafür, dass die Talsohle durchschritten wurde. Ebenso hellt sich die Stimmung in Brasilien auf. Der Rückgang der Lieferungen in die Türkei hinge-

13 MASCHINENBAU KONJUNKTUR AKTUELL 12 gen dürfte gerade erst der Beginn einer Talfahrt sein. Auch die Auswirkungen des nun beschlossenen Brexit wird die Kunststoff- und Gummimaschinenbranche mit ihrer traditionell hohen Exportquote im Laufe dieses Jahres merklich zu spüren bekommen. Moderates Wachstum im Weltmaschinenbau Trotz so mancher Unsicherheiten sind die VDMA-Volkswirte für die globale Maschinenindustrie optimistisch. Denn in den Industrieländern ist die Produktion im verarbeitenden Gewerbe auf einen stabilen Wachstumspfad zurückgekehrt. Auch China meldet wieder höhere Wachstumszahlen. Der globale Einkaufsmanagerindex spiegelt die positive Stimmung wider und eilt von einem Höchststand zum nächsten. Das gilt insbesondere für die Eurozone. Umsatz im internationalen Maschinenbau Reale Veränderung gegen Vorjahr in Prozent VR China USA Schweden Welt Japan Spanien De uts chland Niederlande Österreich Italien Dänemark Finnland Frankreich Schw eiz Portugal Verein. Königreich Belgien Quelle: VDMA, Stand: Mai 2017 Prognose In etlichen Ländern sind die Maschinenbauer mit einem Plus ins Jahr 2017 gestartet sowohl bei den Neubestellungen als auch beim Produktionsausstoß. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem moderaten preisbereinigten Wachstum von 2 Prozent für den Maschinenbau weltweit. Dabei dürfte sich der Maschinenbau in China und auch in den USA überdurchschnittlich gut entwickeln. Im Falle von China spielen steigende Staatsausgaben und eine erhöhte Kreditvergabe durch die Banken eine Rolle. Diese Effekte werden in den nächsten Monaten aber auslaufen. Außerdem wirkten sich die gestiegenen Rohstoffpreise positiv auf die Investitionstätigkeit aus. Im ersten Quartal 2017 erhöhte sich der Maschinenumsatz der am Standort China tätigen Unternehmen preisbereinigt um fast 10 Prozent. Unter den chinesischen Einkaufsmanagern hat sich die Stimmung jüngst bereits wieder verschlechtert. Die VDMA-Volkswirte gehen davon aus, dass das Wachstumstempo im Jahresverlauf nicht beibehalten werden kann.

14 MASCHINENBAU KONJUNKTUR AKTUELL 13 Die über dem Durchschnitt liegende Einschätzung für die USA muss im Zusammenhang mit der schwachen Entwicklung im Vorjahr gesehen werden. Denn im Wahljahr 2016 schrumpften sowohl Ausrüstungsinvestitionen als auch Maschinenumsatz. Hier sehen die VDMA-Volkswirte Nachholbedarf. Die angekündigten Steuersenkungen und Infrastrukturausgaben könnten noch zusätzlichen Auftrieb geben. Für Deutschland wie für Italien werden moderate Zuwächse in der Größenordnung von 1 Prozent erwartet. Im Falle von Japan scheint ein Plus von 2 Prozent realistisch. Hier hatte sich der Auftragseingang zum Jahresende 2016 vor allem aus dem Ausland sehr positiv entwickelt, so dass bei den Auftragsbeständen bereits eine gute Basis für das Jahr 2017 vorhanden ist. Die hier genannten fünf Länder stehen zusammen genommen bereits für drei Viertel des weltweiten Maschinenumsatzes. Wirtschaftspolitische Forderungen Deutschland steht aktuell wirtschaftlich gut da: Rekordbeschäftigung, solide Wachstumsraten und Haushaltsüberschüsse. Aber gerade in solchen Zeiten werden politische Weichen im Übermut oft falsch gestellt. Beispielhaft genannt seien hier die milliardenschweren Verpflichtungen für die Rente mit 63 und die Mütterrente, die die jüngeren Generationen in den kommenden Jahrzehnten schultern müssen. Anstatt solcher konsumtiven Wahlgeschenke brauchen wir vielmehr Investitionen in unsere Zukunft. Dazu zählen u.a. eine hervorragende Breitbandinfrastruktur und bessere Anreize für mehr private Forschung und Entwicklung. Breitbandausbau als Basis für Industrie 4.0 Angesichts zunehmenden Digitalisierung und ihrer hohen Bedeutung für erfolgreiche Wertschöpfungsketten des Industriestandorts Deutschland sind intensive Anstrengungen zum Breitbandausbau dringend von Nöten. Die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet ist notwendige Voraussetzung für ein erfolgreiches Gelingen von Zukunftsthemen wie u.a. Industrie 4.0 und damit für die Sicherung der Zukunftsfähigkeit, für Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand in Deutschland. Kleinteiligere Strukturen, dünn besiedelte Räume und generell der ländliche Raum sind nach wie vor schlechter angebunden an schnelle Netze als Metropolen. Gerade viele Maschinen- und Anlagenbauer, ihre Mitarbeiter und ihre Kunden sind als Hidden Champions fest in ihrer Region verwurzelt und brauchen dort die notwendige digitale Infrastruktur, um sich weiterhin erfolgreich im Weltmarkt behaupten zu können. Gerade wenn Unternehmen ihre Produktionsprozesse digitalisieren und sich mit anderen entlang der Wertschöpfungskette vernetzen wollen, ist neben dem Ausbau der Downloadkapazitäten der parallele und gleichwertige Ausbau der Uploadkapazitäten notwendig. Die Unternehmen sind auf eine symmetrisch leistungsfähige und zuverlässige Breitband- und Mobilfunkverbindung angewiesen Voraussetzungen, die gerade im ländlichen Raum, wo der industrielle Mittelstand stark verwurzelt ist, allzu oft nicht vorliegen. Trotz wichtiger Fortschritte ist der zukunftsgerechte Ausbau der Mobilfunknetze in der Fläche noch nicht sichergestellt.

15 MASCHINENBAU KONJUNKTUR AKTUELL 14 Gewerbegebiete und Industriestandorte sollten deshalb, so die Forderung des VDMA, kurzfristig mit mindestens 100 Mbit erschlossen werden, da diese durch Anwendungen wie Cloud Computing bereits heute einen erhöhten Breitbandbedarf haben. Vor allem die verstärkte Nutzung von hochauflösenden Videoanwendungen macht eine flächendeckende Versorgung mit mindestens 100 Mbit im Jahr 2020 nötig. 100 Mbit können aber nur ein Zwischenziel sein. Perspektivisch benötigt die Maschinenbauindustrie Geschwindigkeiten von 1 Gbit und mehr. Der Ausbau der digitalen Infrastruktur muss dabei so gestaltet werden, dass eine zukunftsgerechte, nachhaltige und effiziente Lösung erzielt wird. Die Ausbaupolitik muss strategisch auf weitere technische Aufrüstung und sukzessive Umrüstung zum glasfaserbasierten Gigabitnetz ausgerichtet werden. Nicht zuletzt aus Gründen der Kosteneffizienz muss ein Wettbewerb um die beste Lösung stattfinden, zwischen Technologien, aber auch zwischen Anbietern. Die Bandbreitenziele bedingen Anstrengungen über das aktuelle Förderverfahren hinaus. Wo immer möglich soll der Ausbau mit Glasfaser privat erfolgen. Ist z.b. der turnover für private Projekte zu niedrig, muss im Zweifel die öffentliche Hand die flächendeckende Lückenschließung bis zum Verteiler vornehmen. Der Bund und die Länder müssen die dafür benötigten Mittel aufbringen, ob aus der digitalen Dividende oder aus anderen Quellen. Im Sinne einer vorausschauenden Strukturpolitik müssen zudem die Kommunen in die Lage versetzt werden, jeden industriellen Gewerbestandort mit einem Breitbandanschluss mit mindestens 100 Mbit symmetrischer Übertragungsrate auszustatten. Wo Deckungslücken bestehen, bedarf es auf Länder-, Bund- und europäischer Ebene staatlicher Anreize, damit der Netzausbau nicht allein von der Wirtschaftlichkeitsrechnung der Netzbetreiber abhängt. Darüber hinaus muss klar festgeschrieben werden, dass neue Gewerbegebiete zwingend an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Steuerliche Forschungsförderung für mehr Innovationen Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hat 2015 über 6 Mrd. Euro für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Nach Jahren des Anstiegs ist dies zuletzt also eine Seitwärtsbewegung, wenn auch auf hohem Niveau. Das Benchmarking mit anderen Wirtschaftsräumen hilft zur eigenen Standortbestimmung. Deutschland insgesamt (Wirtschaft, Bund und Länder) hat seine FuE-Ausgaben kontinuierlich gesteigert. Im Jahr 2015 betrug die FuE-Intensität, also der Anteil der FuE- Ausgaben am BIP, 2,99 %. Das jahrelang proklamierte 3-%-Ziel wurde damit erreicht. Kein Grund jedoch, nachzulassen: Als neue Zielmarke wird nun ein Anteil von 3,5% ins Auge gefasst. Denn Deutschland steht zwar besser da als viele andere Länder: Zum Beispiel liegen Großbritannien bei 1,7 % oder Frankreich bei 2,23 %. Aber Länder wie Schweden, Japan und Korea haben die 3-%- Marke schon lange hinter sich gelassen. Als Technologieführer muss sich Deutschland an dieser Spitzengruppe orientieren. Auch wenn der Staat v.a. der Bund sein Engagement deutlich ausgeweitet hat, Luft nach oben gibt es gerade hier noch reichlich: Der staatliche Anteil an den FuE- Aufwendungen der Wirtschaft ist stark zurückgegangen. Und auch im internationalen Vergleich droht Deutschland klar ins Hintertreffen zu kommen. Ein Grund ist die seit Jahren, mehr noch: seit Jahrzehnten immer wieder angekündigte, aber immer noch nicht realisierte steuerliche Forschungsförderung. Deren Einführung in Deutschland ist dringend geboten.

16 MASCHINENBAU KONJUNKTUR AKTUELL 15 Während die meisten OECD-Länder Forschung und Entwicklung (FuE) steuerlich fördern, existiert in Deutschland nach wie vor kein derartiges Instrument. Dies hat negative Auswirkungen im Standortwettbewerb. Dabei lohnt sich die steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung in mehrfacher Hinsicht. Der gesellschaftliche Nutzen von FuE ist höher als für das einzelne Unternehmen, das zunächst die Kosten trägt. Es werden nicht nur Wachstum und Beschäftigung eines Unternehmens gesichert, sondern die Ergebnisse kommen auch anderen Unternehmen zugute. Zudem ist davon auszugehen, dass die Wirtschaft einen Großteil der Förderung in zusätzliche FuE investiert. Generell kann so ein höheres FuE-Niveau und damit ein höheres Wohlstandslevel erreicht werden. Ein besonderer Vorteil der steuerlichen Forschungsförderung liegt in ihrer expliziten Technologieneutralität und der Tatsache, dass die jeweils geförderten Unternehmen sich mit erheblichen Eigenmitteln am Risiko beteiligen. Zudem ist die steuerliche Forschungsförderung, richtig ausgestaltet, ein vergleichsweise unkompliziertes Instrument. Bei der Einführung ist deshalb darauf zu achten, dass das ohnehin komplizierte Steuerrecht nicht noch komplexer wird: Die Förderung sollte durch Abzug von der Steuerschuld vorgenommen werden ( tax credit ). Dadurch ist sie in ihrer Höhe unabhängig von der Progression. Zudem sollte sie unabhängig von Gewinn und Verlust auf die Steuerschuld angerechnet werden. Sind die Ertragssteuern geringer als der Förderanspruch, ist die Differenz an das Unternehmen auszuzahlen, damit z.b. auch Startups profitieren können. Eine steuerliche Forschungsförderung sollte Personal- und Sachkosten mit einer Steuer-gutschrift in Höhe von mindestens 10% der FuE-Aufwendungen fördern. Die Förderung sollte zudem Unternehmen aller Größen gewährt werden. Allein schon dadurch, dass eine gleichzeitige Projekt- und steuerliche Forschungsförderung ein und desselben Forschungsvorhabens ausgeschlossen ist, profitieren speziell kleine und mittlere Unternehmen, die wegen der teils aufwändigen Antragsverfahren der direkten Forschungsförderung diese derzeit nicht oder nur unterdurchschnittlich nutzen. Der VDMA spricht sich für die Einführung der steuerlichen Forschungsförderung in Deutschland aus, zusätzlich zu einer gestärkten Industriellen Gemeinschaftsforschung und einer möglichst breitenwirksam angelegten Projektförderung. Eine allgemeine steuerliche Forschungsförderung ist schnell wirksam, entfaltet unabhängig von Forschungsgegenstand und Unternehmensgröße starke Anreizwirkungen und erreicht damit die ganze Bandbreite der Unternehmen.

17 MASCHINENBAU KONJUNKTUR AKTUELL 16 Konjunkturdaten des Maschinenbaus a) aktuell Bezeichnung Zeitraum Einheit %-Änderung 2017/2016 nominal real Um satz Jan.-März Mrd. EUR 48,8 51,5 5,7 4,6 Produktion (vorläufig) Jan.-März Index 4,5 Export Jan.-Febr. Mrd. EUR 23,3 24,3 4,5 3,4 Import Jan.-Febr. Mrd. EUR 10,4 10,5 0,5 0,2 Auftragseingang Index Gesamt Jan.-März 2 1 Inland Jan.-März 5 4 Ausland Jan.-März 1 0 EURO-Partnerländer Jan.-März Nicht-EURO-Länder Jan.-März -3-4 Auftragsbestand Februar Monate 5,8 5,9 Beschäftigte März ,5 Kapazitätsauslastung April Prozent 84,1 85,6 1,8 Maschinenpreise Index Erzeugerpreise März 1,0 Ausfuhrpreise März 1,2 Einfuhrpreise März 0,3 Bezeichnung Zeitraum Einheit %-Änderung 2016/2015 nominal real Kurzarbeiter Oktober ,2 b) Zeitreihe Quelle: Bundesagentur für Arbeit, ifo-institut, Statistisches Bundesamt, VDMA Bezeichnung Einheit Um satz 1 * Mrd. EUR 200,5 206,9 205,8 212,1 217,8 214,6 (Veränderung z. Vj.) Prozent 15,7 3,2-0,5 3,1 2,7. Export Mrd. EUR 142,2 149,4 149,0 151,5 155,5 155,9 Exportquote 2 Prozent 75,4 76,8 76,4 76,3 77,3 76,7 Welthandelsanteil 3 Prozent 16,3 15,9 16,3 16,1 15,4 Produktion realer Index (Veränderung z. Vj.) Prozent 12,7 1,2-1,2 1,1 0,8 0,1 Beschäftigte 4 * Tausend (Veränderung z. Vj.) Prozent 3,8 3,2 1,6 1,5 0,4. *) 2016 wegen geänderter Zuordnung von fachlichen Betriebsteilen nicht mit Vorjahren vergleichbar. Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA 1) Fachliche Betriebsteile von Unternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten nach Klassifikation WZ 2008 (28;3312;3320), nominal. 2) Export in Prozent der Produktion. 3) Deutscher Anteil an den Maschinenexporten der wichtigsten Lieferländer. 4) Stand Dezember; Nur Vollzeitbeschäftigte, ohne Zeitarbeit; Fachliche Betriebsteile von Unternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten nach Klassifikation WZ 2008 (28;3312;3320).

18

19 MASCHINENBAU KONJUNKTUR AKTUELL 17 Stephanie Hell-Radke, Dr. Susanne Krebs, Anke Uhlig, Dr. Ralph Wiechers und Olaf Wortmann, Abteilung Volkswirtschaft und Statistik (Konjunktur) Dr. Johannes Gernandt, Competence Center Wirtschaftspolitische Grundsatzfragen (Wirtschaftspolitische Forderungen) Redaktionsschluss: 22. Mai 2017

20 VDMA Volkswirtschaft und Statistik Lyoner Straße Frankfurt am Main Kontakt Dr. Ralph Wiechers Telefon Fax Internet Titel, VDMA DesignStudio

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