Warum. Zeit, gemeinsam Antworten zu finden.

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1 Zeit, Gott zu fragen. Zeit, gemeinsam Antworten zu finden. Warum? wer hätte diese Frage noch nie gestellt. Sie kann ein Stoßseufzer, sie kann ein Aufschrei sein. Es sind Leid, Schmerz und Ratlosigkeit, die in uns das Warum auslösen: Es geht zunächst nur darum, dieses Warum zuzulassen und auszuhalten. Für Gläubige, aber auch für Zweifelnde und Suchende, richtet sich die Frage nach dem Warum immer auch Zeit, an Gott. Gott zu fragen. Das Warum vor Gott auszubreiten, ist stets ein erster Schritt auf Gott zu. Es ist gut, ob allein und in Gemeinschaft, Gott zu fragen! Warum Mit freundlichem Gruß Ihr Bischof Martin Hein Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck Wilhelmshöher Allee Kassel Tel. (0561) Fax (0561) Zeit, Gott zu fragen. Zeit, gemeinsam Antworten zu finden.

2 Herr, sei nicht ferne Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne. Mein Gott, des Tages rufe ich, doch antwortest du nicht, und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe. Zeit, Gott zu fragen. Du aber bist heilig, der du thronst über den Lobgesängen Israels. Unsere Väter hofften auf dich; und da sie hofften, halfst du ihnen heraus. Warum 2 Zu dir schrien sie und wurden errettet, sie hofften auf dich und wurden nicht zuschanden. Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hier kein Helfer. Aber du, Herr, sei nicht ferne; meine Stärke, eile, mir zu helfen! Psalm 22, Verse 2-6,12,20 3 Impressum Herausgeber, Text: Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck Fotos: Gerhard Jost Seite 2: Klosterkirche Lippoldsberg Seite 6: Klosterkirche Germerode Seite 10: Krypta Michaelskirche Fulda Seite 13: Klosterkirche Germerode Seite 15: Seitenschiff evangelische Kirche Hertinghausen Konzept, Layout, Litho:

3 Welcher Engel wird uns sagen Welcher Engel wird uns sagen, daß das Leben weitergeht, welcher Engel wird wohl kommen, der den Stein vom Grabe hebt? Wirst du für mich, - werd ich für dich der Engel sein? Wirst du für mich, - werd ich für dich der Engel sein? Welcher Engel wird uns zeigen, wie das Leben zu bestehn? Welcher Engel schenkt uns Augen, die im Keim die Frucht schon sehn? Wirst du für mich - werd ich für dich der Engel sein? Wirst du für mich - werd ich für dich der Engel sein? Welcher Engel öffnet Ohren, die Geheimnisse verstehn? Welcher Engel leiht uns Flügel, unsern Himmel einzusehn? Wirst du für mich - werd ich für dich der Engel sein? Wirst du für mich - werd ich für dich der Engel sein? Großer Gott, wenn dein Reich kommt Großer Gott. Wenn dein Reich kommt, dann springen die Lahmen und die Stummen jauchzen und die Blinden schauen deine Herrlichkeit und die Traurigen lachen aus vollem Halse. Viele sind traurig, Herr, viele sind blind, viele sind stumm, viele sind lahm. Viele Menschen haben Schmerzen und Leid. Hab Erbarmen mit uns allen und komm, wir warten auf dich. 4 Evangelisches Gesangbuch, Lied 559 Marielene Leist 5

4 In dir ist Freude In dir ist Freude in allem Leide, o du süßer Jesu Christ! Durch dich wir haben himmlische Gaben, du der wahre Heiland bist; hilfest von Schanden, rettest von Banden. Wer dir vertrauet, hat wohl gebauet, wird ewig bleiben. Halleluja. Zu deiner Güte steht unser G'müte, an dir wir kleben im Tod und Leben; nichts kann uns scheiden. Halleluja. 6 Evangelisches Gesangbuch, Lied 398, Vers 1 7

5 Das neue Jerusalem Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiß! Komme, was mag Komme, was mag: Gott ist mächtig! Wenn unsere Tage verdunkelt sind und unsere Nächte finsterer als tausend Mitternächte, so wollen wir stets daran denken, dass es in der Welt eine große, segnende Kraft gibt, die Gott heißt. Gott kann Wege aus der Ausweglosigkeit weisen. Er will das dunkle Gestern in ein helles Morgen verwandeln - zuletzt in den leuchtenden Morgen der Ewigkeit. 8 Offenbarung des Johannes, Kapitel 21, Verse 1-5 Martin Luther King 9

6 Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn. 10 Brief des Paulus an die Römer, Kapitel 8, Verse 35, 38, 39 11

7 Ich komm - weiß nit, woher Ich komm - weiß nit, woher. Ich geh - weiß nit, wohin. Mich wundert, dass ich fröhlich bin. Martinus von Biberach Ich komm - weiß wohl, woher Ich komm - weiß wohl, woher. Ich geh - weiß wohl, wohin. Mich wundert, dass ich traurig bin. Martin Luther 12 13

8 Ich steh vor dir mit leeren Händen Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr; fremd wie dein Name sind mir deine Wege. Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott; mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen? Bist du der Gott, der Zukunft mir verheißt? Ich möchte glauben, komm du mir entgegen. Von Zweifeln ist mein Leben übermannt, mein Unvermögen hält mich ganz gefangen. Hast du mit Namen mich in deine Hand, in dein Erbarmen fest mich eingeschrieben? Nimmst du mich auf in dein gelobtes Land? Werd ich dich noch mit neuen Augen sehen? Sprich du das Wort, das tröstet und befreit und das mich führt in deinen großen Frieden. Schließ auf das Land, das keine Grenzen kennt, und lass mich unter deinen Kindern leben. Sei du mein täglich Brot, so wahr du lebst. Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete. 14 Evangelisches Gesangbuch, Lied

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