Theorie der Archive Archive der Macht. Aktuelle Tendenzen der Archivgeschichte

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1 Theorie der Archive Archive der Macht. Aktuelle Tendenzen der Archivgeschichte Annika Wellmann Theory of Archives Archives of Power. Current Tendencies in Archive History In the last two decades, both archive studies and the humanities became increasingly concerned with the history of archives. While archivists analyzed the history of archival institutions in order to learn about the foundation of their profession, humanities scholars showed an interest in the broader culture of recording represented or interpreted as archives. This review article presents approaches and findings in this heterogeneous field of research, which is divided in two parts. While a large part of scholars and archivists focuses on the empirical reconstruction of the history of institutions, biographies of archivists and the history of methods, others place their research within the framework of poststructuralist theories, using the term archive in a broader sense. This essay identifies the premises, paradigms and topics as well as pitfalls and blind spots of the diversified field of archive history. Der Archivar Wilfried Reininghaus stellte kürzlich fest, dass Archivgeschichte nicht systematisch, sondern eher akzidentiell betrieben wird 1. Als ein Kernbereich der Archivwissenschaften definiert, werde sie überwiegend von Archivarinnen und Archivaren zur methodischen Selbstvergewisserung und Standortbestimmung betrieben. Während Reininghaus als Schwerpunkte der Archivgeschichte die Historiographie archivischer Institutionen und deren Einbettung in spezifische Epochen, einen biographischen Ansatz und eine Geschichte der Archivmethoden ausmacht, konstatiert er eine Seltenheit methodisch-reflektierender Überlegungen. Die Archivgeschichte sei folglich eine untergründige Subdisziplin (S. 360). In den historisch argumentierenden Kulturwissenschaften hingegen ist das Archiv nicht nur präsenter denn je, Studien über Archive weisen auch ein hohes Maß an methodischer Reflexion und theoretischer Fundierung auf. Allerdings gilt die Aufmerksamkeit hier in der Regel ganz anderen Archiven als jenen, in und zu denen Archivarinnen und Archivare zu arbeiten pflegen: Das Archiv ist in unterschiedlichen Disziplinen zu einer Metapher für kulturelle Speicherung, Gedächtnis und Aussagesysteme avanciert. Es bezeichnet in dieser Eigenschaft nunmehr diverse (Speicher-)Medien, Institutionen und Räume, angefangen beim klassischen Staatsarchiv über Bibliotheken, Sammlungen, Enzyklopädien und das Internet bis hin zu Grabungsstätten, Ozeanen und Erdschichten. Dem Umstand, dass sich Archivpraktikerinnen und -praktiker und Kulturwissenschaftlerinnen und Kulturwissenschaftler auf so unterschiedliche Weise den Archiven widmen, verdankt sich eine facettenreiche archivgeschichtliche Forschung. Der vorliegende Beitrag soll aktuelle Tendenzen dieser heterogenen Forschungslandschaft aufzeigen. Er wird anhand neuerer archivhistorischer Literatur theoretische Prämissen skizzieren, Themenfelder und Paradigmen der Archivgeschichte ausloten und schließlich Fallstricke und blinde Flecken identifizieren. 2 1 Reininghaus, Wilfried: Archivgeschichte. Umrisse einer untergründigen Subdisziplin, in: Archivar 61 (2008), S , hier S Ich danke Carsten Stühring für Anregungen und Kritik. Neue Politische Literatur, Jg. 57 (2012) l 385

2 1. Theorien des Archivs Die Archivgeschichte kann sich auf eine breite theoretische Basis stützen. Seit den 1990er Jahren wird in diversen Disziplinen wie der Philosophie, Medientheorie und Rechtsgeschichte über die Prämissen und Implikationen von Archiven nachgedacht. Dabei erfolgt ein Rückgriff auf die poststrukturalistischen Ansätze insbesondere Jacques Derridas und Michel Foucaults. Diese prominenten Stichwortgeber konzeptionalisieren das Archiv zwar unterschiedlich, doch stellt der eine wie der andere gängige Auffassungen vom Archiv als einer konkreten Institution, in der Akten und Urkunden verwahrt werden, auf den Kopf. Derrida entwirft mit Dem Archiv verschrieben 3 eine Theorie des Archivs, die dieses in seinen technischen, politischen und juridischen Konfigurationen fasst. Seine Reflexion auf die griechischen Archonten rechtlich anerkannte Autoritäten, die in ihren Häusern die offiziellen Dokumente verwahrten verdeutlicht die räumliche Verortung archivischer Macht. Indem er einen Bogen von der Archivierung zur Psychoanalyse schlägt, sensibilisiert er zudem für Speicherung ebenso wie für Verdrängung, die jedem Archivwesen inhärent sind. Michel Foucault, der für seine Forschungen vorzugsweise auf Bibliotheksbestände zurückgriff, denkt das Archiv hingegen rein virtuell. Er fasst es nicht als einen Ort auf, an dem eine Wahrheit konserviert wird. In seiner Archäologie des Wissens 4 definiert er Archiv vielmehr als das Gesetz dessen, was gesagt werden kann (S. 187). Zwar spricht er dabei auch von Praktiken, und grundsätzlich sind Institutionen beziehungsweise deren architektonische Arrangements in Foucaults Werk ebenfalls sehr präsent. Beim Aufspüren von Archiven zielt er jedoch auf die Rekonstruktion kontingenter Aussagesysteme. Ausgehend von diesen Ideen ist Archiv in den historisch argumentierenden Kulturwissenschaften zum Schlüsselbegriff für Speicherung und kulturelles Gedächtnis geworden. Es wird einerseits institutionell aufgefasst, andererseits konzeptionell-methodisch verstanden. Dieser Entwicklung trägt der von Knut Ebeling und Stephan Günzel herausgegebene Reader zur Archivologie 5 Rechnung. Er versteht sich als Weiterschreibung einer interdisziplinären Wissenschaft des Archivs im Anschluss an Derrida. Die Anthologie bietet einen Überblick über kulturwissenschaftliche Theorien des Archivs, indem sie Texte zusammenstellt, die bereits zu Klassikern einer Wissenschaft des Archivs aufgestiegen sind (Foucault, Derrida, de Certeau, Ricœr), und um neuere Beiträge aus Philosophie, Geschichts-, Medien-, Literatur- und Kunstwissenschaften sowie aus der Archivpraxis ergänzt. Die Herausgeber suchen dabei der allgemeinen Tendenz der Metaphorisierung und Erweiterung des Archivbegriffs, die im Verlauf des vorliegenden Beitrags problematisiert werden wird, entgegenzuwirken, indem sie eine Fokussierung auf den engen Begriff des Archivs als Institution forcieren. Sie fassen Archiv gleichwohl ebenso als Institution wie Konzeption, also als Arbeitsort und Methode. Es mag eine Folge daraus sein, dass der Archivbegriff in den einzelnen Beiträgen bisweilen schwammig ist. Die Einzelbeiträge, die unter den Schwerpunkten Archäologien, Theorien, Medien und Ästhetiken des Archivs versammelt sind, beleuchten Archive unter institutionellen, ökonomischen, medialen und technischen Gesichtspunkten. Sie verdeutlichen dabei, dass das Archiv als das Medium der Geschichte gelten kann. 3 Derrida, Jacques: Dem Archiv verschrieben. Eine freudsche Impression, Brinkmann und Bose, Berlin 1997 (frz. 1995). 4 Foucault, Michel: Archäologie des Wissens, Suhrkamp, Frankfurt a. M (frz. 1969). 5 Ebeling, Knut/Günzel, Stephan (Hrsg.): Archivologie. Theorien des Archivs in Philosophie, Medien und Künsten, Kadmos, Berlin l Neue Politische Literatur, Jg. 57 (2012)

3 Annika Wellmann Die kulturwissenschaftlichen Debatten um das Archiv und die damit einhergehende Theoriebildung haben auch Archivare und Archivarinnen nicht unberührt gelassen. Angesichts der Hinterfragung gängiger Definitionen und Bedeutungen gibt John Ridener in From Polders to Postmodernism. A Concise History of Archival Theory 6 zu bedenken: If archivists are interested in participating in the interdisciplinary discourses of archival definition, knowledge of past archival theory and its transformation into contemporary theories is useful (S. 2). Aus diesem Impuls heraus legt er eine Geschichte der Archivtheorie der vergangenen 120 Jahre vor. Es handelt sich dabei nicht um eine Theoretisierung des Archivwesens auf historisch-kulturwissenschaftlicher Metaebene, sondern um eine quellengestützte Historisierung theoretischer Grundlegungen der Archivpraxis. Ridener konzentriert sich auf Schlüsseltexte der Bewertungstheorie, die in unterschiedlichen Ländern entstanden sind (Niederlande, Großbritannien, USA). Er verortet die Texte in ihren jeweiligen historisch-geographischen Kontexten, hebt auf technologische Neuerungen ab, die das Registratur- und Archivwesen beeinflussten, sowie auf sich verändernde historiographische Perspektiven, unter denen Nutzerinnen und Nutzer auf Archivmaterial zugriffen. Auf diese Weise arbeitet er Paradigmenwechsel in der Archivtheorie heraus. In der Phase der Konsolidierung der archivischen Praxis Ende des 19. Jahrhunderts stand die Erschließung von Archivalien im Zentrum. Bis in die 1920er Jahre lag der Fokus auf dem Ordnen und Verzeichnen. Nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Menge des Verwaltungsschriftgutes erheblich zunahm, spielte dann die Bewertung und dabei die subjektive Entscheidung der Archivare eine zentrale Rolle. Unter dem Eindruck der sozialen Bewegungen der 1960er und 1970er Jahre sowie der Hinterfragung von Metanarrativen in der Geschichtswissenschaft kam es zu einem vorerst letzten Paradigmenwechsel. Ridener beobachtet nun in der Bewertungstheorie die Genese eines intellectualized and subjective approach to a formerly practical and objective point of view (S. 120), unter dem Fragen der Macht im Archivwesen reflektiert und die Rolle von Archivarinnen und Archivaren in der Überlieferungsbildung hinterfragt werden. Damit ist eine direkte Anknüpfung an poststrukturalistische Ansätze in der Archivtheorie gegeben. Das Vorhaben einer konzisen Geschichte der Archivtheorie, das Ridener hier umsetzt, macht eine Beschränkung auf Schriften zur Auswahl archivwürdigen Schriftguts zwar nachvollziehbar. Doch zum einen macht der Autor seine Textauswahl nicht transparent. Zum anderen vertut er die Chance, auch widerstreitende Meinungen, Alternativen und Verwerfungen auszuloten. Auch Dietmar Schenk reagiert auf die breite Aufmerksamkeit, die das Archiv in den vergangenen Jahren erhielt. Seine sehr verständlich geschriebene Kleine Theorie des Archivs 7 versucht, eine Brücke zwischen dem geschichtswissenschaftlichen Archivdiskurs und der Archivistik zu schlagen. Der Autor, als Archivar an der Berliner Universität der Künste tätig, geht zunächst dem Zusammenhang von Gedächtnis und Archiv nach. Nach Schenk ist die Schrift eine Gedächtnisstütze. Geordnet als Registratur und im Bewusstsein ihrer Historizität gehe sie in das historische Archiv ein. Gedächtnis und Archiv stehen in einem Spannungsverhältnis: Das individuelle Gedächtnis stellt Vertrautes dar, das Archiv hingegen ist fremdes Gebiet. Ihm komme damit eine wichtige Funktion für die individuelle und kollektive Erinnerung zu, denn es ist der Ort, wo der Einzelne seine eigenen, höchst persönlichen Erfahrungen mit allgemeinen historisch-politischen Aussagen abgleichen kann, wo er dem Allgemeinen des Geschichtsprozesses mit dem Anspruch der Erfahrungssätti- 6 Ridener, John: From Polders to Postmodernism. A Concise History of Archival Theory, Litwin, Duluth, MN Schenk, Dietmar: Kleine Theorie des Archivs, Steiner, Stuttgart Neue Politische Literatur, Jg. 57 (2012) l 387

4 gung begegnet (S. 41, Hervorhebung im Original). Schenk widmet sich zudem dem historischen Material. Er geht auf die in Archiven lagernden Überreste ein, die ihren ursprünglichen Zweck verloren haben. Erst durch die Konfrontation mit einer Fragestellung und durch den Anspruch historischer Beweisführung, mit dem Benutzerinnen und Benutzer sich dem im Archiv vorfindlichen Material nähern, wird dieses zur Quelle. Das Archiv selbst aber wahrt Neutralität gegenüber mächtigen Geschichtsinteressen (S. 48), womit es sich von anderen geschichtspolitischen Institutionen unterscheide. Wenngleich Schenk hier ein allzu idealisierendes Bild historischer Archive zeichnet die, wie die Geschichte des Archivwesens zeigt, von politischen Verstrickungen zu keiner Zeit frei waren, so trifft er doch ihren Zweck, der ebenso schlicht wie weitreichend ist: Archivierung [ ] will Vergänglichkeit durch eine Kunst des Bewahrens gleichsam überwinden, dem Vergehen Einhalt gebieten (S. 52). Schenk erläutert sodann die Vielfältigkeit der Archivlandschaft, die Benutzung und den Archivbegriff. Hier wird nun deutlich, dass er auf einen funktionalen Archivbegriff abstellt, der sich auf den Zusammenhang organisch gewachsenen Archivguts bezieht. Schenk definiert das Archiv jedoch nicht nur in klassischer Weise als Institution, Gebäude und Bestand, sondern auch als Raum von Praxis. In seinen Ausführungen zum Beruf des Archivars, der vormals als idealisierter Historiker-Archivar (S. 73) wirkte, kritisiert er insbesondere die heutige technisch-praktische Ausrichtung der Archivistik. Er erläutert sodann die Normen der Archivierung. Dabei geht er auf Provenienzprinzip, also die Ordnung der Unterlagen nach der Herkunft, auf Bewertung, Überlieferungsbildung und Dokumentationsziele ein. Zum Schluss diskutiert Schenk den heutigen Nutzen der Archive. Im Zuge der digitalen Revolution komme ihnen die Aufgabe zu, dem Verlust von Gedächtnis entgegenzutreten und das zugleich beobachtbare zunehmende Interesse an der Geschichte beziehungsweise der Historisierung zu fördern. Mit seiner gut zu lesenden Darstellung, die theoretische Reflexionen und praktischen Erfahrungen verknüpft, spitzt Schenk die Theoretisierung des Archivs auf das konkrete historische Archiv zu. Er bereitet damit eine Grundlage für Historikerinnen und Historiker ebenso wie für Archivarinnen und Archivare, sich kritisch-reflektierend dieser Institution, ihren Aufgaben, Praktiken, Kontexten und Potentialen anzunähern. 2. Archiv und Gedächtnis Ein Akzent der historischen Archivforschung liegt auf der Frage, wie Archive als Gedächtnisagenturen funktionieren. Von Interesse ist dabei nicht nur, was gespeichert wird, sondern auch, wie Archive Vergessen organisieren. Der Historiker Arnold Esch sensibilisierte bereits 1985 in einem Überlieferungs-Chance und Überlieferungs-Zufall 8 betitelten Aufsatz für die Genese archivischer Bestände. Er zeigt, dass politische Entscheidungen den Prozess der Überlieferungsbildung ebenso beeinflussen können wie Naturkatastrophen. Der politische Wille der Bestandsbildner und derer, die für die Bestände verantwortlich zeichnen, prägt die Überlieferung. Die disziplinenübergreifende Diskussion verortete Archive um die Jahrtausendwende im Kontext der Erinnerungsorte (Pierre Nora) und konzipierte sie als Teil des kollektiven Gedächtnisses (Maurice Halbwachs). Demzufolge stiften Archive als Speicher des Gedächt- 8 Esch, Arnold: Überlieferungs-Chance und Überlieferungs-Zufall als methodisches Problem des Historikers, in: Historische Zeitschrift 240 (1985), S l Neue Politische Literatur, Jg. 57 (2012)

5 Annika Wellmann nisses 9 Erinnerung und tragen so zur Konstruktion von individueller und kollektiver Identität bei. Ein von Moritz Csáky und Peter Stachel herausgegebener Sammelband, dessen Beiträge die theoretischen Prämissen von Gedächtnisspeichen diskutieren und anhand empirischer Beispiele erläutern, behandelt Archive ebenso wie Bibliotheken und Museen. Das Archiv ist hier also eine Gedächtnisinstitutionen unter vielen, die zur (Re-)Konstruktion von Vergangenheit beitragen, aber auch zu ihrer Vernichtung. Als empirisch, fokussiert und zielorientiert erweist sich der 2002 erschienene Sammelband Refiguring the Archive 10. Er setzt sich mit der Frage auseinander, wie Archive in Südafrika durch den Kolonialismus und das Apartheid-Regime geformt wurden. Die Publikation reiht sich in die theoretisch fundierte Archivforschung ein, wie nicht zuletzt ein Beitrag von Derrida und wiederkehrende Reflexionen auf dessen Werk verdeutlichen. Die Beiträge stellen Archive nicht nur als ebenso staatlich gebundene wie staatstragende Institutionen vor, sondern betonen auch die Prozesse des Aufzeichnens und Erinnerns wie auch des Auslassens und Vergessens. Sie reflektieren somit auf die Macht der Archive und verbinden diese Reflexion mit dem politischen Anspruch, Grundlagen für ein integrativeres Archivwesen zu schaffen. Der polit-praktische Impuls ist in der Archivforschung zum Thema Archiv und Gedächtnis der nachfolgenden Jahre weniger offenkundig als in dem südafrikanischen Sammelband-Projekt. Dennoch bestimmen viele der hier aufgeworfenen Themen, Fragen und Thesen die historischen Archivuntersuchungen und philosophischen Reflexionen auf Archive und Archivierung bis in die Gegenwart. Zu letzteren sind zwei unter dem Titel Das Archiv brennt 11 zusammengefasste Essays von Georges Didi-Hubermann und Knut Ebeling zu rechnen. Während Didi-Hubermann sich mit Fotografien befasst, die Häftlinge in Auschwitz vom Gelände eines Krematoriums anfertigten und vergruben, und der Frage nachgeht, was diese sogenannten Auschwitzrollen (S. 27) dokumentieren, entschlüsselt Ebeling die Konstitution des Archivs als Struktur. Er nimmt einen mutwillig gelegten Archivbrand im antiken Athen zum Ausgangspunkt um über das Desaster des Archivs (S. 35) nachzudenken. Mitglieder des Graduiertenkollegs Archiv Macht Wissen. Organisieren, Kontrollieren, Zerstören von Wissensbeständen von der Antike bis zur Gegenwart widmen sich in einer Ausgabe der Zeitschrift WerkstattGeschichte explizit dem Vergessen in Archiven. 12 Die Herausgeberinnen Anna Barnert, Julia Herzberg und Christine Hikel plädieren dafür, Archive nicht nur in ihrer Funktion als Speicher wahrzunehmen, sondern den Blick auch auf die ihnen innewohnenden Prozesse des Vergessens zu richten. Vergessen sei die Normalität des Archivs (Editorial). Mehr noch: Gegen die Gedächtnisforschung, die Erinnerung zum Paradigma erhebt, wenden sie ein, dass Auswahl und Kassation Wissen stabilisieren. Vergessen sei damit als gestaltende Kraft der Erinnerung anzusehen: Erst Auswahl und Vernichtung machten Aufbewahrung, Auffinden und Nutzung von Beständen möglich. Daraus schließen Barnert, Herzberg und Hikel, dass Archiv und Vergessen, Speicherung und Verlust zusammengehören (S. 3). Diese Thesen untermauern die Autorinnen anhand von 9 Csáky, Moritz/Stachel, Peter (Hrsg.): Speicher des Gedächtnisses. Bibliotheken, Museen, Archive. Teil 1: Absage an und Wiederherstellung von Vergangenheit, Kompensation von Geschichtsverlust, Passagen, Wien Siehe hier insbes. Auer, Leopold: Zur Rolle der Archive bei der Vernichtung und (Re-)Konstruktion von Vergangenheit, S Hamilton, Carolyn u. a. (Hrsg.): Refiguring the Archive, Kluwer, Dordrecht Didi-Hubermann, Georges/Ebeling, Knut: Das Archiv brennt, Kadmos, Berlin Barnert, Anne/Herzberg, Julia/Hikel, Christine (Hrsg.): Archive vergessen, Klartext, Essen Neue Politische Literatur, Jg. 57 (2012) l 389

6 Analysen materialisierter Vergessensprozesse, denen zum Teil ein erweiterter Archivbegriff zugrunde liegt ein Problem, das der vorliegende Beitrag weiter unten erörtern wird. Herzberg deutet Vergessen im Hinblick auf die Archivierung bäuerlichen Schreibens in sowjetischen Literaturarchiven als Aussetzen des Gebrauchs. Hikel beschreibt in ihrer Darstellung der medialen Diskurse über die Widerstandsgruppe Weiße Rose Vergessen als Versuch, Erinnerung zu homogenisieren. Barnert analysiert Vergessen mit Blick auf zensierte Filme, die in den Staatlichen Filmarchiven der DDR verwahrt wurden, als Unzugänglichkeit von Archivmaterial. Die Bedeutung der Archive für das kulturelle Gedächtnis ist unbestritten. Mit der expliziten Frage nach der Funktion des Vergessens für die Organisation von Erinnerung hat sich jedoch der Fokus von der Beschreibung von Speicherungen zur Analyse von Aussonderungen verschoben. Damit können nun archivtypische Praktiken in ihrer weitreichenden kulturellen und politischen Bedeutung in den Blick rücken: Archive entscheiden darüber, was von wem und zu welchem Zeitpunkt erinnert werden kann. 3. Archäologie des Archivs Auch die Medienarchäologie der Archive setzt der Gedächtnisforschung gegenüber neue Akzente. Ausgehend von den poststrukturalistisch inspirierten Theorien des Archivs analysiert sie insbesondere die Wissensstrukturen und Machteffekte von Archiven. Sie stellt damit eine starke Herausforderung an die Archivgeschichtsschreibung dar und bietet ihr zugleich besonders großes Potenzial. An diesem Zugriff, der hohes theoretisches Reflexionsvermögen voraussetzt und durch ungewohnte Perspektiven auf Archive besticht, mögen sich die Geister scheiden: Seine Vertreterinnen und Vertreter denken das Archiv vorzugsweise materiell und infrastrukturell. Sie betrachten Archive weniger als Herrschaftsspeicher, denn als Effekte und Orte von Macht. Die Empirie spielt dabei bisher in vielen Fällen eine geringere Rolle als die theoretisch fundierte Reflexion. Als wichtiger Vertreter dieser Ausrichtung darf der Medientheoretiker Wolfgang Ernst gelten, der das Archiv bereits in seiner Habilitationsschrift als Gedächtnisagentur analysierte. Deren Techniken sind ihm zufolge seit dem 19. Jahrhundert für das Sammeln, Speichern und Erzählen von Geschichte grundlegend. 13 Um sich mit der Medienarchäologie des Archivs vertraut zu machen, empfiehlt sich jedoch Das Rumoren der Archive 14. Ernst umreißt hier Felder einer Medienarchäologie des Archivs und entwickelt dazu zentrale Fragestellungen und Thesen, die er anhand plakativer Beispiele veranschaulicht. Von Vorteil erweist sich dabei, dass er zunächst den Zuschnitt seiner Herangehensweise ausleuchtet, bevor er in vager, chronologischer Reihenfolge wichtige Ereignisse und Prozesse der Archivgeschichte aus der von ihm gewählten Perspektive präsentiert. Seine Medianarchäologie ist wie bereits die Bezeichnung dieser Forschungsrichtung offenbart von Michel Foucaults Archäologie des Wissens 15 inspiriert. Dieser hatte grob ein Programm zur Analyse der Regulationen und Konfigurationen von Aussagemustern skizziert, die Medialität von Diskursen dabei jedoch nicht berücksichtigt. Ernst hält Foucault dennoch für ebenso anschluss- wie erweiterungsfähig; er sucht nun verschärft nach den Agenturen, die aus dem 13 Ernst, Wolfgang: Im Namen von Geschichte. Sammeln Speichern Er/zählen, Fink, München Ernst, Wolfgang: Das Rumoren der Archive. Ordnung aus Unordnung, Merve, Berlin Foucault: Archäologie (wie FN 4). 390 l Neue Politische Literatur, Jg. 57 (2012)

7 Annika Wellmann Raum des Archivs heraus operativ am Werk dessen sind, was uns als Oberfläche, als Interface entgegentritt (S. 19, Hervorhebung im Original). Mit der Medienarchäologie verschiebt sich also der Blick vom virtuellen Archiv des Sagbaren zu den materiellen Bedingungen von Ordnungen. Auf diese Weise leistet die Medienarchäologie eine Erweiterung der Diskursanalyse Foucault scher Provenienz doch welchen Nutzen bringt sie der Archivgeschichte? Indem sie das Archiv als das vorgängige Raster registrierter Wirklichkeit (S. 24) in den Blick rückt, stellt sie nicht nur die geschichtsgestaltende Kraft der Archive heraus. Sie schärft auch die Aufmerksamkeit für das konkrete Funktionieren von Archiven. Mit entsprechenden Analysen und fundierender Empirie wartet Das Rumoren der Archive indes nicht auf. Dazu empfiehlt sich Ernsts Habilitationsschrift Im Namen von Geschichte. Sammeln Speichern Er/zählen 16. Das Rumoren der Archive allerdings liest sich als Inspiration, das Archiv medienarchäologisch zu hinterfragen und entsprechende Untersuchungen anzustellen. Mit der Wissensarchäologie, die nach dem Gesetz des Sagbaren fahndet, begann der Archivbegriff schwammig zu werden: Alles ist Archiv. 17 Der Sammelband Archiv Macht Wissen 18, der im Kontext des bereits erwähnten gleichnamigen Graduiertenkollegs entstand, mag diesen Trend verdeutlichen. Der Band fragt einerseits nach den Formen, die Archive zu unterschiedlichen Zeiten angenommen haben, und, so Anja Horstmann und Vanina Kopp, wie Gesellschaften Wissen über sich gespeichert, geordnet und genutzt haben (S. 11). Andererseits eruiert er die Wissens- und Machtstrukturen, die Archive prägten und die sie selbst (re-)produzierten. Ein Teil der Beiträge erörtert Archive als Orte der Herrschaftspraxis. Das Gros dieser Aufsätze widmet sich vormodernen Archiven, die von Herrschenden kontrolliert und zur Intensivierung ihrer Macht beansprucht wurden. Diese zeitliche Schwerpunktsetzung ist irreführend, da Archive bis heute immer auch Orte und Instrumente der Herrschaft, politischen Ordnung und sozialen In- und Exklusion sind. Die unter dem Titel Archive als Orte der Wissenskonstruktion gruppierten Aufsätze wenden sich unterschiedlichen Wissensordnungen, deren Überlieferung und Präsentation zu. Vorwiegend werden hier Medien und Sammlungen auf Strategien der Konstruktion und Hierarchisierung von Wissen hin befragt. Analysiert werden etwa der Codex Pighianus als frühneuzeitlicher Speicher von Wissen über die Antike, die Hierarchisierung von Wissen durch Deponierung und Exponierung in der Berliner Antiken- und Gipsabdrucksammlung des 19. Jahrhunderts und die Bibliothek eines Abtes, die im 17. Jahrhundert der astrologischen Prognostik diente. Werden in einer dritten Rubrik Archive als Orte der (Re-)Präsentation und Wandlung perspektiviert, so stehen Speichermodi und Archivmedien im Zentrum, die einerseits als Zeichenträger fungieren und andererseits selbst Selektionsprozessen unterliegen. Dazu zählen Pressefotografien der Weimarer Republik und ein nationalsozialistisches Filmprojekt. Auch Menschen selbst werden hier als Speichermedium analysiert. Der letzte Beitrag basiert auf einem sehr weit gedehnten Archivbegriff, bei dem mediale und technische Strukturen keine Rolle mehr spielen. 16 Ernst: Im Namen von Geschichte (wie FN 14). 17 Ältere Publikationen, in denen diese Tendenz deutlich zutage tritt sind Pompe, Hedwig/Scholz, Leander (Hrsg.): Archivprozesse. Die Kommunikation der Aufbewahrung, DuMont, Köln 2002; Spieker, Sven (Hrsg.): Bürokratische Leidenschaften. Kultur- und Mediengeschichte im Archiv, Kadmos, Berlin Horstmann, Anja/Kopp, Vanina (Hrsg.): Archiv Macht Wissen. Organisation und Konstruktion von Wissen und Wirklichkeiten in Archiven, Campus, Frankfurt a. M./New York Neue Politische Literatur, Jg. 57 (2012) l 391

8 Ein ebenso ausufernder Archivbegriff begegnet im Sammelband Gewalt der Archive 19. Die von Forscherinnen und Forschern unterschiedlicher Disziplinen verfassten Beiträge spannen den Rahmen vom französischen Revolutionsarchiv über den städtischen Archivraum und das Meer als Archiv versunkener Kulturen, aktenmäßige Berichte und Fallgeschichten bis zur hermeneutischen Technik des Kommentierens, die als Archivoperation interpretiert wird. Der Band gliedert die Beiträge in vier Abschnitte. Die Sektion Archive des Raums fasst Archive in ihrer räumlichen, topografischen und topologischen Dimension. Unter Politiken des Archivs ist anschließend die Sinnform archivarischer Gewalt (S. 13) von Interesse. Die unter Archive des Menschen versammelten Beiträge fragen nach der Konstitution eines Wissens vom Menschen durch archivische Praktiken. Und mit den Operationen des Archivs stellt sich die Frage nach Öffnungen und Schließungen von Archiven, Manipulation, Zerstörung, Transformation und Distribution von Beständen. Selektion, Klassifikation und Disposition stehen also auch in diesem Band im Zentrum des Interesses. Neu ist, dass diese Prozesse mit dem Begriff der Gewaltsamkeit verknüpft werden. An Archiven werde deutlich, wie strukturelle Gewalt funktioniere, so die Herausgeber, da sie Arkana bergen und so dem Staat einen verborgenen Funktionsraum sicherten. Zugleich seien Archive selbst immer wieder Zielscheibe handfester Gewalt (S. 9). Der Begriff der Gewalt ist hier zwar zentral. Wie auch der Archivbegriff bleibt er jedoch unbestimmt. Zudem stellt sich die Frage, ob öffentliche Archive in der jüngsten Geschichte tatsächlich nur als verbergende Einrichtungen zu begreifen sind. Sie können nämlich aufgrund des breiten Zugangsanspruchs selbst angesichts von Schutz- und Sperrfristen auch als ein Mittel zur Kontrolle politischen Handelns angesehen werden. Bei aller Kritik am breiten Archivbegriff lässt sich konstatieren, dass das Archivparadigma und das mit ihm einhergehende Interesse an materialisierten Wissensordnungen den Blick für die Wissensgeschichte nicht-archivischer Institutionen geschärft, neue Perspektiven stimuliert und zum Einbezug bislang vernachlässigter Quellengattungen veranlasst haben. Ein gutes Beispiel dafür ist der Band Bibliothek als Archiv 20. Er rückt frühneuzeitliche Bibliotheken, deren Klassifikationssysteme und Nutzungen in den Fokus. Die Beiträge untersuchen die Geschichte von Bibliotheken anhand ihrer archivischen Bestände. Dazu zählen Statuten, Erwerbsregister, Kataloge, Buchhaltungsunterlagen, Korrespondenzen und Ausleihregister. Ziel ist die Rekonstruktion von Bibliothekspolitiken, Bestandsentwicklung und -erhalt, Regelungen des Zugangs zu Büchern, Aufstellung und Klassifikationssystemen, darüber hinaus die Untersuchung von Bibliotheksarchitekturen und die in sie eingeschriebenen Ordnungen, die die Nutzung regulierten. Auch die Rezeption der Bestände ist von Interesse, wenngleich die Quellenlage hier besonders karg ist. Es geht dabei schlussendlich darum, Bibliotheken als Repositorien des Wissens zu kontextualisieren und zu historisieren (S. 11). Was diese Publikation von den vorhergehenden unterscheidet, ist, dass hier nicht Bibliotheken durch theoriegeleitete Überformungen zu Archiven stilisiert werden. Vielmehr werden durch den Einbezug archivischen Materials, das Bibliotheken bergen, neue Perspektiven für die historische Bibliotheksforschung eröffnet. Allerdings bleibt die Bibliothek trotz ihrer Archive was sie ist, denn ihre eigentliche Aufgabe ist das Sammeln und nicht das Archivieren. 19 Weitin, Thomas/Wolf, Burkhardt (Hrsg.): Gewalt der Archive. Studien zur Kulturgeschichte der Wissensspeicherung, Konstanz UP, Konstanz Bödeker, Hans Erich/Saada, Anne (Hrsg.): Bibliothek als Archiv, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen l Neue Politische Literatur, Jg. 57 (2012)

9 Annika Wellmann War das Archiv im Kontext des Erinnerungs-Paradigmas noch ein Erinnerungsort unter vielen, werden seine Logiken nunmehr verallgemeinert und auf diverse Speichermedien übertragen: Archiv ist das organisierende Prinzip von Wissen. Im breiten Feld der archivtheoretisch inspirierten Forschung bleiben Archäologien klassischer Archivinstitutionen, die diese anhand von Analysen ihrer Strategien und Techniken als Orte der Macht in den Blick rücken, jedoch rar. 4. Archive und Nationalgeschichte Wenngleich Theorien eine wichtige Grundlage in der Perspektivierung von Archiven darstellen und zahlreiche Forschungsarbeiten beeinflussten, scheinen geschichtswissenschaftliche Analysen der Arbeit von Archivinstitutionen gänzlich ohne theoretisches Programm auszukommen. Die Forschung, von der nun die Rede sein soll, konzentriert sich zudem vorwiegend auf nationale Archivwesen. Dies mag der Tatsache geschuldet sein, dass die landläufig frequentierten (Staats- oder Stadt-)Archive tatsächlich staatlich oder kommunal eingebundene Verwaltungseinrichtungen sind, deren Organisation durch nationales oder noch kleinräumigeres Recht reguliert wird. Eine enge Verzahnung von Archiv- und Nationalgeschichte stellt Lara Jennifer Moores Geschichte der französischen École nationale des chartes 21 dar. Die École nationale des chartes wurde 1821 zur Ausbildung von Archivaren, Bibliothekaren und Historikern eingerichtet. Moore widmet sich dieser staatlichen Institution von ihrer Gründung bis zum Beginn der Dritten Republik im Jahre Dabei geht es ihr nicht lediglich darum, die Entwicklung der Schule zu beschreiben. Narrativ und zugleich analytisch arbeitet die Autorin vielmehr heraus, wie sich hier im Verlauf des 19. Jahrhunderts die Prinzipien archivischer Praxis herausbildeten. Dabei zeichnet sie nach, dass die an der Schule vertretenen Archivideen und -praktiken, ausgebildeten und lehrenden Chartisten und der Staat miteinander verflochten waren. Denn Archivführung, Erschließungsstrategien und Quellenarbeit standen stets im Dienst wechselnder und gegenläufiger politischer Kräfte. Diese versuchten, Archive und die dort verwahrten Dokumente zur Verfestigung von Macht und als Stifter nationaler Identität zu instrumentalisieren. So hatten sich die Chartisten anfänglich auf das Lesen und Interpretieren mittelalterlicher Urkunden zu konzentrieren, vermittels derer die Monarchie im Alten Regime verankert und somit stabilisiert werden sollte. Während der Regierungszeit des konservativen Louis-Philippe hingegen avancierte das Klassifizieren zur archivischen Leitpraxis. Die Chartisten entwickelten nun ein Klassifikationsschema, das als Revolutionsarchive deklarierte Bestände nachrangig einstufte und somit die historische Auseinandersetzung mit der Revolutionsgeschichte erschwerte. Indem Moore nicht nur darauf hinweist, dass die archivischen Ordnungsmuster nicht zeitlos und stabil sind, sondern auch herausarbeitet, unter welchen politischen Bedingungen sich die Auffassung von Ordnung änderten, gelingt es ihr, für die Historizität und Kontextabhängigkeit der Archivierung zu sensibilisieren. Elizabeth Shepherd legt mit Archives and Archivists in 20th Century England 22 die erste Studie vor, die die Entwicklung des englischen Archivwesens umfassend in den Blick nimmt. Der zeitliche Schwerpunkt reicht vom Public Record Office Act 1838 bis zur Ein- 21 Moore, Jennifer: Restoring Order. The Ecole des Chartes and the Organization of Archives and Libraries in France , Litwin, Duluth, MN Shepherd, Elizabeth: Archives and Archivists in 20th Century England, Ashgate, Farnham Neue Politische Literatur, Jg. 57 (2012) l 393

10 richtung der National Archives Shepherd untersucht die Entwicklung aus unterschiedlichen Perspektiven. Dabei fokussiert sie auf Institutionen und Personen. Zunächst behandelt sie die rechtlichen Rahmenbedingungen, die im 19. und 20. Jahrhundert dem Archivwesen zugrunde lagen. Shepherd beschreibt zudem die Herausbildung und Weiterentwicklung des Archivwesens und des Berufs des Archivars und vollzieht dabei die für das englische Archivwesen typische Trennung in nationale Archivinstitutionen einerseits und lokale und spezialisierte Archive andererseits nach. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Vereinigungen, die auf eine Professionalisierung des Archivwesens hinarbeiteten. Diese Organisationen verfolgten die Standardisierung archivischer Praktiken, setzten Parameter für die Ausbildung von Archivaren und versuchten, auf politische Entscheidungen über das Archivwesen Einfluss zu nehmen. Die Archivarsausbildung stellt den letzten Schwerpunkt der Studie dar. Sie entwickelte sich aus der an den Universitäten angesiedelten Lehre der Historischen Hilfswissenschaften, der Bibliothekswissenschaften und der Lokalgeschichte. Eine spezielle Ausbildung von Archivarinnen und Archivaren begann an englischen Universitäten nach dem Zweiten Weltkrieg. Daneben bestanden seit den späten 1970ern auch nicht-universitäre Programme. Indem Shepherd diese vier Schwerpunkte durch Verweise integriert, zeigt sie, dass die einzelnen Felder einander bedingten. Wenngleich Shepherd analytisch kaum in die Tiefe geht, bietet sie einen guten Überblick über die Entwicklung des englischen Archivwesens. Durch die deskriptiv-übersichtliche Präsentation von Gesetzen, Institutionen, Organisationen und Ausbildungsprogrammen erhält ihre Publikation den Charakter eines Nachschlagewerks. Ein Register trägt zur guten Erschließbarkeit bei. Auch in der Erforschung der Geschichte des deutschen Archivwesens lag der Schwerpunkt bislang auf der Entwicklung einzelner Institutionen und der Arbeit dort einflussreicher (leitender) Archivare. So stieß verhältnismäßig früh die Geschichte des 1919 gegründeten Reichsarchivs auf Interesse. 23 Und auch eine Geschichte der preußischen Archivverwaltung und ihrer Leiter liegt bereits vor. 24 Zudem widmete sich der Deutsche Archivtag 2001 dem Zusammenhang von Archive[n] und Herrschaft 25. Dabei erforschten die beitragenden Archivarinnen und Archivare eine Vielzahl unterschiedlicher Archive, die während des Nationalsozialismus, in der DDR und in der BRD der Nachkriegszeit wirkten. Themenschwerpunkte bilden Archive und Archivare im totalitären Staat, die Überlieferung von Minderheiten, Archivbestände unter den politischen und juristischen Folgen von Krieg und Herrschaftswechseln sowie Archive und Wiedergutmachung. Das Archivwesen im Nationalsozialismus hat jüngst insbesondere unter Archivarinnen und Archivaren verstärkt Aufmerksamkeit erfahren. So trafen anlässlich des 75. Deutschen Archivtages im Jahr 2005 Vertreter des Berufsstandes zusammen, um der jüngerer Geschichte des deutschen Archivwesens nachzugehen. 26 Der aus der Tagung hervorgegangene Sammelband zeigt, daß Archive umgehend zu wichtigen Herrschaftsinstrumenten 23 Herrmann, Matthias: Das Reichsarchiv ( ). Eine archivische Institution im Spannungsfeld der deutschen Politik, Diss. Humboldt Universität, Berlin 1994; Vogel, Walter: Der Kampf um das geistige Erbe. Zur Geschichte der Reichsarchividee und des Reicharchivs als geistiger Tempel deutscher Einheit, Bernard & Graefe, Bonn Weiser, Johanna: Geschichte der preußischen Archivverwaltung und ihrer Leiter. Von den Anfängen unter Staatskanzler von Hardenberg bis zur Auflösung im Jahre 1945, Böhlau, Köln u.a Verband deutscher Archivarinnen und Archivare (Hrsg.): Archive und Herrschaft. Referate des 72. Deutschen Archivtages 2001 in Cottbus, Schmitt, Siegburg Verband deutscher Archivarinnen und Archivare (Hrsg.): Das deutsche Archivwesen im Nationalsozialismus. 75. Deutscher Archivtag 2005 in Stuttgart, Klartext, Essen l Neue Politische Literatur, Jg. 57 (2012)

11 Annika Wellmann des NS-Staates wurden 27. Die Beiträge behandeln ein breites Spektrum der Archivpolitik und -praxis im Nationalsozialismus. Eingangs werden Aspekte nationalsozialistischer Archivpolitik und damit die Grundlagen des Archivwesens im Nationalsozialismus herausgearbeitet. So zeigt Robert Kretschmar, dass für die Überlieferungsbildung sippenkundlich relevante Unterlagen ins Zentrum des Interesses rückten und sich so eine nationalsozialistische Bewertungslehre 28 herausbildete (S. 42). Zudem zielten Archivare bei der Überlieferungsbildung auf Totalität, indem sie sowohl staatliches als auch nichtstaatliches Archivgut umfassend zu sichern suchten. Diese Bestrebungen sollte ein Archivalienschutzgesetz fundieren, dessen Zustandekommen jedoch letztendlich am Veto des Reichskanzlers scheiterte, wie Norbert Reimann 29 ausführt. Zwei Abschnitte beleuchten die Arbeit kommunaler und staatlicher Archive und zeigen ihre Einbindung in die nationalsozialistische Politik auf, die viele Archivare bereitwillig befolgten. Da personenbezogene Bestände in Archiven zur Herstellung sogenannter Ariernachweise genutzt wurden, kam es zu einer verstärkten Frequentierung von Beständen. Nicht wenige Archivare boten hier vorbehaltlos Unterstützung, indem sie etwa Beratungsstellen für Familien- und Sippenkunde einrichteten, wie Klaus Wisotzky 30 in Bezug auf rheinische und westfälische Kommunalarchive nachweist. Darüber hinaus leisteten Archivare einen direkten Beitrag zu den Revisionsbemühungen der nationalsozialistischen Machthaber. Für eine der nationalsozialistischen Ideologie gemäße Geschichtsschreibung stellten sie zudem Material zur jüdischen Geschichte zur Verfügung, das antisemitisch gedeutet und für Propagandazwecke instrumentalisiert wurde. Der Band verdeutlicht auch, dass die Nationalsozialisten bei mangelnder Kooperationsbereitschaft nichtstaatlicher und ausländischer Archive gewaltsam auf diese zugriffen. Die Beiträge des Schwerpunkts Geraubte, beschlagnahmte und missbrauchte Archive zeigen, wie sie versuchten, nichtstaatlicher Archive wie des SPD-Parteiarchivs, des Wormser jüdischen Gemeindearchivs und des Internationaal Archif voor de Vrouwenbeweging in den Niederlanden habhaft zu werden. Mehrere Beiträge widmen sich zudem dem Zugriff auf Kirchenarchive. Diesen kam im Nationalsozialismus eine große Bedeutung zu, da die hier verwahrten Kirchenbücher der Umsetzung rassenpolitischer Zielsetzungen dienten. Während des Krieges wurden Archivare in die Besatzungsstrukturen eingebunden und eine Deutsche Archivpolitik im besetzten Ausland betrieben, bei der die Linien zwischen Archivschutz und Aktenraub verwischten 31. Die Beiträge des letzten Teils verfolgen die Entwicklung in der Nachkriegszeit. Sie verdeutlichen, dass im Archivwesen eine personelle Kontinuität bestand. Charakteristisch für das Gros der Zugänge ist die biographische Fokussierung auf einzelne Archivmitarbeiter. Sie ermöglicht es, Handlungsspielräume auszuloten. Dabei zeigt sich, dass etliche Archivare dem Nationalsozialismus anhingen beziehungsweise chauvinistische, rassistische und antisemitische Ideologeme vertraten. So wird deutlich, dass die Ideologie des Nationalsozialismus das Archivwesen einerseits prägte und Archivare andererseits den NS-Staat unterstützten. 27 Eckert, Astrid M.: Zur Einführung: Archive und Archivare im Nationalsozialismus, in: ebd., S , hier S Kretzschmar, Robert: Überlieferungsbildung im Nationalsozialismus als Instrumente der Täter und Gedächtnis der Opfer, in: ebd., S , hier Reimann, Norbert: Archivgesetzgebung im Nationalsozialismus. Ein gescheiterter Versuch, in: ebd., S Wisotzky, Klaus: Die rheinischen und westfälischen Stadtarchive im Nationalsozialismus, in: ebd., S Eckert: Zur Einführung (wie FN 28), S. 12. Neue Politische Literatur, Jg. 57 (2012) l 395

12 Eine ähnliche Publikation liegt auch zum österreichischen Archivwesen im Nationalsozialismus vor. 32 Der in der Reihe Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs herausgegebene Sammelband beleuchtet die Archivlandschaft in der Zeit von 1938 bis 1945 wie üblich aus institutionengeschichtlicher Perspektive. Er gliedert sich in drei Abschnitte, die Beiträge zu den Zentralarchiven, Landesarchiven beziehungsweise Reichsgauarchiven sowie zu Stadt- und Kirchenarchiven umfassen. Auch die Beiträge dieses Bandes arbeiten die Verstrickungen der Archivmitarbeiter, die zum Teil schon vor dem Anschluss Österreichs mit nationalsozialistischen und großdeutschen Ideen sympathisierten, in die Strukturen des Nationalsozialismus heraus. Sie zeigen ebenfalls, dass in Österreich sowohl eine geschichtspolitische als auch eine rassenpolitische Indienstnahme von Archivalien erfolgte, die für die Siedlungsforschung ebenso herangezogen wurden wie für die Erstellung sogenannter Ariernachweise. Dicht an die Gegenwart führt Hermann Schreyers Werk über die Geschichte des Archivwesens der DDR. 33 Der ehemalige wissenschaftliche Archivar im zentralen Staatsarchiv der DDR und Leiter der Abteilung DDR im Bundesarchiv schildert die Entwicklungen des staatlichen Archivwesens der DDR vor dem Hintergrund der politischen Geschichte und der Tätigkeit leitender Archivare. Der zeitliche Schwerpunkt liegt dabei auf den Jahren 1945 bis 1990, also auf der Archivgeschichte von der Zeit der sowjetischen Besatzung bis zum Ende der DDR. Schreyer konzentriert sich auf die Geschichte der Staatlichen Archivverwaltung und der ihr direkt unterstellten großen Staatsarchive. Er macht dabei vier Perioden aus. Demzufolge bestand von 1945 bis 1957 ein bürgerliches Archivwesen unter Beibehaltung des vor 1945 beschäftigten Personals weiter. Allmählich konstituierte sich ein Archivwesen unter staatlicher Aufsicht bis 1968 erfolgte der Ausbau eines sozialistischen Archivsystems. Ältere Archivare, die bereits in der Zeit des Nationalsozialismus tätig gewesen waren, schieden nun aus; andere wechselten in Archive, die weniger exponiert erschienen. Bis 1961, so zeigt Schreyer, bestanden deutsch-deutsche Kontakte unter Archivaren, zudem wanderten Archivare in die BRD aus bis 1982 erfolgte eine weitere Ausrichtung des Archivwesens im Sinne der poltischen Führung der DDR. Dazu diente eine Personalpolitik, die besonders auf systemtreue Mitarbeiter setzte. In den Jahren 1983 bis 1990 trat eine Stagnation ein. Die Glasnost/Perestrojka-Bewegung hatte auf das Archivwesen der DDR keinen maßgeblichen Einfluss. Zum Teil entstanden nun wieder Kontakte zu Archivaren der BRD und anderer westlicher Staaten. Als Besonderheiten der Publikation kann hervorgehoben werden, dass Schreyer den Versuch unternimmt, zwischen ideologischem und fachlich begründetem Vorgehen im Archivwesen der DDR zu differenzieren. Er liefert dabei eine detailreiche Schilderung von Personen und Einzelereignissen im Stil eines Zeitzeugenberichtes. Zur Übersichtlichkeit tragen ein Personenindex und ein Index der Archive, archivischer Einrichtungen und Strukturen bei. Wie eingangs beschrieben, trägt die von Archivarinnen und Archivaren betriebene Historiographie des Archivwesens zur Standortbestimmung und Selbstvergewisserung ihrer Professionen bei. Dementsprechend sind auch in Festschriften und Sammelbänden aus dem archivarischen Umfeld in der Regel historische Perspektiven vertreten, die Archive national, regional oder lokal begrenzt beleuchten. So etwa in einer kürzlich erschienenen Festschrift für den langjährigen Präsidenten des Bundesarchivs Hartmut Weber. Deren Titel Archive im Kontext. Öffnen, Erhalten und Sichern von Archivgut in Zeiten des Um- 32 Generaldirektion des Österreichischen Staatsarchivs (Hrsg.): Österreichs Archive unter dem Hakenkreuz, Studienverlag, Innsbruck Schreyer, Hermann: Das staatliche Archivwesen der DDR, Droste, Düsseldorf l Neue Politische Literatur, Jg. 57 (2012)

13 Annika Wellmann bruchs 34 lässt die Vermutung zu, dass hier Beiträge zur Geschichte des Archivwesens in nicht unbeträchtlichem Maße vertreten sind. Da für die Archivpraktikerinnen und -praktiker jedoch vor allem gegenwärtige Dimensionen des Erhaltens, Sicherns und Bereitstellens von Archivgut von Interesse sind, finden sich in dieser Publikation nur wenige zeitgeschichtlich orientierte Aufsätze. Diese widmen sich dem Zusammenhang von zeithistorischer Erinnerung und Archiven, der Öffentlichkeitsarbeit von Archiven in der DDR und der Zusammenarbeit zwischen ost- und westdeutschen Staatsarchiven zur Wendezeit. Mit dem kleinen Anteil historischer Aufsätze präsentiert sich diese Festschrift als typisch: Die Archivgeschichte stellt in entsprechenden Publikationen nur einen Randbereich dar. Dennoch lohnt es sich, sie zur Kenntnis zu nehmen nicht zuletzt, um neben der Geschichte auch aktuelle Tendenzen der Archivzunft und deren Selbstverständigung im Blick zu behalten. Die Erforschung nationaler Archive verläuft gleichsam parallel zur theoretisch basierten Analyse materialisierter Wissensbestände, die als Archiv firmieren. Auf empirischer Grundlage arbeiten Historikerinnen und Historiker, Archivarinnen und Archivare die Geschichte von Archiven in ihren politischen Zusammenhängen heraus. Insbesondere in der Forschung zu deutschen Archiven werden Einzelinstitutionen und Personen in den Mittelpunkt gerückt. Die methodischen Zugriffe sind dabei wenig innovativ. Das offenkundige Desinteresse an theoretischer Reflexion führt dazu, dass grundlegende Strukturen, Praktiken und größere Kontexte von Archiven unterbelichtet bleiben. 5. Archive über Grenzen Obschon es sinnvoll erscheint, Archive in nationaler, regionaler oder lokaler Dimension zu untersuchen, da sie sich selbst ob als Staats-, Stadt-, Kirchen-, Partei- oder Literaturarchive in der Regel räumlich beschränken und durch räumlich umgrenzte Gesetzgebungen konstituiert sind, zeigen Studien, dass partiell durchaus auch über Grenzen hinausweisende Kontakte, Praktiken und Archivierungsstrategien bestanden. Ganz dem um 2000 gängigen Gedächtnis-Paradigma verpflichtet, geht der Sammelband Archiv und Gedächtnis 35 den Spuren des ausländischen Kulturgedächtnisses in den archivischen Überlieferungen 36 nach. Die Beiträge machen mit Blick auf französische und deutsche Archive transnationale Sammelkonzeptionen aus. Sie schlagen damit einen Pfad ein, dem allerdings nur wenige Studien folgen. Dabei hat eine grenzübergreifende Perspektive auf Archive durchaus Potenzial. Der Fokus der Forschung lag bislang zum einen auf den grenzüberschreitenden Tätigkeiten von Archivaren in Kriegszeiten sowie dem Aktenraub und der Aktenvernichtung, die nach Astrid M. Eckert seit Jahrhunderten typische Begleiterscheinung von Krieg und Herrschaftswechsel (S. 15) sind. Die Historikerin behandelt in Kampf um die Akten 37 die Rückgabeverhandlungen zwischen der BRD und den Westalliierten über beschlagnahmtes deutsches Archivgut. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs waren Hunderte von Tonnen an 34 Menne-Haritz, Angelika/Hofmann, Rainer (Hrsg.): Archive im Kontext. Öffnen, Erhalten und Sichern von Archivgut in Zeiten des Umbruchs. Festschrift für Prof. Dr. Hartmut Weber zum 65. Geburtstag, Droste, Düsseldorf Espagne, Michel/Middell, Katharina/Middell, Matthias (Hrsg.): Archiv und Gedächtnis. Studien zur interkulturellen Überlieferung, Leipziger Universitätsverlag, Leipzig Middell, Matthias: Kulturtransfer und Archiv, in: ebd., S. 7 35, hier S Eckert, Astrid M.: Kampf um die Akten. Die Westalliierten und die Rückgabe von deutschem Archivgut nach dem Zweiten Weltkrieg, Steiner, Stuttgart Neue Politische Literatur, Jg. 57 (2012) l 397

14 Schriftgut aus den Registraturen und Archiven der Reichsministerien, militärischen Stellen und Parteiorganisationen in alliierte Hände gefallen und verlagert worden. Eckert beleuchtet auf breiter Quellenbasis zunächst die Beschlagnahmung, Verschleppung und alliierte Verwaltung deutscher Akten. Diese waren für die britischen und amerikanischen Alliierten von Interesse, da sie als Beweismaterial für Kriegsverbrechen und zur Entnazifizierung dienen konnten. Eckert rekonstruiert die deutschen Rückgabeforderungen und die Positionen der Alliierten, die langwierigen Verhandlungen um die Aktenrückgabe und eruiert schließlich die Konsequenzen, die die Unzugänglichkeit der Unterlagen für die deutsche Geschichtswissenschaft zeitigte. Eckerts Studie erstreckt sich damit über die Jahre 1944 bis 1958, als mit der Rückkehr der diplomatischen Akten die Verhandlungen an Brisanz verloren. Die Historikerin verpflichtet sich darauf, die transnationale Qualität der Diskussion (S. 11) um die Aktenrückgabe herauszuarbeiten. Dies gelingt ihr, da sie die gesamte Rückgabeproblematik als eine Facette der Beziehungen zwischen der BRD und den Westalliierten interpretiert und die archivgeschichtliche Dimension des Themas politikgeschichtlich einbettet. Mit Archivarbeit und Aktenraub in Kriegszeiten beschäftigt sich auch Stefan Lehr. Er untersucht die Aktivitäten deutscher Staatsarchivare, die während des Zweiten Weltkriegs im besetzten Ostmittel- und Osteuropa im Einsatz waren. 38 Lehr nimmt Institutionen und Personen in den Blick, vergleicht das archivarische Vorgehen im Zweiten Weltkrieg mit jenem im Ersten Weltkrieg und geht auch den Reflexionen der Protagonisten auf ihr Verhalten in der Nachkriegszeit nach. Dabei zeigt er, dass die Archivare im Osteinsatz nationalistische und deutschtumsbezogene Ostforschung betrieben, die Archivverwaltung in den besetzten Gebieten sich an deutschen Interessen orientierte und in hohem Maße politisiert war. Einheimische Archivare wurden zu Hilfskräften degradiert. Ohne ihre Zustimmung ließen die deutschen Archivbeamten zahlreiche Bestände ins Deutsche Reich abtransportieren. Dabei verletzten sie in hohem Maße das sonst übliche Provenienzprinzip und raubten den besetzten Gebieten Kulturgüter. Mit der Perspektivierung von Archivverwaltung als übergriffiger Herrschaftspraxis wäre auch über eine kolonialhistorisch orientierte Archivgeschichte nachzudenken, die dem (erzwungenen) Transfer von Archivpraktiken und der Frage der Macht durch Überlieferungsbildung nachgehen sollte. In diese Richtung weist Ann Laura Stolers methodologisch anspruchsvolle Studie Along the Archival Grain 39, in der sie instabile koloniale Episteme untersucht. Stoler entwickelt dabei einen sensiblen Umgang mit dem Material, das sie in Archiven vorfindet, indem sie, einem ethnographischen Zugang folgend, Archive not as repositories of state power but as unquiet movements in a field of force (S. 32) behandelt. Sie schreibt jedoch keine Archivgeschichte im eigentlichen Sinne, sondern leistet vornehmlich einen Beitrag zur Kolonialgeschichtliche: Sie verfolgt vorrangig das Ziel, die Instabilität kolonialer Ordnungen und die damit verbundenen Unsicherheiten aufzudecken, von denen archivische Überlieferungen zeugen. Dabei fokussiert sie auf die Kolonialverwaltung in Niederländisch Indien, deren archivisch überlieferte Registraturen sie analysiert. Auch jenseits des Zusammenhangs von Archivwesen und Krieg oder Unterdrückung ließe sich eine trans- oder internationale Archivgeschichte schreiben. Sie könnte die Relevanz internationaler Kontakte für Archivinstitutionen aufzeigen. So geht Christian Kirchner 38 Lehr, Stefan: Ein fast vergessener Osteinsatz. Deutsche Archivare im Generalgouvernement und im Reichskommissariat Ukraine, Droste, Düsseldorf Stoler, Laura Ann: Along the Archival Grain. Epistemic Anxieties and Colonial Common Sense, Princeton UP, Princeton, NJ u. a l Neue Politische Literatur, Jg. 57 (2012)

15 Annika Wellmann den Verbindungen des Weimarer Nietzsche-Archivs zum faschistischen Italien nach. 40 Das Nietzsche-Archiv, das von 1894 bis 1945 bestand, verwahrte den Nachlass des deutschen Philosophen. In seiner zitatreichen Darstellung lotet Kirchner die vielfältigen Italien-Kontakte des Archivs aus und ergründet deren Nutzen für die aus privater Initiative betriebene Institution. Demnach nahm die Archiv-Spitze frühzeitig Partei für das faschistische Modell Italiens. Zudem bestand Kontakt zwischen der Schwester des Philosophen, Elisabeth Förster- Nitzsche, die das Archiv entscheidend prägte, und dem Nietzsche-Anhänger Benito Mussolini, den die beiden auch nach außen demonstrierten. Besonders wichtig waren Kirchner zufolge die regelmäßigen Einladungen italienischer Diplomaten zu Vortragsreihen, vermittels derer das Archiv strategisch Beziehungsnetze knüpfte, sowie zu anderen Kulturinstituten und italienischen Schriftstellern. Durch diese Kontakte sicherte sich das Nietzsche-Archiv seine Reputation sowie finanzielle Unterstützung. Ein Desiderat stellt die Analyse internationaler Kooperationen und Ideentransfers in der Archivarbeit dar. Zum einen wäre zu eruieren, wie sich Wissen und Praktiken der Archivierung verbreiteten. Medien wie einschlägige Handbücher beispielsweise waren in unterschiedlichen Ländern im Umlauf und konnten von den in der Regel mit guten Fremdsprachenkenntnissen ausgestatteten Archivaren rezipiert werden. Auch die Migrationen und Exilierungen von Archivaren haben sicher die Zirkulation archivischer Ideen begünstigt. Zum anderen wären die internationale Zusammenarbeit und der Austausch zwischen Archivinstitutionen beziehungsweise deren Vertretern zu rekonstruieren. Diese wurden im Verlauf des 20. Jahrhunderts immer wieder forciert und zu institutionalisieren versucht. Die Geschichte dieser Unternehmungen und ihrer Erfolge oder Misserfolge blieb bislang aber ungeschrieben Blinder Fleck: Archivbenutzung Der Archivaufenthalt spielt für die Sozialisation und das Selbstbild professioneller Historikerinnen und Historiker eine wichtige Rolle. Der Geschichte dieser Benutzung gehen jedoch nur wenige nach. Dabei wäre nicht zuletzt der wissenschaftsgeschichtliche Erkenntnisgewinn hoch, würde doch eine Leitpraktik der Forschung hinterfragt. In der Literatur finden sich dazu nur spärliche Anhaltspunkte. So machen Sebastian Jobs und Alf Lüdtke in Unsettling History 42 Archivpolitiken und Erzählstrategien als zentrale Elemente der Historiographie aus. Die Modi der Archive sollen also nach ihren Konsequenzen speziell für diese Disziplin befragt werden. Allerdings wendet sich einzig Philipp Müller in seinem Beitrag klassischen Archivinstitutionen zu. Er analysiert, wie sich Leopold Ranke durch Ausweis seiner Reputation, Kontakte und Referenzen Zugang zum Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchiv verschaffte, um dort zu forschen Kirchner, Christian: Das Nietzsche-Archiv und Italien. Der Plan zur Gründung eines Nietzsche-Instituts in Rom, Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften, Weimar Jenkinson, Hilary: An international Council on Archives, in: Archives 1 (1949), S Jobs, Sebastian/Lüdtke, Alf (Hrsg.): Unsettling History. Archiving and Narrating in Historiography, Campus, Frankfurt a. M./New York Müller, Philipp: Ranke in the Lobby of the Archive: Metaphors and Conditions of Historical Research, in: ebd., S Siehe dazu auch Eskildsen, Kasper Risbjerg: Leopold Ranke s Archival Turn. Location and Evidence in Modern Historiography, in: Modern Intellectual History 5 (2008), S Neue Politische Literatur, Jg. 57 (2012) l 399

16 Zwei zu Klassikern avancierte Schilderungen der Archivbenutzung warten lediglich mit Klischees auf. Carolyn Steedman und Arlette Farge führen in ihren Erörterungen der Bedingungen, unter denen Recherchen stattfinden, die Vorstellung vom Archiv als einer außergewöhnlichen Institution fort. Die Kulturhistorikerin Steedman skizziert unter anderem die Gefühle ständiger Kontrolle und der Einsamkeit auf Archivreisen. 44 Farge beschreibt in ihrem ethnografischen Essay Der Geschmack des Archivs 45, der 2011 nach 22 Jahren in deutscher Übersetzung erschien, wie sich der Arbeitsalltag im Archiv vollzieht. Die Nutzerinnen und Nutzer absolvieren demnach skurrile Anmeldeverfahren und wetteifern miteinander um die besten Arbeitsplätze. Der Umgang mit Archivalien ist Farge zufolge sinnlich. Das Archiv ist folglich ein Ort der Frustration und Enttäuschung wie auch der Freude und Überraschung. Von zentraler Bedeutung ist die Archivbenutzung auch in dem Band Archive Stories 46, der diese Thematik zwar ebenfalls deskriptiv, aber weitaus systematischer angeht. Anliegen des Bandes ist es, den positivistischen Glauben an Objektivität, der in das überkommene Archivwesen gesetzt wird, zu hinterfragen und eine der grundlegenden Forschungstätigkeiten der Geschichtswissenschaft die Archivrecherche zu beleuchten. Zu diesem Zweck versammelt er ethnografische Essays und Aufsätze von Historikerinnen und Historikern, die die Geschichte von Archivinstitutionen, den Einfluss, den diese auf ihre Nutzerinnen und Nutzer ausüben, sowie ihre historiografische Gestaltungsmacht beleuchten. Die Perspektiven sind vielfältig. Einige Historikerinnen und Historikern beschreiben ihre persönlichen Kontakte mit europäischen wie auch außereuropäischen Archiven, bei denen physische, emotionale und intellektuelle ebenso wie politische Aspekte von Bedeutung sind. Ein wiederkehrendes Thema dabei sind Zugangsbeschränkungen und Überwachungen, mit denen sich die Forscherinnen und Forscher bei ihren Recherchen konfrontiert sehen. Eine Reihe weiterer Aufsätze widmet sich der Geschichte von Archivinstitutionen und nimmt dabei Organisation, Architektur und Dokumentenkollektive in ihrer sozialen und politischen Dimension in den Blick. Die ethnografisch-reflektierten und theoretisch basierten Beiträge laden zu weiteren Beschäftigungen mit Formen der Archivbenutzung und ihrer Steuerung durch die Archive ein. Davon ausgehend wäre die Archivgeschichte um eine systematisch angelegte Perspektive auf die Archivbenutzung zu erweitern. Dabei wäre zunächst zu fragen, ob und wie sich die Klientel der Archive im Laufe der Zeit veränderte. Zudem wäre eine Verschränkung von Archivgeschichte mit anderen historiographischen Zugängen gewinnbringend. So etwa mit der Geschichte der Disziplinierung und Subjektivierung. Der Historiker Tomasz Wis licz bezeichnet das Archiv als eine totale Institution 47, die dem Besucher strenge Regeln auferlegt. Das Archivregime zeitigt mit seinen Regularien, Prozeduren und räumlichen Anordnungen Effekte für die historische Forschung. Wer Archive nutzt, wird von diesen Institutionen diszipliniert. Zu fragen ist, wie im Archiv das Historiker-Subjekt entsteht. 48 In wissenschaftshistorischer Perspektive sind auch die von den Benutzerinnen und Benutzern ange- 44 Steedman, Carolyn: Dust. The Archive and Cultural History, Rutgers UP, New Brunswick u. a Farge, Arlette: Der Geschmack des Archivs, Wallstein, Göttingen 2011 (frz. 1989). 46 Burton, Antoinette (Hrsg.): Archive Stories. Facts, Fictions, and the Writing of History, Duke UP, Durham, NC u. a Wis licz, Thomasz: The Taste of an Archive and the Smell of Blood. Two Levels of the Historian s Field-Work, in: Acta Poloniae Historia 97 (2008), S Siehe dazu Foucault, Michel: Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses, Suhrkamp, Frankfurt a. M (frz. 1975). 400 l Neue Politische Literatur, Jg. 57 (2012)

17 Annika Wellmann wandten Werkzeuge von Interesse: 49 Die archivische Quellenarbeit erfolgt in einem Arrangement aus Objekten und Werkzeugen, die für die Handhabung der Akten und Urkunden unerlässlich sind. Dazu zählen Notizbücher, Bleistifte und Nachschlagewerke. Als Medien der Systematisierung sind sie Teil des Aneignungsprozesses archivalischen Materials. Und schließlich wäre eine Kommunikationsgeschichte der Archivbenutzung angemessen, denn das Archiv ist allen zu Klischees geronnen Fremd- und Selbstbildern zum Trotz ein für die Forschung wichtiger Kommunikationsraum. Die genannten Darstellungen von Archivrecherchen fokussieren auf Individuen, die auf sich gestellt nach Quellen suchen. Archivarinnen und Archivare tauchen dabei lediglich am Rande auf, andere Forscherinnen und Forscher allenfalls als Störfaktoren. Ethnographische Analysen und Benutzerforschungen zeigen aber, dass insbesondere Nutzer und Personal in regelmäßigem Austausch stehen. Es wird deutlich: Die Archivgeschichte ist eine facettenreiche Disziplin, die sich noch längst nicht erschöpft hat. Sie fordert Archivarinnen und Archivare, Historikerinnen und Historiker auch weiterhin heraus. Verfasserin: Dr. Annika Wellmann, Hannover Auswahlbibliographie Burton, Antoinette (Hrsg.): Archive Stories. Facts, Fictions, and the Writing of History, 396 S., Duke UP, Durham, NC u. a Derrida, Jacques: Dem Archiv verschrieben. Eine freudsche Impression, 102 S., Berlin 1997 (frz. 1995). Ebeling, Knut/Günzel, Stephan (Hrsg.): Archivologie. Theorien des Archivs in Philosophie, Medien und Künsten, 269 S., Kadmos, Berlin Ernst, Wolfgang: Das Rumoren der Archive. Ordnung aus Unordnung, 141 S., Merve, Berlin Foucault, Michel: Archäologie des Wissens, 301 S., Suhrkamp, Frankfurt a. M (frz. 1969). Farge, Arlette: Der Geschmack des Archivs, 118 S., Wallstein, Göttingen 2011 (frz. 1989). Hamilton, Carolyn u. a. (Hrsg.): Refiguring the Archive, 368 S., Kluwer, Dordrecht, Moore, Jennifer: Restoring Order. The Ecole des Chartes and the Organization of Archives and Libraries in France , 301 S., Litwin, Duluth, MN Ridener, John: From Polders to Postmodernism. A Concise History of Archival Theory, 184 S., Litwin, Duluth, MN Shepherd, Elizabeth: Archives and Archivists in 20th Century England, 245 S., Ashgate, Farnham Verband deutscher Archivarinnen und Archivare (Hrsg.): Das deutsche Archivwesen im Nationalsozialismus. 75. Deutscher Archivtag 2005 in Stuttgart, 539 S., Klartext, Essen Siehe dazu auch Kwaschik, Anne/Wimmer, Mario (Hrsg.): Von der Arbeit des Historikers. Ein Wörterbuch zu Theorie und Praxis der Geschichtswissenschaft, transcript, Bielefeld Neue Politische Literatur, Jg. 57 (2012) l 401

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