DIABETES MELLITUS «ZUCKERKRANKHEIT» Jasmin Hess Interne Weiterbildung

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1 DIABETES MELLITUS «ZUCKERKRANKHEIT» Jasmin Hess Interne Weiterbildung

2 Menschen HÄUFIGKEIT IN DER SCHWEIZ Jahre: Männer 4,8%, Frauen 3,7% Jahre: Männer 16%, Frauen 12% Anteil an Personen mit Diagnose Diabetes seit 1992 von 3 auf 5% gestiegen

3 Insulin? Diabetes Typ 1 und 2 Fakten Ursache Symptome Diagnose Therapie Hypoglykämie Schwangerschaftsdiabetes Insulintherapie Folgeschäden Wie lebt es sich mit Diabetes Typ 1? Hilfe? INHALT

4 INSULIN In den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse gebildet Regt andere Körperzellen dazu an, Glukose aus dem Blut aufzunehmen Gegenspieler; Glucagon erhöht den Blutzuckerspiegel Aufnahme von Zucker/Kohlenhydraten, β-zellen schütten Insulin ins Blut aus, Glukose gelangt durch Bindung an Rezeptor ins Zellinnere, Leber- und Muskelzellen wandeln Glukose in Energie um, der Glukosespiegel sinkt Insulinschlüssel defekt Glukose wird nicht in Zellen aufgenommen Glukosespiegel steigt an

5 DIABETES TYP 1 Auch Jugenddiabetes genannt Beginnt meist im Kindesalter Etwa 10% der Diabetes erkrankten

6 DIABETES TYP 2 Auch nicht-insulinabhängigier Diabetes genannt Tritt normalerweise erst ab 40Jahren auf, aber auch junge Leute die stark übergewichtig sind, können daran erkranken

7 URSACHE TYP 1 Keine Insulinproduktion, da die Zellen die Insulin produzieren von körpereigenen Abwehrstoffen zerstört werden = Autoimmunerkrankung Für die Autoimmunreaktion besteht eine genetische Veranlagung Man sagt, Stillen biete einen gewissen Schutz

8 URSACHE TYP 2 Auch der Typ 2 Diabetes ist genetisch bedingt. Bewegungsmangel und Übergewicht begünstigen jedoch die Krankheit. In diesem Falle ist die Rezeptorbindung defekt. Daher bindet Insulin nicht mehr korrekt an die Rezeptoren = Insulinresistenz. Daher kann Glukose nicht in die Zellen aufgenommen werden. Die Pankreas versucht dies zu korrigieren indem sie mehr Insulin ausschüttet. Der Glukosespiegel steigt und schädigt die Insulinrezeptoren noch mehr. Dies geht so weiter bis die Pankreas überfordert ist und zugrunde geht. Ab hier muss Insulin gespritzt werden.

9 starker Durst Gewichtsverlust (Typ 1) Infektanfälligkeit Juckreiz grosse Harnmengen allgemeine Schwäche SYMPTOME

10 DIAGNOSE Familienanamnese Nüchternplasmaglukose höher als 7mmol/l Hämoglobin A1c: über 6,5% Glukosurie (hohe Ausscheidung von Glukose im Urin)

11 THERAPIE Typ 1 Insulintherapie Dosis wird individuell bestimmt Typ 2 Übergewicht reduzieren Körperliche Aktivität Gesunde Ernährung Tabletten, welche die Insulinwirkung verstärken z.b. Metformin Insulin spritzen

12 HYPOGLYKÄMIE Verursacht durch: falsche Medidosierung, auslassen einer Mahlzeit, oder strenger körperlicher Aktivität Sehr gefährlich! Kann zu Bewusstlosigkeit führen Frühsymptome: Hunger, Nervosität, kalter Schweiss, Zittern oder Elendsgefühl Selbsthilfe: sofortige Einnahme von einem zuckerhaltigen Getränk oder einem Stück Zucker

13 SCHWANGERSCHAFTSDIABETES Diagnose: in der 24. bis 28. Woche Plasmaglukose nüchtern über 5,1mmol/l Risiko: Diabetes in Familie, Übergewicht, Bluthochdruck, nach mehreren Fehlgeburten Verschwindet meistens nach der Entbindung wieder Ursache: Insulinproduktion durch Hormone gestört

14 INSULINTHERAPIE Basis-Insulin: für den Grundbedarf, ca. 0,5 E Insulin pro Kilo Körpergewicht ( vor allem bei Typ 1 notwendig) Kurzwirksames Insulin: Vor jeder Mahlzeit gespritzt, Dosis hängt von Blutzuckerwert ab, Das Insulin wird selbstständig subcutan gespritzt Welche Therapie am geeigneten ist, wird individuell bestimmt

15

16 FOLGESCHÄDEN Chronisch: Schädigung der Organe Z.Bsp. Der Nieren, Blutgefässe( Herzinfarkt, Hirninfarkt, Arteriosklerose), periphere Nerven (Neuropathie=Wunden werden nicht wahrgenommen) Jede Infektion kann zu einem septischen Schock oder zum Tod führen

17 WIE LEBT ES SICH MIT DIABETES TYP 1?

18 HILFE? Schweizerische Diabetesgessellschaft (SDG-ASG) Information, Beratung, Prävention Zentralschweizerische Diabetesgesellschaft (ZSDG) Beratung, Selbsthilfegruppen etc. Beratung im Luzerner Kantonsspital

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