Schulobst- und Gemüseprogramm

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1 Schulobst- und Gemüseprogramm Für Schüler von 7 bis 10 Jahren Kapitel 3: Obst-/Gemüseanbau Präsentationsunterlage für LehrerInnen

2 Obst und Gemüse aus Österreich Österreich ist ein Land, in dem sehr viel Obst und Gemüse angebaut wird. Wir haben dafür das richtige Klima und fruchtbare Böden. Die Anbaufläche von Obst und Gemüse in Österreich beträgt Hektar. 1 Hektar = m2 2

3 Spezielle Obst-/Gemüseregionen Oberösterreich: Äpfel Wachau: Marillen Wiener Raum: Fruchtgemüse Mostviertel: Birnen Vorarlberg: Birnen Tirol: Äpfel Oberkärnten: Birnen Kärnten: Pfirsiche Oststeiermark: Äpfel Grazer Raum: Häuptelsalat 3

4 Wie werden Obst und Gemüse angebaut? Entscheidend ist der Boden, auf dem Gemüsepflanzen und Obstbäume bzw. Obststräucher wachsen. Der Boden muss möglichst fruchtbar sein, und es gilt, diese Fruchtbarkeit zu erhalten. Dazu wird der Boden gedüngt. 4

5 Düngen aber wie? In den letzten Jahren haben sich immer mehr Bauern für natürliche Methoden zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit entschieden. So verzichten bereits viele Bauern gänzlich auf leichtlösliche mineralische Dünger, da diese dem Klima schaden können. Stattdessen werden alternative Methoden angewendet. 5

6 Nützlinge Die Bio-Landwirtschaft setzt auf Nützlinge, um die Bodenfruchtbarkeit auf umweltfreundliche Weise zu steigern. Was sind Nützlinge? Tiere, die den Boden umgraben und durchlüften und Pflanzenschädlinge fressen. 6

7 Wichtigster Nützling: der Regenwurm Der Regenwurm bohrt sich durch die Erde, was für eine gute Durchlüftung sorgt.... gräbt Gänge in den Boden, durch die das Wasser besser sickern kann.... sorgt mit den Gängen für eine Auflockerung des Bodens.... verteilt die Nährstoffe im Boden.... frisst Bakterien, Pilze und Pflanzenreste.... produziert wertvollen Humus aus den verdauten Pflanzenresten.... bietet den neuen Pflanzen Platz zum Wurzeln mit seinen Gängen. 7

8 Gründüngung: Die Bodenfruchtbarkeit lässt sich auch durch Gründüngung verbessern. Dabei versorgen die Bauern ihre Pflanzen mit: Mist Kompost Gülle Klee 8

9 Fruchtfolge Durch den abwechselnden Anbau unterschiedlicher Obst- und Gemüsearten wird die Bodenfruchtbarkeit auch verbessert. Warum? Weil die Pflanzen unterschiedliche Nährstoffe brauchen, kann der Boden auf diese Weise nie ganz ausgelaugt werden. 9

10 Was tun gegen Schädlinge? Gegen Schädlinge gibt es die Möglichkeit, die Pflanzen mit Schädlingsbekämpfungsmitteln zu spritzen. Immer mehr Bauern gehen aber dazu über, mittels Nützlingen auch die Schädlinge zu bekämpfen. 10

11 Welche Nützlinge fressen Schädlinge? Marienkäfer Seine Larve frisst Blattläuse Schwebfliege Ihre Larve frisst auch Blattläuse Igel Er frisst schädliche Insekten 11

12 Besonders umweltfreundlich: Das Prinzip der Kreislaufwirtschaft. Viele Bauern haben erkannt, dass Lebensmittel, Menschen, Tiere, Pflanzen und Böden zusammenhängen! Sie sehen die Herstellung von Lebensmitteln als Kreislauf: Köstliche Produkte Vielfältige Ernte Zufriedene Tiere Artenreicher Boden Glückliche Menschen 12

13 Bio setzt Zeichen Das rot-weiß-rote AMA-Biosiegel stellt sicher, dass es sich um ein Bio-Lebensmittel aus Österreich handelt. Außerdem garantiert es, dass die Qualität dieses Lebensmittels besonders hoch ist. 13

14 Sicher Bio? Wenn ein Obst/Gemüse mit dem AMA-Biosiegel gekennzeichnet ist, stammt es garantiert aus biologischem Anbau. Sätze wie aus naturnahem Anbau oder aus kontrolliertem Anbau sind noch kein Beweis für Bio-Landwirtschaft. 14

15 Was man noch wissen sollte Beim Anbau von Gemüse wird zwischen 3 Methoden unterschieden: - Feldgemüsebau - Gartenbau - Unterglasbau 15

16 Feldgemüsebau Dabei wird die Anbaufläche meist nur x pro Jahr verwendet. 1 Es findet ein regelmäßiger Fruchtwechsel mit anderen landwirtschaftlichen Kulturen statt. Das Feld wird häufig in Beete unterteilt auch Erdbeeren werden auf Feldern kultiviert. 16

17 Gartenbau Beim gärtnerischen Anbau im Freiland werden die Anbauflächen öfters pro Jahr genutzt. Eine beispielhafte Abfolge von Pflanzen: 1. Kohl März/April 2. Kopfsalat Mai/Juni/Juli 3. Blumenkohl August/September/Oktober 17

18 Unterglasbau Darunter versteht man den Anbau von Gemüse in beheizten oder auch ungeheizten Gewächshäusern und Folientunneln. Der Unterglasanbau eignet sich vor allem für Gemüse, das - einen erhöhten Wärmebedarf hat oder - zu einem anderen Zeitpunkt verkauft werden soll, als es in der Freilandwirtschaft möglich ist. 18

19 Wissenswertes beim Obstbau Beim Obstbau ist neben Düngung und Pflanzenschutz vor allem der Schnitt wichtig! Der Schnitt von Obstbäumen: - soll dem Baum eine bestimmte Form geben, damit sich die Triebe (und in der Folge die Blätter und Früchte) möglichst gut verteilen. Der Schnitt von Obststräuchern: - hat vorrangig die Aufgabe, die Pflanzen zu verjüngen und gesund zu erhalten. Denn die besten Früchte bilden sich an jüngeren Trieben. 19

20 Das war s jetzt wird s lustig! Auf zu den Spielen und Rätseln von Kapitel 3! 20

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