OPC für Freelance 2000

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2 Hinweis Die in diesem Handbuch enthaltene Information kann ohne Vorankündigung geändert werden und stellt keine Verpflichtung seitens EB Hartmann & Braun dar. Es werden die in der Bundesrepublik Deutschland geltenden industriellen Normen und Richtlinien (z.b. DIN, VDE, VDI usw.) verwandt. Außerhalb des Geltungsbereiches dieser industriellen Normen und Richtlinien sind die entsprechenden nationalen Vorschriften zu beachten. EB Hartmann & Braun behält sich alle Rechte, insbesondere Rechte aus BGB, UWG, UrhG sowie aus den Gewerblichen Schutzrechten (Patente, Gebrauchsmuster, Warenzeichen / Dienstleistungsmarken sowie Geschmacksmuster) vor. Die in diesem Handbuch benutzten Bezeichnungen und die dargestellten bzw. erwähnten Produkte sind bezüglich bestehender gewerblicher Schutzrechte nicht gesondert gekennzeichnet. Eine Vervielfältigung dieses Handbuches oder Teilen hieraus bedarf vorheriger schriftlicher Zustimmung seitens EB Hartmann & Braun. Sollten Sie in diesem Handbuch Fehler entdecken, so senden Sie uns bitte eine Kopie der entsprechenden Seite mit Ihren Bemerkungen. Auch Ihre Verbesserungsvorschläge, die das Verständnis oder die Übersichtlichkeit erhöhen, nehmen wir gerne entgegen. Ihre Vorschläge senden Sie bitte an: Produktmanagement, PL6-Hannover, Fax (0511)

3 Inhaltsverzeichnis 1 Allgemeine Beschreibung Wann setzt man OPC ein? OPC in Freelance Ressourcen, Maximalwerte und Performance OPC-Server Installation des Freelance 2000 OPC-Servers Konfiguration mit DigiTool Einbinden eines Freelance 2000 OPC-Servers Einfügen einer Gateway-Station Eintrag der Gateway-Station in die Hardware-Struktur Überprüfung der Adressen Freigabe für OPC-Zugriff Starten der Kommunikation Einbinden eines externen OPC-Servers Einfügen der Funktion OPC-Server in den Projektbaum OPC-Variablenimport vom externen OPC-Server Freigabe für OPC-Zugriff Starten der Kommunikation Adressierung der Freelance 2000-Variablen über OPC Unterstützung der Freelance 2000 Datentypen Zugriff auf Bausteinparameter Versionskontrolle des OPC-Servers Verbindungsüberwachung Tools und Hilfsmittel zur Fehlerdiagnose Test in DigiTool Freelance 2000 System-Monitor für OPC (DigiMon) Einträge in die Registry-Dateien des OPC-Servers OPC-Client Beispiel für OPC-Kopplung von zwei Freelance-Systemen OPC relevante Parameter Beispiele für OPC-Zugriffe aus MS-Excel und MS-Visual Basic Voraussetzungen Übersicht des Excel-Testbeispieles opc_expl.xls Programmübersicht

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5 1 Allgemeine Beschreibung OPC ist ein offener Schnittstellenstandard, der auf der Windows-basierten Technologie von OLE (Object Linking and Embedding), COM und DCOM (Distributed Component Object Model) aufbaut und einen einfachen, standardisierten Datenaustausch zwischen Applikationen sowohl aus dem industriellen als auch aus dem Bürobereich sowie der Produktion oder Fertigung ermöglicht. Über eine OPC-Server-Schnittstelle kann Freelance 2000 Prozeßdaten an andere Systeme, die über eine OPC-Client-Schnittstelle verfügen, übertragen. Über die OPC-Client-Schnittstelle kann Freelance 2000 mit seinen Bedien- und Beobachtungsfunktionen die Daten von Automatisierungsgeräten und -systemen anderer Hersteller visualisieren. op0133gr.bmp 5

6 OPC bietet unter anderem folgende Vorteile: OPC ist schneller und höher verfügbar als DDE. Jeder über OPC erfaßte Wert hat einen Zeitstempel und einen Status. OPC benutzt bei der Kommunikation ein Blockformat und kann in einem einzigen Aufruf mehrere Anforderungen absetzen und mehrere Werte empfangen. OPC erlaubt Client-Applikationen, geforderte Scan-Raten zu spezifizieren. OPC benutzt im Gegensatz zu DDE binäre Datenrepresentationen (IEEE Gleitkommazahlen, Integer...) Die Variablen eines Servers können mittels Browser betrachtet und ausgewählt werden. Das Konzept Gruppen zu bilden, erlaubt unterschiedliche Variablensätze mit unterschiedlichen Scan-Raten. In Freelance 2000 enthält DigiVis einen OPC-Client für die Kommunikation mit OPC-Servern. Variablen anderer Systeme können in DigiVis für Visualisierung, Kurvendarstellung (im Trendfenster) und Protokollierung eingebunden werden. In Freelance 2000 ist ein OPC-Server ein PC-Programm, das seine Daten per Download aus DigiTool bekommt und mit den Freelance 2000-Prozeßstationen kommuniziert. Freelance 2000-Variablen werden damit anderen Systemen zur Verfügung gestellt. Systemfremde Visualisierungspakete (z.b. PlantConnect, InTouch, The Fix...) können so auf Freelance Variablen zugreifen. DigiTool kann Variablenlisten von allen OPC-Servern auslesen und importieren. Sobald eine Grafik auf DigiVis aufgerufen wird, die Variablen von OPC-Servern enthält, holt der OPC-Client (DigiVis) diese als Gruppe vom OPC-Server. Der Freelance 2000 OPC-Server wird auf einem Freelance 2000-Gateway-PC installiert. Damit kann jedes OPC-fähige Windows-Programm (mit Client-Funktion) die Werte aller im Gateway ausgewählten Variablen (Eingänge, Ausgänge und Parameter von Funktionsbausteinen) "online" aus den Freelance 2000-Prozeßstationen lesen und schreiben. Mit MS-Visual Basic oder mit MS-Visual Basic für Applikationen in MS-Excel ab Version 5.0 kann der Anwender eigene Programme erstellen und damit OPC-Daten "online" lesen und schreiben. Diese Daten können dann dargestellt, protokolliert und ausgewertet werden. 6

7 Übersicht OPC: Ankopplung OPC Server direkt mit COM und verteilt mit DCOM Client Application Client Application &20 OPC server '&20 device device Begriff OPC COM DCOM Erläuterung OPC steht für OLE for Process Control und setzt auf den OLE- Kerntechnologien COM und DCOM von Microsoft auf. Um Objekte, die auf unterschiedlichen Plattformen oder Rechnerarchitekturen implementiert werden, untereinander kompatibel zu machen, muß festgelegt werden, wie diese Plattformen ein Objekt interpretieren. Hierfür wird ein sogenanntes Objektmodell benötigt. OLE verwendet das Modell COM (Component Object Model). Es definiert den Standard für die Zusammenarbeit der Komponenten. COM ermöglicht Aufrufe innerhalb eines Prozesses, an einen anderen Prozeß und sogar an einen anderen Rechner. Das Objektmodell für rechnerübergreifende Aufrufe heißt DCOM (Distributed Component Object Model) und ist ab Windows NT 4.0 in das Betriebssystem integriert. 7

8 1.1 Wann setzt man OPC ein? 1. Freelance 2000 OPC-Server werden eingesetzt bei hohen Anforderungen an den Variablenzugriff zu den Freelance Prozeßstationen über standardisierte Schnittstellen. 2. Über die Freelance 2000 Client-Schnittstelle in DigiVis hat man Zugriff zu Variablen eines jeden OPC-Servers. Jede Variable kann in der Leitstation in einer Freien Grafik dargestellt oder in Betriebsprotokollen eingefügt werden. 3. Freelance 2000 OPC-Server werden über DigiTool konfiguriert. Browser-unterstützte Variablendefinition in Freelance 2000 von importierten OPC- Variablen aus externen OPC-Servern. OPC-Variable werden wie Freelance Variable in der Darstellung /Animation für DigiVis konfiguriert. Inbetriebnahmeunterstützung von OPC-Servern in DigiTool durch Trend- und Wertefenster-Darstellung. 8

9 1.2 OPC in Freelance 2000 Beachten Sie die unterschiedliche Funktion von DigiTool (D-ES) in beiden Darstellungen. D-GS: Freelance OPC-Server OPC-Client zb. PlantConnect, The Fix,... D-ES OPC-Client zb. DigiVis Freelance 2000 D-PS D-PS Freelance OPC-Server opf2kgr.ppt OPC-S Externer OPC-Server OPC-Client zb. PlantConnect, The Fix,... OPC-Client zb. DigiVis D-ES Feldgerät Feldgerät Externer OPC-Server opextgr.ppt 9

10 1.3 Ressourcen, Maximalwerte und Performance OPC-Gateway Stationen in einem Freelance System: max.: 10 OPC-Server je Gateway-PC: typisch: 10 max.: 20, bei eingeschränkten Funktionen und abhängig vom PC-Speicherausbau wie RAM und HD Kommunikationsumfang je Verbindung OPC-Server zu einer Prozeßstation: max.: 2800 REAL-Variablen bei max. 10 belegten Kommunikationseinheiten. 1 Kommunikationseinheit hat 1400 Byte / bei 5 Byte je Variable = 280 Variablen je Verbindung zu einer Prozeßstation. Datenumfang für einen OPC-Server: - je Prozeßstation max REAL-Variablen (ohne String und ohne DATE/TIME-Variablen) - für ein Gesamtsystem mit 10 D_PS und 10 OPC-Servern: max REAL-Variablen Default-Zykluszeit für OPC-Server: 1000 ms Die Zykluszeit sollte nach dem Client ausgelegt werden. Konfigurierbereich von 200 ms bis 32 s Durchsatzleistung: - abhängig vom Gateway-PC - abhängig vom Client (in C programmiert am leistungsfähigsten; Excel oder Visual Basic können diese Performance nicht erreichen.) - von einer Prozeßstation, die ausschließlich kommuniziert, können je nach PC-Leistung bis zu 5000 Variablen/s an den OPC-Server gesandt werden. Ist die Zeitzone nicht oder nicht richtig gesetzt, synchronisiert der Server die Systemzeit des Clients zyklisch. Soll die Synchronisierung abgeschaltet werden, muß dies im gesamten System erfolgen. DigiTool, DigiVis und OPC für Freelance 2000 benutzen denselben Registry-Eintrag in der Windows-NT Registrierdatenbank. Die Zeitsynchronisation kann im Programmaufruf Freelance 2000 Tools V3.x in den Programmen DigiTool Configure, oder DigiVis Configure einbzw. ausgeschaltet werden. 10

11 2 OPC-Server 2.1 Installation des Freelance 2000 OPC-Servers Ein OPC-Server wird mit dem Setup OPC installiert. Wenn mehrere OPC-Server betrieben werden sollen, muß für jeden Server ein eigenes Setup durchgeführt werden. In jedem Setup muß die Ressource-ID (Stations-Nr.) eingetragen werden, die im OPC-Client für den Aufruf verwendet wird. op000gr.bmp Voraussetzungen 1. Windows NT4.0 Betriebssystem mit folgenden Einstellungen: Service Pack 3 für NT4.0 installiert. 2. Netzwerkkarte 3C509B / Combo korrekt installiert:. Siehe auch DigiTool (1), Teil B - Installation DigiTool, Einbau der Netzwerkkarte 3C Freelance Netzwerkkarte unter Windows NT mit TCP/IP konfiguriert: Vor der Installation sollte mit dem Ping -Kommando der Kontakt zur Prozeßstation getestet werden. 11

12 OPC-Setup starten Mit dem Kommando Setup.exe wird das OPC-Setup gestartet. op001gr.bmp Standard Setup: Server Setup: Für Installation auf einer Workstation Für Server-Installation bei Netzbetrieb OPC-Server Optionen Installation auf diesem oder einem anderen PC opc041gr.bmp Diesen PC mit einem OPC-Server auf einem anderen Computer verbinden, siehe Beispiel für OPC-Kopplung von zwei Freelance-Systemen, Seite

13 Vor Abschluß des Setup müssen Sie eine freie Ressource-ID-Nummer vergeben und die IP- Adresse des Gateway-Rechners eintragen. op002gr.bmp Danach ist das OPC-Setup abgeschlossen. 2.2 Konfiguration mit DigiTool Nach dem Anlegen eines Projektes kann der OPC-Server eingerichtet werden. Der OPC- Server kann gemeinsam mit DigiVis in einer Leitstation betrieben werden. Freelance 2000 unterscheidet zwischen eigenen und externen OPC-Servern: Eigener OPC-Server = Freelance OPC-Server in einer Gateway-Station installiert, der die Kommunikation (lesen und schreiben) zu Variablen aus Freelance für alle OPC-Clients herstellt. Externer OPC-Server = wird als Objekt OPC-Server OPC_S in DigiTool angeboten und stellt die Kommunikation zu Daten eines externen OPC-Servers für eine Freelance-Leitstation (OPC-Client) her. 13

14 2.2.1 Einbinden eines Freelance 2000 OPC-Servers Einfügen einer Gateway-Station Im Projektbaum die Ebene (KONF) anwählen, Ressourcen vergeben ad006gr.bmp Wenn Änderungen an den Einstellungen vorgenommen wurden, erscheint das folgende Dialogfeld. ad007gr.bmp Hinweis: bei Beginn YES eingeben. 14

15 Bearbeiten Einfügen nächste Ebene Ausgabe des Fensters Objektauswahl, Gateway-Station D_GS auswählen op003gr.bmp 15

16 Im Projektbaum: Doppelklick auf Gateway-Station [D-GS], Ausgabe des Fensters Konfiguration: Gateway-Station D-GS, Typ OPC-Gateway einstellen op004gr.bmp Name ZEICHNUNGSFUSS ZEICHNUNGSKOPF ZUGRIFFSRECHTE Typ Kurzkommentar Eingabe des Namens der Gateway-Station. Eingabe des Zeichnungsfußes, siehe DigiTool (1) Teil L, Dokumentation. Eingabe des Zeichnungskopfs, siehe DigiTool (1) Teil L, Dokumentation. Lesen und/oder Schreiben für das Gateway; Standardzugriff für neue Variable/MSR-Stellen Typ der Gateway-Station. Neben OPC-Gateway stehen folgende Typen zur Auswahl: DCP-Gateway, DDE-Gateway und UNI-Gateway. Eingabe des Kurzkommentars, siehe DigiTool (1) Teil L, Dokumentation. 16

17 Zugriffsrechte, Ausgabe des Fensters Konfiguration: Gateway, Lesen und Schreiben aktivieren. op005gr.bmp Alle Variablen und MSR-Stellen, die vom OPC-Gateway bearbeitet werden sollen, müssen zum Lesen und zum Schreiben freigegeben werden. Default: kein Lese/Schreibzugriff. 17

18 Eintrag der Gateway-Station in die Hardware-Struktur Vom Projektbaum aus System Hardware-Struktur, Anzeige der Hardware-Struktur, einen PC als OPC-PC aussuchen Doppelklick auf das darunterliegende Textfeld, Ausgabe des Fensters Ressource, Name der Gateway-Ressource anwählen, mit OK bestätigen, Name der Ressource erscheint im Textfeld, Mausklick auf den zugehörigen Monitor Bearbeiten Aktivieren, die Ethernet-Verbindung wird grafisch dargestellt und auf dem Monitorsymbol erscheint die Schrift OPC. Siehe DigiTool (1) Teil H, Hardware-Struktur. op009gr.bmp Überprüfung der Adressen Innerhalb des Fensters Konfiguration: Systemstruktur Hardware-Struktur, Netzwerk.., Ausgabe des Fensters Netzwerk Konfiguration, hier sind alle eingestellten Stationsnummern, IP-Adressen und Ressource-ID s zu überprüfen. Diese wurden dem OPC-Server beim Setup zugewiesen. Siehe auch Seite 14, Einbinden eines Freelance 2000 OPC-Servers und DigiTool (1) Teil H, Hardware-Struktur. 18

19 Freigabe für OPC-Zugriff Freigabe des OPC-Gateways für Lese- und/oder Schreibzugriff. Freigabe der Daten in der Variablenliste und MSR-Liste für Lese- und/oder Schreibzugriff. 1. Einrichten Anzahl der Ressource entsprechend der max. Anzahl der OPC-Gateways. Im Projektbaum KONF doppelklicken. Daraufhin öffnet sich ein Untermenü Konfiguration KONF. D-GS steht für alle Gateways und damit auch für OPC-Gateway. 2. Im Gateway ist pauschal lesen, schreiben oder lesen-schreiben freizugeben. Im Projektbaum GWY (D_GS) zweimal anklicken - Untermenü Konfiguration: Gateway. 3. Im Konfigurationsmodus ist für jede Variable Lese- oder Schreibzugriff (R/W) einzurichten, sonst ist kein OPC-Zugriff möglich. Variablen, für die weder Schreib- noch Lesezugriff freigegeben wurde, sind für das OPC-Gateway nicht sichtbar und stehen damit auch den OPC- Clients nicht zur Verfügung. Eintrag im Konfigurationsdialog: System, Variablenliste/MSR-Stellenliste, Variablenliste/MSR-Stellenliste (Doppelklick!) Stationsansicht - Spalte Gateway-Namen Doppelklick auf _ OGWY/Spaltenfeld bringt Untermenü Stationszugriff für angewählte Objekte ändern. op008gr.bmp op012gr.bmp 19

20 op021gr.bmp op022gr.bmp Vor der Plausibilisierung den Schreibschutz der Systemvariablen im Gateway überprüfen. Alle rot gefluteten Systemvariablen unter der Spalte OGWY (Gateway) von RW (read / write) auf R setzen. Alle Variablen anklicken, Menü Bearbeiten, Stationszugriff..., Schreiben löschen. 20

21 Starten der Kommunikation Ein OPC-Server wird bei Anforderung durch einen OPC-Client automatisch gestartet. Beim Setup wird im Startmenü ein Eintrag zum Start des OPC-Servers vorgenommen. Ein manueller Start ist möglich mit dem Ausführen- oder RUN -Aufruf in Windows NT aus dem Freelance-Standardverzeichnis, z.b. C: \Freelance\EXE\... : OPCSRV.EXE /xx xx = ID - Nr. z.b. 86 wie im Setup vergeben Nach erfolgreicher Plausibilisierung des Projekts wird die Gateway-Station (OPC-PC) mit Laden ganze Station mit den Konfigurationsdaten versorgt. Diese werden auf dem OPC-PC resident auf der Festplatte gespeichert und dann bei jedem Neustart geladen. Der OPC-Server ist arbeitsfähig. Projekt plausibilisiert und ohne Fehler Wechsel in die Inbetriebnahme, nachdem die Prozeßstation(en) geladen wurden: im Projektbaum xxxx[d-gs] anwählen Laden ganze Station, die Konfigurationsdaten werden in den OPC-PC geladen. Ist ein OPC-Server gestartet, erscheint in der Windows NT - Task-Leiste folgendes Icon: op010gr.bmp Es können gleichzeitig mehrere OPC-Server auf einem PC gestartet werden, sofern diese unterschiedliche Ressource-IDs haben. 21

22 2.2.2 Einbinden eines externen OPC-Servers Einfügen der Funktion OPC-Server in den Projektbaum Bearbeiten Einfügen nächste Ebene Ausgabe des Fensters Objektauswahl, OPC-Server auswählen, op006gr.bmp op007gr.bmp Name OPC-Server ZEICHNUNGSFUSS ZEICHNUNGSKOPF Eingabe des Namens der OPC-Funktion. Der eingetragene Name erscheint im Projektbaum. Eingabe des Namens des zu erfassenden OPC-Servers Im Beispiel wird der Freelance 2000 OPC-Server 86 erfaßt. Eingabe des Zeichnungsfußes, siehe DigiTool (1) Teil L, Dokumentation. Eingabe des Zeichnungskopfs, siehe DigiTool (1) Teil L, Dokumentation. 22

23 Ergebnis Projektbaum: op008.bmp OPC-Variablenimport vom externen OPC-Server Bearbeiten System Variablenliste OPC-Variablen importieren, von Datei, über Browser op012gr.bmp Variablen, die über einen OPC-Server in das Freelance 2000 System rangiert werden sollen, werden dem System über diese Funktion bekannt gemacht. Diese Variablen werden keiner Prozeßstation zugeordnet, sondern bleiben der Ressource vom Typ OPC-Server zugeordnet. OPC-Variablen können auf der Leitstation in der freien Grafik und im Betriebsprotokoll dargestellt werden. Eine Darstellung von OPC-Variablen in Trendbildern oder Störablaufprotokollen ist nicht möglich, da diese Funktionen über die Erfasser in der Prozeßstation versorgt werden. Das OPC-Gateway kann aber wie ein DDE-Gateway alle Daten der Prozeßstation anderen Applikationen zur Verfügung stellen. 23

24 Zunächst muß der externe OPC-Server selektiert werden, von dem Variablen im Projekt verwendet werden sollen. Angezeigt werden die OPC-Server im Projektbaum. Siehe auch Handbuch DigiTool (1), Teil D, Projektbaum, OPC-Server. op013gr.bmp Danach können die gewünschten Variablen markiert werden, die im Projekt verwendet werden sollen Import von Datei Import von OPC-Variablen über ein CSV-File, welches per Editor oder Datenbankprogramm erzeugt wurde. Die Datei muß in einem CSV-Unicode-Format vorliegen. Nach Auswahl OPC-Variablen importieren und von Datei... werden im Menü Ressource ändern die vorhandenen OPC-Server angezeigt. 24

25 Durch Anklicken des externen OPC-Servers z.b. EOPC werden die Dateien zum Importieren angeboten. op020gr.bmp op014gr.bmp 25

26 Aufbau der Importdatei (Beispiel) tj005gr.bmp OPCADRESSE1,TYPNR1 OPCADRESSE2,TYPNR2 Anstatt des Kommas können auch Semikolons oder Tabstops als Trennzeichen verwendet werden. Innerhalb einer Datei muß allerdings immer das gleiche Trennzeichen verwendet werden. Aus der angegebenen OPC-Adresse wird automatisch ein Variablenname gebildet. Dabei wird der maximale Endstring (String von hinten beginnend) der OPC-Adresse verwendet, der noch einen syntaktisch korrekten Variablennamen darstellt. OPC-Adressen, die Sonderzeichen, insbesondere das gewählte Trennzeichen und Anführungszeichen, enthalten, müssen in Anführungszeichen eingeschlossen werden. Soll hierbei die OPC-Adresse selbst das Anführungszeichen enthalten, so sind in dem eingeschlossenen String 2 Anführungszeichen dafür zu schreiben. Variablennamen dürfen nur bestimmte Sonderzeichen wie z.b. Umlaute und Unterstrich (_) enthalten! Die TYPNR ist die Nummer des zugehörigen Datentyps, so wie sie für den Windows-Datentyp "VARTYPE" definiert ist. Wird für TYPNR ein Datentypwert gewählt, der von Freelance 2000 nicht unterstützt wird, so wird die zugehörige Zeile beim Import ignoriert. 26

27 Datentyp TYPNR vorzeichenbehaftet TYPNR nicht vorzeichenbehaftet BOOL 11 INT 2 18 DINT 3 19 REAL 4 TIME 7 BYTE STR256 8 Die nicht vorzeichenbehafteten Datentypen werden auf vorzeichenbehaftete Datentypen umgesetzt. Dadurch können für den Zieldatentyp zu große Werte negativ abgebildet werden! Mit der Taste Markierte Objekte importieren wird der Import nach Freelance 2000 gestartet und ein Übergabemenü Namen ändern angezeigt, in dem der importierte Name an Freelance angepaßt wird. op015gr.bmp In der Variablenliste wird der Objektname und die Ressource EOPC angezeigt. op016gr.bmp 27

28 Import über Browse: Steht ein externer OPC-Server zur Verfügung, können über die Dienste des Servers alle OPC- Variablen dieser zweiten Welt importiert werden. Die vom Server übertragenen OPC-Variablen werden wie beim Import von einer Datei in einem List-View-Control dargestellt und von da aus genauso weiterbehandelt. Nach Auswahl OPC-Variablen importieren und über Browse... werden im Menü Ressource ändern die vorhandenen OPC-Server angezeigt. Durch Anklicken des externen OPC-Servers, z.b. EOPC werden die Daten importiert und angeboten. op014.gr.bmp Mit der linken Maustaste werden Objekte markiert (geflutetes Kästchen). Mit der Schaltfläche (Button) Markierte Objekte importieren wird der Import nach Freelance 2000 gestartet und ein Übergabemenü Namen ändern angezeigt, indem der importierte Name an Freelance angepaßt wird. 28

29 op015gr.bmp In der Variablenliste wird der Objektname und die Datenquelle EOPC angezeigt. op016gr.bmp Freigabe für OPC-Zugriff Die Freigabe für Lese- und/oder Schreibzugriff erfolgt bei externen OPC-Servern in den externen Systemen Starten der Kommunikation Die Funktion OPC-Server läuft in einem Leitstations-PC und verhält sich zu einem externen OPC-Server wie ein OPC-Client. Ein externer OPC-Server sollte bereits gestartet sein, oder bei Anforderung durch einen OPC- Client automatisch gestartet werden können. 29

30 2.3 Adressierung der Freelance 2000-Variablen über OPC Eine gleiche Schreibweise der Variablen in OPC wie im Freelance 2000-Projekt ist notwendig! Variablen, die vom OPC-Server gelesen oder beschrieben und in der Prozeßstation verwendet werden, dürfen aus Konsistenzgründen nicht über das Prozeßabbild zugreifen. Der Zugriff über das Prozeßabbild wird erzeugt durch Voranstellen bei einem Variablennamen. Es kann sonst passieren, daß Tasks durch den OPC-Server modifizierte Variable wieder überschreiben. 2.4 Unterstützung der Freelance 2000 Datentypen Folgende Datentypen werden unterstützt: Freelance Vartype (custom interface) Visual Basic Datentyp BOOL VT_BOOL Boolean BYTE VT_UI1 Byte WORD VT_I2 Integer UINT VT_I2 Integer INT VT_I2 Integer DWORD VT_I4 Long UDINT VT_I4 Long DINT VT_I4 Long REAL VT_R4 Single TIME VT_I4 Long DT VT_DATE Date STRING8 VT_BSTR String STRING16 VT_BSTR String STRING32 VT_BSTR String STRING64 VT_BSTR String STRING128 VT_BSTR String STRING256 VT_BSTR String Die Werte und Grenzwerte der Freelance 2000-Variable sind in dem Handbuch DigiTool (1) Konfigurierung und Parametrierung, Teil J, Datentypen beschrieben. 30

31 2.4.1 Zugriff auf Bausteinparameter Die Adressierung eines Eingangs-/Ausgangspins oder eines Parameters eines Bausteins ist: MSR-Stellenname des Bausteins / Pin-Name oder Parametername Beispiel: TIC123/SP Lesen des Sollwerteingangs des Reglers TIC123 TIC123/Wi Lesen des internen Sollwerts des Reglers TIC123 Die Pin-Namen können aus dem Handbuch DigiTool (2), Teil B bis N, Ein- und Ausgänge der Funktionsbausteine entnommen werden. Die internen Parameternamen der Bausteine sind in DigiTool (2), Teil V aufgelistet. Die Parameter in den anwenderdefinierten Funktionsbausteinen können nicht über OPC beschrieben werden. 2.5 Versionskontrolle des OPC-Servers Der OPC-Server führt eine per Registry-Datei konfigurierbare Versionskontrolle der angeschlossenen Prozeßstationen durch. Dadurch kann sichergestellt werden, daß Lese- und Schreibvorgänge auf eine von DigiTool umkonfigurierte Prozeßstation verhindert werden, falls der OPC-Server nicht neu geladen wurde. Bei jeder Änderung der Konfiguration einer Prozeßstation mit anschließendem Laden muß der OPC-Server danach auch geladen werden. DigiTool zeigt dies mit einem Pfeil (!) auf die Gateway-Station [D-GS] an. Die Versionskontrolle beim Schreiben über den OPC-Server ist per Voreinstellung restriktiver eingestellt als beim Lesen (siehe Registry-Datei Einstellungen). Das bedeutet, daß bei Nichtübereinstimmung der Versionsnummern, die sich bei jedem Laden ändern, jedes Schreiben von der Freelance 2000-Prozeßstation abgelehnt wird. 2.6 Verbindungsüberwachung Damit Verbindungsabbrüche zwischen OPC-Client und OPC-Server bzw. Abstürze von OPC- Servern von DigiTool und DigiVis nicht unbemerkt bleiben, ist eine Verbindungsüberwachung implementiert. Zusätzlich wird nach dem Verlust einer Verbindung versucht, diese wieder herzustellen. Die Verbindungsüberwachung, sowie die Wiederherstellung von Verbindungen ist in einem separaten Thread ( Connection Thread ) gekapselt um die Kommunikation anderer Verbindungen mit DigiTool und DigiVis nicht zu stören. 31

32 2.7 Tools und Hilfsmittel zur Fehlerdiagnose Test in DigiTool In der Gateway-Station werden in der Task-Leiste (Taskbar) die aufgerufenen OPC-Server dargestellt. Mit der rechten Maustaste kann ein Untermenü aufgerufen werden. Die Verbindungsüberwachung, Funktionsbaustein M_CONN, kann auch für das OPC-Server- Gateway angewendet werden. op010gr.bmp Trace-Datei - Untermenü op011gr.bmp Mit Trace ON / OFF wird der Trace ein- und ausgeschaltet. op028gr.bmp Während der Inbetriebnahme können im Wertefenster - DigiTool alle OPC-Variablen dargestellt werden. Die Variablen sind aus der Variablenliste über die Menüfunktion Fenster und Variable eintragen auszuwählen. 32

33 2.7.2 Freelance 2000 System-Monitor für OPC (DigiMon) Der System-Monitor wird allgemein für Diagnose und Fehlersuche eingesetzt. Der System-Monitor ist als Performance-Monitor von Microsoft entwickelt und gehört zum Lieferumfang von Windows NT 4.0. DigiMon ist eine Ergänzung des Performance-Monitors für Freelance Es werden folgende Funktionen angeboten: - Chart oder Diagramm - Report - Alert oder Warnungen - Log oder Protokoll op400gr.bmp Aufruf von Performance-Monitor/DigiMon: Start Programs Administrative Tools (common) Performance Monitor Programme Verwaltung (allgemein) Systemmonitor Der Performance-Monitor bietet Hilfedokumentation (Help) an. Mit dem Performance-Monitor können alle Standardvariablen angezeigt werden, wie aktueller freier Plattenspeicher, freier Arbeitsspeicher, CPU-Auslastung...) sowie Freelance 2000 Variablen. Die Variablen sind in zwei Kategorien unterteilt: Allgemeine und anwendungsspezifische Variablen. Allgemeine Variablen sind z.b. netzwerkspezifische Variablen wie DMS-Handle-Count oder Connection count. Diese Variablen sind in (fast) allen Freelance 2000 Produkten vorhanden. 33

34 Applikationsspezifische Variablen sind hier z.b. statistische Daten über Lese/Schreibfehler im OPC_Server (Object/Instance). Voraussetzungen Um Freelance 2000 Variable anzuzeigen, ist zuerst der OPC-Server zu starten. Anwahlverfahren: Menü: View oder Ansicht Vorauswahl: Chart / Report / Alert / Log Menü: + -Button und Parametrierung und Übergabe mit Add Darstellung der Freelance 2000 Variablen Aufruf + -Button im Performance-Monitor Freelance 2000 Computer auswählen (Remote-Betrieb ist möglich) Objekt und Instanzauswahl: DigiOpc (Freelance 2000) Counter-Auswahl: Durch anklicken Abschluß mit Add Hinweis: Wenn kein Freelance 2000 Produkt im Fenster Object angezeigt wird, prüfen Sie bitte, ob die richtige Auswahl der Landessprache zu Ihrem Windows NT gewählt wurde. Es ist die Spracheinstellung für Windows NT zu wählen, die auch DigiTool hat. Nachdem die Datenquellen bestimmt wurden, werden die aktuellen Werte in einem Diagramm angezeigt. Die Aktualisierungszeit und die Skalierung werden im Menü Options / Chart - Optionen / Diagramm eingestellt. op402gr.bmp 34

35 Erstellen eines Ausgabeprotokolls (Report) Menü View / Report oder Ansicht / Report auszuwählen + -Button betätigen Freelance 2000 Computer auswählen (Remote-Betrieb ist möglich) Objekt und Instanzauswahl: DigiOpc (Freelance 2000) Gewünschte Variablen markieren Counter-Auswahl: Durch anklicken Abschluß mit Add op406gr.bmp op407gr.bmp 35

36 Warnungsprotokoll Menü View / Alert oder Ansicht / Warnungen auswählen + -Button betätigen Freelance 2000 Computer auswählen (Remote-Betrieb ist möglich) Objekt und Instanzauswahl: DigiOpc (Freelance 2000) Gewünschte Variablen markieren Counter-Auswahl: Durch anklicken Abschluß mit Add op408gr.bmp 36

37 Die angezeigte Erklärung (Counter Definition) wird über Explain aufgerufen. Übersicht für DMS-Handles bei Unterschreitung des Wertes 50: dgm-012.bmp Unter Optionen / Warnungen können Netzwerkwarnungen und Aktualisierungszeit konfiguriert werden. dgm-011.bmp 37

38 Protokollierung von Leistungsdaten: Menü View / Log oder Ansicht / Protokoll und OPC-Applikation auswählen + -Button betätigen Freelance 2000 Computer auswählen (Remote-Betrieb ist möglich) Objekt und Instanzauswahl: DigiOpc (Freelance 2000) Gewünschte Variablen markieren Counter-Auswahl: Durch anklicken Abschluß mit Add Alle Variablen der ausgewählten OPC-Applikation werden protokolliert op415gr.bmp Übersicht der ausgewählten Applikationen: dgm-016.bmp 38

39 Auswahl der Protokollierungsdatei und das Protokollintervall. Menü Options / Log oder Optionen / Protokoll op418gr.bmp Anzeige der protokollierten Daten Auswahl: Options / Data from / Log file Die Daten werden der Protokollierungsdatei entnommen. Danach muß evtl. der Performance-Monitor neu gestartet werden! Speichern der Konfiguration Auswahl:File / Save Workspace Mit Doppelklick auf das Icon wird die Konfiguration gestartet. 39

40 Bedeutung der einzelnen Anzeigen: Allgemeine Variablen Name Communication buffers Connections SEG-Handles DMS-Handles Process-ID Station-Number Beschreibung Gesamtanzahl benutzter Kommunikationsspeicher. Normalerweise mit Wert 0, weil diese Speicher nur zeitweise benutzt werden. Gesamtanzahl aktiver Verbindungen. SEG-Handles ist die Prozentzahl benutzter DMS-Ressourcen für zyklische Anfragen. Gesamtanzahl benutzter DMS-Ressourcen. Dieser Wert enthält alle dynamischen SEG-Handles. Prozeßidentifikation des laufenden Prozesses Erste Stationsnummer. OPC Variablen Name Sync read device jobs Sync read device vars Number of device write requests. Sync write vars Write verification failed (nur wenn write verification on ) Sync errors Advice start Advise stop Real advise start Real advise stop Beschreibung Anzahl der Leseanforderungen (jobs) an die Prozeßstation. Anzahl der Variablen in den job -Aufträgen Anzahl der Schreibanforderungen an die Prozeßstation. Anzahl der Variablen in den Schreibaufträgen Nach jedem Schreibvorgang wird per Leseauftrag derselbe Wert zurückgelesen. Falls der Wert sich vom geschriebenen Wert unterscheidet, wurde auf der Prozeßstation der Wert aktiv geändert. Es liegt wahrscheinlich ein Konfigurationsfehler vor. Dieser Zähler zählt die Anzahl der Fälle. Anzahl von synchronen Zugriffsfehlern. Anzahl von Aktivaufträgen auf duplizierte Elemente. Diese Vorgänge sind bereits auf dem Gerät aktiv und werden nur dupliziert. Anzahl von "set inactive command" auf duplizierte Elemente. Anzahl von "set active command" auf Elemente im Gerät. Anzahl von "set inactive command" auf Elemente im Gerät. 40

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