Advantage Database Server 9.0 für Windows

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1 Installationsanleitung Advantage Database Server 9.0 für Windows 1. Voraussetzungen Bei der Installation werden lokale Adminstratoren-Rechte benötigt. Der Advantage Database Server kann auf Windows 2000 (32Bit), Windows 2003 (32Bit und 64Bit), Windows 2008 (32Bit und 64Bit) und Windows Vista (32Bit und 64Bit) installiert werden. Dabei ist es unerheblich ob eine Professional oder eine Server-Edition vorliegt. Der ADS kommuniziert mit den Clients entweder über das IP-Protokoll oder über das IPX- Protokoll. 2. Installation Es gibt zwei verschiedene Installationsdateien: adswin_x86_32.exe für 32Bit-Betriebsysteme und adswin_x86_64.exe für 64Bit-Betriebsysteme Eine Unterscheidung in domestic (US-Version) und international findet nicht mehr statt. Beide Installationsdateien sind selbst-extrahierende Archive, welche gleich nach dem Entpacken die Setup.exe automatisch starten. Soll der ADS auf einem Terminalserver installiert werden, so muss abhängig vom Betriebssystem der Terminalserver evtl. in den sog. Installationsmodus versetzt werden. Nach dem Starten erscheint eine Installationsmeldung und die Lizenzvereinbarung, was beides mit Next > quittiert werden muss. Das Zielverzeichnis ist beliebig, es muss jedoch auf einem lokalen Laufwerk liegen. Standard ist C:\Programme\Advantage 9.0\. Danach verlangt die Installationsroutine nach der Seriennummer und dem Validation Code, die einzugeben sind. Sollte es sich um eine Testversion handeln, so muss hier I have an evaluation Authorization code ausgewählt und der erhaltene Authentifizierungscode eingegeben werden

2 Folgende Eingaben können gemacht werden: Serial Number: die erhaltene Seriennummer Validation Code: der erhaltene Code für eine Vollversion Replication Code: evtl. erhaltenen Replication Code für die Replikation Falls die Option I have an evaluation Authorization code ausgewählt wird kann an Stelle des Validation Codes / Replication Codes der Authorization Code eingegeben werden. Nach der Angabe des Installationscodes werden der Besitzer und die Startart abgefragt. Registered Owner: Startup Type: der registrierte Benutzer die Startart, mit der der Dienst beim Dienstemanager angemeldet wird Der ADS arbeitet mit einem definierten Zeichensatz. Dieser kann während der Installation ausgewählt werden. Alternativ kann dieser Zeichensatz auch nachträglich innerhalb des Configuration Utilities noch geändert werden

3 Es gibt die Möglichkeit, einen Zeichensatz für ANSI und für OEM Zeichen auszuwählen. Bitte keinen dieser Werte auf DEFAULT stehen lassen, sondern einen definierten Zeichensatz auswählen! Für Deutschland empfehlen wir hier jeweils GERMAN, damit die Umlaute richtig sortiert werden. Eine erfolgreiche Installation wird mit einer Meldung quittiert

4 3. Konfigurations-Parameter Der ADS ist bereits mit der Installation vorkonfiguriert. Diese Konfiguration ist für 95% der Fälle ausreichend. Mit dem Advantage Configuration Utility können diese Parameter ausgelesen, überwacht und verändert werden. Geänderte Parameter werden erst nach einem Neustart des ADS-Dienstes wirksam. Database Info zeigt für alle wichtigen Parameter die aktuell benötigte (Current), die seit Dienst-Start maximal benötigte (Max Used), die konfigurierte (Configured) und die wegen zu geringer Konfiguration verworfene (Rejected) Anzahl an. Folgende Parameter werden verwendet: Parameter Users Connections Work Areas Tables Index Files Data Locks Worker Threads Erklärung Anzahl der lizenzierten Benutzer Jedes Programm, das auf einer Workstation gestartet wird, benötigt zumindest eine Connection. DOS und 16 Bit Applikationen können maximal eine besitzen, 32Bit Applikationen je nach Programmierung. Der Defaultwert hier beträgt Anzahl User*5, kann jedoch beliebig erhöht werden. Eine Workarea ist ein logischer Container, welcher eine Tabelle, eine Memo-Datei und bis zu 15 Index-Dateien beinhalten kann. Jede Connection kann maximal 250 Workareas in Anspruch nehmen. Jede Workstation benötigt pro geöffneter Tabelle eine Workarea. Der Defaultwert beträgt 25*Connections, er kann jedoch auf bis zu 250*Connections hoch gesetzt werden. Anzahl der maximal zu öffnenden physikalischen Tabellen auf dem Server. Anzahl der maximal zu öffnenden physikalischen Indexdateien auf dem Server. Entspricht i.d.r. der Anzahl der Tabellen. Entspricht der maximalen Anzahl der Record-, Table-, Index- und Header-Locks auf dem Server. Dieser Wert sollte nur geändert werden, falls er rejected ist. ADS verwendet mehrere Worker Threads, um Anfragen parallel zu verarbeiten. Je höher dieser Wert ist, desto größer ist im Parallelbetrieb die Performance. Bei dedizierten ADS-Servern sollte dieser Wert sehr hoch sein. Der Wert kann von 1 bis 1024 gesetzt werden

5 Installation Info gibt die Parameter an, die nur bei der Installation geändert werden können (mit Ausnahme der Character Sets). Für Supportfälle sind diese Informationen notwendig. Die Parameter haben folgende Bedeutung: Parameter Registered to Serial Number User Option ADS Revision OEM Character Set ANSI Character Set Install Date Eval Expiration Date Log Entries Erklärung Name der registrierten Person / Firma Registrierte Seriennummer. (Bitte bei Supportfällen oder Rückfragen diese Nummer angeben). Anzahl der lizenzierten Benutzer Genaue Version des ADS Servers Installierter Zeichensatz für OEM Installierter Zeichensatz für ANSI Datum der Installation Falls es sich um eine Testversion handelt, steht hier das Ablaufdatum dieser Testversion Anzahl der geloggten Fehler in der ADS_ERR.ADT - 5 -

6 Über Configuration Utility / Database Settings werden die Parameter der Seite Database Info geändert. Siehe Database Info. Unter File Locations können verschiedene Pfade eingegeben werden: Error and Assert Log Path: Alle Dateien, die für ein Nachvollziehen eines Absturzes angelegt werden, werden in diesem Verzeichnis gespeichert. Zudem wird hier auch die ADS_ERR.ADT angelegt, die alle am Server aufgetretenen Fehler enthält. Transaction Log Files Path: Alle Transaktionen werden mitgeloggt, um bei einem Absturz ein sauberes Rollback zu gewährleisten. Die Log-Datei wird in dem angegeben Verzeichnis angelegt

7 Semaphore Connection File Path: Bis zur Version 5.7 wurden für die Überwachung der Clients sog. Semaphore Files angelegt. Diese Dateien werden vom Server erzeugt und von der Workstation im Lesezugriff gehalten. Stürzt die Workstation ab oder gibt es einen Netzwerkausfall, so sorgt das Netzwerkbetriebsystem dafür, dass diese Dateien wieder freigegeben werden. Der ADS erkennt dies und beendet die Verbindung zur Workstation selbständig. Ab der Version 6.0 ist es möglich, auf diese Semaphore Files zu verzichten (siehe Misc. Settings). Falls hier eine Eingabe erfolgt, so muss diese in UNC-Notation erfolgen (also: \\Server\share). Ist nichts angegeben, so wird das Verzeichnis der ersten geöffneten Tabelle verwendet. Unter Communications können folgende Angaben gemacht werden: Parameter LAN Port Internet Port Use Semaphore Files Client Time Out (seconds) Compression Erklärung Hier kann ein Port angegeben werden, auf welchem der ADS mit den Clients kommuniziert. Dieser Eintrag ist wichtig, wenn über eine Firewall oder einen Switch verbunden wird. Eine 0 bedeutet, dass der nächste freie Port verwendet wird. Hier kann ein zweiter Port angegeben werden, auf welchem der ADS mit den Clients kommuniziert. Steht dieser Port auf 0 ist eine Verbindung zum Advantage Internet Server nicht möglich. Grundsätzlich benötigen Verbindungen über diesen Port ein Data Dictionary. Ist dies ausgewählt, so werden für die Überwachung der Workstations Semaphore Files verwendet (siehe File locations). Ansonsten wird die Überwachung über Watchdog-Pakete durchgeführt. Hier kann angegeben werden, nach wie vielen Sekunden ohne Antwort die Workstation vom Server automatisch abgemeldet werden soll. Hier kann angegeben werden, ob und mit welcher Verbindung die Compression der Kommunikation verwendet werden soll. Auswahlmöglichkeiten hier sind: Never, Internet, Always

8 Unter Misc. Settings können folgende Angaben gemacht werden: Parameter Number of Worker Threads Maximum Size of Error Log Supress Message Boxes Disable Free Connections Erklärung Siehe Database Info Hier kann die maximale Größe der ADS_ERR.ADT angegeben werden. Treten sehr viele Fehler auf, so sollte dieser Wert höher gesetzt werden, damit ein längerer Zeitraum überwacht werden kann. Über diese Option kann ausgewählt werden, ob Nachrichten am Server ausgegeben werden sollen oder nicht. Über diese Option wird eingesellt, ob auf freie Tabellen verbunden werden darf oder nicht. Ist diese Option ausgewählt wird zwingend ein Data Dictionary benötigt. Unter Language kann die Sprache mit der der ADS die Tabellen sortiert nachträglich eingestellt werden

9 4. Rechtevergabe Der ADS wird normalerweise unter einem SYSTEM-Konto gestartet. Unter NTFS wird diese Gruppe u. U. jedoch nicht standardmäßig für die Rechtevergabe mit angelegt. Falls nicht vorhanden sollte diese Gruppe hinzugefügt und folgende Rechte vergeben werden: ADS-Verzeichnis (Standard C:\Programme\Advantage 9.0\Server): SYSTEM mit Vollzugriff Daten-Verzeichnis: SYSTEM mit Vollzugriff Falls die Option Rights Checking ON verwendet wird (in der Applikation), so benötigen die User Vollzugriff. Ansonsten brauchen die User keinerlei Rechte auf dieses Verzeichnis. Shares (Freigaben): Es werden auch die Rechte auf eine Freigabe geprüft. Wird ein Verzeichnis für die Benutzung durch den ADS freigegeben, so brauchen die Gruppe SYSTEM und die User Vollzugriff (Verzeichnis freigeben -> Berechtigungen). Semaphore Connection File Path: Falls für die Überwachung der Workstations Semaphore-Files verwendet werden, so brauchen auf dieses Verzeichnis die Gruppe SYSTEM Vollzugriff und die User zumindest Lesezugriff. KONTAKT: ADS Vertrieb Deutschland: Sybase GmbH - ianywhere Schwarzwaldstraße Herrenberg Tel. +49 (0) / Fax +49 (0) / ADS Support: Tel. +49 (0) / Fax +49 (0) /

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