Der unabhängige Kongress für entscheidungsträger mit allen relevanten themen zum erfolgreichen it-outsourcing von unternehmen für unternehmen

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1 ein special in Kooperation mit der Presenting-Partner Platin-Partner Der unabhängige Kongress für entscheidungsträger mit allen relevanten themen zum erfolgreichen it-outsourcing von unternehmen für unternehmen Bildquelle: Fotolia Alles, was Sie über IT-Outsourcing und Cloud Computing wissen müssen swiss It sourcing forum: 9. februar 2011, 8:30 17:30 uhr, Hallenstadion Zürich AnmELDung: > > > > > > > > > > für KurZEntscHLossEnE: < < < < < < < < < < DEr ticketschalter Im HALLEnstADIon Ist Am 9. februar Ab 8:00 uhr geöffnet. themen: innovationen und best Practices für nachhaltiges it-outsourcing Professionelles cloud computing Qualitäts- und effizienzsteigerung für Kmus sichere outsourcing-verträge Kosten-variabilisierung und andere cfo-perspektiven exklusive studie: it-sourcing-management 2011 status quo und zukunft > referenten und Programm seiten 22 24

2 Special SWiSS it Sourcing SpecialForum it outsourcing partner-logos cases presenting-partner platin-partner gold-partner Silber-partner Case global partner medien-partner Veranstalter SWISS IT SourcIng Forum netzmedien ag 2

3 Special SWiSS it Sourcing Forum editorial Herzlich willkommen zum «Swiss IT Sourcing Forum 2011»! es freut uns sehr, dass sich auch in diesem Jahr rund 500 personen über die aktuellen Fakten und Trends im it-outsourcing informieren und wichtige Fragen diskutieren. etwa die, ob Kmus mit it-outsourcing tatsächlich weniger geld ausgeben. oder ob cloud computing ein wichtiger Trend ist oder doch nur ein «wolkiger». das «Swiss it Sourcing Forum» findet am 9. Februar 2011 zum zweiten mal im Zürcher Hallenstadion statt. mit rund 20 referaten mehrheitlich über aktuelle Best practices cases und den 30 Forumspartnern alles Top-anbieter claudio dionisio, geschäftsführer der uvision ag im outsourcing-umfeld wird dieses Forum zu einer hochgradig relevanten Businessplattform. Was ist ein guter Service? Und was ist ein gutes Rechenzentrum? Für erfolgreiche Servicepioniere ist eine Dienstleistung dann gut, wenn es einem unternehmen gelingt, sich der Bedürfnisse seiner Kunden anzunehmen und deren Ansprüche noch zu übertreffen. Auch im IT-umfeld besteht diese traditionelle Servicebetrachtung: Wenn es etwa um die Qualität beim technischen Support im callcenter oder den effektiven nutzen bei Wartungs- und reparaturservices geht. mit dem Internet kamen in der IT-Branche noch zusätzliche Servicedimensionen dazu: Herstellen von user-experience, produktbezogener mehrwert, etwa à la Amazon und google, oder die webbasierten dynamischen IT-Services. Immer mehr wandelte sich das Internet vom «netz der Informationen» in ein «netz der Services und Funktionen». Solche Services etwa allgemeine rechenleistungen, Speicherkapazitäten oder Applikationen eines lokalen rechenzentrums stehen einer immer grösseren Zahl von nutzern zur Verfügung und dies quasi auf Subskriptionsbasis: Private oder institutionelle nutzer können gewünschte Services individuell aufrufen und diese Leistungen eines rechenzentrums auf Abruf und ohne starre nutzungsverpflichtungen beziehen. Am «Swiss IT Sourcing Forum» werden aktuelle outsourcing- und cloud-cases vorgestellt, die demonstrieren, wie outsourcing-projekte geplant und realisiert werden und was sie kosten. Von erfahrenen Experten werden wichtige Themen diskutiert; dabei geht es auch um die Frage, ob IT-Services, outsourcing und ganz speziell cloud computing in den unternehmen Teil der geschäftsstrategie und ein effektives mittel zur Businesstransformation werden müssen. Eine speziell für dieses Forum durchgeführte Studie zeigt auf, wie der Bedarf und das Angebot von cloud computing in der Schweiz aussieht. und der visionäre Bertrand Piccard führt vor, dass Innovationen machbar sind, wenn sich die richtigen Wertschöpfungspartner auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und ein Vertrauensnetzwerk bilden. Auch wir als Veranstalter dieses Forums werden alles daran setzen, Ihnen einen guten Service zu bieten: Spannende Vorträge und Diskussionen, die die Basis für gute gespräche mit interessanten menschen bilden, einen guten Zugang zu den Kongressunterlagen, ein erstklassiges catering und das gute gefühl, einem relevanten Tag beigewohnt zu haben. Es freut uns, Sie ganz herzlich zu diesem Fachkongress begrüssen zu dürfen. gleichzeitig danken wir allen Partnern und referenten für ihre grossartige unterstützung. 3

4 Special it outsourcing gesprächsrunde Cloud Computing am Tipping Point, kommt s zum Wolkenbruch? die cloud verspricht viel: tiefere Kosten, mehr agilität, weniger Komplexität. nach Jahren der Wanderpredigt scheint das Wolkenevangelium nun auch bei den anwendern angekommen zu sein. normalerweise folgt nun das tal der illusionen. der Schaffhauser Marktforscher MSM research sieht das anders und erwartet den take-off. thomas Brenzikofer revolution, Evolution oder Hype? cloud computing bleibt jedenfalls in aller munde. Kaum ein IT-Kongress, der auf dieses Thema verzichten würde. Praktisch sämtliche IcT- Player von Weltformat haben sich inzwischen in irgendeiner Form dem Konzept verschrieben. nachdem Amazon, google und allen voran Salesforce das Thema vorgespurt haben, sprang 2008 SAP als einer der ersten Anbieter vom IcT-Establishment mit vollem getöse auf die Wolke. Allerdings entpuppte sich das Walldorfer Software-as-a-Service- Angebot Business by Design bald einmal als Zangengeburt. Erst in diesem Jahr soll es in den Schweizer markt eingeführt werden. Im vergangenen Jahr blies dann microsoft nach zögerlichen Lippenbekenntnissen zum cloud-angriff und wird heuer eine breit angelegte marketingoffensive vom Stapel lassen. Dabei setzt man mit Windows Azure vor allem auf Plattform-as-a-Service. Zu guter Letzt liess sich auch Larry Ellison zum cloud-evangelium bekehren. Dies nachdem sich der oraclegründer und -ceo vor einem Jahr noch in einem vielbeachteten Auftritt im churchill club (zu finden auf Youtube.com) in der rolle des cloud-häretikers gefiel. Die Wolke ist bei oracle denn auch mehr marketinghülle geblieben, versucht man doch inzwischen, seine Appliances unter dem Tag «cloud in a Box» in den markt zu drücken. Opex statt Capex Als etwas weniger durchlässig entpuppt sich das cloud-konzept auf den Layer unterhalb der Applikationen: Plattform-as-a-Service und Infrastruktur-as-a-Service, mit Ausnahme von Storage, müssen ihren markt erst noch finden. Dass sie ihn finden werden, dafür gibt es vor allem eine Triebfeder: die Kostenexplosion. mit voranschreitender Durchdringung der IT in der geschäftswelt nehmen die zu verarbeitenden und zu speichernden Datenmengen drastisch zu, während sich die Komplexität der IT-Landschaften weiter und weiter verschärft. um mit der Innovationskurve mithalten zu können, müssen sich unternehmen zwingen, die Kosten für den IT-Betrieb im griff zu halten. Dabei bietet es sich an, statt kapital intensive eigene Anschaffungen zu tätigen, künftig auf skalierbare Services aus der cloud zu setzen, die dann nutzenbasiert abgerechnet werden können. Doch noch vor den Kosten gehört gemäss msm research vor allem der Wunsch nach mehre Flexibilität und Agilität zu den meistgemäss MSM research wird bis im Jahr 2015 jedes zweite Schweizer unternehmen in irgendeiner Form cloud computing einsetzen. Quelle: MSM Research, Grafik: Netzwoche Web 2.0 als Wegbereiter Auch auf Anbieterseite ist die frohe Botschaft von der Wolke inzwischen angekommen. gemäss einer jüngsten umfrage der netzwoche unter den gästen des Executive Forums (an)erkennen 61 Prozent der antwortenden cios von Schweizer grossunternehmen cloud computing mittlerweile als ernstzunehmenden Trend. Vor einem Jahr war es erst jeder Vierte. Etwas konservativer nehmen sich die Zahlen von msm research aus: Für rund 40 Prozent der Schweizer unternehmen ist cloud computing von relevanz. gut 20 Prozent gehen davon aus, dass die derzeitige Wirtschaftslage in den nächsten 12 monaten die nutzung von cloud computing beschleunige werde. Der Schaffhauser marktforscher erwartet, dass in den kommenden Jahren der Anteil der unternehmen, die in irgend einer Form cloud-services nutzen werden, von derzeit 11,5 Prozent auf 49 Prozent ansteigen wird. Damit ist auch klar, wo die Wolke einfahren wird: vornehmlich bei den Kmus, schliesslich stellen die unternehmen mit zwischen 1 und 250 mitarbeitende 98 Prozent der unternehmen in der Schweiz. Was auf dem chart wie eine umwertung aller Werte aussieht, ist es bei genauerem Hinsehen gar nicht. oder, wie es gartner- Analyst David clearly in einem Interview auf computerwoche.ch auf den Punkt bringt: «cloud computing ist eine Evolution mit revolutionären Folgen.» Denn je nach Definition ist cloud computing schon heute weiter verbreitet, als gemeinhin angenommen. Von Hotmail oder gmail über Xing und Facebook, Youtube bis hin zu Doodle, Twitter, aber auch Wilmaa lassen sich schon sehr viele Anwendungen zur Kategorie Software-as-a-Service (SaaS) zählen mit der vielleicht nicht ganz nebensächlichen Einschränkung, dass gerade bei Web-2.0-Anwendungen meist nicht der user, sondern irgendein Werbekunde für den Service bezahlt. 4

5 Special it outsourcing gesprächsrunde genannten gründen, weshalb unternehmen damit anfangen, laut über cloud computing nachzudenken. meist bleibt es noch beim nachdenken. Als Showkiller werden vor allem Sicherheitsaspekte ins Feld geführt. Dabei geht es weniger um die grundsätzliche Skepsis gegenüber der Sicherheit von cloud-services. Vielmehr gibt das gros der unternehmen an, die Sicherheit der cloud-services schlicht nicht beurteilen zu können. «Wir stehen kurz vor einer neuen industriellen Revolution» Kurz vor dem abheben? oder weiterhin treten an ort? diese Frage stellte die netzwoche anlässlich eines round tables von MSM research. interview: thomas Brenzikofer ICT-Werkplatz gewinnt Als weitere wichtige Hinderungsgründe wird auch die Abhängigkeit vom cloud-anbieter sowie der Kontrollverlust über die eben nicht mehr eigenen IcT-ressourcen genannt. Jedes zweite unternehmen sieht in der garantie, dass die Daten in der Schweiz bleiben, ein wichtiges Entscheidungskriterien für oder wider ein cloud-angebot. Dies sind eigentlich gute nachrichten für den IcT-Werkplatz Schweiz. nicht nur weil es auch im cloud-ökosystem einen Platz gibt für den lokalen Implementierungspartner auch wenn dessen rolle neu definiert werden muss. Vielmehr kann sich die Schweiz aufgrund ihrer Stabilität und hervorragenden Infrastruktur auch als künftige «Datendrehschreibe» im globalen markt positionieren. Zu diesem Schluss ist man auch auf der Führungsetage von HP gekommen. nach eingehenden Analysen hat man sich dafür entschieden, eines von rund einem Dutzend weltweiten cloud Service center in der Schweiz zu stationieren. Einmieten wird man sich unter anderem bei green.ch in Lupfig. Dort wird mit Quadratmetern im märz dieses Jahres ein neues rechenzentrum eröffnet. Es ist nicht das einzige: Insgesamt Quadratmeter rechenzentrumsfläche sollen gemäss Inside- IT im vergangenen Jahr in der Schweiz geplant oder schon bebaut worden sein. genug Platz also für ein ganzes Wolkenmeer. Unterlagen zur Studie sind erhältlich bei MSM Research, Bildquelle: stock.xchng Es antworten: Daniel Spescha, Senior Sales consultant bei isource; Yvonne Thoma, client manager Enterprise Services von HP; Wibke Sudholt, ceo von cloud Broker, und Hansjörg Bühler, ceo von Soberano. Bis 2012 sollen 20 Prozent der Unternehmen in irgendeiner Form Cloud Computing nutzen. Kann man aufgrund solcher Zahlen schon von einem Markt sprechen? Yvonne Thoma: Bis 2015 sollen es gemäss msm schon 49 Prozent der unternehmen sein, die cloud-services einsetzen. Das ist ein beträchtliches Potenzial und für HP grund genug, in diesen wachsenden markt zu investieren. Hansjörg Bühler: Wenn man bedenkt, dass derzeit höchstens 30 Prozent klassische IT-outsourcing-Services nutzen, dann sind 20 Prozent schon sehr viel. Andererseits zeigt die Studie, dass 40 Prozent der unternehmen sich für das Thema interes sieren. Wibke Sudholt: Ich habe mit solchen Zahlen immer etwas mühe. Viele nutzen cloud-services ja heute schon, sind sich dessen jedoch nicht bewusst. man denke nur an die vielen gmail- und Hotmail-Accounts in der Schweiz. Daniel Spescha: cloud computing ist nichts völlig neues. Es ist vor allem ein Architekturmodell, das auf bereits etablierten Infrastrukturlösungen aufbaut. isource bietet seit über elf Jahren IaaS- und PaaS-Services an. unter unseren Kunden, die vornehmlich aus dem Kmu- Segment stammen, sind cloud-services (SaaS), wie sie heute in den medien propagiert werden, noch wenig gefragt. Zwar lockt ein günstiges Angebot, doch sind die «Komplettangebote» aktuell noch nicht ausgereift. Wo liegt das Problem? Spescha: Das Schweizer Kmu gibt sich nicht einfach mit einer Standardlösung zufrieden. Zudem muss es das cloud-angebot in seine bestehende IT-Infrastruktur integrieren. Ein weiteres Problem stellt dabei die garantie von Verfügbarkeit, Performance und in vielen Fällen die Sicherheit der Datenhaltung in der Schweiz dar. Wenn es gelingt, die standardisierten cloud-lösungen in die Komplexität der individuellen Arbeitsplatzbedürfnisse zu integrieren, ist die cloud (SaaS) aus dem IT- Sourcing-Angebot für den breiten Bereich der Schweizer Kmus nicht mehr wegzudenken. Cloud Computing dürfte auch das bestehende ICT-Ökosystem ziemlich auf den Kopf stellen, was naturgemäss zu Widerständen führt. Bühler: Es wird eine schärfere Trennung zwischen Kaufen und Selbermachen geben. Dabei wird man sich seine Lösungen aus einem Baukasten von Services zusammenstellen können. Hierfür braucht es aber navigatoren und vor allem eine Strategie, sonst landet man wieder bei der Spaghetti-Landschaft, die kaum mehr zu managen sein wird. Zur Integration der cloud-services in die bestehende IT-Landschaft wird es nach wie vor Implementierungsrespektive Sourcing-Partner brauchen. Eine Art App-Store für Cloud-Services, wo bleibt der Channel? Thoma: Die Frage ist nicht, ob wir unsere Partner einbinden, sondern wie wir dies tun werden. gerade im Kmu-Segment braucht es nach wie vor den lokalen IT-Anbieter als Ansprechpartner. Ihm werden wir Standardservices zur Verfügung stellen, die der Businesspartner dann mit zusätzlichen Dienstleistungen an reichert. HP-Partner sollen also vom Box-Mover zum Cloud-Mover mutieren? Thoma: Es braucht ein umdenken, dann winken grosse chancen für unsere Businesspartner. man kann sich der Entwicklung nicht entziehen. Als Hersteller stehen wir indes ganz klar in der Pflicht, ein klares Konzept aufzuzeigen. Dieses haben Sie aber noch nicht? Thoma: Anlässlich der HP-Partner-Jahreskonferenz haben wir am 10. Januar das Konzept vorgestellt und aufgezeigt, welche Vorteile die vertiefte Zusammenarbeit zwischen dem HP- Partner und HP im Bereich der cloud-s ervices für den Endkunden ergeben. Das Interesse unserer Businesspartner ist hoch. 4 5

6 Special it outsourcing gesprächsrunde Yvonne thoma, client Manager enterprise Services, hp 4 Spescha: Auch wir sind bereits von verschiedenen Herstellern, darunter auch von microsoft, kontaktiert worden. Wir werden den markt weiterhin beobachten und auf unsere Kunden hören. Eine wirklich taugliche «Komplettlösung» ist uns aber bisher noch nicht auf den Tisch gekommen. Wie vertreibt Cloud Broker seine Services? Sudholt: Wir sind in einem nischenmarkt tätig und bieten über die cloud spezialisierte Angebote im High-Performance-computing-Bereich für wissenschaftlich-technische Anwendungen. unsere Lösung vertreiben wir in erster Linie über ein dezidiertes Portal. Wir sind überzeugt, dass die grenze zwischen interner und externer IT immer mehr verschwindet. Es wird Services geben, die über eine Private cloud intern bezogen werden, und andere, sehr fokussierte Lösungen werden aus der Public cloud in eine bestehende Applikationslandschaft dazugemietet und integriert. man wird sich als Anwender gar nicht mehr bewusst sein, wo genau sich der Service befindet, den man gerade nutzt. Inwiefern konkurriert Cloud Computing das a ngestammten Outsourcing-Geschäft? Thoma: Die Daten von msm research zeigen deutlich, dass sich bis 2015 ein Paradigmenwechsel vollziehen wird und ein völlig neuer markt entsteht: auf der einen Seite die grossen massenanbieter für Public-cloud-Services im commodity-bereich, auf der anderen Seite spezialisierte Anbieter mit Private-cloud-Services an einen dedizierten Kundenkreis. Dazwischen wird es nach wie vor viel Platz geben für Berater, Broker, Implementierer und Integrierer. Sudholt: Wir stehen kurz vor einer neuen industriellen revolution. Vor hundert Jahren gab es vor allem Schreiner, heute kaufen die meisten Leute ihre möbel bei Ikea. Eine ähnliche Entwicklung vollzieht sich jetzt in der IT. Spescha: Ja, aber es gibt immer noch Schreiner die kundengerechte, angepasste möbelstücke herstellen. Es ist doch so, dass optimierung und Effizienzsteigerung der geschäftsprozesse sowie die Senkung der IcT-Betriebskosten an oberster Stelle der unternehmensverantwortlichen stehen. Demzufolge sind die Anbieter gefordert, die Industrialisierung des IcT-Sourcing-Angebots unter anderem mithilfe von Standardisierung, Virtualisierung und Automatisierung voranzutreiben. Angebote aus der cloud sowie individuelle Anforderungen des Business an die IcT werden in Zukunft verschmelzen müssen, um die Kosten nachhaltig zu senken. Bühler: man darf jedoch nicht vergessen, welches Potenzial im cloud computing steckt, vor allem für den Anwender. Wer vor ein paar Jahren eine crm-applikation einführen wollte, musste erhebliche Investitionen tätigen. Heute kann ich eine solche zu einem Bruchteil der Kosten in der cloud aufsetzen und dies bei weit geringerem Projektrisiko. Über die cloud erschliesst sich die IT einen völlig neuen markt, ähnlich wie dies auch Ikea geschafft hat. Viele IT-Services werden sich durch Standardisierung und Industrialisierung zu cloud-services wandeln. Diese Trends bieten neue möglichkeiten, die vor Jahren weder denkbar noch zahlbar gewesen wären. Aufgrund unserer Einschätzung werden neue, attraktive Angebote auf den markt kommen und die IT-Abteilungen weiter unter Druck setzen. Bestehende, aber auch neue, global tätige unternehmen, darunter microsoft, Amazon oder google, übernehmen dabei neue rollen. Die bestehende Wertschöpfungskette in den IT-Abteilungen, aber auch im markt wird sich verändern. Die Digitalisierung und Vernetzung der geschäftstätigkeiten und Prozesse wird zunehmen, davon profitieren letztlich alle. Sudholt: Die revolution in der IT wird eine rückkoppelung aufs Business haben, insbesondere im Dienstleistungssektor. Ich kann mir dereinst mithilfe von cloud-services ein virtuelles unternehmen zusammenstellen und so gewissermassen per mausklick ganz neue Services auf den markt bringen. Es wird Fabriken geben, die standardisierte Prozessmodule anbieten. Bei der Hardware sind wir ja schon längst so weit. Kein computerhersteller baut seine rechner vollständig selbst. Er kauft die Einzelteile, steckt sie zusammen und klebt sein Logo darauf. Gemäss MSM-Studie ist die Unsicherheit bei den Anwendern aber noch sehr gross. Spescha: Eine zentrale Frage ist und bleibt: Wo sind die Daten, wo stehen die Server? unsere Kunden wollen das wissen. Zudem gibt es auch regulatorien, die mit einem lokalen Partner, dem man face-to-face gegenübersitzt, besser besprechen kann als mit der cloud. hansjörg Bühler, ceo, Soberano-Sourcing gmbh, leiter Fachgruppe Sourcing Swissict Ist diese Skepsis berechtigt? Bühler: Die Sicherheit ist gerade in mittelständischen unternehmen in einer Privat cloud meist grösser, als wenn die Daten im eigenen Serverraum gehostet werden. Zudem lässt sich der cloud-anbieter über ein SLA bezüglich Performance und Verfügbarkeit in die Verantwortung ziehen. Sicherheit wird somit zum Service. Wenn man die heutigen Angebote aus der Public Cloud anschaut, ist es mit den SLAs noch nicht sehr weit. Thoma: Das wird sich bald ändern. In einer cloud-umgebung wird das Sourcing management mehr und mehr zur zentralen Aufgabe. Spescha: In unserem Kundensegment ist die rolle des Sourcing managers etwas neues. Der Wechsel vom manager der IT zum IT-manager (Sourcing manager) steckt noch in den Kinderschuhen, jedoch erkennen immer mehr unternehmen deren notwendigkeit. Thoma: man darf nicht vergessen, dass eine neue generation von managern heranwächst, die einen ganz anderen umgang mit IT p flegen und im Privaten bereits eine sehr grosse Affinität zu cloud-services an den Tag legen. Trotzdem: Ist es nicht möglich, dass die IT- Branche einmal mehr einem Hype aufsitzt, über den in fünf Jahren niemand mehr sprechen wird? Sudholt: nein. Es ist nicht so wie beim Dotcom-Boom, als milliarden in Angebote investiert wurden, die letztlich niemand wollte. Das Vorgehen ist viel pragmatischer. Es werden cloud-anwendungen lanciert, und diese werden entweder gekauft oder eben nicht. Zudem wächst eine ganze neue generation von unternehmen heran, die als cloud -Anwender eben an IT- Leistungen heran kommen, die bislang nur grossunternehmen vorbehalten waren. < 6

7 special swiss it sourcing forum studie IT-Sourcing-Management 2011 Wie hoch steht die Wolke am Himmel? aufgrund von zu erreichenden Kostensenkungszielen beschäftigt das outsourcing aktuell auch führungskräfte und spezialisten der öffentlichen Verwaltung. ein besonderes augenmerk wird den cloudbasierten realisierungsmöglichkeiten gewidmet. die wolke (cloud) nimmt allmählich gestalt an. clemente minonne Eine aktuelle Studie, die unter der Leitung des Autors am Zentrum für Wirtschaftsinformatik der ZHAW School of management and Law in Winterthur durchgeführt und von mehreren unternehmen der outsourcing-branche ermöglicht wird, hat den Zweck, den Durchdringungs- sowie den reifegrad von IT-Sourcing als managementdisziplin sowie der da raus definierten technologischen Lösungen im deutschsprachigen raum zu eruieren. Dabei sollen nicht nur klassische Themengebiete des In- und outsourcings genauer beleuchtet, sondern auch aktuelle realisierungsmöglichkeiten mittels cloudbasierten Business- oder IT-Services analysiert werden. Welchen nutzen haben solche webbasierten dynamischen Dienste für unternehmen oder organisationen der öffentlichen Verwaltung? Welche Dienste lassen sich heute schon mit gutem gewissen in die Wolke auslagern, und in welchem Kontext eines organisationalen risikos ist Vorsicht geboten? Diesen und anderen Fragen wird in dieser Studie nachgegangen. generell scheint cloud Sourcing in den Köpfen von Führungskräften und Spezialisten unterschiedliches zu implizieren: zum Beispiel eine revolutionäre Technologie, die nächste generation des Webs, eine fundamentale Veränderung der gesamten IT-umwelt oder als viel versprechende opportunität für die operationalisierung neuartiger geschäftsmodelle. Von einer «outside-in»-perspektive betrachtet, werden dank der daraus ermöglichten dynamischen Allokation notwendiger ressourcen Kundenanforderungen wie zum Beispiel kürzere Lieferfristen, kürzere Wartezeiten, vereinfachter Zugriff oder die erhöhte Verfügbarkeit bestimmter Dienste erfüllt. Tatsache ist, dass das Thema heute nicht sehr scharf umrissen scheint und der häufig zitierte nebel, der die Wolke umgibt, in der umsetzung geplanter massnahmen aktiver organisationen die Sichtbarkeit des erhofften nutzens vielfach erschwert (vgl. Baun et al. 2010). Auch scheinen Analystenberichte, wie beispielsweise der in der Praxis oft zitierte Hypecycle von gartner, die ursprüngliche Absicht der Aufklärung der Kommune zu verfehlen und stattdessen aufgrund kreativer weiterer Begriffskonstruktionen eher Verwirrung zu stiften. Will man die Wolke nun aus einer «outside-in»-perspektive betrachtet genauer verstehen, so ist das Verständnis des grundprinzips des Konzeptes der «Virtualisierung» vonnöten, da die Wolke die Idee der Virtualisierung nutzt, um mittels webbasierter Dienste dynamisch gesteuert (also on Demand) an bestimmte ressourcen, Fähigkeiten oder Kompetenzen verschiedenster Art und Ausprägung zu gelangen. Heute bereits schon bekannte nutzenpotenziale liegen insbesondere im Bereich der optimierung der ressourcennutzung, der reduktion des managementaufwands, der Konsolidierung von Infrastruktur, der Ersparnis von Platz, der reduktion des Energieverbrauchs oder der reduktion eines Ausfallrisikos interner Dienste mittels optimierter notfallplanung und adäquater Lösungen. Die Frage der Sicherheit Dabei rückt die Frage der «Sicherheit» in den mittelpunkt der Diskussion und daran gekoppelt eine risikoabwägung im Hinblick auf Lösungen, die auf der Private-, Public- oder Hybrid-cloud basieren. und hier wird die Diskussion vielerorts meistens schon hitzig. Während eine Private cloud eine nutzereigene, also vom nutzer selbst betriebene cloudumgebung darstellt, bei der sich der Zugang zu diesen Diensten auf den nutzer selbst sowie autorisierte geschäftspartner, Kunden und Lieferanten beschränkt, befindet sich eine Public cloud im Eigentum eines externen Dienstleisters. Der Zugriff erfolgt über das Web. Solche Public clouds zeichnen sich durch die flexible und schnelle nutzung durch Subskription aus, und der Anbieter stellt eine Auswahl von hochstandardisierten Diensten zur Verfügung (vgl. Bitkom 2009). Am Beispiel von Amazon Web Services, google App Engine oder Salesforce.com scheint diese Art von Dienstleistungen mittlerweile auch für Anbieter ganz unterschiedlicher Branchen attraktiv zu sein. Wie in anderen Anwendungsbereichen der Informationstechnologie ist es heute jedoch auch schon möglich, eine cloud auf Basis eines open-source-cloud-stacks zu etablieren. Eine Hybrid-cloud hingegen stellt eine mischform von Private- und Public clouds dar, bei der die organisation ihre eigene Private cloud betreibt und zum Beispiel zusätzlich zur Abdeckung von Belastungsspitzen oder aus Verfügbarkeitsüberlegungen eine von einem externen unternehmen angebotene Public cloud nutzt. Aus organisationaler Betrachtung umfasst die Sicherheit typischerweise sowohl den sicheren Zugriff auf benötigte ressourcen als auch Belange des Datenschutzes. generell gelten hier allerdings genau die gleichen regeln, wie diese auch im Kontext eines lokalen rechenzentrums mit einer klar definierbaren physischen Existenz üblich sind. Insofern kann der Sicherheitsaspekt aus der Sicht der nutzer bestimmter Dienste heute analog zu entsprechenden Services Level Agreements (SLA) vereinbart werden. Vom IaaS, SaaS, PaaS zum HuaaS Wie vielerorts im wirtschaftlichen umfeld bereiten insbesondere schon die Synonyme Kopfzerbrechen. Dabei handelt es sich meistens um komplementäre oder evolutionäre Begrifflichkeiten, die einfach zu erklären sind. War anfänglich insbesondere von Diensten aus dem sogenannten IaaS, also dem Infrastructure-as-a-Service-Bereich die rede, so spricht man heute bereits vom HuaaS, dem Human-asa-Service. Bei Letzterem steht die Anwendung von menschlichen Fähigkeiten oder Kompetenzen im Vordergrund. Hier ist das vielerorts zitierte «crowd»-sourcing dominierend, bei dem eine meistens komplett unabhängige gruppierung von menschlichen ressourcen im 4 dr. Clemente Minonne ist stellvertretender leiter des Zentrums für wirtschaftsinformatik der Zürcher Hochschule für angewandte wissenschaften ZHaw. 7

8 special swiss it sourcing forum studie fachartikel 4 Web bestimmte Aufgaben unterschiedlicher Komplexität und variierenden umfangs im Auftrag von unternehmen übernimmt (vgl. Baun et al. 2010). Basieren die gewünschten Dienste insbesondere auf informationstechnologischen Lösungen, so werden auf der physikalischen Ebene auf Infrastructure-as-a-Service (IaaS) basierende Dienste in Anspruch genommen. Beim IaaS wird eine abstrakte Sicht auf die Hardware implementiert, um virtuelle IT-Komponenten in einer cloud anbieten zu können. IaaS-Dienstleister sind als Äquivalent von SaaS für Hardware zu verstehen. Diese bieten spezifische Infrastrukturdienste wie beispielsweise Speicher-, rechen- oder netzwerkdienste an, die «höheren» Ebenen in dieser Architektur (SaaS, PaaS) zur Verfügung gestellt werden (vgl. Baun et al und Eymann 2008). Auf einer nächst höheren Abstraktionsebene werden sogenannte auf Platform-as-a-Service basierende Dienste (PaaS) beansprucht. Beim PaaS handelt es sich um eine Weiterentwicklung des SaaSmodells, wo Virtualisierungstechnologie angewendet wird, bei der gast-betriebssystemen eine Anwendungsschnittstelle zur Verfügung steht. PaaS-Dienstleister bieten Portale oder Plattformen an, die den Zugang zu Software- Services einerseits erleichtern und andererseits Kombinationen von Services (z. B. mash-ups) ermöglichen sollen (vgl. Baun et al und Eymann 2008). Beim Software-as-a-Service (SaaS) wird letztlich Software von einem spezialisierten Dienstleister betrieben, die über das Web genutzt werden kann. Dabei hat der Anwender weder Kenntnis noch Kontrolle über die darunter liegende Infrastruktur. Wie in allen anderen Bereichen erfolgt die Abrechnung typischerweise nach nutzungsdauer oder Volumen (vgl. Baun et al und Eymann 2008). Nutzen von Cloud Sourcing Es versteht sich von selbst, dass die Frage, ob sich cloud Sourcing für eine organisation auszahlt, nicht pauschal beantwortet werden kann und stets einem bestimmten Kontext zugeordnet ist, der ganz konkrete Anforderungen umschreibt. Diese Anforderungen stammen in den meisten organisationen aus den aus der Strategieentwicklung explizit definierten massnahmen, die wiederum aus den unterschiedlichen Perspektiven einer Balanced Scorecard (Finanzen, Kunden, Prozesse und Lern-/Entwicklung) entspringen. Strebt eine organisation zum Beispiel eine Halbierung der aktuellen Lieferfrist bestimmter Produkte oder Dienstleistungen an, und konnte dies mittels minutiöser Prozesskostenanalyse in der Vergangenheit nicht erreicht werden, weil sich bestimmte Elementarprozesse in der Distribution auf der Basis der aktuell genutzten Dienste nicht dynamisch genug gestalten lies sen, so könnte für diese organisation der Einsatz bestimmter cloud-sourcing- Lösungen zu einer erfolgreichen umsetzung dieser definierten massnahme führen. nicht zu unterschätzen ist jedoch auch das Potenzial zur Entwicklung innovativer geschäftsprozesse sowie im Ex tremfall ganz neuartiger geschäftsmodelle dank cloud Sourcing. studienteilnahme Hier kann zurzeit noch an der studie «itsourcing management 2011 status quo und Zukunft: eine studie im deutschsprachigen europa» teilgenommen werden: zwi/forschung/aktuelle-studien/it-sourcingstudie-2011.html die ergebnisse hierzu werden erstmals am 9. februar anlässlich des swiss it sourcing forums vorgestellt. Next-Generation CIOs Seit jeher handeln cios nach der obersten Prämisse, die Effizienz im unternehmen zu steigern unter Einsatz von Informationstechnologien. In kürzester Zeit hat sich die rolle vom cio und seiner IT-Abteilung jedoch weg vom reinen Asset manager hin zum Wegbereiter für strategische geschäftsziele verändert. Schlagworte wie globalisierung, die Virtualisierung von Arbeitsprozessen, neue Wege der Zusammenarbeit, aber auch die heranwachsende medien- und technikaffine «generation Y» bergen Herausforderungen an unternehmen und werden künftig die rolle und den Anspruch an IT-Leiter stark verändern. Stefan Metzger ist country managing director von cognizant. Eine wichtige rolle spielt hierbei das outsourcing als Folge der globalisierten Wirtschaft. Der Trend zu Virtualisierung, etwa durch cloud computing, wird sich in den kommenden Jahren durchsetzen und neue, sich verändernde Sourcing-modelle ermöglichen. IT- Services werden künftig dort eingekauft und erbracht, wo dies am effizientesten möglich ist und damit standortunabhängig. Somit wird die virtuelle Zusammenarbeit von Teams zwischen unternehmen und outsourcing-anbieter immer wichtiger. Auftraggeber und outsourcing-anbieter müssen also künftig effizient standortübergreifend und hierarchieunabhängig zusammenarbeiten und kommunizieren. Kulturelle, geografische und organisatorische unterschiede spielen dann keine rolle mehr. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Beschäftigte mit unterschiedlichen Fähigkeiten können schnell und effektiv je nach Aufgabe oder Projekt zusammengeführt werden. unternehmen können so sicherstellen, dass die richtigen Personen mit den richtigen Fähigkeiten für die richtige Aufgabenstellung ausgewählt werden. Dies verlangt jedoch nach Veränderung von Strukturen und Abläufen in unternehmen. Althergebrachte Hierarchien, konventionelle Strukturen und veraltete Kommunikationskanäle müssen aufgebrochen werden. gerade cios sind hier der entscheidende Treiber, um den gedanken des sogenannten Virtual Workplace im unternehmen zu verankern. Sie kennen Strukturen und Leit- sowie richtlinien innerhalb des unternehmens, wissen welche Technologien eingesetzt werden können und kennen die bisher gelebte unternehmenskultur. Zugehörig zur c-level-entscheidungsebene sind sie zudem vertraut mit strategischen unternehmenszielen und -entscheidungen. cios müssen daher nicht nur ihre technologische Expertise, sondern auch ihre strategische Weitsicht einsetzen. nur dann haben sie die chance, als sogenannte change Agents ihr unternehmen erfolgreich in die neue virtualisierte Arbeitswelt zu führen. Weitere Informationen sowie den ausführlichen Studienbericht finden Sie unter: 8

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