Gscheit studiert oder: Informieren geht vor Studieren! Uni, FH & Co. Wege in die neue Hochschullandschaft

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1 Gscheit studiert oder: Informieren geht vor Studieren! Uni, FH & Co. Wege in die neue Hochschullandschaft Dr. Gunter Schanz Servicestelle Studieninformation, -orientierung und -beratung (SIOB) im Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg Startschuss Abi am 22. November 2008 in Stuttgart Ministerium für Wissenschaft, Forschung

2 Was ist und warum und wozu Studieninformation? Paradigmenwechsel: Von der Schule zur Hochschule Schule: überschaubar, klare Strukturen und Regeln Hochschule: Neu und unbekannt, viele Möglichkeiten zum Wählen und Selbst-Entscheiden, neues Umfeld Benötigt werden daher Studieninformationen über - eigene Interessen und Fähigkeiten - Hochschularten und -profile - Bachelor / Master - Studienfächer - Hochschulbewerbung und -zulassung etc. Folie 2

3 Studieninformation zum zweiten Ziel: individuell und gesellschaftlich passende Studienfachwahl Defizite seit langem bekannt Weit mehr als jeder Zweite geht ins Studium ohne hinreichendes Wissen über Hochschule / Studienfach Gründliche Studieninformation als Basis für richtige Studienwahl Unser Slogan Gscheit studiert bedeutet: - schon vor dem Studium möglichst gescheit sein - auf dieser Basis sein Studienfach gescheit wählen und damit - gut und erfolgreich studieren. >>> kein Studienabbruch, Fachwechsel möglichst vermeiden<<< Geh wohin Dein Herz Dich trägt, aber mit Verstand! Folie 3

4 Infokampagne mit vielen Bausteinen und Partnern Informationskampagne des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung mit dem Ziel: Alle Schüler sollen die richtige Studienwahl treffen. Säule 1: Publikationen - Internetportal - Studieren in B-W- das neue Kursbuch Säule 2: Fortbildungen für Lehrkräfte Säule 3: Studienbotschafter Kooperation mit Studienberatung und Berufsberatung der Agenturen für Arbeit Folie 4

5 Warum überhaupt studieren? Zum ersten: Geringeres Risiko, arbeitslos zu werden (Arbeitslosenquote 2005: insg. 11,2%, Akademiker nur 3,8%) Bedarf an hochqualifizierten Beschäftigten steigt weiter: höherer Verdienst - Studium als Investition Leichterer Aufstieg in Führungspositionen Voraussetzung für bestimmte Berufe (Arzt, Anwalt, ) Erwerb beruflicher und Entfaltung persönlicher Qualifikationen Studium ist Bildung Bildung macht Spaß! Definition (ideales) Studium: beste Zeit im Leben, dauert - in der Regel - drei bis fünf Jahre; vgl. mit (unendliches) Wissen, Weisheit, Party, Freunde fürs Leben finden (Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks, 09/2006) Folie 5

6 Warum studieren? - Zum zweiten: Was Studierende im Beruf erreichen wollen: - die Arbeit soll immer neue Aufgaben stellen (ca. 70 Prozent) - eigene Ideen verwirklichen können (ca. 66 Prozent) - selbständig Entscheidungen treffen können (ca. 64 Prozent) - einen sicheren Arbeitsplatz haben (ca. 64 Prozent) - mit Menschen, nicht nur mit Sachen arbeiten (ca. 62 Prozent) - anderen Menschen helfen können (ca. 44 Prozent) - im Beruf Nützliches für die Allgemeinheit tun (ca. 43 Prozent) Folie 6

7 Ein passendes Studium ist das Ziel Innere Suche: Interessen, Stärken, Träume Äußere Suche: Infos über Studiengänge und Berufe Was hilft mir auf meinem Weg? Gespräche mit Eltern, Freunden, Lehrern, Studientage oder einfach mal reinschnuppern Beratungen, Workshops (Arb.-Ag., Unis, ZOS, ) Interessenstests etc. Praktika Folie 7

8 Die Hochschullandschaft siehe: Studieren in B-W ( Kursbuch ) S. 26 Folie 8

9 Hochschulland Baden-Württemberg Im WS 2007/08 waren ca Studierende eingeschrieben an: 9 Universitäten (ca Studierende) 23 Fachhochschulen / Hochschulen (ca ) 6 Pädagogische Hochschulen (ca ) 8 Berufsakademien (ca ) 8 Kunst- und Musikhochschulen, eine Film- und eine Popakademie (knapp 5.000) 21 Private Hochschulen (ca ) Im WS 2008/09 voraussichtlich ca Studierende, d. h. Steigerung um rund 5 Prozent bei den Studienanfängern ein Plus von ca. 10 Prozent Folie 9

10 Die Hochschularten im Vergleich 1 Uni FH BA PH KMHS Abschlüsse Bachelor Master Staatsex. Promotion Bachelor Master Bachelor Bachelor Master Staatsexam. Promotion Bachelor Diplom Staatsex. (auch kein Abschluss ) Fächerspektrum Zentren der Wissenschaft Alle Fachbereiche (Lehramt, Medizin, Rechtswissensch., Natur- und Ingenieurwissenschaften, Kultur- und Geisteswissenschaften) Hochschule der Industriegesellschaft (regional) Wirtschaft Technik Soziales Gestaltung Wirtschaft Technik Soziales v.a. Lehramt GS, HS, RS, SoS (Staatsexamen) Musik, Kunst, Gestaltung Folie 10

11 Die Hochschularten im Vergleich 2 Uni FH BA PH KMHS Ausgestaltung des Studiums z.t. größere Selbstständigkeit individuelle Schwerpunkte stark strukturiert, klare Vorgaben sehr stark strukturiert, genaue Vorgaben z.t. stark strukturiert, genaue Vorgaben; z.t. größere Selbstständigkeit sehr große Selbstständigkeit Praxis/Theorie theorie-orientiert, Praxis v.a. durch (Pflicht-)Praktika, Forschungsbezug stark anwendungsorientiert anwendungsorientiert, Praxis durch Pflichtpraktika durch duales System theorie- und anwendungsorientiert, Pflichtpraktika; Forschungsbezug v.a. in Masterstudiengängen ausgeprägte Praxis im Studium selbst Folie 11

12 Pro mo tion Die gestufte Studienstruktur Promotion Graduate Studies MASTER 120 ECTS-Punkte / Masterthesis / berufsqualifzierend Masterstudium 2-4 Semester in Modulen, aufbauend oder erweiternd Beruf Undergraduate Studies BACHELOR 180 ECTS-Punkte / Bachelorthesis / berufsqualifizierend Bachelorstudium: Vertiefung 3-4 Semester in Modulen Bachelorstudium: Grundstudium 3-4 Semester in Modulen, inkl. Schlüsselqualifikationen (z.b. Rhetorik) Hochschulzugangsberechtigung Allgemeine HS-Reife / Fachgebundene HS-Reife / FH-Reife Folie 12

13 Bewerbung und Zulassung Keine Beschränkung Jeder erhält einen Platz z.t. mit Einschränkungen (Aufnahmeprüfg.) Örtliche Beschränkung Hochschule entscheidet selbst über Verfahren Fachhochschulen und Pädag. Hochschulen: fast alle Studiengänge Kriterien neben Abitur: z.b. Tests, Gespräche Besonderheit Berufsakademie (Ausbildungsvertrag) ZVS - Vergabeverfahren ZVS vergibt einen Teil der Plätze in: Biologie (Dipl.) Psychologie (Dipl.) Pharmazie alle in Human-, Zahn- und Tiermedizin Folie 13

14 Wartezeit und Dienste Wartezeit Bei örtlich beschränkten Zulassungsverfahren: 10% der Plätze nach Wartezeit Bei der ZVS: 20% Individuelle Berechnung bei jeder Bewerbung Als Wartezeit gilt alles außer ein Studium in Deutschland. Dienste Bewerbung davor/währenddessen bei Zulassung bleibt Anspruch auf Studienplatz erhalten Also: Unbedingt so verfahren! Studium dann spätestens zum 2. Termin nach Dienstende antreten dazu aber neu bewerben (dann bevorzugte Zulassung ) Wehr-, Zivildienst, FSJ, FKJ, FÖJ, Europ. Freiwilligendienst, 2-jähr. Entwicklungshilfedienst. Folie 14

15 Finanzierungsmöglichkeiten Unterstützung durch die Eltern Jobben (als Hiwi oder in den Semesterferien) BAföG (www.das-neue-bafoeg.de) Stipendien (große Vielfalt, vgl. Liste auf uns. Website) Studienkredite (z.b. von der staatlichen KfW) Spezielle Kredite für Studiengebühren, z.b. von der staatlichen L-Bank (5,5% Zinsen; Rechtsanspruch!) Folie 15

16 Studium im Ausland Wege ins Ausland: 1-2 Semester während des Bachelors oder Masters (Austauschprogramme der Hochschulen) Bachelor oder Master komplett im Ausland Finanzierung: selbst finanziert oder durch BAföG über EU-Programme DAAD- oder andere Stipendien Folie 16

17 Wo kann ich alles nachlesen? Studieren in B-W - das neue Kursbuch 2008/09 (Broschüre): Informationen über Hochschulen, Studienwahl ( innere und äußere Landkarte ), Bewerbung, Hochschulzulassung etc. (ca. 20 Seiten) Übersicht über alle Studienangebote / Studiengänge (ca. 50 Seiten) Weitere Infos zu Studienfinanzierung, Auslandsstudium etc. : Alle Studiengänge im Detail und vieles mehr (grünes STUB-Buch) (unsere Schwesterseite zur Berufs- und Studienorientierung am Gymnasium auf dem Landesbildungsserver) Folie 17

18 So geht s zur Folie 18

19 Vielen Dank für Ihr Interesse! Folie 19

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