Die Neuerungen von Windows Server 2012 R2 Alles neu macht R2

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1 Die Neuerungen von Windows Server 2012 R2 Alles neu macht R2 Quelle: myvector 123RF Windows Server 2012 R2 bietet im Vergleich zum direkten Vorgänger Windows Server 2012 einige interessante Neuerungen. Die wichtigsten neuen Funktionen sind der Virtualisierung mit Hyper-V vorbehalten. Aber auch eine aktualisierte Version der PowerShell sowie neue Methoden der Client-Verwaltung sollten Administratoren aufhorchen lassen. Wir zeigen Ihnen nachfolgend die wichtigsten Features der neuen Version. evor wir uns den neuen Virtualisierungsoptionen zuwenden, wol- B len wir uns einer immer wichtiger werdenden Komponente der Windows-Administration zuwenden, dem Scripting. Hier bringt Microsoft mit Windows Server 2012 R2 die PowerShell in der Version 4. PowerShell 4.0 Die neue Version 4.0 der PowerShell bietet deutlich mehr Möglichkeiten und ist einfacher zu bedienen. Jeder Serverdienst in Windows Server 2012 R2 unterstützt jetzt die PowerShell. Die PowerShell 4.0 kennt zudem mehr Cmdlets als der Vorgänger. Sie haben zudem die Möglichkeit, die Hilfedateien auf einem Computer mit Internetverbindung zu speichern und auf einem anderen Rechner ohne Internetverbindung einzulesen. Dazu verwenden Sie das neue Cmdlet save-help. In der PowerShell 4.0 ist die Ausführungsrichtlinie für Skripte standardmäßig auf RemoteSigned gesetzt. auf System Center 2012 R2 setzen. Ältere Versionen arbeiten nur sehr eingeschränkt mit Windows Server 2012 R2 zusammen. Viele neue Features wie die virtuellen Festplatten (VHDX), iscsi-targets und die zahlreichen neuen Funktionen in Hyper- V verwalten Sie in System Center 2012 R2 optimal. Auch Cloud-Dienste in Windows Azure administrieren Sie über die neuen System Center-Produkte zusammen mit lokalen Serverdiensten. Zusätzlich wurde auch Windows Intune, der Cloud-Dienst zur Verwaltung von Arbeitsstationen, verbessert. Er unterstützt nun Windows Server 2012 R2 und Windows 8.1. Hyper-V drängt ins Rechenzentrum Vor allem im Bereich Hyper-V hat Microsoft in Windows Server 2012 R2 einige Neuerungen integriert, die einen Verwaltung und System Center Mit dem Server-Manager in Windows Server 2012 R2 lassen sich auch Server mit Windows Server 2012 verwalten, ebenso in umgekehrter Richtung. Natürlich können Sie die neuen Funktionen in Windows Server 2012 R2 auch nur mit dessen Server-Manager und den Remoteserver-Verwaltungstools von Windows 8.1 administrieren. Wollen Sie aber wiederum mit System Center-Produkten die neue Serverversion managen, müssen Sie Bild 1: Mit Hyper-V-Replica und anderen Verfügbarkeitstechnologien lassen sich mit Windows Server 2012 R2 ausfallsichere Virtualisierungs-Infrastrukturen erstellen 8 Sonderheft I/2014

2 Wechsel durchaus rechtfertigen. Interessant ist in dieser Hinsicht auch, dass die neue Version des kostenlosen Virtuali - sierungsservers Hyper-V Server 2012 R2 über alle neuen Funktionen von Windows Server 2012 R2 verfügt. Das heißt, Unternehmen können mit der kostenlosen Serverversion alle Vorteile von Windows Server 2012 R2 im Bereich der Virtualisierung nutzen. Mit Hyper-V Replica lassen sich seit Windows Server 2012 virtuelle Festplatten und ganze Server asynchron zwischen verschiedenen Hyper-V-Hosts im Netzwerk replizieren und synchronisieren. Die Replikation findet über das Dateisystem statt, ein Cluster ist nicht notwendig. Sie lässt sich manuell, automatisiert oder nach einem Zeitplan ausführen. In Windows Server 2012 konnten Sie die Replikation auf zwei Knoten durchführen, in Windows Server 2012 R2 können Sie drei Server nutzen und dabei auch von Server A zu Server B und dann von Server B zu Server C synchronisieren. Die Verwaltung von virtuellen Servern über die Bordmittel und VM Connect hat Microsoft dahingehend verbessert, dass jetzt RDP für die Verbindung verwendet wird. Die Vorteile dabei sind unter anderem höhere Auflösungen, Drag& Drop zwischen Hyper-V-Host und virtuellem Server und die Möglichkeit, auch USB-Geräte auf dem Host an den virtuellen Server durchzureichen. In Windows Server 2012 R2 lassen sich die virtuellen Festplatten (VHDX) im laufenden Betrieb vergrößern und verkleinern. Virtuelle Server können sich in Windows Server 2012 R2 eine virtuelle Festplatte teilen (Shared VHDX). Sinn dieser Festplatten ist die Möglichkeit, virtuelle Cluster zu erstellen, die Bestandteil eines physischen Clusters sind und als gemeinsamen Datenträger virtuelle Festplatten nutzen. Diese Shared VHDX wird beiden virtuellen Clusterknoten zugeordnet und ist auf dem gemeinsamen Datenträger des physischen Clusters gespeichert. Das stellt sicher, dass alle Clusterknoten physische und virtuelle ständig auf den gemeinsamen Datenträger zugreifen können. Bild 2: Virtuelle Festplatten können jetzt mehreren virtuellen Servern zugeordnet sein. Außerdem lässt sich der Datenverkehr der virtuellen Festplatten steuern. Virtuelle Server lassen sich jetzt im laufenden Betrieb exportieren und importieren. Dabei berücksichtigt Windows Server 2012 R2 auch Snapshots. Sie müssen vor dem Export also virtuelle Server nicht mehr herunterfahren und Snapshots löschen. Auf diesem Weg können Sie virtuelle Server auch klonen. In System Center Virtual Machine Manager 2012 R2 ist diese Funktion ebenfalls integriert. VMs der zweiten Generation Virtuelle Maschinen unterstützen jetzt auch den neuen BIOS-Standard UEFI sowie die in UEFI integrierte Funktion Secure Boot. Außerdem können Sie für virtuelle Festplatten in Windows Server 2012 R2 den Datendurchsatz virtueller Server steuern. Damit Sie die neuen Funktionen für virtuelle Server von Microsoft Generation 2 genannt nutzen können, müssen Sie im Assistenten zum Erstellen virtueller Server die neue Generation auswählen. Die Konfiguration der Generation lässt sich allerdings nicht mehr ändern und alte virtuelle Maschinen sich nicht zu Generation 2-VMs migrieren. Als Generation 2-VMs kommen nur Windows Server 2012, Windows Server 2012 R2, Windows 8 x64 und Windows 8.1 x64 in Frage. VMs auf Basis von Generation 2 nutzen aus Leistungsgründen keine emulierte Hardware mehr. Diese Server booten direkt von virtuellen SCSI-Controllern, da auch hier bereits beim Booten eine komplette Virtualisierung stattfindet. Bis Windows Server 2012 müssen virtuelle Server immer über einen IDE-Controller booten. Erst mit den neuen Generation 2-VMs können virtuelle Server auf IDE-Controller verzichten und direkt von SCSI-Laufwerken booten. Generation 2-VMs booten immer mit UEFI von virtuellen SCSI-Controllern. Diese sind dazu als Treiber in den Hypervisor integriert und bereits beim Booten von den VMs zugreifbar. In Windows Server 2012 R2 haben Sie auch die Möglichkeit, die Datendeduplizierung auf virtuelle Festplatten auszuweiten. Interessant ist das vor allem in Umgebungen mit virtuellen Desktops. Microsoft hat auch die Unterstützung für Linux als virtuelle Server verbessert. Es Sonderheft I/2014 9

3 Bild 3: Virtuelle Server lassen sich in Windows Server 2012 R2 auf Basis verschiedener Generationen erstellen gibt neue Integrationsdienste für Linux und Sie können Dynamic Memory auch in Linux-Clients nutzen. Weniger Last für das Netz Windows Server 2012 R2 komprimiert den Datenverkehr während der Livemigration. Außerdem können Clusterknoten auf Basis von Windows Server 2012 R2 auf den Arbeitsspeicher des anderen Servers zugreifen. In 10 GBit/s-Netzwerken können Hyper-V-Hosts auf diesem Weg mit der Livemigration und dem verbesserten RDMA (Remote Direct Memory Access) auch den Inhalt des Arbeitsspeichers zwischen Servern mit Windows Server 2012 R2 austauschen. Bei jeder Rechenoperation, mit der ein Serverdienst Daten über das Netzwerk sendet (vor allem bei einer Livemigration), muss der Prozessor die Datenpakete erstellen und berechnen. Ist das Paket fertig berechnet, schickt es der Prozessor zu einem Zwischenspeicher auf der Netzwerkkarte. Das ist auch umgekehrt der Fall, also wenn ein Datenpaket beim Server ankommt. Hier erreicht es erst die Netzwerkkarte und wird danach zum Prozessor gesendet. RDMA ermöglicht die Übertragung des Speicherinhalts auf einen anderen Server im Netzwerk sowie den direkten Speicherzugriff eines Servers auf den Arbeitsspeicher des anderen über das Netzwerk. Diese Technologie hat Microsoft in Win-dows Server 2012 R2 verbessert und in Hyper- V integriert. Microsoft behauptet, dass Hyper-V-Hosts auf Basis von Windows Server 2012 R2 in 10 GBit-Netzwerken eine Geschwindigkeit von 56 GBit/s erreichen können. Die RDMA-Technologie arbeitet am effizientesten, wenn Sie in schnellen Netzwerken mit Clustern auf Basis von Windows Server 2012 R2 genutzt wird und Administratoren Server mit der Livemigration übertragen. In diesem Bereich ist auch das Feature Data Center Bridging in Windows Server 2012 R2 interessant. Damit erweitern Sie den Server mit Funktionen, um den Datenverkehr in großen Netzwerken besser zu steuern. Unterstützt der Netzwerkadapter die Funktion Converged Network Adapter (CNA), lassen sich iscsi oder RDMA besser nutzen. Außerdem können Sie Bandbreiten für die verschiedenen Funktionen festlegen. Durch die Workload-Migration mit RDMA profitieren daher vor allem Unternehmen, die ihre Server virtualisieren und in schnellen Netzwerken betreiben. Dadurch lassen sich Migrationen von virtuellen Servern zwischen Hyper-V-Hosts deutlich beschleunigen. Außerdem wird die Datenmenge reduziert, das heißt das Netzwerk wird bei diesen Vorgängen deutlich entlastet. Unternehmen, die auf Hyper-V Network Virtualization (HNV) setzen, profitieren ebenfalls von Windows Server 2012 R2. Bei diesem Vorgang können Administratoren virtuelle Netzwerke und physische Netzwerke besser segmentieren [1]. Besserer Remotedesktop und Remoteeinwahl In Windows Server 2012 R2 hat Microsoft die Spiegelung von Remotedesktop-Sitzungen über den Server-Manager wieder eingeführt. In Windows Server 2012 hatte Microsoft diese Funktion aus unerfindlichen Gründen entfernt. Damit die Verbindung funktioniert, muss der entsprechende Anwender natürlich zustimmen. Die Einstellungen lassen sich jetzt auch wieder in den Gruppenrichtlinien steuern. In Windows Server 2012 R2 ist es auch erlaubt, auf Domänencontrollern den Verbindungsbroker zu installieren; das war in Windows Server 2012 noch nicht möglich. Vor allem kleinere Firmen profitieren von diesen Nachbesserungen. RemoteFX und die integrierte vcpu unterstützen jetzt DirectX Die neuen Codecs belasten Netzwerke deutlich weniger. Ebenfalls neu ist der Restricted-Admin-Modus im Remotedesktop-Client. Bei der Verbindung werden die Anmeldedaten nicht Bild 4: Remotdesktop-Sitzungen können Sie in Windows Server 2012 R2 wieder spiegeln 10 Sonderheft I/2014

4 als bei einer direkten Veröffentlichung ohne Firewall. Der Rollendienst trägt die Bezeichnung Webanwendungsproxy (Web Application Proxy, WAP). Damit lässt sich die Authentifizierung an Exchange über das Internet mit dem Webanwendungsproxy durchführen sowie Single Sign-On- Szenarien mit Office 365 realisieren. Bild 5: Mit den Arbeitsplatznetzwerken greifen Clientcomputer auch ohne Domänenanbindung auf Unternehmensressourcen zu zum Server geschickt. Stattdessen prüft der Server, ob der Anwender über Administratorrechte verfügt und lässt dann die Verbindung zu. Über diesen Modus werden also keinerlei Authentifizierungsdaten über das Netzwerk geschickt. Die Funktion lässt sich ausschließlich mit Windows 8.1 und Server 2012 R2 nutzen. Neben der bekannten Direct Access- Funktion führt Microsoft mit Windows 8.1 und Windows Server 2012 R2 noch die Arbeitsplatznetzwerke ein. Bei dieser Technik können Anwender mit eigenen Notebooks oder Heimarbeitsplätzen auch auf Unternehmensressourcen zugreifen. Administratoren können in diesem Bereich auch Richtlinien hinterlegen und besondere Authentifizierungsmaßnahmen festsetzen. Dazu arbeitet die neue Funktion zum Beispiel auch mit den Active Directory-Verbunddiensten zusammen. Lizenzierung, Aktivierung und Cloud-Anbindung Aktivieren Sie das Betriebssystem auf einem Hyper-V Host mit Windows Server 2012 R2, werden automatisch alle virtuellen Server auf dem Hyper-V-Host ebenfalls aktiviert. Das soll die Virtualisierung in Unternehmen deutlich vereinfachen. Neu in Windows Server 2012 R2 ist die Möglichkeit, auf Basis von Enterprise Agreements bestimmte Lizenzen zu erwerben, die im Betrieb zusammen mit Windows Azure Kosten sparen sollen. Hyper-V-Hosts zu sichern und wiederherzustellen. Hier lassen sich Daten zwischen lokalen Hyper-V-Hosts, Diensten in Windows Azure und Funktionen von System Center Virtual Machine Manager 2012 R2 miteinander replizieren. Clientzugriffslizenzen (CALs) von Windows Server 2012 sind für die Version R2 gültig. Das gilt auch für Sonderlizenzen wie die Remotedesktop-Dienste und Active Directory-Rechteverwaltung. Das heißt, Unternehmen, die auf die neue Serverversion setzen, müssen nur neue Serverlizenzen kaufen, keine neuen CALs. Unternehmen dürfen mit der Standard Edition zwei virtuelle Server auf dem lizenzierten Host betreiben. Beim Einsatz der Datacenter Edition dürfen so viele virtuelle Server auf dem Host betrieben werden wie die Hardware erlaubt. Die Anschaffung der Datacenter Edition lohnt sich in etwa, wenn Sie auf einem Server mit zwei Prozessoren mehr als 14 virtuelle Server betreiben. Natürlich müssen Unternehmen hier auf die abgeschlossenen Verträge und aktuellen Preise achten. Windows Server 2012 R2 bietet ein neues Feature, um Webserver und Exchange- Dienste im Internet sicherer bereitzustellen Essentials für kleine Unternehmen Windows Server 2012 Essentials ist der Nachfolger von Small Business Server 2012 Essentials. In Windows Server 2012 R2 können Unternehmen diese Funktionen auch auf normalen Servern als Serverrolle installieren. Der Vorteil dabei ist, dass in Niederlassungen auch Essentials- Server betrieben werden können. Neu ist, dass diese Server im Netzwerk auch als Mitgliedsserver arbeiten können und mehrere Server mit Windows Server 2012 R2 Essentials im Einsatz sein dürfen. Außerdem können Server mit der Essentials-Serverrolle auf die Benutzerkonten des Active Directory zugreifen. Das heißt, Sie können sich die Essentials- Funktionen auch in den Editionen Standard und Datacenter als Serverrolle installieren. Zusätzlich bietet Windows Server 2012 R2 Essentials auf Basis von Hyper-V 2012 R2 Features zur Virtualisierung. Dies war in Windows Server 2012 Essentials bereits technisch möglich, jedoch lizenzrechtlich noch nicht erlaubt. Außerdem erhielten Unternehmen bei Problemen keinerlei Support von Microsoft. Zusätzlich lassen sich auf dem Host noch weitere Server neben Windows Server 2012 R2 Essentials virtualisieren. Ein Connector unterstützt in Windows Server 2012 R2 Essentials mehrere Ser- Dienste wie Windows Azure Services for Windows Server nutzen Sie, um Hyper- V-Server mit Windows Azure-Diensten zu verbinden und zentral zu verwalten. Der Windows Azure Hyper-V Recovery Manager bietet in Windows Server 2012 R2 über Windows Azure die Möglichkeit, Bild 6: Der neue Web Application Proxy erlaubt das Veröffentlichen von Webdiensten im Internet ohne Produkte von Drittherstellern Sonderheft I/

5 mischen. Dabei kann der Server wichtige Daten, die Anwender häufig verwenden, auf die SSD auslagern. Das heißt, Unternehmen profitieren von den schnellen Zugriffszeiten der SSD und von dem großen Speicherplatz der restlichen Festplatten auf dem Speicherpool. Bild 7: Windows Server 2012 R2 bietet für kleine Unternehmen die Rolle Essentials als Small Business Server-Ersatz Mehr Sicherheit im Netzwerk Eine der wichtigsten Neuerungen in der PowerShell 4.0 ist die Desired State Configuration (DSC). Mit dieser Funktion können Sie die Konfiguration von Systemdiensten und -einstellungen in Konfigurationsdateien speichern und auf Servern verteilen. Einer der größten Vorteile bei Verwendung von DSC zusammen mit Windows Server 2012 R2 und Windows 8.1 ist die Möglichkeit, eine einheitliche Sicherheitsvorlage mit bestimmten Einstellungen vorzugeben und auf die Server im Netzwerk zu verteilen. ver. Grenzwerte für die Datenspeicherung sind jetzt ebenfalls erlaubt. Windows Server 2012 R2 Essentials arbeitet jetzt auch sehr eng mit Office 365 und Windows Azure zusammen. Im Dashboard lassen sich viele Einstellungen aus Office 365 verwalten. Die vollständige Wiederherstellung von Clientcomputern kann über eine DVD erfolgen oder mit den Win - dows Deployment Services des Servers direkt über das Netzwerk. Windows Server 2012 R2 Essentials erlaubt die Anbindung von 25 Anwendern und 50 PCs. Reichen diese Lizenzen nicht mehr aus, können Unternehmen auf die Standard oder Datacenter-Edition von Windows Server 2012 R2 wechseln. Installieren Unternehmen aber die Serverrolle von Windows Server 2012 R2 Essentials auf Servern mit Windows Server 2012 Standard/Datacenter, fällt die Begrenzung von 25 Anwendern weg. Allerdings muss hier gesondert lizenziert werden. Da Windows Server 2012 R2 Essentials über die Möglichkeit verfügt, Arbeitsstationen komplett zu sichern, ist der Einsatz auch bei mittelständischen oder großen Unternehmen durchaus sinnvoll. Die neue Version arbeitet optimal mit dem Dateiversionsverlauf von Windows 8.1 zusammen. Natürlich besteht darüber hinaus auch noch die Möglichkeit, die Daten des Servers auf Basis von Windows Server 2012 R2 Essentials in der Cloud über Windows Azure Online Backup zu sichern. Aufgebohrte Speicherverwaltung Setzen Sie Windows Server 2012 R2 als iscsi-ziel ein, können Sie VHDX-Festplatten mit einer Größe von bis zu 64 TByte verwenden. Windows Server 2012 hat nur VHD-Festplatten mit einer Größe von maximal 2 TByte unterstützt. Die virtuellen Festplatten lassen sich jetzt auch in System Center verwalten und so als iscsi-target besser zur Verfügung stellen. Zusätzlich wurden in der PowerShell 4.0 weitere CMDlets zur Verwaltung von iscsi-targets integriert. Mit Windows Server 2012 R2 und Windows 8.1 haben Unternehmen mit den neuen Arbeitsordner (Work Folders) die Möglichkeit, Unternehmensdaten ähnlich zu den Offline-Dateien mit Clients zu synchronisieren. Die Daten in den synchronisierten Arbeitsordnern können Administratoren remote löschen. Die Übertragung der Dateien in den Work Folders findet verschlüsselt statt. Die Speicherpools in Windows Server 2012 R2 können jetzt auch SSD-Festplatten mit normalen physischen Festplatten Sie erreichen dadurch einen einheitlichen Sicherheitsstandard und können diesen auch leichter dokumentieren. Auch Registry-Einstellungen passen Sie über diesen Weg genauso an wie Gruppen und lokale Benutzerkonten. Natürlich können Sie auch Skripte ausführen, die ebenfalls bestimmte Systemeinstellungen setzen oder anpassen. Erkennt PowerShell DSC Änderungen am System, die von der Vorlage abweichen, lässt sich die Vorlage erneut anwenden und der Server dadurch wieder besser absichern. Bei der Erstellung können Sie Vorlagen von Microsoft verwenden [2] oder Sie nutzen eigene [3]. Für die erste Einarbeitung in DSC bietet es sich natürlich an, mit den Vorlagen von Microsoft zu arbeiten. Neben diesen Möglichkeiten, finden Sie im Tech- Net weitere Provider und damit mögliche Einstellungen für die Skriptdatei. (jp) [1] Technische Details der Netzwerkvirtualisierung ES111 [2] Built-In Windows PowerShell Desired State Configuration Resources ES112 [3] Build Custom Windows PowerShell Desired State Configuration Resources ES113 Link-Codes 12 Sonderheft I/2014 Link-Codes eingeben auf

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