Die drei Switche sind auf drei Stockwerke verteilt und mit einer Leitung miteinander verbunden.

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1 Szenario Aufbau Es sollen vier von einander getrennte Subnetze erstellt und konfiguriert werden. Diese werden stockwerksübergreifend über drei Switche mit einem Internet Gateway verbunden, um Zugang zum Internet zu erhalten. Jedes Subnetz wird von einem Access Point verwaltet und an einen vorher bestimmten Port angeschlossen. In diesem Beispiel jeweils einen AP an Port 1, 3, 5, 7 an Switch 3 ( ). Die drei Switche sind auf drei Stockwerke verteilt und mit einer Leitung miteinander verbunden. Alle vier Subnetze sollen auf dem Switch im obersten Stockwerk eingerichtet werden, wobei das Internet Gateway, mit dem Switch im untersten Stockwerk verbunden sein soll. Das Routing wird von einem Layer 3 Switch übernommen. In diesem Szenario wäre das Switch 1 ( ), im untersten Stockwerk. Das Internet Gateway bietet lediglich den Internetzugang an. Weitere Rechner, auf sämtlichen Stockwerken, sollen unabhängig von den Subnetzen, mit allen drei Switchen verbunden werden. Es soll sowohl die Kommunikation zwischen den Rechnern innerhalb der Subnetze, als auch die Kommunikation zwischen den unabhängigen Rechnern, gewährleistet sein. Subnetze und unabhängige Rechner sollen voneinander getrennt sein und nicht miteinander kommunizieren. Sämtliche Rechner im Netzwerk sollen über das Internet Gateway Zugang zum Internet erhalten.

2 Szenario Skizze

3 Vorraussetzungen Sowohl ein Grundwissen, im Konfigurieren von Access Points, als auch im Konfigurieren von managebaren Switchen, wird vorausgesetzt. Es werden lediglich die benötigten Schritte zum Aufbau des Test-Szenarios beschrieben. Diese Anleitung ist beispielhaft an einem DGS-3324SR erstellt worden. Abbildungen können je nach Modell abweichen. Umsetzung Konfiguration der Accesspoints Die AP s sollten als DHCP Server konfiguriert werden, jeweils IP s als Pool, je nach Kundenanforderung. Die AP s werden an den Switch Ports 1, 3, 5, 7 angeschlossen. In diesem Beispiel betrifft das Switch 3, mit der IP-Adresse Die AP s sollten in verschiedene Netze gelegt werden, hier im Beispiel: IP Bereiche: Accesspoint: Gateway: DNS Server: x x x x Das Gateway wird die korrespondierende IP Adresse des Interfaces des Layer 3 Switches. Der DNS Server wird die korrespondierende IP Adresse des Interfaces des Layer 3 Switches.

4 Konfiguration von Sw itch 3 ( ) im OG2 Verbinden Sie sich mit Switch 3 und öffnen Sie das Konfigurationsmenü. Default Gateway / DNS Relay Der Switch 1 im EG übernimmt in diesem Beispiel das Routing. Folglich muss die IP-Adresse des Internet Gateway s ( ) unter DNS Relay eingetragen werden. Abb.1: DNS Relay auf Switch 1

5 VLAN Einrichtung und Konfiguration Alle Rechner, die über einen bestimmten Port und unabhängig von den restlichen Ports, miteinander kommunizieren sollen, werden zu einem VLAN konfiguriert. In unserem Beispiel betrifft das Port 1, 3, 5, 7, wobei jeder Port einem VLAN reserviert werden soll. Um ein VLAN auf einem Switch zu erstellen und zu konfigurieren, klicken Sie innerhalb des Konfigurationsmenüs, links in der Menüleiste, auf Configuration -> VLANs -> Static VLAN Entry um auf die VLAN Konfigurationsseite zu gelangen. Bevor VLAN s erstellt werden, müssen die besagten Ports aus dem Default-VLAN genommen werden, indem man sie dort deaktiviert. Das Default-VLAN ist bereits vorhanden und muss lediglich umkonfiguriert werden. Klicken Sie im VLAN Konfigurationsmenü neben VLAN default auf Modify. Standardmäßig sind im Default-VLAN alle Ports mit Egress aktiviert und untagged. Behalten Sie die Einstellungen bei und ändern Sie lediglich den Status bei Port 1, 3, 5, 7 (nur bei Switch ) auf None und aktivieren Sie das Tagging, indem Sie bei diesen Ports ein Häkchen in das Kontrollkästchen setzen.

6 Abb.2: Default VLAN auf Switch 3 Bestätigen Sie die Einstellungen mit Apply. Mit Show All Static VLAN Entries gelangen Sie wieder zur VLAN Übersicht. Um ein VLAN zu erstellen und zu konfigurieren, klicken Sie in der VLAN Konfigurationsseite auf Add. Im nun geöffneten Fenster müssen Sie dem neuen VLAN, sowohl eine ID und einen Namen zuweisen, als auch den jeweiligen Port bzw. Ports konfigurieren. Konfigurieren Sie die Ports für das jeweilige VLAN, indem Sie bei jedem dafür bestimmten Port, auf Egress umstellen und das Häkchen bei Tag deaktivieren. Bei den Ports, die als Verbindungsschnittstelle unter den Switchen dienen, muss das Tagging aktiviert sein. Konfigurieren Sie die VLAN s wie folgt: Port 1, 3, 5, 7 wurden aus dem Default VLAN herausgenommen und werden jetzt jeweils in neue VLAN s gesetzt. ID Name Advertisement Ports Disabled Port 1 untagged / Port 23 - tagged Disabled Port 3 untagged / Port 23 - tagged Disabled Port 5 untagged / Port 23 - tagged Disabled Port 7 untagged / Port 23 - tagged Die PVID der Ports 1, 3, 5, 7 müssen unter GVRP Settings jeweils den VLAN s angepasst werden. Also Port 1 VLAN 10, Port 3 VLAN 20, Port 5 VLAN 30 und Port 7 VLAN 40.

7 Port 23 dient als Verbindungsschnittstelle mit Switch 2 im OG1. Abb.3: VLAN 10 auf Switch 3 Vergeben Sie ID und Namen und lassen Sie den Status bei Advertisement auf Disabled. Setzen Sie Port 1 auf untagged, indem Sie das Häkchen aus dem Kontrollkästchen deaktivieren und ändern Sie auf Egress. Sämtliche Ports, die nicht in das VLAN konfiguriert werden sollen, behalten die Einstellung None bei und bleiben getagged. Bestätigen Sie die Einstellungen mit Apply. Klicken Sie auf Show All Static VLAN Entries um zur VLAN Übersicht zurück zu gelangen. Hier sehen Sie nun das erstellte VLAN. Klicken Sie erneut auf Add um das zweite VLAN zu erstellen. Beachten Sie bitte, dass die Ports für die verschiedenen VLAN s reserviert werden und dass beispielsweise Port 1 nicht mehr im VLAN20 mit einbezogen werden darf.

8 Erstellen Sie anschließend nacheinander VLAN 3 und 4. Abb.4: VLAN 20 auf Switch 3

9 Abb.5: VLAN 30 auf Switch 3 Abb.6: VLAN 40 auf Switch 3

10 Bestätigen Sie Änderungen bei jedem VLAN mit Apply. Mit Show All Static VLAN Entries gelangen Sie wieder zur VLAN Übersicht. Abb.7: VLAN Übersicht auf Switch 3

11 Konfiguration von Sw itch 2 ( ) im OG1 Verbinden Sie sich mit Switch 2 und öffnen Sie das VLAN Konfigurationsmenü. VLAN Einrichtung und Konfiguration Das Default-VLAN bleibt hier unverändert. Das bedeutet, dass sowohl die VLAN-Netzwerke von Switch 3, als auch die unabhängigen Rechner, die sich zusätzlich an allen Switchen verbinden, Zugang zum Internet erhalten (in unserem Beispiel von Port 23 über Port 24 auf Port 1), ohne dass eine Kommunikation zwischen ihnen und den VLAN s möglich ist. Standardmäßig sind im Default-VLAN alle Ports mit Egress aktiviert und untagged. Behalten Sie diese Einstellung bei. Hier dient Port 23 als Verbindungsschnittstelle mit Switch 3 im 2OG und Port 24 mit Switch 1 im EG. Abb.8: Default VLAN auf Switch 2 Bestätigen Sie die Einstellung mit Apply. Auf Switch 2 müssen nun ebenfalls vier VLAN s erstellt und Konfiguriert werden.

12 Zusätzlich müssen die Ports, die als Verbindungsschnittstelle zwischen den reservierten VLAN s von Switch 3, Switch 1 und dem Router dienen, konfiguriert werden. Erstellen Sie wieder vier VLAN s nach beschriebener Vorgehensweise. Benennen Sie die VLAN s genau so wie auf Switch 3. Stellen Sie bei allen vier VLAN s Port 23 und Port 24 auf Egress um, wobei wieder das Tagging aktiviert sein muss. Konfigurieren Sie die VLAN s wie folgt: ID Name Advertisement Ports Disabled Port 23 tagged / Port 24 - tagged Disabled Port 23 tagged / Port 24 - tagged Disabled Port 23 tagged / Port 24 - tagged Disabled Port 23 tagged / Port 24 - tagged Abb.9: VLAN 10 auf Switch 2

13 Abb.10: VLAN 20 auf Switch 2 Abb.11: VLAN 30 auf Switch 20

14 Bestätigen Sie die Einstellungen bei jedem VLAN mit Apply. Es müssten nun wieder alle erstellten VLAN s in der Übersicht angezeigt werden. Abb.12: VLAN 40 auf Switch 20

15 Abb.13: VLAN Übersicht auf Switch 2 Konfiguration von Sw itch 1 ( ) im EG Verbinden Sie sich schließlich mit Switch 1 und öffnen Sie das VLAN Konfigurationsmenü. VLAN Einrichtung und Konfiguration Erneut bleibt das Default-Vlan unverändert. Behalten Sie sämtliche Einstellungen im Default VLAN bei. Bestätigen Sie die Einstellungen mit Apply.

16 Erstellt mit einer Testversion von PDF Annotator - Abb.14: Default VLAN auf Switch 1 In unserem Beispiel dient Port 24 als Verbindungsschnittstelle mit Switch 2 im OG1 und Port 1 mit dem Internet Gateway Erstellen Sie wieder vier VLAN s nach beschriebener Vorgehensweise. Benennen Sie die VLAN s genau so wie auf Switch 3. Konfigurieren Sie die VLAN s wie folgt: ID Name Advertisement Ports Disabled Port 24 - tagged Disabled Port 24 - tagged Disabled Port 24 - tagged Disabled Port 24 - tagged Aktivieren Sie diesmal bei jedem VLAN, Port 1 und Port 24 mit Egress, wobei das Tag, bei beiden Ports, aktiviert sein muss.

17 Abb.15: VLAN 10 auf Switch 1 Abb.16: VLAN 20 auf Switch 1

18 Abb.17: VLAN 30 auf Switch 1

19 Bestätigen Sie die Einstellungen mit Apply. Es müssten nun wieder alle erstellten VLAN s in der Übersicht angezeigt werden. Abb.18: VLAN 40 auf Switch 1

20 Abb.19: VLAN Übersicht auf Switch 1 IP Interfaces Settings / Routing Als nächstes werden die IP Interfaces definiert (im Beispiel jeweils die x.254) und den VLANs zugeordnet. Über Configuration -> Layer 3 IP Networking -> IP Interfaces Settings gelangen Sie auf die IP Interfaces Settings Konfigurationsseite. Klicken Sie auf Add, um ein Interface zu konfigurieren. Weisen Sie IP Adressen den Interfaces wie folgt zu: VLAN IP-Adresse Netz Gateway Sobald die Routen auf dem Internet Gateway erstellt worden sind, fängt der Switch an zu Routen.

21 Fügen Sie vier IP Interfaces, wie oben beschrieben, ein. Mit Show All IP Interfaces Entries gelangen Sie wieder zur Übersicht zurück. Abb.20: Interface Setting auf Switch 1

22 Abb.21: IP Interfaces Settings auf Switch 1 Access Profile Table (ACL) Damit das Routing zwischen den Netzen unterbunden werden kann, müssen Access Profile Tables (ACL), mit dazugehörigen Access Rules, erstellt werden. Es wird als erstes ein generelles Profil für die Netzmaske erstellt. Auf diesem bauen dann die folgenden DENY Rules auf. Generelles Profile: Über Configuration -> Access Profile Table gelangen Sie auf die Konfigurationsseite der Access Profile Table, wo Sie ein generelles Profil anlegen müssen. Klicken Sie auf Add, um ein Profil anzulegen.

23 Abb.22: ACL Profile Konfiguration auf Switch 1 Definieren Sie das Profil, indem Sie wie folgt vorgehen: IP aktivieren, Source Netmask -> Häkchen setzen -> eingeben, Destination Netmask -> Häkchen setzen -> eingeben, Mit Apply bestätigen. Über Show All Profile Table Entries gelangen Sie zur Übersicht zurück. Hier sollte nun das erstellte Profil angezeigt werden.

24 Abb.23: ACL Profile Übersicht auf Switch 1 Abb.24: ACL Profile Details auf Switch1

25 Access Rules Anschließend werden die Access Rules hinzugefügt, indem man bei dem erstellten Profil, unter Access Rules, auf Modify klickt. Um eine Regel zu erstellen, klicken Sie in der Access Rule Table auf Add. Weisen Sie als erstes der Access Rule eine ID zu. Bestimmten Sie, ob es sich um eine Allow (Erlauben) oder Deny (Verbieten) Regel handeln soll. In diesem Beispiel werden allerdings ausschließlich Deny Regeln festgelegt. Geben Sie das Quell- und Zielnetzwerk an, bei denen die Kommunikation verboten werden soll. Schließlich müssen Sie noch den betroffenen Port angeben. Vergeben Sie beispielsweise, für das Netz , folgende Rules: Rule ID 10 Rule ID 11 Rule ID 12 Rule ID 13 Deny Deny Deny Deny Port 1:24 Port 1:24 Port 1:24 Port 1:24 Abb.25: Access Rule 10 auf Switch 1 (Wichtig: Der Port wird mit alter Firmwareversion, im Access Rule Display, nicht mehr angezeigt!)

26 Abb.26: Access Rule 11 auf Switch 1 Abb.27: Access Rule 12 auf Switch 1

27 Da sämtliche VLAN s in diesem Beispiel immer über einen Verbindungsport (Port 24) kommunizieren, wird dieser bei jeder Regel als betroffener Port angegeben. Abb.28: Access Rule 13 auf Switch 1 Mit Show All Access Rule Entries gelangen Sie wieder zurück zur Übersicht. Entsprechend sollte es für das Netz wie folgt aussehen: Rule ID 20 Rule ID 21 Rule ID 22 Rule ID 23 DENY DENY DENY DENY Port 1:24 Port 1:24 Port 1:24 Port 1:24 Nach diesem Schema sollten alle Regeln, bei Netzen die nicht geroutet werden sollen, erstellt werden. Somit wird eine gewisse Übersichtlichkeit gewährleistet. Natürlich können sämtliche Regeln und Einstellungen individuell angepasst werden.

28 Abb.29: Access Rule 20 auf Switch 1 Abb.30: Access Rule 21 auf Switch 1

29 Abb.31: Access Rule 22 auf Switch 1 Nach dem Sie sämtlich benötigten Rules angelegt haben, werden diese in der Access Rule Table angezeigt. Abb.32: Access Rule Übersicht auf Switch 1

30 Abb.33: Access Rule Übersicht auf Switch 1 Klicken Sie auf View um sich nähere Details der jeweiligen Regel anzeigen zu lassen. Abb.34: Access Rule Display

31 Beachten Sie bitte, dass mit alter Firmwareversion, der zugewiesene Port im Access Rule Display nicht angezeigt wird. Dieses Problem wird mit der aktuellen Firmware behoben. Abb.23: Access Rule Display 5. Test Damit sind alle Einstellungen abgeschlossen und der Aufbau kann getestet werden. Jeder der Rechner, unabhängig vom Subnetz kann das Internet nutzen, ausser dem innerhalb seines IP Bereiches Netzwerkdienste nutzen, es können aber keine Informationen zwischen den Subnetzen ausgetauscht werden.

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