Die merkwürdige Temperaturanalyse des Herrn Rahmstorf Oder : Wie verstecke ich die Abkühlung (How to: Hide the Decline)

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1 Die merkwürdige Temperaturanalyse des Herrn Rahmstorf Oder : Wie verstecke ich die Abkühlung (How to: Hide the Decline) Stefan Rahmstorf ist theoretischer Physiker und einer der bekanntesten deutschen Klimaforscher. Er war Leitautor des vierten Sachstandsberichtes des Weltklimarates (IPCC). Er ist Professor für das Fach Physik der Ozeane an der Universität Potsdam und arbeitet am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung. Rahmstorf ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU). Rahmstorf hat an den Modellen, die den Klimawandel auf Grund der antropogenen CO2 Emission beschreiben entscheidend mitgearbeitet und ist ein Prophet der Klimaentwicklung in den nächsten 100 Jahren mit katastrophalen Auswirkungen auf die Menschheit. Zweifellos glaubt er an die Ergebnisse der Modelle, denn er vertritt durchaus aggressiv teilweise sehr arrogant - diese Position. Rahmstorf bezeichnet einzelne Computerdurchläufe seiner Modellsoftware als Experiment. Dies ist natürlich eine völlige Verkennung der wissenschaftlichen Arbeitsweise. Modelle, Theorien und seien sie noch so umfangreich und von wem sie auch kommen mögen - müssen in den Naturwissenschaften durch Messungen und Experiment verifiziert werden. Persönliche Bemerkung: Ich ärgere mich als Physiker und Wissenschaftler schon sehr über die Borniertheit einiger Kollegen aus der theoretischen Physik, wenn Computerdurchläufe als Experiment bezeichnet werden. Man gibt sich damit den Anschein einer seriösen Bestätigung der Modelle durch die Natur. Oder meint man mit Experiment bezeichnen zu müssen, ob der Computer die oft tage- oder wochenlangen Rechnungen durchhält? Wie auch immer, von einem Physiker sollte man eine sachlich richtige Beschreibung der so genannten global gemittelten Temperatur erwarten. In diesem Fall geht es insgesamt um das Temperaturverhalten der letzten 10 Jahre Januar 20 bis heute, in denen keine Temperaturerhöhung mehr festgestellt werden konnte trotz ungebremster CO2 Emission. Rahmstorf wie auch sein Chef Hans Joachim Schellnhuber streiten vehement ab, dass die Temperaturen der letzten 10 Jahre seit Januar 20 nicht mehr gestiegen sind. Es gibt 5 unterschiedliche Messungen der global gemittelten Temperaturen. Zwei Messungen von Land- und See-gestützten Messstationen Hadley CRU, Universität von East Anglia Großbritannien, GISS Goddard Institute for Space Science, USA,

2 es gibt des Weiteren zwei Messreihen von Satelliten seit 1979, Remote Sensing System U_AMSU_Channel_TLT_Anomalies_Land_and_Ocean_v03_2.txt und der University of Alabama in Huntsville, USA Außerdem bietet das Hadley Center noch die Temperaturen der Meeresoberflächen an Als Beispiel soll die Temperaturmessung von GISS dienen (Abbildung 1), die üblicherweise vom PIK als Referenz genommen wird Abbildung 1: GISS Messungen der global gemittelten Temperatur seit 1880 Man erkennt einen Anstieg der Temperaturen bis Mitte 1940, danach einen Abfall der Temperaturen bis 1979 und anschließend den Anstieg bis etwa 20 um fast 0,6 C. In Abbildung 2 sind die GISS Werte ab 1996 eingetragen.

3 Abbildung 2: GISS Temperaturmessung bis September 20 Nun was macht Rahmstorf mit diesen Messungen, wenn es um die vergangenen 10 Jahre seit 20 geht. Er lässt die Kurve 2000 beginnen, im niedrigen Temperaturbereich der La Nina, die auf den starken El Nino 1998 folgte, wie man in Abbildung 3 erkennt, in der die Messungen aller Temperaturreihen aufgetragen sind. Abbildung 3: Darstellung der der vergangenen Jahre seit Januar 2000 Temperaturen bis Juli 20 nach Rahmstorf.

4 Damit erhält er natürlich den von ihm und dem PIK propagierten Anstieg der Temperaturen auch im vergangenen Jahrzehnt. Da er seine Daten im Juli 20 enden lässt. Mein Tipp: Den Trend im El Nina Minimum des Jahres 2008 beginnen lassen und im El Nino Juni 20 aufhören. Das ergibt eine Anstieg von 0,7 C in nur 2 ½ Jahren also einen Trend von 2,8 C pro Dekade. Nicht schlecht, oder? Geht man in der Temperaturdarstellung von Januar 20 aus und nimmt man auch die Monate August September 20 mit, so ergibt sich ein ganz anderes Bild (Abbildung 4) T Anomalie Cx Hadley Remss Hadley SST UAH GISS Jahr Abbildung 4: Global gemittelte Temperaturanomalie Januar 20 bis September 20 (Achtung: Abszisse Temperaturanomalie in C mal 1000) Der relativ starke El Nino 2009/20 wird nämlich von einer ebenso relativ starken El Nina 20/21 gefolgt, die die Temperaturen wieder auf die Werte vor 20 fallen lässt. Die Meerestemperaturen zeigen diesen Trend bereits deutlich an (Abbildung 5).

5 Abbildung 5: Meeresoberflächentemperaturen Juni 2002 bis 4. Oktober 20 und El Nino Gebiete 3/4 Die GISS Temperaturen geben diesen Sachverhalt auch bereits wieder (Abbildung 6)

6 Abbildung 6: GISS Temperaturanomalie bis September 20. Rot eingezeichnet mit Skala rechts ist der ungebremste CO2 Anstieg in dieser Dekade. (Achtung: Abszisse Temperaturanomalie in C mal 1000) Die weitere Entwicklung der nächsten Monate wird die global gemittelten Temperaturen auf Grund der El Nina noch weiter fallen lassen. Von Anstieg der Temperaturen weiterhin keine Spur. Kennt der Fachmann Rahmstorf diese Entwicklungen nicht, was kaum zu glauben ist, oder versucht er die Abkühlung zu verheimlichen (Hide the Decline), weil es nicht in sein Weltbild passt, was man eigentlich auch nicht glauben möchte. Hierzu gibt es ein lustiges Video in Anspielung auf Climategate und die Hockeyschlägeraffäre von Michael Mann, Hide the Decline. Aber es gibt noch einen weiteren Trick, den Rahmstorf anwendet, um nicht zugeben zu müssen, dass die Temperaturen in den letzten 10 Jahren nicht gestiegen sind (Abbildung 7). Abbildung 7: Trends in den GISS Temperaturen nach Rahmstorf Rahmstorf schreibt hierzu:

7 Die grüne Gerade zeigt den linearen Trend über 25 Jahre (0,19 C pro Dekade). Die blauen Geraden zeigen die beiden jüngsten zehn-jahres-trends (8 C pro Dekade für ,19 C pro Dekade für ) und verdeutlichen, dass diese aktuellen Trends sowohl mit dem langfristigen Trend als auch der IPCC-Vorhersage konsistent sind. Sogar der speziell ausgesuchte elf-jahres-trend, der mit dem warmen Jahr 1998 beginnt und dem kalten 2008 endet, zeigt noch einen Erwärmungstrend von 0,11 C pro Dekade (was Laien überraschen mag, die im Geiste nur die beiden Endpunkte verbinden statt eine ordentliche Trendanalyse mit allen zehn Datenpunkten zu machen). Hier wird statistisch doppelt getrickst. 1) Wenn man eine Trendanalyse macht für einen Zeitbereich, der ab 20 keinen Temperaturanstieg mehr zeigt, mittels eines 25 jährigen Trends widerlegen will, dann ist dies ein Witz, wenn es nicht so ernst wäre. In der Abbildung 8 habe ich einen linearen Temperaturanstieg von 1980 bis 20 von 0,19 C/Dekade angenommen und dann eine konstante Temperatur bis 20. Anschließend wurde ein Trend bestimmt über 25 Jahre. Abbildung 8: Schematische Temperaturerhöhung und Konstanz ab 20; ergibt einen Trend von 0,164 C Pro Dekade Das Ergebnis des Trends von 0,164 C pro Dekade dieses künstlich erzeugten Temperaturverlaufs ist - wie könnte es auch anders sein - ähnlich dem 25 Jahre Trend von Rahmstorf (0,19 C/Dekade). Der Trend wird eindeutig bestimmt durch den Anstieg bevor die Temperatur konstant bleibt. 2) Niemand behauptet, dass die Temperatur seit 1998, 1999 oder 2000 konstant ist. Sie ist es erst wirklich ab 20. Rahmstorf geht jedoch

8 immer wieder auf die Zeit vor 20 zurück, um den Trend zu bestimmen. Damit erhält er natürlich einen positiven Trend. Nimmt man dagegen die realen gemessenen Werte für die Jahre Januar 20 bis September 20, so erhält man die folgenden Ergebnisse in den Abbildungen 9 und 10. Abbildung 9: Gemittelte T Anomalien aller Messreihen ergibt einen Trend im bezeichneten Zeitraum von 0,0239 C/Dekade oder 0,2 C pro Jahrhundert! (Achtung: Abszisse Temperaturanomalie in C mal 1000) Hadley SST Anomalie 600 y = - 0,0236 C/Dekade x Dekade+ 0,365 C 500 C x Jahr Abbildung 10: Anomalie der Hadley Meeresoberflächentemperatur von Januar 20 bis September 20. Der Trend beträgt 0,0239 C pro Dekade oder -0,2 C pro Jahrhundert! (Achtung: Abszisse Temperaturanomalie in C mal 1000)

9 Der Unterschied im Trend zwischen den Hadley Meerestemperaturen und den über alle Messreihen gemittelten Temperaturen liegt an der schnelleren Reaktion der Meeresoberflächentemperaturen beim Übergang zum El Nino und anschließend zur El Nina (Vergleich Abbildungen 4 und 5). Nach dem Ende der La Nina voraussichtlich im Frühjahr 21 wird man wohl bei allen Temperaturmessreihen einen leichten insignifikant negativen Trend, jedoch signifikante Temperaturkonstanz für das vergangene Jahrzehnt feststellen. Da werden wohl auch keine statistischen Tricks mehr helfen. RL

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