Healthy ageing und Prävention

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1 Symposium Ist Vorsorgen immer besser als Heilen? Donau-Universität Krems, Februar 2008 Healthy ageing und Prävention Dr. med. Georg Ruppe,, MA Donau-Universität Krems

2 ? Healthy ageing? Als Schlagwort in unserem professionellen wie alltäglichen Sprachgebrauch kritisch hinterfragen Durch Erfahrungen und Perspektiven von Betroffenen und durch gesellschaftlichen Kontext ergänzen Ein in dieser Form erweitertes Verständnis zu nutzen,, um über entsprechend präventive und gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen für eine neu dimensionierte Langlebigkeit nachzudenken

3 1.) Healthy ageing und seine gegenwärtige Bedeutung

4 ? ZUKUNFT? Politik/ Ökonomie Strategie Biomedizin Ideologie Erwartung Gesundes Altern Gesundheit im Alter Gesellschaft/ Individuum Hoffnung?ZUKUNFT?

5 ? ZUKUNFT? Politik/ Ökonomie Biomedizin Fitness Körperkultur Jugendlichkeit Markt / Wirtschaft Effizienz und Evidenz Gesundes Altern Gesundheit im Alter Gesellschaft/ Individuum? ZUKUNFT?

6 Gesundes Altern = Schlagworte/ Utopie + = Leitkonstrukt Utopie Gesellschaftsideologie, Werbung, Wellness, Anti-Ageing, Ageing, für (Präventions-)Medizin, Politik, Versorgungsforschung etc.

7 Politik/ Ökonomie Biomedizin Konstruke und Mythen über Das Alter Die Alten Das gesunde Altern Die Gesundheit/ Lebensqualität im Alter Gesellschaft/ Individuum

8 Eine eindimensionale, statische und stereotype Wahrnehmung problematisch, denn Ways of seeing affect ways of knowing and in turn ways of doing M. Sidell,, 1995: Health in old age. Myth, mystery and management. Buckingham: Open University Press.

9 Gefahren: 1) Objektiv ist gleich Subjektiv ist nicht gleich Fehlentscheidungen in Politik, Medizin, Pflege etc. 2) Diskriminierung und Kategorisierung

10 2.) Healthy ageing durch Kontext und Erfahrungen erweitern und in Bewegung setzen Was macht Ihrer Erfahrung nach ein gesundes Altern aus? Wie würden Sie + aus Ihrer Perspektive Gesundheit im Alter definieren? Frau und Herr B.

11 Divergenz zwischen subjektiv und objektiv Ageing paradox (1) Altern als multifaktorieller Prozess mit vielfältigen Ressourcen für und Teilaspekten von persönlicher Gesundheit (1) Westerhof, G. et al., 2003: The ageing paradox. Towards personal meaning in gerontological theory. In: Biggs, S., Lowenstein, A. & J. Hendricks (eds), The need for theory: Social gerontology for the 21st Century. Amityville, NY: Baywood, pp

12 Dynamisches und interagierendes Netzwerk an Ressourcen: Biologische biologisch körperliche Verfassung körperliche Aktivität und Mobilität mentale Gesundheit Psychologische Kontinuität von Interessen und Aufgaben Zufriedenheit Unabhängigkeit in Entscheidungen und persönlichem Willen Anpassungsfähigkeit Soziale Soziale Beziehungen und soziales Engagement Soziale und ökonomische / finanzielle Sicherheit Spirituelle Akzeptanz Glaube Enttabuisierung des Sterbens als Teil eines gesunden Lebens Aspekte einer Gesamtgesundheit

13 Relativiert und erweitert durch - Kontext - sich wandelnde Perspektiven/Erfahrungen und - Bewußtsein der eigenen Betroffenheit wird Gesundes Altern ein heterogener dynamischer + individueller Prozess

14 3.) Ein erweitertes Verständnis von Healthy ageing für Gesundheitsförderung und Prävention nutzen Heterogenität, Dynamik und Individualität verlangt auch bei der Gestaltung von präventiven und gesundheitsfördernden Rahmenbedingungen nach Multiprofessionalität, Flexibilität und differenziertem Vorgehen

15 Beispiele finden sich etwa bei der Gestaltung von: (Verhaltens-)Prävention und dem dafür nötigen Kontext = lebenslanger Prozess und braucht Bildung und kontinuierliche Weiterbildung Umwelt und Strukturen für ein (sinn)erfüllt( gestaltbares Altern Motivierende Kreisläufe statt eindimensionale Vorschriften

16 Interessen Weiterbildung und Lebenslanges Lernen Soziale, geistige und körperliche Aktivierung Gesundheitsfördernder Kreislauf Neue Bewertungen und Wertschätzungen Soziale Kontakte Engagement Motivation f. körperlichgeistiges Training

17 Beispiele finden sich etwa bei der Gestaltung von: (Verhaltens-)Prävention und dem dafür nötigen Kontext = lebenslanger Prozess und braucht Bildung und kontinuierliche Weiterbildung Umwelt und Strukturen für ein (sinn)erfüllt( gestaltbares Altern Motivierende Kreisläufe statt eindimensionale Vorschriften Wohnen und flexible Hilfe zu Hause Selbstbestimmtheit, Unabhängigkeit und Wohlbefinden als Ressource Flexible und multiprofessionelle Betreuungsformen Ärzte auf Rädern Institutionelle Einrichtungen Kleine, persönliche,, menschliche menschliche Strukturen Kontinuierliche Abläufe mit verbesserter Kommunikation und Kooperation Ethische Entscheidungsprozesse u.v.a.m.

18 Notwendig ist Hinterfragen und Überprüfen von Schlagwörtern und stereotypen Wertvorstellungen Zusammenführen von Expertisen und Orientierung an Betroffenenperspektiven Motivation zu Eigenverantwortlichkeit und gesellschaftlichem Engagement Vielfalt an Kompetenzen und Initiativen interdisziplinäre Kooperation und Kommunikation für umfassende Gesundheitsförderung und realistisches Healthy ageing

19 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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