Nachtumzug Gammelsdorf 2017 Allgemeine Vorschriften

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1 Auf den folgenden Seiten findet ihr wichtige Auflagen des Landratsamtes Freising, die uns und damit euch gemacht werden um eine Genehmigung für die Durchführung des Faschingszuges zu erhalten. Die wichtigsten Punkte haben wir zusammengefasst. Nehmt euch aber trotzdem die Zeit und lest alles durch um spätere Missverständnisse zu vermeiden. 1. des Landratsamtes (Zusammengefasst): -Pro Gespann/Gruppe muss dem Veranstalter ein Verantwortlicher (mind.18 Jahre!) benannt werden. Dieser hat auch dafür zu sorgen, dass die entsprechenden Vorschriften beachtet werden und muss uns dieses durch seine Unterschrift bestätigen. -Der Fahrer des Gespanns muss im Besitz der entsprechenden Fahrerlaubnis sein und ebenfalls mindestens 18 Jahre alt. (unabhängig von der Fahrerlaubnis!). Der Fahrer darf unter keinerlei Alkohol- oder Rauschmitteleinfluss stehen -Die Verkehrs- und Betriebssicherheit der Fahrzeuge und Anhänger muss in jedem Falle gewährleistet sein. Fahrzeuge und Anhänger, sowie die Personenbeförderung müssen entsprechend versichert sein. -Die An- und Abfahrt zum Faschingszug erfolgt auf eigene Gefahr -Beim Personentransport ist unbedingt auf entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu achten (Geländer müssen genügend hoch (mind. 1 m über der Standfläche der Personen) und ausreichend stabil sein, um auch unvorhergesehenen Ereignissen standhalten zu können. Stark angetrunkene Personen dürfen nicht befördert werden -Die Auf und Anbauten dürfen eine Höhe von 4 m nicht überschreiten -Anweisungen von Ordnern bzw. Rettungskräften muss unbedingt Folge geleistet werden

2 1. des Landratsamtes (offizielle ausführliche Version): 7. Sofern Kraftfahrzeuge (Lkw, Zugmaschinen mit Anhängern. Kräder etc.) vom Veranstalter zum Faschingszug zugelassen werden, hat dieser darauf zu achten, dass diese Fahrzeuge (auch nach An- oder Umbauten) entsprechend der Straßenverkehrszulassungsordnung -StVZO -zum Betrieb auf öffentlichen Straßen zugelassen und verkehrssicher i.s. der StVZO sind (z.b. einwandfreie Bremsen, Beleuchtungs- und Blinkeinrichtungen, keine Einschränkung des Sichtfeldes des Fahrers etc.). An- und/oder Umbauten durch die die Maße und Gewichte nicht überschritten werden, sind für die Zeit des Faschingszuges zulässig, ohne dass die Betriebserlaubnis erlischt. Das Gesamthöhenmaß der am Faschingszug teilnehmenden Fahrzeuge darf einschließlich der Wagen und Aufbauten 4 m nicht überschreiten (um Unfälle an Unterführungen, Starkstromleitungen zu vermeiden). 8. Jugendliche unter 16 Jahren dürfen während des Faschingszuges auf LKWs und Zugmaschinen mit Anhängern (vgl. vorstehende Nr. 7) nicht befördert werden. Die zum Faschingszug vom Veranstalter zugelassenen Fahrzeuge dürfen nur in Schrittgeschwindigkeit fahren und müssen zum vorherfahrenden Fahrzeug einen Sicherheitsabstand von ca. 5 m einhalten. Dabei ist dem einweisenden Personal des Veranstalters Folge zu leisten. In Kurven sowie bei Steigungen und Gefällen im Verlauf der vom Faschingszug benützten Straßen ist seitens des Veranstalters darauf hinzuwirkend, dass die jeweiligen Fahrer der einzelnen Wagen besonders vorsichtig fahren, um ein Herabstürzen von Personen von der Ladefläche speziell beim Bremsen und Anfahren der jeweiligen Fahrzeuge auszuschließen. 9. Die Fahrer der am Faschingszug beteiligten Fahrzeuge (Kraftfahrzeuge, Wagen mit Pferden etc.) dürfen unter keinerlei Alkoholeinfluss stehen. Sie müssen ferner im Besitze der jeweiligen Fahrerlaubnisklasse für die im Rahmen des Faschingszuges eingesetzten Fahrzeuge sein. Der jeweilige Fahrzeugführer muss mind. das 18. Lebensjahr vollendet haben. Desgleichen ist die Beförderung stark alkoholisierter Personen auf den einzelnen Wagen durch die Aufsichtsperson des Wagens zu unterbinden, um die Gefahr von Unfällen auszuschließen.

3 Die Teilnahme am Faschingszug beinhaltet keinerlei Ausnahme vom Alkoholverbot bei der Benützung von Kraftfahrzeugen (sowohl Kraftfahrzeuge als auch andere Fahrzeuge) für den jeweiligen Fahrer der einzelnen Wagen. 10. Für die Beförderung von Personen auf den Ladeflachen von Lastkraftwagen und von Anhängern bei dem Faschingszug, die mit der Erlaubnis des Genehmigungsinhabers an diesem Zug teilnehmen, gelten die nachstehenden Auflagen und Bedingungen. Gemäß 44 Abs. 1, 46 Abs. 2 und 3 der StVO i. V. mit der Zweiten Verordnung über Ausnahmen von straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften vom erteilt das Landratsamt Freising für die am Faschingszug mit Erlaubnis des Genehmigungsinhabers beteiligten Fahrzeuge Befreiung von der Vorschrift des 21 StVO (Beförderung von Personen auf der Ladefläche von Lkw und Anhängern): a) Diese Ausnahmegenehmigung gilt nur zur Beförderung von Personen auf den in o.a. Umzug mit Erlaubnis des Genehmigungsinhabers eingesetzten Fahrzeugen, also nicht für Fahrzeuge, die sich widerrechtlich dem Faschingszug anschließen. b) Die im Rahmen des Umzuges eingesetzten Fahrzeuge müssen verkehrs- und betriebssicher sein und den besonderen Anforderungen dieser Veranstaltung entsprechen. c) Die benannten Verantwortlichen der Gruppen sind insbesondere dafür" verantwortlich, dass aa) die Verkehrssicherheit der eingesetzten Fahrzeuge (gemäß der StVO bzw. der StVZO) auch bei zulässigen An- und/oder Umbauten garantiert bleibt. bb) durch die am Fahrzeug angebrachten Aufbauten die Sichtverhältnisse für den Fahrzeugführer und die Lenkfähigkeit des Fahrzeuges nicht beeinträchtigt werden, cc) für jede beförderte Person eine festeingebaute Sitzfläche vorhanden ist, d) die zusätzlichen Aufbauten einschließlich Sitzflächen rutschfest mit dem Fahrzeug verbunden sind und dass insbesondere da, wo sich Personen aufhalten. eine ausreichende Trittfestigkeit gewährleistet ist,

4 ee) die beförderten Personen durch entsprechende Aufbauten (z.b. Geländer) von ausreichender Höhe und Stärke gegen ein Herabstürzen gesichert sind. d) Für jedes Fahrzeug ist eine verantwortliche Aufsichtsperson zu bestimmen. e) In Verantwortung des Veranstalters ist die Höchstzahl der auf jedem Fahrzeug zu befördernden Personen festzulegen. Dabei darf das höchstzulässige Gesamtgewicht des eingesetzten Fahrzeuges nicht überschritten werden. Um ein Umkippen auszuschließen, müssen die zu befördernden Personen auf der Ladefläche der eingesetzten Fahrzeuge gleichmäßig verteilt werden. f).die Fahrer der Fahrzeuge sind vor Beginn der Veranstaltung zu besonderer Vorsicht und Rücksichtnahme anzuhalten. g) Für den Einsatz der Fahrzeuge im Rahmen des Umzuges (einschließlich Personenbeförderung) muss ausreichender Versicherungsschutz bestehen, der dem Pflichtversicherungsgesetz entspricht und die Haftung gemäß nachstehendem Buchstaben h) mit einschließt. Der Veranstalter hat dafür Sorge zu tragen, dass sämtliche Fahrzeuge, die an der Veranstaltung teilnehmen, diesen zusätzlichen Versicherungsschutz (zwecks Risikoerhöhung) besitzen. Der jeweilige Kfz-Haftpflichtversicherer der im Rahmen des Faschingszuges eingesetzten Kraftfahrzeuge sind wegen der Risikoerhöhung hinsichtlich der Personenbeförderung auf der Ladefläche vom Fahrzeughalter selbst oder vom Veranstalter in Kenntnis zu setzen. i) Auf der Hin- und Rückfahrt zum und vom Faschingszug darf keine Personenbeförderung erfolgen. j) Weitere Bedingungen und Auflagen bleiben vorbehalten. II. Sofern Lautsprecher während des Faschingszuges mitgeführt werden, wird hierzu die erforderliche Ausnahme vom Verbot des 33 Abs. I Nr. I StVO erteilt. Die Lautsprecher dürfen nur während der Dauer des Faschingszuges sowie auf den hierzu befahrenen Öffentlichen Straßen und Wegen benutzt werden, wobei der Lautsprecher mit nicht mehr als 18 Watt Stromstärke betrieben werden darf und nach innen zu drehen ist. (siehe gesonderte Vorschrift des Veranstalters)

5 12. Der Erlaubnisinhaber hat die Halter der am Faschingszug teilnehmenden Kraftfahrzeuge anzuhalten, ihre Kfz-Haftpflichtversicherung wegen der Risikoerhöhung zu verständigen, dass Personenbeförderung auf der Ladefläche des versicherten Fahrzeugs oder Anhängers durchgeführt wird. 13. Sofern vom Veranstalter Pferdegespanne und Reitpferde zur Teilnahme am Faschingszug eingesetzt werden, ist darauf zu achten, dass nur Verkehrsgewohnte und lärmunempfindliche Tiere eingesetzt werden, wobei jedes Gespann bzw. Reitpferd von einer kompetenten Begleitperson zu führen ist. 14. Sonstige bestehende Verpflichtungen aufgrund anderer Rechtsvorschriften werden durch diesen Bescheid nicht berührt bzw. ersetzt. 15. Das Verschießen von Gegenständen (z.b. Bonbons, Blumensträußen usw.) mit Kanonen, Raketen usw. ferner das Werfen von Gegenständen (Stroh, Heu, Papierschnitzel, Federn, Verpackungsmaterial, Flyer und sonstiger Unrat) mit Ausnahme von Süßigkeiten (Bonbons, Pralinen u. dgl.) und kleinen Blumensträußen ist vom Veranstalter während der Durchführung des Faschingszuges zu untersagen. Ferner ist das Abschießen von Böllern und Abbrennen von anderen Feuerwerkskörpern, sofern hierzu nicht die erforderlichen Erlaubnisse vorliegen, vom Veranstalter ebenfalls zu untersagen. 2. Merkblatt über die Ausrüstung und den Betrieb von Fahrzeugen und Fahrzeugkombinationen für den Einsatz bei Brauchtumsveranstaltungen Vorbemerkungen Für alle Fahrzeuge, die am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen, gelten grundsätzlich die einschlägigen Regelungen des Straßenverkehrsrechts insbesondere die Vorschriften der StVZO und StVO sowie diese ergänzenden Regelungen. Durch die Zweite Verordnung über Ausnahmen von straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften vom 28. Februar 1989 (2. StVRAusnahmeVO) sind jedoch unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen von der StVZO, StVO und der Fahrerlaubnisverordnung zugelassen.

6 Dieses Merkblatt wurde erstellt, um eine bundesweit einheitliche Verfahrensweise bei der Begutachtung der im Rahmen dieses Ausnahmeregelung eingesetzten Fahrzeuge durch den amtlich anerkannten Sachverständigen sicherzustellen und den Betreibern und Benutzern dieser Fahrzeuge Hinweise für den sicheren Betrieb zu geben. Geltungsbereich Das Merkblatt gilt entsprechend der 2. StVR-AusnahmeVO - für alle Fahrzeuge, wenn sie auf örtlichen Brauchtumsveranstaltungen eingesetzt werden. - Für Zugmaschinen, wenn sie 1. auf örtliche Brauchtumsveranstaltungen, 2. für nicht gewerbsmäßig durchgeführte Altmaterialsammlungen oder Landschaftssäuberungsaktionen, 3. zu Feuerwehreinsätzen oder Feuerwehrübungen, 4. für Feldrundfahrten oder ähnliche Einsätze, 5. auf den Zu- und Abfahrten zu diesen Anlässen verwendet werden. Inhalt 1. Zulassungsvoraussetzungen 1.1 Betriebserlaubnis für Fahrzeuge ( 18 StVZO) 2. Technische Voraussetzungen für Anhänger und Zugfahrzeuge 2.1 Bremsausrüstung ( 41 StVZO) 2.2 Einrichtungen zur Verbindung von Fahrzeugen ( 43 StVZO) 2.3 Abmessung, Achslasten und Gesamtgewichte ( 32 und 34 StVZO) 2.4 Räder und Reifen ( 36 StVZO) 2.5 Sicherheitsvorkehrungen für die Personenbeförderung ( 21 StVO) 2.6 Lichttechnische Einrichtungen ( 49 a ff StVZO) 3. Betriebsvorschriften und Zugzusammenstellung 3.1 Zulässige Höchstgeschwindigkeit (Betriebsvorschrift) 3.2 Versicherungen 3.3 Zusammenstellung 4. Voraussetzungen für die Fahrzeugführer 4.1 Mindestalter 4.2 Führerschein ( 6 FeV)

7 5. Muster für ein Gutachten eines amtlich anerkannten Sachverständigen Wortlaut des Merkblatts 1. Zulassungsvoraussetzungen 1.1. Betriebserlaubnis für Fahrzeuge ( 18 StVZO) Mit Ausnahme von Fahrzeugen mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit bis 6 km/h muss für jedes Fahrzeug, das auf örtlichen Brauchtumsveranstaltungen ( 1 Abs. 1 Nr. 1 der 2. StVR-AusnahmeVO) eingesetzt wird, eine Betriebserlaubnis erteilt sein. Ein entsprechender Nachweis (z. B. Kopie der Allgemeinen Betriebserlaubnis, Betriebserlaubnis im Einzelfall) muss ausgestellt sein. Für Fahrzeuge, die auf örtlichen Brauchtumsveranstaltungen ( 1 Abs. 1 Nr. 1 der 2. StVR-AusnahmeVO) eingesetzt werden und die mit An- oder Aufbauten versehen sind, erlischt die Betriebserlaubnis nicht, sofern die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt wird. Fahrzeuge, die wesentlich verändert wurden und auf denen Personen befördert werden, müssen von einem amtlich anerkannten Sachverständigen begutachtet werden. Die Bestätigung, dass keine Bedenken gegen die Verkehrssicherheit der Fahrzeuge bestehen, wird vom amtlich anerkannten Sachverständigen im Gutachten nach Abschnitt 5 bescheinigt. 2. Technische Voraussetzungen für Anhänger und Zugfahrzeuge 2.1 Bremsausrüstung ( 41 StVZO) Die Fahrzeuge müssen entsprechend den Vorschriften der StVZO grundsätzlich mit einer Betriebsbremse und einer Feststellbremse ausgerüstet sein. Abweichende Einsätze sind möglich, sofern ein amtlicher anerkannter Sachverständiger die Ausnahme befürwortet und die zuständige Stelle eine Genehmigung erteilt 2.2 Einrichtungen zur Verbindung von Fahrzeugen ( 43 StVZO)

8 Es dürfen nur Verbindungseinrichtungen in amtlich genehmigter Bauart verwendet werden. Unsachgemäße Änderungen oder Reparaturen sowie Beschädigungen sind nicht zulässig. In besonderen Fällen ist eine fachlich vertretbare Änderung einer Zugdeichsel zulässig, sofern die Änderung durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen positivbegutachtet und von der zuständigen Stelle genehmigt wurde (entsprechend 19 Abs. 2 und 3 StVZO). 2.3 Abmessungen, Achslasten und Gesamtgewichte ( 32 und 34 StVZO) Bei Verwendung der Fahrzeuge auf örtlichen Brauchtumsveranstaltungen ( 1 Abs. 1 Nr. 1 der 2. StVR-AusnahmeVO) dürfen die gemäß 32 und 34 StVZO zulässigen Abmessungen, Achslasten und Gesamtgewichte der Fahrzeuge überschritten werden, wenn keine Bedenken gegen die Verkehrssicherheit auf diesen Veranstaltungen bestehen. Die Unbedenklichkeit ist vom amtlich anerkannten Sachverständigen im Gutachten nach Abschnitt 5 zu bescheinigen. 2.4 Räder und Reifen ( 36 StVZO) Die Tragfähigkeit in Abhängigkeit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit muss gegeben sein. 2.5 Sicherheitsvorkehrungen für die Personenbeförderung ( 21 StVO) Fahrzeuge, auf denen Personen befördert werden, müssen mit rutschfesten und sicheren Stehflächen, Haltevorrichtungen, Geländern bzw. Brüstungen und Einbzw. Ausstiegen im Sinne der Unfallverhütungsvorschrift ausgerüstet sein. Beim Mitführen stehender Personen ist eine Mindesthöhe der Brüstung von 1000 mm einzuhalten. Beim Mitführen von sitzenden Personen oder Kindern (z.b. Kinderprinzenwagen) ist eine Mindesthöhe von 800 mm ausreichend. Sitzbänke, Tische und sonstige Auf- und Einbauten müssen mit dem Fahrzeug fest verbunden sein. Die Verbindungen müssen so ausgelegt sein, dass sie den üblicherweise im Betrieb auftretenden Belastungen standhalten. Auf die jeweils zulässigen Höchstgeschwindigkeiten (Betriebsvorschrift) wird

9 hingewiesen (s. Abschn. 3.1) Ein- und Ausstieg sollten möglichst hinten bezogen auf die Fahrtrichtung angeordnet sein. Auf keinen Fall dürfen sich Einund Ausstiege zwischen zwei miteinander verbundenen Fahrzeugen befinden. Beim Mitführen von Kindern auf Ladeflächen von Fahrzeugen muss mindestens eine geeignete erwachsene Person als Aufsicht vorhanden sein Lichttechnische Einrichtungen ( 49 a ff StVZO) Die vorgeschriebenen oder für zulässig erklärten lichttechnischen Einrichtungen müssen an Fahrzeugen, die auf örtlichen Brauchtumsveranstaltungen ( 1 Absatz 1 Nr. 1 der 2. StVR-AusnahmeVO) eingesetzt werden, vollständig vorhanden und betriebsbereit sein. Dies gilt nicht während örtlicher Brauchtumsveranstaltungen, die auf für den übrigen Verkehr abgesperrten Strecken stattfinden (z.b. Rosenmontagszüge). 3. Betriebsvorschriften und Zugzusammenstellung 3.1. Zulässige Höchstgeschwindigkeit Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt: - 6 km/h bei Fahrzeugen ohne Betriebserlaubnis, Fahrzeugen mit besonders kritischem Aufbau und Fahrzeugen, auf denen Personen stehend befördert werden; - 25 km/h bei Fahrzeugen, auf denen Personen sitzend befördert werden, Fahrzeugen die aufgrund technischer Anforderungen (siehe Abschnitt 2) für eine höhere Geschwindigkeit nicht zugelassen sind sowie Fahrzeugkombinationen bestehend aus Zugmaschine und Anhänger(n) Die jeweils zulässige Höchstgeschwindigkeit (Betriebsvorschrift) ist durch ein Geschwindigkeitsschild nach 58 StVZO auf der Rückseite der Fahrzeuge bzw. Fahrzeugkombinationen anzugeben. Dies gilt nicht während örtlicher Brauchtumsveranstaltungen, die auf für den übrigen Verkehr abgesperrten Strecken stattfinden (z.b. Rosenmontagszüge). 3.2 Versicherungen Für jedes der eingesetzten Fahrzeuge muss eine

10 Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung bestehen, die die Haftung für Schäden abdeckt, die auf den Einsatz der Fahrzeuge im Rahmen der 2. StVRAusnahmeVO zurückzuführen sind. 3.3 Zugzusammenstellung Anhänger dürfen nur hinter solchen Zugfahrzeugen mitgeführt werden, die hierfür geeignet sind. Voraussetzungen für die Eignung sind insbesondere: - das zul. Gesamtgewicht, die zul. Hinter Achslast, die zul. Anhängelast und die zul. Stützlast am Kupplungspunkt des Zugfahrzeuges müssen ausreichend sein, um den Anhänger mitführen zu können (siehe Angaben im FzSchein und in der Betriebsanleitung bzw. im Gutachten nach Abschnitt 5); - die Anhängekupplung des Zugfahrzeuges muss für die aufzunehmende Anhängelast und Stützlast sowie für die Aufnahme einer entsprechenden Zugöse des Anhängers geeignet sein; - die Fahrzeugkombination muss die vorgeschriebene Bremsverzögerung erreichen. Es wird unterstellt, dass die vorgeschriebene Bremsverzögerung erreicht wird, wenn der Bremsweg vom Zeitpunkt der Bremsbetätigung bis zum Stillstand der Fahrzeugkombination in Abhängigkeit der bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit des Zugfahrzeuges folgende Werte nicht übersteigt: Bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit Bremsweg höchstens des Zugfahrzeuges: 20 km/h 06,5 m 25 km/h 09,1 m 30 km/h 12,3 m 40 km/h 19,8 m - die Anforderungen an Bremsanlagen von Zugfahrzeug und Anhänger entsprechend Abschnitt 2.1 sind zu erfüllen. 4. Vorraussetzungen für die Fahrzeugführer 4.1. Mindestalter Das Mindestalter für die Fahrzeugführer beträgt 18 Jahre.

11 4.2 Führerschein ( 6 FeV) Zum Führen von Zugmaschinen bis 32 km/h bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit und Anhängern, die auf Einsätzen im Rahmen der 2. StVR-AusnahmeVO geführt werden, berechtigt abweichend von 6 Absatz 1 FeV die Fahrerlaubnis der Klasse L (Klasse 5 gemäß StVZO in der bis geltenden Fassung). 5. Muster für ein Gutachten eines amtlich anerkannten Sachverständigen Gutachten gemäß der zweiten Verordnung über Ausnahmen von Straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften Zum Einsatz von Fahrzeugen bei Brauchtumsveranstaltungen Mit / ohne Personenbeförderung, max. Sitzplätze; max Stehplätze 1. Fahrzeugidentifizierung 1.1 Fahrzeug- und Aufbauart: 1.2 Hersteller: 1.3 Fahrzeug-Ident.-Nr.: 1.4 Fabrikschild (Anbringungsort): 1.5 Betriebserlaubnis-Nr.: 2. Beschreibung des Aufbaus mit Bilddokumentation 3. Fahrzeugdaten 3.1 Maße über alles: Länge: mm; Breite: mm; Höhe: mm 3.2 Zulässiges Gesamtgewicht: kg 3.3 Zulässige Achslast: Vorn: kg; hinten: kg 3.4 Zahl der Achsen: 3.5 Größenbezeichnung der Bereifung: 3.6 Art der Betriebsbremse: 3.7 Art der Feststellbremse:

12 3.8 Lenkung: Lenkeinschlag nicht begrenzt / auf Grad begrenzt 3.9 Art der mechanischen Verbindungseinrichtung: Zugöse Zugkupplung Bolzenkupplung Sonstige Verbindungseinrichtung Beschreibung: Zuggabel, -deichsel, -rohr: Originalzustand geänderte Ausführung: Kupplungskugel Bolzenkupplung 4. Sicherheitsvorkehrungen für die Personenbeförderung 4.1 Ein-/Ausstiege (Beschreibung, Maße): 4.2 Brüstung, Haltevorrichtung (Beschreibung, Maße, Lage) 5. Auflagen, Beschränkungen und Gültigkeitsdauer 5.1 Auf An- und Abfahrten sind die erforderlichen Leuchtenträger anzubringen vorn / hinten / keine (kann bei Begleitfahrzeug vor dem Fahrzeug / hinter dem Fahrzeug / vor der Fahrzeugkombination / hinter der Fahrzeugkombination entfallen) beträgt die zulässige Fahrgeschwindigkeit (Betriebsvorschrift) 6 km/h / 25 km/h / km/h. Ein Geschwindigkeitsschild nach 58 StVZO ~ ist / ~ ist nicht erforderlich sind alle Aufbauten fest und sicher anzubringen dürfen auf dem Fahrzeug / der Fahrzeugkombination Personen / keine Personen befördert werden. 5.2 Zum Ziehen des Anhängers muss ein geeignetes Zugfahrzeug verwendet werden

13 5.2.1 Das Zugfahrzeug muss mit einer Einleitungs- Druckluftbremsanlage ausgerüstet sein Das Zugfahrzeug muss mit einer Zweileitungs- Druckluftbremsanlage ausgerüstet sein Das Zugfahrzeug muss mindestens ein tatsächliches Gesamtgewicht von kg bei Wirkung der Betriebsbremse auf eine Achse kg bei Wirkung der Betriebsbremse auf alle Räder haben. Die Bremsverzögerung muss mindestens die unter Abschnitt 3.3 des Merkblattes angegebenen Werte erreichen Das Zugfahrzeug muss mit einer Verbindungseinrichtung in einer genehmigten und geeigneten Ausführung ausgerüstet sein: D-Wert min.: kn V-Wert min.: kn Stützlast min.: kn Das Zugfahrzeug muss verkehrs- und betriebssicher sein 5.3 Während der Veranstaltung darf nur in Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. 5.4 Weitere Auflagen und Beschränkungen:... Bei Beachtung der geforderten Auflagen und Beschränkungen bestehen auch in Verbindung mit den festgestellten Abweichungen von der StVZO bzw. der StVO keine Bedenken gegen die Verkehrssicherheit beim Einsatz auf der o. g. Veranstaltung. 5.5 Gültigkeitsdauer Das Gutachten ist gültig bis zum, sofern keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden, den.. Der amtlich anerkannte Sachverständige für den Kraftfahrzeugverkehr Rechtsprechung (zu 32 Abs. 3 und 4 StVZO)

14 - Die Festsetzungen der höchstzulässigen Länge bei Zügen in 32 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. d StVZO ist eine sich im Rahmen der gesetzlichen Ermächtigung des 6 Abs. 1 Nr. 3 StVG haltende, den dort genannten Zwecksetzungentypisierend gerecht werdende Regelung. - Die Ermessensausübung bei der Entscheidung über die Genehmigung von Ausnahmen nach 70 Abs. 1 Nr. 1 StVZO hat sich an den in 6 Abs. 1 Nr. 3 StVG genannten Zwecken zu orientieren. Andere Gesichtspunkte, etwa solche des Wettbewerbs sind nicht einzustellen. - Die Ausnahmevorschrift des 70 Abs. 1 Nr. 1 StVZO ist restriktiv zu handhaben. Sie dient der Behebung einer besonderen individuellen Härtelage, die über die in der Höchstlängenfestsetzung nach 32 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. d StVZO bereits angelegte allgemeine Härte hinausgeht. Zur Behebung dieser Härte hat der Antragsteller alle zumutbaren Eigenmaßnahmen zu treffen. (Bay VGH, Urt. V VerkMitt. S.95) Bei längenverstellbaren Zugeinrichtungen, die sich automatisch bei Kurvenfahrt den Gegebenheiten anpassen, ist die länge des Zuges im (verkürzten) Zustand zu messen, der sich bei einer Geradeausfahrt automatisch einstellt (BayObLG, Beschl. v VerkMitt. S. 68)

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