Kanton und Stadt stellen Tramplanung zurück. Medienkonferenz vom 25. September 2017

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1 Kanton und Stadt stellen Tramplanung zurück Medienkonferenz vom

2 Inhalt 1. Wirtschaftlichkeitsberechnung 2. Weitere Faktoren 3. Folgerungen 4. Fragen Seite 2

3 Städtevergleich Stadt Einwohner 2015 Tram Heute Tram vor 10 Tramausbau in Jahren letzten Jahren Zürich 396'000 ja ja ja "Glattal" ca. 210'000 ja nein ja Genf 195'000 ja ja ja Basel 175'000 ja ja ja Bern 141'000 ja ja ja Lausanne 136'000 ja ja ja Winterthur 107'000 nein nein nein Luzern 81'000 nein nein nein St.Gallen 75'000 nein nein nein Seite 3

4 Einsatzbereiche Verkehrsmittel in Agglomerationen Seite 4

5 Angebotskonzept Tram 2035 Linie 1: Stephanshorn Winkeln Linie 2: Heiligkreuz Güterbahnhofareal (oder Stocken) Seite 5

6 Wirtschaftlichkeit: Ergebnis (Basisszenario) Seite 6

7 Ergebnis (unter Berücksichtigung Stellschrauben und Agglomerationsprogramm) Das Konzept «Tram 2035» ist bei allen Berechnungen jährlich deutlich teurer als das Konzept «Bus 2035». Seite 7

8 Ergebnis Seite 8

9 Ergebnis Kapazitätsgrenzen Die Kapazitätsgrenzen «Bus 2035» werden zwischen etwa 2040 (Verkehrsentwicklung Szenario hohe Nachfrage) und nach 2060 (Szenario «mittel») erreicht. Mit dem Szenario «Mobilitätskonzept» wird die Kapazitätsgrenze nach 2050 erreicht. Nachfrageprognose Die Nachfrage-Entwicklung in den letzten Jahren ist deutlich geringer als diejenigen der Szenarien. Ohne wesentliche Änderungen wird somit die Kapazitätsgrenze eher später erreicht werden. Um rechtzeitig die Weichen stellen zu können, ist die Nachfrageentwicklung jährlich zu prüfen um Trends zu erkennen. Seite 9

10 2. Weitere Faktoren Seite 10

11 Weitere Faktoren Pro Tram städtebauliche Aufwertung entlang der Strecke Investitionsschub in der Region hohe Laufruhe, Spurtreue und angenehmer Fahrkomfort Image des Neuartigen (Tram) ist attraktiver Pro Bus Bussystem ist flexibler Beim Bus haben die Passagiere einen dichteren Takt geringere Infrastrukturkosten Tram hat städtebaulich grössere Auswirkungen als Bus Seite 11

12 Fazit Die nötige Transportkapazität kann in den kommenden Jahren auch mit einem leistungsfähigen Bussystem bewältigt werden. Die Mehrkosten des Tram-Systems gegenüber einem bezüglich Angebot gleichwertigen Bussystem betragen jährlich rund 6 bis 22 Mio. Franken, was eine Erhöhung der jährlichen Abgeltungen des Kantons und der Gemeinden von rund 5 18 Prozent verursachen würde. Um rechtzeitig die Weichen stellen zu können, ist die Nachfrageentwicklung jährlich zu prüfen. Seite 12

13 3. Folgerungen Sistierung des Projektes «Tram» aufgrund der Kosten-Nutzen- Überlegungen. Es sind jedoch vorausschauende Massnahmen notwendig. 1. Monitoring (Verkehrsnachfrage und Entwicklung Fahrzeugtechnologie) 2. Depotstandort langfristig sichern 3. Tram im Auge behalten und langfristig nicht verhindern Seite 13

14 Monitoring Fahrzeug-Kapazität (Stand 2017) Querschnitt Prognose in 20 Jahren: Reserve des geplanten Angebots (gemessen an der Komfortkapazität) Szenario Mittel Szenario Mobilitäts- Konzept Szenario Hoch 2.1 Querschnitt St.Leonhard-Strasse Abschnitt Rosenbergstrasse-St.Leonhard- Brücke 2.2 Querschnitt St.Leonhard-Strasse Abschnitt St.Leonhard-Hauptbahnhof 2.3 Querschnitt Marktplatz Hauptbahnhof Abschnitt Marktplatz - Oberer Graben 2.4 Querschnitt Rorschacher Strasse Abschnitt Theater-Marktplatz 2.5 Querschnitt St.Jakob-Strasse Abschnitt Schützengarten-Marktplatz 30 % 38 % 16 % 26 % 34 % 12 % 34 % 40 % 21 % 30 % 25 % 14 % 35 % 33 % 20 % Reserve > 30 % Reserve 0-30 % Reserve < 0 % Tabelle 1: Kapazitätsreserven des geplanten öv- Angebots in 20 Jahren auf dimensionierungsrelevanten Querschnitten Seite 14

15 Monitoring Haltestellen-Kapazität (Stand 2017) Seite 15

16 Technologie beobachten Allenfalls sind längerfristig auch andere Systeme als ein Tram für grössere Personenbeförderungen sinnvoll. Entwicklung im ÖV-Bereich beobachten: bspw. Tram-sur- Pneu, automatisiertes Fahren Seite 16

17 Raum sichern Die Suche für Tram-Depot-Standort wurde bereits in der Machbarkeitsstudie begonnen. Aufgrund dieser Studie wurden diverse Standorte in der Stadt St.Gallen als möglich und zweckmässig erachtet. Bei Strassen- und Platzprojekte jeweils beurteilen, wie ein Tram langfristig nicht verunmöglicht wird ob eine Berücksichtigung oder Raumsicherung eines möglichen künftigen Trams zweck- und verhältnismässig ist ob Vorinvestitionen für ein Tram sinnvoll sind. Seite 17

18 4. Fragen Seite 18

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