Außenhandelstheorie und internationaler Wettbewerb

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1 1. Einführung 2. Außenhandel 3. Handelspolitik 4. Institutionen Außenhandelstheorie und internationaler Wettbewerb Das Konzept des komparativen Vorteils Faktorausstattung und Handelsmuster Intra industrieller Handel Freihandel und die Gewinne aus Außenhandel K. Morasch 2010 Außenhandel, internationaler Wettbewerb und Handelspolitik Einführung 2. Außenhandel 3. Handelspolitik 4. Institutionen Außenhandelstheorie Themen Grundidee des komparativen Vorteils und der Außenhandelsanalyse im allgemeinen Gleichgewicht anhand des Ricardo Modells (2.1) Wie können die empirisch festgestellten Handelsmuster erklärt werden? inter industrieller Handel: komparative Kostenvorteile aufgrund von Technologie (2.1) und Faktorausstattung (2.2) intra industrieller i t i Handel: Produktdifferenzierung i und Skalenerträge (2.3) Welche Auswirkungen ergeben sich für die Volkswirtschaft als Ganzes und für unterschiedliche Gruppen innerhalb einer Volkswirtschaft, wenn ausgehend von einer Autarkiesituation Außenhandel aufgenommen oder durch Wachstum in einzelnen Ländern die Situation verändert wird? (2.4) K. Morasch 2010 Außenhandel, internationaler Wettbewerb und Handelspolitik 20

2 Außenhandelstheorie und internationaler Wettbewerb Das Konzept des komparativen Vorteils Faktorausstattung und Handelsmuster Intra industrieller Handel Freihandel und die Gewinne aus Außenhandel K. Morasch 2010 Außenhandel, internationaler Wettbewerb und Handelspolitik 21 Aufbau von Abschnitt 2.1 absolute vs. komparative Vorteile komparative Kostenvorteile anhand des Ricardo Beispiels (Zahlenbeispiel, Produktionsmöglichkeitenkurve, mit Arbeitslöhnen) Anwendung: Missverständnisse über Außenhandel Ricardo Modell inallgemeiner Formulierung (Annahmen, Produktionsmöglichkeiten, relatives Angebot / relative Nachfrage) Handelsmuster und Vorteilhaftigkeit des Handels (Zwei vs. Mehrgüterfall) Fazit: spezielle und allgemeingültige Ergebnisse allgemeiner komparativer Vorteil (gekrümmte Produktionsmöglichkeiten) K. Morasch 2010 Außenhandel, internationaler Wettbewerb und Handelspolitik 22

3 Absolute Kostenvorteile Produktion pro Arbeitsjahr USA Kolumbien Kaffee (kg) Flugzeuge 1/20 1/100 Flugzeuge Handel Kaffee K. Morasch 2010 Außenhandel, internationaler Wettbewerb und Handelspolitik 23 Komparative Kostenvorteile Produktionsverlagerung Darstellung anhand des Ricardo Beispiels England Portugal Produktion pro Arbeitswoche (m) Wein (l) 1 6 Angenommene Produktionsverlagerung 2 Mio. Wochen statt Wein 1 Mio. Wochen Wein statt Vorteil (m) +20 Mio 12 Mio +8 Mio Wein (l) 2 Mio +6 Mio +4 Mio K. Morasch 2010 Außenhandel, internationaler Wettbewerb und Handelspolitik 24

4 Komparative und absolute Kostenvorteile Grafik Produktionsmöglichkeiten ohne Außenhandel Portugals Produktions möglichkeiten Englands Produktionsmöglichkeiten (Mio. m) Inputmengen: Jeweils 6 Mio. Ab Arbeitswochen 6 36 Wein (Mio. l) K. Morasch 2010 Außenhandel, internationaler Wettbewerb und Handelspolitik 25 Komparative Vorteile und Handel Grafik Außenhandelsgewinne beim Welthandelspreis 4 m = 1 l Wein England Portugal 144 Konsummöglichkeiten Konsummöglichkeiten Wein Produktions möglichkeiten Produktionsmöglichkeiten Wein K. Morasch 2010 Außenhandel, internationaler Wettbewerb und Handelspolitik 26

5 Komparative Vorteile und Spezialisierung Annahmen: Analyse mit Arbeitslöhnen Arbeit ist einziger Produktionsfaktor vollkommener Wettbewerb Preis = Arbeitskosten/Mengeneinheit Autarkie: p E = 1/10 w E p Wein E = w E p P = 1/12 w P p Wein P = 1/6 w P Freihandel: Kostenvorteilabhängig von Technologie und Löhnen Löhne w E /w P < 1/6 1/6 w E /w P 5/6 w E /w P > 5/6 Kosten England England: Portugal vorteil Portugal: Wein Preise : 1/10 w E : 1/10 w E : 1/12 w P Wein: w E Wein: 1/6w P Wein: 1/6w P K. Morasch 2010 Außenhandel, internationaler Wettbewerb und Handelspolitik 27 Populäre Missverständnisse über Außenhandel Anwendung der Ergebnisse des Ricardo Modells: Freihandel und Wettbewerbsfähigkeit Ist Außenhandel nur dann vorteilhaft, wenn die inländischen Firmen produktiv genug sind, um international wettbewerbsfähig zu sein? Konkurrenz aus Billiglohnländern Ist ausländischer Wettbewerb aufgrund niedriger Löhne unfair und ergeben sich dadurch Nachteile für das Inland? Ungleicher Tausch und Ausbeutung Wird ein Land wird durch Außenhandel ausgebeutet, wenn es mehr Arbeit zur Produktion der Exportgüter einsetzen muss, als in seinen Importgütern an ausländischer Arbeit enthalten ist? K. Morasch 2010 Außenhandel, internationaler Wettbewerb und Handelspolitik 28

6 Formale und grafische Darstellung des Ricardo Modells Welttransformationskurve und relative Angebotskurve a i = Arbeitseinheiten je Produkteinheit / L = Faktorausstattung / * = Ausland x 2, * x 2 p 1 p 2 U Wlt Welt a 1 /a 2 p Welt RA * p Welt *a 1 / * a 2 RN x 1 * x * L/ * a 1, 1 / tan = a 1 1 /a 2 L/a x 2 2 x 1 K. Morasch 2010 Außenhandel, internationaler Wettbewerb und Handelspolitik 29 Relative Produktivität und Handelsmuster Komparative Kosten bei vielen Produkten Computer Autos Textilien Schuhe USA Frankreich [Arbeitsstunden pro Einheit] [Verhältnis der Effizienz 6:1 2:1 8:5 2:3 Arbeitsstunden Frankreich:USA] w FR = 5/8w USA USA Frankreich Computer Autos Textilien Schuhe K. Morasch 2010 Außenhandel, internationaler Wettbewerb und Handelspolitik 30

7 Fazit zum Ricardo Modell spezielle Ergebnisse wegen einschränkender Annahmen [Erweiterung]: lineare Technologie vollkommene Spezialisierung [2.2] ein Produktionsfaktor kein Effekt auf Verteilung [2.4] vollkommene Konkurrenz Skalenerträge und Produktdifferenzierung, unvollkommener Wettbewerb? [2.3/3.3] gegebene Technologie Wachstum? Innovationen? [2.4] und Faktorausstattung allgemeingültige Aussagen: Freihandel ist für alle Länder besser als Autarkie (Spezialisierung und Handel weitet Konsummöglichkeiten aus) für Außenhandel ist komparativer Kostenvorteil (Opportunitätskosten) und nicht absoluter Kostenvorteil (Produktivität) relevant empirisch bestätigt: Güter mit relativ höherer Produktivität exportiert K. Morasch 2010 Außenhandel, internationaler Wettbewerb und Handelspolitik 31 Allgemeiner komparativer Vorteil Faktorausstattung, Präferenzen und Produktivität x 2 * x 2 A U p 1 /p 2 *A *U *pp 1 / * p 2 x 1 *x 1 K. Morasch 2010 Außenhandel, internationaler Wettbewerb und Handelspolitik 32

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