Dienste und Runlevel. September 2010 Oliver Werner Linux Systemmanagement 1

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1 Dienste und Runlevel September 2010 Oliver Werner Linux Systemmanagement 1

2 Dienste Dienste sind Programme die im Hintergrund ausgeführt werden Meist arbeiten die verschiedenen Dienste nur auf direkte Anforderung (Beispiel Webserver) Dienste haben selten eine grafische Oberfläche und arbeiten ohne Interaktion des Benutzers Beispiel für Dienste: Webserver, Mailserver Hardwareerkennung, Auto-Mount von USB Sticks September 2010 Oliver Werner Linux Systemmanagement 2

3 Runlevel Betriebszustand des Computers Beim Starten werden oftmals mehrere Runlevel durchlaufen. Beim Herunterfahren werden die Runlevel in umgekehrter Reihenfolge ausgeführt Runlevel können jederzeit geändert werden Bisher meist genutzte: SysV-Init-System immer noch sehr häufig genutzt - wird hier behandelt Ubuntu neue Alternative: Upstart September 2010 Oliver Werner Linux Systemmanagement 3

4 sysv-init Das SysV Init System ist das Init system des Unix Betriebsystem System V. Ein Nachbau davon wird in vielen Linux Distributionen verwendet und als Standard Initsystem verwendet. Bei sysv-init handelt es sich um einen Prozess der direkt vom Kernel gestartet wird (PID 1). Dieser Prozess überwacht die einzelnen Runlevel und steuert somit auch das System. September 2010 Oliver Werner Linux Systemmanagement 4

5 Für was sind Runlevel nötig Definition von Diensten die automatisch gestartet werden sollen Abhängigkeitsdefinitionen: Beispiel: Webserver kann nicht gestartet werden bevor nicht das Netzwerk initialisiert wurde September 2010 Oliver Werner Linux Systemmanagement 5

6 Die einzelnen Runlevel 0 Shutdown. S Single-User-Runlevel; niedrigster Runlevel für Wartungsarbeiten 1 Einzelnutzerbetrieb ohne Netzwerk mit ausschließlich lokalen Resourcen 2 Lokaler Mehrbenutzerbetrieb (ohne) Netzwerk 3 Netzwerkbetrieb 4 nicht definiert 5 Wie 3 mit grafischer Oberfläche 6 - Reboot September 2010 Oliver Werner Linux Systemmanagement 6

7 Runlevel wechseln Bei Ubuntu kann über init und telinit das Runlevel gewechselt werden: init 4 wechselt ins Runlevel 4 telinit 4 wechselt ebenfalls ins Runlevel 4 September 2010 Oliver Werner Linux Systemmanagement 7

8 Aktuelles Runlevel Es gibt zwei Möglichkeiten um sich das aktuelle Runlevel ausgeben zu lassen: $ who -r runlevel 2 <date> $ runlevel N 2 September 2010 Oliver Werner Linux Systemmanagement 8

9 Start-/Stop-Skripte und Runlevel Wie werden Dienste nun gestartet und beendet: $ sudo /etc/init.d/<dienstname> [start stop restart...] $ sudo service <dienstname> [start stop restart...] Bei Upstart: $ sudo start <dienstname> $ sudo stop <dienstname> $ initctl [start stop restart...] <dienstname> September 2010 Oliver Werner Linux Systemmanagement 9

10 Definition der automatischen Starts Es gibt unter Ubuntu verschiedene Verzeichnisse in denen die zu startenden und zu stoppenden Dienste definiert werden: /etc/rc<runlevel>.d/ In diesem Verzeichnis befinden sich symlinks die entweder mit S für Start oder K für Kill stehen. Es gibt verschiedene Werkzeuge diese zu bearbeiten: Manuell über setzen von symlinks September 2010 Oliver Werner Linux Systemmanagement 10 Benutzung von update-rc.d

11 update-rc.d update-rc.d fügt init Skripte hinzu und löscht diese wieder: Anlegen: update-rc.d <initskript> defaults [Startnummer] Entfernen: update-rc.d <initskript> remove September 2010 Oliver Werner Linux Systemmanagement 11

12 Eigene Init Skripte In der Datei /etc/init.d/skeleton ist der prinzipielle Aufbau eines Startskripts hinterlegt. Diese Datei kann als Vorlage verwendet werden. Das neue eigene init Skript muss immer ausführbar sein. September 2010 Oliver Werner Linux Systemmanagement 12

13 Übung Erstellen eines eigenen init Skriptes auf Basis der skeleton Datei Init Skript ausführbar machen. Mit update-rc.d das Initskript automatisch starten lassen Was soll im runlevel 4 gestartet werden. September 2010 Oliver Werner Linux Systemmanagement 13

LINUX-EINSATZMÖGLICHKEITEN... 2 INIT - RUNLEVELS... 2 MODULE... 2 BENUTZER UND GRUPPEN... 3 DATEIEN UND VERZEICHNISSE... 4 RECHTE... 4 NETZWERK...

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