Vom Konzeptuellen zum Syntaktischen: Die Kopula werden als Schnittstellenwunder

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Vom Konzeptuellen zum Syntaktischen: Die Kopula werden als Schnittstellenwunder"

Transkript

1 ILG Workshop V: Zusammengesetzte Prädikate und Kompositionalität Vom Konzeptuellen zum Syntaktischen: Die Kopula werden als Schnittstellenwunder Holden Härtl Humboldt Universität zu Berlin Einiges geht nicht mit werden a. Das gelbe Buch wurde *kostenlos / wertlos. b. Der Teller *wurde / ging kaputt. c. Die antike Vase wurde *dem Klaus wertlos / ging dem Klaus kaputt. d. Ripley wurde *allein / einsam. UNACCUSATIVITY ATTRIBUTIVE USE 1

2 Attributive Verwendung a. Das gelbe Buch wurde *kostenlos / wertlos. b. Der Teller *wurde / ging kaputt. c. Die antike Vase wurde *dem Klaus wertlos / ging dem Klaus kaputt. d. Ripley wurde *allein / einsam. UNACCUSATIVITY ATTRIBUTIVE USE Attributive Verwendung ATTRIBUTIVE USE werden kombiniert nicht mit nicht-attributiven Modifizierern: a. *der alleine Mann b. der einsame Mann *er wird allein er wird einsam Nun, allein kann natürlich prädikativ verwendet werden, warum dann einzig nicht mit werden: a. Er ist/scheint/wirkt/erscheint/blieb/*wird wird allein. Es existieren Gegenbeispiele zu obiger Regel: a. *die rechtense Kürzung K die Kürzung K wird rechtens b. *der alle Champus der Champus wurde sehr schnell alle Handelt es sich wirklich um eine kategoriale Beschränkung? 2

3 Ein konzeptuell-semantischer Faktor a. Das gelbe Buch wurde *kostenlos / wertlos. b. *Die Darstellerin wurde nackt. c. Juan wird langsam?? wasserstoff-blond / asch-blond. d.?? d.?? Dieser Wahlbrief wurde portofrei. e.? Die Mutter wurde für den Schaden haftbar. f.? Der Redakteur wurde für das Ausland verantwortlich. Graduierbarkeit ist es nicht werden kombiniert nämlich sehr gut mit absoluten Adjektiven: a. Das alte Rennpferd wurde schließlich auch noch blind. b. Lolita wird erst im Juni volljährig. c. Am 18. September wird Gerhard Schröder wahrscheinlich arbeitslos. d. Harriet wurde nun bereits zum fünften Male schwanger. 3

4 Telizität auch nicht werden-komplexe können atelisch sein: a. Katharina Witt wird irgendwie auch immer älter. b. Über die Jahre wird der Fritz faul und fauler! c. Unser Großvater wird immer starrsinniger. In der Literatur werden bezeichnet ein spontan ablaufendes Geschehen (s. Amrhein 1996:68) weder werden noch das Komplement enthalten Informationen zu den Bedingungen, unter denen der Wechsel [ ] erfolgt. (s. Lucht 2000:45). der bezeichnete Zustand [ ] wird als [ ] Veränderung interpretiert, deren Eintritt infolge einer fehlenden kausalen Spezifizierung [ ] als spontan beschrieben wird. (s. Lucht 2000: 48) 4

5 Hypothese Zustände und Eigenschaften, die obligatorisch kontrolliert sind, sind verboten im Komplement von werden. Kaufmann (2001:58): Ein Individuum kontrolliert eine Situation, wenn es bestimmt,, ob sie zustande kommt und wie lange sie vorliegt. (z,φ) [ z φ] Der Faktor Kaufmann (2001:58): Ein Individuum kontrolliert eine Situation, wenn es bestimmt,, ob sie zustande kommt und wie lange sie vorliegt. Kontroll-Adverbien: a. Andrea ist freiwillig nackt. b.?? Holger ist freiwillig brünett. *Andrea wird nackt. Holger wird brünett. Rationale clauses: a.?? a.?? Klaus ist asch-blond, um seine Tante zu beeindrucken. b. Klaus ist wasserstoff-blond, um seine Tante zu beeindrucken. Klaus wird asch-blond. *Klaus wird wasserstoff-blond. 5

6 Der Faktor von selbst-modifizierer erzeugen ein Tautologie: a.?? Beoncé wurde von selbst blond. b.?? Ireen wurde von selbst arbeitslos. c.?? Der Kater wurde von selbst blind. Im Niederländischen ist aardig (nett)) obligatorisch intentional (i.e. kontrolliert) und prompt: a.?? Meike werd aardig. Der Faktor Unter generischer Lesart wird Akzeptabilität erlangt: a.?? Dieses Buch wird bald kostenlos. a. Schulbücher werden im nächsten Jahr kostenlos. b.?? b.?? Petra wurde gestern nackt. b. Die Evolution liess den Menschen nackt werden. c.?? c.?? Uma wurde eines Verbrechens schuldig. c. Wer schweigt, wird schuldig. Generizität verweist auf objekt-definierende, i.e. unkontrollierte Eigenschaften! 6

7 Der Faktor werden verträgt keinen (in( in-)commodi-dativ, der ja einen unfreiwilligen Verursacher (i.e. Kontrolleur) ausdrückt: a.?? Das Gemälde wurde dem Auktionär wertlos. b.?? Die Kochplatte wurde der Hausfrau sehr heiss. c.?? c.?? Die Schuhe waren der Tänzerin schnell dreckig geworden. Eine ApplP für die Dativ-DP DP kann nicht auf das affizierte Objekt angewendet werden, da dieses das externe Argument einer AP unter PredP ist. (*der Köchin) die Suppe heiss wurde Der Faktor Bisschen problemtisch sind diese hier: a. Arancha wurde wieder sehr laut. b. Die Maschine wurde laut. Falls stimmt, dann sollte es auch für diese Beispiele gelten, was vorerst nicht unserer Intuition entspricht. x x [NOISY(x)] z z [PERCEIVE(z,x)] Hier ist es also Perzeption, die - als kognitiver Vorgang - unkontrolliert ist! 7

8 Ebenfalls problematisch sind: a.?? Die Firma wurde sehr bald pleite. b.?? Die wertvolle Uhr wurde schließlich kaputt. c.?? Am Tag als Bobby Ewing tot wurde TOT SEIN denotiert eine unkontrollierte Eigenschaft. PLEITE / KAPUTT WERDEN erlangen keine Akzeptabilität unter generischer Lesart. Es muss sich somit um Instantiierungen von lexikalischer Blockierung handeln. LEXIKALISCHE BLOCKIERUNG a. Die Firma ging sehr bald pleite. b. Die wertvolle Uhr ging schließlich kaputt. b. Am Tag als Bobby Ewing starb Hypothese: Die lexikalisch blockierte Form ist in ihrer Semantik identisch mit der blockierenden Form. Da die blockierte Form durch das System lizenziert ist, muss diese mit niedriger Frequenz also nachweisbar sein. 8

9 LEXIKALISCHE BLOCKIERUNG Austauschprobe: a. Die Firma wurde sehr bald pleite. = Die Firma ging sehr bald pleite. b. Die wertvolle Uhr wurde schließlich kaputt. = Die wertvolle Uhr ging schließlich kaputt. c. Am Tag als Bobby Ewing tot wurde = Am Tag als Bobby Ewing starb d. Die Evolution liess den Menschen nackt werden. Die Evolution liess den Menschen sich ausziehen. LEXIKALISCHE BLOCKIERUNG Nachweis der blockierten Form: COSMAS WRITTEN CORPUS N(der der) = 30 mill. N(kaputt werden) ) = 19 N(kaputt gehen) ) = 80 zeitgleich platzte die finnische Aktien- und Immobilienblase, was den Bankensektor beinahe bankrott werden ließ damit er nichts verraten kann, mußte er ganz tot werden dass man keine Nadelbäume pflanzen läßt, weil sie durch die Luft kaputt werden könnten 9

10 LEXIKALISCHE BLOCKIERUNG Nachweis der blockierten Form: Im Österreichischen ist kaputt werden legitimiert. LEXIKALISCHE BLOCKIERUNG Ein Problem für die Identitäts-Hypthese stellt dar, dass gehen- Komplexe den Dativ gut vertragen: a.?? a.?? Der Teller wurde der Hausfrau wertlos. b. Der Teller ging der Hausfrau kaputt. Weist dies auf einen semantischen Unterschied? Falls nein, und der Dativ bei werden nur aus strukturellen Gründen ausgeschlossen ist, dann sollte kaputt werden + Dativ bspw. auch im Österreichischen schlecht sein. 10

11 LEXIKALISCHE BLOCKIERUNG Fragebogendaten zeigen für das Österreichische: Die Lampe ging der Tochter kaputt Die Jacke wurde der Näherin dreckig. Die Tasse wurde der Köchin kaputt kaputt. Dies lässt darauf schliessen, dass die Anschließbarkeit einer Dativ-DP DP bei kaputt gehen rein strukturell begründet werden muss. Ein syntaktischer Faktor UNACCUSATIVITY Vorschlag: kaputt/pleite gehen wird als komplexer verbaler Kopf behandelt, der eine unakkusative VP projiziert. Dies motiviert gleichzeitig die Parallelität von zerbrechen und kaputt gehen. 11

12 Ein syntaktischer Faktor UNACCUSATIVITY Im Vergleich: (*der Köchin) die Suppe heiss wurde Zusammenfassung Wahrheitsbedingungen: 12

13 Zusammenfassung der Faktor restringiert das adjektivische Komplement von werden semantisch-konzeptuell wahrscheinlich muss das Komplement von werden einer attributivischen Verwendung zugänglich sein eine spezielle ereignisstrukturelle Bedingung wie etwa Graduierbarkeit liegt nicht vor die Konstruktion darf nicht durch höher frequente Formen blockiert sein werden erlaubt keinen (in-)commodi )commodi,, da das Subjekt ausserhalb der Domäne von ApplP liegt kaputt gehen erlaubt einen (in-)commodi )commodi,, da hier ein komplexer Kopf eine unakkusative VP projiziert Literatur Amrhein, J. (1996) Die Semantik von`werden. Grammatische Polysemie und die Verbalkategorien Diathese, Aspekt und Modus. Trier: Wissenschaftlicher Verlag. Härtl, H. (2005) *nackt* werden: : The combinatorial restrictions of the German copula werden and the notion of control. Linguistische Berichte 203,, Kaufmann, I. (1995) Konzeptuelle Grundlagen semantischer Dekompositionsstrukturen. Die D Kombinatorik lokaler Verben und prädikativer Komplemente (= Linguistische Arbeiten 335). Tübingen: Niemeyer. Lucht, T. (2000) Zur Blockierung der Kopula-Prädikativ Prädikativ-Konstruktion `werden +Partizip 2. Unpublished MA-Thesis, HUB. McGinnis, M. (2001) Phases and the syntax of applicatives. NELS 31. McIntyre, A. (2005) German high datives and morphemes meaning HAVE. Erscheint in: Hole, D. & A. Meinunger (eds.) Datives and Similar Cases.. Amsterdam: Benjamins. Schäfer, F. (2005) The dative causer construction in German. Ms. Universität Stuttgart. 13

Yasuhiro Fujinawa. Tokyo University of Foreign Studies E Mail: fujinawa@tufs.ac.jp URL: http://www.tufs.ac.jp/ts/personal/fujinawa/

Yasuhiro Fujinawa. Tokyo University of Foreign Studies E Mail: fujinawa@tufs.ac.jp URL: http://www.tufs.ac.jp/ts/personal/fujinawa/ 40. Linguisten Seminar Generative Syntax für Germanisten 29.8.2012, Hayama Bekommen + Partizip II in der modalen Lesart: Was das uns über das Passiv lehrt 1. Einleitung (1) Ich bekam/kriegte die Flasche

Mehr

Verlaufsform. Verlaufsform. Aufbau (Zusammensetzung) Gliederung. Verlaufsform. Ähnliche Phänomene. Einleitung Geschichte der Verlaufsform :

Verlaufsform. Verlaufsform. Aufbau (Zusammensetzung) Gliederung. Verlaufsform. Ähnliche Phänomene. Einleitung Geschichte der Verlaufsform : Ruhr-Universität Bochum Germanistisches Institut Hauptseminar WS `04/`05 Dozentin: Dr. Pittner Referentinnen: Victoria Gilmuddinova, Nadine Herbst & Julia Kunze Verlaufsform Gliederung Einleitung Geschichte

Mehr

Morphologie & Syntax

Morphologie & Syntax Morphologie & Syntax SS 2010 Wiederholungsklausur ame, Vorname Matrikelnummer 1. Morphologische Struktur (3 P.) Geben Sie die morphologische Struktur des Stamms Bundesausbildungsförderungsgesetz durch

Mehr

LOKALE UND DIREKTIONALE PPS

LOKALE UND DIREKTIONALE PPS DGA Themen der Deutschen Syntax Universität Athen, WS 2014-15 Winfried Lechner Handout #4 LOKALE UND DIREKTIONALE PPS Elena Vlachou (Cand. phil, Universität Athen) 1. DIE KATEGORIE P Präpositionen bilden

Mehr

Erstspracherwerb. Sprachentwicklung: Wortschatz

Erstspracherwerb. Sprachentwicklung: Wortschatz Erstspracherwerb Sprachentwicklung: Wortschatz Gliederung: 1. Welche 3 Phasen der lexikalischen Entwicklung werden bei Kindern unterschieden? 2. Welche sprachlichen Inhalte lernt das Kind 3. Wie verläuft

Mehr

Syntax Verb-Zweit. Modul 04-006-1003 Syntax und Semantik. Universität Leipzig www.uni-leipzig.de/ heck. Institut für Linguistik

Syntax Verb-Zweit. Modul 04-006-1003 Syntax und Semantik. Universität Leipzig www.uni-leipzig.de/ heck. Institut für Linguistik Syntax Verb-Zweit Modul 04-006-1003 Syntax und Semantik Institut für Linguistik Universität Leipzig www.uni-leipzig.de/ heck Modell der topologischen Felder Plan: Im folgenden soll die Verb-Zweit-Eigenschaft

Mehr

Satzbedeutung. Ludwig Wittgenstein. Satzbedeutung. Satzbedeutung

Satzbedeutung. Ludwig Wittgenstein. Satzbedeutung. Satzbedeutung Was bisher geschah Semantik III Gerrit Kentner Semantik I lexikalische Semantik Ambiguitäten Sinnrelationen (vertikal und horizontal) Wortfelder / semantische Merkmale Semantik II Intension und Extension

Mehr

1. Stellen Sie die Konstituentenstruktur der folgenden Sätze als Baumdiagramme dar:

1. Stellen Sie die Konstituentenstruktur der folgenden Sätze als Baumdiagramme dar: 1. Stellen Sie die Konstituentenstruktur der folgenden Sätze als Baumdiagramme dar: 1. Die Überschwemmungen hinterließen ernorme Schäden. 2. Der amtierende Bundeskanzler verzichtet auf eine erneute Kandidatur.

Mehr

Mel čuk: Lexikalische Funktionen. Hauptseminar Komplexe Lexeme Dozent Stefan Langer Referentin Alla Shashkina WiSe 07/ 08 CIS LMU München

Mel čuk: Lexikalische Funktionen. Hauptseminar Komplexe Lexeme Dozent Stefan Langer Referentin Alla Shashkina WiSe 07/ 08 CIS LMU München Mel čuk: Lexikalische Funktionen Hauptseminar Komplexe Lexeme Dozent Stefan Langer Referentin Alla Shashkina WiSe 07/ 08 CIS LMU München Inhalt: Einige Fakten über Igor Mel čuk Lexikalische Funktion: Konzept,

Mehr

Einführung in die Semantik, 9. Sitzung Prädikate, definite NPs

Einführung in die Semantik, 9. Sitzung Prädikate, definite NPs Einführung in die Semantik, 9. Sitzung Prädikate, definite NPs, Modifikatoren Göttingen 12. Dezember 2006 Prädikate Adjektive Präpositionalphrasen Attributive Adjektive Attributive Präpositionalphrasen

Mehr

Linguistik für Kognitionswissenschaften

Linguistik für Kognitionswissenschaften Linguistik für Kognitionswissenschaften Computerlinguistik: Maschinelle Übersetzung Computerlinguistik Fehlübersetzung von engl. computational linguistics - computationelle Linguistik beinhaltet im weiteren

Mehr

Fersentalerisch: SVO SOV?

Fersentalerisch: SVO SOV? Linguistica tedesca- LS 44S - A.A. 07/08 - Das Fersentalerische, eine deutsche Sprachinsel in Norditalien 1 Birgit Alber, 7.4. 2008 Fersentalerisch: SVO SOV? SVO - Sprachen: Subjekt Verb Objekt SOV Sprachen:

Mehr

Satzlehre Satzglieder formal und funktional bestimmen: Übung 1

Satzlehre Satzglieder formal und funktional bestimmen: Übung 1 Gymbasis Deutsch: Grammatik Satzlehre Satzglieder: formal und funktional bestimmen Übung 1 1 Satzlehre Satzglieder formal und funktional bestimmen: Übung 1 Unterstreiche in den folgenden Sätzen alle Satzglieder

Mehr

Stefan Sudhoff Fokuspartikeln innerhalb von DPn im Deutschen

Stefan Sudhoff Fokuspartikeln innerhalb von DPn im Deutschen Stefan Sudhoff Fokuspartikeln innerhalb von DPn im Deutschen Der vorliegende Beitrag 1 beschäftigt sich mit Vorkommen sogenannter Fokuspartikeln (nur, auch, sogar etc.) innerhalb von DPn im Deutschen.

Mehr

Einführung in die Linguistik, Teil 4

Einführung in die Linguistik, Teil 4 Einführung in die Linguistik, Teil 4 Syntax - Das Berechnen syntaktischer Strukturen beim menschlichen Sprachverstehen Markus Bader, Frans Plank, Henning Reetz, Björn Wiemer Einführung in die Linguistik,

Mehr

Einführung in die Computerlinguistik

Einführung in die Computerlinguistik Einführung in die Computerlinguistik Syntax II WS 2012/2013 Manfred Pinkal Eigenschaften der syntaktischen Struktur [1] Er hat die Übungen gemacht. Der Student hat die Übungen gemacht. Der interessierte

Mehr

Aufgabe 6. Gedichtinterpretation worte sind schatten

Aufgabe 6. Gedichtinterpretation worte sind schatten Aufgabe 6 Dennis Blöte, 08.12.2006 Gedichtinterpretation worte sind schatten Das Gedicht worte sind schatten wurde 1969 von Eugen Gomringer geschrieben und befasst sich auf spielerische Art und Weise mit

Mehr

Grundbegriffe der Informatik

Grundbegriffe der Informatik Grundbegriffe der Informatik Einheit 8: kontextfreie Grammatiken Thomas Worsch Karlsruher Institut für Technologie, Fakultät für Informatik Wintersemester 2009/2010 1/37 Überblick Kontextfreie Grammatiken

Mehr

Deutsch Grammatik PPT: Inhaltsverzeichnis

Deutsch Grammatik PPT: Inhaltsverzeichnis Deutsch Grammatik mit PPT Inhaltsverzeichnis Deutsch Grammatik PPT: Inhaltsverzeichnis Wortlehre 1. Nomen und Fälle 1.1 Nomen und Fälle Theorie 1.1 Nomen und Fälle Übungen 1.2 Pronomen und Fälle Übungen

Mehr

Zusammenfassung Satzlehre

Zusammenfassung Satzlehre Bestandteile eines Satzes Subjekt Zusammenfassung Satzlehre Grundsätze steht im Nominativ bestimmt Zahl und Person des Verbs Subjekt gehört nicht zur verbalen Wortkette Bestimmung Es gibt 2 Arten das Subjekt

Mehr

LEKTION. dick. dünn. Themen aktuell 2 Deutsch als Fremdsprache Niveaustufe A2 Kursbuch ISBN Max Hueber Verlag 2003 AUSSEHEN

LEKTION. dick. dünn. Themen aktuell 2 Deutsch als Fremdsprache Niveaustufe A2 Kursbuch ISBN Max Hueber Verlag 2003 AUSSEHEN LEKTION 1 dick dünn traurig fröhlich hübsch h ässlich Hut Brille blond schwarzhaarig Hemd Hose Schuhe Kleid Strümpfe Bluse Rock AUSSEHEN LEKTION 1 1 Drei Ehepaare Uta Brigitte Peter Hans Eva Klaus 1. Wie

Mehr

8. Grammatikentwicklung und kognitive Entwicklung- Die kognitive Entwicklung des Kleinkindes II. Domänenspezifische Fähigkeiten

8. Grammatikentwicklung und kognitive Entwicklung- Die kognitive Entwicklung des Kleinkindes II. Domänenspezifische Fähigkeiten 8. Grammatikentwicklung und kognitive Entwicklung- Die kognitive Entwicklung des Kleinkindes II Domänenspezifische Fähigkeiten Die kognitive Entwicklung des Kleinkindes II: Domänenspezifische Fähigkeiten

Mehr

Modul 04-006-1003: Syntax Aufgabenblatt 10 mögliche Musterlösung Aufgabe 1: Θ-Kriterium

Modul 04-006-1003: Syntax Aufgabenblatt 10 mögliche Musterlösung Aufgabe 1: Θ-Kriterium Modul 04-006-1003: Syntax Aufgabenblatt 10 mögliche Musterlösung Aufgabe 1: Θ-Kriterium (1) a. *Egbert schläft Eelyn. erstößt gegen die zweite Bedingung des heta-kriteriums: Eelyn ist ein Argument, das

Mehr

Ein bisschen Werbung. Einführung in die Morphologie Einleitung, Grundbegriffe I. Morphologie. 'Morphologie' Was ist ein Wort? Was ist ein Wort?

Ein bisschen Werbung. Einführung in die Morphologie Einleitung, Grundbegriffe I. Morphologie. 'Morphologie' Was ist ein Wort? Was ist ein Wort? Ein bisschen Werbung Einführung in die Morphologie Einleitung, Grundbegriffe I Anke Lüdeling anke.luedeling@rz.hu-berlin.de Sommersemester 2005 "Morphology is the conceptual centre of linguistics. This

Mehr

Dass- und Infinitiv-Sätze mit zu

Dass- und Infinitiv-Sätze mit zu Deutschkurse für Ausländer bei der Universität München Dass- und Infinitiv-Satz mit zu 08-04a Basisstufe II / GD Dass- und Infinitiv-Sätze mit zu 1. Dass-Satz oder Infinitiv-Satz mit zu? A. Hauptsatz Nebensatz

Mehr

4 Semantik von Nominalphrasen

4 Semantik von Nominalphrasen 4 Semantik von Nominalphrasen 4 Semantik von Nominalphrasen 4.1 Nominalphrasen und Determinatoren Eigennamen quantifizierende NPn und definite NPn die neben anderen natürlichsprachlichen Ausdrücken zur

Mehr

Es sollen 2 verschiedene Reparaturmechanismen angewendet werden: *XB soll durch Änderung von X repariert werden

Es sollen 2 verschiedene Reparaturmechanismen angewendet werden: *XB soll durch Änderung von X repariert werden Modul 046-2012 (Morphologie: Wortbildung) Kolloquium: Opazität 10. Juli 2012 Gereon Müller & Jochen Trommer Die partiell vorangestellte Ordnung in 3-Verbclustern: Eine Instanz von Counter-Bleeding in der

Mehr

Einführung in die Satzsemantik T. E. Zimmermann, Lviv, März 2004

Einführung in die Satzsemantik T. E. Zimmermann, Lviv, März 2004 Einführung in die Satzsemantik T. E. Zimmermann, Lviv, März 2004 1. Strukturelle Ambiguität 1.1 Paraphrasen (1) Die Studenten, die kein Geld haben, müssen nebenher jobben. (1a) Diejenigen Studenten, die

Mehr

Verkäufer/-in im Einzelhandel. Kaufmann/-frau im Einzelhandel. belmodi mode & mehr ein modernes Unternehmen mit Tradition.

Verkäufer/-in im Einzelhandel. Kaufmann/-frau im Einzelhandel. belmodi mode & mehr ein modernes Unternehmen mit Tradition. Eine gute Mitarbeiterführung und ausgeprägte sind dafür Das ist sehr identisch des Verkäufers. Eine gute Mitarbeiterführung und ausgeprägte sind dafür Das ist sehr identisch des Verkäufers. Eine gute Mitarbeiterführung

Mehr

Einführung in die Linguistik Butt & Co. Do. 12:15-13:45 Fr. 12:15-13:45

Einführung in die Linguistik Butt & Co. Do. 12:15-13:45 Fr. 12:15-13:45 Einführung in die Linguistik Butt & Co. Do. 12:15-13:45 Fr. 12:15-13:45 Infos etc. http://ling.uni-konstanz.de => Studium => Lehrveranstaltungen Einführung in die Linguistik Frage/Antwort: Klausur Wird

Mehr

Herausforderungen bei der Übersetzung und Adaption eines englischen SLI-Screenings ins Deutsche

Herausforderungen bei der Übersetzung und Adaption eines englischen SLI-Screenings ins Deutsche Herausforderungen bei der Übersetzung und Adaption eines englischen SLI-Screenings ins Deutsche Bettina Fürst ULG Klinische Linguistik, MSc Präsentation der Abschluss- Arbeit 20. März 2010, Salzburg Forschungsfragen

Mehr

ONLINE - GRAMMATIK. Satzbau

ONLINE - GRAMMATIK. Satzbau Satzbau 1) Was man über den Satzbau wissen sollte. Ein Satz kann aus vielen einzelnen Wörtern bestehen. Diese Wörter können aber nicht beliebig irgendwo im Satz stehen. Sie werden geordnet und in Satzgliedern

Mehr

Korpuslinguistik Grundlagen Korpusrecherchemethoden

Korpuslinguistik Grundlagen Korpusrecherchemethoden Methoden der Korpusanalyse Erstellung von Konkordanzen Erzeugung von Wortlisten mit Frequenzangaben Ermittlung von hochfrequenten Wortgruppen (Clusteranalyse) Berechnung von Kookkurrenzen Ermittlung von

Mehr

Übersetzen Spanisch Deutsch

Übersetzen Spanisch Deutsch Holger Siever Übersetzen Spanisch Deutsch Ein Arbeitsbuch 3. Auflage Grammatikalische Bezeichnungen 19 1.4 Grammatikalische Bezeichnungen Die meisten, die Übersetzen studieren, werden Fachübersetzer. Von

Mehr

Einführung in die Morphologie und Syntax (MoSy) Anja Latrouite Jens Fleischhauer 14.10.2014

Einführung in die Morphologie und Syntax (MoSy) Anja Latrouite Jens Fleischhauer 14.10.2014 Einführung in die Morphologie und Syntax (MoSy) Anja Latrouite Jens Fleischhauer 14.10.2014 Einführung in Prinzipien, Regeln und Restriktionen des Wort- und Satzbaus Eines von drei Basismodulen der Linguistik

Mehr

Die Kühe muhen, die Traktoren fahren. Aber gestern-

Die Kühe muhen, die Traktoren fahren. Aber gestern- Janine Rosemann Es knarzt (dritte Bearbeitung) Es tut sich nichts in dem Dorf. Meine Frau ist weg. In diesem Dorf mähen die Schafe einmal am Tag, aber sonst ist es still nach um drei. Meine Frau ist verschwunden.

Mehr

Anspruch V gegen V gem. 985 BGB Viola (V) könnte gegen Schmitz (S) einen Anspruch auf Herausgabe des Netbooks gem. 985 BGB haben.

Anspruch V gegen V gem. 985 BGB Viola (V) könnte gegen Schmitz (S) einen Anspruch auf Herausgabe des Netbooks gem. 985 BGB haben. Lösung Fall 7: Das rosa Netbook Anspruch V gegen V gem. 985 BGB Viola (V) könnte gegen Schmitz (S) einen Anspruch auf Herausgabe des Netbooks gem. 985 BGB haben. 985 Herausgabeanspruch Der Eigentümer kann

Mehr

Gibt es ein Rezipientenpassiv?

Gibt es ein Rezipientenpassiv? I. Argumentation gegen ein Rezipientenpassiv (auf der Grundlage des Textes von Haider (1984)) im Hinblick auf die Frage, ob das Rezipientenpassiv die relevanten Eigenschaften der Passiv- Konstruktion teilt

Mehr

Sozialisation und Identität

Sozialisation und Identität Universität Augsburg Lehrstuhl für Soziologie Übung: Grundkurs Soziologie Dozent: Sasa Bosancic, M.A. Sebastian Schmidt, Marion Röder, Hanna Heß Sozialisation und Identität Inhaltsverzeichnis Biographie

Mehr

Flexion. Grundkurs Germanistische Linguistik (Plenum) Judith Berman Derivationsmorphem vs. Flexionsmorphem

Flexion. Grundkurs Germanistische Linguistik (Plenum) Judith Berman Derivationsmorphem vs. Flexionsmorphem Grundkurs Germanistische Linguistik (Plenum) Judith Berman 23.11.04 vs. Wortbildung (1)a. [saft - ig] b. [[An - geb] - er] Derivationsmorphem vs. smorphem (4)a. Angeber - saftiger b. saftig - Safts c.

Mehr

Sprachen im Vergleich

Sprachen im Vergleich Sprachen im Vergleich Deutsch-Ladinisch-Italienisch Peter Gallmann Heidi Siller-Runggaldier Horst Sitta Unter Mitarbeit von Giovanni Mischi und Marco Forni istitut Pedagogich ladin Das Inhaltsverzeichnis

Mehr

Syntax Phrasenstruktur und Satzglieder

Syntax Phrasenstruktur und Satzglieder Syntax Phrasenstruktur und Satzglieder Sätze und ihre Bestandteile haben eine hierarchische Struktur. Die Bestandteile eines Satzes (Konstituenten) bestehen aus geordneten Wortfolgen, die ihrerseits wieder

Mehr

Teil II: Phrasen und Phrasenstruktur

Teil II: Phrasen und Phrasenstruktur Teil II: Phrasen und Phrasenstruktur Übersicht: Grammatische Funktionen Kategorien Konstituenten & Strukturbäume Konstituententest Endozentrizität 1 Einfacher Satzbau Drei allgemeine Grundfragen der Syntax:

Mehr

A Medial Topic Position for German W. Frey 2004

A Medial Topic Position for German W. Frey 2004 A Medial Topic Position for German W. Frey 2004 Ausgewählte Momente der deutschen Syntax 10.01.11 Dr. Fabian Heck Referentin: Nathalie Scherf, MA Linguistik 2 Gliederung 1. Definition des Begriffs Topik

Mehr

Ontologisches. Dinge und Personen (Individuen) Stefan Engelberg, HS Semantik und Sprecherurteile, FS 2010, Universität Mannheim [Folie 1]

Ontologisches. Dinge und Personen (Individuen) Stefan Engelberg, HS Semantik und Sprecherurteile, FS 2010, Universität Mannheim [Folie 1] x ist blau. y ist eine schöne Vase. z ist eine hässliche blaue Vase. Ontologisches Eigenschaften Prädikationen Entitäten (zählbar) SCHÖN VASE BLAU HÄSSLICH (x) (z) (y) Grundlegende Entitätensorten (theorieabhängig)

Mehr

Abitur-Training - Englisch Grammatikübungen Oberstufe mit Videoanreicherung

Abitur-Training - Englisch Grammatikübungen Oberstufe mit Videoanreicherung Abitur-Training - Englisch Grammatikübungen Oberstufe mit Videoanreicherung Bearbeitet von Rainer Jacob 1. Auflage 2016. Buch. 160 S. Softcover ISBN 978 3 8490 1592 3 Format (B x L): 16,1 x 22,8 cm Gewicht:

Mehr

EF Semantik: Musterlösung zu Aufgabenblatt 2

EF Semantik: Musterlösung zu Aufgabenblatt 2 EF Semantik: Musterlösung zu Aufgabenblatt 2 Magdalena Schwager magdalena@schwager.at Sommersemester 2010, Universität Wien Lösen Sie folgende Aufgaben (1)-(4) und geben Sie sie zusammengetackert bei András,

Mehr

Die Lernenden können Gegenteile von Adjektiven, Verben und Substantiven aus dem Buch

Die Lernenden können Gegenteile von Adjektiven, Verben und Substantiven aus dem Buch Aufgabe 1: Gegenteile: Bingo Lernziel: Die Lernenden können Gegenteile von Adjektiven, Verben und Substantiven aus dem Buch auf den Bingokarten schnell finden. Zielgruppe: Lerner der Niveaustufe A2 Sozialform:

Mehr

Studiengang Bachelorstudium der deutschen Sprache und Literatur. Lehrveranstaltung Deutsche Sprachübungen III

Studiengang Bachelorstudium der deutschen Sprache und Literatur. Lehrveranstaltung Deutsche Sprachübungen III Studiengang Bachelorstudium der deutschen Sprache und Literatur Lehrveranstaltung Deutsche Sprachübungen III Status Pflichtfach Studienjahr 2. Semester Wintersemester ECTS 3 Lehrender und Mitarbeiter Lernziele

Mehr

Formale Sprachen und Grammatiken

Formale Sprachen und Grammatiken Formale Sprachen und Grammatiken Jede Sprache besitzt die Aspekte Semantik (Bedeutung) und Syntax (formaler Aufbau). Die zulässige und korrekte Form der Wörter und Sätze einer Sprache wird durch die Syntax

Mehr

Wortartenbestimmung nach Peter Eisenberg

Wortartenbestimmung nach Peter Eisenberg Seminar: Wortarten Dozent: Prof. Dr. Öhlschläger Referent: Erik Heinig Literatur: Wortartenbestimmung nach Peter Eisenberg Eisenberg, Peter: Das Wort, Grundriß der deutschen Grammatik. Metzler.2004 Eisenberg,

Mehr

Einführung in die Linguistik. Lösung: Semantik/Sprachkontakt

Einführung in die Linguistik. Lösung: Semantik/Sprachkontakt Einführung in die Linguistik WS05 Lösung: Semantik/Sprachkontakt Aufgabe 1 Welt M: Prädikate Dieb (M) = {Hans, Inga} reist (M) = {Allison, Klaus, Peter} Individuen Allison (M)={Allison} Hans (M)={Hans},

Mehr

Einführung in die Computerlinguistik

Einführung in die Computerlinguistik Einführung in die Computerlinguistik Syntax WS 2006/2007 Manfred Pinkal Einführung in die Computerlinguistik 2006/2007 M. Pinkal UdS 1 Morphologie und Syntax Gegenstand der Morphologie ist die Struktur

Mehr

Syntaktische Typologie

Syntaktische Typologie Morphologie und Syntax (BA) PD Dr. Ralf Vogel Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft Universität Bielefeld, SoSe 2007 Ralf.Vogel@Uni-Bielefeld.de 26. Mai 2008 1 / 39 Gliederung 1 Übungsaufgabe

Mehr

Ziele und Herausforderungen

Ziele und Herausforderungen Ziele und Herausforderungen Text soll automatisch aus einer Quellsprache in eine Zielsprache übertragen werden Dabei soll die Funktion des Textes erhalten bleiben Es werden sowohl computerlinguistische

Mehr

Fabian Heck Perlmutter & Soames 1979. Beethovenstr. 15, Raum 1.516 Sommmersemester 2007

Fabian Heck Perlmutter & Soames 1979. Beethovenstr. 15, Raum 1.516 Sommmersemester 2007 Transformationsgrammatik der 60er/70er Fabian Heck Perlmutter & Soames 1979 Institut für Linguistik Dienstag, 11h15-12h45 Universität Leipzig Beethovenstr. 15, Raum 1.516 Sommmersemester 2007 5. There

Mehr

[Type text] Lektion 7 Schritt A. Lernziel: über Fähigkeiten sprechen

[Type text] Lektion 7 Schritt A. Lernziel: über Fähigkeiten sprechen Lektion 7 Schritt A Lernziel: über Fähigkeiten sprechen Zeit Schritt Lehrer-/ Schüleraktivität Material/ Medien 2 Std. Einstimmung auf Der Lehrer stellt Fragen zu den Bildern A, B und C KB das Thema Bild

Mehr

Stolpersteine 1: Die Sache mit dem Kasus

Stolpersteine 1: Die Sache mit dem Kasus Stolpersteine 1: Die Sache mit dem Kasus Die Verwendung des richtigen Kasus (Falles) kann immer wieder Probleme bereiten. Lernen Sie hier die gängigsten Stolpersteine kennen, um auf darauf vorbereitet

Mehr

Ellipsen in Vergleichskonstruktionen Auslassung des 2. Komparandums (1) 'Ilse ist ebenso schön.' (2) 'Ilse ist größer.' Auslassung des 2. Komparandums(2) (3) 'Und am nächsten Tag ging es Mama wieder genauso

Mehr

Der alte Mann Pivo Deinert

Der alte Mann Pivo Deinert Der alte Mann Pivo Deinert He... Du... Lach doch mal! Nein, sagte der alte Mann ernst. Nur ein ganz kleines bisschen. Nein. Ich hab keine Lust. Steffi verstand den alten Mann nicht, der grimmig auf der

Mehr

Grundbegriffe der Informatik

Grundbegriffe der Informatik Grundbegriffe der Informatik Einheit 15: Reguläre Ausdrücke und rechtslineare Grammatiken Thomas Worsch Universität Karlsruhe, Fakultät für Informatik Wintersemester 2008/2009 1/25 Was kann man mit endlichen

Mehr

Singular Plural Deine Muttersprache

Singular Plural Deine Muttersprache 1. Anna und ihre Familie Vokabeln: Anna Wortschatz A1 für Jugendliche Singular Plural Deine Muttersprache Verb Infinitiv Verb 3. Pers. Sing. das Mädchen der Junge sein haben das Jahr alt jung gehen die

Mehr

Einführung in die Fuzzy Logic

Einführung in die Fuzzy Logic Einführung in die Fuzzy Logic Entwickelt von L. Zadeh in den 60er Jahren Benutzt unscharfe (fuzzy) Begriffe und linguistische Variablen Im Gegensatz zur Booleschen Logik {0,} wird das ganze Intervall [0,]

Mehr

Einleitung 1.1 Gegenstandsbereich und Problemstellung

Einleitung 1.1 Gegenstandsbereich und Problemstellung 1 Einleitung 1.1 Gegenstandsbereich und Problemstellung Im Deutschen gibt es drei infinite Verbformen, für die Gunnar Bech in seinen Studien über das deutsche verbum infinitum (1955 und 1957) die Bezeichnung

Mehr

Beobachtungsbogen 1. Klasse Deutsch als Zweitsprache

Beobachtungsbogen 1. Klasse Deutsch als Zweitsprache von Hilde Hess Steinhauer RAA / Büro für interkulturelle Arbeit Essen Beobachtungsbogen 1. Klasse Deutsch als Zweitsprache Name: Familiensprache: Zeitraum: Einschätzung: + / ++ / +++ Beobachtungskriterien

Mehr

Unterrichtseinheit Lektion 8

Unterrichtseinheit Lektion 8 Unterrichtseinheit Lektion 8 Kompetenzbereich(e) / Bildungsstandards: Sprachkompetenz (Verben und Nomina bestimmen und ihren Flexionsklassen Fachterminologie benutzen) Textkompetenz (lateinische Texte

Mehr

Fall 7: Das rosa Netbook. Fall 8: Das rosa Netbook zum Frauentag. I. Ansprüche in der Übersicht. Ansprüche in der Übersicht.

Fall 7: Das rosa Netbook. Fall 8: Das rosa Netbook zum Frauentag. I. Ansprüche in der Übersicht. Ansprüche in der Übersicht. Fall 7: Das rosa Netbook Fall 8: Das rosa Netbook zum Frauentag Viola (V) 1.) 433 I, 929 S. 1 M-GmbH 2.) Werkvertrag, 631 (keine Übereignung, da dies nicht Wille der V war) II. Schmitz (S) 3.) 929 S.1,

Mehr

atttributive Adjektive das die attributiven Adjektive attributive adjectives das blaue Haus --- ist nicht relevant--

atttributive Adjektive das die attributiven Adjektive attributive adjectives das blaue Haus --- ist nicht relevant-- Substantiv Die Substantive Das Pronomen, Nomen noun Lehrerin, der Spiegel, Dorf, Freiheit Groß geschrieben, Genus, Kasus, und dekliniert oder flektiertgroß geschrieben, Genus, Kasus, und dekliniert oder

Mehr

Chương 5. Abschnitt 5. Herr und Frau Braun haben Besuch Ein Freund kommt Herr und Frau Braun begrüßen ihren Gast

Chương 5. Abschnitt 5. Herr und Frau Braun haben Besuch Ein Freund kommt Herr und Frau Braun begrüßen ihren Gast Abschnitt 5 Herr und Frau Braun haben Besuch Ein Freund kommt Herr und Frau Braun begrüßen ihren Gast Chương 5 ablehnen: Herr Braun bietet seinem Gast eine Zigarette an. Sein Gast lehnt aber ab. alle:

Mehr

(In-)Finitheit und Argumentstruktur: Sog. Partizipien II im Perfekt und Passiv

(In-)Finitheit und Argumentstruktur: Sog. Partizipien II im Perfekt und Passiv 35. Linguisten-Seminar 09.2007, Kyoto (In-)Finitheit und Argumentstruktur: Sog. Partizipien II im Perfekt und Passiv Yasuhiro Fujinawa (Universität Ehime) E-Mail: fujinawa@ll.ehime-u.ac.jp 1. Einleitung

Mehr

Quellen: Towards a Human Computer InteractionPerspective. Übersicht. Warum visuelle Sprachen? Begriffsdefinitionen: Hinderungsgründe bisher:

Quellen: Towards a Human Computer InteractionPerspective. Übersicht. Warum visuelle Sprachen? Begriffsdefinitionen: Hinderungsgründe bisher: Quellen: Towards a Human Computer InteractionPerspective von B.K. & B.K. LV: Visuelle Sprachen (03-763) Universität Bremen WS 2001/02 Visual Language Theory: Towards a Human- Computer Perspective; N. Hari

Mehr

Computerdiskurs und Wortschatz

Computerdiskurs und Wortschatz Albert Busch/Sigurd Wichter (Hrsg., Computerdiskurs und Wortschatz Corpusanalysen und Auswahlbibliographie PETER LANG Europäischer Verlag der Wissenschaften Inhaltsverzeichnis Sigurd Wichter, Albert Busch

Mehr

Universität Paderborn Die Universität der Informationsgesellschaft. Validierung und Verifikation (inkl. Testen, Model-Checking, Theorem Proving)

Universität Paderborn Die Universität der Informationsgesellschaft. Validierung und Verifikation (inkl. Testen, Model-Checking, Theorem Proving) Universität Paderborn Die Universität der Informationsgesellschaft Analyse, Entwurf und Implementierung zuverlässiger Software und (inkl., Model-Checking, Theorem Proving) Torsten Bresser torbre@uni-paderborn.de

Mehr

Grammatik des Standarddeutschen III. Michael Schecker

Grammatik des Standarddeutschen III. Michael Schecker Grammatik des Standarddeutschen III Michael Schecker Einführung und Grundlagen Nominalgruppen Nomina Artikel Attribute Pronomina Kasus (Subjekte und Objekte, Diathese) Verbalgruppen Valenz und Argumente

Mehr

Semantik II. Semantische Relationen Prototypensemantik. Semantik 2 1

Semantik II. Semantische Relationen Prototypensemantik. Semantik 2 1 Semantik II Semantische Relationen Prototypensemantik Semantik 2 1 Paradigmatisch vs. Syntagmatisch Es gibt semantische Beziehungen, die das mentale Lexikon organisieren. Es gibt paradigmatische und syntagmatische

Mehr

Erinnerung 1. Erinnerung 2

Erinnerung 1. Erinnerung 2 Erinnerung 1 Ein Argument ist eine Folge von Aussagesätzen, mit der der Anspruch verbunden ist, dass ein Teil dieser Sätze (die Prämissen) einen Satz der Folge (die Konklusion) in dem Sinne stützen, dass

Mehr

SATZGLIEDER UND WORTARTEN

SATZGLIEDER UND WORTARTEN SATZGLIEDER UND WORTARTEN 1. SATZGLIEDER Was ist ein Satzglied? Ein Satzglied ist ein Bestandteil eines Satzes, welches nur als ganzes verschoben werden kann. Beispiel: Hans schreibt einen Brief an den

Mehr

Übersicht DaF/DaZ (Sprachniveau A1/A2) Grammatik zum mündlichen Spracherwerb

Übersicht DaF/DaZ (Sprachniveau A1/A2) Grammatik zum mündlichen Spracherwerb Übersicht DaF/DaZ (Sprachniveau A1/A2) Grammatik zum mündlichen Spracherwerb Grundsätzliches: - Syntax, Grammatikphänomene und Wortschatz entsprechen dem altersgerechten, mündlich-praktischen Gebrauch

Mehr

Modulhandbuch Studiengang Bachelor of Arts (Kombination) Linguistik Prüfungsordnung: 2008 Nebenfach

Modulhandbuch Studiengang Bachelor of Arts (Kombination) Linguistik Prüfungsordnung: 2008 Nebenfach Modulhandbuch Studiengang Bachelor of Arts (Kombination) Linguistik Prüfungsordnung: 2008 Nebenfach Sommersemester 2012 Stand: 04. April 2012 Universität Stuttgart Keplerstr. 7 70174 Stuttgart Kontaktpersonen:

Mehr

Universität Leipzig. Wintersemester 1978/79 Intensivkurs Portugiesisch (10 Wochen zu 20 Stunden)

Universität Leipzig. Wintersemester 1978/79 Intensivkurs Portugiesisch (10 Wochen zu 20 Stunden) Universität Leipzig August-Leskien-Institut Fachhochschule Köthen Technische Universität Chemnitz Universität Tübingen Universität München Universität Trier Universität Heidelberg Universität Jena Universität

Mehr

1. Heute Nachmittag hole ich Großvater vom Flughafen ab. 2. Guten Tag. Leider muss ich Termin nächste Woche Donnerstag absagen.

1. Heute Nachmittag hole ich Großvater vom Flughafen ab. 2. Guten Tag. Leider muss ich Termin nächste Woche Donnerstag absagen. Possessivpronomen im Akkusativ Übungen Setze die Possessivpronomen "mein", "meine" oder "meinen" ein. Fill in the possessive pronouns "mein", "meine" or "meinen". 1. Heute Nachmittag hole ich Großvater

Mehr

Psychologie im Arbeitsschutz

Psychologie im Arbeitsschutz Fachvortrag zur Arbeitsschutztagung 2014 zum Thema: Psychologie im Arbeitsschutz von Dipl. Ing. Mirco Pretzel 23. Januar 2014 Quelle: Dt. Kaltwalzmuseum Hagen-Hohenlimburg 1. Einleitung Was hat mit moderner

Mehr

Sprachlehremappe. für den D-Unterricht in den 4. Klassen VS. Autorin: Vln Gabriele Moritz

Sprachlehremappe. für den D-Unterricht in den 4. Klassen VS. Autorin: Vln Gabriele Moritz Sprachlehremappe für den D-Unterricht in den 4. Klassen VS Autorin: Vln Gabriele Moritz 2003 erstellt von Gabriele Moritz für den Wiener Bildungsserver Diese Sprachlehremappe ist als Unterstützung für

Mehr

Frieder Nake: Information und Daten

Frieder Nake: Information und Daten Frieder Nake: Information und Daten Mit Grundlagen der Zeichentheorie nach Morris Seminar 31120: Information Philosophische und informationswissenschaftliche Perspektiven, SS 2004 Frieder Nake: Information

Mehr

3.1. Allgemeine Angaben zum Teilprojekt B18

3.1. Allgemeine Angaben zum Teilprojekt B18 3.1. Allgemeine Angaben zum Teilprojekt B18 3.1.1 Thema: Grammatik und Pragmatik des Zustandspassivs 3.1.2 Fachgebiete und Arbeitsrichtung: Allgemeine Sprachwissenschaft und Linguistik des Deutschen: Grammatik/Pragmatik-Schnittstelle,

Mehr

Phrase vs. Satzglied. 1. Bedeutung der Kapitän hat das Fernrohr:

Phrase vs. Satzglied. 1. Bedeutung der Kapitän hat das Fernrohr: Phrase vs. Satzglied Übung 1: Bestimmen Sie die Phrasen bzw. Satzglie für die zwei möglichen Bedeutungen des folgenden Satzes: Der Kapitän beobachtet den Piraten mit dem Fernrohr. 1. Bedeutung Kapitän

Mehr

Die Konjunktion dass erkennen und benutzen

Die Konjunktion dass erkennen und benutzen Die Konjunktion dass z rundregel: Die Konjunktion (Bindewort) dass wird immer mit Doppel-s geschrieben. Ist das wirklich immer so? Ja, es gibt von dieser Regel keine Ausnahmen. Du brauchst also keine weiteren

Mehr

9 RadioD. p Texte der Hörszenen: S.137. Gibt es? p Fragesätze ohne Fragewort: A 3, S.164; C 2 2, S.170

9 RadioD. p Texte der Hörszenen: S.137. Gibt es? p Fragesätze ohne Fragewort: A 3, S.164; C 2 2, S.170 9 RadioD. berblick Information Paula ist in Berlin und vermisst Philipp. Er ist in München und entdeckt in der Zeitung, dass es ein Musical über König Ludwig gibt in Neuschwanstein. Mit anderen Touristen

Mehr

Lerninhalte ALFONS Lernwelt Deutsch 4. Klasse Seite 1

Lerninhalte ALFONS Lernwelt Deutsch 4. Klasse Seite 1 Lerninhalte ALFONS Lernwelt Deutsch 4. Klasse Seite 1 1. Übungen zum Wortschatz 1. Abschreiben: Wörter mit ck und tz 2. Aufschreiben aus dem Gedächtnis: Wörter mit ck und tz 3. Abschreiben: Wörter mit

Mehr

LÖSUNG Lapbook Grammatik, Teil 2: Sätze

LÖSUNG Lapbook Grammatik, Teil 2: Sätze LÖSUNG Lapbook Grammatik, Teil 2: Sätze Hinweis: Es bietet sich an, in einer Farbe pro Thema zu arbeiten. D.h. bei den Wortarten wird eine Farbe für die Vorlagen genommen, bei Satzarten / Satzgliedern

Mehr

Pilot Gymnasium-Sfax Schuljahr :2004-2005. Text:

Pilot Gymnasium-Sfax Schuljahr :2004-2005. Text: Pilot Gymnasium-Sfax Schuljahr :2004-2005 Fach :Deutsch Lehrer: Text: Mir schwebt vor, dass ich mal Wirtschaftsinformatik studiere, vielleicht in Mannheim. Vielleicht gehe ich dafür in die USA. Aber erst

Mehr

Die Begleiter des Nomens / Les déterminants du nom... 11

Die Begleiter des Nomens / Les déterminants du nom... 11 / Sommaire Die Begleiter des Nomens / Les déterminants du nom... 11 1 Der unbestimmte Artikel... 12 2 Der bestimmte Artikel... 13 3 Der mit einer Präposition zusammengezogene Artikel... 14 4 Der Gebrauch

Mehr

Gebrauch der Metapheranalyse für die Fertigkeit Wortschatz im FSU

Gebrauch der Metapheranalyse für die Fertigkeit Wortschatz im FSU Gebrauch der Metapheranalyse für die Fertigkeit Wortschatz im FSU Internationaler IDT Tagung 29 Juli-03 August 2013 BOZEN / ITALIEN Kemal Demir Inhaltlicher Werdegang Einführung Was ist Metapher Metapher

Mehr

Themenübergreifende Dialoge

Themenübergreifende Dialoge Themenübergreifende Dialoge Bestimmter Artikel Nominativ S1 Wo ist der? Wo ist das? Wo ist die? Da ist der Da ist das Da ist die Bestimmter Artikel Nominativ S2 Was ist das? Was ist das? Was ist das? Das

Mehr

Hauptschulabschluss Deutsch Teilaufgaben zu den Bereichen Rechtschreibung, Wortbedeutung und Grammatik

Hauptschulabschluss Deutsch Teilaufgaben zu den Bereichen Rechtschreibung, Wortbedeutung und Grammatik Hauptschulabschluss Deutsch Teilaufgaben zu den Bereichen Rechtschreibung, Wortbedeutung und Grammatik 1. Rechtschreibfehler suchen Der folgende Text enthält 10 Rechtschreibfehler. Unterstreiche das fehlerhafte

Mehr

Einstufungstest 2 (ab Lektion 14) Aufgabenblätter

Einstufungstest 2 (ab Lektion 14) Aufgabenblätter Dieser Test hilft uns, Sie in den passenden Kurs einzustufen. Bitte beginnen Sie mit Aufgabe 1 und beantworten Sie die Fragen, solange Sie sicher sind. Die Aufgaben werden fortlaufend schwieriger. Sobald

Mehr

Lerninhalte ALFONS Lernwelt Deutsch 6. Klasse

Lerninhalte ALFONS Lernwelt Deutsch 6. Klasse Seite 1 Turmzimmer 1: Beliebte Stolpersteine 1 1. Ableitung von b, d, g 7. -ig oder -lich im Auslaut 2. ai oder ei 8. end- oder ent- 1 3. f oder v oder w 9. end- oder ent- 2 4. W oder V, w oder v 10. seid

Mehr

Zusammenfassung. 1 Wir betrachten die folgende Signatur F = {+,,, 0, 1} sodass. 3 Wir betrachten die Gleichungen E. 4 Dann gilt E 1 + x 1

Zusammenfassung. 1 Wir betrachten die folgende Signatur F = {+,,, 0, 1} sodass. 3 Wir betrachten die Gleichungen E. 4 Dann gilt E 1 + x 1 Zusammenfassung Zusammenfassung der letzten LV Einführung in die Theoretische Informatik Woche 7 Harald Zankl Institut für Informatik @ UIBK Wintersemester 2014/2015 1 Wir betrachten die folgende Signatur

Mehr

Semantic Web Technologies I!

Semantic Web Technologies I! www.semantic-web-grundlagen.de Semantic Web Technologies I! Lehrveranstaltung im WS11/12! Dr. Elena Simperl! DP Dr. Sebastian Rudolph! M.Sc. Anees ul Mehdi! www.semantic-web-grundlagen.de Logik Grundlagen!

Mehr