ZIELMARKTANALYSE TÜRKEI

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1 ZIELMARKTANALYSE TÜRKEI mit Profilen der Marktakteure Nachhaltiges Bauen & Passivhäuser (A)

2 April / 2013 Herausgeber: Deutsch-Türkische Industrie- und Handelskammer Yeniköy Cad. No: 88 TR Tarabya / Istanbul Telefon: Fax: Internetadresse: Kontaktperson: Didem Uycan, Autoren: Didem Uycan

3 INHALTSVERZEICHNIS 1. LÄNDERPROFIL Politik Umweltpolitik der Türkei Kyoto-Protokoll Wirtschaftliche Struktur und Entwicklung der Türkei Investitionen Investitionen zwischen Deutschland und der Türkei Aussenhandel Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland ENERGIEWIRTSCHAFT Entwicklung Vorkommen Primärenergieträger Energieerzeugung Energieverbrauch Energiepreise Türkei als strategischer Partner für Energieversorgung Energiepolitik ENERGIEEFFIZIENZ Energieeffizienz in der Industrie Gebäudeeffizienz Die türkische Bauwirtschaft Hochbau / Gebäudebau Tiefbau / Infrastruktur Ausgewählte Großprojekte Stadtsanierungsprogramm der türkischen Regierung Gebäudeeffizienztrends in der Türkei GESETZLICHE RAHMENBEDINGUNGEN Standards & Zertifizierung: LEED, BREEAM UND DGNB Energieeffizienz Strategiebericht der türkischen Regierung Staatliche Förderungen für Energieeffizienzprojekte Freiwillige Verträge Effizienzsteigerungsprojekte Finanzierungsmöglichkeiten Kreditlinie der EBRD (Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung) TurSEFF MARKTCHANCEN UND HEMNISSE FÜR DEUTSCHE UNTERNEHMEN Chancen für den Marktzugang deutscher Unternehmen Markthemnisse und Risiken für deutsche Unternehmen SWOT-Analyse der Türkei ZIELGRUPPENANALYSE Identifikation der Zielgruppen Profile der Marktakteure Sonstiges Fachrelevante Messen und Veranstaltungen Relevante Fachzeitschriften Wichtige Sonstige Adressen

4 ANHANG-1: STÄDTEAUFLISTUNG (> EINWOHNER) ANHANG-2: PRIORITÄTSREGIONEN BEI DER INVESTITION ANHANG-3: DIE GRÖßTEN TÜRKISCHEN BAUGESELLSCHAFTEN ANHANG-4: ART DER BAUGENEHMIGUNGEN ANHANG-5: GESETZ ZUR ENERGIEEFFIZIENZ ANHANG-6: SEKTORELLE VERBÄNDE IM ENERGIEBEREICH ANHANG-7: ENERGIEEFFIZIENZBERATUNGSUNTERNEHMEN Quellenverzeichnis

5 TABELLENVEREICHNIS Tabelle 1 - Volkswirtschaftliche Daten der Türkei... 6 Tabelle 2 - Volkszählung Tabelle 3 Abgeschlossene Lieferverträge Erdgas Tabelle 4 Erdgas Importe Tabelle 5 Primärenergieträger Rohstoffvorkommen Tabelle 6 Stromerzeugung nach Energiequellen (Kapazität in MW; Erzeugung in GWh Tabelle 7 Entwicklung der Energienachfrage (Nach dem high scenario) Tabelle 8 - Stromverteilungsregionen in der Türkei Tabelle 9 - Kooperationen zwischen den ausländischen und türkischen Firmen im Energiebereich Tabelle 10 Verkehrsinfrastruktur in der Türkei in km Tabelle 11 Wichtigste Verkehrsadern für den Straßentransport Tabelle 12 Wichtigste Schienenstrecken Tabelle 13 Ausgewählte Großprojekte in der Türkei Tabelle 14 - Unternehmensliste über freiwillig abgeschlossene Verträge mit YEGM 59 Tabelle 15 - Überblick über die Kreditlinie zur Förderung bestimmter Länder Tabelle 16 Swot Analyse Türkei Tabelle 17 Kontaktadressen Abbildungen Abbildung 1 Benzinpreise 28 Abbildung 2 Dieselpreise

6 EINLEITUNG Die Türkei gehört zu den 20 größten Volkswirtschaften der Welt. Das Land ist zum heutigen Zeitpunkt in hohem Maße von importierter Energie abhängig. 70 % der Energie in der Türkei wird importiert. Die Hauptenergiequellen sind Öl und Erdgas. Der Bedarf an elektrischer Energie steigt in der Türkei jährlich um 6-8 %. Aufgrung der rapiden steigenden Energienachfrage muss die Türkei etweder in effizientere Technologien investieren oder neue Erzeugungskapazitäten ausbauen. Sollte sich die Nachfrage weiterhin im Trend der letzten Jahre entwickeln und um durchschnittlich 6% bis 8% jährlich zunehmen, wären bis 2023 Investitionen von rund 122 Mrd. USD in die Energieinfrastruktur notwendig. Deswegen werden Investitionen in dem Bereich Energieeffizienz vom Staat besonders unterstützt. Die Türkei hat in 2007 ein Gesetz zur Steigerung der Energieeffizienz verabschiedet, welches der Thematik Erneuerbare Energien und effizientere Nutzung von Energieträgern einen nachhaltigen Stellenwert bescheinigt. Eine am im türkischen Amtsblatt (Nr ) veröffentlichte Verordnung zur Energieeffizienz von Gebäuden, die genau ein Jahr später in Kraft getreten ist, schreibt nun für alle Neubauten (industrielle Gebäude auch) eine detaillierte Bewertung der Bauisolierungen, der Effizienz von Heiz-, Kühl- und Belüftungsanlagen sowie der Beleuchtung vor. Die Ergebnisse der Begutachtung werden in einem Gebäudepass (Enerji Kimlik Belgesi) festgehalten und das Gebäude einer Energieeffizienzkategorie A bis G zugeordnet. Für alle übrigen Gebäude muss der Gebäudepass bis zum ausgestellt worden sein. Die Gültigkeitsdauer des Gebäudepasses beträgt zehn Jahre. Erhofft werden Einspareffekte von bis zu 50% des Energieeinsatzes. In ihrem Jahresprogramm für 2011 hält die türkische Regierung die Verringerung des Stromverbrauchs um 20 bis 25% allein durch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in der Industrie, in Gebäuden und im Transportsektor für möglich. Das Interesse an energieeffizente Technologien steigt jeden Tag, da eine Reduzierung der Energieverschwendung für die wirtschaftliche Entwicklung der Türkei von immenser Bedeutung ist. Immer mehr Projektträger berücksichtigen sich Umweltschutz und Energieffizienz bei ihren Vorhaben. Sie lassen Gebäude als grüne Bauten nach LEED, BREEAM zertifizieren und machen mit dieser Auszeichnung Marketing. 4

7 Die Großunternehmen aber auch Eigentümer privater Immobilien versuchen mit dem Einsatz von High-Tech-Anlagen in ihren Gebäuden ihre Kunden und Gäste zu beeindrucken, so dass neben rationalen Argumenten auch Maßnahmen zur Imageaufbesserung dem Markt zusätzliche Impulse verleihen. Aufgrund der hohen Abhängigkeit der Türkei von importierten fossilen Energieträgern und damit verbundenen hohen Energiepreise ist ein steigendes Bewusstsein für Energieeffizenz sowohl beim Unternehmen als auch bei privaten Haushalten zu beobachten. Für deutsche Technologiefirmen können sich in Kooperation mit türkischen Bauunternehmen interessante Marktchancen ergeben. Die große türkische Baukonzerne verwirklichen Projekte, bei denen High-Tech-Produkte gefragt sind, nicht nur in der Türkei sondern auch im Ausland. Hier können deutsche Unternehmen mit ihren intelligenten Produkten und Lösungen mitwirken. 5

8 1. LÄNDERPROFIL Ein historischer Einschnitt für die Türkei die Gründung der Republik am 29. Oktober 1923 als Nachfolgestaat des Osmanischen Reiches, durch den Staatsgründer Mustafa Kemal Paşa, später unter dem Beinamen Atatürk (Vater der Türken) bekannt. Atatürk verhalf der Türkei in das moderne Zeitalter, orientierte das Land in Richtung Westen und richtete eine klare Industrialisierungspolitik ein. Er schaffte das Sultanat, Kalifat und die Scharia ab, führte eine Kleiderreform ein, ersetzte die islamische Zeitrechnung durch den Gregorianischen Kalender und führte die lateinische Schrift ein. Zudem erfolgte die Einführung europäischer Rechtssysteme. Ende der achtziger Jahre reichte die Türkei offiziell ihren Antrag für eine Mitgliedschaft in der EU ein. Am trat die Zollunion mit der EU in Kraft. Für alle Industrieprodukte aus dem jeweiligen anderen Wirtschaftsraum werden seit dem keine Zölle erhoben. Ende der Neunziger bekam die Türkei den Status eines Beitrittskandidaten, womit am dann die Beitrittsverhandlungen zur EU offiziell aufgenommen wurden. Die Dauer der Beitrittsverhandlungen wird auf zehn bis fünfzehn Jahre geschätzt. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die volkswirtschaftlichen Daten der Türkei: Tabelle 1 - Volkswirtschaftliche Daten der Türkei Offizieller Landesname Republik Türkei Bevölkerungswachstum 1,6% Hauptstadt Ankara Korrespondenzsprachen Türkisch, Englisch, Deutsch Einwohner 74 Mio. (2010) Erwerbstätige Bevölkerung 25,9 Mio. (Oktober 2010) Durchschnittsalter 29,2 (2010) Präsident Abdullah Gül Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan Großstädte (Einwohner) Istanbul (13,3 Mio.), Ankara (4,8 Mio.), Izmir (3,9 Mio.), Bursa (2,6 Mio.), Adana (2,1 Mio.) Währung Türkische Lira (TL) Finanzzentrum Istanbul Bruttoinlandsprodukt (BIP): BIP Mio. TL BIP Mio. TL 6

9 BIP Mio. TL BIP pro Kopf 2012 (in USD) USD Inflationsrate 6,16 % (VPI 2012) Warenimporte Mio. USD.aus Deutschland Mio. USD Warenexporte Mio. USD.nach Deutschland Mio. USD Wichtigste Exportländer (2012) Irak, Deutschland, Vereinigte Arabische Emirate, England Wichtigste Importländer (2012) Russland, Deutschland, China, USA, Italien, Iran, Frankreich Freihandelsabkommen Zollunion-Abkommen mit der EU Freihandelsabkommen mit Albanien, Bosnien Herzegowina, Kroatien, den EFTA-Mitgliedsländern (Schweiz, Norwegen, Island und Lichtenstein), Ägypten, Georgien, Israel, Marokko, Mazedonien, Montenegro, Palästina, Serbien, Syrien, Tunesien Quelle: (TÜIK- Das türkische Statistikamt, ) Die Türkei befindet sich sowohl auf dem asiatischen als auch auf dem europäischen Kontinent. Die zwei Kontinente sind nur durch den Bosporus und die Dardanellen voneinander getrennt. Die Landesfläche der Türkei umfasst ,38 km². Ihre Nachbarländer sind Bulgarien, Griechenland, Syrien, Irak, Iran, Aserbaidschan, Armenien und Georgien. Das Land stellt einen Brückenkopf zwischen der Region um das Kaspische Meer, dem Nahen und Mittleren Osten und Europa dar. Die Hauptstadt der Türkei ist Ankara und das Land ist in 81 Provinzen unterteilt. Die Türkei hat 18 Metropolen mit jeweils mehr als 1 Mio. Einwohnern. Darunter finden sich zehn Metropolen die besondere Bedeutung haben. Die Städte Istanbul mit rund 13,3 Mio. Einwohnern, Ankara mit etwa 4,8 Mio. Einwohnern und Izmir mit ca. 3,9 Mio. Einwohnern dominieren heute diese Rangliste. Im Ballungsraum der Marmararegion mit Istanbul, Bursa und Kocaeli leben insgesamt über 20 Mio. Einwohner. Die folgende Tabelle verweist auf Daten aus der letzten Volkszählung im Jahre 2008, wo die offiziellen Zahlen zuletzt veröffentlicht wurden. Tabelle 2 - Volkszählung 2008 Nr. Provinzen Gesamt Männer Frauen 7

10 1. Đstanbul Ankara Đzmir Konya Bursa Adana Antalya Đçel Şanlıurfa Diyarbakır Summe Türkei (Total) Quelle: (TÜIK - Das türkische Statistikamt, Volkszählung; 2013) Darüber hinaus ist die Verstädterung in der Türkei weit voran geschritten. Unter ANHANG-1 ist eine Tabelle zu finden, die eine Auflistung von Städten mit mehr als Einwohnern zeigt (leider sind neue Zahlen noch nicht veröffentlicht worden). Die Türkei wird entwicklungspolitisch in drei Kategorien eingeteilt: Die entwickelten Provinzen, die normalen Provinzen und die Provinzen, die zu entwickeln sind, die sogenannten Prioritätsregionen. Für letztere gibt es weitere Förderungen, sofern Investitionen getätigt werden. Die Kategorisierung wird jedes Jahr von Neuem vorgenommen. Bei der dritten Kategorie der Prioritätsregionen gab es Provinzen. Für 2012 sind die selben Provinzen vorgesehen. Diese Provinzen sind unter ANHANG-2 aufgelistet Politik Die Republik Türkei gab ihre erste Verfassung in 1924 frei. Die Grundsätze der Verfassung von 1921, insbesondere das Prinzip der Volkssouveränität wurden übernommen. Es wurde die große türkische Nationalversammlung (TBMM oder Parlament) als alleiniger Vertreter des Volkes bestimmt. Die zweite Verfassung wurde 1961 verabschiedet und führte das Zweikammerparlament ein. Die dritte Verfassung der Republik, die 1982 per 8

11 Volksentscheid angenommen wurde, ist bis heute rechtskräftig. Gemäß dieser Verfassung ist die Türkei eine demokratische, laizistische, soziale und rechtstaatliche Republik. Für das Jahr 2012 ist eine neue Verfassung zu erwarten. Oberhaupt des Staates ist der Staatspräsident. Den Ministerrat bilden der Ministerpräsident und die von ihm bestimmten Minister bzw. Staatsminister. Die türkische Verwaltung ist zentralistisch. Das türkische Parlament, die große türkische Nationalversammlung, wird für vier Jahre gewählt (Mehrheitswahlrecht). Es gilt eine landesweite Zehn-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament. Am 12. Juni 2011 hat die Türkei das letzte Mal zur 24. Großen Nationalversammlung gewählt. Die regierende islamisch-konservative AKP (Adalet ve Kalkınma Partisi) unter Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan gewann zum dritten Mal in Folge die Parlamentswahl, verfehlte aber die angestrebte Zweidrittelmehrheit, um alleine die Verfassung ändern zu können. Die kemalistisch-sozialdemokratische CHP (Cumhuriyet Halk Partisi) trat zum ersten Mal mit ihrem neuen Vorsitzenden Kemal Kılıçdaroğlu zur Wahl an und wurde zweitstärkste Partei. Abdullah Gül, der ehemalige Außenminister der Türkei, dessen Wahl zum Staatspräsidenten zu den vorgezogenen Parlamentswahlen in 2009 führte, wurde im August 2007 zum 11. Staatspräsidenten der Türkischen Republik gewählt. Der ehemalige Generaldirektor vom staatlichen Wasserbehörde DSI, Prof. Dr. Veysel Eroğlu ist seit dem 29. August 2007 Minister für Umwelt- und Forstwirtschaft. In 2011 hat sich der Name des Ministeriums für Umwelt und Forstwirtschaft als Ministerium für Forst- und Wasserwirtscahft geändert. Die AKP setzt ihre Reformpolitik für die EU Mitgliedschaft weiter fort. Die langfristigen Perspektiven einer EU-Mitgliedschaft wirken sich positiv auf das Geschäftsklima aus. Laut dem Fortschrittsbericht der Europäischen Kommission leidet die Wirtschaft der Türkei allerdings, ungeachtet der Erfolge in der Haushaltspolitik und beim Wachstum, weiterhin unter erheblichen Schwächen. Die Mängelliste der Kommission reicht von Hürden für den freien Warenverkehr über das abgeschottete Auftragsvergabewesen, Lücken im Nahrungsmittelrecht bis zum begrenzten Fortschritt bei der direkten Besteuerung. Mittelfristig wird die Türkei jedoch nach Einschätzung der Kommission dem EU- Wettbewerbsdruck unter der Voraussetzung standhalten können, dass sie klar an ihrer erfolgreichen Stabilitätspolitik festhält und weitere entscheidende Schritte hin zu strukturellen Reformen unternimmt.. 9

12 Umweltpolitik der Türkei Die Türkei gehört zu den 20 größten Volkswirtschaften der Welt. Das Land ist zum heutigen Zeitpunkt in hohem Maße von importierter Energie abhängig. 70 % der Energie in der Türkei wird importiert. Die Hauptenergiequellen sind Öl und Erdgas. Der Bedarf an elektrischer Energie steigt in der Türkei jährlich um 8 %. Die Türkei strebt mehr Unabhängigkeit von Importen an. Sie hat aufgrund der regionalen Gegebenheiten hervorragende Voraussetzungen für erneuerbare Energieträger. Die Türkei hat neben einem Gesetz zur Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien ein Gesetz zur Steigerung der Energieeffizienz verabschiedet, welches der Thematik Erneuerbare Energien und effizientere Nutzung von Energieträgern einen nachhaltigen Stellenwert bescheinigt. Ohne hohe Einsparungen im Energieverbrauch durch verstärkte Nutzung von energieeffizienteren Systemen droht in der Türkei ein Versorgungsengpass in der Stromversorgung in den nächsten Jahren. Die Politik ist wenig auf Umweltschutz ausgerichtet. Keine der genannten Parteien hat einen starken Umweltschutz zum Ziel. Dennoch wächst das Bewusstsein der Bevölkerung für die Umwelt. Die Politik ist viel stärker auf ein stetiges Wirtschaftswachstum ausgerichtet. Die Türkei unterhält zu vielen bedeutenden Energielieferländern intensive Handelsbeziehungen und hat in diesen Ländern bedeutende Absatzmärkte für ihre Produkte. Gleichzeitig richtet sich das Augenmerk der türkischen Industrie- und Energiepolitik auf einen Ausbau der Fernleitungen für Gas und Strom in Richtung Zentraleuropa. Aber auch für die Länder im Nahen Osten setzt man auf die Verstärkung von Energielieferungen Kyoto-Protokoll Zusammen mit den USA war die Türkei bisher einer der Staaten, die das Abkommen aufgrund der Befürchtungen bezüglich der negativen Folgen für das Wirtschaftswachstum nicht unterzeichnete. Nach jahrelangem Zögern gab die Türkei 2008 bekannt das Kyoto- Protokoll zur Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen zu unterzeichnen. Bislang 10

13 hatte die Türkei mit dem Argument, man müsse zuerst die eigene industrielle Entwicklung abschließen das Abkommen nicht angenommen. Dem Kyoto-Protokoll ist die Türkei Anfang 2008 beigetreten. Das türkische Parlament hat mit großer Mehrheit am das internationale Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz ratifiziert. Von 252 anwesenden Abgeordneten stimmten 243 Abgeordnete für das Abkommen. Drei Parlamentarier stimmten dagegen, bei sechs Enthaltungen. Das Hauptargument für den Beitritt war nach jahrelangem Zögern die Option der Mitbestimmung bei der Gestaltung der Modalitäten. Die Türkei ist derzeit nicht unterden Ländern des Annex B, der jene Staaten enthält, die ihren CO2-Ausstoß bis 2012 auf den Stand von 1990 verringern wollen. Daher hat die türkische Regierung trotz der Ratifizierung des Abkommens aktuell kein CO2- Minderungsziel. Für den Umweltschutz werden hohe Kosten auf die Türkei zukommen. Schätzungen zufolge muss die Türkei bis zu 35 Mrd. Euro investieren, um die Umweltnormen der EU zu erfüllen. Ein neuer Kredit der Weltbank wird die Türkei bei der Umsetzung von Projekten zur Treibhausgasreduktion unterstützen. 600 Mio. USD sollen für Investitionen in Erneuerbare Energie- und Energieeffizienzprojekte zur Verfügung gestellt werden Wirtschaftliche Struktur und Entwicklung der Türkei Die türkische Wirtschaft hat die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise rasch überwunden: Nach einem Wachstumsrückgang im Jahre 2009 auf 4,7 % zog das Wirtschaftswachstum im Jahre 2010 wieder deutlich an und betrug 8,9%. Im ersten Halbjahr 2011 konnte die Türkei mit einem Wachstum von 10,2% sogar die weltweit höchste Wachstumsrate verzeichnen. Damit lag die Türkei auf Augenhöhe mit den Wachstumsökonomien der BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China). Der positive Trend setzte sich im Verlauf des Jahres fort und belief sich für das Gesamtjahr 2011 innerhalb des von der türkischen Regierung vorgegebenen Korridors auf rund 8 %. Das türkische Wirtschaftswachstum hat im Anfangsquartal 2012 spürbar an Schwung verloren. Das Bruttoinlandsprodukt war preisbereinigt um 3,2 % höher als im gleichen Vorjahresquartal, meldete das türkische Statistikamt TUIK Anfang Juli. Gestützt wurde das Wachstum vor allem von der Auslandsnachfrage, während die Binnennachfrage sich weiter abgekühlt hat. Im Vergleich zum Vorquartal wuchs die türkische Wirtschaftsleistung saisonbereinigt nur um 0,2 %. 11

14 Im zweiten Quartal 2012 hat die Wirtschaft wieder etwas an Schwung gewonnen und im Vergleich zum Vorquartal ist das Bruttoinlandsprodukt saisonbereinigt um 1,8 % gestiegen. Im vierten Quartal 2012 hatte das Land eine Wachstumsrate des Brutto-Inlands-Produkts in Höhe von 1,4 % vorzuweisen. Nach den Angaben der Weltbank fallen auch 2011 ca. 10 % des türkischen BIP auf den Landwirtschaftssektor, in dem ca. ein Drittel der Bevölkerung beschäftigt ist. Der breitgefächerte industrielle Sektor (Textil, Fahrzeuge, Chemie, Maschinen und Elektronik) hat mit einem Anteil am BIP von rund 22 Prozent und Wachstumsraten von bis zu 35 Prozent ebenfalls wesentlich zum wirtschaftlichen Wachstum beigetragen. Auch das Baugewerbe hat durch die im Inland weiter wachsenden gewerblichen Flächen, wie Bürogebäude, Industrieanlagen, Gebäude für den Groß-und Einzelhandel seinen Teil zum wirtschaftlichen Erfolg des Landes geleistet. Mit ihren anstehenden inländischen Großprojekten, wie z.b. dem Bau der dritten Bosporus-Brücke sowie der Beruhigung der politischen Situation im nordafrikanischen Raum, wo türkische Bauunternehmen seit Jahren zahlreiche Aufträge entgegennehmen, blickt die Türkei weiterhin in ein aussichtsreiches Baujahr. Den größten Anteil am BIP machte wiederum der traditionell starke Dienstleistungssektor mit über 60 % aus, in dem ca 45% der Berufstätigen arbeiten. Hier sind vor allem steigende Besucherzahlen in der Tourismusbranche, mit der Türkei als sichere Insel in der Region, zu nennen. Dieser Anstieg ist auf zahlreiche ausweichende Urlauber als auch auf Touristen aus den arabischen Staaten selbst zurückzuführen. Mit einem robusten und lukrativen Bankenwesen nimmt auch der Finanzsektor eine immer bedeutendere Stellung im Wertschöpfungsprozess der Türkei ein wobei sich die Đstanbuler Börse (ISE) mittlerweile zu einer der weltweit aufstrebenden Börsen entwickelt hat. Die türkische Regierung hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, den Standort Istanbul innerhalb von zehn Jahren als ein regionales und binnen weniger Jahrzehnte als weltweites Finanzzentrum zu etablieren. Der Index für die Kapazitätsauslastung der türkischen Industrie betrug 75,4 Punkte. Auch wenn das Pro Kopf Einkommen erneut über USD lag, konnte ein Großteil der türkischen Arbeitnehmerschaft nicht entsprechend der sehr positiven wirtschaftlichen Entwicklung entlohnt werden. Der überwiegende Teil der Arbeitnehmerschaft in Industrie, Landwirtschaft und Handwerk beziehen weiterhin den offiziellen "Mindestlohn", der im zweiten Halbjahr 2011 auf 837 Türkische Lira brutto (rund. 335 Euro) festgesetzt wurde. Die offizielle Arbeitslosenquote ist im Jahresverlauf 2011 merklich gesunken. Im August wurde ein neuer Tiefstwert von 9,2% markiert, saisonbereinigt 9,6%. Zu beachten ist 12

15 allerdings, dass die stille Reserve wegen der niedrigen Frauenerwerbsquote relativ groß ausfällt und die Jugendarbeitslosigkeit mit 18,6% ebenfalls signifikant höher lag. Eine wesentliche Säule für den Erfolg des wirtschaftlichen Wachstums waren die rasch zunehmenden Exporte. Diese überschritten 2007 erstmals die Grenze von 100 Mrd. US$ und konnten die Effekte einer nachlassenden Binnenkonjunktur kompensieren. Der Gesamtexport betrug im Jahr Mrd. USD (2009: 102 Mrd. USD; 11,5) während der Gesamtimport im Jahr 2010 bei 186 Mrd. USD (2009: 141 Mrd. USD; 31,7%) lag. Für das Gesamtjahr 2012 rechnet die Regierung mit Exporten von 149,5 Mrd. USD und Importen von 239,5 Mrd. USD. Wichtigste Handelspartner für den Import ist Deutschland. Durch die gestiegenen Rohstoffpreise für Primärenergieträger ist wertmäßig Russland an die erste Stelle der Importe gerutscht. Der wichtigste Handelspartner für den Export seitens der Türkei ist Deutschland. Die Industrieproduktion konzentriert sich auf die Sektoren Textilien, Kfz und Kfz teile, Bau und Baumaterialien, Landwirtschaft, Chemie, Maschinenbau und Bergbau. Die Industrie ist stark exportorientiert. Aufgrund der steigenden Handelsbeziehungen zu Russland entwickelt sich auch die Schwarzmeerküste zu einer Industrieregion. Die Provinzen Istanbul, Kocaeli, Bursa und Sakarya sind wichtige Industriestandorte in der Marmararegion. Izmir, Manisa und Denizli sind die bedeutendsten Zentren im ägäischen Raum. In der Mittelmeerregion sind Adana, Mersin sowie Antalya und in Zentralanatolien Ankara als die wichtigsten Industriezentren hervorzuheben. Die Mittelmeerprovinzen Antalya und Muğla gelten als die wichtigsten Zentren der türkischen Tourismusindustrie mit zahlreichen Hotelbetrieben und Jachthäfen. In den letzten Jahren konnten jedoch auch in einigen Gebieten Zentralanatoliens und Südostanatoliens deutliche Fortschritte erzielt werden. Als Beispiele für eine positive Industrieentwicklung gelten die Provinzen Konya, Kayseri und Gaziantep, wo zahlreiche kleine und mittelständische Betriebe (bspw. Maschinenbau) entstanden sind, die auch erfolgreich für den Export produzieren. Die Betriebe der stark expandierenden Kfz- und Zulieferindustrie sind vor allem in den Provinzen Istanbul, Kocaeli (Izmit), Bursa, Sakarya (Adapazarı) und Ankara angesiedelt, wie das Mercedes-Omnibuswerk in Hadımköy bei Istanbul, das Toyota-Werk in Adapazarı, die MAN-Omnibusfabrik in Ankara und die Pkw Fertigungsstätten von Renault und Fiat in Bursa. 13

16 Die Textil- und Bekleidungsindustrie arbeitet neben den nordwestlichen und westlichen Provinzen Istanbul, Izmir, Edirne, Bursa, Denizli, Afyon und Aydın auch in Süd- und Südostanatolien, wie in Adana, Mersin, Hatay und Gaziantep. Die Standorte der chemischen Industrie, einschließlich Petrochemie und Erdölraffinerien, sind vornehmlich Istanbul, Kocaeli und Izmir. Betriebe der Elektrotechnik und Elektronik befinden sich mehrheitlich in Istanbul, Kocaeli, Manisa, Izmir und Denizli. Der Maschinenbau ist in den Provinzen Istanbul, Ankara, Izmir, Manisa, Aydın, Adana, Mersin und Konya verbreitet Investitionen Die Türkei hat sich im letzten Jahrzehnt zum echten Hot-Spot für ausländische Direktinvestitionen entwickelt. Für den Zeitraum 2008 bis 2010 bescheinigen die Vereinten Nationen der Türkei das 15. beste Investitionsklima weltweit (World Investment Prospect Survey 2008/2010). Die ausländischen Direktinvestitionen verzeichneten in der ersten Jahreshälfte 2011 mit rund 6,9 Mrd USD bereits ein beachtliches Wachstum. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 1,6 Mrd USD gewesen. Für die ersten 10 Monate das Gesamtjahres 2011 stieg die Investitionssumme auf 11.6 Mrd USD und stellte ein Wachstum von 86% im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum dar. Für ausländische Investoren waren das Bankwesen sowie Versicherungen, gefolgt von Energie und der verarbeitenden Industrie die attraktivsten Sektoren flossen 22 Mrd USD an Investitionen in die Türkei. Nach Angaben des türkischen Finanzministers kam in 2011 mit einem Anteil von 87 % und einem Investitionswachstum von 388%, der Großteil der Investitionen wieder aus den EU-Ländern. Hingegen nahmen die Zuflüsse aus den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens um 76 Mio USD und somit um 43,3 % ab. Investitionen aus Nordamerika stiegen um 140 % auf 439 Mio USD, und fernöstliche Quellen investierten insgesamt 163 Mio USD, ein Anstieg um 329 %. Insgesamt wurden im Jahr 2011 mehr ausländische Direktinvestitionen in der Türkei getätigt als in den Jahren zusammen war das Jahr für türkische Aktien und deren Anleger. Für das Jahr 2011 war es jedoch schwieriger, diesen Investmenterfolg zu halten. Hier liegt es hauptsächlich an der türkischen Zentralbank, den Balanceakt zu 14

17 gewährleisten. Woanders freuen sich Ökonomen über leichte Verbesserungen in der Binnennachfrage, doch in der Türkei hat man sich längst an die konsumfreudige Bevölkerung gewöhnt. Es ist somit kein Wunder, dass die Börsianer seit Längerem schon Interesse am Bosporus zeigen. Besonders Đstanbul entwickelt sich immer mehr zu einem global hot spot für Invesments in allen Bereichen wofür nicht zuletzt die Eröffnung des ersten und einzigen Auslandsbüros der zur Weltbank gehörenden International Finance Corporation in Istanbul spricht. Hierbei profitiert die Türkei immer wieder von ihrer jungen Bevölkerung. Die demographische Perspektive der Türkei ist ausgesprochen günstig. Die Hälfte der Türken ist unter 29, dies wiederum kurbelt erneut den Binnenkonsum an. Denn je jünger ein Land, umso weniger ist es von den teuren Problemen einer alternden Bevölkerung betroffen wie bspw. Deutschland, Italien oder Japan. Die junge Bevölkerung, die zudem eine sehr gute Ausbildung genoss und hoch motiviert ist, ermöglichte es außerdem, dass die Produktivität türkischer Arbeitskräfte zwischen 2002 und 2008 um 6,1% gestiegen war, Tendenz weiterhin steigend. Des Weiteren bietet die Türkei ein umfangreiches Förderprogramm für neue Investitionen an. Für ausländische Unternehmen ist dies ein weiterer überzeugender Grund in die Türkei zu kommen. Denn abhängig vom Ort des Investments ist die reguläre Körperschaftssteuer für technologieintensive Produktion von 20% auf bis zu 2% reduziert. Im Blickpunkt von Immobilieninvestoren aus aller Welt steht der türkische Immobilienmarkt und ist bei diesen aufgrund der niedrigen Objektpreise und der hohen Mietrenditen sehr begehrt. Mit einer Mietrendite von 5,48% wird die Türkei als der beste Investitionsstandort in Europa betitelt und liegt damit vor Frankreich, Spanien und Portugal. So ist es, das die Immobilienverkäufe an Ausländer in den letzten Jahren mit dem teilweise recht anhaltenden Wachstum des Immobilienmarktes neue Rekordstände erreichte. Von haben Personen ausländischer Nationalität in die Türkei investiert. Insbesondere in Häuser oder Grundstücke. Die Immobilienverkäufe an Ausländer beliefen sich allein in den letzten fünf Jahren auf 14,4 Mrd. USD Investitionen zwischen Deutschland und der Türkei Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sind traditionell intensiv und wachsen kontinuierlich. Die Bundesrepublik ist der größte Abnehmer türkischer Waren und auf Platz zwei unter den Hauptlieferanten der Türkei. Der bilaterale Außenhandel erreichte in den letzten Jahren jeweils rund 23 Mrd. Euro. Im Zeitraum Januar-Oktober 15

18 2012 verringerte sich der bilaterale Warenhandel jedoch um 9,9% und betrug insgesamt 28,22 Mrd USD. Auf den Import türkischer Waren fielen rund 9 Mrd. Euro, der Export in die Türkei betrug etwa 14 Mrd. Euro. Der deutsche IT-Markt ist mit einem Volumen von 145 Milliarden Euro im Jahr 2011 der größte Europas und der viert größte weltweit. Der türkische Markt wiederum ist zurzeit der dynamischste in Europa. Das Marktforschungsinstitut EITO rechnet mit einem Wachstum von 7,3% auf 21,7 Mrd. Euro. Im Jahr 2010 verkauften türkische Unternehmen IT- Dienstleistungen für 21 Mio. Euro nach Deutschland. Ebenfalls im vergangenen Jahr verkauften deutsche Firmen Informations- und Telekommunikationsgeräte und Systeme für 608 Mio Euro in die Türkei. Bis zum Jahr 2023 ist eine Marke von über 160 Mrd. USD angestrebt. Türkische Investitionen im Ausland haben in 2011 auf sich aufmerksam machen können. So haben z.b. türkischen Mobilfunkunternehmen Turkcell und Telekom ihre ersten Unternehmensaktivitäten in Europa aufgenommen. Turkcell, Marktführer für Mobilfunkstellen, strebt eine Expansion nach Westeuropa an. Der Start wurde Anfang April in Deutschland gemacht. Zu nennen ist in diesem Zusammenhang auch die Übernahme des baden-württembergischen Automobilherstellers Odelo durch die Bayraktarlar Holding. Des Weiteren haben das türkische Unternehmen Genpower Generator (Hersteller von Generatoren) in Frankfurt (Oder) und AS KĐM (Hersteller von Synthetischen Zusatzstoffen) in Düren eigene Produktionshallen eröffnet. Der Handel in der Türkei ist ein weiterer Investitionsschub für deutsche Firmen. Mehr als 4900 deutsche Unternehmen haben mittlerweile Filialen oder Niederlassungen in der Türkei. Gleichzeitig leisten rund türkische und türkischstämmige Unternehmer in der Bundesrepublik einen bedeutenden Beitrag zur deutschen Wirtschaft. Sie investieren dort etwa 8 Milliarden Euro und erwirtschaften einen Jahresumsatz von rund 40 Milliarden Euro. Zudem sichern sie mehr als Menschen den Arbeitsplatz. Die Kaufkraft ist in der Türkei enorm stark. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn die bekanntesten deutschen Firmen auch in den türkischen Markt einsteigen wollen. Mittlerweile sind immer mehr Beispielfirmen zu benennen, wie bspw. die Schuhkette Deichmann. Sie hat in den vergangenen Jahren 40 Filialen in 23 Städten eröffnet. Darüber hinaus ist Real beinahe in jeder türkischen Stadt vertreten, die türkischen Handwerker finden ihr Werkzeug bei Praktiker oder Bauhaus, die elektronischen Geräte werden von Saturn oder Media-Markt gekauft und Kosmetikartikel bei Rossmann. In der Textilbranche ist das Unternehmen C&A in den Markt eingetreten. 16

19 Folgende deutsche Firmen sind bereits länger in der Türkei aktiv, die Auflistung ist nicht abschließend: Daimler Crysler (1967), MAN (seit 1966), Bayer (seit 1880), BASF und Siemens sind seit mehreren Jahrzehnten in der Türkei aktiv. An dem Bau der Bagdad Bahn-Ende des 19. Jahrhunderts und Beginn des 20. Jahrhunderts-waren unter anderem die Thyssen AG und die Deutsche Bank AG beteiligt. Der deutsche Konzern RWE, einer der größten Energieversorger Europas, hat gemeinsam mit seinem türkischen Joint Venture Partner Turcas, den Errichtungsvertrag für das geplante 775 Megawatt Gas- und Dampfkraftwerk in Denizli (Westtürkei) unterzeichnet. Ferner hat Borusan EnBW Enerji mit der Investition in das RES Projekt (Windkraftanlage) einen guten Start in der Türkei gemacht. Nach Bandirma RES hat das Unternehmen eine weitere Investition in Yedigöl Aksu getätigt, diese nennt sich HES (Wasserkraftanlage). Mit diesen Investitionen soll die Kapazität auf 300 GWh erhöht werden. Noch in diesem Jahr, möchte das Unternehmen drei neue Projekte starten, so Mehmet Acarla, Geschäftsführer Borusan EnBW Enerji. Dadurch soll der zukünftige Fokus des Unternehmens auf den aktiven Stromverkauf gelegt werden. In den nächsten 5 Jahren sollen weitere 2 Mrd. USD in diese Branchen investiert werden, um das Ziel von zweitausend MW zu erreichen. Zur installierten Kapazität tragen die RES und HES Anlagen insgesamt 75% bei Aussenhandel Das türkische Außenhandelsvolumen stieg im Zeitraum Januar-Oktober 2012 um 13,4% auf 95,15 Mrd. Euro, diese Entwicklung ist insbesondere auf den Einfluss der stark gestiegenen Goldexporte in den Iran zurückzuführen. Das Importvolumen viel im gleichen Zeitraum aufgrund der gesunkenen Binnennachfrage um 2,9% auf 147,56 Mrd. Euro. In der Folge konnte das Außenhandelsdefizit um 23% auf 68 Mrd. Euro zurückgeführt werden. Die Relation zwischen Export und Import erhöhte sich dadurch von 55,2% auf 64,5%. Durch diese Entwicklung konnte die Türkei das Defizit in der Leistungsbilanz, das Anfang 2012 noch mit 10% des BIP auf ein gefährliches Niveau angestiegen war, auf knapp über 7% reduzieren. Die EU-Staaten machen 36,8% der gesamten Einfuhren und 38,8% der türkischen Exporte aus. 17

20 Ein genauerer Blick auf die Statistiken des türkischen Statistikamts TÜIK liefert Informationen zu den Absatzmärkten türkischer Exporteure. Der Irak steht im Monat Dezember 2012 an erster Stelle. Hier wurden insgesamt türkische Waren im Wert von Mrd. USD abgesetzt, also eine Steigerung zum Vorjahr in Höhe von 10,6 %. Deutschland steht als Abnehmer für türkische Produkte mit 989 Mio. USD an zweiter Stelle. Darauf folgen die Vereinigten Arabischen Emirate mit 694 Mio. und England mit 690 Mio. USD. Im Bereich der Importe für den Dezember 2012 lässt sich Folgendes beobachten: Russland importierte Waren im Wert von Mrd. USD in die Türkei und steht an erster Stelle. Deutschland ist zweitplatziert und erwirtschaftete Mrd. USD. Darauf folgen China mit Mrd. USD und Italien mit Milliarden Dollar. Insgesamt gab es im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Importrückgang der Türkei von 2,9 % Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland Deutschland und die Türkei verbinden vielfältige und intensive Beziehungen. Diese greifen Jahrhunderte zurück. In Deutschland leben ca. 3 Millionen Menschen mit türkischer Herkunft, davon inzwischen über mit deutscher Staatsangehörigkeit. Nach Angaben der türkischen Regierung leben ca Deutsche in der Türkei. Für die bilateralen Beziehungen ist das ein bedeutender Faktor. Sowohl die türkischen als auch die deutschen Medien thematisieren die bilateralen Beziehungen ausgiebig, wie z.b. die größte türkische Zeitung Hürriyet, mit Auflage in Deutschland, sowie der Euro D TV Kanal, welcher türkischsprachige Programme seit zehn Jahren von Deutschland aus nach ganz Europa sendet. Die Türkei ist ein attraktiver, aufstrebender Markt für Unternehmen aus der Hightech- Industrie. Die deutsche ITK-Branche (Informationstechnologie- und Telekommunikationsbranche) und die CeBIT IT-Messe in Hannover machten das Land am Bosporus nun zum offiziellen Partnerland Auf der CeBIT 2011 haben sich die türkischen ITK Unternehmen mit internationalen Herstellern, Einkäufern, Verkäufern und Endanwendern getroffen und ihre neuesten Technologien vorgestellt. Die Türkei ist einer der dynamischsten Märkte des eurasischen Raumes. Die türkischen IT-Projekte haben Vorbildcharakter für die umliegenden Länder. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip 18

21 Erdogan, hat auch bei der Eröffnung der IT Messe CeBIT in Hannover, die enge Verbundenheit der Türkei mit Deutschland betont. Auch beim Fremdenverkehr in die Türkei steht Deutschland an erster Stelle. Im Jahr 2012 besuchten ca. 5,03 Millionen deutsche Touristen die Türkei. Die Zahl der Touristen stieg damit im Vergleich zum Vorjahr (ca. 4,83 Mio.) um 4,2%. Nicht nur der menschliche Faktor, sondern auch die kultur-diplomatische Beziehung zwischen Deutschland und der Türkei stellt eine wichtige Rolle dar. Istanbul, Essen und das Ruhgebiet waren Kulturhauptstädte Dies war ein wichtiger kultureller Beziehungspunkt zwischen Deutschland und der Türkei. Gleichzeitig feiern Istanbul und Berlin das 20-jährige Bestehen ihrer Städtepartnerschaft. Die Türkei gehört ebenso zu den wichtigsten Partnerländern in der Hochschulzusammenarbeit mit dem Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern als wichtigstes Instrument. Organisationen wie der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Alexander von Humboldt Foundation (AvH), die Deutsche Forschungsgemeinschaft, sowie private Initiativen sind große Hilfen bei der Realisierung des kulturellen Austauschs. Die Zweigstellen des Goethe-Instituts befinden sich in Ankara, Istanbul und in Izmir. Im Jahr 2006 wurde die ERNST-REUTER- Initiative für Dialog und Verständnis (ERI) gegründet, welche die Bereiche Kunst, Kultur nund Medien, Jugend und junge Berufseinsteiger, Wissenschaft und Integration umfasst. Die geplante Deutsch-Türkische Universität in Istanbul wurde durch Projekte der ERI ins Leben gerufen. Mit dem Besuch von Bundespräsident Wulff in der Türkei im Oktober 2010 wurde dann der erste Stein der Universität enthüllt. Zudem war die Türkei im Herbst 2008 Partnerland der Frankfurter Messe und der Berliner Musikmesse Popkomm. Die wichtigste und stärkste Beziehung zwischen der Türkei und Deutschland bleibt die Wirtschaft. Mit aktuell rund 4400 deutschen Unternehmen nimmt Deutschland im puncto ausländischen Direktinvestitionen seit Jahren einen Spitzenplatz in der Türkei ein, wobei es vor zehn Jahren noch keine 500 Unternehmen waren. Für die aufstrebende Zusammenarbeit sind das Beschäschftigungspotenzial, die Kompetenz und die Kreativität der türkischen Unternehmen wichtige und notwendige Eigenschaften. Neben der hervorragenden Lage für Exporte in weitere Länder des nahen und mittleren Ostens, ist die stetig wachsende junge Bevölkerung ein Anreiz für Deutschland, mit der Türkei auch künftig zu kooperieren. Bereits seit 1984 ist die deutsche Wirtschaft in der Türkei durch ein Deligiertenbüro des Deutschen Industrie-und Handelskammertags (DIHK) vertreten worden. Nach langjährigen Vorarbeiten des Deligiertenbüros, ist 1994 die Deutsch-Türkische Industrie- und Handelskammer zu Istanbul gegründet worden. Daraufhin wurde dann im Jahre 2003 die Türkisch-Deutsche Außenhandelskammer in Köln eröffnet. 19

22 Seit April 2011 hat die Deutsch- Türkische Industrie- und Handelskammer eine Zweigstelle in Izmir. 20

23 2. ENERGIEWIRTSCHAFT Der Energiemarkt ist für die türkische Wirtschaft einer der vielversprechendsten und zukunftsorientiertesten Branchen. Aufgrund der aktuellen Privatisierungen, Lizenzverträge und strategischen Partnerschaften hat der Energiemarkt in der Türkei ein schnelles Wachstum und eine schnelle Liberalisierung erlebt. Parallel zum Prozess der Privatisierung wird der Übergang der wettbewerbsfähigeren Marktstruktur unterstützt. Durch die stark wachsende Bevölkerung und vor allem der Wirtschaft, kann die Energieversorgung in den nächsten Jahren nur mit massiven Investitionen gedeckt werden. Lange waren der Bau von bis zu 3 Atomkraftwerken, mehreren Braunkohlekraftwerken (die Türkei hat große Vorräte an allerdings minderwertiger Braunkohle) und der Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien im Gespräch. Im Mai 2010 wurde dann ein Abkommen zwischen der Türkei und Russland für den Bau eines Atomkraftwerkes in Mersin/ Akkuyu unterzeichnet. Ein zweites Kraftwerk ist für die Schwarzmeerregion Sinop geplant. Die Gesamthöhe der Investitionen zur Deckung des Energiebedarfs in der Türkei bis 2023 wird auf ca. 130 Mrd. US-Dollar geschätzt. Um einen gemeinsamen Energiemarkt mit der EU zu schaffen, hat die Türkei ihr Energienetz an den Netzverbund der UCTE (Union für die Koordinierung des Transports von Elektrizität)angeschlossen Entwicklung Aufgrund der steigenden Anzahl der Bevölkerung, des anhaltenden wirtschaftlichen Wachstums und des zunehmenden Durchschnittseinkommens wächst der Energiebedarf des Landes stetig. Damit gehört die Türkei zu den am schnellsten wachsenden Strommärkten weltweit. Zwischen den Jahren 1990 und 2010 ist der Stromverbrauch pro Jahr durchschnittlich um 6,7% gestiegen. Der Stromverbrauch lag allein 2012 bei GWh. Nach den Prognosen wird der Strombedarf bis 2020 pro Jahr um ca. 7,5% anwachsen und auf GWh steigen. Die Türkei hat in den 80zigern und 90zigern massive Investitionen in Staudammprojekte getätigt und kann seitdem den Strombedarf im Inland weitestgehend decken, so dass es nur noch vereinzelt zu Stromausfällen kommt. Diese sind zudem häufig auf Wettereinflüsse zurückzuführen. Gleichzeitig konnte durch die Investitionen die häufig vorkommende Wasserknappheit in den Sommermonaten überbrückt werden. In den letzten Jahren hat die 21

24 Türkei weitere Investitionen im Bereich Stromerzeugung getätigt. Zu diesen Investitionen zählt bspw. ein Kohlekraftwerk in Đskenderun, welches als BOT-Projekt unter Mitwirkung von deutschen Stromversorgern gebaut und im Jahr 2004 eröffnet wurde. Durch extrem trockene Sommer- und Wintermonate, in denen sich die Staudämme nicht auffüllen konnten und durch die gestiegene Stromnachfrage kommt es in den vergangenen Jahren wieder verstärkt zu Strom- und vor allem Wasserausfällen. Geheizt wurde vorher vorwiegend mit Braunkohle. In den 90er Jahren wurden langfristige Erdgas-Lieferverträge mit der Russischen Föderation, dem Iran und weiteren Ländern abgeschlossen,um die Energieversorgung sicher zu stellen. Damit einher gingen der Bau von mehreren Erdgasleitungen und der Ausbau des Erdgasnetzes in verschiedenen Städten. Die Luftverschmutzung konnte somit in großen Ballungsgebieten enorm reduziert werden. Durch diese Entwicklungen stieg allerdings die Importabhängigkeit bei den Energieträgern weiter an. Die Importabhängigkeit der Türkei von Primärenergieträgern beläuft sich heute auf bis zu 73%. Die Ausgaben für die Energieversorgung stellen eine erhebliche Belastung für die Handelsbilanz der Türkei dar. So wurden in 2012 über 60 Mrd. USD für Einfuhr von Energieträgern ausgegeben. Erdgas ist der meist verwendete Rohstoff für Stromproduktion in der Türkei. 98% des importierten Erdgases wird aus Russland importiert. Tabelle 3 Abgeschlossene Lieferverträge Erdgas Abgeschlossene Lieferverträge - Erdgas Bestehende Menge Unterzeichnungsdatum Dauer Stand Vereinbarungen (Mrd. m³/jahr) (in Jahren) Russland(West) Februar in Betrieb Algerien (LNG) April in Betrieb Nigeria (LNG) 1,2 9. November in Betrieb Iran August in Betrieb Russland Dezember in Betrieb (Schwarzmeer) Russland (West) Februar in Betrieb Turkmenistan Mai Aserbaidschan 6,6 12. März in Betrieb Quelle: (Enerji Yıllığı 2011, 2011) 22

25 Tabelle 4 Erdgas Importe Erdgas-Importe (Mio. cm³) , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , (*) 3.836,00 * Januar 2011 Quelle: (Enerji Yıllığı 2011, 2011) Vorkommen Primärenergieträger Die Primärenergiequellen der Türkei umfassen Steinkohle und Braunkohle, Erdöl und Erdgas, Wasserkraft, Solar- und Windenergie, Geothermie und Biomasse. Die Primärenergiequellen und deren Vorkommen lassen sich anhand nachfolgender Tabelle ablesen. Zu erkennen ist, dass Braunkohle mit Abstand die am häufigsten vorkommende Energiequelle ist. Darüber hinaus deckt die Türkei 86% ihres Kohlebedarfs durch heimische Produktion ab. Das Land hat nur kleine Lagerstätten von Erdöl und ist hierbei auf Energieimporte angewiesen. 23

26 Tabelle 5 Primärenergieträger Rohstoffvorkommen Rohstoffarten Erschlossene Vorkommen Wahrscheinliche Vorkommen Nutzbare Vorkommen Gesamt Steinkohle Braunkohle Linyit (Lagerstätte Elbistan) andere gesamt Asfalt Bitumen Wasserkraft - Gwh/Jahr MW/Jahr Rohöl (Mio. Tonnen) 41, ,8 Quelle: (Das Türkische Energieministerium, id=398, 2013) Energieerzeugung Die Stromproduktion basiert im Wesentlichen auf drei Energieträger. Diese sind Erdgas, Kohle und Wasserkraft. Dabei gehört der höchsten Anteil mit 45,4% zu Erdgas. Kohle hat einen Anteil mit knapp 29%, gefolgt von Wasserkraft mit ca. 23%. Wärmekraftanlagen aller Art erzeugen insgesamt GWh Strom und haben einen Anteil von ca. 75% an der gesamten Stromerzeugung. Tabelle 6 Stromerzeugung nach Energiequellen (Kapazität in MW; Erzeugung in GWh Kapazität Kapazität Kapazität Erzeugung Erzeugung Erzeugung Energieträger * 2013** * 2013** Erdgas Braunkohle Steinkohle Erdöl Disel, LPG, Naphtha

27 Mehr-Brennstoff- Anlagen Biogas / Müll Wärmekraft insg Wasserkraft Wind Geothermie Insgesamt Quelle: (Jahresprogramm der türkischen Regierung, 2013) *) Schätzung **) Prognose Der Anteil der importierten Kohle an der gesamten Stromerzeugung liegt bei ca. 10%, einheimische Kohle trägt 18% bei. Einheimische Vorkommen von Braunkohle, erneuerbare Energien (Wasserkraft, Wind, Sonne), Brennholz, Tier- und Pflanzenabfälle decken zusammen nur ca. 24% des Primärenergieverbrauches Energieverbrauch Der Primärenergieverbrauch ist in der Türkei zwischen 2000 und 2010 um 33% gestiegen. Die Nachfrage nach Elektrizität ist sogar um 63% gestiegen. Für die kommenden Jahre wird eine Steigerungsrate für Stromnachfrage von 6 bis 8% jährlich gerechnet.es wird eine Verdoppelung des Stromverbrauchs für die bevorstehenden zehn Jahre erwartet. Zuletzt lag der Verbrauch pro Einwohner in 2011 bei kwh in Laut der Angaben von der Regulierungsbehörde für den Energiemarkt EPDK ist die Industrie mit einem Anteil von 41,7% die grösste Verbrauchergruppe. Die Erdgasproduktion liegt bei 0,73 Mrd. cbm pro Jahr und der Verbrauch bei rund 37 Mrd. cbm pro Jahr. Es ist anzumerken, dass diese Zahlen hauptsächlich durch Energieimporte realisiert werden. Im Jahr 2007 erreichte der Verbrauch von Primärenergie 108 mtpe (mtpe = 1 Mio. t Erdöläquivalent), darunter zählen Steinkohle, Braunkohle, Erdöl, Erdgas, Wasserkraft, erneuerbare Energien, Stromimporte, Holz, tierische und pflanzliche Abfälle fiel dieser Wert auf 106 mtpe (mtpe = 1 Mio. t Erdöläquivalent) und im Jahr 2009 auf bis zu 99 mtpe stieg dieser Wert erneut auf 105 mtpe an. Der geschätzte Wert für 2011 liegt bei 114 mtpe. Es zeigt sich, dass die negativen Auswirkungen der Finanzkrise 2009 zu einem geringeren Energieverbrauch führten. 25

28 Tabelle 7 Entwicklung der Energienachfrage (Nach dem high scenario) Jahr Spitzenbelastung (MW) Wachstum % Stromnachfrage GWh Wachstum % , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,4 Quelle: (TEIAS, 2013) Energiepreise Die Energiepreise sind in der Türkei ziemlich hoch. Laut dem OECD-Energiepreisindex gehören die türkischen Preise weltweit zu den Höchsten. Die Türkei hat seit Mitte der 1980er Jahre die Nutzung von Erdgas massiv ausgebaut. Sowohl bei der Heizung von Gebäuden als auch in der Erzeugung von Elektrizität spielt Gas heute eine zentrale Rolle. Wichtigster Lieferant ist Russland, daneben bezieht die Türkei Erdgas aus Iran, Aserbaidschan, Algerien, Turkmenistan und Nigeria. Für die Verteilung an die Endkunden sind derzeit 60 lokale Gasgesellschaften lizenziert, die nach und nach privatisiert werden sollen. Noch 2001 verfügten lediglich sieben Großstädte über eine Versorgung der Haushalte mit Erdgas. Deren lokale Gasgesellschaften erhielten im Zuge der Neuordnung der Energiemärkte zunächst Lizenzen durch die Regulierungsbehörde für den Energiemarkt (EPDK). Danach wurden in rascher Folge für weitere Städte Versorgungslizenzen für Erdgas ausgeschrieben. Ende 2009 waren 58 Netzbereiche in Betrieb, in zwei weiteren war das Angebot von Stadtgasen in Vorbereitung. Im Zeitraum 2003 bis 2009 wurden nach Angaben von EPDK rund 1,5 Mrd. TL (circa 750 Mio. Euro) in den Ausbau der Gasleitungs- Infrastruktur investiert. Für 2011 hat die Behörde die Ausschreibung eines weiteren Gebiets angekündigt. Als Lizenznehmer für die Gasdistribution sind in den einzelnen Provinzen verschiedene Vertriebsfirmen zuständig wie IGDAS in Istanbul, EGO in Ankara oder 26

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