Der Stakeholder-Ansatz

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1 Der -Ansatz - eine Einführung - Lehrstuhl Seminar Themenbereich : Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Organisation und Planung Univ.-Prof. Dr. Ewald Scherm : Interessen und Emotionen in Organisationen : -Management im Kontext der Arbeitszeit- und Lohngestaltung 1

2 Agenda: Der Begriff Grundlegende Gedanken des -Ansatz Abgrenzung zum Shareholder-Ansatz Identifikation der und -Ziele Gruppierung von n Kritische Würdigung 2

3 Der Begriff : Terminus wurde erstmals 1963 in einem internen Memorandum der Stanford Research Institute (SRI) erwähnt Der -Ansatz entstand aus der Kritik an der Einseitigkeit des Shareholder-Ansatzes Begriff Stake beschreibt, dass etwas auf dem Spiel steht ( at the stake ) Wortbildung zum stellt den im Vergleich zum Shareholder erweiterten Blickwinkel dar sind Gruppen, von denen das Überleben des Unternehmens abhängt, die von dem Handeln des Unternehmens betroffen sind oder eine Beziehung dazu haben. 3

4 Grundlegende Gedanken des -Ansatz: Das Überleben eines Unternehmens hängt von einer Vielzahl von Anspruchsgruppen ab. Bsp.: Arbeitnehmer / Banken / Staat /. Unternehmen haben eine ethische Verpflichtung Bsp.: BenQ und Siemens Problematik der Entwicklung der Shareholder vom Unternehmer zum Kapitalanlegern Bsp.: Denaturierung des Aktionärs, Risikoverschiebung auf Anspruchsgruppen, Eine Vielzahl von Anspruchsgruppen muss berücksichtigt werden um das Überleben des Unternehmens zu sichern! 4

5 Abgrenzung zum Shareholder-Ansatz: -Ansatz Shareholder-Ansatz viele Anspruchsgruppen Shareholder als einzige Anspruchsgruppe Interessenpluralistisch (Koalitionsmodell) Interessenmonolistisch (Shareholder-Value) Ziele des Unternehmens ergeben sich aus einem gemeinsamen Konsens der Koalitionsmitglieder Ziele des Unternehmens ergeben sich aus den Zielen der Anteilseigner 5

6 Definition : Anspruchsgruppen als Gruppen, ohne deren Unterstützung das Unternehmen nicht überleben kann those groups without whose support the organisation would cease to exist (Stanford Research Institute ) Interessengruppen als Gruppen, die tatsächlich in einem direkten Zusammenhang mit dem Unternehmen stehen voluntary or involuntary risk bears (Clarkson) Bezugsgruppen als Individuen oder Gruppen, die im Bezug mit dem Unternehmen any group or individual who can affect or is affected by the achievement of the organisation s objectives (R. Edward Freeman) 6

7 und -Ziele: günstige Verbraucherpreise Steuerzahlungen sichere Arbeitsplätze Staat und Gesellschaft hohe Rendite sichere Anlage Investoren politische Gruppen Unterstützung eigener Ziele Unterlassen gegenläufiger Ziele hohe Preise lange Lieferverträge kurze Zahlungsziele Lieferanten Firma Kunden geringe Preise hohe Qualität guter Support Mitarbeiter Handelsorganisationen Interessengruppen ausreichende Margen Maketing-Unterstützung sichere Arbeitsplätze Beteiligung am Erfolg gute Arbeitsbedingungen Unterstützung eigener Ziele Unterlassen gegenläufiger Ziele 7

8 Gruppierung von n: Gruppierung nach Mitchell, Agle, Wood Gruppierung der nach Macht Legitimität Dringlichkeit Beispiele zu den Gruppen 1. Eigentümer von Vorzugsaktien 2. Gemeinde / Kreis 3. Bewerber 4. Kartellamt 5. Betriebsrat (keine Mitstimmungspflicht) 6. Tochterunternehmen 7. Shareholder / Banken Macht 1 schlafende 8 keine 5 gefährliche 4 dominante 7 definitive 3 fordernde Dringlichkeit 6 abhängige Legitimität 2 Interessenwahrende 8

9 Kritische Würdigung: Gegen den Shareholder-Ansatz spricht der Aufwand durch die Berücksichtigung vieler das Problem der Operationalsierbarkeit der -Ziele Für den Shareholder-Ansatz spricht die strukturierte Darstellung der Unternehmensumwelt die Betrachtung aller und die Berücksichtigung wichtiger Anspruchsgruppen die Notwendigkeit der Umweltbetrachtung auch beim Shareholder-Ansatz 9

10 Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! 10

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