Angebote der Landesregierung zur großzügigen Bewilligung von Teilzeitbeschäftigung und Beurlaubung ohne Bezüge für die Landesbediensteten 3.

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1 Angebote der Landesregierung zur großzügigen Bewilligung von Teilzeitbeschäftigung und Beurlaubung ohne Bezüge für die Landesbediensteten 3. Teil Werner-Seelenbinder-Str. 14 D Erfurt Telefon Telefax internet Erfurt, den 12. Juni 2005 Welche Auswirkungen hat Altersteilzeit auf die Altersversorgung für Beamtinnen/Beamte? Mit den folgenden Ausführungen möchten wir unsere Informationsreihe zur o.g. Thematik weiter vervollständigen. Insbesondere den verbeamteten Kolleginnen und Kollegen soll damit eine weitere Entscheidungshilfe gegeben werden. Die häufig gestellte Frage: Wie sieht es im Falle von Altersteilzeit eigentlich mit meiner Altersversorgung aus? - soll an dieser Stelle im Mittelpunkt stehen. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass Altersteilzeit eine günstige Variante ist, um mit möglichst geringen finanziellen Einbußen so zeitig wie möglich in den Ruhestand eintreten zu können. Natürlich muss man sich darüber im Klaren sein, dass für den Zeitraum der Altersteilzeit die Bezüge auf ca. 83% reduziert werden (siehe dazu die Ausführungen in Teil 1 und 2). Wenn man dabei aber bedenkt, dass man für - über den gesamten Zeitraum betrachtet - 50% Arbeitsleistung ca % Vergütung erhält, ist dies schon bedenkenswert. Für die spätere Altersversorgung sind die Altersteilzeitregelungen noch günstiger, da die Berechnungen diesbezüglich so gestaltet sind, als ob man in diesem Zeitraum mit 90% des bisherigen Beschäftigungsumfanges gearbeitet hätte. Zu den nachfolgenden Musterberechnungen vorab einige Hinweise: 1. Diese Berechnungen, die einen Beginn des Ruhestandes zwischen 2016 bzw als Zielpunkt haben, basieren auf den momentan geltenden rechtlichen Regelungen (Beamtenversorgungsgesetz) und sind somit ohne Gewähr. Wie sich die Rechtslage bis dahin entwickelt haben wird, ist heute nicht vorhersehbar. 2. Die errechnete Pension ist steuerpflichtig. Sie können Ihren konkreten Steuerabzug relativ einfach unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Bedingungen (Steuerklasse; Freibeträge...) anhand von Steuertabellen errechnen. Dabei sollten Sie beachten, dass Sie 255,- Euro (Steuerfreibetrag für Pensionen) von dem für Sie zutreffenden Beispiel abziehen, und erst dann die Steuern ermitteln. 3. Außerdem ist ebenfalls noch der Beitrag für die private Krankenkasse zu berücksichtigen, den Sie ja auch im Ruhestand zu bezahlen haben. Hierbei wird in der Regel jedoch ein niedrigerer Betrag als Sie ihn zur

2 tlv- vom Seite 2 von 5 Zeit bezahlen realistisch sein. Dies resultiert daraus, dass Ihnen als Ruheständler ein Beihhilfesatz von 70% zusteht (im aktiven Dienst ohne Kinder 50%) und sich damit die Restkosten-Versicherung von zur Zeit 50% auf 30% reduziert. 4. Zu den einzelnen Berechnungsbeträgen müssten durch Sie noch die von Ihnen bisher erworbenen Rentenanwartschaften addiert werden. In dieser Info wird nur das erworbene Ruhegehalt, welches Sie als Beamte erdient haben, ausgewiesen. 5. Bei den Berechnungen wurde entsprechend der derzeitigen Rechtslage davon ausgegangen, dass entsprechend 10 Beamtenversorgungsgesetz der der Beginn der ruhegehaltfähigen Dienstzeit ist, dies natürlich unter der Voraussetzung, dass Sie zu diesem Zeitpunkt schon in Ihrer Tätigkeit als Lehrer im öffentlichen Dienst beschäftigt waren (sollte in den allermeisten Fällen jedoch der Fall sein). 6. Es werden verschiedene Berechnungen bei jeweils zwei Musterpersonen dargestellt Musterperson A ist geboren am ; kann also frühestens zum mit der Altersteilzeit beginnen. Der Eintritt in den Ruhestand erfolgt am Musterperson B ist geboren am ; kann also mit dem den spätest möglichen Zeitpunkt des Eintritts in die Altersteilzeit wahrnehmen. Für zwischen dem und dem Geborene könnte es dahingehend Probleme geben, dass ein Eintritt in die Altersteilzeit zum auf die Vollendung des 55. Lebensjahres beginnenden Schuljahr/Schulhalbjahr nicht mehr möglich ist, da dieses erst nach Ablauf der Regelungen zur Altersteilzeit ( ) liegt. Ungeachtet dessen sollten diese Kolleginnen und Kollegen, so Sie Altersteilzeit in Anspruch nehmen möchten, einen entsprechenden Antrag eventuell auch zum 31. August bzw. zum 31. Dezember 2009 stellen. Mehr als abgelehnt kann er ja nicht werden Für nach dem Geborene besteht nach derzeitiger Rechtslage keine Möglichkeit mehr, Altersteilzeit in Anspruch zu nehmen. 7. Bei den für jede Musterperson berechneten 3 Fallbeispielen ist 7.1. im 1. Fall immer davon ausgegangen worden, dass nach Beendigung der für die Schulart zutreffenden Teilzeitverbeamtung für die letzten Dienstjahre bis zum 65. Lebensjahr wieder eine Vollzeitbeschäftigung erfolgt ist. Dies ist zwar nicht wahrscheinlich, da in der Regel mit Ende 50 bzw. Anfang 60 kaum jemand wieder voll arbeiten möchte. Diese Berechnung zeigt Ihnen jedoch, welche Pension erdient werden könnte, wenn man bis zum 65 Lebensjahr arbeitet und eben die letzten Dienstjahre nach Teilzeit wieder vollbeschäftigt ist Im jeweils 2. Fall ist die wahrscheinlichere Variante dargestellt, dass der Beschäftigte bis zum 65. Lebensjahr arbeitet, im Vergleich zu Variante 1 jedoch nach Ablauf der für die Schulart festgesetzten Frist der Teilzeitverbeamtung den jeweiligen Teilzeitbeschäftigungsumfang beibehält.

3 tlv- vom Seite 3 von Variante 3 schließlich zeigt Ihnen, mit welchen Ruhegehaltsbezügen zu rechnen ist, wenn für die letzten 10 Jahre Altersteilzeit vereinbart werden würde. In diesem Fall würden Sie ebenso wie in Fall 1 und Fall 2 mit 65 Jahren in den Ruhestand treten, aber schon mit 60 Jahren in der Ruhephase der Altersteilzeit keinen aktiven Dienst mehr zu leisten haben. Es ist erkennbar, dass der Unterschied zwischen den 3 Fallbeispielen in den meisten Fällen, vor allem aber zwischen den wahrscheinlichsten Varianten 2 und 3, jeweils recht gering ist, was für den Abschluss einer Altersteilzeitvereinbarung spricht. Anzumerken ist außerdem, dass sich bei Personen, die bis zur Verbeamtung vollbeschäftigt waren, bzw. die während der Verbeamtung für ein bzw. mehrere Schul-/Schulhalbjahre erhöhte Beschäftigungsumfänge vereinbart hatten, der jeweilige Ruhegehaltssatz und dadurch auch das Ruhegehalt noch erhöhen können. Ebenso können sich die jeweiligen Beträge um jeweils ca. 150 Euro erhöhen, wenn es bis 3 Jahre vor der Versetzung in den Ruhestand zu einer Beförderung kommen sollte man sollte ja die Hoffnung nie aufgeben!? (Grundschullehrer von A 11 nach A 12; Regelschullehrer bzw. Förderschullehrer von A 12 nach A 13; Gymnasial- bzw. Berufsschullehrer von A 13 nach A 14). Berechnung 1 Besoldungsgruppe A 11 (z.b. Grundschullehrer) Musterperson A Fall 1 ( vollbeschäftigt; Floating mit durchschnittlich 70% für diesen Zeitraum; verbeamtet mit 66,6%; vollbeschäftigt): Ruhegehaltssatz = 40,37%; Ruhegehalt= 1.252,54 Euro Musterperson A Fall 2 (wie Fall 1 jedoch vom weiter mit 66,6% beschäftigt) Ruhegehaltssatz = 36,55%; Ruhegehalt=1.165,85 Euro Musterperson A Fall 3 (bis zum wie Fall 1 und 2; ab Ruhegehaltssatz = 35,42%; Ruhegehalt = 1130,79 Euro Musterperson B Fall 1 ( vollbeschäftigt; Floating mit durchschnittlich 70% für diesen Zeitraum; verbeamtet mit 66,6%; vollbeschäftigt) Ruhegehaltssatz = 46,00; Ruhegehalt = 1.427,22 Euro Musterperson B Fall 2 (wie Fall 1 jedoch vom weiter mit 66,6% beschäftigt) Ruhegehaltssatz = 40,26; Ruhegehalt = 1.249,12 Euro Musterperson B Fall 3 (bis zum wie Fall 1 und Fall 2; ab Ruhegehaltssatz = 39,14%; Ruhegehalt = 1.241,31 Euro

4 tlv- vom Seite 4 von 5 Berechnung 2 Besoldungsgruppe A 12 (z.b. Regelschullehrer) Musterperson A Fall 1 ( vollbeschäftigt; Floating mit durchschnittlich 90% für diesen Zeitraum; verbeamtet mit 75%; vollbeschäftigt) Ruhegehaltssatz = 41,50%; Ruhegehalt = Euro Musterperson A Fall 2 (wie Fall 1 jedoch vom weiter mit 75% beschäftigt) Ruhegehaltssatz = 40,56%; Ruhegehalt = 1.386,39 Euro Musterperson A Fall 3 (bis wie Fall 1 und Fall 2; ab bis Ruhegehaltssatz = 39,25%; Ruhegehalt = 1.341,61 Euro Musterperson B Fall 1 ( vollbeschäftigt; Floating mit durchschnittlich 90% für diesen Zeitraum; verbeamtet mit 75%; vollbeschäftigt) Ruhegehaltssatz = 47,12%; Ruhegehalt = 1.610,62 Euro Mustermann B Fall 2 (wie Fall 1 jedoch vom weiter mit 75% beschäftigt) Ruhegehaltssatz = 44,78 ; Ruhegehalt = 1.530,63 Euro Mustermann B Fall 3 (bis wie Fall 1 und Fall 2; ab bis Ruhegehaltssatz = 43,47%; Ruhegehalt = 1.485,85 Euro Berechnung 3 Besoldungsgruppe A 12 (z.b. Förderschullehrer) Musterperson A Fall 1 ( vollbeschäftigt; Floating mit durchschnittlich 85% für diesen Zeitraum; verbeamtet mit 70%; vollbeschäftigt) Ruhegehaltssatz = 40,84%; Ruhegehalt = 1.395,96 Euro Musterperson A Fall 2 (wie Fall 1 jedoch vom weiter mit 70% beschäftigt) Ruhegehaltssatz = 39,59%; Ruhegehalt = Euro Musterperson A Fall 3 (bis wie Fall 1 und Fall 2; ab Ruhegehaltssatz = 37,28%; Ruhegehalt = 1.274,28 Euro Musterperson B Fall 1 ( vollbeschäftigt; Floating mit durchschnittlich 85% für diesen Zeitraum; verbeamtet mit 70%; vollbeschäftigt) Ruhegehaltssatz = 46,47%; Ruhegehalt = 1.533,39 Euro Musterperson B Fall 2 (wie Fall 1 jedoch vom weiter mit 70% beschäftigt) Ruhegehaltssatz = 42,53%; Ruhegehalt = 1.453,73 Euro Musterperson B Fall 3 (bis wie Fall 1 und Fall 2; ab Ruhegehaltssatz = 41,22%; Ruhegehalt = Euro

5 tlv- vom Seite 5 von 5 Berechnung 4 Besoldungsgruppe A 13 (z.b. Gymnasial- oder Berufsschullehrer) Musterperson A Fall 1 ( vollbeschäftigt; Floating mit 90%; verbeamtet mit 80%, vollbeschäftigt) Ruhegehaltssatz = 43,00%; Ruhegehalt = 1.631,19 Euro Musterperson A Fall 2 (wie Fall 1 jedoch vom weiter mit 80% beschäftigt) Ruhegehaltssatz = 42,25%; Ruhegehalt = 1.602,74 Euro Musterperson A Fall 3 (bis wie Fall 1 und Fall 2; ab Ruhegehaltssatz = 40,75%; Ruhegehalt = 1.545,84 Euro Musterperson B Fall 1 ( vollbeschäftigt; Floating mit 90%; verbeamtet mit 80%; vollbeschäftigt) Ruhegehaltssatz = 48,62%; Ruhegehalt = 1.844,38 Euro Musterperson B Fall 2 (wie Fall 1 jedoch vom weiter mit 80% beschäftigt) Ruhegehaltssatz = 46,75%; Ruhegehalt = 1.773,44 Euro Musterperson B Fall 3 (bis wie Fall 1 und Fall 2, ab Ruhegehaltssatz = 45,25%; Ruhegehalt = 1.716,54 Euro

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