Neuapostolische Kirche International

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Neuapostolische Kirche International"

Transkript

1 Verlautbarung zum Thema PRÄNATALDIGANOSTIK UND PRÄIMPLANTATIONSDIAGNOSTIK 1. Einleitung Die moderne Medizin bietet verschiedene vorgeburtliche Untersuchungen an, mittels derer festgestellt werden soll, ob bestimmte Erkrankungen oder Fehlbildungen beim Kind vorliegen oder nicht. Diese Untersuchungen werden als Pränataldiagnostik (PND) bezeichnet. Von einer Präimplantationsdiagnostik (PID) spricht man, wenn bei einer künstlichen Befruchtung eine Diagnostik stattfindet, bevor der Embryo in die Gebärmutter eingepflanzt wird. In Ländern mit entsprechendem medizinischem Standard sind manche dieser Untersuchungen routinemäßiger Bestandteil der Mutterschaftsvorsorge. Andere werden gezielt bei bestimmten Risiken und besonderen Fragestellungen angeboten bzw. empfohlen. Die PID ist in manchen Ländern verboten und wird in den meisten Ländern gesetzlich reglementiert. Eltern, die ein Kind erwarten sind, wie wir alle, mehr oder weniger geprägt durch das gesellschaftliche Umfeld und sehen es dann in ihrer Sorge um die Gesundheit ihres Kindes unter Umständen als selbstverständlich oder verpflichtend an, die Möglichkeiten der PND bzw. PID zu nutzen. Dabei machen sie sich oft nicht bewusst, in welch neue Konfliktsituationen sie geraten können und welche Entscheidungen auf sie zukommen; denn möglicherweise gibt es keine Therapiemöglichkeiten es bliebe nur die Konsequenz eines Schwangerschaftsabbruchs. Im Folgenden werden ethische Aspekte diskutiert, die Grenzen der pränatalen Diagnostik aufgezeigt, die Stellungnahme der Neuapostolischen Kirche zusammengefasst und im Anhang Methoden der Pränataldiagnostik dargestellt. 2. Pränataldiagnostik (PND) Die vorgeburtliche Diagnostik hat in den letzten Jahrzehnten mit dazu beigetragen, die Mütter- und Kinder-Sterblichkeit zu senken, und besitzt unbestreitbar einen hohen Wert: Sie kann die Eltern beruhigen und die Beziehung zwischen ihnen und dem Ungeboren vertiefen. Veränderungen oder Fehlbildungen, die nach der Geburt zu lebensbedrohlichen Zuständen führen würden (beispielsweise Herzfehler), können erkannt werden. Dadurch ist es möglich, die Geburt so zu planen, dass das Kind direkt nach der Geburt optimal versorgt werden kann. In Einzelfällen kann eine Therapie schon vor der Geburt begonnen werden. Wenn nicht lebensbedrohliche Fehlbildungen beim Ungeborenen (beispielsweise Lippen-Kiefer Spalten) entdeckt werden, können sich die Eltern darauf vorbereiten und sich schon vor der Geburt über Ansprechpartner und Therapiemöglichkeiten informieren. Tel * Fax * Seite 1

2 Das Erkennen von Behinderungen oder nicht behandelbaren Krankheiten des ungeborenen Kindes ermöglicht den Eltern eine frühzeitige Auseinandersetzung mit der Behinderung/Krankheit und kann die Akzeptanz positiv beeinflussen. Werden Geburtshindernisse festgestellt (beispielsweise ein falsch liegender Mutterkuchen), kann die geeignete Geburtsplanung (Kaiserschnitt) lebensbedrohliche Notfälle verhindern. Werden Entwicklungsstörungen diagnostiziert, kann eine intensivere Betreuung während der Schwangerschaft das Risiko für eine Schädigung minimieren. Pränatale Diagnostik muss allerdings auch differenziert und kritisch betrachtet werden: Viele Eltern fühlen sich während der Schwangerschaft in der gesellschaftlichen Pflicht, manchmal sogar unter dem gesellschaftlichen Druck, die empfohlenen oder angebotenen Untersuchungen durchführen zu lassen. Die Angst vor der Diagnose von Krankheiten kann dazu führen, dass Eltern sich erst nach Erhalt der Untersuchungsergebnisse, unter Umständen also erst nach der 20. Schwangerschaftswoche, auf ihre neue Lebenssituation einlassen und erst dann eine positive Beziehung zum Ungeborenen aufbauen. Es gibt Hinweise, dass diese abwartende Haltung der Eltern lebenslange Auswirkungen auf die Eltern-Kind-Bindung sowie auf die Entwicklung des Kindes haben kann. Gemessen an all den möglichen feststellbaren Erkrankungen oder Behinderungen, ist auch heute nur in Einzelfällen eine Therapie möglich. Werden Fehlbildungen oder Chromosomenstörungen festgestellt, wird von Seiten der Medizin oft der Schwangerschaftsabbruch empfohlen. Die pränatale Diagnostik kann selbst bei unauffälligen Untersuchungsergebnissen keine Garantie für ein gesundes Kind geben. Manche Untersuchungen weisen lediglich auf ein erhöhtes Risiko für Krankheiten hin, die sich aber bei weiteren Untersuchungen unter Umständen nicht bestätigen. Durch einige Methoden der PND besteht ein zusätzliches Risiko für eine Fehlgeburt. In den meisten Ländern (in Deutschland gesetzlich verankert) gibt es ein Recht auf Nichtwissen und angebotene PND-Untersuchungen können abgelehnt werden. Die Aufklärung durch die PND über mögliche Krankheiten oder Behinderungen sollte nicht vergessen lassen, dass 95 Prozent der Kinder gesund zur Welt kommen und dass von 100 Frauen, die bei der Geburt 40 Jahre alt sind, rein statistisch gesehen nur eine Frau ein Kind mit Down-Syndrom (früher Mongolismus genannt) erwartet, wobei die statistische Wahrscheinlichkeit bei jüngeren Frauen noch geringer ist. Vor der Entscheidung über die Inanspruchnahme pränataldiagnostischer Untersuchungen sind folgende Fragen hilfreich: Welche Vorstellung von Behinderung und Krankheit, von Gesundheit und Normalität haben wir? Was würde es für uns bedeuten, ein von Geburt an krankes oder behindertes Kind zu bekommen? Wer könnte uns unterstützen? Tel * Fax * Seite 2

3 Welches eingriffsbedingte Risiko sind wir bereit einzugehen, um Informationen über mögliche Erkrankungen oder Behinderungen unseres Kindes zu erhalten (z.b. 0,3- bis einprozentiges Fehlgeburtsrisiko bei der Fruchtwasseruntersuchung)? Können wir uns vorstellen, auf Pränataldiagnostik zu verzichten und damit ein gewisses Risiko einzugehen, ein krankes oder behindertes Kind zu bekommen, ohne dies vor dessen Geburt zu wissen? Sind wir überhaupt bereit, uns mit einem möglichen Schwangerschaftsabbruch auseinanderzusetzen, der zu einem späten Zeitpunkt erfolgen würde (wenn möglicherweise bereits Kindsbewegungen vorhanden sind und eine intensive Beziehung zum Kind besteht)? In der Regel handelt es sich dann um eine eingeleitete Geburt, die eine enorme körperliche und seelische Belastung bedeuten kann. 3. Präimplantationsdiagnostik (PID) Bei der Präimplantationsdiagnostik werden Zellen von Embryonen, die durch künstliche Befruchtung erzeugt wurden, vor der Übertragung in die Gebärmutter genetisch untersucht. Die Methode ist seit über 20 Jahren verfügbar und wurde weltweit bei der Zeugung von vermutlich über Kindern angewendet (Stand 2012). Hauptsächlich wird die PID zur Erkennung von Erbkrankheiten und Anomalien der Chromosomen bei Paaren mit einem hohen derartigen Risiko angewendet. Außerdem kann sie zur Erzeugung eines Babys, das als Stammzellspender für ein erkranktes Geschwisterkind geeignet ist, eingesetzt werden ( Retterbaby ). PID ist gesellschaftlich umstritten; die gesetzlichen Regelungen sind von Land zu Land sehr unterschiedlich und reichen von einem völligen Verbot bis zur Freigabe ohne Einschränkungen. Bei der PID wird die Weiterentwicklung früher Embryonen von ihrem genetischen Befund abhängig gemacht. Embryonen mit Krankheitsanlagen, Chromosomenstörungen oder nicht erwünschten Eigenschaften werden verworfen und sterben. Menschliches Leben wird also bewertet, seine Unantastbarkeit wird missachtet. Die Befürworter sehen den Vorteil der PID darin, dass bei künstlichen Befruchtungen nicht erst eine Schwangerschaft auf Probe begonnen werde, um dann, je nach Ergebnis der PND, die Schwangerschaft abzubrechen oder fortzuführen. Für das Argument, dass ein sogenanntes Aneuploidie Screening die Erfolgsraten bei künstlicher Befruchtung erhöhen würde, gibt es bisher keine Belege. 4. Stellungnahme der NAK zur Pränataldiagnostik und Präimplantationsdiagnostik Die Neuapostolische Kirche ist Fürsprecherin des Lebens. Menschliches Leben beginnt mit der Vereinigung von Eizelle und Samenzelle. Bereits die befruchtete Eizelle ist individuelles Leben, das ein Recht auf Schutz genießt. Tel * Fax * Seite 3

4 Wir glauben auch, dass es eine vorgeburtliche Prägung der Seele gibt. Wie Gott uns schützt und nach seiner Gnade in seiner Hand hält, so entwickelt sich auch das Ungeborene unter Gottes Schutz und nach seiner Gnade. Ausdruck dieser Erkenntnis ist, dass in der Neuapostolischen Kirche auf Wunsch der Eltern ein vorgeburtlicher Segen gespendet wird. Der Segen gilt insbesondere der geistig-seelischen Entwicklung des neuen Lebens, er hat aber auch Bezug zur gesamten vorgeburtlichen Entwicklung des Kindes. Stellungnahme zur PND Die Neuapostolische Kirche befürwortet die Inanspruchnahme von pränataler Diagnostik, sofern diese hilft, eine gesunde Entwicklung des Ungeborenen zu fördern, durch die Früherkennung von Krankheiten Schädigungen zu verhindern, durch das Erkennen von Besonderheiten den richtigen Geburtsmodus zu planen, die Eltern-Kind-Bindung zu verbessern, den Eltern Sicherheit und Beruhigung zu vermitteln und dazu beiträgt, dass Eltern, die ein krankes Kind erwarten, sich auf diese Situation einstellen. Formen der pränatalen Diagnostik, die ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko mit sich bringen, sollten aus Sicht der Kirche vermieden werden. Solche Formen der PND sollten nur im Einzelfall, beispielsweise wenn das Leben des Ungeborenen in ernsthafter Gefahr ist, in Anspruch genommen werden. Pränataldiagnostik kann aus psychologischer Sicht und aus der Sicht des Glaubens sowohl hilfreiche als auch möglicherweise belastende Auswirkungen auf die Eltern haben. Die Entscheidung für oder gegen eine pränatale Diagnostik liegt in der Verantwortung der Eltern. Maßgebend aus der Sicht des Glaubens ist die Annahme des neuen Lebens, selbst dann, wenn die durchgeführten Untersuchungen eine zukünftige Beeinträchtigung des Kindes wahrscheinlich machen oder gar belegen. Stellungnahme zur PID Die Präimplantationsdiagnostik dient im Wesentlichen dazu, Embryonen mit Krankheiten bzw. mit nicht gewünschten Merkmalen auszusortieren und sie abzutöten. Dies ist nicht im Sinne christlicher Ethik. Zudem können die Embryonen durch die erforderlichen Manipulationen Schaden nehmen und zugrunde gehen. Deshalb lehnt die Neuapostolische Kirche die Präimplantationsdiagnostik ab. Grundsätzlich wird die Kirche die von den Eltern getroffene eigenverantwortliche Entscheidung akzeptieren und den Eltern seelsorgerische Begleitung anbieten (Weiterführende Gedanken hierzu finden sich in der Ausarbeitung zum Thema Schwangerschaftsabbruch). Tel * Fax * Seite 4

5 5. Kurzaussage Die Neuapostolische Kirche ist Fürsprecherin des Lebens. Menschliches Leben beginnt mit der Vereinigung von Eizelle und Samenzelle. Bereits die befruchtete Eizelle ist individuelles Leben, das ein Recht auf Schutz genießt. Pränataldiagnostik, welche die Entwicklung des neuen Lebens sichert bzw. fördert, ist eine wertvolle medizinische Errungenschaft. Methoden, die die ungestörte Entwicklung dieses Lebens beeinträchtigen oder gar verhindern würden, sollen aus Sicht der Kirche vermieden werden. Die Entscheidung für oder gegen eine pränatale Diagnostik liegt in der Verantwortung der Eltern. Maßgeblich aus der Sicht des Glaubens ist die Annahme des neuen Lebens, selbst dann, wenn die durchgeführten Untersuchungen eine zukünftige Beeinträchtigung des Kindes wahrscheinlich machen oder gar belegen. Krankes Leben auszusondern und zu töten ist nicht im Sinn christlicher Ethik. Deshalb lehnt die Neuapostolische Kirche Präimplantationsdiagnostik ab. Zürich, Tel * Fax * Seite 5

6 Anhang A. Methoden der Pränataldiagnostik Grundsätzlich lassen sich invasive und nicht invasive Methoden unterscheiden. Nicht invasive Methoden sind Ultraschalluntersuchungen und Blutuntersuchungen der Mutter, die einzeln oder in Kombination miteinander eine individualisierte Risikoabschätzung für bestimmte genetische Krankheiten ermöglichen. Invasive Methoden ermöglichen zwar in aller Regel die konkrete Diagnose einer genetischen Krankheit, Chromosomenstörung oder Stoffwechselkrankheit, erfordern aber einen Eingriff mit dem Risiko einer Fehlgeburt. A.1. Nicht invasive Methoden A.1.1. Ultraschall (Sonographie) Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ist ein nach heutiger Kenntnis unschädliches Verfahren zur Darstellung des ungeborenen Kindes. Dabei kann überprüft werden, ob es sich zeitgerecht entwickelt und ob eine Mehrlingsschwangerschaft besteht. Möglich ist eine Beurteilung des Mutterkuchens und des Fruchtwassers, die Darstellung des kindlichen Körpers und seiner Organe, eine Geschlechtsbestimmung im späteren Stadium der Schwangerschaft. Durch die Ultraschalluntersuchung können zudem einige Erkrankungen und Entwicklungsstörungen festgestellt werden. Ferner können sich Hinweise auf Erkrankungen ergeben, die durch andere Methoden weiter abgeklärt werden müssen (zum Beispiel bei Störungen der Erbanlagen, Virusinfektionen). A D-Ultraschall Der dreidimensionale Ultraschall ist eine computergestützte Umwandlung aus der zweidimensionalen in die dreidimensionale Darstellung. Sie erlaubt eine räumliche Betrachtung der Körperoberfläche und anderer Körperstrukturen. Eine medizinische Indikation hat der dreidimensionale Ultraschall nur in den Händen von Spezialisten und bei ganz speziellen Fragestellungen (z.b. offener Rücken, Lippen-Kiefer- Gaumenspalte, Herzfehler). Tel * Fax * Seite 6

7 A.1.3. Dopplersonographie Die Dopplersonographie erlaubt die Darstellung und Messung der Durchblutung der Nabelschnur und wichtiger Blutgefäße des Kindes und der Mutter. Wenn Zweifel an der ungestörten Entwicklung des Ungeborenen bestehen (dies kann z.b. bei mütterlichem Bluthochdruck sein), können durch diese Untersuchungen genauere Informationen über das Wohlbefinden des Kindes gewonnen werden als beispielsweise durch die alleinige Messung seines Wachstums. A.1.4. Fetale Echokardiographie Die fetale Echokardiographie ist die Darstellung des kindlichen Herzens und der großen herznahen Blutgefäße. Sie ermöglicht die Erkennung von ca. 85 Prozent aller angeborenen Herzfehler noch vor der Geburt. Dadurch wird die Möglichkeit eröffnet, die Geburt unter optimierten Bedingungen stattfinden zu lassen (Entbindung im Perinatalzentrum, möglichst mit spezialisierten Kinderärzten für die Behandlung kindlicher Herzerkrankungen, falls erforderlich, frühzeitige Operation des Neugeborenen). A.1.5. Ersttrimester-Test (Ersttrimester = erstes Drittel der Schwangerschaft) Bei einer speziellen Ultraschalluntersuchung wird die Nackentransparenz des Embryos während eines festgelegten Entwicklungsstadiums gemessen. Ist diese verbreitert, kann dies ein Zeichen für das Vorliegen von Erkrankungen (z.b. Herzfehler) oder einer Chromosomenstörung sein. Zusätzlich wird eine Blutentnahme bei der Schwangeren durchgeführt und es werden die Schwangerschaftshormone ß HCG und Östriol sowie die Eiweißkörper PAPP-A und AFP bestimmt. Die gewonnenen Ergebnisse werden mit dem Schwangerschaftszeitpunkt und dem Alter der Schwangeren zu einem Gesamtrisiko verrechnet. A.1.6. Triple-Test/Quadruple-Test Beim Triple-Test werden im Blut der Schwangeren die Schwangerschaftshormone HCG und Östriol bestimmt. Zusätzlich wird AFP, ein im Blutkreislauf der Mutter enthaltenes Eiweiß des Kindes, bestimmt. Der Quadruple-Test ist eine Erweiterung des Triple-Tests, bei dem zusätzlich der Hormonwert für Inhibin A im Blut der Mutter bestimmt wird. Dieser Wert soll die Rate der falsch positiven und falsch negativen Ergebnisse des Triple-Tests verringern. Dennoch entsprechen die Vor- und Nachteile/Risiken denen des Triple-Tests. Die Blutentnahme erfolgt zwischen der 15. und 18. Schwangerschaftswoche. Die ermittelten Werte werden im Labor mit dem Alter der Schwangeren und der Schwangerschaftsdauer in Beziehung gebracht. Hiermit wird ein individuelles Risiko statistisch für das Down-Syndrom oder den Neuralrohrdefekt (z.b. offener Rücken ) berechnet. Bei einem auffälligen Befund kommt es häufig zu weiteren invasiven Untersuchungen für die Schwangere (siehe Amniozentese). Im Vergleich zur Nackentransparenzmessung liegen die Ergebnisse später vor. Tel * Fax * Seite 7

8 A.1.7. Nachweis embryonaler Zellen im mütterlichen Blut Im Blut der Mutter zirkulieren auch fetale Blutzellen. Moderne Methoden machen es möglich, diese Zellen auf Chromosomenstörungen des Embryos zu untersuchen. A.2. Invasive Methoden A.2.1. Chorionzottenbiopsie (Chorion = mittlere Eihaut) Die Entnahme von Zottengewebe erfolgt mit einer dünnen Hohlnadel unter Ultraschallkontrolle, meist durch die Bauchdecke. Die Chorionzottenbiopsie wird in der Regel zwischen der 11. und 13. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Ein erstes Ergebnis liegt nach ein bis acht Tagen vor. Das Fehlgeburtsrisiko liegt bei ca. 0,5 bis 1 Prozent. Das Risiko, dass Ergebnisse zweifelhaft sind und eine Nachuntersuchung erforderlich wird, liegt bei ca. 2 Prozent das einer Fehldiagnose unter 0,2 Prozent. Die Chorionzottenbiopsie wird häufig durchgeführt, wenn ein Ergebnis möglichst früh vorliegen soll, oder nach einem auffälligen Ersttrimestertest. Außerdem kann durch die Möglichkeit, die Chromosomen direkt zu untersuchen, gezielt nach dem Vorliegen bestimmter Erkrankungen wie familiär gehäuft auftretender Stoffwechsel- oder Muskelerkrankungen (Muskeldystrophie, Mucoviscidose u.a.) gesucht werden. Mit der Methode kann keine Aussage über das Vorliegen von Neuralrohrdefekten (z.b. offener Rücken ) gemacht werden. A.2.2. Amniozentese oder Fruchtwasserpunktion Durch die Bauchdecke der Schwangeren werden unter Ultraschallkontrolle mit einer Hohlnadel aus der Fruchtblase einige Milliliter Fruchtwasser entnommen. Das entnommene Fruchtwasser enthält u.a. abgelöste Zellen des Ungeborenen, von denen eine Zellkultur angelegt wird. Der Eingriff wird in der Regel ab der 16. Schwangerschaftswoche vorgenommen. Die Ergebnisse liegen meist nach zwei bis vier Wochen vor. Die Ergebnisse der Amniozentese sind sehr genau und Fehldiagnosen selten. Festgestellt werden können Chromosomenstörungen, wie z.b. Trisomien, von denen das Down-Syndrom das bekannteste ist. Weiterhin können Neuralrohrdefekte ( offener Rücken ) sowie Erbkrankheiten, z.b. schwere Muskel- und Stoffwechselerkrankungen, festgestellt werden. Das Fehlgeburtsrisiko liegt zwischen 0,3 und 1 Prozent A.2.3. Nabelschnurpunktion Bei der Nabelschnurpunktion kann unter Ultraschallsicht aus der Nabelschnur Blut entnommen und u.a. auf bestimmte Infektionen oder Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind untersucht werden. Auf diesem Weg können dem Kind auch direkt Medikamente verabreicht werden oder es kann ihm, z.b. bei Blutarmut, Blut übertragen werden. Die Untersuchung hat ein Fehlgeburtsrisiko von ca. 1 Prozent. Tel * Fax * Seite 8

9 A.2.4. Fetoskopie Bei der Fetoskopie kann das Kind durch ein dünnes Röhrchen betrachtet werden, das nach örtlicher Betäubung von außen durch die Bauchdecke bis in die Fruchthöhle geschoben wird. Zum Ausschluss oder Nachweis sehr seltener Haut- oder Stoffwechselerkrankungen können Gewebeproben aus der Haut oder der Leber entnommen werden. Die Untersuchung hat ein Fehlgeburtsrisiko von ca. 5 Prozent. Tel * Fax * Seite 9

Kapitel 19 Pränataldiagnostik bei Fanconi-Anämie

Kapitel 19 Pränataldiagnostik bei Fanconi-Anämie 183 Kapitel 19 Pränataldiagnostik bei Fanconi-Anämie Prof. Dr. rer. nat. Susan Olson Oregon Health Sciences University, Portland OR, USA Pränatale Diagnose Mit Hilfe der pränatalen Diagnose kann man feststellen,

Mehr

Informationen für werdende Eltern Ultraschall-Untersuchungen in der Schwangerschaft Pränatale Diagnostik

Informationen für werdende Eltern Ultraschall-Untersuchungen in der Schwangerschaft Pränatale Diagnostik Informationen für werdende Eltern Ultraschall-Untersuchungen in der Schwangerschaft Pränatale Diagnostik Frauenklinik Inhaltsverzeichnis Ultraschall-Screening 4 Weitere nicht-invasive Untersuchungsmethoden

Mehr

Pränatales Screening auf Chromosomenstörungen. Pränatales Screening. Leitfaden für werdende Mütter und Väter. Leitfaden für werdende Mütter und Väter

Pränatales Screening auf Chromosomenstörungen. Pränatales Screening. Leitfaden für werdende Mütter und Väter. Leitfaden für werdende Mütter und Väter Unsere Patienten-Information Pränatales auf Chromosomenstörungen Pränatales auf Chromosomenstörungen Leitfaden für werdende Mütter und Väter Leitfaden für werdende Mütter und Väter Labor Enders & Partner,

Mehr

Pränatale Diagnostik. Wie Wozu. Warum. Pränatale Diagnostik. Eine Informationsschrift zu vorgeburtlichen Untersuchungsmethoden

Pränatale Diagnostik. Wie Wozu. Warum. Pränatale Diagnostik. Eine Informationsschrift zu vorgeburtlichen Untersuchungsmethoden Pränatale Diagnostik Pränatale Diagnostik Wie Wozu Warum Eine Informationsschrift zu vorgeburtlichen Untersuchungsmethoden 4. aktualisierte Auflage, 1/2010 Herausgeberinnen Die vorliegende Broschüre wird

Mehr

Down Syndrom Trisomie 21

Down Syndrom Trisomie 21 Patienteninformation Down Syndrom Trisomie 21 Dr. med. Gabriele Schlüter Dr. rer. nat. Peter Schranz Prof. Dr. med. H.-P. Seelig Menschlicher Chromosomensatz mit Trisomie 21 Normaler Zellkern Zellkern

Mehr

Nicht-invasive Untersuchung auf Chromosomenstörungen beim ungeborenen Kind

Nicht-invasive Untersuchung auf Chromosomenstörungen beim ungeborenen Kind Nicht-invasive Untersuchung auf Chromosomenstörungen beim ungeborenen Kind Information und Aufklärung für Schwangere Qualität aus Deutschland Liebe Schwangere, Vorgeburtliche Untersuchungsmethoden im Vergleich

Mehr

Pränataldiagnostik und Schwangerschaftsabbruch

Pränataldiagnostik und Schwangerschaftsabbruch Wintersemester 2015/16 Vorlesung Ethik in der Medizin Pränataldiagnostik und Schwangerschaftsabbruch Prof. Dr. Alfred Simon Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin Fallbeispiel In Ihre Geburtshilfliche

Mehr

Dr. Jung und Dr. Mansfeld informieren: Erweiterte Schwangerschaftsvorsorge

Dr. Jung und Dr. Mansfeld informieren: Erweiterte Schwangerschaftsvorsorge Dr. Jung und Dr. Mansfeld informieren: Erweiterte Schwangerschaftsvorsorge Der Grundgedanke Durch die gesetzlichen Krankenversicherungen erhalten Sie nach wie vor alle notwendigen ärztlichen Leistungen

Mehr

Was sind die Gründe, warum die Frau, der Mann, das Paar die Beratungsstelle aufsucht?

Was sind die Gründe, warum die Frau, der Mann, das Paar die Beratungsstelle aufsucht? 6 Checkliste 3 Checkliste der relevanten Fragestellungen für die psychosoziale Beratung bei vorgeburtlichen Untersuchungen mit dem Ziel der informierten und selbstbestimmten Entscheidung Es müssen nicht

Mehr

Nicht invasive Pränataldiagnostik. Alle Argumente sprechen für Prendia

Nicht invasive Pränataldiagnostik. Alle Argumente sprechen für Prendia Nicht invasive Pränataldiagnostik Alle Argumente sprechen für Prendia Nicht invasive Pränataldiagnostik Grundwissen Pränataldiagnostik 4 Grafik Pränataldiagnostiken 6 Die Produktefamilie 9 Robustheit von

Mehr

ethische Probleme im Kontext der Humangenetik

ethische Probleme im Kontext der Humangenetik ethische Probleme im Kontext der Humangenetik ethische Probleme im Kontext der Humangenetik / Lernziele molekulargenetische Diagnostik pränatale Diagnostik / Interruptio Elternalter Human-Genetik A C Genetik

Mehr

Information zur Schwangerenvorsorge

Information zur Schwangerenvorsorge Information zur Schwangerenvorsorge Sehr geehrte Patientin! Wir freuen uns mit Ihnen über Ihre Schwangerschaft. Zum weiteren Verlauf möchten wir Ihnen einige Informationen geben. Sie sollten sich vor Augen

Mehr

Der neue PraenaTest - die vorgeburtliche Bestimmung der Trisomie 21 aus mütterlichem Blut

Der neue PraenaTest - die vorgeburtliche Bestimmung der Trisomie 21 aus mütterlichem Blut Der neue PraenaTest - die vorgeburtliche Bestimmung der Trisomie 21 aus mütterlichem Blut Stellungnahme Juni 2012 Erarbeitet durch den medizinischen Arbeitskreis von pro familia NRW Ab Mitte Juli 2012

Mehr

Pränatal-Medizin und Genetik

Pränatal-Medizin und Genetik Pränatal-Medizin und Genetik Informationen zur pränatalen Diagnostik Dr. med Darius Jakubowski Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin Degum II Sehr geehrte

Mehr

Vom Anfang des Lebens medizinethische Betrachtungen

Vom Anfang des Lebens medizinethische Betrachtungen Vom Anfang des Lebens medizinethische Betrachtungen Pro und Con der Präimplantationsdiagnostik PID Beispiel einer kontroversen bioethischen Debatte Gliederung des Vortrags Darstellung der med.-naturwissenschaftlichen

Mehr

Gendiagnose. Als nächstes möchte ich einige Verfahren von Gentests nennen und erläutern.

Gendiagnose. Als nächstes möchte ich einige Verfahren von Gentests nennen und erläutern. Gendiagnose Gentest Der Gentest ist ein molekularbiologisches Verfahren. Bei diesem wird die DNA untersucht, um Rückschlüsse auf genetische Aspekte zu erhalten. Gentests haben vielfältige Anwendungsmöglichkeiten,

Mehr

Alcaiseda, 22.5.2015

Alcaiseda, 22.5.2015 Alcaiseda, 22.5.2015 Nicht-invasive Diagnostik Ersttrimester Screening (Ultraschall + Biochemie) Cell-Free Fetal DNA im mütterlichen Blut (NIPT) PRC Risk Calculation-Programm der FMF Deutschland mit einem

Mehr

VORGEBURTLICHE UNTER SUCHUNGEN KÖRPER UND SEXUALITÄT

VORGEBURTLICHE UNTER SUCHUNGEN KÖRPER UND SEXUALITÄT VORGEBURTLICHE UNTER SUCHUNGEN KÖRPER UND SEXUALITÄT Impressum: 2012, pro familia Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e.v., Bundesverband, Stresemannallee 3, 60596

Mehr

Hauptsache, es ist gesund! Über die Praxis der modernen vorgeburtlichen Diagnostik und Selektion Artikel von Dr. Bartholomeus Maris

Hauptsache, es ist gesund! Über die Praxis der modernen vorgeburtlichen Diagnostik und Selektion Artikel von Dr. Bartholomeus Maris Hauptsache, es ist gesund! Über die Praxis der modernen vorgeburtlichen Diagnostik und Selektion Artikel von Dr. Bartholomeus Maris Hauptsache, es ist gesund! ist der Satz, womit viele werdende Eltern

Mehr

Kindliche Nackentransparenz (NT) und Down Syndrom; frühe Organdiagnostik

Kindliche Nackentransparenz (NT) und Down Syndrom; frühe Organdiagnostik Kindliche Nackentransparenz (NT) und Down Syndrom; frühe Organdiagnostik Seit Anfang der siebziger Jahre beschäftigen sich Geburtshelfer mit der Frage, welche Mütter mehr als andere gefährdet sind, ein

Mehr

Reproduktionsmedizin und Embryonenforschung

Reproduktionsmedizin und Embryonenforschung Wintersemester 2014/15 Vorlesung Ethik in der Medizin Reproduktionsmedizin und Embryonenforschung PD Dr. Alfred Simon Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin Gliederung der Vorlesung Ethisch

Mehr

Einsatz von PND und PID bei der Erfüllung eines Kinderwunsches medizinethische Aspekte

Einsatz von PND und PID bei der Erfüllung eines Kinderwunsches medizinethische Aspekte Einsatz von PND und PID bei der Erfüllung eines Kinderwunsches medizinethische Aspekte Ethische Fragestellungen in der Schwangerschaftsberatung 4. November 2014 Prof. Dr. Jeanne Nicklas-Faust Gliederung

Mehr

FAQ: Präimplantationsdiagnostik

FAQ: Präimplantationsdiagnostik FAQ: Präimplantationsdiagnostik Stand: Januar 2011 Präimplantationsdiagnostik (PID) Die PID ist die genetische Untersuchung von Embryonen im Rahmen einer künstlichen Befruchtung, bevor er in die Gebärmutter

Mehr

Empfohlene Untersuchungen in der Schwangerschaft

Empfohlene Untersuchungen in der Schwangerschaft Empfohlene Untersuchungen in der Schwangerschaft Sehr geehrte Patientin, Im Folgenden möchten wir Sie über die wichtigsten Punkte informieren, die nach unserem Dafürhalten für einen problemlosen Verlauf

Mehr

Patienteninformation Ich bin schwanger. Warum werden allen schwangeren Frauen drei Basis-Ultraschalluntersuchungen. angeboten?

Patienteninformation Ich bin schwanger. Warum werden allen schwangeren Frauen drei Basis-Ultraschalluntersuchungen. angeboten? Patienteninformation Ich bin schwanger. Warum werden allen schwangeren Frauen drei Basis-Ultraschalluntersuchungen angeboten? Liebe Leserin, viele Frauen und ihre Partner freuen sich bei einer Schwangerschaft

Mehr

Perspektiven der psychosozialen Beratung in der Pränataldiagnostik Eine Handreichung aus evangelischer Sicht

Perspektiven der psychosozialen Beratung in der Pränataldiagnostik Eine Handreichung aus evangelischer Sicht Rheinland Westfalen Lippe Perspektiven der psychosozialen Beratung in der Pränataldiagnostik Eine Handreichung aus evangelischer Sicht Dokumentation Mai 2011 www.diakonie-rwl.de für Schwangerenund Konfliktberatungsstellen

Mehr

Pränataldiagnostik: Medizinischer Fortschritt erfordert eine Debatte über grundlegende Werte. Procap Positionen

Pränataldiagnostik: Medizinischer Fortschritt erfordert eine Debatte über grundlegende Werte. Procap Positionen Pränataldiagnostik: Medizinischer Fortschritt erfordert eine Debatte über grundlegende Werte Procap Positionen Einleitung In den vergangenen Wochen titelten Medien: «Neuer Embryo-Check», «Down-Syndrom-Test

Mehr

UNSER RATGEBER FÜR DIE SCHWANGER- SCHAFT

UNSER RATGEBER FÜR DIE SCHWANGER- SCHAFT UNSER RATGEBER FÜR DIE SCHWANGER- SCHAFT INHALT SCHWANGERSCHAFTS-VORSORGE-UNTERSUCHUNGEN DER GESETZLICHEN KRANKENKASSE... 2 ULTRASCHALL-UNTERSUCHUNGEN IN DER SCHWANGERSCHAFT... 4 ÜBERSICHT ÜBER DIE ZUSÄTZLICHEN

Mehr

Praxis für Pränatalmedizin Darmstadt Prof. Scharf Ihre Praxis für vorgeburtliche Diagnostik und Therapie

Praxis für Pränatalmedizin Darmstadt Prof. Scharf Ihre Praxis für vorgeburtliche Diagnostik und Therapie Praxis für Pränatalmedizin Darmstadt Prof. Scharf Ihre Praxis für vorgeburtliche Diagnostik und Therapie Tel +49-(0)6151-10 11 981 Fax +49-(0)6151-10 11 982 Karlstr. 45 Mobil +49-(0)176-23 76 63 09 64283

Mehr

Ethische und rechtliche Fragen der Pränataldiagnostik und Präimplantationsdiagnostik Eckhard Nagel

Ethische und rechtliche Fragen der Pränataldiagnostik und Präimplantationsdiagnostik Eckhard Nagel Ethische und rechtliche Fragen der Pränataldiagnostik und Präimplantationsdiagnostik Eckhard Nagel Publikation Vorlage: Datei des Autors Eingestellt am 15.05.2012 unter www.hss.de/download/nagel_praesentation.pdf

Mehr

Leben annehmen statt auswählen

Leben annehmen statt auswählen Leben annehmen statt auswählen zum Problem der pränatalen Diagnostik Gesprächsimpulse zur sozialen Verantwortung 1/2002 2. Jahrgang Was wir wollen Mit der dritten Ausgabe von MIT- GEDACHT will der Gesprächskreis

Mehr

Fragen Sie Ihren Arzt/Ihrer Ärztin

Fragen Sie Ihren Arzt/Ihrer Ärztin Ein einfacher, sicherer Bluttest, der verlässliche Ergebnisse bietet Ein nicht-invasiver Test zur Bewertung des Risikos einer chromosomalen Erkrankung wie Down-Syndrom, der auch eine freiwillige Analyse

Mehr

Medizinethische Fragen am Lebensanfang

Medizinethische Fragen am Lebensanfang Medizinethische Fragen am Lebensanfang Dr. med. Gisbert Voigt Kinder- und Jugendarzt / Kinderpneumologe Stellv. Vorsitzender PID Kommission Nord Symposium zur Medizinethik 23.09.2015 23. September 2015

Mehr

Bluttest und Praxis der Pränataldiagnostik fördern Diskriminierung und untergraben Bemühungen zur Inklusion

Bluttest und Praxis der Pränataldiagnostik fördern Diskriminierung und untergraben Bemühungen zur Inklusion Pressemitteilung Bluttest und Praxis der Pränataldiagnostik fördern Diskriminierung und untergraben Bemühungen zur Inklusion Stellungnahme zum 5. Jahrestag der Unterzeichnung der UN- Behindertenrechtskonvention

Mehr

Verein Ganzheitliche Beratung und kritische Information zu pränataler Diagnostik.!schwanger?

Verein Ganzheitliche Beratung und kritische Information zu pränataler Diagnostik.!schwanger? Verein Ganzheitliche Beratung und kritische Information zu pränataler Diagnostik!schwanger? Die vorliegende Broschüre ist die zweite Auflage einer Informationsschrift, die der Verein «Ganzheitliche Beratung

Mehr

Eltern-Broschüre. Hinweise zum Umgang mit Nabelschnurrestblut in katholischen Krankenhäusern. caritas

Eltern-Broschüre. Hinweise zum Umgang mit Nabelschnurrestblut in katholischen Krankenhäusern. caritas Eltern-Broschüre Hinweise zum Umgang mit Nabelschnurrestblut in katholischen Krankenhäusern Katholischer Krankenhausverband der Diözese Osnabrück e.v. für die Diözese Osnabrück e.v. für die Diözese Münster

Mehr

Pränatales Screening auf Chromosomenstörungen

Pränatales Screening auf Chromosomenstörungen Unsere Patienten-Information Pränatales Screening auf Chromosomenstörungen Leitfaden für werdende Mütter und Väter Unsere Patienten-Information Liebe Patientin, eine Schwangerschaft ist ein ganz besonderes

Mehr

Die Messung der kindlichen Nackenfalte Der neue Standard in der vorgeburtlichen Risikoberechnung

Die Messung der kindlichen Nackenfalte Der neue Standard in der vorgeburtlichen Risikoberechnung Die Messung der kindlichen Nackenfalte Der neue Standard in der vorgeburtlichen Risikoberechnung Einleitung Jede werdende Mutter hat ein gewisses Risiko, ein Kind mit einer Chromosomenstörung zu bekommen.

Mehr

Reproduktionsmedizin und Embryonenforschung

Reproduktionsmedizin und Embryonenforschung Wintersemester 2015/16 Vorlesung Ethik in der Medizin Reproduktionsmedizin und Embryonenforschung Prof. Dr. Alfred Simon Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin Gliederung der Vorlesung

Mehr

Universitäts-Frauenklinik Essen. Pränataldiagnostik und Fetalmedizin Perinatalzentrum Level 1

Universitäts-Frauenklinik Essen. Pränataldiagnostik und Fetalmedizin Perinatalzentrum Level 1 Universitäts-Frauenklinik Essen Pränataldiagnostik und Fetalmedizin Perinatalzentrum Level 1 Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, Liebe Eltern, unsere Hochschulambulanz für pränatale Medizin bietet Ihnen

Mehr

Stammzellentherapien

Stammzellentherapien Können mit Stammzellen Krankheiten wie Autismus, bzw. das Kanner-Syndrom und Asperger behandelt werden? Diese Vorstellung klingt auf den ersten Blick sehr verlockend, doch was verbirgt sich hinter dem

Mehr

Merkblatt. zur. Vorgeburtlichen Diagnostik und Therapie. beim Adrenogenitalem Syndrom mit 21-Hydroxylase-Defekt. Herausgegeben von der

Merkblatt. zur. Vorgeburtlichen Diagnostik und Therapie. beim Adrenogenitalem Syndrom mit 21-Hydroxylase-Defekt. Herausgegeben von der 1 Merkblatt zur Vorgeburtlichen Diagnostik und Therapie beim Adrenogenitalem Syndrom mit 21-Hydroxylase-Defekt Herausgegeben von der AGS Eltern- und Patienteninitiative Schweiz 2 Inhalt Seite 2 Voraussetzung

Mehr

Unerfüllter Kinderwunsch. Ursachen erkennen, Lösungen finden. Informationen für Paare, die auf ein Baby warten

Unerfüllter Kinderwunsch. Ursachen erkennen, Lösungen finden. Informationen für Paare, die auf ein Baby warten Unerfüllter Kinderwunsch Ursachen erkennen, Lösungen finden Informationen für Paare, die auf ein Baby warten Das lange Warten auf ein Baby. Was können Sie tun? Wann sollten Sie sich untersuchen lassen?

Mehr

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen Häufig gestellte Fragen Wie genau lässt sich der voraussichtliche Geburtstermin durch den Ultraschall berechnen? Das Schwangerschaftsalter und damit auch der voraussichtliche Geburtstermin kann am besten

Mehr

ethische Probleme im Kontext der Humangenetik

ethische Probleme im Kontext der Humangenetik ethische Probleme im Kontext der Humangenetik 12.12.2014 ethische Probleme im Kontext der Humangenetik / Lernziele molekulargenetische Diagnostik pränatale Diagnostik / Interruptio Elternalter Human-Genetik

Mehr

ESchG (geltende Fassung) Röspel/Hinz Flach/Hintze. 1 Mißbräuchliche Anwendung von Fortpflanzungstechniken

ESchG (geltende Fassung) Röspel/Hinz Flach/Hintze. 1 Mißbräuchliche Anwendung von Fortpflanzungstechniken 1 Mißbräuchliche Anwendung von Fortpflanzungstechniken 1. auf eine Frau eine fremde unbefruchtete Eizelle überträgt, 2. es unternimmt, eine Eizelle zu einem anderen Zweck künstlich zu befruchten, als eine

Mehr

Positionspapier zur eugenischen Indikation (StGB 97 Abs1 Z2 Fall2)

Positionspapier zur eugenischen Indikation (StGB 97 Abs1 Z2 Fall2) Netzwerk für kritische Auseinandersetzung mit Pränataldiagnostik Positionspapier zur eugenischen Indikation (StGB 97 Abs1 Z2 Fall2) Prenet, das Netzwerk für eine kritische Auseinandersetzung mit Pränataldiagnostik,

Mehr

Gruppenarbeit: Gentests am Embryo. Anleitung

Gruppenarbeit: Gentests am Embryo. Anleitung Gruppenarbeit: Gentests am Embryo Anleitung Diese Übung eignet sich gut als Gruppenarbeit. Jede Gruppe wählt einen Text, den sie bearbeitet, und präsentiert ihre Ergebnisse anschliessend der ganzen Klasse.

Mehr

Stellungnahme des Deutschen Ärztinnenbundes zur Präimplantationsdiagnostik

Stellungnahme des Deutschen Ärztinnenbundes zur Präimplantationsdiagnostik Stellungnahme des Deutschen Ärztinnenbundes zur Präimplantationsdiagnostik Fortschritte der genetisch orientierten Forschung haben eine immer größere Zahl von vererbbaren Erkrankungen bereits im vorgeburtlichen

Mehr

Haftungsrechtliche Aspekte der Pränataldiagnostik

Haftungsrechtliche Aspekte der Pränataldiagnostik Haftungsrechtliche Aspekte der Pränataldiagnostik Das Kind als Schaden? Dr. Sascha Berst Wallstraße 15 79098 Freiburg 0761/282850 Chronologie: Die ersten Urteile 1980 Sterilisationsentscheidung(en) Der

Mehr

STELLUNGNAHME VON PRENET ZUM ENTWURF DES FORTPFLANZUNGSMEDIZINGESETZES (Fortpflanzungsmedizinrechts-Änderungsgesetz 2015-FMedRÄG 2015)

STELLUNGNAHME VON PRENET ZUM ENTWURF DES FORTPFLANZUNGSMEDIZINGESETZES (Fortpflanzungsmedizinrechts-Änderungsgesetz 2015-FMedRÄG 2015) 72/SN-77/ME XXV. GP - Stellungnahme zu Entwurf (elektr. übermittelte Version) 1 von 7 STELLUNGNAHME VON PRENET ZUM ENTWURF DES FORTPFLANZUNGSMEDIZINGESETZES (Fortpflanzungsmedizinrechts-Änderungsgesetz

Mehr

Inllusion Works. Procap Positionen. Pränataldiagnostik Medizinischer Fortschritt erfordert eine Debatte über grundlegende Werte

Inllusion Works. Procap Positionen. Pränataldiagnostik Medizinischer Fortschritt erfordert eine Debatte über grundlegende Werte Inllusion Works Procap Positionen Pränataldiagnostik Medizinischer Fortschritt erfordert eine Debatte über grundlegende Werte Einleitung Im ersten Halbjahr 2012 titelten Medien: «Neuer Embryo-Check», «Down-Syndrom-Test

Mehr

Thema: «Eigen-Eispende» (Eizellkryokonservierung)

Thema: «Eigen-Eispende» (Eizellkryokonservierung) Thema: «Eigen-Eispende» (Eizellkryokonservierung) Warum Eizellen tieffrieren? «Eigen-Eispende» Bei der Geburt hat eine Frau ca. 1 000 000 Eizellen. Zum Zeitpunkt der Pubertät sind dies noch ca. 100 000.

Mehr

Liebe, Lust und Stress

Liebe, Lust und Stress Liebe, Lust und Stress Eine Broschüre für Mädchen und junge Frauen in leichter Sprache Teil 3 Wie ein Kind entsteht Herausgegeben von mixed pickles e.v. Hallo Hier ist sie endlich die dritte Broschüre,

Mehr

nachdem nun feststeht, dass Sie schwanger sind, ist beim nächsten Termin die erste Mutterschafts- Vorsorgeuntersuchung vorgesehen.

nachdem nun feststeht, dass Sie schwanger sind, ist beim nächsten Termin die erste Mutterschafts- Vorsorgeuntersuchung vorgesehen. Liebe werdende Mütter, nachdem nun feststeht, dass Sie schwanger sind, ist beim nächsten Termin die erste Mutterschafts- Vorsorgeuntersuchung vorgesehen. Gleichzeitig soll dabei der Mutterpass angelegt

Mehr

Schwangerschaft. Vorgeburtliche. Untersuchungen. Vorgeburtliche. Untersuchungen

Schwangerschaft. Vorgeburtliche. Untersuchungen. Vorgeburtliche. Untersuchungen Vorgeburtliche Vorgeburtliche Untersuchungen Untersuchungen 2 Impressum: 1993, pro familia Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e. V., Bundesverband, Stresemannallee

Mehr

Die Forschung mit embryonalen Stammzellen ist ethisch nicht akzeptabel

Die Forschung mit embryonalen Stammzellen ist ethisch nicht akzeptabel Die Forschung mit embryonalen Stammzellen ist ethisch nicht akzeptabel Das Schweizer Volk soll sich selber äussern bezüglich der Gesetzgebung zur embryonalen Stammzellenforschung. Die ethische Bedeutung

Mehr

Schwangerschaft Auf was Sie jetzt achten sollten

Schwangerschaft Auf was Sie jetzt achten sollten www.mvz-clotten.de 1301/3/2 www.schleiner.de Bildnachweis: Fotolia: S. 8, 11, 12, 13; istockphoto: Titel, S. 3, 5, 9, 14 6.01 Patienteninformation 6.01 Schwangerschaft Auf was Sie jetzt achten sollten

Mehr

Genetische Diagnostik vor der Geburt: Was ist heute möglich und wie kann unsere Gesellschaft damit verantwortlich umgehen?

Genetische Diagnostik vor der Geburt: Was ist heute möglich und wie kann unsere Gesellschaft damit verantwortlich umgehen? Genetische Diagnostik vor der Geburt: Was ist heute möglich und wie kann unsere Gesellschaft damit verantwortlich umgehen? Ute Hehr Genetische Pränataldiagnostik Beratung Dysmorphologie Labor Genetische

Mehr

Stammzellen. Therapie der Zukunft?

Stammzellen. Therapie der Zukunft? Stammzellen Therapie der Zukunft? Was sind Stammzellen? Embryo, aus embryonalen Stammzellen bestehend Stammzellen sind Ausgangszellen für die Bildung aller Gewebe und Organe, aus denen ein Lebewesen besteht

Mehr

Präimplantationsdiagnostik (PID) in Deutschland. Selbstanzeige Dr. Matthias Bloechle 2004 BGH-Urteil 7/ 2010 Bundestagsbeschluss 7/ 2011

Präimplantationsdiagnostik (PID) in Deutschland. Selbstanzeige Dr. Matthias Bloechle 2004 BGH-Urteil 7/ 2010 Bundestagsbeschluss 7/ 2011 Präimplantationsdiagnostik (PID) in Deutschland Selbstanzeige Dr. Matthias Bloechle 2004 BGH-Urteil 7/ 2010 Bundestagsbeschluss 7/ 2011 Präimplantationsdiagnostikverordnung (PIDV) 25.2.2013 gültig ab 2/2014

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus:

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Schwangerschaft, Geburt und wichtige Entscheidungen (Klassen 6-8) Materialien im PDF-Format Das komplette Material finden Sie hier:

Mehr

Ersttrimesterscreening. US-Aufbaukurs

Ersttrimesterscreening. US-Aufbaukurs Ersttrimesterscreening US-Aufbaukurs Historischer Hintergrund 1866 beschreibt Dr. Langdon Down, dass Kinder mit bestimmter Idiotie eine "zu weite Haut für ihren Körper haben". 1876 erkennen Fraser und

Mehr

Faktenpapier des AKF e.v. zu PID (Pra implantationsdiagnostik)

Faktenpapier des AKF e.v. zu PID (Pra implantationsdiagnostik) 1 Faktenpapier des AKF e.v. zu PID (Pra implantationsdiagnostik) Zur Entstehungsgeschichte des Faktenpapiers Der AKF-Vorstand hatte im Januar 2011 in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk gegen Selektion durch

Mehr

Labortests für Ihre Gesundheit. Suchtests bei Schwangeren und Neugeborenen 25

Labortests für Ihre Gesundheit. Suchtests bei Schwangeren und Neugeborenen 25 Labortests für Ihre Gesundheit Suchtests bei Schwangeren und Neugeborenen 25 01IPF Labortests für Ihre Gesundheit Suchtests bei Schwangeren und Neugeborenen Schutz für Mutter und Kind Werdende Eltern wünschen

Mehr

Ergänzende Stellungnahme der Ethikkommission der Stiftung Liebenau zur Präimplantationsdiagnostik

Ergänzende Stellungnahme der Ethikkommission der Stiftung Liebenau zur Präimplantationsdiagnostik Ethikkommission der Stiftung Liebenau 13.05.2011 Ergänzende Stellungnahme der Ethikkommission der Stiftung Liebenau zur Präimplantationsdiagnostik 1. Anlass der aktuellen Diskussion über Präimplantationsdiagnostik

Mehr

Dr. med. Saskia Ost-Zeyer Alexandra Rettig-Becker Fachärztinnen für Gynäkologie und Geburtshilfe

Dr. med. Saskia Ost-Zeyer Alexandra Rettig-Becker Fachärztinnen für Gynäkologie und Geburtshilfe Dr. med. Saskia Ost-Zeyer Alexandra Rettig-Becker Fachärztinnen für Gynäkologie und Geburtshilfe Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Schwangerschaft! Mit der Schwangerschaft beginnt ein ganz besonderer Lebensabschnitt.

Mehr

Pränatale Diagnostik und Therapie des Adrenogenitalen Syndroms (AGS) mit 21-Hydroxylasedefekt

Pränatale Diagnostik und Therapie des Adrenogenitalen Syndroms (AGS) mit 21-Hydroxylasedefekt Medizinische Universitäts-Kinderklinik Prof. Dr. med. Primus E. Mullis Abteilungsleiter Pädiatrische Endokrinologie / Diabetologie & Stoffwechsel CH 3010 Bern Pränatale Diagnostik und Therapie des Adrenogenitalen

Mehr

Psychosoziale Kinderwunschberatung im Rahmen einer PID BKiD-Stellungnahme 1 (Stand: 09. Dezember 2015)

Psychosoziale Kinderwunschberatung im Rahmen einer PID BKiD-Stellungnahme 1 (Stand: 09. Dezember 2015) Psychosoziale Kinderwunschberatung im Rahmen einer PID BKiD-Stellungnahme 1 (Stand: 09. Dezember 2015) Im Dezember 2011 trat ein verändertes Präimplantationsdiagnostikgesetz (PräimpG) in Kraft, das die

Mehr

Medizinethische theoretische Voraussetzungen

Medizinethische theoretische Voraussetzungen I Medizinethische theoretische Voraussetzungen 1 Relevante Aspekte der Medizinethik... 3 1.1 Ethik im medizinischen Kontext... 3 1.2 Vorgehen beim Analysieren von Fallbeispielen... 6 1.3 Entscheidungsspielråume...

Mehr

Schwangerenbetreuung in der Praxis für Frauenheilkunde Dr. Annegret Gutzmann

Schwangerenbetreuung in der Praxis für Frauenheilkunde Dr. Annegret Gutzmann Schwangerenbetreuung in der Praxis für Frauenheilkunde Dr. Annegret Gutzmann Liebe werdende Mutter, liebe werdende Eltern! Wir freuen uns darauf, Sie in Ihrer Schwangerschaft zu betreuen und zu begleiten.

Mehr

1.1 Einteilung der pränataldiagnostischen Methoden, geschichtlicher Rückblick, Indikationen und Risiken der Chorionzottenbiopsie

1.1 Einteilung der pränataldiagnostischen Methoden, geschichtlicher Rückblick, Indikationen und Risiken der Chorionzottenbiopsie 1 Einleitung 1.1 Einteilung der pränataldiagnostischen Methoden, geschichtlicher Rückblick, Indikationen und Risiken der Chorionzottenbiopsie Die pränatale Diagnostik nimmt einen wichtigen Platz in der

Mehr

Aktuelle Situation in Österreich: Status Quo Umsetzung des Fortpflanzungsmedizingesetzes in der Praxis.

Aktuelle Situation in Österreich: Status Quo Umsetzung des Fortpflanzungsmedizingesetzes in der Praxis. Aktuelle Situation in Österreich: Status Quo Umsetzung des Fortpflanzungsmedizingesetzes in der Praxis. Alle Bilder: KinderWunschKlinik, Abdruck honorarfrei Bilder von der PK auf www.pressefotos.at Weitere

Mehr

Fäden des Lebens. Pränatal-Medizin München. Genetische Beratung. Pränatale Diagnostik Sonographie. Pränatale Diagnostik Invasive Methoden

Fäden des Lebens. Pränatal-Medizin München. Genetische Beratung. Pränatale Diagnostik Sonographie. Pränatale Diagnostik Invasive Methoden Fäden des Lebens 50 Jahre DNA - Doppelhelix Münchner Wissenschaftstage 16. - 20. Juli 2003 Pränatal-Medizin München Genetische Beratung Pränatale Diagnostik Sonographie Pränatale Diagnostik Invasive Methoden

Mehr

Lebensschutz für alle ab der ersten Sekunde

Lebensschutz für alle ab der ersten Sekunde Lebensschutz für alle ab der ersten Sekunde Positionspapier zur Präimplantationsdiagnostik I. Präambel Der medizinische Fortschritt zwingt die Politik heute regelmäßig bestehende Gesetze auf ihre Aussagekraft

Mehr

Praxis Dr. med. Andreas F. Schaub

Praxis Dr. med. Andreas F. Schaub Übersicht Die der Frau dauert im Mittel 280 Tage, gerechnet vom ersten Tag der letzten Monatsblutung. Hormone spielen eine wesentliche Rolle für den Verlauf der und die physischen aber auch die psychischen

Mehr

Cytomegalie & Co. Häufige Virusinfektionen in der Schwangerschaft. Deutsches Grünes Kreuz e.v.

Cytomegalie & Co. Häufige Virusinfektionen in der Schwangerschaft. Deutsches Grünes Kreuz e.v. Cytomegalie & Co Häufige Virusinfektionen in der Schwangerschaft Schwangerschaft Eine ganz besondere Zeit der Vorfreude Verantwortung Sorge Die werdenden Eltern möchten alles richtig machen für das Wohl

Mehr

Medizinisch unterstützte Fortpflanzung

Medizinisch unterstützte Fortpflanzung Evangelische Frauen Schweiz (EFS) Femmes Protestantes en Suisse (FPS) Medizinisch unterstützte Fortpflanzung Anlass und gesetzliche Grundlage Standpunkt.15 Die Forschung zur menschlichen Fortpflanzung

Mehr

Faktenpapier des AKF e.v. zu PID (Präimplantationsdiagnostik)

Faktenpapier des AKF e.v. zu PID (Präimplantationsdiagnostik) 1 Faktenpapier des AKF e.v. zu PID (Präimplantationsdiagnostik) Der AKF e.v. stellt in seinem Faktenpapier zur Präimplantationsdiagnostik (PID) fachliche Informationen bereit, um Zusammenhänge zu erklären.

Mehr

Schmid M. Non-Invasive Prenatal Testing (NIPT) - Screening auf fetale Aneuploidien durch Analyse der zellfreien DNA im mütterlichen Blut.

Schmid M. Non-Invasive Prenatal Testing (NIPT) - Screening auf fetale Aneuploidien durch Analyse der zellfreien DNA im mütterlichen Blut. Geburtshilfe / Frauen-Heilkunde / Strahlen-Heilkunde / Forschung / Konsequenzen Schmid M Non-Invasive Prenatal Testing (NIPT) - Screening auf fetale Aneuploidien durch Analyse der zellfreien DNA im mütterlichen

Mehr

Vortrag Informationen zur Pränataldiagnostik Gehalten an einer Weiterbildung für das Team der Heilpädagogischen Schule Zürich am 22.10.

Vortrag Informationen zur Pränataldiagnostik Gehalten an einer Weiterbildung für das Team der Heilpädagogischen Schule Zürich am 22.10. Vortrag Informationen zur Pränataldiagnostik Gehalten an einer Weiterbildung für das Team der Heilpädagogischen Schule Zürich am 22.10.2007 Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen Ich freue mich sehr, dass ich

Mehr

DU BIST WILLKOMMEN. Ein Wegbegleiter rund um Schwangerschaft und Geburt

DU BIST WILLKOMMEN. Ein Wegbegleiter rund um Schwangerschaft und Geburt DU BIST WILLKOMMEN Ein Wegbegleiter rund um Schwangerschaft und Geburt INHALT VORWORT 3 IN GUTER HOFFNUNG SEIN 5 1. BIS 12. SCHWANGERSCHAFTSWOCHE Wohin zur Schwangerenvorsorge? 6 Schwangerenvorsorge: der

Mehr

Stiftung für das behinderte Kind. Förderung von Vorsorge und Früherkennung. Alkohol. in der. Schwangerschaft

Stiftung für das behinderte Kind. Förderung von Vorsorge und Früherkennung. Alkohol. in der. Schwangerschaft Stiftung für das behinderte Kind Förderung von Vorsorge und Früherkennung Alkohol in der Schwangerschaft Der Schadstoff Nr. 1 für das Kind Wie schädigt Alkohol mein Kind während der Schwangerschaft? Alkohol

Mehr

Zentrum für Mutter und Kind

Zentrum für Mutter und Kind Es ist alles für Sie vorbereitet: Informieren Sie sich über unsere An ge bote des Mutter-Kind-Zentrums in Sankt Augustin. Telefon Sekretariat: 02241-249 771 Kreißsaal: 02241-249 783 Fax: 02241-249 772

Mehr

PRÄNATALE DIAGNOSTIK, SCHWANGERENVORSORGE UND GEWINNUNG VON STAMMZELLEN ZUSAMMENARBEIT IN UNSERER PRAXIS MIT HEBAMMEN AUS NABELSCHNURBLUT

PRÄNATALE DIAGNOSTIK, SCHWANGERENVORSORGE UND GEWINNUNG VON STAMMZELLEN ZUSAMMENARBEIT IN UNSERER PRAXIS MIT HEBAMMEN AUS NABELSCHNURBLUT PRÄNATALE DIAGNOSTIK, SCHWANGERENVORSORGE UND GEWINNUNG VON STAMMZELLEN AUS NABELSCHNURBLUT ZUSAMMENARBEIT IN UNSERER PRAXIS MIT HEBAMMEN Einen besonderen Praxisschwerpunkt stellt die Pränatalmedizin (vorgeburtliche

Mehr

PID aus evangelischer Sicht

PID aus evangelischer Sicht PID aus evangelischer Sicht Präimplantationdiagnostik (PID) ist kein isolierbares Einzelthema, sondern Teil eines hochkomplexen Problemfeldes. Dazu gehören zumindest die Fragen nach dem Beginn von menschlichem

Mehr

Fragebogen zum Projekt Erkrankungen durch Imprinting Defekte: Klinisches Spektrum und pathogenetische Mechanismen

Fragebogen zum Projekt Erkrankungen durch Imprinting Defekte: Klinisches Spektrum und pathogenetische Mechanismen Fragen an die Eltern Geschlecht: männlich, weiblich Vorname Mutter: Nachname Mutter: geb. am: Vorname Vater: Nachname Vater: geb. am: Geburtsmaße der Mutter: Schwangerschaftswoche: Gewicht: Größe: Kopfumfang:

Mehr

ERFOLGSRATE BEI DEN IVF- BEHANDLUNGEN IM JAHRE 2014

ERFOLGSRATE BEI DEN IVF- BEHANDLUNGEN IM JAHRE 2014 Wir möchten Ihnen gern unsere Ergebnisse der IVF-Zyklen im Jahre 2014 vorlegen. - 1 - Da es immer Spekulationen auftauchen, wie die Ergebnisse gerechnet werden und ob sie objektiv und wahr sind, möchten

Mehr

Infos rund um Schwangerschaft

Infos rund um Schwangerschaft Infos rund um Schwangerschaft GLEICH- STELLUNGS- STELLE FÜR FRAU UND MANN Liebe Leserin, lieber Leser, die Schwangerschaft verändert das Leben einer Frau in vielerlei Hinsicht, aber auch Väter müssen sich

Mehr

Informationen zu vorgeburtlichen genetischen Untersuchungen

Informationen zu vorgeburtlichen genetischen Untersuchungen Universität Zürich Direktorin: Prof. Dr. med. Anita Rauch Wagistrasse 12 CH-8952 Schlieren Telefon +41 44 556 33 00 Telefax +41 44 556 33 01 www.medgen.uzh.ch Informationen zu vorgeburtlichen genetischen

Mehr

Inllusion Works. Procap Positionen. Präimplantationsdiagnostik Ethische Überlegungen zur Auswahl von Embryonen bei der künstlichen Befruchtung

Inllusion Works. Procap Positionen. Präimplantationsdiagnostik Ethische Überlegungen zur Auswahl von Embryonen bei der künstlichen Befruchtung Inllusion Works Procap Positionen Präimplantationsdiagnostik Ethische Überlegungen zur Auswahl von Embryonen bei der künstlichen Befruchtung Ausgangslage Unfruchtbare Paare haben heute die Möglichkeit,

Mehr

Schwangerschaft. Leistungen im Überblick

Schwangerschaft. Leistungen im Überblick L e i s t u n g e n r u n d u m Schwangerschaft u n d G e b u r t Leistungen im Überblick Juhuuuuuuuuuuu!!! w i r w e r d e n e lt e r n E lt e r n w e r d e n Seite 3 V o r s o r g e u n t e r s u c h

Mehr

Es gibt keinen Mittelweg. 11 Argumente.

Es gibt keinen Mittelweg. 11 Argumente. Argumente und Hintergründe zur aktuellen PID-Diskussion Es gibt keinen Mittelweg. 11 Argumente. 1. Durch PID schwere Erbkrankheiten vermeiden? Ansprüche, Fakten und Konsequenzen 2. Das PID-Verfahren erfordert

Mehr

Vorlesung zum Embryonenschutzgesetz am 04.11.2013 Prof. Dr. jur. Hans Lilie

Vorlesung zum Embryonenschutzgesetz am 04.11.2013 Prof. Dr. jur. Hans Lilie Vorlesung zum Embryonenschutzgesetz am 04.11.2013 Prof. Dr. jur. Hans Lilie Geschäftsführender Direktor des Interdisziplinären Zentrums Medizin-Ethik-Recht der Martin-Luther-Universität Halle- Wittenberg

Mehr

DU BIST WILLKOMMEN. Ein Wegbegleiter rund um Schwangerschaft und Geburt

DU BIST WILLKOMMEN. Ein Wegbegleiter rund um Schwangerschaft und Geburt DU BIST WILLKOMMEN Ein Wegbegleiter rund um Schwangerschaft und Geburt INHALT VORWORT 3 IN GUTER HOFFNUNG SEIN 5 1. BIS 12. SCHWANGERSCHAFTSWOCHE Wohin zur Schwangerenvorsorge? 6 Schwangerenvorsorge: der

Mehr

Aktuelle Medizinethische Fragen Pränataldiagnostik-Genetik- Stammzellen

Aktuelle Medizinethische Fragen Pränataldiagnostik-Genetik- Stammzellen Aktuelle Medizinethische Fragen Pränataldiagnostik-Genetik- Stammzellen Dr. med. Dr. theol. Matthias Beck Institut für Ethik und Recht in der Medizin Universität Wien Ethik- Recht Legitim Legal Themen

Mehr

DOWNLOAD. Vertretungsstunde Biologie 15. 9./10. Klasse: Von der Befruchtung bis zur Entwicklung des Kindes. Corinna Grün, Cathrin Spellner

DOWNLOAD. Vertretungsstunde Biologie 15. 9./10. Klasse: Von der Befruchtung bis zur Entwicklung des Kindes. Corinna Grün, Cathrin Spellner DOWNLOAD Corinna Grün, Cathrin Spellner Vertretungsstunde Biologie 15 9./10. Klasse: Von der Befruchtung bis zur Entwicklung des Kindes Downloadauszug aus dem Originaltitel: Befruchtung und Einnistung

Mehr

Übersicht FMedG 2014. Bisherige Regelung Im Ministerrat beschlossener Entwurf Entwurf November 2014

Übersicht FMedG 2014. Bisherige Regelung Im Ministerrat beschlossener Entwurf Entwurf November 2014 Übersicht FMedG 2014 Bisherige Regelung Im Ministerrat beschlossener Entwurf Entwurf November 2014 VfGH EGMR Konsequenz ohne Novelle Samenspende in vivo nur für Heterosexuelle Nun auch für Lesben Nun auch

Mehr

Die Würde des Menschen ist unantastbar

Die Würde des Menschen ist unantastbar Die Würde des Menschen ist unantastbar Beschluss zum 51. JU NRW-Tag am 19./20. September 2015 in Duisburg Die Würde des Menschen ist unantastbar Jeder Mensch hat einen Anspruch auf die Achtung seiner Würde

Mehr

Die Geschichte von Mutter und Kind in den 9 Monaten der Schwangerschaft bis zur Geburt

Die Geschichte von Mutter und Kind in den 9 Monaten der Schwangerschaft bis zur Geburt Die Geschichte von Mutter und Kind in den 9 Monaten der Schwangerschaft bis zur Geburt Das Rennen um das Ei Hier erfährst du, wie das Leben eines neuen Menschen beginnt und wie auch deines einmal begonnen

Mehr