Emotionese. Definition Emotionese. Emotion, Gefühl, Affekt. Seminar: Frühe Eltern-Kind- Interaktion und Elternberatung

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Emotionese. Definition Emotionese. Emotion, Gefühl, Affekt. Seminar: Frühe Eltern-Kind- Interaktion und Elternberatung"

Transkript

1 Emotionese Seminar: Frühe Eltern-Kind- Interaktion und Elternberatung Definition Emotionese Abgeleitet vom Begriff des Motherese und von Emotion Bezeichnet alle Aspekte in der Eltern-Kind- Interaktion durch die es zu einer emotionalen Abstimmung kommt Stellt eine übergeordnete Kategorie dar Kann bei Motionese, Gestural Motherese, Facial Expression und Motherese beobachtet werden Emotion, Gefühl, Affekt Emotionen sind durch eine nach außen für einen Beobachter sichtbare Reaktion (z.b. Gesichtsausdruck) gekennzeichnet Gefühle stellen die private, mentale Erfahrung der Emotion durch das Individuum dar, sie sind nicht direkt beobachtbar, können aber öffentlich gemacht werden Affekt Oberbegriff für die beide komplementären Begriffe Emotion und Gefühl 1

2 Primäre Emotionen Freude, Trauer, Furcht, Ärger, Überraschung und Ekel Prädisponiert, beruhen auf neuronalen Netzwerken des limbischen Systems Sekundäre Emotionen Z.B. Verlegenheit, Stolz, Schuld Beinhalten kognitive Bewertungssysteme Systematische Assoziationen zwischen Kategorien von z.b. Gegenständen, Situationen und primären Emotionen Ausdruck durch Strukturen der primären Emotionen Hintergrundemotionen Z.B. Wohlbehagen, Unbehagen, Ruhe, Anspannung Die Hintergrundempfindung ist unser Vorstellungsbild von einer Körperlandschaft, die nicht durch Gefühle erschüttert wird. Beständiger Bestandteil unseres Erlebens Zentraler Aspekt der Konstruktion des Selbst und der kommunikativen Abstimmung 2

3 Bedeutung der Affekte Sind Energielieferanten, Motoren, Motivatoren Bestimmen Aufmerksamkeitsfokus Schleusen / Pforten zum Gedächtnis Schaffen Kontinuität, verbinden Inhalte Stellen Hierarchie der Denkinhalte her Sind Komplexitätsreduktore Identitätsentwicklung nach STERN 3) Subjektives Selbstempfinden bzw. die Welt der Gedanken (7./ /18. Monat) Affektabstimmung Social referencing Triangulierung Zeigen Affektabstimmung Emotionen sind sowohl Gegenstand als auch Medium der Kommunikation daß jetzt erstens das Kind den mütterlichen Affekt lesen kann und zweites in der Lage ist, ihn auf sich selbst zu beziehen. (Dornes, M. (1993): der kompetente Säugling. Frankfurt am Main:Fischer, S. 154) 3

4 Affektabstimmung Einstimmung / Tunning: Zweckgebundene Fehlabstimmung, Regulierung der Gefühlsäußerungen des Kindes Selektives : Gefühle werden beachtet oder ignoriert, es wird vermittelt welche Gefühle in der Familie gezeigt bzw. als kommunizierbar gelten Communing : Einstimmung auf das Kind um Zusammensein, Gemeinsamkeitsgefühl herzustellen Kriterien für Emotionese des emotionese Parameters Absolute Intensität Intensitätskontur, Communing, Communing Weist das Verhalten der Bezugsperson die gleiche Stärke wie die des Kindes auf, ungeachtet der Modalität des Verhaltens? Wird die Kontur die stimmliche Äußerung der Mutter bildet die Kontur einer Bewegung nach) Kriterien für Emotionese des emotionese Parameters Takt Rhythmus, Communing, Communing Wird der Takt oder nicht beachtet (z.b. die Mutter nickt jedes Mal mit dem Kopf wenn ihr Kind auf einen Eimer schlägt) Wird der Rhythmus die Akzentuierung der einzelnen Taktschläge wird übernommen bzw. moduliert; siehe Takt) 4

5 Kriterien für Emotionese des emotionese Parameters Dauer, Communing Wird die Dauer die Verhaltensweisen von Mutter und Kind nehmen die gleiche Dauer ein) Gestalt, Communing Wird die Gestalt Entsprechungen zwischen räumlichen Merkmalen der Handlungen von Mutter und Kind werden hergestellt) Multimodales Motherese Entwicklung von Kriterien für Motionese, Motherese, gestural and facial motherese Unterscheidung nach Gestalt und Funktion Kriterien für Motionese des motionese Parameters Intensität der Bewegung Ist die Bewegung kräftig oder schwach ausgeführt? Zu welchem Zweck / wie oft wird sie ausgeführt? Geschmeidigkeit / Flüssigkeit der Bewegung Gegenteil: Abgehacktheit Ist die Bewegung legato oder stakato? Ist die Bewegung glatt / rund / verschmelzend / verbindend oder abgehackt / unterbrochen / akzentuiert? Zu welchem Zweck / wie of wird die Handlung zerlegt oder verbunden ausgeführt? 5

6 Kriterien für Motionese des motionese Parameters Pausierung / Zerlegung Rhythmus der Bewegung Sind die Bewegungen durch Pausen gegliedert/ unterbrochen? Zu welchem Zweck/ wie oft/ wie lang/ an welchen Positionen/ mit welcher Aktivität (spannungsvoll / spannungslos) sind Pausen zu beobachten? Sind Wiederholungen von Bewegungsabschnitten zu beobachten? Zu welchem Zweck/ wie oft sind Rhythmisierungen zu beobachten? Kriterien für Motionese Beobachtungsparameter des emotionese Gesamtdauer/ Gesamtgeschwindigkeit / Tempo der Bewegung Beschleunigung der Bewegung Gestalt (Nähe/ Ziel/ Richtung/ Umfang) der Bewegung Funktionen des Parameters Zeit der Bewegung durch Summe der Pausen Ist Zeitlupentempo zu beobachten? Zu welchem Zweck/ wie oft sind langsame/schnelle Tempi/ Verzögerungen/ Beschleunigungen zu beobachten? Sind die Armbewegungen ausschweifend, reduziert? Zu welchem Zweck, wie oft? Wird das Objekt in die Mitte des Interaktionsraumes, im Blickfeld, in die Nähe des Kindes geführt, gehalten? Literatur Ciompi, L. ( ): Affektlogik. Stuttgart: Clett-Cotta. Ciompi, L. ( ): Die emotionalen Grundlagen des Denkens. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. Damasio, A.R. ( ): Decartes` Irrtum - Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn. München: dtv. Damasio, A. R. (2000a): Ich fühle also bin ich. München: List. Damasio, A. R. ( b): Neurobiologie des Bewusstseins. In: Newen, A. & Vogeley, K. (Hrsg.). Selbst und Gehirn (S ). Padaborn: Mentis. Dornes, M. (1993):Der Kompetente Säugling. Frankfurt am Main: Fischer. 6

Wie wichtig sind sichere Beziehungen? Über Kompetenz und Verletzlichkeit von Kleinkindern

Wie wichtig sind sichere Beziehungen? Über Kompetenz und Verletzlichkeit von Kleinkindern Wie wichtig sind sichere Beziehungen? Über Kompetenz und Verletzlichkeit von Kleinkindern 30. Oktober 2014 Prof. Dr. med. Alain Di Gallo Chefarzt Kinder- und Jugendpsychiatrische Klinik Die psychische

Mehr

TrainerInnen-Emotionen. Sich im Griff haben

TrainerInnen-Emotionen. Sich im Griff haben TrainerInnen-Emotionen Sich im Griff haben IFFB Sport- und Bewegungswissenschaft/USI 1 Bereich Sportpädagogik und Sportpsychologie TrainerInnen-Emotionen Entstehung und Wirkungen Günter Amesberger IFFB

Mehr

Förderung sicherer Bindungen im Kleinkindalter

Förderung sicherer Bindungen im Kleinkindalter Förderung sicherer Bindungen im Kleinkindalter PAT-Fachtagung S. 1 Über mich: Büro: M3N/01.31 Telefon: 0951/863-1896 Email: franziska.vogel@uni-bamberg.de Bachelor- und Master-Studium Psychologie an der

Mehr

Wahrnehmung in der Mediation

Wahrnehmung in der Mediation Bearbeitungsstand:31.12.2006 15:22, Seite 1 von 6 Wahrnehmung in der Mediation Das Lexikon 1 formuliert es einmal so: Wahrnehmung ist ein geistig-körperlicher Prozess: Ein Individuum stellt eine Anschauung

Mehr

Praxis trifft Sportwissenschaft Sport mit Spaß Möglichkeiten & Grenzen von Emotionen im Sport. Dr. Peter Kovar

Praxis trifft Sportwissenschaft Sport mit Spaß Möglichkeiten & Grenzen von Emotionen im Sport. Dr. Peter Kovar Praxis trifft Sportwissenschaft Sport mit Spaß Möglichkeiten & Grenzen von Emotionen im Sport Dr. Peter Kovar Emotionen Sind komplexe Muster von Veränderungen, welche physiologische Erregung Gefühle kognitive

Mehr

Motivationale und Emotionale Aspekte der Psychologie interkulturellen Handelns

Motivationale und Emotionale Aspekte der Psychologie interkulturellen Handelns Motivationale und Emotionale Aspekte der Psychologie interkulturellen Handelns Blockseminar: Interkulturelles Lernen und interkulturelle Kompetenz an der HHU 04.-05.05.2007 bei PD Dr. Petra Buchwald Referentin:

Mehr

Das Adoleszente Gehirn: Implikationen für die Entwicklung von psychiatrischen Störungen und Forensik im Jugendalter

Das Adoleszente Gehirn: Implikationen für die Entwicklung von psychiatrischen Störungen und Forensik im Jugendalter Das Adoleszente Gehirn: Implikationen für die Entwicklung von psychiatrischen Störungen und Forensik im Jugendalter ¹, ² Peter J. Uhlhaas ¹Department of Neurophysiology Max-Planck Institute for Brain Research,

Mehr

Emotionale Entwicklung

Emotionale Entwicklung Emotionale Entwicklung Die Entwicklung der emotionalen Kompetenz und ihre Bedeutung Die eigenen Gefühle verstehen, sie anderen erklären, Strategien entwickeln, wie negative Emotionen überwunden werden

Mehr

Hacking Yourself Teil 1. Ein Neuro-Crashkurs

Hacking Yourself Teil 1. Ein Neuro-Crashkurs Hacking Yourself Teil 1 Ein Neuro-Crashkurs Warum? große Probleme mit Aggression Schmerzsymptomatiken Beschäftigung mit Psychologie oft eine sehr softe Wissenschaft Überblick grober Crashkurs in Neurophysiologie

Mehr

Datengewinnung durch Introspektion Beobachtung/Beschreibung eigenen Erlebens wie Gedanken, Wünsche, Motive, Träume, Erinnerungen.

Datengewinnung durch Introspektion Beobachtung/Beschreibung eigenen Erlebens wie Gedanken, Wünsche, Motive, Träume, Erinnerungen. ERLEBNISPSYCHOLOGIE Datengewinnung durch Introspektion Beobachtung/Beschreibung eigenen Erlebens wie Gedanken, Wünsche, Motive, Träume, Erinnerungen. Hauptvertreter Wiener Schule (Karl Bühler, Hubert Rohracher,

Mehr

Emotionale Entwicklung I: Emotionsverständnis. Die Entwicklung von Emotionsverständnis und sein Einfluss auf die soziale Kompetenz

Emotionale Entwicklung I: Emotionsverständnis. Die Entwicklung von Emotionsverständnis und sein Einfluss auf die soziale Kompetenz Emotionale Entwicklung I: Emotionsverständnis Die Entwicklung von Emotionsverständnis und sein Einfluss auf die soziale Kompetenz Emotionsverständnis: Definition das Verständnis davon, wie man Emotionen

Mehr

Das hochbegabte ehirn Gehirn Dr. Dominik Gyseler 21.. Mai Mai

Das hochbegabte ehirn Gehirn Dr. Dominik Gyseler 21.. Mai Mai Das hochbegabte Gehirn PHSG Dr. Dominik Gyseler 21. Mai 2011 Ablauf 1. Neuropädagogik 2. Neurowissenschaftliche Erkenntnisse zur Hochbegabung 3. Was ist der Erkenntnisgewinn? 4. Schulische en Hochbegabter

Mehr

Körpersprache und Kommunikation

Körpersprache und Kommunikation MICHAEL ARG YLE Körpersprache und Kommunikation JUNFERMANN-VERLAG PADERBORN 1979 Inhalt Vorwort 9 I. Biologischer und gesellschaftlicher Hintergrund 1. Einführung 13 a) Definitionen und Unterscheidungen

Mehr

Die Neurobiologischen Bedingungen Menschlichen Handelns. Peter Walla

Die Neurobiologischen Bedingungen Menschlichen Handelns. Peter Walla Die Neurobiologischen Bedingungen Menschlichen Handelns 3 wichtige Sichtweisen der Neurobiologie 1. Das Gehirn produziert kontrolliertes Verhalten (somit auch jegliches Handeln) 2. Verhalten ist gleich

Mehr

Implementierung eines Skillskoffer für den Umgang mit Patienten mit selbstverletzenden Verhaltensweisen.

Implementierung eines Skillskoffer für den Umgang mit Patienten mit selbstverletzenden Verhaltensweisen. Implementierung eines Skillskoffer für den Umgang mit Patienten mit selbstverletzenden Verhaltensweisen. Skillskoffer - Interventionen bei Anspannung Eva Müller Bottrop,16.03.2016 1 Gliederung Begrüßung.

Mehr

Sprache beginnt ohne Worte. Vorsprachliche Entwicklung und die Bedeutung der frühen Elternarbeit

Sprache beginnt ohne Worte. Vorsprachliche Entwicklung und die Bedeutung der frühen Elternarbeit Sprache beginnt ohne Worte Vorsprachliche Entwicklung und die Bedeutung der frühen Elternarbeit Grundeigenschaften menschlicher Sprache gesprochene Sprache ist akustisch vermittelt kleine Zahl von Lauten

Mehr

Emotionale Entwicklung. Gabriela Römer

Emotionale Entwicklung. Gabriela Römer Emotionale Entwicklung Gabriela Römer 22.11.2010 1. Definition Gefühl Vier Komponenten: - motivational (Wunsch, etwas zu tun) - physiologisch (z.b. Pulsfrequenz) - subjektive Gefühle - Kognitionen Beispiel:

Mehr

Gerhard Roth Fühlen, Denken, Handeln

Gerhard Roth Fühlen, Denken, Handeln Gerhard Roth Fühlen, Denken, Handeln Wie das Gehirn unser Verhalten steuert Neue, vollständig überarbeitete Ausgabe Suhrkamp Inhalt Vorwort zur überarbeiteten Auflage n Vorwort 15 Einleitung 18 1. Moderne

Mehr

Martin Dornes. Die frühe Kindheit

Martin Dornes. Die frühe Kindheit Martin Dornes Die frühe Kindheit Entwicklungspsychologie der ersten Lebensjahre Fischer Taschenbuch Verlag Inhalt Einleitung 13 Kapitel 1 Kapitel 2 Psychoanalyse und Kleinkindforschung: Einige Grundthemen

Mehr

Sprachliches Wissen: mentales Lexikon, grammatisches Wissen. Gedächtnis. Psycholinguistik (2/11; HS 2010/2011) Vilnius, den 14.

Sprachliches Wissen: mentales Lexikon, grammatisches Wissen. Gedächtnis. Psycholinguistik (2/11; HS 2010/2011) Vilnius, den 14. Sprachliches Wissen: mentales Lexikon, grammatisches Wissen. Gedächtnis Psycholinguistik (2/11; HS 2010/2011) Vilnius, den 14. September 2010 Das Wissen Beim Sprechen, Hören, Schreiben und Verstehen finden

Mehr

Johann Nußbächer face to face Zeichnungen

Johann Nußbächer face to face Zeichnungen Johann Nußbächer face to face Zeichnungen Wie konnte Mose mit Gott von Angesicht zu Angesicht reden? Wie müssen wir es verstehen, dass an gewissen Stellen steht, dass Gott von Angesicht zu Angesicht mit

Mehr

Neuropsychologie der Schizophrenie

Neuropsychologie der Schizophrenie Neuropsychologie der Schizophrenie Störung des fronto -temporo -limbischen Netzwerks Aufmerksamkeit exekutive Funktionen Wahrnehmung Gedächtnis Sprache Denken Motivation Affektivität soziale Wahrnehmung

Mehr

Altersgerechte Entwicklung in Bezug auf das Einschulungsalter Motorik - Kognition - Verhalten

Altersgerechte Entwicklung in Bezug auf das Einschulungsalter Motorik - Kognition - Verhalten Altersgerechte Entwicklung in Bezug auf das Einschulungsalter Motorik - Kognition - Verhalten Harald Bode Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin Ulm Sozialpädiatrie und Kinderneurologie 1 Theorien

Mehr

Companion Technologie

Companion Technologie Companion Technologie Emotionen erkennen, verstehen und kai.bielenberg@haw-hamburg.de Agenda 1. Einleitung a. Was war nochmal Companion Technologie? b. Teilbereiche c. Warum Emotionen? 2. Ansätze a. Facial

Mehr

Soziale Urteilsbildung: Wie gelangen wir zu Urteilen über uns selbst?

Soziale Urteilsbildung: Wie gelangen wir zu Urteilen über uns selbst? Soziale Urteilsbildung: Wie gelangen wir zu Urteilen über uns selbst? "Tatsächlich wurzelt unser Selbstgefühl in der sozialen Interaktion, denn wenn wir uns niemals mit anderen Menschen auseinander setzen

Mehr

Allgemeine Psycholgie II Eine Einführung

Allgemeine Psycholgie II Eine Einführung Allgemeine Psycholgie II Eine Einführung Prof. Dr. Gisela Steins Universität Duisburg-Essen Fakultät für Bildungswissenschaften Institut für Psychologie Allgemeine Psychologie und Sozialpsychologie 1 Überblick

Mehr

Functional consequences of perceiving facial expressions of emotion without awareness

Functional consequences of perceiving facial expressions of emotion without awareness Functional consequences of perceiving facial expressions of emotion without awareness Artikel von John D. Eastwood und Daniel Smilek Referent(Inn)en: Sarah Dittel, Carina Heeke, Julian Berwald, Moritz

Mehr

Texte verstehen lernen

Texte verstehen lernen Jürgen Grzesik Texte verstehen lernen Neurobiologie und Psychologie der Entwicklung von Lesekompetenzen durch den Erwerb von textverstehenden Operationen Waxmann Münster / New York München / Berlin Inhalt

Mehr

Inhalt 1 Einleitung Das kleine Einmaleins der Emotionen 3 Grundemotionen: Wie wir sie erkennen und wie wir mit ihnen umgehen

Inhalt 1 Einleitung Das kleine Einmaleins der Emotionen 3 Grundemotionen: Wie wir sie erkennen und wie wir mit ihnen umgehen 7 Inhalt 1 Einleitung............................... 11 2 Das kleine Einmaleins der Emotionen.......................... 19 2.1 Emotionale Komponenten................. 19 2.2 Wann reagieren wir überhaupt

Mehr

2 Psychische Determinanten des Konsumentenverhaltens

2 Psychische Determinanten des Konsumentenverhaltens Gliederung 2 Psychische Determinanten des Konsumentenverhaltens 2.1 Aktivierende Konstrukte/Prozesse 2.2 Kognitive Konstrukte/Prozesse 2.4 Komplexe Konstrukte/Prozesse 1 2.2 Kognitive Konstrukte/Prozesse

Mehr

5 Entwicklungspsychologie

5 Entwicklungspsychologie 5 Entwicklungspsychologie 5.1 Grundlagen Entwicklungspsychologie ist eine Grundlagendisziplin der Psychologie (vgl. Kap. 1). Sie kann auf eine etwa hundertjährige Geschichte zurückblicken. 5.1.1 Begriffsklärung

Mehr

Wie lernt unser Gehirn? Neurowissenschaftliche Befunde zum gehirnfreundlichen Lernen und Lehren

Wie lernt unser Gehirn? Neurowissenschaftliche Befunde zum gehirnfreundlichen Lernen und Lehren Prof. Dr. Heinz Schirp Münster 17-09-2014 Handout zum Vortrag Wie lernt unser Gehirn? Neurowissenschaftliche Befunde zum gehirnfreundlichen Lernen und Lehren I. Neuronale Selbstorganisation Unser Gehirn

Mehr

Inhalt. 1 Einführung in die Psychologie 1. 2 Allgemeine Psychologie 21. Vorwort

Inhalt. 1 Einführung in die Psychologie 1. 2 Allgemeine Psychologie 21. Vorwort Inhalt Vorwort 1 Einführung in die Psychologie 1 1.1 Eine Situation aus dem Alltag... 1 1.2 Definition und Gegenstand der Psychologie... 3 1.3 Ziele der Psychologie... 6 1.4 Teilgebiete der Psychologie...

Mehr

Affektive Verarbeitung

Affektive Verarbeitung Affektive Verarbeitung IPP 2001 Prof. Dr. Rainer Sachse 1 Kognitive Schemata Die relevanten, problematischen Schemata, die es zu bearbeiten gibt, können kognitive Schemata sein, wie Überzeugungen, Konstruktionen

Mehr

Voraussetzungen und Bedingungen für einen erfolgreichen Spracherwerb. Voraussetzungen und Bedingungen für einen erfolgreichen Spracherwerb

Voraussetzungen und Bedingungen für einen erfolgreichen Spracherwerb. Voraussetzungen und Bedingungen für einen erfolgreichen Spracherwerb Voraussetzungen und Bedingungen für einen erfolgreichen Spracherwerb Voraussetzungen und Bedingungen für einen erfolgreichen Spracherwerb Neurophysiologische Grundlagen Kirstin Kognitive Voraussetzungen

Mehr

Die tun nix! Die wollen nur spielen Entwicklungspsychologie, Hirnforschung und jugendliches Verhalten

Die tun nix! Die wollen nur spielen Entwicklungspsychologie, Hirnforschung und jugendliches Verhalten !"#$%"&&&'(%!()#*$*+" #",%(*-.)*#) Die tun nix! Die wollen nur spielen Entwicklungspsychologie, Hirnforschung und jugendliches Verhalten Peter J. Uhlhaas Jahrestagung Offene Kinder- und Jugendarbeit Arbeitsgemeinschaft

Mehr

Übertragung und Gegenübertragung im systemischen Rahmen

Übertragung und Gegenübertragung im systemischen Rahmen Übertragen kann jeder. Gegenübertragung ist eine Kunst. Die kann man kultivieren. Übertragung und Gegenübertragung im systemischen Rahmen Subversive Wendungen im Coaching Ulrike Rheinberger (gegen)übertragung:verwandte

Mehr

Texte verstehen lernen

Texte verstehen lernen Jiirgen Grzesik Texte verstehen lernen Neurobiologie und Psychologie der Entwicklung von Lesekompetenzen durch den Erwerb von textverstehenden Operationen Waxmann Miinster / New York Miinchen / Berlin

Mehr

Wie Angehörige das DEMIAN-Konzept im Alltag umsetzen können

Wie Angehörige das DEMIAN-Konzept im Alltag umsetzen können Wie Angehörige das DEMIAN-Konzept im Alltag umsetzen können Die Praxis der DEMIAN-Studie B: häuslicher Pflegebereich Silke Stanek Demenzkranke Menschen in individuell bedeutsamen Alltagssituationen Individuell

Mehr

Modelle zum Handlungslernen

Modelle zum Handlungslernen Modelle zum Handlungslernen Inhaltsübersicht 1. Ein kybernetische Modell der Handlung 2. Ein Modell der Handlungsregulation 3. Ein Modell der Wahrnehmung 4. Ein Modell des Lernens durch Handeln 5. Ein

Mehr

Die Emotionen im Arbeitsalltag

Die Emotionen im Arbeitsalltag Fachtagung SVAT 14. November 2015 Die Emotionen im Arbeitsalltag Gabriele Kaes Fachfrau Bildung & Beratung Emotionen können das Arbeitsumfeld stören und belasten Also klarer Fall: Abschaffen 2 Emotionen

Mehr

Neugier braucht Sicherheit

Neugier braucht Sicherheit Neugier braucht Sicherheit Die Bedeutung der Bindungsqualität für die Entwicklungschancen Vortrag beim Fachtag der Frühförderstellen Mecklenburg-Vorpommern am 3.9.2011 Bindungen und ihre Entwicklungen

Mehr

Einschätzung der Beziehungsqualität

Einschätzung der Beziehungsqualität Einschätzung der Beziehungsqualität mit dem CARE-Index Alex Neuhauser Hochschule für Heilpädagogik Zürich (HfH) Fachtagung Weit blicken früh handeln 21. Juni, 2013, Nürnberg Überblick Theoretische Grundlagen

Mehr

Workshop F. 6, Impulsfachtagung Hannover Karen Ling

Workshop F. 6, Impulsfachtagung Hannover Karen Ling Workshop F. 6, Impulsfachtagung Hannover Karen Ling Unterstützungsmöglichkeiten der Identitätsentwicklung bei nicht- oder kaumsprechenden Kindern und Jugendlichen Workshopstruktur 1. Was ist Identität?

Mehr

Kognition und Lernen

Kognition und Lernen Studienseminar Koblenz Pflichtmodul 242 Kognition und Lernen Wie kommt das Wissen in unseren Kopf? Lernen aus neurobiologischer Sicht Das menschliche Gehirn konstruiert sich seine Inhalte selbst Lernenaus

Mehr

Fragebogen zur Rolle der Musik im Alltag

Fragebogen zur Rolle der Musik im Alltag Fragebogen zur Rolle der Musik im Alltag von Juslin und Laukka (2004) deutsche Bearbeitung von S. fner, N. Meier und S. Kristen (2013) fner, S., Meier, N., & Kristen, S. (2013). Fragebogen zur Rolle der

Mehr

Aufbau reflexiver Kompetenzen durch die Theorie-Praxis-Verzahnung in Unterricht, Praktika und Praxisbegleitung. Tobias Kämper, Ute Weber

Aufbau reflexiver Kompetenzen durch die Theorie-Praxis-Verzahnung in Unterricht, Praktika und Praxisbegleitung. Tobias Kämper, Ute Weber Aufbau reflexiver Kompetenzen durch die Theorie-Praxis-Verzahnung in Unterricht, Praktika und Praxisbegleitung 2 Wortbedeutung Reflexion Das Zurückgeworfen werden von Strahlen Das Nachdenken, Überlegung,

Mehr

Das Verborgene zu Tage fördern. Psychoanalytischpädagogisches

Das Verborgene zu Tage fördern. Psychoanalytischpädagogisches Institut für Traumapädagogik Berlin Zertifizierte Weiterbildung Supervision Das Verborgene zu Tage fördern. Psychoanalytischpädagogisches Verstehen und die Gestaltung der Beziehung JProf. Dr. David Zimmermann

Mehr

Musiktherapie bei Autismus aus der Sicht der. präverbalen Selbstentwicklung

Musiktherapie bei Autismus aus der Sicht der. präverbalen Selbstentwicklung Musiktherapie bei Autismus aus der Sicht der präverbalen Selbstentwicklung Hypothesen zumvergleichmitder Schizoiden Persönlichkeitsstörung Prof. Dr. Karin Schumacher Themen bei Autismus sowie bei schizoider

Mehr

Skript zum Seminar Emotionspsychologie / Sommersemester 2002 Bernd Reuschenbach 1

Skript zum Seminar Emotionspsychologie / Sommersemester 2002 Bernd Reuschenbach 1 Skript zum Seminar Emotionspsychologie / Sommersemester 2002 Bernd Reuschenbach 1 I Definitionen Es scheint heute unmöglich, für die verschiedenen Emotionstheorien eine verbindliche Definition zu finden.

Mehr

Intensive Short-Term Dynamic Psychotherapy (ISTDP) = intensive psychodynamische Kurzzeittherapie

Intensive Short-Term Dynamic Psychotherapy (ISTDP) = intensive psychodynamische Kurzzeittherapie Geisteswissenschaft Adelheid Kühn / Ellen Bröker Intensive Short-Term Dynamic Psychotherapy (ISTDP) = intensive psychodynamische Kurzzeittherapie Studienarbeit Psychologisches Institut der Universität

Mehr

Was ist Trauer? Eine Einführung. Aeternitas - Service - Reihe: Trauer. Aeternitas - Service - Reihe: Trauer

Was ist Trauer? Eine Einführung. Aeternitas - Service - Reihe: Trauer. Aeternitas - Service - Reihe: Trauer Was ist Trauer? Eine Einführung Gliederung Definitionsversuche Warum wir trauern Bindungstheorie Kognitive Stresstheorie Sozial - konstruktivistischer Ansatz Wie wir Trauer erleben Mentale Zustände und

Mehr

Gerontologisches Forum, Bonn

Gerontologisches Forum, Bonn Wie geht es Ihnen? Beobachtung als Möglichkeit Wohlbefinden bei Menschen mit Demenz einzuschätzen Gerlinde Strunk-Richter Informations- und Koordinierungsstelle der Landesinitiative Demenz-Service NRW

Mehr

Eine biologische Definition des Begriffs Lernen

Eine biologische Definition des Begriffs Lernen Eine biologische Definition des Begriffs Lernen Aufnehmen und Speichern von Informationen, die wieder abrufbar sind. Nach einmaliger oder wiederholter Darbietung einer neuen Reizsituation erfolgt eine

Mehr

Emotion zwischen Affekt und Kognition

Emotion zwischen Affekt und Kognition Norbert R. Vetter Emotion zwischen Affekt und Kognition Zur emotionalen Dimension in der Kunstpädagogik KÖLNER WISSENSCHAFTSVERLAG Köln 2010 Inhalt 1. Einleitung 1.1. Die Relevanz der Emotion als Forschungsgegenstand

Mehr

Bindung. Definition nach John Bowlby:

Bindung. Definition nach John Bowlby: Bindung und Bildung Bindung Definition nach John Bowlby: Beziehung ist der übergeordnete Begriff Bindung ist Teil von Beziehung Mutter und Säugling sind Teilnehmer/innen in einem sich wechselseitig bedingenden

Mehr

Entwicklung, Bindung und Risiko

Entwicklung, Bindung und Risiko Dipl.-Psych. Anna Stumpe, Fachtagung NRW: Kompetent in Kindersicherheit Düsseldorf, Tagungszentrum Das MutterHaus 12.09.2013 Bindung John Bowlby (1907-1990) Bowlby ersetzte die Idee eines bedürftigen,

Mehr

Entwicklungspsychologie für Lehrer. Das Bindungskonzept und seine Bedeutung für die Entwicklung

Entwicklungspsychologie für Lehrer. Das Bindungskonzept und seine Bedeutung für die Entwicklung Entwicklungspsychologie für Lehrer Das Bindungskonzept und seine Bedeutung für die Entwicklung Inhalt der Veranstaltung Das Bindungskonzept Theoretische Ansätze Bindungsqualität Bindungsentwicklung Bedeutung

Mehr

Verhalten beginnt im Gehirn. Wie entsteht unser Bewusstsein? Nehmen und Geben Wie stark ist unser Egoismus?

Verhalten beginnt im Gehirn. Wie entsteht unser Bewusstsein? Nehmen und Geben Wie stark ist unser Egoismus? Forschungsfeld Gehirn Impulsvorträge zu den neuesten Erkenntnissen aus dem Bereich der Neurowissenschaften (60 Minuten) Mag. Gisela C. Polli Die Themen: Tatort Gehirn Auf den Spuren des Verbrechens wieweit

Mehr

Sozialisation und Identität

Sozialisation und Identität Universität Augsburg Lehrstuhl für Soziologie Übung: Grundkurs Soziologie Dozent: Sasa Bosancic, M.A. Sebastian Schmidt, Marion Röder, Hanna Heß Sozialisation und Identität Inhaltsverzeichnis Biographie

Mehr

Fragen zur Sexualität und Partnerschaft

Fragen zur Sexualität und Partnerschaft Fragen zur Sexualität und Partnerschaft Dieser Fragebogen soll Ihrem Therapeuten einen Eindruck von Ihrer jetzigen Partnerschaft und Sexualität geben. Versuchen Sie alle Fragen zu beantworten, entweder

Mehr

Ich begrüsse Sie zum Impulsvortrag zum Thema: «Körpersprache geht uns alle an»

Ich begrüsse Sie zum Impulsvortrag zum Thema: «Körpersprache geht uns alle an» Ich begrüsse Sie zum Impulsvortrag zum Thema: «Körpersprache geht uns alle an» Meine Ziele oder meine Absicht für Heute Abend: Sie erhalten ein Wissen über die Zusammensetzung der KS Sie erhalten Tipps

Mehr

Sprachentwicklungsvoraussetzungen und Voraussetzungen der Sprachanwendung

Sprachentwicklungsvoraussetzungen und Voraussetzungen der Sprachanwendung Sprachentwicklungsvoraussetzungen und Voraussetzungen der Sprachanwendung Seminar: Sprachen lernen: Psychologische Perspektiven (WS 08/09) Dozentin: Dr. Anna Chr. M. Zaunbauer-Womelsdorf Datum: 04.12.2008

Mehr

Februar 06 Uni Basel Seminar Künstliche Intelligenz Stefan Pauwels Emotion Recognition :-)

Februar 06 Uni Basel Seminar Künstliche Intelligenz Stefan Pauwels Emotion Recognition :-) Emotion Recognition :-) Themenüberblick Emotionen Emotion Recognition Speech Facial Expression Mulitmodal Emotion Recognition Integrationsmöglichkeiten der zwei Kanäle Emotionen: Grundlagen Konsens in

Mehr

Operantes Konditionieren - Instrumentelles Lernen

Operantes Konditionieren - Instrumentelles Lernen Operantes Konditionieren - Instrumentelles Lernen 1. Behaviorismus - Blackbox 2. Thorndike - instrumentelles Lernen Skinner - operante Konditionierung 3. Skinnerbox 4. Verstärkung und Bestrafung 5. Extinktion

Mehr

Förderdiagnostik Unterstützte Kommunikation

Förderdiagnostik Unterstützte Kommunikation Irene Leber September 09 Förderdiagnostik Unterstützte Kommunikation für... geb.... mögliche Diagnose:... Ansprechpartner/in: Adresse / Telefon: Wichtige Bezugspersonen: Wichtigste Interessen: Wichtige

Mehr

Die Bedeutung der Spiegelneurone

Die Bedeutung der Spiegelneurone Die Bedeutung der Spiegelneurone (Nach Joachim Bauer, Warum ich fühle, was du fühlst) Was wir beobachten: Wir haben die Innere Bereitschaft die Gefühle eines anderen Menschen zu spiegeln Bsp.: Jemand erzählt

Mehr

Zusammensetzung der Grundbedürfnisse

Zusammensetzung der Grundbedürfnisse Grundbedürfnisse Entwicklung in früher Kindheit im Zusammenhang der Interaktionen mit Bezugspersonen, insbesondere die Mutter-Kind-Dyade Befriedigung oder Versagung führen zu Lust- und Unlustgefühlen Gefährdung

Mehr

Lektion 12 Stimm- und Körpermanagement

Lektion 12 Stimm- und Körpermanagement Virtuelle Rhetorik Gesprächskompetenz Lektion 12 Stimm- und Körpermanagement Überblick Rahmeninformationen zu nonverbalen Kommunikation 1. Kanäle 2. Kodes 3. Verhaltensweisen 3.a. Vokalik 3.b. Visuelle

Mehr

1 Theoretische Grundlagen

1 Theoretische Grundlagen 1 Theoretische Grundlagen In diesem ersten Kapitel wird das Konzept der Basalen Simulation definiert und übersichtlich dargestellt. Die verschiedenen Wahrnehmungsbereiche werden prägnant beschrieben, und

Mehr

Nachhaltigkeit des Lernens aus neurobiologischer Sicht

Nachhaltigkeit des Lernens aus neurobiologischer Sicht Studienseminar Koblenz Teildienststelle Altenkirchen Nachhaltigkeit des Lernens aus neurobiologischer Sicht Wie erreichen wir aus neurobiologischer Sicht ein nachhaltiges Lernen? Unterrichtsprinzipien

Mehr

Intimität & Tabu. Sexualität trotz demenz. Braincare Institut für seelische Gesundheit. Doris Bach

Intimität & Tabu. Sexualität trotz demenz. Braincare Institut für seelische Gesundheit. Doris Bach Intimität & Tabu Sexualität trotz demenz Doris Bach Braincare Institut für seelische Gesundheit Der Unterschied zwischen Tod und Sex ist, dass man das mit dem Tod alleine ausmachen kann und keiner sich

Mehr

Bindungstheorien Aufbau von Bindungen. FTS 2017 Prof. Dr. Kerstin Dietzel

Bindungstheorien Aufbau von Bindungen. FTS 2017 Prof. Dr. Kerstin Dietzel Bindungstheorien Aufbau von Bindungen FTS 2017 Prof. Dr. Kerstin Dietzel Gliederung 1. Aufbau des Bindungssystems 2. Phasen der Mutter-Kind-Beziehung 3. Bindung und Exploration 4. Fremde Situation 5. Bindung

Mehr

VORLESUNG SOZIOLOGISCHE GRUNDBEGRIFFE SoSe 09. Prof. Dr. Anna Schwarz Dienstag, 16:15 17:45 Uhr Raum: GD 203

VORLESUNG SOZIOLOGISCHE GRUNDBEGRIFFE SoSe 09. Prof. Dr. Anna Schwarz Dienstag, 16:15 17:45 Uhr Raum: GD 203 VORLESUNG SOZIOLOGISCHE GRUNDBEGRIFFE SoSe 09 Dienstag, 16:15 17:45 Uhr Raum: GD 203 ÜBERBLICK I 1. 21.04.: Einführung in die Systematik der Soziologie + Begriffsbildung 2. 05.05.: Soziales Handeln 3.

Mehr

Lernen und Gedächtnis

Lernen und Gedächtnis Lernen und Gedächtnis Einführung: Lernen Klassisches Konditionieren Instrumentelles Konditionieren Modelllernen Gedächtnis Handeln und Problemlösen 1 Was ist Lernen? Lernen als lebenslanger Prozess Wir

Mehr

Kultureller Einfluss: Emotionale Entwicklung im Kulturvergleich

Kultureller Einfluss: Emotionale Entwicklung im Kulturvergleich 13-12-2006 Kultureller Einfluss: Emotionale Entwicklung im Kulturvergleich Seminar: Entwicklungspsychologie Referenten: Antonia Skock, Magdalena Schöpker, Raphaela Selge Gliederung: Hintergrund Studie

Mehr

Führung und seelische Gesundheit als Schlüssel für Betriebliche Prävention

Führung und seelische Gesundheit als Schlüssel für Betriebliche Prävention Führung und seelische Gesundheit als Schlüssel für Betriebliche Prävention Labor für Organisationsentwicklung Universität Duisburg-Essen Universitätsstr. 2 45117 Essen Ansprechpartner: Julia Tomuschat

Mehr

Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung - ein Einblick

Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung - ein Einblick Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung - ein Einblick Vortrag Stefan Meir PIA der St. Lukas-Klinik Zum Vierteljahrestreffen der KJPP-Kliniken Baden - Württemberg am 23.03.2015

Mehr

JACK NASHER : DURCHSCHAUT! Copyright: Prof. Dr. J. Nasher-Awakemian, M.Sc. (Oxford) Munich Business School

JACK NASHER : DURCHSCHAUT! Copyright: Prof. Dr. J. Nasher-Awakemian, M.Sc. (Oxford) Munich Business School Ausgangslage Menschen sind miserabel im Entlarven Trefferquote bei durchschnittlich 54 % Evolution ist die Ursache, heute leichter denn je Mit den richtigen Techniken Trefferquote von 90 % möglich I. Die

Mehr

Die Rolle von Emotionen

Die Rolle von Emotionen Wirtschaft Nicole Heiter (B.A. Marketing) Die Rolle von Emotionen Wie funktionieren Emotionen und wo lassen sie sich nutzen? Bachelorarbeit Wissenschaftliche Arbeit zur Erlangung des akademischen Grades

Mehr

Wenn der Druck steigt. Körperliche und seelische Auswirkungen des Leistungsdrucks in der Schule auf Kinder und Jugendliche

Wenn der Druck steigt. Körperliche und seelische Auswirkungen des Leistungsdrucks in der Schule auf Kinder und Jugendliche Körperliche und seelische Auswirkungen des Leistungsdrucks in der Schule auf Kinder und Jugendliche Körperliche und seelische Auswirkungen des Leistungsdrucks in der Schule auf Kinder und Jugendliche Agenda

Mehr

Beobachtung von Säuglingen und Kleinkindern - Ausgewählte Methoden der Kindheits- und Jugendforschung

Beobachtung von Säuglingen und Kleinkindern - Ausgewählte Methoden der Kindheits- und Jugendforschung Pädagogik Aurelie Kuhn-Kapohl Beobachtung von Säuglingen und Kleinkindern - Ausgewählte Methoden der Kindheits- und Jugendforschung Studienarbeit Inhaltsverzeichnis 1. Warum Säuglingsforschung?... 2 2.

Mehr

Einschätzen und Unterstützen

Einschätzen und Unterstützen Irene Leber (vs 2012) Einschätzen und Unterstützen Förderdiagnostik Unterstützte Kommunikation für... geb.... mögliche Diagnose:... Ansprechpartner/in: Adresse / Telefon: Wichtige Bezugspersonen (und deren

Mehr

Die Individualpsychologie. Alfred Adlers. Die Individualpsychologie Alfred Adlers - Einführung

Die Individualpsychologie. Alfred Adlers. Die Individualpsychologie Alfred Adlers - Einführung Die Individualpsychologie Alfred Adlers Zentrale Bedürfnisse des Menschen Antworten der Individualpsychologie Defizitbedürfnisse Wachstumsbedürfnisse Einführung in die Individualpsychologie (IP) Themen

Mehr

Signale des Wohlbefindens und der Engagiertheit

Signale des Wohlbefindens und der Engagiertheit Signale des Wohlbefindens und der Engagiertheit In unserer Einrichtung legen wir großen Wert darauf, dass sich die Kinder wohlfühlen. Dies wird durch ihre Engagiertheit sichtbar. Signale des Wohlbefindens

Mehr

Nachbarschaften & nachbarschaftliche Beziehungen architekturpsychologische Betrachtung

Nachbarschaften & nachbarschaftliche Beziehungen architekturpsychologische Betrachtung Nachbarschaften & nachbarschaftliche Beziehungen architekturpsychologische Betrachtung Mag. Dr. Katrin Schreiner www.iwap.at katrin.schreiner@iwap.at Architekturpsychologie beschreibt das Erleben und Verhalten

Mehr

OLYMPIAZENTRUM SÜDSTADT. IMSB-Austria 1

OLYMPIAZENTRUM SÜDSTADT. IMSB-Austria 1 OLYMPIAZENTRUM SÜDSTADT IMSB-Austria 1 IMSB-Austria WISSENSCHAFTLICHE HILFESTELLUNG IMSB-Austria 2 IMSB-Austria SPITZENSPORT IMSB-Austria 3 IMSB - Austria HOBBYSPORTLER IMSB-Austria 4 IMSB-Austria NACHWUCHS

Mehr

KAPITEL I.1 Historische und evolutionsbiologische Wurzeln der Bindungsforschung

KAPITEL I.1 Historische und evolutionsbiologische Wurzeln der Bindungsforschung KAPITEL I.1 Historische und evolutionsbiologische Wurzeln der Bindungsforschung I.1.1 Bindung und Bindungstheorie Bindung (attachment) ist die besondere Beziehung eines Kindes zu seinen Eltern oder Personen,

Mehr

Chronische Schmerzen - Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten

Chronische Schmerzen - Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten Chronische Schmerzen - Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten 07.10.2015 8. Gesundheitsforum Südniedersachsen Einbeck Bürgerspital Prof. Dr.med. Frank Petzke Schmerz Tagesklinik und Ambulanz Klinik für

Mehr

Inhalt. Stimmen zum Buch. Geleitwort. Vorwort 1'

Inhalt. Stimmen zum Buch. Geleitwort. Vorwort 1' Inhalt Stimmen zum Buch Geleitwort Vorwort 1' TEIL 1: Das emotionale Unternehmen 23 1. Umgang mit Emotionen - das Grundproblem in Unternehmen 23 1.1 Emotionen sind schlecht" 24 1.2 Die Philosophen und

Mehr

Spiel, Sinnlichkeit und Kreativität in Kinderkrippe, Kindergarten und Hort

Spiel, Sinnlichkeit und Kreativität in Kinderkrippe, Kindergarten und Hort Spiel, Sinnlichkeit und Kreativität in Kinderkrippe, Kindergarten und Hort Graz, 8. September 2010 Prof. Dr. Cornelia Wustmann F o l Verlauf des Vortrags Zu Beginn eine kleine Einstimmung 1. Mädchen und

Mehr

Emotionen und Bindung bei Kleinkindern Entwicklung verstehen und Störungen behandeln (Beltz 2011)

Emotionen und Bindung bei Kleinkindern Entwicklung verstehen und Störungen behandeln (Beltz 2011) Emotionen und Bindung bei Kleinkindern Entwicklung verstehen und Störungen behandeln (Beltz 2011) Prof. Dr. Éva Hédervári-Heller Hannover, den 15.02.2012 Gliederung 1. Vorstellungen über Kindheit 2. Affektforschung

Mehr

Morallernen. Prof. Dr. Detlef Horster

Morallernen. Prof. Dr. Detlef Horster Morallernen Prof. Dr. Detlef Horster 1 Ergebnisse 1. Monat: Dass das Gesicht beliebig angeordnet ist, macht keinen Unterschied, z.b. Kinn oben, Augen beliebig übers Gesicht verteilt. 2. Monat: Der Säugling

Mehr

Menschbildannahmen. Störungs- und Handlungstheorien. Struktur und Methoden

Menschbildannahmen. Störungs- und Handlungstheorien. Struktur und Methoden Beratungskonzept Unabhängig von den Beteiligten und den Bedingungen führen wir Beratungsgespräche auf der theoretischen Basis des humanistischen Menschenbildes durch. Dabei wird das Menschenbild als eine

Mehr

Denken Lernen - Vergessen

Denken Lernen - Vergessen Denken Lernen - Vergessen Wie funktioniert unser Gehirn? Prof. Dr. Tanja Eiselen Was passiert alles in unserem Gehirn? Wir nehmen Dinge wahr sehen hören riechen - tasten - schmecken Das Gehirn verarbeitet

Mehr

Frühe Interaktionsförderung am Beispiel der Entwicklungspsychologischen Beratung (EPB)

Frühe Interaktionsförderung am Beispiel der Entwicklungspsychologischen Beratung (EPB) Frühe Interaktionsförderung am Beispiel der Entwicklungspsychologischen Beratung (EPB) Entwicklungspsychologische Beratung/Ute Ziegenhain,, Barbara Bütow, Bärbel Derksen oder Ein Prima Bild Ausgangsideen

Mehr

Intuition. Wenn ich eine unwichtige Entscheidung treffen muss, halte ich es für sinnvoll, alle Vorund Nachteile abzuwägen.

Intuition. Wenn ich eine unwichtige Entscheidung treffen muss, halte ich es für sinnvoll, alle Vorund Nachteile abzuwägen. Intuition Wenn ich eine unwichtige Entscheidung treffen muss, halte ich es für sinnvoll, alle Vorund Nachteile abzuwägen. Bei sehr wichtigen Entscheidungen jedoch, muss die Entscheidung aus dem Unbewussten

Mehr

Seminar Ausgewählte Themen Adaptiver Systeme SoSe Modelle affektiver Kommunikation

Seminar Ausgewählte Themen Adaptiver Systeme SoSe Modelle affektiver Kommunikation Seminar Ausgewählte Themen Adaptiver Systeme SoSe 2011 Modelle affektiver Kommunikation 18.06.2011 Inhalt Was ist Affective Computing? Soziale Roboter Historie Mechanismen zur sozialen Akzeptanz Einige

Mehr

Das Angstmodul. Das Angstmodul. Das Angstmodul. Das Angstmodul. Das Angstmodul INTERAKTIONALE THEORIE DES ENTSTEHENS VON PHOBIEN

Das Angstmodul. Das Angstmodul. Das Angstmodul. Das Angstmodul. Das Angstmodul INTERAKTIONALE THEORIE DES ENTSTEHENS VON PHOBIEN INTERAKTIONALE THEORIE DES ENTSTEHENS VON PHOBIEN Theorien der Emotionen Dozent: Knut Drewing Datum: 6. Jun. 2006 Referent: Jorge Gallego Angst und Furcht betrachtet als ein Evolutionärer Vorteil: - Furcht

Mehr