Internationales Symposium Datenschutz beim digitalen Fernsehen Berlin, 03. September 2007 Dr. Ralf Heublein Deutscher Kabelverband e.v.

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1 Neuere Entwicklungen beim digitalen Kabelfernsehen Internationales Symposium Datenschutz beim digitalen Fernsehen Berlin, 03. September 2007 Dr. Ralf Heublein Deutscher Kabelverband e.v.

2 Kabelnetzbetreiber in Deutschland 1,9 Niedersachsen/ Bremen 4,1 Nordrhein- Westfalen 1,1 Hessen 0,9 Rheinland-Pfalz/ Saarland 2,3 Baden- Württemberg 1,7 Hamburg/Schleswig- Holstein/Mecklenburg- Vorpommern 1,0 Sachsen/Sachsen- Anhalt/Thüringen 2,4 Bayern 1,8 Berlin/ Brandenburg Regionalgesellschaften: Kabel BW ~ 2.3 Mio. Kabel Deutschland ~ 9.5 Mio. Unitymedia ~ 5.1 Mio. Gesamt: angeschlossenen Haushalte Gesamt: anschließbare Haushalte Weitere Netzbetreiber: ~ 16,9 Mio. ~ 26.0 Mio. EWT/Bosch/Telecolumbus (Orion), Primacom, Kabelfernsehen München sowie eine Vielzahl weiterer lokaler Kabelnetzbetreiber (~ 1.000) ~ 3.0 Mio. 2

3 Neuere Entwicklungen beim digitalen Kabelfernsehen Ausbau der Kabelnetze für Triple Play 3

4 Triple Play das Kabel kann s Anbieter Terrestrik Telefonie Internet Kabel ist aufgrund seiner hohen Bandbreiten technisch optimal für Triple Play ausgelegt Bis Ende 2008 wird Triple Play für rund 90% aller anschließbaren Haushalte verfügbar sein TV Mobilität DSL - SAT - ( ) ( ) Kabel Mobilfunk 4

5 Triple Play im Kabel: TV, Telefon und Internet Multimediadose Radio Telefon Telefax Kabelmodem inkl. Telefonadapter Computer 5

6 Massive Investitionen in Netzausbau Kabel Deutschland, Unitymedia und Kabel BW planen, von über eine Milliarde Euro in die Aufrüstung ihrer Netze zu investieren (über 15 % vom Umsatz). Die Investitionen im Jahr 2006 allein beliefen sich auf ca. 365 Mio. Euro (über 20 % vom Umsatz) für 2007 sind ca. 512 Mio. Euro an Investitionen geplant (über 25 % vom Umsatz) Netzausbauplanung: Ende 2005: 6,2 Mio. Haushalte Ende 2006: 13,5 Mio. Haushalte Ende 2007: 19,0 Mio. Haushalte Ende 2008: 23,5 Mio. Haushalte 6

7 Digitale Wachstumsmärkte: Digital-TV, Internet und Telefon Starkes Wachstum bei Pay-TV, Internet und Telefon Digital TV Abonnenten Internet Kunden Telefon Kunden Vermarktungsstart erst 2003 aufgrund verzögerten Verkaufs der Netze durch die DTAG heute starke Zuwachsraten bei Kabel BW, KDG und Unity Media 7

8 Netzkonsolidierung und Infrastrukturwettbewerb fördern Breitbandpenetration Historische Fragmentierung der Netzebenen erschwert und verzögert das Breitbandwachstum durch Kabel und die Einführung neuer digitaler Dienste. Durch die nicht zuletzt aufgrund des verschleppten Verkaufsprozesses der DTAG-Netze bedingte späte Markteinführung von Kabelinternet in Deutschland besitzt DSL einen (kaum einzuholenden) First-Mover-Vorteil. Viele der (kleineren) NE4-Betreiber besitzen nicht die erforderliche Unternehmensgröße, um Investitionen in leistungsfähige Internet- und Telefoniesysteme zu tätigen. Fragmentierung führt zu unwirtschaftlich kleinen Einheiten. Die zum Teil räumlich zerstreut liegenden Kabelinseln mancher Kabelnetzbetreiber erzeugen hohe Betriebskosten und erschweren ein einheitliches Diensteangebot. Mangels direkten Endkundenzugangs sind die Angebots- und Marketingstrukturen häufig ineffizient. Die strukturellen Hemmnisse für ein flächendeckendes Angebot von Kabelinternet sind auszuräumen, um echten Infrastrukturwettbewerb und eine rasche Breitbandpenetration voranzutreiben. 8

9 Neuere Entwicklungen beim digitalen Kabelfernsehen Wege zur Digitalisierung des Breitbandkabels in Deutschland 9

10 Die Kabelnetzbetreiber schaffen die Voraussetzungen für die Digitalisierung Drei Vermarktungsplattformen für Abofernsehen und Pay Per View (Kabel Digital, Tividi und Kabelkiosk) bieten bundesweit erfolgreich digitale Sparten- und Pay- Angebote an Zahlreiche neue digitale Spartensender sind über diese Plattformen und durch die Vermarktung der Kabelnetzbetreiber entstanden Simulcastvereinbarungen mit privaten Sendern ermöglichen seit Anfang 2006 den Endkunden inzwischen den vollständigen Umstieg auf digitalen Empfang Die Vermarktung des digitalen Kabelanschlusses fördert auch die Umstellung von Kabelkunden, die keine Pay-Angebote nutzen Offener Kaufmarkt für Set-Top-Boxen und Umstellung auf Herstellerselbstzertifizierung hat dazu geführt, dass neue Kabelreceiver von Herstellern produziert und angeboten werden Im Kabel ist sichergestellt, dass alle Kunden alle TV-Angebote über eine Set- Top-Box empfangen können 10

11 Im digitalen Kabel herrscht Meinungs- und Informationsvielfalt Das analoge Kabel verfügt derzeit über 33 Programmplätze Das digitale Kabel überträgt heute schon ca. 200 Programme, davon - doppelt so viele öff-r. Programme - doppelt so viele Nachrichtenprogramme - ein Vielfaches an Sparten-, Unterhaltungs- und Fremdsprachenprogrammen wie im analogen Kabel Digitales Kabel - So viel Vielfalt gab es noch nie Analog/digital + Premiere/Arena Lokal Mediendienst Fremdsprachen Spartenprogramm Spielfilm/Unterhaltung Kinder Musik Sport Nachrichten dt./int. Private Vollprogramme Öff-r. Sparte Öff-r. Drittes Öff-r. Vollprogramm analog digital-free digital-pay 11

12 Infrastrukturwettbewerb sichert Meinungsvielfalt und Zugang der Sender über 100 Programme über 200 Programme über 300 Programme 24 Programme Endkunde 12

13 Fahrplan zur Digitalisierung Bis 2009: Digitale Nutzung fördern Ab 2010: Digitalen Umstieg koordinieren Switch-off - Kabelnetzbetreiber und Veranstalter: - Digitale Nutzung durch neue Programm- und Diensteangebote vorantreiben - Penetration von digitalen Receivern fördern - Gesetzgeber und Regulierer müssen erlässliche Rahmenbedingungen für alle Infrastrukturen schaffen - Vollständige analoge Abschaltung kann nur im zeitlichen Einklang aller Infrastrukturen erfolgen (Kabel NE3 und NE4 + Satellit + Terrestik) - Breites digitales Angebot mit spürbarem Nutzen für Konsumenten sowie Mindestpenetration von Receivern ist Voraussetzung 13

14 Aktuelle und zukünftige Entwicklung der Dienste über Kabelnetze Video/Audio HDTV Video on Demand Pay Per View digitales Abo TV Free-TV digital EPG & PVR Breitband Internet interaktives TV Mobil Free-TV analog Telefonie gestern / Telekommunikation 14

15 Neuere Entwicklungen beim digitalen Kabelfernsehen Datenschutzrechtliche Aspekte bei Triple Play und adressierbarem Fernsehkonsum 15

16 Datenschutzrechtliche Aspekte bei Triple Play und adressierbarem Fernsehkonsum Datenschutzrechtliche Regelungen für Triple Play Angebote Kabelanschluss: 91 ff TKG + 11 Abs. 3 TMG Telefonie: 91 ff TKG Internet: 91 ff TKG + 11 Abs. 3 TMG Pay-TV: 47 RStV i.v.m. 11 ff TMG Konsequenz: Verträge müssen mehrere datenschutzrechtliche Verpflichtungen mit z.t. unterschiedlichen Regelungen abdecken Schaffung einheitlicher und konsistenter Regelungen im Datenschutz 16

17 Datenschutzrechtliche Aspekte bei adressierbarem Fernsehkonsum Adressierbarkeit schafft keinen gläsernen Kunden Die Grundverschlüsselung von Rundfunksignalen erlaubt keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Nutzung Freischaltung von Gesamtpaketen erlaubt keine Rückschlüsse auf tatsächliche Nutzung Einzelnutzungsdaten z.b. bei Pay-Per-View dürfen lediglich zum Zwecke der Abrechnung gespeichert werden Nutzungsprofile dürfen nur bei Verwendung von Pseudonymen erstellt werden Das geltende Datenschutzrecht schützt die Interessen der Nutzer digitaler Rundfunk- und Telemediendienste umfassend 17

18 Danke für Ihre Aufmerksamkeit Dr. Ralf Heublein Friedrichstr. 149, D Berlin, Germany Telefoe: +49 (0)30 / Telefax: +49 (0)30 /

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