Umfassende IT-Sicherheit für Ihr Unternehmen mit Kaspersky Small Office Security

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1 B ISSN MAI JAHRGANG Fachmagazin für Bauhaupt- und Baunebengewerbe IM HANDWERK Umfassende IT-Sicherheit für Ihr Unternehmen mit Kaspersky Small Office Security IN DIESER AUSGABE: ZDH: Digitalisierung im Handwerk Smarte Netze: Nur sicher ist sicher Vectoring: Wunsch und Wirklichkeit Messen: CeBIT und ISH Nachberichte Nutzfahrzeuge: Neue Modelle Zeiterfassung: Marktüberblick

2 MAXIFY YOUR BUSINESS. Mit den neuen MAXIFY Tintenstrahldruckern und Multifunktionssystemen für kleinere Büros und Home Offices holen Sie das Maximum an Produktivität aus Ihrem Arbeitsalltag heraus. Und darauf geben wir Ihnen ab sofort drei Jahre Garantie*. MB2050 ib4050 MB2350 MB5050 MB5350 Alle Informationen zur Garantie Verlängerung * Aktionszeitraum vom bis canon.de/maxify

3 INHALT HAUSMITTEILUNG TITELBILD/ANZEIGE DIGITALISIERUNG IM HANDWERK GEHT ALLE AN Digitalisierung ist kein kurzlebiges Modewort! Die Vernetzung der Arbeitswelt in und mit allen ihren Teilbereichen ist eine Chance zur Vereinfachung der Prozesse und Qualitätssicherung. Um dieses Thema für den eigenen Betrieb mit Leben zu füllen, braucht es Informationen und man muss wissen, wo man steht (siehe ZDH- Umfrage ab Seite 6). Auch im Handwerk gibt es clevere Pioniere, die zeigen, wie Kunden und Betriebe von Computertechnik und Internet profitieren, meinte jüngst Oskar Vogel Hauptgeschäftsführer des Baden-Württembergischen Handwerkstages (BWHT): Kaspersky Labs GmbH Despag-Straße Ingolstadt Die neue Version von Kaspersky Small Office Security deckt alle aktuellen Sicherheitsanforderungen kleiner Unternehmen ab. Diese einfach handhabbare IT-Sicherheitslösung für Unternehmen mit bis zu 25 Mitarbeitern bietet erstklassigen IT-Schutz für File-Server, Windows-, Android- und ab sofort auch für Mac-Geräte. Siehe Seite 4 Foto: Thomas Kiewning Elke Neureuther Redakteurin Computern im Handwerk Es gibt Schreiner, die mit CNC- Maschinen komplexe Formen hochpräzise fräsen und so auch Einzelstücke zu konkurrenzfähigen Preisen herstellen. Der Elektro- und Informationstechniker installiert Fenster, Heizung und Alarmanlagen, die sich via App von unterwegs aus steuern lassen. Der SHK-Handwerker baut beim Kunden ein neues Bad ein und koordiniert mit Hilfe digitaler Plattformen, auf die alle Zugriff haben, die Arbeit von Fliesenleger, Maurer und Schreiner. Hinter diesen Tätigkeiten stehen längst nicht mehr einfache Routineabläufe. Projektleitung, Programmierung und Parametrisierung überlagern zunehmend das alte Kerngeschäft. Auf der anderen Seite besitzt z.b. rund ein Drittel der baden-württembergischen Handwerksbetriebe keine eigene Website. Denn noch klafft zwischen fachlichem und digitalem Know-how eine große Lücke. In einer BWHT-Umfrage meldeten rund zwei Drittel der Betriebe Unterstützungsbedarf an. Ganz alltägliche Geschäftsprozesse, Fertigung und die Geschäftsmodelle, das sind die drei Bereiche, die vor allem betroffen sind. Die Bundesregierung hat Mitte letzten Jahres ihre digitale Agenda auf den Weg gebracht. In Baden-Württemberg haben vor kurzem 50 Partner die Allianz Industrie 4.0 unterzeichnet. Darunter auch der Baden-Württembergische Handwerkstag. Daß wir mit dem Namen dieser Allianz nicht glücklich sind, versteht sich von selbst. Denn wenn es um die Inhalte geht, dann pochen wir darauf: der gesamtwirtschaftliche Schöpfungsprozeß geht weit über die Industriebetriebe hinaus. Digitalisierung geht alle an Auch wenn es modern d!conomy (CeBIT-Motto) heißt. GUT ZU WISSEN WIRTSCHAFT INTERNET SPECIAL NUTZFAHRZEUGE MESSEN SOFTWARE Aktuelle Kurzmeldungen 4 ZDH: Digitalisierung im Handwerk 6 Erfolgsfaktoren in der Innovationsberatung 8 Neue Energien: Nur sicher ist sicher 11 Vectoring II: (Telekom-)Wunsch und Wirklichkeit 13 Schnelle Netze: NFON Cloud-Telefonanlage 15 Schnelle Netze: Weitere Gemeinden mit Breitband erschließen 16 Telekom: Bald ohne ISDN, Teil 2 18 CeBIT 2015 im Zeichen von d!conomy 20 Werkzeug für die Straße 22 ISH 2015: BIM macht mobil 24 Mobile Zeiterfassung: Digitale Stundenzettel, Teil 2 26 Impressum 25 COMPUTERN IM HANDWERK 5/15 3

4 GUT ZU WISSEN ZUM TITELBILD Neue Version von Small Office Security für kleine Unternehmen Kaspersky Lab hat Ende April seine neue Version von Kaspersky Small Office Security veröffentlicht. Diese IT-Sicherheitslösung ist speziell für Unternehmen mit bis zu 25 Mitarbeitern konzipiert. Sie bietet erstklassigen IT-Schutz für File-Server, Windows-, Android- und ab sofort auch für Mac-Geräte. Zudem kann die Lösung einfach, ohne spezielle IT-Kenntnisse eingesetzt und verwaltet werden. Neu sind die webbasierte Verwaltung und der ebenfalls webbasierte Kennwortschutz. Erweitert wurden der Schutz vor aktuellen und aufkommenden Cyberbedrohungen sowie von unternehmenseigenen Finanzdaten. Unternehmen können sich auf ihr Geschäft konzentrieren, während der laufende IT-Betrieb professionell abgesichert sowie Kunden und Mitarbeiterdaten adäquat geschützt werden. Kleine Unternehmen werden heute von Cyberkriminellen attackiert, weil sie sich oftmals zu wenig um die Sicherheit ihres Unternehmens kümmern können, beispielsweise um wertvolle Informationen wie Kundendaten. Dies belegt auch eine Umfrage von Kaspersky: Obwohl zahlreiche Unternehmen realisieren, dass die Absicherung persönlicher Kundendaten (25 Prozent der Befragten), Zahlungsanforderungen (13 Prozent) und Betriebsgeheimnisse (12 Prozent) zu den wichtigsten Prioritäten gehören, kommen häufig rudimentäre IT-Sicherheitsmaßnamen wie kostenlose Anti-Malware-Produkte zum Einsatz. Die Befragten waren sich aber grundsätzlich darüber einig, dass sie gerne eine leistungsfähige IT-Sicherheitslösung einsetzen würden, wenn sie preiswert und einfach bedienbar wäre. Kaspersky Small Office Security wurde genau für diese Bedürfnisse konzipiert. Es ist in Lizenzpaketen für bis zu 25 Mitarbeiter verfügbar. Neukunden erhalten die Lösung ab 199,95 Euro (inkl. MwSt.) und können zu diesem Preis ein Jahr fünf PCs/ Workstatons, fünf Mobilgeräte und einen Dateiserver absichern. Für mehr Geräte gibt es attraktive Rabattierungen ebenso wie für eine Zweijahresoder Dreijahres-Lizenz. Noch Fragen? WEITERBILDUNG Mehr als meisterlich Aus dem bisherigen Betriebswirt (HWK) zu betriebswirtschaftlichen Fortbildung von Meistern ist der Betriebswirt (HwO) geworden. Hier werden Kenntnisse vermittelt, die für einen selbständigen Betriebsinhaber oder angestellte Führungskraft essentiell sind. Ab September starten auch in der Handwerkskammer München und Oberbayern (www.hwk-muenchen.de) die neuen Lehrgänge zum Geprüften Betriebswirt nach der Handwerksordnung kurz Betriebswirt (HwO). Anschließend können Betriebswirte (HwO) an der Hochschule München berufsbegleitend direkt in das vierte Semester des Studiums zum Bachelor of Arts Unternehmensführung einsteigen. EIGENKAPITAL Kunden äußerst zufrieden Anläßlich des Jahresrückblicks der BayBG (Bayerische Beteiligungsgesellschaft) erwähnt Dr. Sonnfried Weber, Sprecher der Geschäftsführung, einen Umfragewert der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung), über den die GfK wohl selbst überrascht war: Laut der Imagestudie ist die BayBG (www.baybg.de) die mit Abstand bekannteste in Bayern aktive Beteiligungsgesellschaft damit war zu rechnen. Wirklich herausragend war aber die hohe Kundenzufriedenheit. Dr. Weber: Die GfK mißt das mit dem Net Promoter Score, das ist ausgedrückt in Prozent die Differenz von weiterempfehlungsbereiten Kunden abzüglich der kritischen Kunden. Neutrale bleiben außen vor. Befragt wurden hierzu von der GfK 100 zufällig ausgewählte Kunden von insgesamt 500 Partnerunternehmen. Und davon sagten 75 Prozent, daß sie die BayBG an Unternehmen in der gleichen Unternehmenssituation weiterempfehlen würden. Nur 2 Prozent äußerten sich negativ. Das ergibt, 75 minus 2 Prozent, einen Net Promoter Score von 73 Prozent. Nach Aussage der GfK mußten sie die Zahlen noch einmal prüfen. Sie glaubten, da sei ein Zahlendreher drin. Aber die Ergebnisse stimmten. Laut GfK ist ein Net Promoter Score von 30 bis 40 schon sehr gut. Gar nicht so selten sind negative Werte hat sich die BayBG an 497 Unternehmen mit einem Volumen von 315 Mio. Euro beteiligt. Mehr als zwei Drittel der Beteiligungsnehmer kamen dabei aus dem Mittelstand. Hier wurden Beteiligungen von je max Euro ausgegeben. Das Programm Handwerk, Handel und Gewerbe KHHG läuft auch 2015 mit einem starken Mittelstandsbezug weiter. WETTBEWERB Ideen aus der Bauwirtschaft gefragt MESSETERMINE (Auswahl) Nürnberg, Sensor+Test Köln, ANGA COM München, Intersolar Europe München, SicherheitsExpo (ohne Gewähr) Unter dem Titel auf IT gebaut Bauberufe mit Zukunft werden neue Ideen und Lösungen für die Nutzung moderner Informationstechnologien im Baugewerbe gesucht. Der Wettbewerb geht auf eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt zurück und wird in Kooperation mit dem RKW Kompetenzzentrum realisiert. Teilnehmen können Studierende, Auszubildende und Berufstätige entweder allein oder als Arbeitsgruppe aus den Bereichen Bauingenieurwesen, Baubetriebswirtschaft und Architektur. Anmeldeschluß ist der 9. November 2015 unter 4 COMPUTERN IM HANDWERK 5/15

5 THERMOGRAFIE Klein aber fein: Kompakt-Wärmebildkamera Die Flir C2 (www.flir.com/c2) ist eine voll ausgestattete Kompakt-Wärmebildkamera, mit der Bauprofis anhand von Wärmemustern Schwachstellen und Probleme wie Energieverluste, strukturelle Defekte und beschädigte Rohrleitungen gezielt erkennen können. Das Besondere: sie ist so kompakt und schlank, daß sie problemlos in jede Tasche paßt. Die MSX-Echtzeitbildoptimierung ergänzt die Wärmebilder der C2 mit entscheidenden Details, die von der integrierten Digitalkamera erfaßt werden und Zahlen, Buchstaben, Strukturen sowie andere wichtige Merkmale deutlich auf dem Wärmebild erkennen lassen. WEARABLES Tragbare Datenverarbeitung am Handgelenk Seit kurzem kann die Apple Watch live in den Apple Stores ausprobiert werden. Sie ermöglicht es, Nachrichten zu senden, s zu lesen und Anrufe auf dem iphone direkt vom Handgelenk aus entgegenzunehmen. Die Taptic Engine alarmiert den Nutzer bei wichtigen Nachrichten mit einem sanften Antippen, ebenso wie beispielweise mit dem Hinweis nach langem Sitzen aufzustehen und sich zu bewegen. Laut Süddeutscher Zeitung wurden am ersten Tag so viele Bestellungen für die Apple Watch abgegeben, wie Android-Uhren davor in einem ganzen Jahr verkauft wurden. 85 % vertrauen dem Handwerk so das Ergebnis einer Studie der GfK, Gesellschaft für Konsumforschung in Nürnberg, mit dem Titel Global Trust Report Demnach bringen die Befragten in Deutschland dem Handwerk das meiste Vertrauen entgegen. Schon 2011, als die Studie zum ersten Mal erhoben wurde, lag dabei das Handwerk auf Platz 1 mit 88%. Ebenso wie in der folgenden Erhebung 2013 mit 87%. Der Global Trust Report 2015 basiert auf rund Verbraucherinterviews, die der GfK Verein im 4. Quartal 2014 in insgesamt 26 Ländern durchführen ließ. Der GfK Verein fragt nach dem Vertrauen in 12 Institutionen, 11 Branchen und in die Mitmenschen allgemein. Die Skala reicht von vertraue ich voll und ganz und vertraue ich überwiegend über vertraue ich weniger bis zu vertraue ich überhaupt nicht. SMARTPHONE Sommerlich LTE-fähig Das KAZAM Trooper 450L gibt es neben dem modernen Silber auch in der sommerlichen Color- Edition in anthrazit, lime und blau. Für den preisbewußten Smartphone-Einsteiger bietet das KAZAM Smartphone einen 1,2 GHz Quadcore Prozessor, ein 5 großes Display, einen leistungsstarken Akku (2.000 mah), 8 GB Speicherplatz (durch microsdtm erweiterbar) und den High-Speed Standard LTE. BUNDESNETZAGENTUR Nummern abgeschaltet Die Bundesnetzagentur hat jüngst die Abschaltung der Rufnummern und angeordnet. Über diese Rufnummern wurde eine hochpreisige Amts- und Behördenauskunft rechtswidrig beworben. Der Dienst bestand letztlich nur in der Weiterleitung ratsuchender Verbraucher an die bei direkter Anwahl kostengünstige einheitliche Behördennummer 115. Die vergleichsweise günstige 0180er-Rufnummer wurde nur zu dem Zweck genutzt, Verbraucher zum Anruf auf die hochpreisige 0900er-Rufnummer zu veranlassen. Die Verbraucher wurden sodann automatisch mit der wesentlich kostengünstigeren einheitlichen Behördenrufnummer 115 verbunden. Hierbei wurde die Verbindung über die hochpreisige 0900er Rufnummer abgerechnet. Weitere Maßnahmen der Bundesnetzagentur werden in Kürze folgen. COMPUTERN IM HANDWERK 5/15 5

6 WIRTSCHAFT ZDH: Digitalisierung Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), Deutscher H Deutsches Handwerk haben s wissen wollen Verantwortlich: Dr. Alexander Barthel, Leiter der Abteilung Wirtschafts-, 1. Hohe Nutzungsintensität digitaler Geräte (links) Die Inhaber im Handwerk setzen bereits in hohem Maße digitale Geräte ein. Immerhin 93,9% aller Betriebe greifen auf stationären PC, Notebook, Smartphone, Tablet oder Server zurück. 2. Internet und sind Standard (unten) Browser für den Internetzugang stehen im Vordergrund. 72,4% setzen Office-Anwendungen ein, 62,3% betriebswirtschaftliche Programme und immerhin 20,9% nutzen Programme zur Steuerung ihrer Maschinen und Anlagen (Mehrfachnennungen möglich). Für den ZDH haben in den vergangenen Jahren neue Informations- und Kommunikationstechnologien in starkem Maße Einzug in die Produktionsund Geschäftsprozesse gehalten. und Internet gehören zum Geschäftsalltag, der Online-Handel mit Produkten steigt rasant, und Apps beschleunigen die Entwicklung durch die Ausdehnung auf mobile Geräte, aber auch durch komplett neue Anwendungen. Auch im Handwerk haben sich die allermeisten Betriebe auf die Nutzung der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien eingestellt. Der Prozeß der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung wird sich aber auch in der Zukunft weiter beschleunigen. Es wird bereits daran gearbeitet, Produkte durch die Integration von Hard- und Software intelligent zu machen und die Produktion immer weiter zu individualisieren und zu perfektionieren. Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen auf das Handwerk. Vor diesem Hintergrund hat der ZDH im Rahmen der Konjunkturberichterstattung 2014 gemeinsam mit 36 Handwerkskammern (28 in West- und 8 in Ostdeutschland) eine 3. Zweckgerichtete Internetnutzung im Handwerk Die Inhaber setzen das Internet gezielt ein. Dabei dominiert E- Mail vor Online-Banking sowie Datenaustausch mit Lieferanten und Kunden. 6 COMPUTERN IM HANDWERK 5/15

7 im Handwerk, Teil 1 andwerkskammertag und Unternehmerverband Energie- und Umweltpolitik 5. Mobile Anwendungen sind ausbaufähig Noch ist die Nutzung von mobilen Anwendungen im Handwerk nicht weit verbreitet. 4. Problemfall: Langsames Internet Jeder Zehnte klagt, daß sein Internetzugang zu langsam ist. 18,7% geben an, daß die Geschwindigkeit derzeit zwar noch ausreichend ist, der Zugang in Zukunft aber schneller werden muß. 6. Online-Verkaufsplattformen werden nur selten genutzt Handwerkliche Produkte und Dienstleistungen sind meist sehr individuell auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten, standardisierte Angebote sind schwer abzugeben. So überrascht es nicht, daß Online-Verkaufsplattformen von den Handwerksbetrieben nur selten genutzt werden. Für weitere Details kann die gesamte Studie im Internet heruntergeladen werden: wirtschaft-energie-umwelt/konjunkturumfragen/sonderumfragen/digitalisierung-der-geschaeftsprozesse-im-handwerk.html Umfrage zum Thema Digitalisierung der Wirtschaftsprozesse im Handwerk durchgeführt. Ziel der Umfrage war es, ein aktuelles Datengerüst zu gewinnen, inwieweit sich die Handwerksbetriebe an der Digitalisierung beteiligen, um darauf aufbauend gezielte Strategien zur Unterstützung der Unternehmen zu erarbeiten. Konkret sollte mit der Umfrage u.a. ermittelt werden, welche Geräte und welche Software die Betriebsinhaber in ihren Unternehmen einsetzen, zu welchen Zwecken das Internet genutzt wird, ob sie über einen ausreichend schnellen Internetzugang verfügen, inwieweit sie bereits mobile Anwendungen verwenden und ob sie ihre Leistungen auf Onlineplattformen anbieten. Darüber hinaus wurde gefragt, inwiefern sich die Inhaber schon mit intelligenten bzw. vernetzten Produkten auseinandersetzen, ob und in welcher Form der Internetzugang abgesichert ist, und in welchen Feldern sich die Inhaber beim Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien mehr Unterstützung durch die Handwerksorganisationen wünschen. Erstmals konnten die Handwerksbetriebe ihre Antworten auch online in ein Umfragemodul eingeben. Insgesamt haben sich Betriebe an der Umfrage beteiligt COMPUTERN IM HANDWERK 5/15 7

8 WIRTSCHAFT Erfolgsfaktoren in der Innovationsberatung Werner Lamprecht, Dipl.-Ingenieur und seit mehreren Jahren Innovationsberater im Referat Technologie & Innovation der Handwerkskammer München und Oberbayern erklärt, wie aus einer Idee eine Innovation wird HANDWERK IN DEUTSCHLAND: Ca. 1 Mio. Betriebe, rund 500 Mrd. Umsatz, mehr als 5 Mio. Beschäftigte Was ist Ihrer Erfahrung nach wichtig, damit eine Innovationsberatung erfolgreich ist? Wie ist die Ausgangssituation im Handwerk? Das Handwerk hat ca. 1 Mio. Betriebe mit einem Umsatz von rund 500 Mrd. und über 5 Mio. Beschäftigten. Dabei entwickeln und vermarkten Handwerksbetriebe vielfach neue Produkte. Technologische Veränderungen bewirken jedoch einen scharfen Wettbewerb, und ein zunehmender Kostendruck zwingt die Betriebe, neue Technologien und Verfahren anzuwenden sowie betriebliche Innovationspotentiale stärker zu nutzen. In dieser Situation ist es für das Handwerk umso schwerer, weil es im Bereich Innovation mit zahlreichen hemmenden Faktoren konfrontiert ist. Von welchen hemmenden Faktoren sprechen Sie? Bei den hemmenden Faktoren steht die Betriebsgröße und die damit verbundene Organisationsstruktur des Handwerks im Vordergrund. Handwerksbetriebe sind zum überwiegenden Teil kleinbetrieblich organisiert und vorwiegend auf das Tagesgeschäft ausgerichtet. Eine nachhaltige Innovationstätigkeit läßt dies nur bedingt zu. Was hat das zur Folge? Diese Fokussierung verhindert die Ausrichtung auf mittel- und langfristige Entwicklungsvorhaben. Gleichzeitig sind die wegen der Betriebsgröße häufig knappen finanziellen und personellen Ressourcen hemmend. Nach einer Analyse des Deutschen Handwerksinstitutes gelten 70% der Handwerksbetriebe als nicht innovationsaktiv. Das klingt nach enormen Unterstützungsbedarf! Mit dem Förderprogramm Beauftragter für Innovation und Technologie des Bundeswirtschaftsministeriums soll die Bereitstellung einer Informations- und Beratungsinfrastruktur erreicht werden mit dem Ziel einer systematischen Steigerung der Innovationstätigkeit und somit der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des Handwerks. Durch Informationsvermittlung, maßgeschneiderte, individuelle Beratung sowie Begleitung innovativer Projekte wird ein nachhaltiger Beitrag zur Stärkung der Innovationskraft geleistet. Was ist Ihrer Erfahrung nach auf Seite des Klienten wichtig, damit eine Beratung erfolgreich ist? In Zeiten der Globalisierung mit immer kürzer werdenden Innovationszyklen gilt es besonders für kleine und mittlere Unternehmen, der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Innovationen sind meistens kein Produkt des Zufalls, sondern müssen systematisch erarbeitet werden. Voraussetzung dafür ist ein erfolgreiches Innovationsmanagement. Dabei gibt es bestimmt jede Menge Stolpersteine. Wir sprechen hier regelrecht von Innovationsfallen. Vielen Unternehmen fällt es schwer, neue Ideen in marktfähige Produkte umzusetzen. Sie scheitern oftmals an einer der vier typischen Innovationsfallen. Kundenfalle: Kundenwünsche werden zu ungenau erfaßt. Dabei wird das technisch machbare und nicht das vom Kunden gewünschte Produkt realisiert. Technikfalle: Schwierigkeiten in der Entwicklung oder Produktion werden unterschätzt und das Produkt kann nicht in angemessener Zeit auf den Markt gebracht werden. Wettbewerbsfalle: Der Wettbewerb wird unterschätzt. Rentabilitätsfalle: Die Kosten für Entwicklung, Produktion und Vermarktung werden unterschätzt bzw. die erzielbaren Preise, Mengen und Erlöse überschätzt. Könnten Sie sich etwas vorstellen, das den Beratungserfolg vergrößern würde? Die Systematisierung des Produktentstehungsprozesses. Aus einer stärkeren Berücksichtigung der Kundenwünsche, der technischen Möglichkeiten, der Wettbewerbssituation und der Renditeaussichten lassen sich gute Lösungsansätze ableiten. Wenn der Prozeß systematisch und schrittweise angegangen wird, läßt er sich ergebnisorientiert steuern. Kosten-, Zeit- und Qualitätsvorgaben können besser eingehalten werden, und das Risiko des Scheiterns wird reduziert. Falls sich eine Idee als nicht tragfähig herausstellt, kann das Projekt jederzeit abgebrochen werden. Wie könnte so ein Produktentstehungsprozeß konkret aussehen? Ein systematischer Produktentstehungsprozeß gliedert sich in der Regel in fünf logisch aufeinander folgende Stufen, die durch Qualitätskontrollpunkte getrennt sind. Damit sind die Anfangs- und Endpunkte einzelner Stufen genau festgelegt und somit Fortsetzung auf Seite 10 8 COMPUTERN IM HANDWERK 5/15

9 ADVERTORIAL IT-Sicherheit für KMU: Keine Option mehr, sondern ein Muss PC-Arbeitsgeräte sind nicht mehr das, was sie einmal waren. Sie sind nicht mehr ausschließlich auf Windows-Workstations beschränkt, die innerhalb der Netzwerkgrenze betrieben werden und auf Server zugreifen, die sich ebenfalls im Netzwerk befinden. Stattdessen werden Unternehmen mit einer Fülle unterschiedlicher Workstations und mobiler Geräte konfrontiert, die überall genutzt werden und regelmäßig Daten im Netzwerk, in der Cloud und auf den Geräten selbst abrufen. Mit Next-Generation Enduser Protection verbessert Sophos den Schutz für Endbenutzergeräte und -daten durch die Integration innovativer Endpoint-, Mobileund Verschlüsselungstechnologien. Stellen Sie sich ein System vor, das Daten zu verdächtigen Ereignissen von allen Geräten sammelt, ein kompromittiertes System durch Korrelation dieser Daten erkennt, den Administrator benachrichtigt, das System (und den Zugriff des Systems auf sensible Netzwerk- und Clouddaten) vorübergehend sperrt und die erkannte Bedrohung entfernt alles komplett automatisch. Genau das wird mit Next-Generation Enduser Protection möglich. AT HOME AND ON THE MOVE Mobile Control Reputation Data * Active Protection SophosLabs Correlated Intelligence * Secure VPN Client HEADQUARTERS Administration Endpoint Security SafeGuard Encryption Mobile Control SOPHOS CLOUD REMOTE OFFICE 1 UTM NextGen Firewall Secure Web Gateway Secure Gateway Web Application Firewall Endpoint Security SafeGuard Encryption Secure Wi-Fi Mobile Control Network Storage Antivirus Server Security V Web Application Firewall Content Classification REMOTE OFFICE 2 Secure VPN RED Endpoint Security SafeGuard Encryption Secure Wi-Fi Mobile Control Endpoint Security SafeGuard Encryption Die Technologie ändert die Herangehensweise an das Thema Sicherheit grundlegend. Herkömmliche Antivirus-Lösungen beschränken sich darauf, die Ausführung infizierter Dateien auf Computern zu unterbinden. Wird eine infizierte Datei dennoch ausgeführt, kann der Angreifer Schaden anrichten oder Daten stehlen, ohne erkannt zu werden. Sophos hingegen überprüfen nicht nur, ob eine Datei infiziert ist, sondern auch, ob der Computer Verhaltensweisen zeigt, die darauf hindeuten, dass das System angegriffen wird oder bereits kompromittiert wurde. Durch eine systemübergreifende Abwehr, Erkennung und Beseitigung von Bedrohungen haben Unternehmen mit weitaus weniger Infektionen und damit einem deutlich geringeren Risiko von Sicherheitsvorfällen zu Secure Wi-Fi Sophos Reference Architecture Secure Web Gateway NextGen Firewall tun. Eine entscheidende Rolle spielt dabei auch die Cloud, die trotz aller Unkenrufe das Potential dazu hat, gerade kleinen und mittleren Unternehmen in Kombination mit einer effektiven Verschlüsselungslösung ein Sicherheitsprofil auf Enterprise-Niveau zu verschaffen. Warum die Cloud für Unternehmen von heute die ideale Lösung ist Cloudbasierte und in der Cloud verwaltete Sicherheitslösungen sind transparent für Endbenutzer und einfach für Administratoren. Sie konzentrieren sich beim Schutz von Daten und Endpoints auf einzelne Be- Secure Gateway Guest Wi-Fi nutzer und verfügen über Richtlinien, die Benutzer überall und auf allen Systemen begleiten auf Windows-Rechnern, Macs und mobilen Geräten. Mit Sophos Cloud wird die Bedienung, Bereitstellung und Verwaltung Ihrer IT-Sicherheit erheblich vereinfacht egal ob Anti-Malware, Web Security, Webfilterung oder Mobile Device Management. Upgrades erfolgen automatisch, der Schutz greift überall und für Sophos Cloud ist weder eine komplizierte Server-Einrichtung noch eine Wartung der Infrastruktur erforderlich. Die Verschlüsselungs- und Datenschutzlösungen von Sophos ermöglichen in Kombination mit der Cloud einen sicheren Zugriff auf vertrauliche Daten, ohne die Benutzer im Arbeitsalltag zu stören, und die Verschlüsselungsverwaltung erleichtert die Kontrolle unerwünschter Speichergeräte (USB-Sticks, externe Laufwerke etc.). Darüber hinaus können Benutzer Daten auf mobilen Computern und Desktops komfortabel verschlüsseln, verschlüsselte Dateien einfach und sicher mit Kollegen und Geschäftspartnern austauschen sowie Richtlinien zur Verhinderung von Datenverlusten für s und mobile Endpoints durchsetzen. COMPUTERN IM HANDWERK 5/15 9

10 WIRTSCHAFT Werner Lamprecht, Dipl.-Ingenieur und seit mehreren Jahren Innovationsberater im Referat Technologie & Innovation der Handwerkskammer München und Oberbayern klar, welche Aktivitäten in welcher Qualität durchzuführen sind und welche Ergebnisse an welchen Kontrollpunkten vorliegen müssen. Folgende fünf Stufen sind dabei zu unterscheiden: Voranalyse, Machbarkeitsstudie, Forschung und Entwicklung, Testen und Prüfen, Markteinführung. In den ersten beiden Stufen, also vor dem Beginn der kostenintensiven Forschungs- und Entwicklungsarbeit, findet eine intensive Auseinandersetzung mit dem Marktpotential und der technischen Machbarkeit statt. Am Ende der zweiten Stufe werden die Anforderungen der Kunden, die genaue Produktdefinition sowie das technische Realisierungskonzept schriftlich festgehalten und von allen Beteiligten unterzeichnet. Sind denn diese Prozesse auch für Kleinstunternehmen geeignet? Wie sehen hier die handwerklichen Bedürfnisse aus? Kleinstunternehmen haben nach EU-Definition weniger als 10 Beschäftigte und einen Jahresumsatz bis zu 2 Mio.. Nach einer Erhebung des Instituts für Mittelstand und Handwerk (ifh) aus dem Jahre 2011 sind das statistisch gesehen 84% der deutschen Handwerksbetriebe. Mehr als 2/3 dieser Betriebe beschäftigen weniger als 5 Personen. Diese Mikrobetriebe haben ganz spezifische Merkmale und Eigenschaften. Daraus ergibt sich, daß diese Betriebe an eine strukturierte Vorgehensweise oft nicht gewöhnt sind und diese zunächst oft auch gar nicht für erforderlich halten. Hier helfen in der Regel wie z.b. Konstruktionsleistungen, Prototypenbau, Produkttests usw. Bei Antragstellung müssen die Vorteile der Innovation kurz beschrieben werden, und es muß das Projektziel konkret benannt werden, z.b. was genau soll im Rahmen dieses Projekts entwickelt oder verbessert werden, und nicht zuletzt: wie soll die Idee später vermarktet werden? Diese Fragen bringen eine erste Struktur in das Projekt und zwingen den Antragsteller, seine Gedanken und Ideen zu reflektieren und auf Papier zu bringen. Da die Innovationsgutscheine maximal ein Jahr gültig sind, kommt noch ein Zeit- und Kostenplan hinzu, und das Pflichtenheft ist erstellt. Wie unterstützen Sie bei der Antragstellung? Ich sage immer: den Antrag können wir nicht für Sie ausfüllen, schließlich ist es Ihr Projekt und auch Ihr Geld. Wir geben aber vielfältige inhaltliche wie äußerliche Hilfestellungen. Bevor der Antrag beim Projektträger eingereicht wird, schauen wir ihn mit dem Betrieb gemeinsam noch einmal an. In der Regel wird der Antrag auch bewilligt. Innovationen sind meistens kein Produkt des Zufalls, sondern müssen systematisch erarbeitet werden. Voraussetzung dafür ist ein erfolgreiches Innovationsmanagement. die sogenannten Innovationsgutscheine weiter, die speziell für kleine Unternehmen geschaffen wurden. Innovationsgutscheine extra für kleine Unternehmen? Dabei handelt es sich um ein einfaches, schnelles Innovationsförderprogramm. Antragsberechtigt sind in Bayern nur Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten. Dabei werden sowohl Tätigkeiten im Vorfeld der Entwicklung wie z.b. technische Machbarkeit, Werkstoff- und Designstudien gefördert, wie auch die umsetzungsorientierte Entwicklung Wie würde sich Ihre Arbeit verändern, wenn die Förderung der Innovationsgutscheine auslaufen würde? Nicht nur aus unserer Erfahrung wissen wir, daß zwischen Betriebsgröße und Innovationstätigkeit ein kausaler Zusammenhang besteht. Unter anderem bieten wir im gesamten Kammergebiet spezielle Informationsveranstaltungen an, um auf dieses wichtige Innovationsförderprogramm für kleine Betriebe hinzuweisen. Wenn eine derartige Förderung auslaufen würde, wäre das ein herber Rückschlag im Innovationspotential dieser Kleinstbetriebe. Gibt es auch Erfolgsbeispiele? Jawohl, die können in der vom Bayerischen Wirtschaftsministerium herausgegebenen Broschüre Innovationsgutscheine für kleine Unternehmen/ Handwerksbetriebe Projektbeispiele , und auch unter de angesehen bzw. heruntergeladen werden. 10 COMPUTERN IM HANDWERK 5/15

11 NEUE ENERGIEN Nur sicher ist sicher Bild: SmartHome Initiative Deutschland e. V.) Sowohl Smart Grid (intelligentes Stromnetz), als auch Smart Home (intelligentes vernetztes Gebäude) sind inzwischen bekannte Begriffe, wenn es um das Thema Energie und Automation geht. Dabei könnte man meinen, daß Smart Grid Sache der Energieversorger und Smart Home der Hersteller, Handwerker und Endanwender ist. Allerdings verbindet der Aspekt IT-Sicherheit beide Bereiche und geht jeden an von Elke Neureuther Zur Sicherheit ganz allgemein gibt es sehr unterschiedliche Aussagen und Meinungen. Subjektiv betrachtet ist das Bedürfnis nach Sicherheit überall anders ausgeprägt. Sobald Technologien zu Vernetzung führen, müssen Standards und Regelungen definiert werden, die für alle gelten, und auf die sich auch weniger technikaffine Verbraucher verlassen können. Der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) hat sich deshalb ausführlich in einem 112-seitigen Positionspapier Smart Grid Security - Energieinformationsnetze und -systeme mit der Sicherheit von Smart Grid befaßt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Betrachtung aus Informations- und Kommunikationstechnik-Sicht (IKT). Schutz der Energieversorgung Der Umbau des Energieversorgungssystems zu einem System mit dezentraler Erzeugung bringt neue Herausforderungen an die IT- Sicherheit mit, so der Verband. Alleine schon deshalb, weil Prozeßdatenverarbeitung und Bürokommunikation enger zusammenwachsen. Außerdem sind Prozeßsteuerungssysteme dezentraler Anlagen zunehmend über das Internet erreichbar und konfigurierbar. Dadurch entstehen neue Bedrohungsszenarien, die ein neues Sicherheits-Design erforderlich machen. In dem Papier werden neue Sicherheitsziele und Sicherheitsanforderungen analysiert, Angreifermodelle und Schutzmaßnahmen beschrieben sowie Tests und Testverfahren zur Sicherheitsevaluierung von Energieinformationsnetzen vorgestellt. Der Schutz des Energieversorgungssystems wird dabei unter verschiedenen Aspekten betrachtet: Datenschutz, Datensicherheit, Funktionssicherheit, Widerstandsfähigkeit gegen Störungen und Angriffe und Minimierung der Verwundbarkeit. Angriffspunkte bieten sich durch den Anschluß von Smart-Grid-Komponenten an ein öffentliches Kommunikationsnetz viele: So können beispielsweise aus einzelnen Gesamtlastprofilen von Stromkunden persönliche Informationen abgeleitet werden. Insbesondere Advanced persistent threats, die eine Kombination verschiedener Techniken zielgerichtet nutzen, um kritische Systeme zu manipulieren, stellen ein hohes Angriffsrisiko für den sicheren Betrieb des Smart Grid dar. Maßnahmen zur Sicherheit Unter den vielfältigen Schutzmaßnahmen gegen solche Angriffe (Datenschutzmaßnahmen, Maßnahmen für Informationssicherheit und Maßnahmen für IKT-Verläßlichkeit) haben einige eine herausgehobene Stellung, da sie in vielen IT-Systemen relevant sind. Zu nennen sind hier besonders verschiedene Verschlüsselungsvarianten. Auf dieser Basis werden Design-Empfehlungen für Sicherheitssysteme von Smart Grid gegeben: einerseits für bestehende, historisch gewachsene Architekturen, andererseits für den Entwurf neuer COMPUTERN IM HANDWERK 5/15 11 ds_anz_58x250+3_rz.indd :13

12 WIRTSCHAFT Bild: Michael Kellermann Graphik-Design, Schwielowsee-Caputh INTELLIGENTE STROMZÄHLER: 50 von 100 befragten Haushalten sind interessiert VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.v. Gegründet 1893 Sitz: Frankfurt/M. Mitarbeiter: Mitglieder: Rund , davon Unternehmen Architekturen. Sicherheit im Smart Grid ist absolut notwendig, und für den Nutzer darf es keine Verschlechterung in der Qualität und der Versorgungssicherheit geben. Da Smart Grid u. a. bedeutet, daß Internet-Technologien mit der Energiewirtschaft zusammenwachsen, ergeben sich hieraus für die Energiewirtschaft neue Bedrohungsszenarien aufgrund der teilweise umstrittenen Sicherheitslage einiger Internet-Technologien. Die Analysen münden in einen Katalog spezifischer Handlungsempfehlungen für Politik, Standardisierung, Energieversorger, Hersteller und Wissenschaft/Forschung zum Aufbau sicherer IKT-Infrastrukturen für die Energieversorgungssysteme und in die Forderung nach einem Gesamtkonzept für IT-Sicherheit. Smart Home: Empfehlung für Handwerker und Kunden Neben der Sicherheit der Energieversorgung spielt auch die Sicherheit beim Verbraucher eine ebenso große Rolle. Ist das Heimnetz mit allen anderen angeschlossenen Geräten nicht gesichert, haben Angreifer leichtes Spiel. Mit diesem Thema hat sich das Landeskriminalamt (LKA) Nordrhein Westfalen, Düsseldorf, in Zusammenarbeit mit der SmartHome Initiative Deutschland e.v., Berlin, beschäftigt und Handlungsempfehlungen für private Nutzer sowie gesondert und ausführlicher für Handwerker, Fachhändler und Hersteller herausgegeben. Smart Home ist auf dem Vormarsch. Die Voraussetzungen dafür, wie mobile Internet-Geräte und W-LAN, sind laut GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) in den Haushalten bereits gegeben. Laut einer Studie wurden schätzungsweise allein im vergangenen Jahr in Deutschland fast 24 Millionen Smartphones sowie 7 Millionen Tablets gekauft. Insgesamt nutzten 80% der Online-Haushalte das Internet über W-LAN. Mehr als 50% der befragten Haushalte interessierten sich für intelligente Stromzähler, 44% für automatische Heizkörpersteuerung und 30% für Licht- und Steckdosensteuerung. Eigenheim ohne fremde Besucher Das Landeskriminalamt in NRW Sachgebiet Technische Prävention, Prävention von Vermögens- u. Eigentumsdelikten, ist der Meinung, daß digitale Signale der digitalen Haustechnik durch Angriffe Dritter mitgelesen, manipuliert und damit für illegale Zwecke wie Ausspähen der Wohnungsinhaber, Sabotage und Einbruch genutzt werden können. Als Immobilienbesitzer deshalb ganz die Finger von diesem Thema zu lassen ist weniger eine Option. Der Nutzen der neuen Technologien ist dafür zu verlockend. Mit geeigneten Schutzmaßnahmen kann der Anwender Angriffen den digitalen Riegel vorschieben. Dabei sei zu beachten, daß zwar die einzelnen Komponenten der Hausautomation über Sicherheitselemente verfügen, aber dadurch kein automatisches Sicherheitskonzept entsteht. Das LKA empfiehlt, sich im Internet über bereits bekannte Sicherheitslücken zu informieren sowie die Betriebssoftware der Geräte regelmäßig zu aktualisieren. Außerdem sollen verschiedene sichere Passwörter (Kombinationen aus großen, kleinen Buchstaben, Sonderzeichen, Zahlen) verwendet und diese häufig geändert werden. Ganz wichtig ist außerdem die richtige Sicherung des WLAN. Die Handlungsempfehlung Smart Home und Connected Home kann im Internet u.a. unter de heruntergeladen werden. Tips für Profis Die Handreichung für Handwerker, Fachhändler und Hersteller ist nicht nur äußerlich wesentlich umfangreicher als die für Privatpersonen. Inhaltlich bietet sie einen Überblick über die nötigen zu beachtenden Punkte beispielweise zu Software, Hardware, Grundlagen zum Netzwerk, Installation und Planung. Außerdem wird auf die Informations-/ Aufklärungspflicht als Handwerker hingewiesen. Das LKA hält die Erstellung eines Übergabeprotokolls für ratsam, dem auch die Sicherheitsinformationen, Bedienungsanleitungen und Anweisungen beiliegen. Nach der Übergabe empfiehlt sich, wenn kein Wartungsvertrag abgeschlossen wurde, für die Übergangsphase eine Unterstützungsleistung für den Kunden. Wichtig ist aber, dem Kunden nahezulegen, daß er nach der Installation durch den Handwerker ebenso für die Sicherheit seiner digitalen Haustechnik zuständig ist. Die beiden Handlungsempfehlungen Smart Home und Connected Home können im Internet u.a. unter www. smarthome-deutschland.de heruntergeladen werden. 12 COMPUTERN IM HANDWERK 5/15

13 INTERNET Vectoring II: (Telekom-)Wunsch und Wirklichkeit Ginge es nach der Telekom, so dürfte sie künftig in den sogenannten Nahbereichen der Hauptverteiler die Vectoringtechnologie exklusiv einsetzen. Einen entsprechenden Antrag hat das ehemalige Staatsunternehmen am 23. Februar bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Der massive Protest der Branche gegen dieses Ansinnen hat viele Gründe von Wolfgang Heer Bei den Nahbereichen der Hauptverteiler handelt es sich um die Areale mit einem Radius von etwa 550 Metern rund um die ungefähr Vermittlungsstellen in Deutschland. An den dort befindlichen Kabelverzweigern darf bislang VDSL nicht eingespeist werden, um Störungen der direkt von den Hauptverteilern aus verteilten VDSL-Signale zu vermeiden. Da Vectoring sozusagen technologisch auf VDSL aufsetzt, ist auch der Vectoring-Einsatz in den grauen Kästen, die innerhalb der Nahbereiche am Straßenrand stehen, derzeit nicht möglich. Zudem kann Vectoring in einem Netzsegment nur von einem Anbieter eingesetzt werden, wenn die Technologie über Ausbau, Bild: M-net Anzeige Kredit und Beteiligungskapital ergänzen sich Herr Weber, die BayBG finanziert aktuell rund 500 bayerische Unternehmen. Ihr Produkt ist Beteiligungskapital. Das heißt doch ein Dritter, ein Investor, steigt von außen ein. Was sind da die Unterschiede zum Kredit? Weber: Beteiligungskapital ist wirtschaftliches Eigenkapital. Damit erhöht sich die Eigenkapitalquote mit den bekannten Vorteilen: Die Bonität steigt, das Rating verbessert sich und die Kreditfähigkeit erweitert sich. Der mit einer Beteiligungsfinanzierung verbundene Zufluss an Liquidität kann zur Realisierung unternehmerischer Investitionen oder Strategien eingesetzt werden. Verstehe ich das richtig? Beteiligungskapital ersetzt den Kredit? Weber: Nein, das verstehen Sie falsch. Es ersetzt nicht den Kredit, sondern erweitert und ergänzt ihn. Kredit und Beteiligungskapital haben einen unterschiedlichen Ansatz, eine andere Qualität. Bei Beteiligungskapital stehen mehr die Chancen im Vordergrund. Es ist eben Eigenkapital. Es muss nicht dinglich besichert werden. Die allgemeine Sicherheitsposition und die Bonität des Unternehmens Dr. Sonnfried Weber, Sprecher der Geschäftsführung BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft wird erhöht. Das erweitert wiederum den Kreditspielraum. Kredit und Beteiligungskapital ergänzen sich und die Umsetzung von unternehmerischen Zukunftsprojekten wird so vielfach erst machbar. Die BayBG hat also einen anderen strategischen Ansatz als Kreditinstitute? Weber: Genau. Wir gehen anders ran. Wir prüfen zwar auch das Unternehmen und dessen wirtschaftliches Umfeld. Im Fokus unserer Betrachtung steht aber das langfristige Erfolgspotenzial des Unternehmens. Sie beschreiben hier die Vorteile in schönen Worten. Wenn Beteiligungen so gut sind, warum haben denn dann nicht alle Unternehmen eine? Weber: Zunächst muss ein Unternehmen natürlich beteiligungsfähig sein und bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Andererseits besteht im deutschen Mittelstand nach wie vor eine Zurückhaltung im Hinblick auf Beteiligungsfinanzierung, die wohl vor allem von der Angst vor dem Verlust unternehmerischer Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit getragen wird. Entschuldigung, dass ich hier unterbreche. Aber das Argument scheint mir sehr wichtig. Trifft das denn zu? Weber: Stille Beteiligungen beinhalten keine gesellschaftsrechtlichen Mitspracherechte. Bei einer offenen Beteiligung gibt es die Möglichkeit einer Minderheitsbeteiligung. So behält der Unternehmer das Heft in der Hand. BayBG Partner des Mittelstands Mit ihren Beteiligungen und Venture Capital- Engagements ermöglicht die BayBG aktuell rund 500 bayerischen Unternehmen die Umsetzung ihrer Wachstums- und Innovationsvorhaben, die Regelung eines Gesellschafterwechsels oder der familienexternen Unternehmensnachfolge (MBO, MBI) sowie die Optimierung der Kapitalstruktur oder die Umsetzung von Turnaround-Projekten. COMPUTERN IM HANDWERK 5/15 13

14 INTERNET Rund 40 Mio. Haushalte in Deutschland davon 1.4 Mio. durch BUGLAS-Mitglieder direkt mit Glasfaser erschlossen Wolfgang Heer, Dipl.-Volkswirt, ist Geschäftsführer des BUGLAS das Herausrechnen des sogenannten Übersprechens für eine deutliche Erhöhung der Bandbreite der in einem Kabel befindlichen Endleitungen sorgen soll. Die Telekom möchte nun exklusiv Vectoring an den Kabelverzweigern in den Nahbereichen einsetzen und, damit dies störungsfrei möglich ist, die vom Regulierer festgelegten Zugangsmöglichkeiten der Wettbewerber zur letzten Meile an den Hauptverteilern dramatisch einschränken. In der Magenta- Kommunikation klingt das ausgesprochen positiv: Die Telekom setzt sich wie kein anderes Unternehmen für zukunftsfähige Netze ein, so ist im Blog des Incumbents zu lesen. Weitere 5,9 Millionen Haushalte [sollen] Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde nutzen können, vom weiteren Vectoring-Ausbau [der Telekom] würden auch Wettbewerber profitieren. Netzinvestitionen der Wettbewerber nicht entwerten Die Wirklichkeit dürfte deutlich anders aussehen, wenn die Bundesnetzagentur dem Telekom-Antrag stattgeben würde. In der Konsequenz könnten alternative Anbieter dann von den Hauptverteilern aus keine VDSL-Dienste mehr auf der Basis eigener Netzinfrastrukturen anbieten. Ihre Investitionen für in den Kollokationsräumen der Hauptverteiler verbaute VDSL-Technik würden komplett entwertet und zu sunk invest Letzteres als äußerst negatives Signal für Investoren und Kapitalgeber. Stattdessen müßten die Wettbewerber ein qualitativ deutlich schlechteres Bitstrom-Vorleistungsangebot der Telekom mieten, um ihre Kunden überhaupt noch versorgen zu können. Somit kann tatsächlich keine Rede davon sein, daß die Wettbewerber vom exklusiven Vectoring-Ausbau der Telekom in den Nahbereichen profitieren würden. Nur Glasfasernetze sind zukunftsfähig Ebenso falsch ist die Behauptung der Telekom, sie setze sich wie kein anderes Unternehmen für zukunftsfähige Netze ein: Anstatt tatsächlich nachhaltig und wie von ihr selbst in der Vergangenheit mehrfach versprochen in eine moderne und hochleistungsfähige Komplett-Glasfaserinfrastruktur zu investieren, versucht sie mit Übergangstechnologien wie Vectoring die letzten Bits aus der alten Kupferleitung zu quetschen. Tatsächlich und einzig zukunftsfähig sind aber nach ganz einhelliger Auffassung FttB/H-Netze (Fiber to the Building/Home), die die Glasfaser direkt und ohne Dämpfungsverluste oder shared medium-probleme bis zum Nutzer bringen. FttB/H-Netze werden in Deutschland Bundesverband Glasfaseranschluss e. V. (BUGLAS) Im BUGLAS sind Unternehmen zusammengeschlossen, die in Deutschland hochleistungsfähige Glasfasernetze mit dedizierten Bandbreiten bis in den Gigabit-Bereich errichten und betreiben. Sie haben bis Ende 2014 schon über 1,4 Millionen Haushalte direkt mit Glasfaser angeschlossen. zum allergrößten Teil von den im Bundesverband Glasfaseranschluß organisierten Stadtwerken und kommunalen Unternehmen errichtet. Telekom würde von Wholebuy profitieren Und schließlich ist es auch nicht so, daß durch den exklusiven Einsatz der Vectoring-Technologie durch die Telekom in den Nahbereichen zusätzliche 5,9 Millionen Haushalte mit schnellem Internet versorgt würden. Gerade in Städten und dichter besiedelten Regionen existieren mit FttB/H- und TV-Breitbandkabelnetzen bereits vielfach wirkliche High Speed-Infrastrukturen. Dort nun das alte kupferbasierte Netz weiter auszubauen und damit eine dritte, weniger leistungsfähige Netzinfrastruktur errichten zu wollen, ist auch deshalb nicht notwendig, weil zumindest die FttB/H-Carrier seit Jahren Open Access in Form eines Layer 2 Bitstrom-Vorleistungsproduktes auf ihren Netzen anbieten. Über diese hochleistungsfähige und skalierbare Vorleistung mit dedizierten Bandbreiten könnte die Telekom ihren Kunden ihr Triple Play-Angebot mit Sprache, Internet und Fernsehen in exzellenter Qualität anbieten. Mit Wholebuy könnte die Telekom auch der absehbaren Entwicklung Rechnung tragen, daß im alten Kupfernetz auch beim Einsatz von Vectoring die Grenzen bald erreicht sein werden. Die künftig notwendigen Kapazitäten stehen ausschließlich in FttB/H-Netzen zur Verfügung. Investitionsversprechen nicht an Bedingungen knüpfen Die von der Telekom versprochenen Investitionen für den Vectoring-Einsatz in den Nahbereichen der Hauptverteiler sind also nicht nur ökonomisch unsinnig. Und sie dienen auch nicht, wie behauptet, einem möglichst flächendeckenden Breitbandausbau in Deutschland. Denn dann würden diese Investitionsmittel dort eingesetzt, wo sie dringend notwendig wären: In den stark unterversorgten Gebieten, zu denen die HVt-Nahbereiche definitiv nicht zählen. Tatsächlich geht es dem Incumbent um kurzfristige Marktanteilsgewinne und darum, sich der Vorgaben der Regulierung, der sie als marktmächtiges Unternehmen unterliegt, zu entledigen. Aus ordnungspolitischer Sicht ist auch die von der Telekom mit ihrem Antrag vorgenommene Verknüpfung von im Falle der Nichterfüllung nicht sanktionierter Investitionsversprechen mit exklusiven Ausbaurechten mehr als problematisch. Schlußendlich konterkariert der Telekom-Antrag auch den gemeinsamen Industriekonsens der von Bundesminister Dobrindt initiierten Netzallianz Digitales Deutschland. 14 COMPUTERN IM HANDWERK 5/15

15 SERIE SCHNELLE NETZE NFON Cloud-Telefonanlage Anstelle einer Telefonanlage braucht man bei NFON nur einen Internetanschluß. Alles andere erledigt die Cloud-Telefonanlage virtuell mit Hilfe von hochsicheren Rechenzentren und der VoIP-Technologie. So lassen sich auch mehrere Standorte und Smartphones virtuell verbinden... von Peter Pernsteiner Bislang benötigte man zur Firmenkommunikation eine Telefonanlage, die aus mehreren Systemracks bestehen konnte. Die NFON AG aus München macht dies überflüssig und bildet Telefonanlagen als zentrale Software über die Cloud ab. Hierzu betreibt das 2007 gegründete Unternehmen vollredundante Hochleistungs- Rechenzentren in Deutschland. Beim Kunden sind nur Voice over IP-Telefone und/oder andere VoIP-Komponenten sowie ein guter Internetanschluß erforderlich. Für ein Homeoffice reicht sogar ein Smartphone oder ein PC mit Headset. Die genutzte Technologie nennt sich Hosted PBX oder IP-Centrex. Die NFON Cloud-Telefonanlage läßt sich flexibel nutzen und ermöglicht den flexiblen Einsatz der Rufnummern aller Standorte, wie z.b. die Signalisierung der Büronummer bei Smartphone-Nutzung. Auch eine standortübergreifende Gruppenbildung und Anrufverteilung (ACD, Automatic Call Distribution) ist möglich. Telefonanlage wächst mit auch bei neuen Filialen Zur Anbindung der Standorte benötigt man lediglich einen Breitbandanschluß mit Router. Dank inzwischen üblicher VoIP-Priorisierung in DSL-Routern lassen sich auch vorhandene Breitbandanschlüsse nutzen. NFON empfiehlt SDSL mit symmetrischer Datenrate und bietet Anschlüsse mit 5,7 bis 22,8 Mbit/s für 99 bis 399 Euro pro Monat inklusive Router (zzgl. MwSt.) plus monatliches Entgelt von 8,80 Euro pro Cloud-Nebenstelle mit bis zu drei Endgeräten. Die NFON-interne Telefonie ist kostenlos ansonsten werden je Minute beispielsweise 1,1 Cent für Festnetztelefonate berechnet. Bei höherem Gesprächsaufkommen kann sich eine Flatrate lohnen z.b. ins Festnetz kostet sie pro Nebenstelle 4,90 Euro monatlich, und es gibt auch Mobilfunk-Flats. Von den Grundlegenden Funktionen bis hin zu Gesprächsverschlüsselung Enthalten sind 150 Komfort-Telefonsystemfunktionen, die sich kleine und große Unternehmen wünschen, wie ein zeitgesteuertes Anrufrouting für die Nebenstellen und ein Voic -System für bis zu 100 Nachrichten pro Nebenstelle. Auch Warteschlangen und eine Telefonvermittlung mit Spracherkennung lassen sich konfigurieren. Zudem sind Anrufergruppen definierbar und Telefonkonferenzen möglich und natürlich bietet NFON ein elektronisches Adreßbuch sowie eine transparente Monatsabrechnung für jede Nebenstelle. Auch virtuelle Faxanschlüsse sind realisierbar, die individuelle Konfiguration von Vermittlungsarbeitsplätzen ist ebenso gegen Aufpreis möglich. Bei Bedarf gibt es für einen Euro pro Monat und Nebenstelle eine Gesprächsverschlüsselung. Auch die Sprachaufzeichnung zur Dokumentation von Bestellungen und Beratungen ist möglich. Bald können auch ISDN-Anlagen integriert werden Die Cloud-Telefonanlage von NFON unterstützt verschiedenste Endgeräte. So lassen sich IP-Systemtelefone und DECT-Systeme von Mitel, Panasonic, Snom, Unify, Polycom, Spectralink und Yealink direkt anschließen. Mittels VoIP-Adapter von Cisco sind Analogtelefone und Faxgeräte einsetzbar. Außerdem lassen sich iphones sowie Smartphones mit Android, Blackberry und Symbian via WLAN einbinden (inklusive Handover in Mobilfunknetze). Demnächst kommt der Ntrunk-Adapter zur NFON-Cloud-Integration vorhandener ISDN-Anlagen. Für Unternehmen mit 100 Nebenstellen errechnet NFON in fünf Jahren ein Einsparpotential von über Euro. Statt Euro für die komplette Telefonanlage seien für eine NFON-Cloud-Lösung nur Euro fällig. Die jährlichen Betriebskosten nebst Strom, Wartung und Anschlußtechnik sinken gemäß dieser Rechnung von auf nur mehr Euro. Im Tarif NFON Business kann man sogar fast ohne Investitionen starten, denn das Softphone für Windows-PCs und die Smartphone-App sind bereits im Nebenstellenpreis enthalten. NFON ist ein reizvolles Konzept, das sich durchaus rechnen kann. Dies dürfte auch der Grund sein, daß NFON bereits mehr als Kunden aus vielen Branchen und Betriebsgrößen bis hin zu DAX- Konzernen vorzuweisen hat. COMPUTERN IM HANDWERK 5/15 15

16 INTERNET SCHNELLE NETZE Weitere Gemeinden mit Breitband erschließen Seit Mitte letzten Jahres gelten in Bayern die überarbeiteten Förderrichtlinien für den Breitbandausbau. Durch die neuen Regelungen wurden die Fördersätze angehoben, einen zusätzlichen Bonus von Euro gibt es bei interkommunaler Zusammenarbeit. Neuerdings steht unseren Kommunen ein Fördervolumen von 1,5 Milliarden Euro zu Verfügung, so Bayerns Finanzminister Dr. Markus Söder. Von den neuen Fördersummen profitiere insbesondere der ländliche Raum von Elke Neureuther Fotolia Paylessimages - Bild: M-net Bernhard Walter, erster Bürgermeister von Altenmünster Bild: Foto Zolleis In den Regierungsbezirk Schwaben fließen dabei insgesamt 2,9 Millionen Euro Förderung. Die Fördermittel sind aber noch nicht bis zum möglichen Höchstbetrag ausgeschöpft. Erschließen Sie weitere Gemeindegebiete und profitieren Sie so von weiteren Fördermitteln, appellierte Söder an die Kommunalvertreter. Eine der im Breitbandausbau schon aktiven Gemeinden ist Altenmünster. Bereits 2013 wurden vier Ortsteile im Rahmen des 1. Bayerischen Förderprogramms ausgebaut. Dabei wurden Meter Glasfaserkabel verlegt und 5 Kabelverzweiger erschlossen. Aktuell wird in Kooperation mit dem Telekommunikationsanbieter M-net aus München Breitband im Hauptort unter Förderung des neuen Förderprogramms ausgebaut. Die Fertigstellung soll noch in diesem Jahr erfolgen. Im Zuge des Ausbaus werden außerdem vier Neubau- und Gewerbegebiete mit FTTB/H erschlossen. Von dieser Ausbauphase können dann weitere 767 Privat- und Gewerbehaushalte durch schnelle Internetverbindungen via Glasfaser profitieren. Bernhard Walter, erster Bürgermeister in Altenmünster, hat uns die Besonderheiten des Ausbaus und das Vorgehen der Gemeinde erläutert: Welche Internetgeschwindigkeiten standen vor dem Breitbandausbau in Altenmünster zur Verfügung? Nachdem die Gemeinde aus 9 Ortsteilen besteht, die verteilt auf einem Gebiet von 41,2 km² teilweise bis zu 4 km von dem 2 versorgenden HVT in Altenmünster und Villenbach entfernt liegen, war die Versorgung sehr unterschiedlich, zwischen 384 Kbit und 16 MBit. Besonders in Baiershofen, Neumünster und Zusamzell waren die Klagen über die niedrigen Übertragungsraten sehr groß. Ein Unternehmer der Softwarebranche stand kurz davor, sich andernorts ein Büro anzumieten. Wie sind die einzelnen Ortsteile im Gemeindegebiet verteilt und welche Auswirkungen hatte das für den Ausbau? Der westliche Ortsteil Baiershofen und die 3 südlichen Ortsteile Neumünster, Unterschöneberg und Violau hatten die schlechteste Versorgung und wurden zusammengefaßt zum Los1. Dann folgten die beiden nördlichen Ortsteile Hegnenbach und Zusamzell, die vom HVT Villenbach aus versorgt werden, mit Los 2 und schließlich die drei zentral näher als 2 km beim HVT Altenmünster gelegenen Orte Altenmünster, Eppishofen und Hennhofen mit Los 3. Wer hat die Initiative für den Ausbau übernommen? Die Initiative übernahmen wir als Gemeinde sofort, als das erste Förderprogramm vom Freistaat Bayern aufgelegt wurde. Welche Schritte mußten für den Ausbau durchlaufen werden? Für das Los 1 mußten wir die im 1. Förderprogramm festgelegten Schritte von der Bedarfsabfrage über Ausschreibung bis zur Auftragsvergabe absolvieren. Los 2 wurde ohne Förderung abgewickelt, nachdem 16 COMPUTERN IM HANDWERK 5/15

17 wir aufgrund zufälligen Zusammenhangs mit einem LTE-Ausbau ein Angebot erhielten. Für Los 3 haben wir noch alle geforderten 19 Schritte absolviert, weil wir noch vor den vom Bayerischen Finanzministerium durchgesetzten Vereinfachungen schon kurz vor dem Erhalt des Zuwendungsbescheides standen. Wie finanziert sich der Ausbau? Hat die Gemeinde Förderungen erhalten? Beim Los 1 erhielten wir eine Förderung von und trugen selbst, Los 2 kostete die Gemeinde ohne Förderung, und beim Los 3 erhalten wir im aktuellen Förderprogramm bei einem Eigenanteil von Insgesamt beträgt die Förderung des Freistaates Bayern also und der Eigenanteil der Gemeinde Hilfreich wäre, wenn die nicht in Anspruch genommenen Fördermittel des Bayerischen Förderprogrammes jetzt für den Ausbau bis zu den Gebäuden (FTTB)beansprucht werden könnten. Haben Sie Beratung von Ministerien oder anderen Stellen erhalten? Beraten wurden wir beim Los 1 und beim Los 3 von der Breitbandberatung Bayern und beim Los 3 zusätzlich vom Breitbandzentrum Bayern und haben damit gute Erfahrungen gemacht. Auch die Zusammenarbeit mit der Regierung von Schwaben hat hervorragend geklappt. Mit welchen Partner realisieren Sie den Ausbau und wie haben sie diese gefunden? Bei Los 1 und 3 führte die Ausschreibung zu dem Ergebnis, daß der Auftrag an die Fa. Miecom aus Binswangen vergeben wurde. Beim Los 2 erfolgte die Vergabe an die Telekom. Welche Technologien werden für den Ausbau verwendet? Beim bisherigen Ausbau in den 3 Losen wurden die KVZ an Glasfaser angebunden (FTTC). Parallel dazu sind wir seit einigen Jahren im Begriff, bei allen Erschließungen Speedpipes an die Grundstücke zu legen, sodaß auch der Ausbau bis zum Gebäude voranschreitet (FTTB). So sind in allen Gewerbegebieten sowie den ersten Wohnbaugebieten Brunnwiesfeld III, Brühl, Baiershofen und allen zukünftigen, wie Neumünster/Meierfeld II, Eppishofen/Stuhlenberg II und Brunnwiesfeld IV alle Bandbreiten möglich (FTTB). Dafür haben wir bisher weitere aufgewendet. In der Ortsmitte haben Sie eine Verbindung zwischen Nahwärmeversorgung und Glasfaseranschluß angeboten. Die Idee war, daß die Steuerung der Nahwärme nicht mit einer Kupferleitung sondern mit Glasfaser erfolgt und dadurch die Anschließer ebenfalls schon Glasfaserleitungen ins Haus bekommen. Die Leerrohre liegen, müssen aber noch mit Technik ausgestattet werden. Wie haben die Bürger auf die nötigen Baumaßnahmen zur Verlegung der Glasfaserkabel reagiert? Die Behinderungen haben sich in Grenzen gehalten und die Bürger waren aufgeklärt, daß es sich um eine für die Zukunft wichtige Infrastrukturmaßnahme handelt. So gab es kaum Klagen. In den unterversorgten Gebieten war eher Ungeduld vorherrschend, und es häuften sich die Fragen nach dem Fertigstellungstermin. mehr als 19 von 100 Gemeinde- und Stadträten sind aus dem Handwerk Mit Hilfe dieser Spülbohranlage wurden die Leerrohre für die Glasfaserkabel durch die Firma miecom zu 90% innerorts grabenlos verlegt Bild: M-net Welcher Zeitplan ist bis zum Abschluß des Breitbandausbaus vorgesehen und welche Bandbreiten stehen dann zur Verfügung? Wir planen, den Ausbau bis zum KVZ im Frühjahr abzuschließen. Dann können zu einem hohen Prozentsatz in allen 9 Orten der Gemeinde Bandbreiten zwischen 30 und 50 MBit genutzt werden. Vier Ortsteile sind ja bereits vollständig erschlossen. Werden die neuen Anschlüsse dort von den Gewerbetreibenden und Bürgern angenommen und genutzt? 6 von 9 Ortsteilen sind seit 2013 bis zum KVZ erschlossen. Die Möglichkeiten werden in zunehmendem Maße genutzt und die Rückmeldungen der Angeschlossenen sind sehr positiv. COMPUTERN IM HANDWERK 5/15 17

18 INTERNET SERIE: SCHNELLE NETZE Telekom: Bald ohne ISDN? Teil 2 Den Umstieg von der klassischen Analog- und ISDN-Telefonie auf die IP-Technologie forciert die Telekom derzeit unter anderem mit einem Hybrid-Router. Dieser neue Datenturbo soll die Übertragungsrate von normalen DSL-Zugängen mit Hilfe der LTE-Mobilfunktechnik verdoppeln können von Peter Pernsteiner Der neue Turbo-Router hat ein LTE-Modem, Gigabit-WLAN, einen USB-Port, zwei a/b-ports (oder alternativ mittels Adapter einen S0-Bus) und eine DECT- Basisstation für vier Mobilteile. Hersteller und Modell Preis inkl. MwSt. Technische Daten: Internet Speedport Hybrid Bei der Deutschen Telekom scheint die Ära der klassischen Telefonanschlüsse endgültig zu Ende zu gehen. Zum Jahreswechsel waren bereits 5,8 Millionen Kunden auf die Telefonie via IP umgestellt, und bis 2018 soll das ganze Netz umgestellt sein. Zur Beschleunigung der Akzeptanz und auch der Zugangs-Datenraten ließ sich das Unternehmen jetzt einen interessanten Datenturbo einfallen, der seit März vermarktet wird. Er besteht aus dem kompakten Router Speedport Hybrid und maßgeschneiderten Tarifen mit dem schwungvollen Namen MagentaZuhause Hybrid. Die neuen Tarife fürs Heim und für kleine Unternehmen haben als Grundidee, daß der Kunde parallel zur gebuchten DSL-Übertragungsgeschwindigkeit noch einmal in etwa diese Datenrate auf Basis von LTE hinzubekommt quasi als Turbo-Gang und ohne zusätzliche Kosten für LTE. Allerdings steht das LTE-Netz nicht für den mobilen Einsatz zur Verfügung, sondern nur als Daten-Turbo. Je nach Tarif MagentaZuhause Hybrid S, M oder L sind in Summe im Download (bzw. Upload) maximal zweimal 16 MBit/s (bzw. 2 x 2,4 MBit/s), zweimal 50 MBit/s (bzw. 2 x 10 MBit/s) oder zweimal 100 MBit/s (bzw. 2 x 40 Mbit/s) am Heimrouter verfügbar. Die Tarife liegen Brutto zwischen 29,95 und 39,95 (nach 12 bzw. 24 Monaten plus 5 ). Alle drei Tarife beinhalten bereits eine Internet-Flatrate, eine Sprach-Festnetz-Flatrate in HD-Voice-Qualität und in Analogie zu ISDN drei Rufnummern und zwei Leitungen für parallele Gespräche. Hinzu kommen unter anderem ein -Postfach mit 1 GB nebst Spam- und Virenschutz, 25 GB Online- Speicher, die HomeTalk App zur einfachen WLAN- Telefonie per Smartphone, die SprachBox Pro App und die WLAN To Go-Berechtigung. Die Sprach- Box Pro App ermöglicht unterwegs eine kostenlose und-zubehoer/wlan-und-router/speedport-hybrid Geräteart Internet-Router für ADSL/VDSL bis 100 MBit/s komb. mit LTE-Router (800/1800/2600 MHz) und integr. DECT-Basisstation Abmessungen Max. Zug.-rate Anschlüsse Leist.-aufnahme 399, oder 9,95 Miete/Monat 288 x 158 x 78 mm (BxHxT) 2 x 100 bzw. 40 MBit/s (Down- bzw. Upload) DSL, SIM-Steckplatz, 2 x externe LTE- Antenne, 4 x LAN, 2 x TAE-U (für analoge Endgeräte), WLAN (2,4 und 5 GHz), 1 x USB 2.0 (Hub- und NAS-fähig) 7 Watt/Ruhezustand, 11 Watt/Volllast Benachrichtigung und Abfrage von Anrufen und Faxen. Mit WLAN To Go nutzt man kostenlos die WLAN-Hotspots der Telekom und weltweit mehr als 14,5 Mio. Hotspots des Partnerunternehmens Fon. Im Gegenzug stellt man die aktuell nicht genutzte Internetbandbreite mit Hilfe seines Routers kostenlos als Hotspot zur Verfügung. Laut Telekom arbeitet dieser Hotspot völlig unabhängig vom eigenen Internetzugang. Der kompakt gebaute Speedport Hybrid Router hat für Netzwerkkomponenten vier Gigabit- Ethernet-Ports sowie WLAN mit 2,4 und 5 GHz. Der USB-Port kann zum Beispiel für ein NAS- System, einen Netzwerkdrucker oder einen USB- Hub genutzt werden. Zudem arbeitet der Router mit integrierter DECT-Basisstation (kompatibel zum DECT-Protokoll CAT-iq 2.0) wie eine kleine Telefonanlage. Die beiden an TAE-Buchsen ansteckbaren Analog-Endgeräte (Telefone, Fax etc.) sowie bis zu fünf DECT-Schnurlostelefone können individuell den Rufnummern des Telefonanschlußes zugewiesen werden. Als preiswertes komfortables DECT CAT-iq 2.0-fähiges Schnurlostelefon bietet Telekom für nur 39,99 Euro das Speedphone 10 mit 2-Zoll-Farbdisplay, beleuchteten Tasten, Freisprechlautsprecher und HD-Voice-Sprachqualität. Fünf der sieben Speedport-Nebenstellen sind zeitgleich für Gespräche nutzbar, also beispielsweise für zwei Interngespräche und eine Externverbindung. Wer am Speedport Hybrid Router für die Telefonie auch noch eine alte kleine ISDN-Telefonanlage oder ISDN-Komfort-Tischtelefone nutzen möchte, kann seit kurzem für 69,99 den Speedport ISDN- Adapter mit zwei S0-Ports erwerben und an eine der vier RJ-45-Netzwerkbuchsen anschließen. Etwas schade ist allerdings, daß man zwar die Rufnummern individuell den Endgeräten oder der Anlage am ISDN-Adapter zuweisen kann, aber leider nicht mit den Analog- und DECT-Telefonen des Speedport Hybrid-Routers intern telefonieren kann. in Teil 3 stellen wir Ihnen den seit 18. Mai verfügbaren neuen Geschäftskundentarif Magenta Eins Business vor, bei dem Festnetz und Mobilfunk miteinander kombiniert werden 18 COMPUTERN IM HANDWERK 5/15

19 Anzeige Fotolia/Gajus Mit M-net auch weiterhin komfortabel über ISDN telefonieren Um eine reibungslose Geschäftskommunikation zu garantieren, hat sich der ISDN- Anschluss in vielen Unternehmen etabliert. Doch die Ära dieser klassischen Festnetz- Lösung neigt sich allmählich dem Ende zu. So haben erste Anbieter bereits damit begonnen, die ISDN-Anschlüsse ihrer Kunden auf reine Voice-over-IP-Anschlüsse umzustellen. Doch nicht für alle ist der sofortige Umstieg auf die Internet-Telefonie wirtschaftlich sinnvoll. Für Unternehmen, die wie gewohnt über ihre ISDN-Anlage telefonieren möchten, bietet der regionale Telekommunikationsanbieter M-net daher auch weiterhin seine leistungsfähige ISDN-Anschlusstechnologie an, wie der Leiter der M-net in Bayern Niederlassung Schwaben Ingolstadt bekannt gibt. Christian Smetana, M-net Niederlassungsleiter Schwaben Ingolstadt Herr Smetana, bis wann planen Sie, Geschäftskunden ISDN anzubieten? Bis wann werden bestehende ISDN-Anschlüsse aufrechterhalten? ISDN ist für viele unserer Kunden nach wie vor die wesentliche Zugangstechnologie für den Sprachdienst. Dementsprechend hält auch M-net an ISDN fest. Dabei sind wir jedoch wie bei anderen Technologien auch von der Technologieunterstützung unserer Vorleistungserbringer abhängig, um z.b. sicherheitsrelevante Updates zu erhalten. Unsere Zulieferer haben uns indes zugesichert, ISDN bis mindestens 2020 zu unterstützen. Überdies sind wir bestrebt, diesen Support auch über 2020 hinaus Kontakt unter: M-net Telekommunikations GmbH Niederl. Augsburg Curt-Frenzel-Str Augsburg Kostenlose Info-Line für Geschäftskunden: in Anspruch nehmen zu können, um unseren Kunden so lange als möglich die bewährte ISDN-Technologie anbieten zu können. Die Vermarktung unserer ISDN-Anschlusstechnologien an Neukunden richtet sich ebenso an der Systemunterstützung der Lieferanten aus und wird die Wünsche unserer Kunden an die Vertragslaufzeit berücksichtigen. M-net vermarktet das Produkt ISDN für die kom- menden Jahre wie gewohnt weiter und bietet seinen Kunden während dieser Zeit selbstverständlich vollumfänglichen Support an. Stellen Sie Ihren Kunden bei Bedarf auch einen Sprachdienst auf VoIP-Basis zur Verfügung? Ja! Unsere Kunden können zwischen ISDNund SIP-Trunk-Anschlüssen frei wählen. Mit M-net Premium SIP-Trunk kann der Kunde seine SIP-Telefonanlage an die M-net Sprachplattform anschließen. Der SIP-Trunk- Anschluss ist grundsätzlich vergleichbar mit einem ISDN-Anlagenanschluss. Jedoch werden die einzelnen Sprachpakete mittels Internet-Protokoll transportiert. Welche Gesamtangebote und Dienste planen Sie in Zukunft für Geschäftskunden? Im Bereich der Sprachdienste wollen wir unseren Kunden eine breite Auswahl entsprechend ihren Anforderungen anbieten. Neben den bereits verfügbaren Diensten ISDN und SIPTrunk prüft M-net ebenso die Einführung einer virtuellen IP-Telefonanlage (Cloud PBX). Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden verschiedenste Internetzugangstechnologien (z.b. ADSL, SDSL, Standleitungen) und Vernetzungsdienstleistungen (z.b. physische Standortvernetzung, MPLS- IP-VPN) auf der Basis einer Glasfaser- und Kupferinfrastruktur an. Abgerundet wird das Geschäftskunden-Portfolio von M-net durch ein Mobilfunkangebot und durch das Angebot von Rechenzentren für die Infrastruktur unserer Kunden. Ja, was ISDN da los? Bei M-net in Bayern dürfen Sie Ihr ISDN behalten mindestens bis ab 19, 1 mtl. netto Niederlassung München Emmy-Noether-Straße München Tel.: m-net.de/isdn 90 1) Einmaliger Einrichtungspreis bei 12 Monaten 39,90, bei 24 Monaten 0

20 SPECIAL CEBIT 2015: Die CeBIT 2015 im Zeichen von d!conomy Prof. Dr. Klaus Kruczynski, Leipzig Nach Shareconomy und Datability in den beiden Vorjahren gab es mit d!conomy ein neues vielversprechendes Leitthema auf der diesjährigen CeBIT. Oliver Frese, CeBIT-Vorstand der Deutschen Messe AG, will mit diesem Begriff fokussiert hervorheben, daß die Digitalisierung zu einer rasanten Veränderung von Wirtschaft und Gesellschaft führen wird. Mit d!conomy werden drei Themenfelder angesprochen: Zum einen verändern IT und Digitalisierung bestehende Geschäftsmodelle. Zum zweiten entstehen ganz neue Geschäftsmodelle. Und drittens sorgen sie dafür, daß ganze Branchen umgewälzt werden. Die Wirkung dieser Themenfelder auf ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning), Industrie 4.0 und BI (Business Intelligence) habe ich vor allem anhand von Vorträgen mitten im Messegeschehen untersucht. Es gehört zu den Vorzügen der CeBIT, daß man nicht die kostenintensiven Veranstaltungen im Rahmen der Global Conferences besuchen muß, sondern daß in den Ausstellungshallen erstklassig besetzte Foren angeboten werden, an denen man je nach Interessenlage teilnehmen kann.im Mittelpunkt meines Messetages standen nach Erkundungen zur neuen SAP-Offerte und einem Besuch bei Scheer Management Vorträge in den folgenden Foren: ERP-Forum in Halle 5, organisiert von der Trovarit AG, Industrial Users Forum in Halle 12 unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, BI/Big Data-Forum in Halle 5, organisiert vom Business Application Research Center (BARC). Die Vorträge und Diskussionsrunden in den Foren waren durchdrungen von speziellen Aspekten der Digitalisierung und hatten den besonderen Reiz in Synergieeffekten und wechselseitigen Abhängigkeiten. SAP peilt mit S/4HANA die Zukunft an SAP S/4HANA ist die Business Suite der nächsten Generation, mit der die digitale Transformation im ERP-Bereich überzeugend gemeistert werden soll. Die Zukunft hat schon begonnen, denn Simple Finance, SAPs neue Finanz-Lösung, ist bereits im Einsatz, und die All for One Steeb AG ist bereit, mittelständische Kunden auf den Einsatz von S/4HANA vorzubereiten. Ausgehend von SAP R/3 ist S/4HANA eine doppelte Steigerung: vom R wie Realtime auf S wie Simplicity und von 3 als Kennziffer für die dritte Produktgeneration auf die 4 als neues Generationsmerkmal. Simple ist omnipräsent in der SAP- Exposition. An der Wand einer Messegaststätte im SAP-Hallenbereich erklärt ein weiser Satz des rumänisch-französischen Bildhauers Constantin Brâncuși programmatisch die neue SAP-Strategie: Simplicity is complexity resolved (Einfach- heit ist aufgelöste Komplexität). Steve Jobs, Mitbegründer von Apple, handelte nach dieser Aussage und war äußerst erfolgreich damit zweifellos ein gutes Omen für SAP. Gilt HANA, die leistungsfähige In-Memory-Technologie der SAP, als gesetzt, ergeben sich weitere Performance-Potentiale in der Tat durch kluge Vereinfachung: Das zentrale Repository wird nicht mehr relational dominiert sein, sondern wird auf eine spaltenorientierte Datenbank hin optimiert. Das bisherige Datenmodell wird signifikant verschlankt. Nach Angaben von Sven Denecken, Global Vice President von SAP, hatte das Datenvolumen eines SAP-Systems für ein Unternehmen mit Mitarbeitern eine Größe von 7 Terabyte, jetzt kann man von 0,7 TB ausgehen. S/4HANA kann in einer Cloud-Umgebung oder im eigenen Rechenzentrum (On-Premise) eingesetzt werden und führt dazu, die Gesamtbetriebskosten durch die Vereinfachung der Systemlandschaft zu senken. Eindrücke vom ERP-Forum Der in Kooperation mit der Trovarit AG organisierte ERP-Park öffnete in Halle 5 wiederum seine Pforten. Zum Messeangebot gehörten 20 attraktive Guided Tours durch ausgewählte Zonen der ERP/CRM-Landschaft sowie 50 Vorträge und Podiumsdiskussionen. Dafür bot das ERP-Forum 30 bewußt angereisten oder spontan entschlossenen Hörern Plätze mit guten akustischen und visuellen Bedingungen. Der Business Guide CRM&ERP zur CeBIT 2015 war sowohl ein guter Ratgeber für direkt an ihren Ständen zu besuchende Lösungsanbieter, als auch ein hilfreiches Nachschlagewerk bei der Aufarbeitung des aktuellen CeBIT-Wissens, das ERP/CRM sowohl mit Industrie 4.0 als auch mit Business Intelligence zunehmend verbindet. Auf den Seiten 18ff des Business Guide werden Ergebnisse der Studie ERP in der Praxis Anwenderzufriedenheit, Nutzen & Perspektiven 2014/2015 der Trovarit AG vermittelt. Diese Studie wendet sich vor allem an mittelständische ERP-Anwender. Sie werden sich in diesem Jahr besonders damit beschäftigen müssen, ob ihre eingesetzte ERP-Lösung noch den deutlich spürbaren Veränderungen des Marktes und den Herausforderungen der digitalen Transformation entspricht. Denn es gilt als sicher, daß ERP-Systeme auch in Zukunft im Zentrum der Unternehmens-IT stehen werden. Die beiden führenden Nutzenkategorien sind eine hervorragende Bestätigung der von der SAP gestarteten, auf Einfachheit setzenden S/4HANA-Offensive. Von den im ERP-Forum am vierten Messetag behandelten Themen sei an dieser Stelle auf den zukunftsweisenden Vortrag ERP 4.0 ERP im Kontext der vierten industriellen Revolution von Dennis Schiemann 20 COMPUTERN IM HANDWERK 5/15

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