Der Markt der Informationstechnologie. Daten, Fakten, Trends.

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1 Der Markt der Informationstechnologie Daten, Fakten, Trends

2 Inhalt ITK-Trends S 1 Computermarkt S 6 Software, Services, Systeme S 10 Business-Lösungen S 14 Telekommunikation S 17 Festnetz-Kommunikation S 19 Mobil-Kommunikation S 24 Handys & Handhelds S 28 Nutzung von ITK-Technologien S 31 Werbemarkt S 38 Kommunikation S 42 Anhang S 48 IT ist allgegenwärtig Systemgrenzen werden gesprengt ITK-Branche europaweit im Aufwind Software und Services machen drei Viertel des ITK-Marktes aus In der deutschen ITK-Branche herrscht Zuversicht Jobabbau wurde gestoppt High Tech-Standort Deutschland wird abgebaut PC-Weltmarkt auf Rekordniveau Markenware ist wieder gefragt Business-Markt wächst überproportional Notebook-Boom geht weiter Auch Server-Verkäufe zogen wieder an Chip-Branche auf kurzfristigem Höhenfl ug Gute Aussichten für Software-Anbieter Fusions-Karussell dreht sich SAP ist nicht zu bremsen Markt für IT-Security wächst am meisten IT-Dienstleistungen werden stärker nachgefragt Erhöhte Investitionsneigung im Mittelstand Kostensenkung, Prozessoptimierung, Konsolidierung Trend zum Outsourcing Steigende Anforderungen an Software und Systeme Im Markt der Telekommunikation hat sich die Dynamik verstärkt Deutsche Telekom beherrscht die Hälfte des Telefonmarktes Festnetz-Umsätze schrumpfen Carrier bündeln Dienste DSL-Boom geht weiter Internet-Zugangstechnologien treten in Konkurrenz Privatkunden entdecken die Internet-Telefonie Mobiltelefonie auf hohem Niveau Netzbetreiber wachsen weiter Streben nach mehr Effi zienz Datenversand über das Handy nimmt rasant zu UMTS wird zur Realität Firmengeschäft wird forciert Handyverkäufe bleiben auf Rekordniveau Asiatische Hersteller greifen an Erneuerungsprozess hält an Erfolgreiche Mixtur aus Handy und Organizer In deutschen Haushalten schreitet die Technisierung fort Internet als Lebensbegleiter Digitale Spaltung der Bevölkerung Ein Handy gehört heute dazu Fortschreitende Firmenvernetzung Stabiler werblicher Aufwärtstrend Schlussspurt zum Jahresende Hardselling rund um den PC Telefonnetzbetreiber als Big Spender Großanbieter setzen auf das Medium TV Innovative Kernzielgruppe Moderne Bildungselite liest Nachrichtenmagazine Viel-Telefonierer mit intensivem Printmedienkonsum Entscheidermedien im Business-Geschäft Communication Networks 8.0 Übersicht Markt-Media-Studien Verbände und Institutionen der Branche Quickfi nder Download sowie Branchen-Infos und Werbeinvestitionen unter

3 Vorwort Mobilität und Multimedia Die Breitband-Technologie ist überall sie greift immer mehr in den Alltag und die Berufswelt ein und ermöglicht den Informationsaustausch in einer neuen Dimension noch schneller, noch stabiler und noch bunter. Und das nicht nur im Festnetzbereich: auch für Mobiltelefone Stichwort UMTS und über das Kabelnetz setzt sich Breitband durch. Beispiel Smartphones: Ein Computer im Westenta schenformat, mit dem man auch telefonieren kann oder ein Telefon mit Internet-Zugang? Die Grenzen zwischen den Produkten verschwimmen. All dies wäre nicht denkbar ohne die Weiterentwicklungen aus der IT-Branche. Immer kleinere und leistungsfähigere Prozessoren und Speicherchips stehen zur Verfügung. Sie machen aus jedem Gerät einen Mini-Computer. Laptops profitieren davon besonders: Sie sind besser ausge stattet denn je, werden kleiner und leichter und erfül len damit den Wunsch des Users immer und überall z.b. auf seine Fir mendaten zugreifen zu können, s zu verschicken, Bilder anzusehen, Musik downzuloaden, an Versteigerun gen teilzunehmen... Die fortschreitende Digitalisierung bringt zudem multifunktionale, vernetzte Geräte hervor: Media-PCs und -Laptops, Internetfähiges TV und Handhelds bis hin zum vollkommen vernetzten Haushalt der Zukunft. Informationstechnologie spielt damit heute in allen Le bens bereichen eine wichtige Rolle. Innerhalb der IT-Branche sind Software und IT-Services das stärkste Segment die neuen Technologien benötigen entsprechende Programme. Zudem sind immer mehr Geräte durch Angriffe von Viren, Würmern und Co. gefährdet. Selbst Handys sind heute das Ziel von Hackern und Datendieben. IT-Sicherheit gewinnt dadurch eine im mer größere Bedeutung nicht mehr nur für den Computer. Kurzum: Der ITK-Markt wird immer vielfältiger und komplexer. Für die Werbungtreibenden und Agenturen stellen sich natürlich zusätzlich noch die Fragen: In welchen Segmenten sitzen die Big Spender der Branche? Wo wird besonders intensiv geworben? Wie erreicht Werbung die Entscheider? Mit der vorliegenden Marktanalyse bietet der FOCUS Magazin Verlag einen Überblick und detaillierte Einblicke zu den wichtigsten Trends und Marktdaten der Branche. Neuauflage, April 2005

4 ITK-Trends IT ist allgegenwärtig Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung sind Computertechnologien in alle Lebensbereiche eingedrungen. Die Miniaturisierung und Verbilligung von Prozessor- und Speicherleis tung hat es ermöglicht, kleinste Chips prak tisch überall zu integrieren. Soft ware und Elek tronikkomponenten be gleiten uns unsichtbar. 80% der deutschen Exporte sind heute direkt oder indirekt von dieser Schlüsseltechnologie abhängig. Immer mehr Produkte werden intelligent miteinander vernetzt. Der vollautoma tisierte digitale Haus halt zählt derzeit zu den interessantesten Innovationsbereichen. Im Unterneh mens umfeld ist der mobile Zugang zu Firmendaten jederzeit und von jedem Ort aus möglich. In formationen über Ort und Zu - stand werden kommuni ziert und genutzt, um Produktions- und Lieferpro zesse zu opti mie ren. Die stän dige Erreichbarkeit und Informa tionsmöglichkeit sowohl privat als auch berufl ich ist neben der Mobilität zu einem Grundbedürfnis des modernen Menschen geworden. Mit der Nutzung des individuellen Freiraums steigt der Wunsch nach technischer Infrastruk tur und Netzwerkfähigkeit. Die Entwicklung der ITK-Techniken unterstützt das Bedürfnis nach Kommunikation mit permanenter Innovation. Systemgrenzen werden gesprengt Das Haus wird vernetzt Musik vom PC über die Stereoanlage hören, fernsehen mit dem Computer, intelligente Lichtschaltung, die Waschmaschi ne kommuniziert mit dem Fernseher und mit einer Fernbedienung lässt sich das alles steuern: Die moderne Hauselektronik ist heu te schon weit fortgeschritten. Allerdings ist der Markt bislang noch nicht richtig in Schwung gekommen. Die vielfältigen Möglichkeiten sind bisher wenig bekannt. Dabei bietet das vernetzte Haus zahl rei che Vorteile: Die Vernetzung von Fenstern, Jalousien und Heizung beispielsweise spart bares Geld, da die Heizung bei offe nen Fenstern automatisch heruntergefahren wird. Siemens und andere Firmen führten hierfür bereits 1990 einen Standard ein: den Europäischen Installationsbus (EIB). Die Hauselektronik ist jedoch bislang sehr teuer: Ca Euro fallen für die Auto ma tisierung eines Einfamilienhauses an. Angetrieben wird die Ver net zung aus einer anderen Richtung: von der Unterhaltungselektronik. Viele Geräte der Consumer Electronics verfügen heu te schon über Schnittstellen zu Computern und anderen Anwendungen. Der Media-PC fungiert damit als Zentrale für den gesamten Entertainment-Bereich. Mit einer TV-Karte und einem DVD-Laufwerk wird der Computer gleichzeitig zum Fernseher, DVD-Spieler und Festplattenrecorder. Bisher wollen sich jedoch nur wenige Kunden einen PC in ihr Wohnzimmer stellen. Die Prognosen für die Hausvernetzung sind dennoch positiv rechnen Experten mit einem Marktvolumen von weltweit 6 bis 8 Mrd. US-Dollar. Quelle: Handelsblatt vom Das intelligente Haus IT-Trends der nächsten Jahre Zeit bis zur Produktivität it_104 Als Wachstumstreiber der Branche gelten breitbandige Anwendungen sowie der allgemeine Trend zur Konvergenz. Mit dem Vor marsch der Breitbandtechnologien DSL und UMTS verschmelzen Fest- und Mobilnetz, Internet und Digitalfernsehen: Durch UMTS wird das Internet allgegenwärtig; schnel le DSL-Zugänge zum Internet bieten mehr und vielseitigere Information und Unterhaltung. Telefonkonzerne und Kabelbetreiber haben daher die Systemgrenzen gesprengt und üben sich nun im Triple Play, d.h. der Verbindung von Telefon, Internet und Unterhaltung. Weniger als 2 Jahre Instant Messaging Interne Supercomputer-Grids Smartphones Spracherkennung für Telefonie Voice over IP 2 bis 5 Jahre Display-Techniken LEP, OLED Externe Computer-Grids Linux auf Desktop für Unternehmen Mikro-Brennstoffzellen Service-orientated Architecture (SOA) Spracherkennung für mobile Geräte Tablet PC Ultrawideband Unified Communication Web-Services Enabled Business Models Wikis, Wimax Quelle: Gartner Group 5 bis 10 Jahre Elektronische Tinte, Digitales Papier Extensible Business Reporting Language Informations-Extraktion Location 'Aware' Service Mikro-Brennstoffzellen RFID auf Karton/Papier Semantic Web Wi-Fi-Hot Spots Mehr als 10 Jahre Computer-Gehirn-Schnittstelle Elektronischer Lügendetektor Erweiterte Realität Gedankenerkennung Logistikbausteine auf DNA-Basis Molekulare Transistoren RFID auf Artikel it_01 1

5 ITK-Trends ITK-Branche europaweit im Aufwind Westeuropäischer ITK-Markt Marktvolumen (in Mrd. EUR) Die Informations- und Telekommunikationsbranche kommt nach drei schwachen Jahren wieder in Schwung. Alle Teilbereiche des ITK-Markts ziehen in Westeuropa und in Deutschland wieder an. Bereits im Jahr fi el die Steigerungsrate in Westeuropa mit einem Plus von 3,0% erfreulich aus. Bis 2006 wird mit einem stabilen Wachstum auf höherem Niveau gerechnet: EITO (European Information Technology Observatory) prognostiziert dem westeuropäischen ITK-Gesamtmarkt für das laufende Jahr ein Plus von 3,8% auf 616 Mrd. Euro, das sich 2006 auf ähnlichem Niveau halten soll. Bezieht man die schnell wachsenden Regionen in Osteuropa mit ein, so fällt die Wachstumsprognose für Europa mit 4,1% sogar noch positiver aus. -0,5% +0,4% *EITO-Prognose Quelle: EITO / BITKOM (März 2005) +3,0% 594 ITK-Weltmarkt (in %) +3,8% * Marktvolumen 2005: 2,044 Billionen EUR (+4,3%) +3,7% * it_02 Europa ist die stärkste Absatzregion Rest of the World (+6,2%) Europa inkl. Osteuropa (+4,1%) Mit einem Weltmarktanteil von rund einem Drittel stellt Europa den weltweit größten Absatzmarkt im Bereich IT und Telekommunikation. In der zweitgrößten Region, den USA, wird in diesem Jahr ein Zuwachs von 3,9% erwartet. Zunehmend verlagert sich das Wachstum in Schwellenländer, in denen ein großer Nachholbedarf an Computern und Mobiltelefonen besteht. Bereits ein Viertel des ITK-Umsatzes wird außerhalb der traditionellen Märkte USA, Europa und Japan realisiert. Besonders dynamisch entwickeln sich die asiatischen Länder China, Südkorea und Indien. So erwartet EITO im Segment Rest of the World in diesem Jahr mit 6,2% das größte Wachstum, das sich 2006 auf 7,7% erhöhen soll. Japan (+2,7%) Quelle: EITO in Kooperation mit IDC (März 2005) 3,6 4, USA (+3,9%) Prognostiziertes Wachstum 2005 im EU-Raum nach Ländern (in %) 2,9 4,0 4,0 5,1 2,7 3,8 it_03 Telekommunikation (TK) Informationstechnologie (IT) 4,4 2,7 Innerhalb Europas ist Deutschland der größte Ländermarkt mit einem Anteil von 21,2%. Damit rangiert die Bundesrepublik knapp vor Großbritannien (20,5%), aber deutlich vor Frankreich (14,9%) und Italien (11,0%). Al- EU-Raum* Deutschland Großbritannien Frankreich *Marktvolumen 2005 (ohne Zypern und Malta): IT 292 Billionen Euro / TK 328 Billionen Euro Quelle: EITO in Kooperation mit IDC (März 2005) Italien it_04 2

6 ITK-Trends lerdings bleibt das Wachstum im deutschen Markt mit einer erwarteten Steigerungsrate von 2,9% in der Telekommunikation sowie einem Plus von 4,0% in der Informationstechnik hinter anderen Ländern zurück. Mit Euro lagen die Ausgaben der Bundesbürger im ITK-Sektor nur knapp über dem westeuropäischen Schnitt (1.521 Euro). Die Bevölkerung in der Schweiz und in Skandinavien gibt wesentlich mehr für Kommunikationstechnologien aus. Software und Services machen drei Viertel des ITK-Marktes aus Pro-Kopf-Ausgaben für Informationstechnik und Telekommunikation (in EUR) Schweiz Schweden Dänemark Japan Norwegen USA Niederlande Großbritannien Deutschland Westeuropa Frankreich Italien Portugal Griechenland Quelle: BITKOM it_44 Seit liegt das Wachstum in Westeuropa in allen ITK-Produktfeldern wieder im Plus. Zu den Wachstumstrei bern der ITK-Branche 2005 zählen Software (+5,4%), IT-Dienstleistun gen (+5,0%), sowie Fest netz datendienste (+8,9%), mobile PCs (+10,7%) und betriebliches Operations management (+8,9%). Rund drei Viertel des westeuropäischen Gesamtmarktvolumens entfallen heutzutage auf Soft ware, IT-Services und Telekommunikationsdienste. Der Marktanteil der Hardware entwickelt sich seit Jahren zurück. Nur noch 12% des europäischen ITK-Markts entfallen auf Computer-Hardware und weitere 4% auf Telekommunikations-Endgeräte. Trotz des zum Teil gravierenden Preis verfalls zogen auch die Umsätze im Gerätesektor im letzten Jahr wieder leicht an rechnen Experten für den gesamten Hardwarebereich in Westeuropa mit einem Plus von 3%. In der deutschen ITK-Branche herrscht Zuversicht Telekommunikationsdienste 44 Westeuropäischer ITK-Markt nach Segmenten (in %) Quelle: EITO in Kooperation mit IDC (März 2005) Marktvolumen : 594 Mrd. EUR (+3,0%) 6 Datenkommunikation/ Netzinfrastruktur 4 Computer- Hardware 12 TK-Endgeräte 2 21 Bürotechnik 11 Software IT-Dienstleistungen Wachstum im westeuropäischen ITK-Markt nach Segmenten (in %) 3,0 4,1 5,4 3,5 5,0 3,6 3, ,0 3,8 it_05 In Deutschland hat sich die Lage in der Branche entspannt. Das Vo lumen des inländischen ITK-Markts beträgt nach Informationen der BITKOM 131,8 Mrd. Euro und übertrifft damit das Vorjahresniveau um 3,3 Mrd. Euro. Die Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche rechnen nach dem Ergebnis 1,0 ITK-Hardware Software Quelle: BITKOM (März 2005) IT-Dienstleistungen TK-Dienste ITK gesamt it_101 3

7 ITK-Trends des aktuellen Branchenbarometers mit einem beschleunigten Wachstum. Demnach erwarten 76% der Unternehmen im laufenden Jahr stei gende Umsätze fast 40% rechnen sogar mit Umsatzsteigerungen von mehr als 5%. Die ITK-Unternehmen sind erfolgreich in das Jahr 2005 gestartet und die Zuversicht wächst, dass die Geschäfte auch künftig gut laufen. Die CeBIT hat zusätzlich für frischen Wind gesorgt, kommentierte BITKOM-Präsident Jörg Menno Harms die gute Stimmung. Auf dieser Basis bestätigte die BITKOM ihre Wachstumsprognose von 3,4% auf 135,2 Mrd. Euro im deutschen ITK-Markt für 2005, wobei sich der Gesamtmarkt gleichmäßig auf Informationstechnik (66 Mrd. Euro) und Telekommunikation (67 Mrd. Euro) aufteilt. Auf den mit Abstand größten Komplex, Telekommunikationsdienste, sollen in diesem Jahr mit 56,9 Mrd. Euro rund 42% des gesamten ITK-Marktes entfallen. Den größten Teil des Software-Volumens erwirtschaften Software-Anbieter und Dienstleister, die laut BITKOM im laufenden Jahr um 5,5% bzw. 4,4% zulegen sollen. Das Marktvolumen des Hardware-Komplexes wird auf 34,2 Mrd. Euro geschätzt, was nur noch einem Anteil von 26% am ITK-Markt entspricht. Im Vergleich zu den anderen Bereichen fällt das Wachstum im Hardware-Sektor verhältnismäßig mager aus. 130,4 60,2 60,8 70,1 66, Der deutsche ITK-Markt Marktvolumen (in Mrd. EUR) 127, Telekommunikation Informationstechnik 127,5 62,6 64,9 130,8 64,9 66,8 Telekommunikation: Telekommunikationsdienste, TK-Endgeräte, Netzinfrastruktur Informationstechnik: Computer-Hardware, Bürotechnik, Datenkommunikationshardware, Software, IT-Services Quelle: BITKOM (März 2005) it_07 +1,1% +1,8% +0,3% 66,0 Deutscher ITK-Markt nach Bereichen Umsatzprognose bis 2006 (in Mrd. EUR) +5,5% +5,5% 33,6 34,2 34,3 +3,5% 15,4 16,2 17, ,4% +4,8% +2,3% 26,7 27,9 29,2 135,2 68, ,3% +3,2% +3,4% 55,1 56,9 58,7 ITK-Hardware u. Systeme Software IT-Services TK-Dienste Quelle: BITKOM (März 2005) it_45 Jobabbau wurde gestoppt Erwerbstätige in der deutschen ITK-Branche (in Tsd.) In der ITK-Branche sind nach Einschätzung des Branchenverbandes rund Menschen in Deutschland beschäftigt. Fast jeder zweite Arbeitsplatz wird von kleineren und mittelständischen Unternehmen gestellt. Der Beschäftigungsabbau in der Branche kam zum Stillstand. Im Verlauf dieses Jahres sollen laut BITKOM mehr als neue Stellen in der IT-Branche entstehen. Verstärkt wird auf Mitarbeiter mit Berufserfahrung gesetzt. Einstellungsbedarf melden insbeson dere der Software- und Dienstleistungssektor an Ab Schätzung Quelle: BITKOM, Statistisches Bundesamt Beschäftigte in der Telekommunikation Beschäftigte in der Informationstechnik it_102 4

8 ITK-Trends High Tech-Standort Deutschland wird abgebaut Der europäischen High Tech-Industrie fällt es schwer, im glo balen Wettbewerb mit den neu entstandenen Wirtschaftsblöcken Asiens mitzuhalten. Als Produktionsstandort für ITK- Hardware hat Deutschland eingebüßt. Die Herstellung von PCs, Handys und Unterhaltungselektro nik fi ndet heute größtenteils in den Billiglohnländern China, Südkorea oder Taiwan statt. Groß konzerne wie Siemens und IBM bauen in Deutschland massiv Stellen ab, beim Chiphersteller Infineon wird das Chip-Werk in München geschlossen. Das Fraunhofer-Institut hat den Technik-Standort Deutschland Anfang der neunziger Jahre und aktuell nach verschiedenen Dimensionen bewertet. Das Ergebnis gibt wenig Anlass zu Hoffnungen: Nur nach drei von zehn Kriterien konnte Deutschland das Niveau von 1990 toppen oder wenigstens halten. Technik-Standort Deutschland leidet Deutschland hat in der IT-Industrie und in der Unterhaltungselektronik in den vergangenen Jahren als Produktionsstandort verloren. Es fällt zunehmend schwer, die Produktion im Land zu halten. Dabei ist der Standort Deutschland bei der Entwicklung von Basistechnologien eigentlich gut angesehen. Dennoch fi ndet der Computerbau heute größtenteils in Asien statt. Auch immer mehr Handys werden im Ausland zusammengeschraubt. Was in Deutsch land fehlt, ist eine schlüssige Innovationskette von der Forschung über die Gründung von Unternehmen bis hin zu deren Etablierung auf dem Weltmarkt. Hierzu benötigt man Venture Capital. Doch die Geldgeber scheuen vor Risiken zurück. August-Wilhelm Scheer, Wirtschaftsinformatiker und Gründer der IDS Scheer AG meint: Die High Tech-Märkte haben wir fast verlo ren. Immer mehr deutsche IT-Firmen werden von ausländischen Unter nehmen gekauft. Der international erfolgreiche Linux-Vermarkter Suse ist heute im Besitz des amerikanischen Unternehmens Novell. Bewertung des Technik-Standorts Deutschland Konsolidierungswelle hält an Globalisierung und Off shoring machen dem Standort Deutschland schwer zu schaffen. Immer mehr Unternehmen lösen ihre gewohnten Organisations formen auf und vertei len die Arbeit rund um den Globus. Indische Software-Spezialisten machen deutschen IT-Fachkräften Konkurrenz. Leider schlagen sich Einspareffekte, die sich durch das Offshoring ergeben, hierzulande nicht in zusätzlichen Investitionen nieder. Trotz der stark dezimierten Zahl von Anbietern ist das Ende der Konsolidierung in der Branche noch nicht erreicht. Durch immer neue Gesetze und Verordnungen wird die ITK-Industrie zusätzlich belastet, beispielsweise durch die geplante Urheberabgabe auf PCs und Drucker sowie Rundfunkgebühren für den Internetzugang und Handys. Quelle: Fraunhofer Institut (Computerwoche Nr. 51/52 ) Florierender Export Viele deutsche Unternehmen der IT-Branche stellen sich den Herausforderungen der Globalisierung und nutzen die Chancen zum Export. Die Ausfuhrstatistik des Statistischen Bundesamts ist ein Indiz, dass sich IT-Produkte deutscher Provenienz im Ausland steigender Beliebtheit erfreuen. Im ersten Halbjahr wurden aus Deutschland Produkte der Informations- und Kommunikationstechnik im Wert von 36,4 Mrd. Euro exportiert, was einer Steigerung von 20% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Die Firmen liefern vor allem elektronische Bauteile und Zubehör (25%), Computer, Komponenten und Peripherie (25%) sowie Güter aus dem Bereich der Telekommunikation (19%) ins Ausland. Die wichtigsten Exportländer der deutschen ITK-Wirtschaft sind Großbritannien, Frankreich und Italien. Die Importe erhöhten sich im ersten Halbjahr um knapp zehn Prozent auf 35,3 Mrd. Euro. Hauptlieferanten waren China (5,6 Mrd. Euro), Japan (3,9 Mrd.) und die USA (4,1 Mrd.). it_103 5

9 Computermarkt PC-Weltmarkt auf Rekordniveau Der weltweite PC-Markt steuert in diesem Jahr mit fast 200 Millionen verkauften Einheiten auf einen neuen Rekordwert zu. Im Jahr wurden laut Gartner 183 Mio. PCs verkauft, 11,6% mehr als im Jahr zuvor. Nach dem zweistelligen Wachstum wird im Jahr 2005 mit einem Zuwachs von 9% ge rechnet. Der Trend zur Mobilität erweist sich auch im Computermarkt als Wachstumsmotor. Die Markt experten von Gartner gehen davon aus, dass die Zahl der verkauften Mobilrechner im laufenden Jahr um 17,4% steigen wird, dagegen werden lediglich 6,1% mehr Desktop-PC-Verkäufe erwartet. Es wird mit einem Nachlassen des globalen PC-Wachstums gerechnet. In den USA entwickelt sich der PC-Markt bereits rückläufig. Der Austauschzyklus in den Unternehmen hat nach Meinung der Ana lysten den Zenit überschritten. Im Geschäft mit privaten Anwendern liegen noch Zukunfts potenziale. Die Branche hofft längerfristig auf eine Belebung des PC-Marktes durch Multime dia-center, die diverse Unterhaltungs funktionen im Haus vernetzen. Dell HP IBM FSC Acer Toshiba Lenovo NEC Gateway Apple Quelle: isuppli 4,32 4,28 3,68 3,51 Top Ten im PC-Weltmarkt in Mio. Stück / Veränd. zu in % 7,16 6,44 5,82 10,42 +16,4% +14,9% +3,1% k.a. +12,3% +12,4% +44,0% 27,76 +16,8% 31,43 +10,6% +22,8% it_09 Asiatische Produzenten mit Wettbewerbsvorteil Die PC-Hersteller Dell, HP, IBM und Fujitsu Siemens (FSC) führen den globalen Markt an. Dell (+22,8%) überrundete den HP-Konzern (+10,6%) im letzten Jahr mit beachtlichem Schwung. Der heimliche Sieger im PC-Weltmarkt war Acer aus Taiwan mit einem Plus von 44%. Die Preiskämpfe unter den PC-Herstellern haben sich verstärkt. Chinesische PC-Bauer haben einen Wettbewerbsvorteil, da sie einen starken heimischen Markt bedienen und ihre preisgünstigen Erzeugnisse exportieren. Analysten rechnen damit, dass sich der globale PC-Markt nach Übernahme der PC-Sparte von IBM durch den chinesischen Marktführer Lenovo weiter konsolidieren wird. US-Giganten: Dell HP IBM Der amerikanische Weltmarktführer Dell hat im Geschäftsjahr nach weltweiter Expansion den Umsatz um 19% auf 49,2 Mrd. Dollar und den Gewinn um 15% stark erhöht. Das Unternehmen, das seine Pro dukte direkt an die Endkunden verkauft, erziel te die Hälfte des Umsatzes mit Desktop-PCs, 29% mit Notebooks und 21% mit Produkten wie Servern, Druckern und Speichergeräten. Unter dem neuen Konzernchef Kevin Rollins setzt Dell seinen Vormarsch in allen Regionen und Produktbereichen fort. Bei Hewlett-Packard (HP) erhöhten sich die Umsätze in den letzten vier Geschäftsquartalen um 11% auf 82,9 Mrd. US-Dollar. Im Druckermarkt hat HP eine unangefochtene Position. Im PC-Segment fiel HP trotz der vor einigen Jahren erfolgten Übernahme von Compaq hinter Dell auf den zweiten Platz zurück. Im IT-Services-Bereich hinkt der Hersteller aus Palo Alto (Kalifornien) weit hinter IBM zurück. In Deutschland konnte HP den Umsatz um 7% auf 5,22 Mrd. Euro steigern. IBM, der Erfi nder des ersten PCs, hat gegen Ende des Jahres mit dem PC-Business einige seiner Geschäftsfelder an die chinesische Lenovo-Gruppe abgegeben und sich damit von einem Teil seiner Computerhistorie getrennt. IBM will sich künftig auf die lukrativeren Geschäftssparten konzentrieren und sieht seine Zukunft in höherwertiger Hardware, z.b. Server, sowie in Software und IT-Services. 6

10 Computermarkt Markenware ist wieder gefragt In Deutschland entwickelte sich das PC-Geschäft im internationalen Vergleich verhalten: Laut Gartner stiegen die Verkäufe im Jahr um rund 7% auf 8,8 Millionen Einheiten. Wert mäßig hat sich der Markt zu Mobilrechnern verlagert. Trotz des anhaltenden Notebook-Booms stellen Desktop-Rechner an den PC-Verkäufen mit 61% noch den größeren An teil. Gegen Ende des letzten Jahres zog der deut sche Markt überdurchschnittlich an. Aller dings haben nicht alle Anbieter davon pro fi tiert. Fujitsu Siemens konnte in der Jahres bilanz mit einem Marktanteil von 17,8% die Nr.1-Position verteidigen und legte mit rund 1,56 Mio. verkauften Einheiten um 15% zu. Der zweit platzierte Hewlett-Packard-Konzern (Markt anteil: 9,8%) kommt mit einem Zuwachs von 10,8% in Deutschland gut voran. Der Marktanteil des Billiganbieters Medion fi el um 5,3% zurück. Bei Desktops ging der Trend wieder zu Markenware. Acer wuchs be sonders kräftig, der Marktanteil sprang auf 8,8%. Der globale PC-Marktführer Dell steht im deutschen Ranking erst an fünfter Position. Immerhin gelang es Dell, den Marktanteil von 6,0% auf 7,0% auszuweiten. Im Inland setzte sich der Preisverfall sowie die Bereini gung unter den Anbietern fort. Nach Angabe des statistischen Bundesamtes sind die PC-Preise erneut um 16,7% gefallen. Quelle: Gartner Sonstige PC-Markt in Deutschland nach Herstellern (in %) 46, /02 01/03 *Vorläufige Zahlen Quelle: IDC 7,0 Dell Fujitsu Siemens 17,8 8,8 Acer 9,8 9,9 Entwicklung des PC-Absatzes an deutsche Unternehmen (in Tsd.) 02/03 03/03 04/03 01/04 HP Desktops Notebooks 02/04 03/04 Medion +36% +66% 04/04* it_10 it_11 Business-Markt wächst überproportional Von Firmen, die ihre Computer-Hardware erneuern, gehen die stärksten Wachstumsimpulse aus. Der Anstieg im Consumermarkt betrug lediglich 2,3%. Der Absatz an Business-Kunden macht in Deutschland rund 56% des PC-Absatzes aus und wuchs nach Gartner-Analyse um 11,3%. Die Aufrüstung der Firmen mit mobilen PCs treibt den Markt voran. Im Profimarkt stieg die Zahl der verkauften Desktop-PCs binnen von zwei Jahren um 36%, Notebooks legten um 66% zu. 20, Marktentwicklung Computer-Hardware in Deutschland (in Mrd. EUR) -11,9% 17, Quelle: BITKOM (September ) -5,1% 16,9-0,4% 16,8 +2,1% 17, it_12 7

11 Computermarkt Notebook-Boom geht weiter Die Beliebtheit von Mobilrechnern im Business- und Consumer-Bereich treibt den PC- Markt seit geraumer Zeit an. Einen gewichtigen Beitrag zum Wachstum des Notebook- Markts liefern Lebensmitteldiscounter mit preislich günstigen und intensiv beworbenen Angeboten. Tragbare PCs machen heutzutage knapp 40% aller Käufe aus. Der deutsche Notebook-Markt hatte im Jahr ein Volumen von knapp 3,4 Mio. verkauften Geräten im Vergleich zum Vorjahr wurden über Einheiten mehr verkauft. Allein im vierten Quartal wurden in Deutschland laut Gartner mehr als 1,16 Mio. Consumerund Business-Notebooks abgesetzt. Die Marktanteile nach Anbietern spiegeln sich in den Ergebnissen des vierten Quartals wider. Aufsteiger Acer kämpft mit Fujitsu Siemens um die Poleposition. Der Aldi-Lieferant Medion schob sich mit einem Marktanteil von 9,2% im verkaufsstarken Schlussquartal vom sechsten auf den dritten Platz bei Mobilrechnern vor. Sonstige Centrino erobert die mobile Welt Die heutigen Notebooks sind vollwertige PC-Systeme, die immer häufi ger als Desktop-Ersatz zum Einsatz kommen. Die Mobil technologie Centrino hat die Welt der Notebooks verändert. Nachdem Intel im März die Centrino-Technologie einführte, wurden die Notebooks leistungsfähiger, fl acher und leichter. Der Stromverbrauch hat sich reduziert und die Akkulaufzeiten haben sich auf bis zu zehn Stunden erhöht. Im Januar 2005 brachte Intel die zweite Centrino-Technologie auf den Markt. Die meisten Notebooks werden mit 15-Zoll-Displays ausgeliefert. Professionelle Anwender schätzen mehr die leichten, ultraportablen Rechnern mit geringeren Abmessungen, die in der Regel bis zu 12,1 Zoll gehen. Die Grenze zwischen Consumer- und Business-Notebooks verschwimmt. Business-Notebooks unterscheiden sich nur noch durch Ausstattungsdetails, wie z.b. WLAN-Anbindung oder Bluetooth. Deutscher Notebook-Markt 4. Quartal nach Stück (in %) 33,3 16,6 Acer 16,2 Fujitsu Siemens Auch Server-Verkäufe zogen wieder an Dell 5,0 HP 5,6 6,1 IBM 8,0 Toshiba 9,2 Medion Nach den Einbußen der vergangenen Jahre sieht es inzwischen für den Servermarkt besser aus. Der Umtausch von Altsystemen kam bei deutschen Firmen im letzten Jahr in Gang. Laut Gartner wuchs der weltweite Server-Umsatz um 7,2%, in Deutschland sogar um 18%. Weltweit wurden 6,7 Millionen Server verkauft, gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der Absatz um 1,1 Mio. Einheiten. Bei Servern ist IBM mit einer Umsatzsteigerung von 9,3% auf 16,1 Mrd. Dollar der globale Spitzenreiter. An zweiter Stelle folgt HP mit einem Marktanteil von 14,3% (+6,7%). In der europäischen EMEA-Region liefern sich IBM und HP umsatz mäßig ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit deut lichem Abstand folgen Sun, FSC und Dell. Den höchs ten Zuwachs konnte Auf steiger Dell verbuchen. Bei der Auswahl von Quelle: Gartner FSC Sun Andere 5,5 9,5 9,8 Dell 15,4 Weltweite Server-Marktanteile 3. Quartal nach Umsatz (in %) Weltweit 27,8 HP 31,9 IBM *EMEA-Region: Europa, Naher Osten und Nordafrika Quelle: Gartner Sun FSC Dell 9,3 Andere 6,9 8,8 10,1 EMEA* 33,4 HP 31,6 IBM it_13 it_14 8

12 Computermarkt Servern legen Anwender gesteigerten Wert auf Stabilität, Verfügbarkeit und Sicherheit. Dies ist lt. Gartner ein Grund dafür, dass Linux als Server-System auf dem Vormarsch ist. Chip-Branche auf kurzfristigem Höhenflug Die Chiphersteller erfreuten sich im vergangenen Jahr eines zweistelligen Wachs tums. Laut Gartner-Analyse stiegen die Umsätze im welt weiten Halbleitermarkt im Schnitt um 23%. Mit einem Rekordumsatz von 34,2 Mrd. Dollar schloss Intel das Geschäftsjahr ab. Der Bran chenprimus berichtete über eine belebte Nachfrage in allen Segmenten und Märkten. Intels Vorstoß ins Unterhaltungselektro nik-geschäft ist allerdings nicht geglückt. Im Prozessor-Geschäft hält Intel die Konkurrenten auf Distanz. Auf niedrigerem Niveau legt der Herausforderer Advanced Micro Devices (AMD) stärker zu. Auch die anderen großen Halbleiterhersteller konnten im letzten Jahr zweistellige Zuwächse erzielen. Der zweitplatzierte Samsung-Konzern legte sogar um die Hälfte zu. Im schnell wachsenden Segment der Speicherchips ist der koreanische Konzern mit einem Marktanteil von fast 30% die unbestrittene Nummer eins. Der Um satz des deutschen Herstellers Infi neon Technologies wuchs um nahezu 30%. Damit rück te der Münchner Hersteller im weltweiten Ranking auf die vierte Position. Nach einem Sprung von 30% im ersten Halbjahr ist das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte zurückgefallen. Da die Hersteller ihre Kapazi täten im letzten Jahr übermäßig stark auswei teten, befi nden sich die Chippreise im freien Fall. Vor allem Samsung heizt den Wettbewerb mit günstigen Preisen an. Analys ten glauben, dass der Aufschwung im Chipmarkt nur von kurzer Dauer war. Für die deutsche Halbleiterindustrie war das Jahr noch ein höchst erfolgreiches Jahr: Nach dem Wachstum von 11,3% rechnet der Zentralverband ZVEI für 2005 jedoch mit ei ner Abfl achung der Steigerungsrate auf 4%. Quelle: Gartner Linux-Server finden immer mehr Freunde Der Linux-Markt hat sich im letzten Jahr um mehr als die Hälfte ausgeweitet und erreichte ein Volumen von 49,5 Mrd. Dollar. Insgesamt wurden 6,7 Millionen Server verkauft gegenüber 5,6 Millionen im Jahr zuvor. Der Server-Markt splittet sich nach x86- kompatiblen Systemen und anderen, meist mit Unix betriebenen Architekturen, auf. Der Anteil von Windows-Systemen liegt bei gut einem Drittel. Der Absatz von Unix-Servern geriet ins Stocken. Auf dem mit 16,2 Mrd. US-Dollar leicht rückläufi gen Unix- Markt hält Sun mit Sparc-Prozessoren einen Umsatzanteil von fast einem Drittel. Der Umsatz im Markt mit x86-systemen erhöhte sich im vorigen Jahr um 16,4% auf 23,3 Mrd. US-Dollar. Am stärksten (+123%) legte der Blade-Server-Markt zu, dessen Volumen auf 1,21 Mrd. US-Dollar taxiert wird. Weltweiter Halbleitermarkt Die 6 größten Hersteller nach Umsatz (in Mrd. Dollar) Intel Samsung Texas Instruments Infineon Renesas Technology Toshiba +31,1% +29,7% +11,5% +20,3% +48,9% +12,6% Chipkarten-Markt wächst rasant Speicherkarten in Miniformaten ziehen in die Welt der mobilen Unterhaltung ein: Für MP3-Musik, für Fotografie und -Videografie mit dem Handy werden stets Chipkarten eingesetzt. Aktuelle Verkaufszahlen bescheinigen diesem Markt ein spektakuläres Wachstum. Die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselek tronik rechnet damit, dass im Jahr in Deutschland rund 7,8 Millionen Chipkarten verkauft wurden. Die Speicherkapazität der Chipkarten im Briefmarken-Formal nimmt enorm zu. Vor anderthalb Jahren fassten die größten verfügbaren Karten 512 Megabyte. Vor einem Jahr erschienen die ersten Karten mit einem Speichervermögen von einem Gigabyte (eine Milliarde Bytes), mittlerweile sind schon Varianten mit drei bis vier Gigabytes auf dem Markt. Das Geschäft mit Speicherchips, den so genannten Drams, wächst rasant. Von Marktforschungsunternehmen wird das durchschnittliche Wachstum dieses Segments bis 2007 auf jährlich 85% geschätzt. it_15 9

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