Mehr bewegen! Ratgeber bei Durchblutungsstörungen in den Beinen

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1 Mehr bewegen! Ratgeber bei Durchblutungsstörungen in den Beinen

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3 Liebe Patientin, lieber Patient, kommt Ihnen das bekannt vor? Eigentlich sind Sie ganz gut zu Fuß, aber trotzdem schmerzen Ihnen nach einer bestimmten Strecke die Beine. Oder Sie wachen vor Schmerzen in den Beinen sogar in der Nacht auf? Was auf den ersten Blick ganz harmlos scheint, kann ernsthafte Ursachen und Konsequenzen haben. Die beschriebenen Schmerzen können auf Durchblutungsstörungen der Beine beruhen. Diese sind die Folge von Gefäß erkrankungen, eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Gefäß - erkrankte sterben im Durchschnitt etwa zehn Jahre früher als nicht gefäß - erkrankte Menschen. Die Durchblutungsstörungen der Beine geben einen Warnhinweis auf eine eventuell gleichzeitig vorhandene Erkrankung der Gefäße in lebenswichtigen Organen wie Niere, Herz und Gehirn. Als forschendes pharmazeutisches Unter nehmen hat sich die UCB Pharma GmbH ein klares Ziel gesetzt: Als Partner der Ärzte möchten wir mit ihnen gemeinsam alles tun, damit eine oft unterschätzte Erkrankung gezielt und erfolgreich behandelt werden kann die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK). In dieser Broschüre finden Sie Wissenswertes über Hintergründe, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK), besser bekannt als Durchblutungsstörungen. Sprechen Sie Ihren Arzt an, wenn Sie weitere Fragen haben. Darüber hinaus finden Sie Kontaktadressen von Einrichtungen und Selbsthilfegruppen, die Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen, auf der letzten Seite dieser Broschüre.

4 Inhalt Was bedeutet PAVK? 5 Blutkreislauf und Gefäßsystem 6 Ursachen und Risikofaktoren 8 Alarmsignale 13 Was passiert bei der PAVK? 14 Die Diagnose der PAVK 17 Behandlungsmöglichkeiten 21 Das können Sie tun 23 Mehr bewegen: Gehtraining 24 Ärztliche Behandlung 30 Der gute Rat 33 An Ihrer Seite: hilfreiche Adressen 34

5 Was bedeutet PAVK? Die Abkürzung PAVK steht für die periphere arterielle Verschlusskrankheit. Das ist der medizinische Sammelbegriff für Verengungen und Verschlüsse der die Extremitäten versorgenden Gefäße, also der Schlagadern (Arterien), welche das Blut zu den Armen und Beinen hinführen. Bei Verengungen oder Verschlüssen können z. B. die Beine über das Blut nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Dies kann weit reichende Konsequenzen haben! In Deutschland leiden ca. 4,5 Millionen Menschen an der PAVK. Jeder fünfte ältere Patient in der Praxis leidet an einer PAVK. Die Betroffenen haben ein etwa doppelt so hohes Risiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden wie gleichaltrige Gesunde. Im Volksmund wird bei Durchblutungsstörungen der Beine auch von Schaufensterkrankheit gesprochen. Die Betroffenen können nur noch kurze Strecken schmerzfrei gehen. Erst wenn sie eine Weile stehen bleiben, lassen die Schmerzen in den Beinen nach. Um sich in solchen Zwangspausen möglichst unauffällig zu verhalten, sehen sich die Patienten häufig die Auslagen in den Geschäften an daher der Name Schaufensterkrankheit. Der Arzt bezeichnet dieses Stadium der PAVK auch als Claudicatio intermittens. Im fortgeschrittenen Stadium kann die PAVK zu schlecht heilenden Geschwüren (Ulcus) oder absterbendem Gewebe (Nekrose, Gangrän) führen. Werden die Durchblutungsstörungen nicht recht - zeitig ärztlich behandelt, droht, je nach Ausmaß des Durchblutungsmangels, die Amputation von Zehen, Fuß, Unterschenkel oder sogar des ganzen Beines. Die Durchblutungsstörungen sind nicht allein auf Arterien der Beine beschränkt. Gleichzeitig können die Herzkranzge - fäße oder die hirnversorgenden Gefäße betrof fen sein. Menschen mit Durchblu - tungs störungen in den Beinen haben also auch ein erhöhtes Risiko, einen Herz infarkt oder Schlaganfall zu erleiden. 5

6 Blutkreislauf und Gefäßsystem 6 Man unterscheidet drei Arten von Blutgefäßen: Arterien Venen Kapillaren Das Kreislaufsystem teilt sich in zwei große Bereiche auf: den Körperkreislauf und den Lungenkreislauf. Sauerstoffreiches Blut gelangt über die Arterien aus der linken Herzkammer in den Körper. Die Arterien verzweigen sich im Körper immer weiter bis zu den Kapillaren. Diese haarfeinen Gefäße sind für die Versorgung des Gewebes verantwortlich. In ihnen findet der Austausch von Sauerstoff, Nährstoffen und Stoffwechselendprodukten statt. Das verbrauchte Blut wird von den Venen gesammelt und zum rechten Vorhof des Herzens zurücktransportiert. Hier beginnt nun der Lungenkreislauf. In diesem wird das sauerstoffarme Blut aus der rechten Herzkammer über die Lungenarterie in die Lunge transportiert, in der sich die Blutgefäße zu einem dünnen Kapillarnetz verzweigen, das die Lungenbläschen umschließt. Hier gibt das sauerstoffarme Blut das Kohlendioxid in die Luft der Lungenbläschen ab und nimmt gleichzeitig Sauerstoff aus der eingeatmeten Luft auf. Das sauerstoffreiche Blut wird über die Venen von der Lunge zum linken Vorhof des Herzens transportiert.

7 Das Blutgefäßsystem transportiert alle erforderlichen Stoffe (z. B. Sauerstoff, Nährstoffe) zu den Zellen des Körpers. Allerdings kann das Blut diese Aufgabe nur dann richtig erfüllen, wenn es ständig ungehindert durch den Körper fließt. Nur so kann jedes Organ bzw. Gewebe unseres Körpers funktionieren. Ist dieser Kreislauf an einer Stelle unterbrochen, drohen ernsthafte Folgen. Bahn frei für das Blut! Die Blutgefäße des Körpers versorgen in einem genau auf die Bedürfnisse abgestimmten System die Organe und das Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen. Dieser Mechanismus funktioniert aber nur dann einwandfrei, wenn das Blut ungehindert oder zumindest in ausreichendem Maße in alle Bereiche unseres Körpers fließen kann. 7

8 Ursachen und Risikofaktoren 8 In den meisten Fällen ist eine Atherosklerose die Ursache von Durchblutungsstörungen. Die Atherosklerose (auch Arteriosklerose oder Arterienverkalkung genannt) ist eine Erkrankung der Blutgefäße, bei der es unter anderem zu einer allmählich fortschreitenden Verengung und Verkalkung der Arterien kommt. Wichtigster Risikofaktor für PAVK ist hierbei das Rauchen. Oft leiden Menschen mit Atherosklerose auch an anderen chronischen Erkrankungen, die das Gefäßsystem auf lange Sicht in seiner Funktion beeinträchtigen können und deshalb als Risikofaktoren für das Auftreten einer PAVK gelten. Zu diesen Erkrankungen gehören: Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) Hypertonie (Bluthochdruck) Fettstoffwechselstörungen (erhöhte Blutfette, z. B. Cholesterin, Triglyzeride) Auch die familiäre Veranlagung (genetische Disposition) ist ein eigenständiger Risikofaktor für die Entwicklung von Durchblutungsstörungen. Eine Reihe negativer Einflüsse aus dem Bereich der Lebensführung begünstigen die Entstehung von Durchblutungsstörungen: falsche Ernährung (vor allem zu viel tierisches Fett) Übergewicht Stress Bewegungsmangel Rauchen

9 Rauchen Rauchen ist einer der stärksten Risikofaktoren für die Entstehung von krankhaften Gefäßveränderungen, insbesondere in den Beinarterien. Jeder Zug aus einer Zigarette wandelt große Mengen an Sauerstoffmolekülen im Blut in freie Radikale um. In geringen Mengen sind freie Radikale im Körper durchaus sinnvoll. Beim Rauchen entstehen sie aber in so großen Mengen, dass sie die Zellen schädigen und die Gefäßwände krankhaft verändern. Daher gilt: Jede Ziga - rette ist Gift für die Gefäße. Die Gefahren des Rauchens auf einen Blick: Rauchen verengt die Gefäße Rauchen erhöht den Blutdruck Rauchen erhöht die Blutfette Rauchen bringt giftiges Kohlenmonoxid ins Blut Rauchen verdickt das Blut Rauchen ist aber nicht nur ein Risikofaktor für die Entstehung und das Fortschreiten der PAVK. Rauchen ist auch ein Risikofaktor für Herzinfarkt, Schlaganfälle und Krebserkrankungen. Rauchen: Gefahr für Ihre Gefäße Erschreckend: Raucher haben ein 7,5-fach höheres Risiko, an einer PAVK zu erkranken als Nichtraucher. Im Vergleich zu Nichtrauchern tritt bei Rauchern die PAVK bis zu 10 Jahre früher auf. 9

10 Diabetes mellitus Zwischen der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und Durchblutungsstörungen in den Beinen besteht ein besonders enger Zusammenhang. So leiden Diabetiker 3- bis 5-mal häufiger an Durchblutungsstörungen als die übrige Bevölkerung. Der Grund hierfür: Erhöhte Blutzucker- und Insulinspiegel fördern die Atherosklerose und können die Gefäße schädigen. Die richtige Einstellung des Blutzuckers ist für den Diabetiker auch aus diesem Grund besonders wichtig. Zu den häufigsten Begleiterkrankungen des Diabetes gehören Wunden und Geschwüre an den Füßen und Unterschenkeln. Ein erhöhter Blutzuckerspiegel wirkt sich ungünstig auf die großen, aber auch kleinen Arterien aus und beeinträchtigt die Durchblutung. Hinzu kommt, dass Diabetiker oft ein verringertes Schmerzempfinden haben. Verletzungen an den Füßen werden daher oft erst bemerkt, wenn die Wunde weiter fortgeschritten ist und so kann aus einer kleinen Verletzung eine langwierige und komplizierte Angelegenheit werden. Achtung: Liegt eine familiäre Veran - lagung vor, sollten in regelmäßigen Abständen Blutzuckerkontrollen durchgeführt werden. Je früher der Diabetes erkannt wird, desto früher kann man möglichen Schäden der Gefäße ent - gegen wirken. Hypertonie (Bluthochdruck) Bluthochdruck ist eine tückische Krankheit, weil sie über lange Zeit keine Beschwerden verursacht. Hoher Blutdruck ist aber besonders gefährlich, denn der ständig hohe Druck lässt die Gefäßwände starr und brüchig werden. Dies kann den Ausgangspunkt für eine Ablagerung von Fetten und Kalk darstellen. Dadurch kann es zu einer Verengung der Blutgefäße bis hin zum Verschluss kommen. Ablagerungen können sich außerdem lösen und mit dem Blut weiter transportiert werden. Dabei ist die Gefahr sehr groß, dass sie an anderer Stelle den Blutfluss blockieren. Bei Bluthochdruck steigt das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall um das 7-Fache. 10

11 Eine weitere Folge des hohen Blutdrucks ist die zusätzliche Belastung des Herzens: Je enger die Blutgefäße werden, umso höher steigt der Druck. Da das Herz ständig gegen den hohen Druck anpumpen muss, kommt es meistens zu einer krankhaften Vergrößerung der linken Herzhälfte (linksventrikuläre Hypertrophie). Zusammen mit den Gefäß - veränderugen führt das auf die Dauer zu einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz). Darauf sollten Sie achten: Lassen Sie Ihren Blutdruck regel - mäßig, mindestens einmal im Jahr kontrollieren! Kaufen Sie sich ggf. ein Blutdruckmessgerät und überprüfen Sie selber Ihre Werte. Der Blutdruck sollte in Ruhe den Wert von 140/90 mmhg nicht überschreiten. Fettstoffwechsel (erhöhte Blutfette, z. B. Cholesterin) Erhöhte Cholesterinwerte sind ein ernst zu nehmendes Warnsignal, denn sie fördern arteriosklerotische Veränderungen. LDL wird häufig als schlechtes Cholesterin bezeichnet. Es wird in der Leber zelle gebildet. Als Cholesterinlieferant transportiert es das Cholesterin von der Leber zu den Zellen. Übersteigt das Angebot an LDL jedoch den tatsächlichen Bedarf der Zellen, reichert es sich im Blut an und kann sich schließlich in den Gefäßwänden ablagern, zur Plaquebildung beitragen und das Entstehen einer Atherosklerose dadurch begünstigen. HDL wird auch das gute Cholesterin genannt. Es nimmt überschüssiges Cholesterin aus den Zellen auf und bringt es zur Leber zurück. Dort wird es zu Gallensäuren umgebaut, die über den Darm ausgeschieden werden. HDL befreit also den Körper von überschüssigem Cholesterin und trägt so zur Normalisierung der Werte bei. Hohe HDL-Werte sind also wünschenswert. 11

12 Störungen des Fettstoffwechsels sind aufgrund unserer häufig einseitigen Ernährung sehr verbreitet. Sie ist meist kalorienreich und geprägt durch ein Überangebot an tierischen Fetten und Kohlenhydraten. Reduzieren Sie die Gesamtzufuhr an Fett auf ca g/tag und achten Sie auf die Qualität der Fette. Essen Sie viel Fisch, Gemüse, Salat, Obst und Vollkornprodukte. Wichtiger Hinweis: Cholesterin ist ausschließlich in Lebensmitteln tierischen Ursprungs enthalten. Bei vielen Menschen liegt eine genetische Veranlagung zu hohen Cholesterinwerten vor, die nicht allein durch Sport oder Diät in Griff zu bekommen ist. Bei diesen Personen kann eine Verringerung des Cholesterinspiegels nur durch Medikamente erreicht werden. Auch hier gilt: Lassen Sie Ihre Cholesterinwerte regelmäßig, mindestens einmal im Jahr kontrollieren! Risikofaktoren ausschalten Jeder einzelne Risikofaktor verschlechtert die Durchblutung in den Gliedmaßen. Besonders gefährdet ist dement - sprechend die Kombination verschiedener Faktoren. Die Behandlung von Diabetes, eines erhöhten Blutdrucks und von Fettstoffwechselstörungen oder Gicht sowie die Änderung der Lebensführung (z. B. Rauchen, Übergewicht) kommen Ihrer Gesundheit zugute! Risikofaktoren ausschalten: Achten Sie auf eine ausgewogene, ballaststoffreiche und fettarme Ernährung! Normalisieren Sie Ihr Körpergewicht! Hören Sie mit dem Rauchen auf! Vermeiden Sie Hektik und Stress! 12

13 Alarmsignale Viele spüren häufig erst dann etwas von ihrer Erkrankung, wenn sie zufällig einmal länger als gewöhnlich zu Fuß unterwegs sind. Das kann z. B. beim Spazierengehen im Urlaub sein oder auch dann, wenn die Gehstrecke über den üblichen alltäglichen Weg (z. B. Supermarkt, Arbeitsplatz) hinausgeht. Sie klagen dann über anfalls- und krampfartige Schmerzen in den Beinen. Weitere Alarmsignale können unter Umständen eine gesteigerte Kälteempfindlichkeit oder rasche Ermüdung in den Gliedmaßen sein. Schmerzen beim Gehen schränken die Mobilität erheblich ein. Ganz egal, ob Sie z. B. Ihren täglichen Einkauf erledigen wollen, ob Sie mit Ihren Kindern oder Enkeln spielen möchten oder den nächsten Urlaub planen nur wer in Bewegung bleibt, kann seine Ziele erreichen. Achten Sie auf Schmerzen beim Gehen Hautverfärbungen Kältegefühl in Fingern, Beinen und Zehen 13

14 Was passiert bei der PAVK? Bei der PAVK kommt es zu einer fortschreitenden Verhärtung und Verdickung der Arterienwand durch Einlagerungen von Fetten, Kalk usw. Dadurch nimmt die Elastizität ab und das Gefäß verengt sich allmählich. Die Organe und Gewebe (z. B. Haut und Muskeln) werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Wegen dieser Durchblutungsstörungen sind die Beine beim Gehen und Laufen weniger belastbar und es kommt zu krampfartigen Schmerzen, die Sie zum Stehenbleiben zwingen. Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit sind meistens eine oder sogar mehrere Arterien teilweise oder komplett verschlossen es droht das Absterben von Gewebe. Die vier Stadien der PAVK Ärzte teilen die Erkrankung in vier Stadien ein. Sehr oft wird die Erkrankung erst im Stadium II festgestellt, weil sie sich erst dann mit Schmerzen bemerkbar macht. Werden die Durchblutungsstörungen nicht rechtzeitig und von spezialisierten Ärzten behandelt, können die Beschwerden weiter zunehmen und die Krankheit in ihrem Schweregrad fortschreiten. Plaque und Gerinnsel: Verschluss der Arterie geringe (beginnende) Plaquebildung 14 gesunde Arterie

15 Stadium I In diesem Stadium ist der Betroffene noch beschwerdefrei und bemerkt nichts von seiner Erkrankung. Die Gefäßveränderungen werden oft bei einer ärztlichen Routineuntersuchung entdeckt, z. B. bei der Untersuchung des Patienten wegen anderer Krankheiten, insbesondere Herzerkrankungen. Erste Hinweise auf die Krankheit können ständig kalte Beine und Füße sein. Stadium II Der Betroffene klagt über belastungsabhängige Schmerzen in den Beinen. So kommt es z. B. beim Gehen zu krampfartigen Schmerzen, die das Weitergehen unmöglich machen und eine Pause erzwingen. Diese Schmerzen sind ein Alarmsignal, dass die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Beine bei Belastung nicht mehr ausreichend ist. Nach einer gewissen Zeit verschwinden die Schmerzen und der Weg kann fortgesetzt werden. Daher wird dieses Stadium von Medizinern auch als Claudicatio intermittens ( vorübergehendes Hinken ) bezeichnet. Im Volksmund spricht man auch von Schaufensterkrankheit. 15

16 16 Stadium III Charakteristisch für dieses Stadium ist der Ruheschmerz. Der krampfartige oder bohrende Dauerschmerz tritt nun bereits in Ruhe auf, also ohne Belastung der Beine. So wacht der Betroffene z. B. während der Nacht mit Schmerzen im Bein auf. Der Grund: das Blut fließt in der waagerechten Position mit weniger Druck durch das bereits geschädigte Gefäß. Deshalb wird die Muskulatur schlecht durchblutet und der Mangel an Sauerstoff so groß, dass das Bein schmerzt. Durch vorübergehendes Herabhängen des Beines (Sitzen auf der Bettkante) lässt der Schmerz nach leider nur für kurze Zeit. Stadium IV Im schwersten Stadium der Durchblutungsstörung kommt es zum vollständigen Verschluss auch der kleinsten Blutgefäße (Kapillaren). Die betroffene Region wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, dadurch wird das Gewebe stark geschädigt. Es entstehen schlecht heilende Geschwüre. Ohne fachgerechte Behandlung besteht die Gefahr, dass Geweberegionen oder ganze Gliedmaßen, wie Zehen oder der ganze Fuß, absterben. Dann bleibt als einziger Ausweg die Amputation. Gefahren erkennen und behandeln! Je früher die PAVK erkannt und Risikofaktoren ausgeschaltet werden und je früher eine gezielte Behandlung erfolgt, desto größer ist die Chance, dass das Fortschreiten dieser Krankheit gestoppt und eine drohende Amputation verhindert werden kann.

17 Die Diagnose der PAVK Wenn Sie beim Gehen häufiger krampfartige Schmerzen in den Waden verspüren, sollten Sie mit Ihrem Hausarzt sprechen. Am Beginn der Untersuchung steht in der Regel die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese). Aus der Beschreibung Ihres Beschwerdebildes können häufig schon wichtige Rückschlüsse auf Durchblutungsstörungen gewonnen werden. Auch wird Ihr Arzt das Vorhandensein möglicher Risikofaktoren für eine Atherosklerose wie Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes mellitus usw. abklären. Bei der körperlichen Untersuchung werden insbesondere die Extremitäten z. B. auf Haut- und Nagelveränderungen untersucht. Die arterielle Durchblutung wird über das Abtasten (Palpation) der Pulse an den Extremitäten und das Abhören der Arterien (Auskultation) mit dem Stethoskop beurteilt. Lässt sich der Puls nicht tasten, kann dies auf einen Arterienverschluss hindeuten. 17

18 Fragen Sie Ihren Arzt! Nur Ihr Arzt kann mit den ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten eine genaue Diagnose stellen. Haben Sie Vertrauen! Er wird alle Details mit Ihnen besprechen. Da die Schmerzen oft nach Anheben des Beins auftreten, kann auch die Ratschow-Lagerungsprobe durchgeführt werden. Hierbei muss sich der Patient flach auf den Rücken legen, die Beine senkrecht in die Höhe strecken und etwa eine Minute mit den Füßen kreisende Bewegungen ausführen. Dabei wird ein Bein mit arterieller Durchblutungsstörung blasser, da es unzureichend durchblutet wird. Werden die Beine nun wieder hängen gelassen, zeigt sich beim Gesunden nach wenigen Sekunden eine Rötung der Beine durch eine verstärkte Durchblutung. Bei einer PAVK dauert es länger, bis diese Rötung auftritt. 18

19 Einige Ärzte haben in der Praxis ein Laufband, mit dem die Gehleistung bei einer vorgegebenen Laufbandgeschwindigkeit und -steigung (z. B. 3,2 km/h und 12 % Steigung) genau ermittelt wird. Gemessen wird die Strecke bis zum ersten Auftreten von Schmerzen (schmerzfreie Gehstrecke) bzw. bis zum Abbruch wegen zu starker Schmerzen (maximale oder absolute Gehstrecke). Die Länge der Gehstrecke zeigt an, wie weit die PAVK fortgeschritten ist. Besteht ein begründeter Verdacht, müssen Ort und Ausmaß der Gefäßverengung bzw. des -verschlusses bestimmt werden. Dazu sind weitere Untersuchungen durch Gefäßspezialisten wie Angiologen oder Gefäßchirurgen notwendig. Den auf Gefäßerkrankungen spezialisierten Ärzten stehen dabei verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung: Ultraschall-Doppler- Methode Diese Untersuchungsmethode ermöglicht die genaue, objektive Erfassung des Ausmaßes der Durchblutungsstörungen. Mit Hilfe einer Blutdruckmanschette und einer Dopplersonde wird der Blutdruck an beiden Fußknöcheln und Oberarmen ermittelt und das Verhältnis des Blutdruckes an Bein und Arm (Knöchel- Arm-Index, Englisch: ankle-brachial-index = ABI) bestimmt. Zur Berechnung des ABI wird der obere Blutdruckwert (systolischer Wert) am Knöchel durch den oberen Blutdruckwert (systolischer Wert) am Arm geteilt. Bei gesunden Gefäßen sind die Werte an Arm und Bein annähernd gleich und liegen etwa bei 1,0. Werte kleiner als 0,9 weisen auf eine Durchblutungsstörung der Beine hin. Je niedriger der ABI ist, umso ausgeprägter ist die Durchblutungsstörung und umso stärker sind die Beschwerden. Beispielrechnung zur Bestimmung des ABI: Blutdruck Fußknöchel: 105 : 70 Blutdruck Oberarm: 130 : 85 ABI: 105 : 130 = 0,8 In diesem Fall liegt eine leichte PAVK vor. 19

20 20 Duplex-Sonographie Mit dieser speziellen Ultraschallunter - suchung kann die Fließgeschwindigkeit in den Gefäßen bestimmt werden. Somit lassen sich Gefäßverengungen oder -verschlüsse sichtbar machen. Diese Methode ist unblutig und völlig schmerzfrei. Angiographie Dieses Verfahren ermöglicht die Darstellung von Blutgefäßen mittels Röntgenstrahlen. Nach örtlicher Betäubung wird eine Arterie, meist in der Leiste, punktiert. Anschließend wird ein Kontrastmittel über einen dünnen Kunststoffschlauch in das Gefäßsystem gespritzt, um mit dessen Hilfe die Arterien und mögliche Engstellen auf einem Röntgenbild darstellen zu können. Diese Untersuchung wird vor allem dann durchgeführt, wenn eine gefäßöffnende Behandlung (Ballondilatation) oder eine Operation geplant ist.

21 Magnetresonanztomo - graphie (MRT oder Kernspintomographie) Das MRT liefert detaillierte Schnittbilder des menschlichen Körpers. Statt belastender Röntgenstrahlen werden ein starkes Magnetfeld sowie Radiowellen genutzt, die die Darstellung hoch aufgelöster Bilder vom gesamten Blutgefäßsystem des Patienten ermöglichen. Dazu wird der Patient auf einer Liege in eine Röhre gefahren. Um eine bessere Abbildung der Blutgefäße zu erhalten, kann ein Kontrastmittel injiziert werden. Computertomographie (CT) Bei dieser Untersuchung erzeugt ein Com puter unter Röntgenstrahlen ein drei dimensionales Bild. Dazu wird der Patient auf der Untersuchungsliege in eine kurze Röhre gefahren. In den meisten Fällen erhält er über die Vene ein Kontrastmittel injiziert, das die Arterien sichtbar macht. Bei dieser Untersuchung ist die hohe Strahlenbelastung zu beachten. 21

22 Behandlungsmöglichkeiten Der Schwergrad und der Verlauf von Durchblutungsstörungen in den Beinen ist von Patient zu Patient verschieden. Deswegen kann nur der behandelnde Arzt genau abschätzen, welche Behandlung in Frage kommt. Neben der notwendigen, ärztlich geführten Behandlung der Risikofaktoren (Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen) kommt es ganz entscheidend auf die Eigeninitiative der Betroffenen an. Eine gesundheitsbewusste Lebensführung bestimmt maßgeblich, wie sich die Krankheit weiter entwickelt. In Abhängigkeit vom Schweregrad der PAVK verfolgt die Behandlung der arteriellen Durchblutungsstörung verschiedene Ziele: Stadium I: Fortschreiten der Erkrankung durch Behandlung der Risikofaktoren vermeiden Stadium II: Verlängerung der Gehstrecke des Patienten Stadium III: Linderung der Schmerzen Stadium IV: Abheilung von Geschwüren, Vermeidung von Amputationen In diesem Kapitel erfahren Sie, was Sie selbst gegen krankhafte Durchblutungsstörungen in den Beinen tun können. Darüber hinaus erhalten Sie Informationen, mit welchen Medikamenten und Verfahren Ihr Arzt dieses Krankheitsbild behandeln kann. 22 Jede Behandlung hat nur ein Ziel: Die Verbesserung der Durchblutung! So kann wieder eine ausreichende Sauerstoff- und Nährstoffversorgung in dem betroffenen Gebiet erreicht werden.

23 Das können Sie tun Wenn bei Ihnen Durchblutungsstörungen festgestellt wurden, sollten Sie folgende Tipps unbedingt beherzigen: Gehen Sie regelmäßig zum Arzt und behandeln Sie konsequent Ihre Risikofaktoren. Hören Sie auf zu rauchen! Jede Zigarette ist ein Anschlag auf die Arterien. Denn Nikotin ist ein Gefäßgift. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker: Beide können Sie in Ihrem Bemühen unterstützen. Sind Sie übergewichtig? Dann runter mit den Pfunden. Aber Vorsicht vor Blitz -Diäten. Der beste Weg ist eine langfristige Ernährungsumstellung: Achten Sie auf eine ballaststoff- und vitaminreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Achten Sie auf Ihre Kleidung. Verzichten Sie auf zu enge Kleidung, Schuhe und Gürtel, einschnürende Strümpfe usw. Bleiben Sie in Bewegung! Es müssen keine sportlichen Höchstleistungen Sorgen Sie für eine rundum gesunde sein. Benutzen Sie die Treppe statt Lebensführung. den Lift, steigen Sie auf dem Weg zum Einkauf oder zur Arbeit eine Halte - stelle eher aus. Auch Schwimmen, Radfahren, Wandern oder Tanzen trainiert die Gefäße. 23

24 Mehr bewegen: Gehtraining Durch regelmäßiges Gehtraining werden die Blutgefäße gestärkt und die Durchblutung gebessert! Gehtraining ist neben der medikamentösen Behandlung ein wichtiges und wirkungsvolles Standbein bei der Behandlung von arteriellen Durchblutungsstörungen der Beine. Und vor allem: Gehtraining ist ganz einfach und überall durchführbar! Wichtig: es muss regel - mäßig durchgeführt werden! 24 Für alle Patienten ohne Ruheschmerzen und ohne Geschwüre gilt: Wer eine Verschlechterung seiner Durchblutung in den Beinen verhindern will oder wieder ohne Schmerzen größere Strecken zurücklegen möchte, kann hierfür mit einem speziellen Gefäßtraining aktiv werden: Gehtraining!

25 Das Gehprogramm besteht aus einer Gewöhnungs- und Aufbauphase. Es beginnt mit einer Gewöhnungs phase, in der Sie ein wöchentlich aufeinander aufbauendes Programm absolvieren. GEWÖHNUNGSPHASE Gehprogramm 1. Woche Täglich 15 Minuten Gehtraining. Lernziel: in dieser ersten Woche lernen Sie, kurz bevor die Schmerzen im Bein auftreten stehen zu bleiben. Anschließend machen Sie 3 Minuten Pause und gehen dann weiter. Wichtig: Laufen Sie niemals in den Schmerz hinein. 3. Woche Täglich 15 Minuten Gehtraining. Halten Sie weiterhin Pausen ein und führen Sie das Gehtraining schmerzfrei durch. Lernziel: Entspanntes, rhythmisches Gehen. Hierfür lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Gehtechnik: Die Füße sollten weniger kraftvoll arbeiten, denn leises Auftreten und entspanntes Abrollen des Fußes sparen Energie. Unbedingt beachten: Laufen Sie beim Gehtraining niemals in den Schmerz hinein. 2. Woche Täglich 15 Minuten Gehtraining. Halten Sie weiterhin Pausen ein. Führen Sie das Gehtraining schmerzfrei durch. Lernziel: Finden Sie Ihr eigenes Gehtempo. Ideal ist ein Tempo, bei dem die Füße wie von allein laufen, mit einem Minimum an Anstrengung. 25

26 Nach dem 3-wöchigen Training haben Sie den Grundstein gelegt und können nun in die Aufbauphase übergehen. AUFBAUPHASE 4. Woche Täglich 20 Minuten Gehtraining. Achten Sie auf ausreichende Pausen, denn durch 2 3 Minuten Stehen bleiben wird die Beindurchblutung verbessert. Nutzen Sie diese Ver - besserung. Es gilt immer noch: Gehen Sie nicht gegen den Schmerz an. 5. Woche Täglich 25 Minuten Gehtraining. Machen Sie in den erforderlichen Maßen Pausen. Überprüfen Sie Ihr Gehtempo wieder. Versuchen Sie bewusst, mal langsamer, mal schneller zu gehen, um so Ihr Gehtempo zu variieren. 6. Woche Täglich 30 Minuten Gehtraining. Halten Sie weiterhin Pausen ein. Achten Sie darauf, sich möglichst schmerzfrei zu bewegen. Lernziel: In dieser Woche können Sie versuchen, Ihre Umgebung wahrzunehmen. Suchen Sie sich einen besonders schönen Gehweg aus, öffnen Sie Ihre Sinne. Genießen Sie Sonne, Regen, Wind und Sturm! 26 Trainieren Sie weiter! Wie der Leistungssportler können auch Sie durch ständiges Trainieren Ihre Leistungsfähigkeit erhalten.

27 Hier noch ein paar Tipps: 1. Gemeinsam geht es leichter! Fragen Sie Ihren Arzt nach einer Gefäßsportgruppe in Ihrer Nähe. Hier können Sie in einer Gruppe und unter ärztlicher Betreuung an der Verbesserung Ihrer Gehleistung arbeiten. 2. Kontrollieren Sie die schmerzfreie Gehstrecke. Suchen Sie sich in Ihrem Trainingsgelände eine Strecke mit einigen markanten Punkten (Hausnummer, Laternenpfahl, Straßenecken usw.) und messen Sie von Zeit zu Zeit wie weit Sie kommen, wenn Sie in einem zügigen Tempo von einem immer gleichen Startplatz losgehen. 3. Führen Sie Buch über Ihr Training. So können Sie Ihre Fortschritte besser überschauen und Ihrem Arzt mitteilen. 27

28 Gymnastik Neben dem Gehtraining bildet die Gymnastik im frühen Stadium der PAVK die Grundlage der Behandlung. Am besten nehmen Sie sich für die Übungen einen Stuhl zu Hilfe. An der Rückenlehne können Sie sich aufstützen oder festhalten. Zehenstand: Stellen Sie sich auf die Zehen beider Füße, verharren Sie einige Sekunden und senken Sie dann die Füße im Zeitlupentempo wieder ab. Sie können diese Übung auch abwechselnd mit dem linken und rechten Fuß durchführen. Wiederholen Sie diese Übung 3- bis 4-mal. lässt nach. Führen Sie die Dehnung jeweils 5- bis 10-mal abwechselnd mit dem einen und anderen Bein durch. 28 Aktive Wadendehnung: Stellen Sie sich hin und strecken ein Bein nach vorn aus. Die Ferse bleibt fest auf den Boden gedrückt. Ziehen Sie die Zehen zum Körper. Dabei wird die Ferse weiterhin fest auf den Boden gedrückt. Sie sollten in der Wade eine leichte Dehnung spüren. Halten Sie die Spannung einige Sekunden. Bewegen Sie die Zehen wieder Richtung Boden. Die Dehnung

29 Beinpendeln: Stellen Sie sich aufrecht hin und stützen Sie sich auf die Stuhllehne. Bewegen Sie ein Bein nach vorn und heben Sie die Ferse vom Boden ab. Pendeln Sie mit der Wade abwechselnd nach vorne und hinten. Führen Sie diese Übung mit jedem Bein 2- bis 3-mal durch. Rollübung mit dem Holzstab: Diese Übung hat das Ziel, die Durchblutung der Beine und die Beweglichkeit der Füße zu verbessern. Sie benötigen für die Übung einen cm langen Holzstab mit einem Durchmesser von 2 3 cm (z. B. einen abgesägten Besenstiel). Ziehen Sie Ihre Schuhe aus und setzen Sie sich auf einen Stuhl. Legen Sie den Holzstab unter die Füße. Rollen Sie den Stab leicht von der Ferse bis zur Fußspitze. Drücken Sie Ihre Füße fester auf den Boden und erhöhen Sie die Rollgeschwindigkeit des Stabes. Dauer der Übung: ca. 3 Minuten. Aktives Ausschütteln: Zur Erholung schütteln Sie Ihre Beine 2 3 Minuten abwechselnd aus. 29

30 Ärztliche Behandlung 30 Medikamente Für die Behandlung von arteriellen Durch - blutungsstörungen in den Beinen stehen wirksame Medikamente zur Verfügung. Diese werden auch in den aktuellen Richtlinien zur Behandlung der PAVK empfohlen. Bei der Behandlung der PAVK werden häufig Thrombozytenfunktionshemmer verschrieben. Diese Medikamente werden in erster Linie eingesetzt, um das Risiko ernster Komplikationen der Atherosklerose, wie z. B. Herzinfarkt oder Schlaganfall, zu vermindern. Die Arzneimittel beeinflussen die für die Gerinnselbildung verantwortlichen Blutplättchen (Thrombozyten). Dadurch sinkt das Risiko einer Gerinnselbildung deutlich und somit auch die Gefahr für einen akuten Gefäßverschluss. Im Stadium II der PAVK kann der Arzt Ihnen Tabletten verschreiben, die Ihre Gehstrecke verlängern können und damit auch zu einer Verbesserung Ihrer Lebensqualität beitragen. Sofern Sie unter einer schweren PAVK leiden, d. h. Ruheschmerzen oder eine schlecht heilende Wunde (Gangrän) vorliegen, ist eine Infusionstherapie möglich. Diese Behandlung soll die arteriellen Blutgefäße erweitern und die Fließeigenschaften des Blutes verbessern. Dadurch kann die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung in dem durchblutungsgestörten Gewebe verbessert werden. Daneben können auch gestörte Funktionen der Blutgefäßinnenwände günstig beeinflusst und die Gerinnungsneigung des Blutes (durch Verklumpen der Blutplättchen) gesenkt werden. Damit können Ruheschmerzen gelindert werden, Wunden besser abheilen und somit das Risiko einer Amputation verringert werden.

31 Ballondilatation (Kathetertherapie) Eine Standardmethode bei der Behandlung der PAVK stellt die Ballondilatation (perkutane transluminale Angioplastie = PTA) dar, bei der ein verengtes oder verschlossenes Blutgefäß durch Einführen eines speziellen Katheters in die betroffene Arterie wieder geöffnet wird. Dieses Verfahren wird vor allem dann durchgeführt, wenn die Gehstrecke kürzer als 200 m ist und wenn die PAVK große Schmerzen verursacht. Zunächst wird in der Leiste die Beinarterie punktiert. Durch eine Kanüle wird ein dünner Führungsdraht in die Beckenoder Beinarterie geschoben und ein spezieller Katheter eingelegt, der an seiner Spitze einen aufblasbaren Ballon besitzt. Der Ballonkatheter wird in die Mitte der Verengung platziert und anschließend aufgeblasen. Durch den Ballon werden die Wandauflagerungen zusammengepresst, die Verengung ist damit beseitigt und das Blut kann wieder ungehindert fließen. Während der Aufdehnung können kurzfristig Schmerzen auftreten, die nach Entleerung des Ballons wieder verschwinden. Bei komplizierten oder langen Gefäßverschlüssen wird zusätzlich eine Gefäßstütze (Stent) ins Blutgefäß eingesetzt, um einen Wiederverschluss der betroffenen Arterie zu verhindern. Nach dem Eingriff wird ein Druckverband angelegt und der Patient muss für einige Stunden Bettruhe halten. Gefäßoperation Eine Gefäßoperation wird vor allem im fortgeschrittenen Stadium der PAVK notwendig, z. B. wenn die Gehstrecke nur noch sehr kurz ist, Ruheschmerzen in den Füßen und Beinen auftreten oder kleine Wunden an schlecht durchbluteten Stellen nicht mehr heilen. Häufig liegen langstreckige Gefäßverengungen oder -verschlüsse vor. Bei einer Bypass-Operation wird eine Umleitung um die Blutgefäßengstelle gelegt. Für den Bypass kann eine körpereigene Vene oder ein Stück Kunststoff verwendet werden. Daneben besteht die Möglichkeit, die verengte oder verschlossene Arterie längs zu öffnen und die artherosklerotischen Gefäßveränderungen chirurgisch herauszuschälen (Thrombendarterektomie = TEA). Nach erfolgter Ausschälung wird oftmals ein Stück Vene oder Kunststoff in die Gefäßwand eingenäht, um mit dieser Erweiterung die Gefahr eines erneute Verschlusses zu vermindern. 31

32 Nicht nur für Diabetiker: Achten Sie auf die richtige Fußpflege! Durch die geringe Schmerzempfindlichkeit in den Füßen sind Diabetiker besonders anfällig für unbemerkte Verletzungen. Besondere Gefahrenquellen sind: schlecht sitzende Schuhe und Strümpfe, die ständig drücken Wärme, z. B. durch Heizkissen, Wärmedecken oder zu warmes Badewasser kleine Schnittverletzungen bei der Nagelpflege Hornhaut und Schwielen an den Zehen und Fußsohlen wirken wie Fremdkörper auf das darunter liegende Gewebe Jede noch so kleine Verletzung der Haut kann mit Bakterien besiedelt werden. Wird darüber hinaus auch noch die Durchblutung des Gewebes durch eine Verengung in den Arterien beeinträchtigt, begünstigt dies die Entzündung und verzögert den Heilungsprozess. Wichtige Tipps zur Fußpflege bei PAVK! Kontrollieren Sie Ihre Füße täglich auf kleine Verletzungen. Um auch die Fußsohlen zu betrachten, können Sie einen Spiegel zu Hilfe nehmen. Teilen Sie Veränderungen sofort Ihrem Arzt mit. Nehmen Sie auf keinen Fall eine Eigenbehandlung vor. Füße täglich mit lauwarmem Wasser waschen und gut abtrocknen (auch zwischen den Zehen). Cremen Sie Ihre Füße täglich mit Fettsalbe ein (mit 5 % Harnstoff). Hornhaut bitte nicht abhobeln, sondern nur vorsichtig abschmirgeln. Fußnägel nicht schneiden, nur feilen. Am besten lassen Sie sich von einer medizinischen Fußpflege behandeln. Verwenden Sie bitte keine Hühner - augenpflaster. Laufen Sie wegen der Verletzungsgefahr nicht barfuß. 32

33 Der gute Rat Wenn Sie Probleme mit der Durchblutung in den Beinen haben, z. B. Schmerzen beim Gehen: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Er kann Ihnen die Angst nehmen und die richtige Therapie einleiten. 33

34 An Ihrer Seite 34 Sie haben noch Fragen oder möchten sich mit anderen Betroffenen austauschen? In Deutschland gibt es eine Reihe von Einrichtungen und Selbsthilfegruppen, die Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Nutzen Sie diese Unterstützung! Deutsche Gesellschaft für Angiologie/ Gesellschaft für Gefäßmedizin e.v. (DGA) Luisenstraße 58/ Berlin Tel / Fax 0 30 / Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin Luisenstraße 58/ Berlin Tel / Fax 0 30 / Amputierten-Initiative e.v. Spanische Allee Berlin Tel / Fax 0 30 / Deutsche Gefäßliga e.v. Postfach Malsch b. Heidelberg Tel / Fax / AVK Selbsthilfegruppen Bundesverband e.v. An der Oberhecke Sörgenloch/Mainz Tel / Fax / UCB Pharma GmbH Alfred-Nobel-Straße Monheim Tel / Fax /

35

36 PV/14/058LPSRC

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