Was heisst Lebensqualität im öffentlichen Raum der Stadt?

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1 Schritt für Schritt zu mehr Lebensqualität in der Stadt Fussverkehr in der Stadtentwicklung Neue Mobilität Baden-Württemberg bewegt nachhaltig Stuttgart, 24. April 2015 Was heisst Lebensqualität im öffentlichen Raum der Stadt?

2 Lebensqualität ist Begegnung und Kommunikation Lebensqualität ist Spiel- & Bewegungsraum zu haben

3 Lebensqualität ist sich sicher zu fühlen & zu sein Lebensqualität ist am Stadtleben teilhaben zu können

4 Lebensqualität ist vor Lärm & Schmutz geschützt sein Vorher Nachher Lebensqualität ist sich emotional wohl zu fühlen

5 Lebensqualität ist Träume und Sehnsüchte zu leben Es ist schwierig, einen Raum zu gestalten, der keine Menschen anzieht. Das erstaunliche ist, wie oft dies gelungen ist. William H. Whyte

6 Paradigmen-Wechsel städtischer Strassenräume (aus Fussverkehrs-Sicht) Phase 1: Fussgänger stören Verkehr & Fortschritt ; Verdrängung durch Auto Invasion; Verlust von Raum und Wegnetz Phase 2: Erste Fussgängerzonen & Schritte zur Verkehrsberuhigung &; lineare Bewegung A-B; Gehen ist (auch) Verkehr Phase 3: Schaffung attraktiver öffentlicher Räume; Bewegung & Aufenthalt; Gehen ist mehr als Gehen (Gehl) Quellen Bilder: Stadt Schaffhausen; Deutsches Bundesarchiv & D. Sauter Was trägt zu mehr Lebensqualität in der Stadt bei?

7 Attraktive öffentliche Räume mit Verweilmöglichkeiten Soziales Leben auf der Strasse ermöglichen Bärenfelserstrasse, Basel, Schweiz Fotos: Marco Hüttenmoser Durchgängige, sichere & attraktive Fusswege-/Netze

8 Strassen & Plätze mit Mehrfachfunktionen Vielfalt an Motivationen, Zwecken & Bewegungsformen Das Fusswegnetz ist das grösste Fitnesszentrum Gehen ist gesund für Körper und Geist

9 Lebendige Märkte und Einkaufsgelegenheiten 100 Wöchentliche Ausgaben in Quartierzentren Londons 80 Quelle: London Town Centres Survey Auto 46 U-Bahn, Eisenb. 63 Bus 56 Fahrrad 91 zu Fuss Weniger motorisierter Verkehr 94% der PassantInnen & 60% der Geschäftsleute finden Situation besser Verweilende +121% Radelnde +18% / Tag Quelle: Stadt Zurich; D. Sauter, 2008: Das Limmatquai vor und nach der Neugestaltung Suchbegriffe: Limmatquai Aufenthaltsnutzung Gehende +17% / Tag

10 Tiefere Geschwindigkeiten des motorisierten Verkehrs Geringes Tempo wichtig für soziale Funktionen 90% 80% 70% 50 km/hr Strasse 30 km/hr Strasse 20 km/hr Strasse 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% 15% 12% 33% Kennt Nachbarn gegenüber 15% 49% 76% Fühlt sich sicher 45% 56% 75% Fühlt sich zuhause 24% 37% 51% Verweilt in Strasse 65% 61% 87% Rechnet mit Hilfe Quelle: Daniel Sauter & Marco Hüttenmoser: Integrationspotenziale im öffentlichen Raum urbaner Wohnquartiere im Auftrag des Schweizerischen Nationalfonds; Kurzbericht: Was braucht es institutionell, um mehr Lebensqualität zu schaffen?

11 1) Fokus auf öffentlichen Raum und seine Nutzung erst in zweiter Linie auf Mobilität 2) Notwendigkeit für erweiterte Sicht: auf alle Quartiere (inkl. Vororte), nicht nur Innenstädte

12 3) Notwendigkeit zur Umkehrung der Prioritäten und zur Umverteilung der Ressourcen Verteilung der Distanzen Verteilung der Ressourcen Weite Wege Distanzen über 30 km (7%) Mittlere Wege Distanzen 5 bis 30 km (30%) Kurze Wege Distanzen bis 5 km (63%) 4) Begriffe kritisch hinterfragen: Ist das Verkehr?

13 5) Daten erheben: nur was gezählt wird, zählt Zählen und Beobachten Qualitäten der Räume Zufriedenheit Wirtschaftliche Aspekte Soziale Aspekte Gesundheitsaspekte Wie erleben wir Lebensqualität, wenn wir zu Fuss gehen?

14 William (7) geht zu Fuss zur Schule Quelle & copyright : Marco Hüttenmoser, Muri AG; Sandra (7) wird mit dem Auto zur Schule gefahren Quelle & copyright : Marco Hüttenmoser, Muri AG;

15 Maria (10) geht auf eigenen Füssen zur Schule Quelle & copyright : Marco Hüttenmoser, Muri AG; Danke!

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