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1 flüsse der erkenntnis bulletin #9, Jan. 2011»Es war zum Verzweifeln schön, so viel strudelndes Wasser, weiß geschlagenes, aufsprühendes. «Helga Schütz, Vom Glanz der Elbe Im Mittelpunkt unserer C-Change Projektarbeit steht die Kommunikation. Kommunikation im Hinblick auf die Gestaltung der Informationsstationen sowie die Diskussion neuer Strategien der Planung unter den Bedingungen des Klimawandels. Um Theorien zum Leben zu erwecken, wurde ein ehrgeiziges Programm aufgelegt. Internationale Konferenzen wie zum Thema Anderes Klima, Andere Pläne werden kombiniert mit lokalen, teils unscheinbaren, aber umso wirkungsvolleren Aktionen wie die Interviews mit Passanten am Mainufer in Offenbach durch die Gruppe Wheel. Egal wo die Gruppe Wheel am Main für spontane Aktionen auftauchte, waren die Menschen ohne dass sie es gleich selber wahrnahmen einbezogen. So konnten unterschiedlichste Zielgruppen erreicht werden. Carolina Guimarães hat zusammen mit der Gruppe Wheel junge Menschen, vor allem Migranten, erreicht, die sich im Park am Mainufer aufhalten. Die Gespräche hatten zum Ziel, die Menschen in den kreativen Prozess einzubeziehen (Filmclips sind zu sehen unter Die Soziologin Petra Günther begann mit einer Serie von Gesprächen mit Bürgern einiger Mainanrainerstädte. Sie erreichte 1500 Personen. Diese Tätigkeit führte zu grundlegenden

2 Einsichten in konkrete Sorgen der Menschen vor Ort das Gärtnern, die Nahrungsmittel, die Sommertemperaturen, die Wärmedämmung privater Häuser... Frau Günther (Links im Bild) vor dem Kelsterbacher Rathaus im Gespräch mit Bürgern. Ihr Hauptanliegen ist die Einbeziehung der Bevölkerung vor Ort. Die vielfältigen Aktivitäten haben auf der anderen Seite jedem deutlich gemacht, dass C- Change ernst genommen wird. Aktionen wie die Verwendung des Klima- und Wetterexperimentekoffers hatten eine wesentlich größere Resonanz als ursprünglich vermutet. Rolf Degel, ein Absolvent der Hochschule für Gestaltung Offenbach, entwickelte diese Experimente-Box. Kindern, ja sogar Erwachsenen werden über die Experimente der Einfluss und die physikalischen Ursachen des Klimawandels vermittelt. Vorstellung der Klimaexperimente am 30. November auf der Regionalkonferenz im Planungsverband durch Rolf Degel

3 Herr Kasseckert, Verbandsdirektor des Planungsverbands, hat 75 dieser Experimentierkoffer geordert. Eine für jede Mitgliedsgemeinde des Planungsverbands. Mühlheim hat sein Augenmerk auf die CO 2 -Belastung unserer Ernährung gelegt. Es wurden Vorträge, Beratungen und Kochkurse für Mitbürger und Experten organisiert. Die Klimabox wurde im Wetterpark Offenbach Kindern vorgestellt. All dies Aktivitäten versammeln sich nun auf der neuen Webseite: Diese Webseite ist ein Wissenscontainer, ein Markt für den Austausch und ein Bezugspunkt für den Besucher der Klimaroutenstationen am Main. Als Marja Seliger von der Aalto-Universität Helsinki eine frühe Version auf meinem Rechner sah, sagte sie: Das kommt gerade zur rechten Zeit. Der Fokus der Webseite liegt auf der vertiefenden Information der Menschen, die über die Klimastationen am Main mit dem Thema in Berührung kommen. An jeder Station wird es einen Hinweis auf die Webseite geben. Daneben wird eine Bühne für eine große Serie ausführlicher Interviews mit Spezialisten, Politikern, Künstlern, Autoren und Designern. Sie werden ihre Annährung, ihr Verständnis und die Art ihrer Vermittlung der Phänomene des Klimawandels darlegen. In verschiedenen Sparten finden sich darüber hinaus Literaturempfehlungen, Portraits beteiligter Personen, Informationen über Europäische Institutionen, die ebenfalls in dem Projekt C-Change beteiligt sind, wie auch von Verwaltungen und Forschungseinrichtungen. Auf diese Weise soll nicht allein ein Medium für das Projekt entstehen, sondern eine eigenständige Quelle, mit dem Schwerpunkt Flüsse und Klimawandel. In naher Zukunft wollen wir Migrantengruppen unserer Region für die Zusammenarbeit an einzelnen Stationen interessieren. Denkbar sind Kooperationen z. B. in Verbindung mit der Station Vogelnest und ihrem Bezug zum türkischen Fluss Kızılırmak oder mit der Klimapfad- Station Atmosphäre, die die Brücke zu Nordamerika über den Yukon schlägt. Damit sich

4 Derartiges entfalten kann, braucht es Zeit Wir hoffen, Menschen, die sich über ihren ethnischen Hintergrund mit einer der Stationen identifizieren, in die Arbeit einbeziehen zu können. Ein ganz wichtiger Gesichtspunkt in Anbetracht der sozio-ökologischen Tragweite des Themas. Denn Klimawandel ist ein Phänomen der Gesellschaft in Wechselbeziehung mit der Natur und ihren Ressourcen. klimaroute.de beleuchtet wichtige Medien und Positionen in der Debatte. klimaroute.de gibt vertiefende Informationen zu Phänomenen im Zusammenhang mit Flüssen und Klimawandel, wie z. B. Überschwemmungen.

5 Die C-Change Projekt tritt mit dem Neuen Jahr in eine neue Phase ein. Neue Macher wie Ingenieure, Architekten und Druckereien treffen hinzu. Sie werden die Klimastationen bauen. Bis dann wünsche ich Ihnen Gesegnete Weihnachten und ein Glückliches Neues Jahr. Prof. Georg-Christof Bertsch Frankfurt am Main, 5. Januar 2010

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