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2 Beratende Leitung: Dr. Gizella Zajácz Discimus Geschäftsschule HU Fachberater/innen: Kai Behrends Rackow Schule DE Ilona Fekete Discimus Geschäftsschule HU Sándor Jankó-Szép Ady Endre Lyceum RO Minke Kloppenburg Noorderpoortcollege NL Übersetzungen: Nóra Herpai Discimus Geschäftsschule HU Ilona Kassai Discimus Geschäftsschule HU Anna Maas-Dokter Noorderpoortcollege NL Márta Tóth Ady Endre Lyceum RO Dieses Buch und das Computerprogramm wurden im Rahmen des Projekts Leonardo da Vinci erstellt. (Projektnummer: HU/00/B/F/LA ) Es wurde von der Europäischen Kommission finanziert. Copyright 2002 Discimus Debrecen Design: IDEA 2000 Bt. Debrecen hu Print: Kapitális Kft. Debrecen 2

3 VORWORT Dieses Buch ist angehenden und zukünftigen Unternehmern zu empfehlen. Das Ziel der Autoren war es, Klein- und Mittelunternehmern bei der Existenzgründung im Ausland Hilfe anzubieten. Das Buch enthält wichtige Informationen in vier Sprachen über die Rechtsformen, Steuern, Vorschriften in Deutschland, in den Niederlanden, in Rumänien und in Ungarn. Im Anhang sind Formulare zu finden, die zur Registrierung der Unternehmen nötig sind, sowie Linklisten, mit deren Hilfe per Internet bei den wichtigsten Behörden, Banken, Handelskammern weitere Auskünfte zu bekommen sind. VOORWOORD Dit boek is bedoeld voor nu beginnende en toekomstige ondernemers. Het doel van de auteurs is starters, die zich in het buitenland willen vestigen. hulp te bieden. Het boek bevat belangrijke stukken informatie in vier talen over de ondernemingsvormen, belastingen en oprichtingsvoorschriften in Duitsland, Nederland, Roemenië en in Hongarije. In de appendix zijn formulieren te vinden die bij de inschrijving in het handelsregister in de genoemde landen noodzakelijk zijn. Er is ook een linklijst samengesteld die voor de bereikbaarheid via internet van belangrijke instellingen, banken, kamers van koophandel in de vier landen nieuwe informatie aanbiedt PREFAŢĂ Această carte este recomandată viitorilor întreprinzători. Autorii doresc să acorde un sprijin acelor întreprinzători mici şi mijlocii care intenţionează să înfiinţeze firme în străinătate. Cartea conţine informaţii importante în patru limbi despre formele de întreprinderi, de impozitare şi de înfiinţare de firme din Germania, Olanda, România şi Ungaria. Anexa conţine deasemenea formulare tipizate necesare pentru înfiinţare de firmă, respectiv o listă de link-uri cu cele mai importante instituţii care ajută în informarea ulterioară. ELŐSZÓ Ezt a könyvet kezdő és leendő vállalkozóknak ajánljuk. A szerzők azoknak a kis- és vállalkozóknak szeretnének segítséget nyújtani, akik külföldön szándékoznak céget alapítani. A könyv fontos információkat tartalmaz négy nyelven a németországi, hollandiai, romániai és magyarországi vállalkozási formákról, adózási és cégalapítási feltételekről. A függelékben a cégbejegyzéshez, vállalkozás alapításhoz szükséges nyomtatványok valamint linklista formájában fontos intézmények internet elérhetősége található, amely segíti a további tájékozódást. 3

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5 Inhalt Inhoud Conţinut - Tartalom 1. Hinweise für die Gründung von Unternehmen in Deutschland 7 2. Hinweise für die Gründung von Unternehmen in den Niederlanden Hinweise für die Gründung von Unternehmen in Rumänien Hinweise für die Gründung von Unternehmen in Ungarn 71 5 Aanwijzingen voor de oprichting van ondernemingen in Nederland Aanwijzingen voor de oprichting van ondernemingen in Duitsland Aanwijzingen voor de oprichting van ondernemingen in Roemenië Aanwijzingen voor de oprichting van ondernemingen in Hongarije Îndrumări pentru constituirea de societăţi comerciale în România Îndrumări pentru constituirea de societăţi comerciale în Germania Îndrumări pentru constituirea de societăţi comerciale în Olanda Îndrumări pentru constituirea de societăţi comerciale în Ungaria Útmutató vállalkozások alapításához Magyarországon Útmutató vállalkozások alapításához Németországban Útmutató vállalkozások alapításához Hollandiában Útmutató vállalkozások alapításához Romániában Anhang Appendix Apendice Függelék Linkliste Linklijst Link - uri Linklista 307 5

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7 Hinweise für die Gründung von Unternehmen in Deutschland 7

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9 Hinweise für die Gründung von Unternehmen in Deutschland Abgrenzung der verwendeten Begriffe: Unternehmen: rechtliche, finanzielle, wirtschaftliche, d.h. kaufmännische Einheit Betrieb: technische, organisatorische, arbeitende (z.b. produzierende) Einheit Firma: Name der Kaufleute, unter dem diese ihre Geschäfte machen, klagen und verklagt werden können. Die selbständige Arbeit (Gegensatz zur abhängigen Beschäftigung als Arbeitnehmer) in Deutschland kann in Unternehmen unterschiedlicher Rechtsstellung betrieben werden. In der Regel fallen die Unternehmen unter die Gewerbeordnung (GewO), sind damit Betriebe der gewerblichen Wirtschaft. Alle Unternehmen, deren Leistungserstellung einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordern sind Handelsgewerbe (sind also Kaufleute, für welche die Regeln des Handelsgesetzbuchs [HGB] gelten). Einige Berufsstände sind allerdings frei von den Bestimmungen der Gewerbeordnung, z.b. Ärzte, Anwälte, Artisten, Journalisten, Steuerberater (Freiberufler). Selbständigkeit a) Gewerbebetriebe oder b) Freiberufler wenn kaufmännisch dann Handelsgewerbetreibende also Kaufleute nach HGB sonst Gewerbetreibende Wer sich in der Bundesrepublik selbständig machen will, benötigt dazu die uneingeschränkte Geschäftsfähigkeit (darf also nicht unter Betreuung stehen bzw. geschäftsunfähig sein). Ausländer aus Nicht-EU-Staaten benötigen eine unbeschränkte Aufenthaltsberechtigung. EU-Bürger sind Bundesbürgern gleichgestellt. 9

10 Einige Tätigkeitsfelder sind von besonderen Vorschriften eingerahmt, so z.b. alle Handwerksbetriebe, alle Vertrauensgewerbe. Unternehmer müssen ggf. ihre persönliche und fachliche Eignung nachweisen. Bestimmte Produkte unterliegen ebenfalls besonderen Vorschriften, so z.b. Lebensmittel, Waffen, Pharmazeutika usw. Der Außenhandel ist durch Quotenregelungen, Kontingente und Europarecht stark reglementiert. Diese Geschäftsfelder müssen bei der Unternehmensgründung Gegenstand eingehender Beratung sein. Die Selbständigen werden in Deutschland in Kammern erfasst, sowohl die Freiberufler (Steuerberaterkammer, Ärztekammer, Rechtsanwaltskammer usw.), als auch die gewerbliche Wirtschaft (Landwirtschaftskammer, Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer). Diese Kammern beraten auch Existenzgründer in ihren Zuständigkeitsbereichen. Die meisten Unternehmen werden als Handelsgewerbetreibende (Kaufleute) von den Industrie- und Handelskammern betreut. Das Handelsrechtsreformgesetz vom 1. Juli 1998 hat u.a. zu einer Neuregelung des Kaufmannsbegriffs geführt. Das Gesetz unterscheidet jetzt nur noch generell zwischen Kaufleuten, für die im Wesentlichen das Handelsgesetzbuch (HGB) maßgeblich ist und Nichtkaufleuten, die den Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) unterliegen. Unterscheidung von Kaufleuten und Nichtkaufleuten Die Schwelle vom Nichtkaufmann zum Kaufmann wird überschritten, wenn das Unternehmen nach Art und Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert. Für die Abgrenzung ist das Gesamtbild des Betriebes entscheidend. Wichtige Kriterien sind beispielsweise die Höhe der Umsätze und des Gewinns, die Anzahl der Mitarbeiter sowie die Vielfalt der Erzeugnisse. Ist eine kaufmännische Organisation sowie kaufmännisch geschultes Personal nicht erforderlich und nicht vorhanden, so spricht dies gegen die Kaufmannseigenschaft (Beispiele:,,Tante-Emrna-Läden, kleine Gastwirte, kleine Einzelhändler, Eisdielen und Kantinen). Die Eintragung seines Unternehmens in das Handelsregister hat für den Kaufmann nur deklaratorische Wirkung, d.h. sie bestätigt die schon durch Gesetz begründete Erlangung der Kaufmannseigenschaft. Der 10

11 Nichtkaufmann dagegen ist nach der Neuregelung des Gesetzes berechtigt, aber nicht verpflichtet, sich in das Handelsregister eintragen zu lassen. Lässt er sich freiwillig eintragen, so wird er mit der Eintragung Kaufmann, d.h. die Eintragung wirkt konstitutiv; er unterliegt dann uneingeschränkt dem HGB. Ebenso steht es ihm frei, nach bereits erfolgter Eintragung auf eigenen Antrag wieder im Handelsregister gelöscht zu werden. Konsequenzen der Handelsregistereintragung für den Nichtkaufmann Die Entscheidung, sich in das Handelsregister eintragen zu lassen, kann dem Gewerbetreibenden auf der einen Seite größere Freiheiten im rechtsgeschäftlichen Verkehr einbringen, denn die Geltung des Handelsrechts wird geprägt durch die Einfachheit sowie die Schnelligkeit des Handelsverkehrs. Auf der anderen Seite birgt das Handelsrecht überall dort Gefahren, insbesondere für unerfahrene Kaufleute, wo Vorschriften bestimmte Rechtsfolgen an die Kaufmannseigenschaft knüpfen. Im Folgenden sind zunächst die wesentlichen Konsequenzen, die die Hande lsregistereintragung nach sich zieht, aufgeführt. a) Firmenbildung Nur der im Handelsregister eingetragene Kaufmann darf sein Gewerbe unter einer Firma führen. Unter einer Firma versteht man im rechtlichen Sinne nicht das Unternehmen als solches, sondern den Namen des Kaufmanns, unter dem er im Geschäftsverkehr auftritt und seine Unterschrift abgibt. Das neue Firmenrecht erlaubt es dem Kaufmann, als Firma seinen Namen, eine Sachbezeichnung (z.b. ABC - Softwareentwicklung GmbH) oder einen Phantasienamen (z.b. TOPTEC Computerhandel e.kfm.) zu führen. Die Firma muss in das Handelsregister eingetragen werden. b) Vorschriften über Handelsgeschäfte Das HGB enthält Vorschriften, die den Bedürfnissen des Handelsverkehrs angepasst sind und deshalb von den Bestimmungen des BGB abweichen. Die wichtigsten der Besonderheiten sollen hier in Kürze erwähnt werden: Schweigen auf Geschäftsbesorgungsanträge Im bürgerlichen Recht kommt ein Vertrag nur durch eine ausdrückliche oder zumindest konkludente Annahmeerklärung zustande. Schweigt dagegen ein Kaufmann auf einen Antrag, der auf eine Geschäftsbesorgung gerichtet ist, so gilt dies nach 362 Abs. 1 HGB als Annahme, wenn zwischen beiden schon eine Geschäftsbeziehung besteht. 11

12 Vergütung ohne ausdrückliche Vereinbarung Kaufleute können auch ohne ausdrückliche Vereinbarung einen Anspruch auf eine angemessene Vergütung geltend machen, da allgemein bekannt ist, dass Kaufleute noch weniger als andere Personen umsonst für andere tätig werden ( 354 Abs. 1 HGB). Sorgfaltspflicht Für Kaufleute gilt bei Handelsgeschäften eine gegenüber dem gewöhnlichen Maßstab des BGB erhöhte Sorgfaltspflicht. Sie haben dem Geschäftspartner für die,,sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns einzustehen. Dies bedeutet z.b. die Pflicht zur sorgfältigen Behandlung der Korrespondenz, zur Prüfung von Unterschriften auf Schecks und zur sorgfältigen Aufbewahrung von Firmenstempeln, um Missbrauch zu verhindern. Vertragsstrafe Eine unverhältnismäßig hohe Vertragsstrafe, die von einem Kaufmann im Betriebe seines Handelsgewerbes versprochen ist, kann nicht herabgesetzt werden. Laufende Rechnung / Kontokorrent Nach 355 HGB kann der Kaufmann eine Kontokorrentabrede treffen. Vertragspartner, die über einen längeren Zeitraum in Geschäftsbeziehungen miteinander stehen, können so ihre gegenseitigen Forderungen miteinander verrechnen. Die unter die Kontokorrentabrede fallenden Ansprüche können nicht einzeln geltend gemacht werden. Erst nach Abschluss der vereinbarten Kontokorrentperiode (z.b. Quartal) wird ein Saldo errechnet, der die ursprünglichen Einzelforderungen ersetzt. Untersuchungs- und Rügepflicht Beim beiderseitigen Handelskauf, der auf beiden Seiten die Kaufmannseigenschaft voraussetzt, unterliegt der Kaufmann bei der Warenannahme einer speziellen Untersuchungs- und Rügepflicht ( 377 ff. HGB). Er ist verpflichtet, die Ware nach der Ablieferung unverzüglich zu untersuchen und Mängel gegenüber dem Verkäufer zu beanstanden. Rügt er die Mängel nicht unverzüglich, so gilt die Ware als genehmigt und er verliert seine Gewährleistungsansprüche. c) Prokura Kaufleute können Prokura erteilen ( 48 HGB). Der Prokurist ist ermächtigt, jede Art von Geschäften abzuschließen, die der Betrieb eines Handelsgewerbes mit sich bringt (einzige Ausnahme ist die Veräußerung und Belastung von Grundstücken [sofern diese nicht beim Erwerb eines 12

13 Firmengrundstücks anfallen], 49 Abs. 2 HGB). Beschränkungen der Prokura gelten zur Erleichterung des Handelsverkehrs nur im Innenverhältnis zwischen Kaufmann und Prokurist. Bei Verstößen haftet der Prokurist intern dem Unternehmer. Die Verantwortlichkeit des Unternehmens gegenüber Dritten wird davon nicht beeinträchtigt, d.h. im Außenverhältnis bleiben die geschlossenen Verträge wirksam. d) Pflicht zum Führen von Handelsbüchern Der Kaufmann hat die Pflicht, Geschäftsvorfälle festzuhalten und Aufzeichnungen über die Unternehmenslage anzufertigen. Dies dient u.a. dem Schutz von Gläubigern und der Information der Allgemeinheit. Zu den Pflichten zählen insbesondere: die Buchführungspflicht die Inventarpflicht die Pflicht zur Erstellung eines Jahresabschlusses die Aufbewahrungspflicht (alle kfm. Belege 10 Jahre) Die Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft können ihre rechtliche Verfassung weitgehend selbst bestimmen, in dem sie eine geeignete Rechtsform wählen. Kriterien für die Wahl der Rechtsform Folgende Kriterien sind bei der Wahl der Rechtsform von Bedeutung: Haftung: Sie erstreckt sich entweder auf das gesamte Vermögen, einschließlich dem Privatvermögen oder beschränkt auf die Kapitaleinlage. Bei manchen Rechtsformen haften die Gesellschafter gesamtschuldnerisch (solidarisch), d. h. alle Gesellschafter haften für die gesamten Schulden der Gesellschaft, und unmittelbar, d. h. jeder Gläubiger kann sich direkt an jeden Gesellschafter halten. Leitungsbefugnis: Man unterscheidet hier die Geschäftsführungsbefugnis und die Vertretungsbefugnis. Die Geschäftsführung betrifft das Innenverhältnis, d.h. die Beziehungen der Gesellschafter untereinander, ihre gegenseitigen Rechte und Pflichten. Die Vertretung dagegen bezieht sich auf das Außenverhältnis, d.h. hier wird die Frage geklärt, wer die Gesellschaft nach außen hin (z. B. gegenüber Lieferanten, Kunden, Banken) vertreten darf. Gewinn- und Verlustteilung: Die Höhe der Gewinn- und Verlustbeteiligung wird bei den Gesellschaftsformen im Wesentlichen durch die Höhe des Haftungsrisikos bestimmt. 13

14 Steuerbelastung: Die Besteuerung der Gewinne ist von der Rechtsform und zum Teil auch von der Gewinnverwendung abhängig. Der Gewinn der Kapitalgesellschaften unterliegt nicht der Einkommensteuer, sondern der Körperschaftsteuer. Weitere für alle Unternehmensformen geltende Steuer ist die Gewerbeertragsteuer. Aufwendungen: Die durch die Rechtsform verursachten Aufwendungen können einmalig sein (z. B. Handelsregistereintrag) oder immer wieder anfallen (z. B. Pflichtprüfungen, Veröffentlichung des Jahresabschlusses bei Aktiengesellschaften). Publizitätszwang: Für bestimmte Rechtsformen und für Unternehmen bestimmter Größenordnungen besteht eine Publizitätspflicht, d.h. sie müssen den Jahresabschluss veröffentlichen. Dieser Publizitätszwang dient dem Schutz der Gläubiger und der Gesellschafter. Der Zwang zur Offenlegung existiert für Aktiengesellschaften und rechtsformunabhängig für Unternehmen, für die mindestens zwei der drei nachstehenden Merkmale zutreffen ( 1 Gesetz über die Rechnungslegung von bestimmten Unternehmen und Konzernen): - die Bilanzsumme übersteigt 125 Mio. DM, - die Umsatzerlöse übersteigen 250 Mio. DM, - es werden mehr als 5000 Arbeitskräfte beschäftigt. Die Rechtsformen der Unternehmung im Privatrecht sind im Handelsgesetzbuch (HGB), Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), Aktiengesetz (AktG) und GmbH - Gesetz festgelegt. Übersicht über die häufigsten Rechtsformen: Die Einzelunternehmung Die gesetzliche Grundlage für das Einzelunternehmen findet man im HGB von 1 bis 104 geregelt. Bedeutung der Einzelunternehmung: - häufigste Unternehmensform (ca. 90%) - geeignet für kleine bis mittelgroße Unternehmen - große Entfaltungsmöglichkeiten des Unternehmers 14

15 Vorteile: - keine Gewinnaufteilung - schnelle Entscheidungen (keine Abstimmung) - keine Streitigkeiten bei der Unternehmensführung - geringe Gründungsformalitäten und Gründungskosten Nachteile: - alleiniges Risiko, da alleinige Haftung - begrenzte Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten - starke Arbeitsbelastung - Fachkompetenz in allen Bereichen der Unternehmensführung notwendig Mitgliedschaft: Inhaber, Einzelkaufmann Kapitaleinlage: kein vorgeschriebenes festes Kapital Haftung: unbeschränkt (Privat- und Geschäftsvermögen) Leitungsbefugnis: Inhaber Gewinn / Verlustbeteiligung: Inhaber Besteuerung: Inhaber wird mit Einkommenssteuer besteuert Finanzierungsmöglichkeiten: hohe Kreditwürdigkeit, je nach Bonität und Sicherheiten (Privatvermögen) des Inhabers, Einlage von weiterem Privatvermögen, Gewinnthesaurierung, stille Gesellschafter Firma: Sach-, Personen oder Fantasiefirma mit Zusatz eingetragener Kaufmann, e.k. o.ä. Stille Gesellschaft ( HGB) Will ein Einzelunternehmer die Vorteile weitergenießen, aber seine Kapitalbasis verbreitern, kann er einen stillen Gesellschafter aufnehmen. Dieser gibt Kapital und muß angemessen am Gewinn beteiligt werden, tritt aber ansonsten nicht in Erscheinung (er ist still ). Er wird weder im Handelsregister eingetragen noch hat er in der Unternehmung mitzureden. Lediglich ein Jahresabschluss muss ihm zugestellt werden, dessen Richtigkeit er anhand der Bücher überprüfen darf. Bei Verlusten haftet er bis zur Höhe seiner Einlage (die praktisch Unternehmenseigentum ist). Im Insolvenzfall ist der stille Gesellschafter jedoch Gläubiger, nicht Schuldner. é StG und GbR ê werden zusammen auch unvollkommene Gesellschaften genannt. 15

16 Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR oder BGB-Gesellschaft) ( BGB) Will der Einzelunternehmer nur zu einem Zweck mit jemandem anderen zusammenarbeiten, gründet er formlos eine BGB-Gesellschaft. Diese Gesellschaft hat keine Firma und wird entsprechend nicht ins Handelsregister eingetragen. Alle Gesellschafter haben gleichen Anteil an Verlusten und Gewinnen, sie haften persönlich und gesamtschuldnerisch. (Es ist möglich, die GbR als GbRmbH zu gründen; dann muss allerdings bei jedem Rechtsgeschäft, das die Gesellschaft abschließt, auf die Haftungsbeschränkung hingewiesen werden. Die Haftungsbeschränkung erstreckt sich aber nur auf rechtsgeschäftliche Haftung, nicht auf gesetzliche Haftungstatbestände). Sie betreiben die Geschäfte gemeinschaftlich (wenn kein Geschäftsführer bestellt ist, und die anderen Gesellschafter von der Geschäftsführung ausgeschlossen wurden). Alle Gesellschafter vertreten die Gesellschaft gemeinsam. Die Gründung erfolgt durch jede Vereinbarung, die Erreichung gemeinsamer Ziele zu fördern. Die Kapitalgesellschaften (GmbH, AG) gelten als Vorgründungsgesellschaft im Status einer BGB-Gesellschaft, bevor sie ins Handelsregister eingetragen wurden. Partnergesellschaften ( 1-11 Partnergesellschaftsgesetz [PartGG]) Eine neue Rechtsform ist die Partnergesellschaft. Mit Gesetz vom Juli 1994 hat der Bundestag für die Angehörigen der freien Berufe die Möglichkeit geschaffen, ihren Beruf in einer Gesellschaft auszuüben, die stärker formalisiert ist als die BGB-Gesellschaft, der aber die Nachteile der offenen Handelsgesellschaft (solidarische Haftung!) fehlen. Die PartG betreibt kein Handelsgewerbe, deshalb hat sie keine Firma. Ihr Name muss und Partner oder Partnerschaft sowie die Berufsbezeichnung aller in ihr vertretenen Berufe enthalten. Z.B. Baumann, Lehmann und Partner - Rechtsanwälte, Notare und Steuerberater. Die Partnergesellschaft ist zum Partnergesellschaftsregister beim Amtsgericht anzumelden. Sie ist eine teilrechtsfähige Kooperation, d.h. sie kann unter ihrem Namen Verträge schließen und klagen usw.. Grundsätzlich haften die Partner solidarisch als Gesamtschuldner. Jedoch bietet 8 PartGG die Möglichkeit, per Formular die Haftung auf denjenigen Partner zu beschränken, der den Fehler in seiner Berufsausübung oder in der Geschäftsleitung begangen hat. Das ist wohl die entscheidende Neuerung dieser Rechtsform. Scheidet ein Partner aus, bleibt die Gesellschaft bestehen. 16

17 Offene Handelsgesellschaft (Die OHG) Gesetzliche Grundlage: HGB Haftung: Die Offene Handelsgesellschaft besteht aus mindestens zwei Gesellschaftern, die alle gesamtschuldnerisch haften, d. h. unmittelbar (jeder Gesellschafter kann persönlich in Anspruch genommen werden), unbeschränkt (auch mit dem Privatvermögen) und solidarisch (jeder Gesellschafter haftet für die gesamten Schulden der Gesellschaft). Die Gesellschafter besitzen kein festes Kapital. Geschäftsführung (Innenverhältnis): jeder Gesellschafter hat Einzelgeschäftsführungsbefugnis bei gewöhnlichen Geschäften ( 115 I HGB) und Gesamtgeschäftsführungsbefugnis bei außergewöhnlichen Geschäften ( 116 II HGB) Vertretungsmacht (Außenverhältnis): Hier gilt Einzelvertretungsbefugnis (d. h. jeder Gesellschafter ist dazu berechtigt, soweit nichts anderes im Gesellschaftsvertrag vereinbart ist). Gewinn- und Verlustbeteiligung: Gewinn: 4 % von der Kapitaleinlage, Rest nach Köpfen ( 121 HGB) Verlust: nach Köpfen; andere Regelungen im Gesellschaftsvertrag möglich Kapitaleinlage: kein festes Kapital vorgeschrieben Besteuerung: Einkommensteuer (Gesellschafter), Umsatz- u. Gewerbesteuer (Gesellschaft) Finanzierungsmöglichkeiten: Gewinnthesaurierung, hohe Kreditwürdigkeit (zwei oder mehrere Gesellschafter, je nach Bonität und Sicherheiten), weitere Privateinlagen Firma: Sach-, Personen oder Fantasiefirma mit Zusatz ohg 17

18 Kommanditgesellschaft (Die KG ) Gesetzliche Grundlage: a HGB Haftung: Die Kommanditgesellschaft besteht aus mindestens zwei Gesellschaftern mit mindestens einem Vollhafter (Komplementär) und einem Teilhafter (Kommanditist). Der Komplementär besitzt kein festes Kapital und haftet wie die Gesellschafter der OHG gesamtschuldnerisch. Der Kommanditist verfügt über eine feste Einlage und haftet nur bis zur Höhe seiner Einlage, also nicht mit seinem Privatvermögen. Geschäftsführung (Innenverhältnis): jeder Komplementär Kommanditisten haben Widerspruchs- und Kontrollrecht bei außer-gewöhnlichen Geschäften Vertretungsmacht (Außenverhältnis): der Komplementär der Kommanditist normalerweise nicht, es sei denn, es gibt eine andere Vereinbarung im Gesellschaftsvertrag Gewinn- und Verlustbeteiligung: Gewinn: 4 % von der Kapitaleinlage, Rest in angemessenem Verhältnis ( 168 HGB) Verlust: im angemessenem Verhältnis; andere Regelungen im Gesellschaftsvertrag möglich Kapitaleinlage: für Komplementär kein festes Kapital vorgeschrieben, für Kommanditisten feste Einlagen in beliebiger Höhe Besteuerung: Einkommensteuer (Gesellschafter), Umsatz- u.gewerbesteuer (Gesellschaft) Finanzierungsmöglichkeiten: Gewinnthesaurierung, neue Kommanditisten, Einlagen des Komplementär, Firma: Sach-, Personen- oder Fantasiefirma mit Zusatz KG 18

19 Aktiengesellschaft (Die AG) Haftung: Gesellschaftsvermögen unbeschränkt, die Aktionäre begrenzt auf ihre Einlage Leitungsbefugnis: durch Vorstand, Kontrolle durch Aufsichtsrat und Hauptversammlung Gewinn- und Verlustbeteiligung: Die Hauptversammlung beschließt über die Gewinnverwendung auf Vorschlag des Vorstandes; jeder Aktionär erhält anteilmäßigen Gewinnbetrag (Dividende) Kapitaleinlage: festes Grundkapital, mindestens ,- Besteuerung: Körperschaftsteuer, Finanzierungsmöglichkeiten: Ausgabe neuer Aktien, Bankkredite (höhere Kreditwürdigkeit, da größere Kapitalbasis), Gewinnthesaurierung, Auflösung der Rücklagen, Ausgabe von Schuldverschreibungen Firma: Sach-, Personen oder Fantasiefirma mit Zusatz AG Gewinnverwendung in Aktiengesellschaften Die Gewinnverwendung der AG ist stärker reglemetiert als die anderer Gesellschaftsformen. 1) Bis eine Gesamtsumme erreicht ist, die 10 % des Grundkapitals der AG ausmacht, müssen jährlich 5 % des Gewinns als gesetzliche Gewinnrücklage dem Eigenkapital zugeschrieben werden. 2) Vorstand und Aufsichtsrat der AG können einvernehmlich weitere Rücklagen beschließen. Die HV der Anteilseigner hat keine Mittel, um dagegen etwas zu unternehmen 19

20 3) Vorstand und AR schlagen einvernehmlich der Hauptversammlung die Höhe der auszuschüttenden Gewinne vor. Diese Dividende wird in Relation zu den Aktien gesetzt, z.b. 1,20 pro Aktie. 4) Sollte der Jahresüberschuss nicht durch Rücklagen und Dividenden aufgezehrt sein, und/oder stehen dem Unternehmen schwierige Zeiten bevor, können Gewinnanteile als Gewinnvorträge in das nächste Geschäftsjahr übernommen werden. Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Die GmbH) Haftung: Gesellschaftsvermögen unbeschränkt, im Gesellschaftsvertrag ist Vereinbarung einer unbeschränkten oder beschränkten Nachschusspflicht möglich Leitungsbefugnis: durch Geschäftsführer, Kontrolle durch Gesellschaftsversammlung und Aufsichtsrat (soweit vorgeschrieben) Gewinn- und Verlustbeteiligung: anteilmäßiger Gewinnbetrag oder Aufteilung nach Gesellschaftsvertrag Kapitaleinlage: festes Stammkapital, mindestens ,- Besteuerung: Körperschaftsteuer Finanzierungsmöglichkeiten: Erhöhung der Stammeinlagen, Aufnahme neuer Gesellschafter, Bankkredite, staatliche Darlehen, Mitarbeiterbeteiligungen Firma: Sach-, Personen oder Fantasiefirma mit Zusatz GmbH 20

21 GmbH & Co KG Die GmbH & Co KG ist als Kommanditgesellschaft eine Personengesellschaft des Handelsrechts, bei welcher der (meist einzige) persönlich haftende Gesellschafter (Komplementär) eine GmbH ist. Die GmbH haftet ihrerseits beschränkt, so dass ausschließlich beschränkt haftende Gesellschafter beteiligt sind. Obwohl für alle natürlichen Personen die volle persönliche Haftung ausgeschlossen wird, bleiben die Vorteile der KG erhalten. So ist GmbH & Co KG zur bedeutenden Rechtsform bei den Publikumsgesellschaften geworden. Gründung Die Gründung der KG erfolgt nach den KG-Vorschriften, nachdem die persönlich haftende Gesellschafterin (die GmbH) nach den Vorschriften des GmbHG errichtet worden ist. Kommanditisten der KG sind sehr häufig die Gesellschafter der GmbH ( typische GmbH & Co ), oft aus bestimmten Gründen zu bindende natürliche Personen ( atypische GmbH & Co ), könnten aber auch andere Kapitalgesellschaften sein. Beispiel: Müller & Maier gründen ganz normal eine GmbH. Sie sind die Gesellschafter und bestellen sich zu Geschäftsführern ihrer M&M-GmbH. Die drei Personen (Müller, Maier und die juristische Person M&M-GmbH) gründen nun eine KG in der Weise, dass die M&M-GmbH persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin, Vollhafterin) wird, und Müller sowie Maier deren Kommanditisten (Teilhafter). Bei einer typischen GmbH & Co KG können die GmbH-Anteile von Müller und Maier an die KG verkauft werden, so dass die KG alleinige Gesellschafterin der GmbH wird, die ihre Komplementärin ist. Neben der Steuerersparnis spielt bei der Gründung von GmbH & Co oft auch die Möglichkeit der Fremdorganschaft und die Unabhängigkeit der Existenz des Unternehmens von einzelnen Gesellschaftern eine Rolle, so dass nach dem Wegfall der Steuervorteile nicht alle GmbH & Co KGs umgewandelt werden. Gründe für die Umwandlung ist vor allem der doppelte Verwaltungsaufwand bei Buchführung und Versteuerung. Eine atypische GmbH & Co läge vor, wenn die M&M-GmbH nicht ihre Gesellschafter Müller und Maier, sondern andere Personen (Publikum) an der KG beteiligte. Das kann familiäre Gründe haben, es kann zur Absicherung von Kreditgebern oder Geschäftspartnern geschehen oder wenn eigenverantwortliche Tochtergesellschaften gegründet werden sollen. Häufig versucht man auch, Spitzenkräfte einer GmbH durch Beteiligung an der KG zu binden. 21

22 Beispiel: M&M-GmbH sei ein Softwarehaus; Müller und Maier haben Angst, dass ihr Entwickler Lehmann mit all seinen Kenntnissen und der Verkäufer Schulz mit allen Kundenkontakten das Haus verlassen. M & M bieten nun Lehmann und Schulz eine Beteiligung an dem Unternehmen an, um sie zu binden und ggf. ihre Motivation zu erhöhen. M & M könnten ihnen GmbH- Anteile abtreten; dann wären die Arbeitnehmer allerdings gleichberechtigte Gesellschafter und hätten viel mitzubestimmen. Problemloser ist die Gründung der GmbH & Co und die Aufnahme von Lehmnn und Schulz als Kommanditisten. So haben sie wenig zu sagen, nicht zu haften, werden aber am Gewinn beteiligt und an das Unternehmen gebunden. Die Vorschriften betreffend die Rechtsfähigkeit, Gesellschaftsvertrag, Eintragung, Gesellschafter, Kapital, Gesellschafterwechsel, Organe, Gesellschaftsvermögen, Haftung, Vertretung, Gewinn- und Verlustbeteiligung, Prüfungs- und Publizitätspflichten, Entnahmerecht, Auflösung und Beendigung der GmbH & Co KG entsprechen denen der KG. Alles was die Komplementärin (die GmbH) betrifft, regelt sich nach den Vorschriften des GmbHG. Genossenschaften (e.g.) Genossenschaften sind Vereine mit offener Mitgliederzahl, die durch gemeinsame Geschäftsführung und Verfolgung gemeinsamer wirtschaftlicher Ziele die Existenz ihrer Mitglieder fördern wollen [ 1 Genossenschafts- Gesetz]. Es werden nach Mitgliederkreis zwei Arten unterschieden: Erwerbsgenossenschaften: sie sollen den Erwerb (das Einkommen) gewerblicher Betriebe sichern (Winzergenossenschaften, Einkaufsgenossenschaften des Handwerks [ Dachdeckereinkauf Nord e.g. ],...). Wirtschaftsgenossenschaften: sie sollen die Wirtschaftsführung der privaten Haushalte verbessern (Konsumgenossenschaften, Wohnungsbaugenossen schaften,... ). Nach Art des verfolgten wirtschaftlichen Zieles werden unterschieden: Einkaufsgenossenschaften: durch gemeinsamen Einkauf sollen günstigere Bedingungen (Rabatte, Nachlässe, Verhandlungsmacht... ) für die Beschaffung hergestellt werden (Edeka, Rewe, Spar, HaGe...). 22

23 Verkaufsgenossenschaften: hier soll durch gemeinsames Vorgehen überflüssige Konkurrenz vermieden werden (z.b. Meiereigenossenschaften). Betriebsgenossenschaften: hier benutzen die Genossen gemeinsame Produktionsmittel, die sie sich sonst nicht leisten könnten (Maschinenring, Kühlhausbetreiber-Genossenschaft... ). Kreditgenossenschaften: hier erhalten Mitglieder aus der Sparsumme der anderen Mitglieder Kredite zu Bedingungen, die günstiger sind als auf dem freien Geldmarkt (Volks- & Raiffeisen, SparDa, Ökobank ). Produktionsgenossenschaften: heute bei Alternativbetrieben wieder vermehrt anzutreffen. Das Motiv zur Gründung liegt in der Schaffung eines (demokratisch verfassten, selbstbestimmten) Arbeitsplatzes für die Mitglieder. Für die Gründung einer Genossenschaft müssen sich sieben Personen finden. Sie heißen unabhängig von der politischen Gesinnung Genossen. Das Statut (Satzung) muß schriftlich abgefasst sein. Die Firma ist Sachfirma mit dem Zusatz e.g. Sie wird in das Genossenschaftsregister des Amtsgerichtes eingetragen. Eine Mindestkapitalhöhe ist vom Genossenschaftsgesetz nicht vorgesehen. Die Genossen zeichnen Geschäftsanteile, auf die eine Mindesteinlage gezahlt werden muss (mind. 10 %). Den Mindesteinlagen werden solange Gewinnanteile zugeschrieben, bis der Geschäftsanteil aufgefüllt ist. Die Summe der Geschäftsanteile der Genossen ist das Geschäftsguthaben der Genossenschaft. Die Haftung der Genossen beschränkt sich auf ihren Geschäftsanteil und eine fakultativ vereinbarte Nachschusspflicht. Die Geschäftsführung und Vertretung werden von einem Vorstand wahrgenommen. Weitere Organe sind der Aufsichtsrat und die Generalversammlung (ab Mitglieder die Vertreterversammlung). Der Vorstand leitet die Geschäfte wie bei der AG, er erhält ein Gehalt (jedoch keine Tantiemen). Er besteht aus mindestens zwei Genossen. Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens drei Genossen, die nicht zugleich Mitglieder des Vorstandes sein dürfen. Die Aufgaben des Aufsichtsrates (AR) entsprechen denen des AR der AG; mit einer Ausnahme: Er bestellt nicht den Vorstand. Dieser wird wie der AR von der Generalversammlung gewählt. Sie beschließt über den Jahresabschluss, die Gewinn- und Verlustbeteiligung und alle anderen vom Statut vorgesehenen Bereiche. 23

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