Diskurs Privatheit in der E-Society

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1 Integrata-Kongress 25. Sept in Stuttgart Diskurs Privatheit in der E-Society Mitglieder des Fachbeirats der Integrata-Stiftung

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4 Thesen 1. Privatheit wird gewährleistet durch die Autonomie und das Recht des Individuums, seine Identität innerhalb und außerhalb elektronischer Netze selbst zu bestimmen. 2. Privatheit ist ein zentrales Element im Fundament einer anti totalitären demokratischen Zivilgesellschaft. Ohne Privatheit gibt es keine Demokratie. 3. Privatheit braucht die Möglichkeiten und Chancen der Herausbildung eines eigenen Identitätsvermögens und der nutzergesteuerten Identitätsstiftung in elektronischen Arbeits und Lebensumgebungen.

5 4. Privatheit und virtuelle Identität(en) werden zu zentralen Kategorien der Entfaltung einer demokratischen Wissensgesellschaft. 5. Der zunehmenden Virtualisierung von Arbeit und Leben gilt es, eine bewusste Strategie der Schaffung von realen Treffpunkten zivilgesellschaftlicher Communities zur Seite zu stellen, um die soziale Kohäsion zu stabilisieren. 6. Eine humane Nutzung moderner Informationstechnologie nimmt sich zum Ziel, die Privatheit des Individuums und das nutzergesteuerte Identitätsmanagement im Netz technisch zu sichern

6 7. Privatheit und virtuelle Identität(en) erhalten ihr zunehmendes Gewicht durch die Konvergenz bislang getrennter virtueller Handlungsräume und durch den strukturellen Wandel der Arbeits, Erwerbs und Geschäftswelt. 8. Dem Rückgang der Bedeutung des Ortes Betrieb steht die anwachsende Bedeutung der realen und virtuellen Urbanität in Gestalt komplexer Konzepte von Smart Cities entgegen. 9. Der Schutz von Privatheit und virtuellen Identitäten bedarf einer rechtsverbindlichen Option der Anonymisierung und Pseudonymisierung.

7 10. Neben der Entwicklung der biografisch sozialen Identität ( biografisches Ich ) wachsen dem Individuum in Arbeit und Leben neue virtuelle Identitäten ( virtuelles Ich ) zu. 11. Die Identität einer zukünftig erwerbstätigen Person wird sich durch die Verknüpfung des biografischen Ich und des virtuellen Ich ergeben. 12. Um diesen Prozess im Sinne eines gemeinwohlorientierten sozialen Miteinanders zu gestalten, bedarf es aktiver Maßnahmen in Bildung und Ausbildung, Kunst und Kultur.

8 Mehr als zwanzig Jahre Forum Soziale Technikgestaltung

9 Integrata-Kongress 25. Sept in Stuttgart Privatheit und Soziale Gestaltung von Industrie 4.0 Thesen Welf Schröter Forum Soziale Technikgestaltung, ZIMT

10

11 BITKOM 2013

12 Neue Wege in der Verbindung von materiellen Produkten (physisch) mit digitaler Intelligenz (cyber) durch RFID, Softwareagenten, Bots,.: CPS Cyber Physical System Ein Kernbaustein von Industrie 4.0 unter anderem auf der Basis der Renaissance der Softwareagenten

13 BITKOM 2013

14 Komplexität Betriebe, Verwaltungen und Beschäftigte sehen sich einer Überlappung und eines Zusammenwachsens real-materieller und virtuell-immaterieller Entwicklungen gegenüber. Virtuelle und nicht-virtuelle Wirklichkeiten in den Geschäfts- und Arbeitsumgebungen greifen ineinander und erzeugen eine ganzheitlich wahrnehmbare Mischform der Arbeitswelt.

15 Mit der Einführung von Industrie 4.0 kommt es zu mindestens sechs großen strukturellen Verschiebungen in der Arbeitswelt und in unseren Wahrnehmungen: 1. Wir blicken nicht mehr nur auf den Betrieb sondern auf die gesamte Wertschöpfungskette. 2. Die Kommunikation findet vor allem zwischen Geräten und Dingen statt. 3. Die Verfasstheit des Betriebes ändert sich deutlich. 4. Das Prinzip Betrieb ist nicht mehr allein die Norm für die Abläufe der Arbeit. Die crowd ist anders. 5. Beschäftigten wächst ein virtuelles Ich zu. 6. Verbleibende Arbeit wird komplexer & ganzheitlicher.

16 Der technikgetriebenen Aussage Wer bin ich im Netz und wieviele? muss ein nutzergesteuertes Identitätsmanagement gegenübergestellt werden, das es Individuen erlaubt, in konzeptionell geplanter Weise die eigene Identität im Netz (Virtuelles Ich ) aufzubauen und zu pflegen. Dazu ist eine rechtlich abgesicherte Kultur der Anwendungen von Pseudonymen und Anonymisierungsinstrumenten unabdingbar. bloch-blog.de

17 Identität in der Virtualität Eines der zentralen wachsenden Zukunftsthemen für die Erwerbswelt ist das Entstehen, Sichern und Pflegen von Identität, von Identitätsstiftung aus virtuellflüchtigen Arbeitsumgebungen. Gestaltung der neuen Virtuellen Lebenslage

18 Wandel der Lebenslage Entgrenzung der alten Arbeitswelt Neuverortung in der digitalen Arbeitsgesellschaft Persönliche Neuorientierung und Selbstvergewisserung

19 Wandel der Lebenslage Anwachsen der Abstraktion Zunahme der Komplexität Ermutigung und Selbstbewußtsein

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22 Trusted Software as a Service SaaS Flexibel integriert kooperativ

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25 Wandel des Arbeitsverständnisses Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse Neue Brüchigkeiten der Berufsbiografien Zunehmende Abstrahierung und Dematerialisierung Mehr Ganzheitlichkeit und mehr Komplexität Re-Taylorisierung von Arbeit Wachsende Ent-Ortung der Arbeit Ansteigende Ent-Zeitlichung Virtualisierung von Arbeit und Wirtschaft Virtuelle Identität und Identitätsmanagement Verschiebungen in der Geschlechtergerechtigkeit Neue Mobilität Grünes Arbeiten Personalisierung und Individualisierung der Organisation Employability und neue Lernkulturen Demografischer Wandel Miniaturisierung und Konvergenz Entsinnlichung von Arbeit Entgrenzung von Arbeit und Entgrenzung der Freizeit Des-Integration und Nicht-Zugänglichkeit Flexibilisierung des Prinzips Betrieb Humanoide Robotik Der Betrieb als Produkt Partizipation der Nutzenden Netzwerk-Kulturen und Open-Source-Organisationen

26 Forum Soziale Technikgestaltung Gebührenfreier elektronischer Newsletter beziehbar über: Welf Schröter Teilnahme am passwortgeschützten Online- Diskurs SozialCharta Virtuelle Arbeit

27 Welf Schröter (Hg.) Identität in der Virtualität. Einblicke in neue Arbeitswelten und Industrie 4.0 Beiträge zum 60. Geburtstag eines Netzwerkers talheimer, 344 S., 2014, Organisationspreis 30,00 (Ladenpreis 39,00 ) ISBN

28 ISBN

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