Buy Smart+ Umweltorientierte Beschaffung in Europa

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1 NEWSLETTER D 2012/1 Buy Smart+ Umweltorientierte Beschaffung in Europa Das Grünbuch der Europäischen Kommission zur Energieversorgungssicherheit betont, dass, sofern nichts dagegen unternommen wird, die Abhängigkeit der Europäischen Union von Energieeinfuhren nach aktuellen Schätzungen bis 2030 von 50 auf 70 Prozent ansteigen wird. Gleichzeitig produziert die EU immer mehr CO 2 und andere Treibhausgase. Richtlinie 2006/32/EG schlägt ein umweltorientiertes öffentliches Beschaffungswesen ( Green Public Procurement GPP ) als ein Mittel zur Erreichung des EU-Energieeffizienzziels von 20 Prozent vor. Umweltorientierte oder grüne Beschaffung bedeutet, beim Einkauf von Produkten und Dienstleistungen auf deren Umweltfreundlichkeit zu achten. Ziel ist die Beschaffung von Produkten, Dienst- und Bauleistungen, die sich bei der gleichen Grundfunktionalität gegenüber Konkurrenzprodukten durch geringere Umweltauswirkungen während ihres Lebenszyklus auszeichnen. Umsetzung grüner Beschaffung in der EU In der EU entfallen rund 19 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, oder 2 Billionen Euro, auf das öffentliche Auftragswesen. Seine Bedeutung schwankt deutlich zwischen Mitgliedstaaten und je nach Produktgruppe zwischen 11 und 20 Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts. Den Ergebnissen der jüngsten Studie der Europäischen Kommission zum Thema Umsetzung umweltfreundlicher öffentlicher Beschaffung in der EU27 zufolge können jedoch nur 26 Prozent der öffentlichen Aufträge in den Jahren 2009 und 2010 als grün eingestuft werden, obwohl es Ziel der EU war, die Hälfte aller Ausschreibungen bis zu diesem Zeitpunkt unter Einbeziehung von Umweltkriterien durchzuführen. Zudem legt die Studie dar, dass sich die Anwendung der GPP-Kriterien zwischen den Mitgliedstaaten uneinheitlich gestaltete. Insgesamt enthielten über 50 Prozent der untersuchten Aufträge mindestens ein grünes Kriterium. Dennoch scheinen Beschaffungskosten immer noch der bestimmende Faktor bei der Auswahl von Produkten zu sein, während Lebenszykluskosten nur selten Berücksichtigung finden Öffentliche Beschaffung von LED-Beleuchtung in der EU Energieeffizienz und Virtualisierung von IT-Lösungen Grüne Lieferkette Koordination von Güterverkehr Grüne Beschaffung und Gebäude Partnerschaftstreffen Förderung grüner Beschaffung

2 Vorteile Bei grüner Beschaffung geht es darum, mit gutem Beispiel voran zu gehen sowie Einfluss auf den Markt auszuüben. Indem sie ihre Kaufkraft bei der Auswahl umweltfreundlicher Produkte und Dienstleistungen nutzen, können Beschaffer einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten. Die häufige Nachfrage nach öko-effizienten Produkten kann Hersteller dazu motivieren, mehr Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die den heutigen Ansprüchen an Qualität und Umweltfreundlichkeit genügen. Für Unternehmen wird innovationsgesteuerte Beschaffung zu einer der Schlüsselkompetenzen, die es ihnen ermöglicht, mit einer sich immer schneller verändernden Welt Schritt zu halten. Im umweltorientierten Beschaffungswesen richtet sich die Auswahl eines Angebotes nicht nur nach dem günstigsten Preis, sondern erfolgt auf Grundlage der Berechnung von Lebenszykluskosten (Anschaffungs-, Betriebs- und Entsorgungskosten). Obwohl umweltfreundliche Produkte unter Umständen in der Anschaffung teurer sind, können sie sich dennoch auf lange Sicht auszahlen. Anhand von Berechnungshilfen lassen sich Lebenszykluskosten ermitteln, indem verschiedene Parameter wie Stromverbrauch, Betriebsstoffe oder auch Instandhaltungskosten berücksichtigt werden. Bei umweltorientierten Beschaffungsverfahren erhalten Lieferanten, Kunden und die Öffentlichkeit einen klaren Einblick in Beschaffungsentscheidungen und zugrundeliegende Kriterien. Dies ist insbesondere für Institutionen und Unternehmen wichtig, deren Anschaffungen staatlich finanziert oder gefördert werden. Zudem schützt grüne Beschaffung die Umwelt, indem sie Emissionen giftiger Gase und Treibhausgase verringert. Durch die Wahl umweltfreundlicher Produkte und Dienstleistungen werden weniger giftige Stoffe freigesetzt und natürliche Ressourcen geschont. Geringere Umweltauswirkungen haben im Allgemeinen auch eine geringere Schädigung der Gesundheit zur Folge. Beschaffung ist daher ein äußerst wirkungsvolles Instrument, das staatliche Stellen und Unternehmen zur Minderung ihrer CO 2 -Emissionen und zur Verfolgung ihres Klimaschutzziels nutzen können. Schritt 1: Unterstützung durch Vorgesetzte Erarbeiten Sie eine grüne Beschaffungspolitik für Ihre Einrichtung oder Ihr Unternehmen. Lassen Sie diese vom Gemeinderat oder Ihrer Geschäftsführung verabschieden. Wählen Sie einen geeigneten umweltorientierten Titel, um die Richtlinien an Ihre Mitarbeiter und die Öffentlichkeit zu kommunizieren. Schritt 2: Bedarfsanalyse Legen Sie die Produkte oder Dienstleistungen fest, die Sie wirklich brauchen. Beschreiben Sie Ihren Bedarf in funktionaler Weise, um keine Möglichkeiten auszuschließen. Schritt 3: Festlegung des Auftragsgegenstands Der Auftragsgegenstand besagt, welches Produkt, welche Dienst- oder Bauleistung Sie beschaffen möchten. Beschaffer können selbst entscheiden, ob sie eine umweltorientierte oder leistungsbezogene Produktdefinition festlegen. Schritt 4: Festlegung technischer Spezifikationen Technische Spezifikationen beschreiben den Vertrag für den Markt und legen die minimal einzuhaltenden Kriterien fest. Durch die Einbeziehung von Umweltkriterien lassen sich Rohstoffe und Energie sparen und gleichzeitig Abfälle und Umweltverschmutzung reduzieren. Als Orientierung dienen die Kriterien des GPP- Toolkits auf der Webseite der Europäischen Kommission (http://ec.europa.eu) sowie die Anforderungen des EU-Energielabels oder anderer Umweltlabels wie dem EU-Umweltzeichen. Schritt 5: Festlegung der Zuschlagskriterien Legen Sie die Zuschlagskriterien fest, z.b. bessere Ökoeffizienz, und bestimmen Sie ihre Gewichtung bei der Auswertung der Angebote. Die Zuschlagskriterien müssen sich auf den Gegenstand des Auftrags beziehen. Beschreiben Sie, wie Sie die Lebenszykluskosten berechnen und wie Sie diese gewichten werden. Umsetzung von GPP in der EU27 (Anteil zuletzt geschlossener Verträge nach Anzahl). Außer Luxemburg mangels Daten. GPP Schritt für Schritt Quelle: Studie der Europäischen Kommission: The uptake of green public procurement in the EU27

3 Schritt 6: Festlegung der Auftragsausführungsklauseln Nutzen Sie Auftragsausführungsklauseln als Möglichkeit, weitere maßgebliche Energie- oder Umweltbedingungen für grüne Beschaffung festzulegen. Schritt 7: Zuschlagserteilung Unter allen Angeboten, die Ihre festgelegten technischen Spezifikationen erfüllen, erhält das wirtschaftlich günstigste Angebot den Zuschlag, basierend auf den Ergebnissen der Buy Smart+ Berechnungshilfe für Lebenszykluskosten sowie dem Grad der Übereinstimmung mit den Zuschlagskriterien. Grüne Beschaffung in der Praxis das Projekt Buy Smart+ Mit der Frage, wie umweltgerechte Beschaffungsvorhaben in die Praxis umgesetzt werden können, setzt sich das Projekt Buy Smart+ Beschaffung und Klimaschutz auseinander. Die Hauptziele des mit Mitteln des EU-Programms Intelligent Energy Europe geförderten und von der Berliner Energieagentur GmbH (BEA) koordinierten Projekts sind die Festigung und Verankerung umweltorientierter Beschaffung in acht Mitgliedstaaten (Deutschland, Frankreich, Italien, Lettland, Österreich, Schweden, Slowenien, Tschechien) und die Vermittlung von Know-how an sieben EU-Länder, in denen grüne Beschaffung noch am Anfang steht (Griechenland, Kroatien, Litauen, Rumänien, Ungarn, Zypern). Das Hauptaugenmerk liegt auf energiebezogenen Technologien, wobei Gebäudekomponenten, Ökostrom, Haushaltsgeräte, Beleuchtung, Bürogeräte und Fahrzeuge die Hauptproduktgruppen des Projekts darstellen. Das Klima- Bündnis ist Projektpartner zum Thema Kommunikation. Als zentrales Element wurden im Rahmen von Buy Smart+ in allen 15 Partnerländern Helpdesks zur grünen Beschaffung eingerichtet, die Informationen zum Thema umweltorientierte Beschaffung, Newsletter sowie vorbildliche Praxisbeispiele und Werkzeuge in den jeweiligen Landessprachen bereitstellen. Letztere beinhalten technische Leitfäden zu den verschiedenen Produktgruppen, Werkzeuge zur Berechnung der Lebenszykluskosten sowie Trainingsmaterial. Eine zunehmende Verbreitung grüner Beschaffung wird durch persönliche und kostenlose Beratung und Schulung von Beschaffern erreicht. Über die Unterstützung von Pilotprojekten wird eine kritische Masse an erfolgreich umgesetzten Beispielen umweltgerechter Beschaffung erreicht und anschließend großflächig kommuniziert. Auch Mitglieder des können sich bei Interesse an Schulungen oder als Pilot-Projekt melden. Während seiner Durchführung und auch danach trägt das Projekt Buy Smart+ zum Ziel der EU bei, die Anwendung von Umweltkriterien in Vergabeverfahren unter allen Mitgliedstaaten zu fördern, während gleichzeitig durch die Pilotprojekte unmittelbare Energieersparnisse erzielt werden. Vanessa Hübner, Berliner Energieagentur GmbH, Deutschland, Öffentliche Beschaffung von LED-Beleuchtung in der EU Leuchtdioden (LEDs) sind eine viel versprechende neue Technologie mit großem Energiesparpotenzial. Angesichts der rasanten Entwicklung von LEDs haben Behörden die Möglichkeit, mit deren Einsatz eine Vorreiterstellung einzunehmen und die Marktumstellung auf hocheffiziente Beleuchtungssysteme voranzubringen. Gleichzeitig sehen sich Behörden jedoch auch mit der Herausforderung konfrontiert, einen Anforderungswert für die Leistungsfähigkeit von LED-Leuchten und Kriterien für deren öffentliche Beschaffung festzulegen. Die Gemeinsame Forschungsstelle (Joint Research Centre JRC) der Europäischen Kommission hat in Zusammenarbeit mit dem Referat für Photonik der Europäischen Kommission (DG Information Society and Media) eine Studie zur öffentlichen Beschaffung von LED-Beleuchtung in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union erstellt. Basierend auf einer Analyse der aktuellen Situation und zukünftiger Pläne einzelner Länder vermittelt der Bericht einen detaillierten Überblick über den aktuellen Stand der umweltorientierten öffentlichen Beschaffung (GPP) in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union. 3

4 Eine der wichtigsten Schlussfolgerungen der Studie besagt, dass LEDs und Beleuchtung im Allgemeinen in vielen Ländern immer noch nicht zu den vorrangigen Produktgruppen in den entsprechenden GPP-Dokumenten zählen. Bisher wurden in nur 11 der 27 EU-Mitgliedstaaten LED-Anforderungen in der ein oder anderen Form festgesetzt. Alle Mitgliedstaaten verfügen jedoch über gute Praxisbeispiele zur Nutzung von LEDs. Beschaffungsspezifikationen Laut Studie beziehen sich die Spezifikationen zur LED-Beleuchtung sowohl auf die Innen- als auch auf die Außenbeleuchtung, wobei die Spezifikationen für LEDs im Außeneinsatz weniger üblich sind. Inhaltlich decken die LED-Spezifikationen in der Hauptsache die Lebensdauer der Leuchten, Lichtausbeute, Farbwiedergabe und Leistungsfaktor ab, dies jedoch mit unterschiedlich strengen Anforderungen. Die erforderliche Lebensdauer schwankt in den verschiedenen Ländern zwischen und Stunden bei der Innenbeleuchtung und zwischen und Stunden bei der Außenbeleuchtung, die erforderliche Lichtausbeute zwischen 35 und 55 Lumen/Watt innen und zwischen 40 und 80 Lumen/Watt außen. Die Dimmung hält weiteres Einsparpotenzial bereit, sodass die Miteinbeziehung der Dimmbarkeit neben der Kompatibilität mit den auf dem Markt verfügbaren Dimmern in zukünftigen Spezifikationen absehbar ist. Nur wenige Länder haben bisher Ampelanlagen berücksichtigt, wobei der Austausch herkömmlicher Glühlampen in den Anlagen durch LEDs bedeutende und garantierte Energieersparnisse ermöglicht und als Maßnahme mit hoher Reproduzierbarkeit betrachtet werden kann. Ampelanlagen sind Teil der von der Europäischen Kommission im Rahmen des GPP-Toolkits entwickelten Spezifikationen. Des Weiteren legt die Studie dar, dass einige Länder und Organisationen, wie zum Beispiel öffentliche Einrichtungen, LEDs ausdrücklich aus ihren Bestimmungen für die öffentliche Auftragsvergabe ausschließen, da die Ansicht besteht, LED-Technologie sei noch zu unausgereift, um in den Anforderungen öffentlicher Ausschreibungen Anwendung zu finden. LED-Technologie wird nur schrittweise in deren GPP-Pläne aufgenommen und dies insbesondere im Bereich der Außenbeleuchtung. LEDs die Zukunft der Beleuchtung Dennoch scheinen LEDs die Zukunft der Beleuchtung zu sein. Laut EU-Grünbuch sind sie bereits genauso energieeffizient wie ihre fortschrittlichsten Vorgänger, Leuchtstoff- und Halogenlampen. In den kommenden Jahren sollen sie weiter an Effizienz gewinnen und so erhebliche Einsparungen an Energie und CO 2 ermöglichen. LEDs zeichnen sich durch eine lange Lebensdauer und geringe Wartungskosten aus und enthalten kein Quecksilber. Sie bieten herausragende Beleuchtungsqualität sowie Sehkomfort. In Bezug auf Design und Ästhetik halten LEDs beinahe unbegrenzte Möglichkeiten für neue Beleuchtungskonzepte bereit. Öffentliche Einrichtungen spielen eine wichtige Rolle als Vorreiter bei der Einführung dieser neuen Technologie und dabei, die Marktumstellung zu fördern. Der gesamte Bericht kann, als Entwurf, unter www. buy-smart.info/media/file/1675.public_procurement_of_ssl_fin.pdf heruntergeladen werden. Ab Herbst 2012 ist der abschließende Bericht auf re.jrc.ec.europa.eu/energyefficiency/ zum Download erhältlich. Das von der Europäischen Kommission veröffentlichte Grünbuch Die Zukunft der Beleuchtung: Beschleunigung des Einsatzes innovativer Beleuchtungstechnologien ist zusammen mit Hintergrundmaterial einzusehen unter: eu/information_society/digital-agenda/actions/sslconsultation/index_en.htm Michaela Valentová, SEVEn, Das Energieeffizienzzentrum, Tschechien, LED-Beleuchtung in Lippstadt Die ursprüngliche Straßenbeleuchtung der Stadt Lippstadt gestaltete sich äußerst ineffizient und mit hohem Wartungsaufwand. Aus diesem Grund wurden 178 Quecksilberdampflampen und Leuchtstoffröhren in drei Wohngebieten durch LED-Leuchten ersetzt. Messungen bestätigen, dass der Energieverbrauch aufgrund der neuen Installation um 70 Prozent gesunken ist, d.h. um über 67 MWh/Jahr. Die Messungen zeigen zudem, dass die Leuchtintensität gestiegen ist, wobei die Gleichmäßigkeit der Beleuchtung etwas abgenommen hat. Dank ihrer Farbe ist die neue Technologie insektenfreundlicher als gewöhnliche Glühbirnen.

5 Consips Rahmenvereinbarung über die Ausgliederung von Hard- und Softwaremanagement: Energieeffizienz und Virtualisierung von IT-Lösungen in Italien Praxisbeispiel Im November 2011 legte Consip SpA Partner des Projekts Buy Smart+ und Italiens nationale Einkaufszentrale im Eigentum des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen die Bedingungen einer Rahmenvereinbarung über Desktop-Outsourcing fest. Die Vereinbarung bildet die Grundlage für öffentliche Aufträge über die Verwaltung von IT-Plattformen, den Mietkauf von Computerhardware (Desktop-Rechner und Laptops, Drucker, Multifunktionsgeräte), Softwarelizenzen und Virtualisierungsdienste. Die Rahmenvereinbarung über IT-Dienstleistungen wurde für insgesamt Arbeitsplätze ausgelegt. Eine Rahmenvereinbarung ist eine Vereinbarung zwischen einem oder mehreren öffentlichen Auftraggebern und einem oder mehreren Wirtschaftsteilnehmern. Zweck der Vereinbarung ist die Festlegung der Bedingungen, denen alle in einem bestimmten Zeitraum zu vergebenden Aufträge unterliegen. Alle Ausschreibungsunterlagen sind in italienischer Sprache unter folgendem Link erhältlich: ( Sei un amministrazione ). Die Rahmenvereinbarung über Desktop-Outsourcing ist noch unvollständig. Es handelt sich um eine Vereinbarung mit mehreren Wirtschaftsteilnehmern, wobei einige Vertragsbedingungen noch vereinbart werden müssen. Öffentliche Einrichtungen, die diese unvollständige Rahmenvereinbarung verwenden, müssen die von Consip festgelegten Mindestanforderungen akzeptieren. Zur Festlegung des von ihnen gewünschten Leistungsniveaus können Beschaffer weitere Zuschlagskriterien sowie zusätzliche technische Spezifikationen benennen. Beim Desktop-Outsourcing können dies zum Beispiel Virtualisierungsdienste zur Umgestaltung ihrer Arbeitsplätze sein. Hauptmerkmale der Rahmenvereinbarung Die wesentlichen Merkmale der Rahmenvereinbarung von 2011 sind ihr Fokus auf Energieeffizienz und die Rationalisierung der IT-Infrastruktur, eine Reduzierung von Personalkosten und eigener regelmäßiger Wartung, darunter Upgrades und Reparaturen an IT-Systemen und Servern. Zudem müssen Lieferanten die folgenden Dienstleistungen anbieten: Ein System zur digitalen Verwaltung von Dokumenten um den Verbrauch von Papier, Druckern und zugehörigem Verbrauchsmaterial, sowie Kosten für die Miete von Archiven zu vermeiden; Entsorgung elektronischer Altgeräte; Kundenservice zur Bewertung der Dienstleistungsqualität. Vorteile Die unvollständige Rahmenvereinbarung ist ein wertvolles Instrument, denn sie: bietet öffentlichen Einrichtungen ein hohes Maß an Autonomie und Flexibilität; gewährleistet die Verfügbarkeit mehrerer Marken; kann unterschiedlichen Präferenzen Rechnung tragen, da sie öffentlichen Einrichtungen unterschiedliche Lösungen anbietet. Im Vergleich zu einem selbstständig durchgeführten Ausschreibungsverfahren sind mit der Unterstützung durch Consip weitere Vorteile nutzbar: Consip kann das Ausschreibungsverfahren über eine E-Plattform verwalten und so Papier und Vorgänge einsparen. Prozessrisiken für öffentliche Einrichtungen werden verringert, da zahlreiche davon zentral durch Consip gehandhabt werden. Preise und Mindestanforderungen werden von Consip festgelegt und gelten für die gesamte Dauer der Rahmenvereinbarung, was die Durchführung von Folgekäufen sowie Nachrüstungen erleichtert. Öffentliche Einrichtungen können die Rahmenvereinbarung auch als Muster für gemeinsame Beschaffung nutzen. Erwartete Ergebnisse Mit dem Kauf energieeffizienter, ENERGY STAR zertifizierter Computer wird die Rahmenvereinbarung Ersparnisse von 2,5 Millionen Euro oder eine Minderung von Tonnen CO 2 -Emissionen zur Folge haben. Version ENERGY STAR 5.0 ist dabei Mindestvoraussetzung. Der sparsame Einsatz von Druck- und Kopierdiensten bei öffentlichen Einrichtungen kann dazu beitragen, bis zu 9 Millionen Euro einzusparen (siehe Tabelle). Aufgrund der Dematerialisierung des Beschaffungsprozesses können mit jedem Auftrag oberhalb der EU- Schwelle, der über Consips Beschaffungsinstrument erfolgt, Ersparnisse von Euro erreicht werden. Durch doppelseitige Ausdrucke ( Duplex-Druck ) können Nettoersparnisse zwischen 19 und 50 Prozent der gesamten Lebenszykluskosten erzielt werden. Lieferanten sind verstärkt dazu bereit, langlebige Produkte mit weniger Support- und Wartungskosten anzubieten, da diese bereits Teil der Rahmenverein- 5

6 barung sind. Öffentliche Einrichtungen werden daher zukünftig mit hochwertigen Produkten ausgerüstet. Consips Rahmenvereinbarung wurde bereits erfolgreich durch das italienische Ministerium für Infrastruktur und Transport (MIT) genutzt, das IT-Dienstleistungen für Arbeitsplätze beauftragte sowie durch das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen (MEF) mit der Beschaffung von IT-Dienstleistungen für Arbeitsplätze. Tabelle 1: Lebenszykluskosten für Druckdienste für 120 Arbeitsplätze nach vier Szenarien (in Euro) erarbeitet durch Consip SpA 120 Arbeitsplätze HP 1 HP 2 HP 3 HP 4 HP (Hypothese) 120 AG 60 AG + 1 MF 12 AG + 1 MF 2 MF AG (Arbeitsgruppe) LZK (Lebenszykluskosten) MF (Multifunktionsgerät) RV (Rahmenvereinbarung) Mietkauf (1 Jahr) Mietkaufkosten gemäß RV Desktop-Outsourcing Stromverbrauch (1 Jahr)) Erarbeitet von Consip mit ENERGY STAR-Daten Papierverbrauch (1 Jahr) HP: Blatt x Person x Jahr Preis für 1 Ries: 2,50 Euro LZK (1 Jahr) Mietkauf + Strom + Papier LZK (3 Jahre) LZK für 120 Arbeitsplätze LZK RV Desktop-Outsourcing LZK für Arbeitsplätze LZK (1 Jahr) bei Duplex- Druck Papierverbrauch um 50 % gesenkt LZK (3 Jahre) bei Duplex- Druck Nettoersparnisse bei Duplex- Druck Ersparnisse in % 19% 26% 50% 46% Die unterschiedlichen Szenarien bilden vier mögliche Kombinationen von Druck- und Kopierdiensten ab. In Szenario 1 wird angenommen, dass jeder Arbeitsplatz mit eigenem Drucker ausgestattet ist; in Szenario 4, dass 60 Arbeitsplätze mit einem Multifunktionsgerät ausgestattet sind. Szenarien 2 und 3 enthalten eine Kombination aus eigenem Drucker und Multifunktionsgeräten. Die Differenz der Lebenszykluskosten zwischen günstigstem und ungünstigstem Fall beträgt 9 Millionen Euro. Darüber hinaus wurden die Lebenszykluskosten unter der Annahme berechnet, dass Duplex-Druck verpflichtend ist und so Papierkosten um 50 Prozent reduziert werden. Beim Duplex-Druck betragen die Nettoersparnisse für die gesamten Lebenszykluskosten je nach Szenario zwischen 19 und 50 Prozent. Im Hinblick auf die Unterschiede zwischen günstigstem und ungünstigstem Szenario bezogen auf die Lebenszykluskosten sollten öffentliche Einrichtungen auch ihren Bedarf berücksichtigen, der unter Umständen über die Lebenszykluskosten hinaus geht und somit höhere Kosten rechtfertigen würde. Consip GPP-Team, Consip, Italien Wussten Sie, dass die Lebenszykluskosten für die Verwaltung eines einzigen Papierdokuments bei 15 bis 20 Euro liegen?! Quelle: CNIPA La dematerializzazione della documentazione amministrativa 2006.

7 Grüne Lieferkette Koordination von Güterverkehr im schwedischen Växjö Praxisbeispiel Elektronische Auftragsvergabe und Beschaffungsnetzwerke Ein echter Enthusiast hinter all dieser Arbeit ist David Braic, Einkaufsleiter der Stadt Växjö: Auch andere Städte koordinieren den Transport von Gütern, aber was das System in Växjö so einzigartig macht, ist das E-Purchasing. Ein Altenpflegeheim. Das Personal arbeitet hart für das körperliche und seelische Wohl der oft kranken Senioren und bemüht sich nach Kräften, für sie da zu sein, mit ihnen zu reden oder mit ihnen spazieren zu gehen. Hinzu kommen Kontakte mit Verwandten, Verwaltungstätigkeit und Dokumentation, Wäsche und zahlreiche weitere Aufgaben. Und als ob dies nicht genug wäre, müssen Waren wie Lebensmittel, Hygieneartikel oder Medikamente beschafft werden. Die Lieferungen von verschiedenen Herstellern führen fünf bis zehn Mal pro Tag zu einer Unterbrechung der eigentlichen Arbeit mit den Senioren. Oder stellen Sie sich eine Schule oder einen Kindergarten vor, wo täglich mehrere Lebensmittel- und Verbrauchsgüterlieferungen eintreffen und dorthin gebracht werden, wo Kinder spielen, laufen oder Fahrrad fahren. Hier entstehen nicht nur Verkehrssicherheits- und Umweltprobleme: Auch die Gesundheit der Kinder ist gefährdet, die einen Anspruch auf frische Luft haben. Koordinationspotenzial Das System zur elektronischen Auftragsvergabe, E-Purchasing, ermöglicht die Kontrolle kommunaler Beschaffungen und führt zu mehr Treuekontrakten. Zudem zwingt es Lieferanten zur Nutzung elektronischer Rechnungsstellung, E-Invoicing, einem System, das die Daten von Lieferanten in einem Format präsentiert, das eine Dateneingabe durch Beschaffer überflüssig macht. Bestellungen, die über das E-Invoicing-System abgewickelt werden, führen zu einem geringeren Verwaltungsaufwand, sodass sich Mitarbeiter in städtischen Einrichtungen auf ihre Hauptaufgaben konzentrieren können. Das System ist nutzerfreundlich und bildet die Grundlage für die Auswahl der besten Angebote in Verbindung mit der Lieferkette der Stadt Växjö. Nach Einführung der elektronischen Auftragsvergabe bestand der nächste logische Schritt in der Koordinierung der Warentransporte. Das Herz des physischen Verteilungssystems ist das Verteilzentrum, das von allen Waren durchlaufen wird. Ich habe zuerst ein Beschaffungsnetzwerk als Basis für die Arbeit aufgebaut. All unsere Verwaltungs- Kommunen sind Großabnehmer von Waren wie Lebensmitteln, Büromaterial und allen denkbaren Verbrauchsgütern. Eine der Städte in Schweden, deren Ziel es ist, Warentransporte effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten, ist Växjö im Südosten Schwedens mit Einwohnern. In Växjö werden täglich Waren mit einem Volumen von ca. 20 Tonnen an insgesamt über 450 Adressen wie Altenheime, Schulen und Tagesstätten geliefert. In der Vergangenheit fanden wöchentlich bis zu Lieferungen statt, heute nur noch 350. Offensichtlich bestand vor 2011 ein enormes Potenzial zur Koordinierung von Warentransporten! Mit der Unterstützung einiger kompetenter Enthusiasten gelang es der Stadt, Kilometer, fossile Brennstoffe und Arbeitszeit einzusparen und gleichzeitig mehr lokale Bio-Lebensmittel zu beschaffen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. 7

8 einheiten mussten Verantwortliche benennen, die gleichzeitig als Kontaktpersonen für die Einrichtungen fungieren, erklärt David Braic. Der Umstellungsprozess dauerte drei Jahre und resultierte in einer Lieferkette, die erheblich effizienter ist als zuvor. Mit Hilfe elektronischer Auftragsvergabe und einem gemeinsamen Verteilzentrum konnte die Anzahl der Warenlieferungen an städtische Einrichtungen in Växjö um mehr als 50 Prozent gesenkt werden. Schätzungen zufolge ging die Anzahl der Transporte sogar um 80 Prozent zurück. Trockenwaren werden heute nur noch einmal pro Woche ausgeliefert. Frische Lebensmittel werden mit drei bis vier Mal pro Woche häufiger geliefert, aber damit dennoch bedeutend seltener als vor der Umstrukturierung, als fünf Lieferungen pro Tag die Regel waren. Ein optimierter Lieferplan mit vorbestimmten Routen informiert die Einrichtungen im Voraus, wann Lieferungen terminiert sind, wodurch diese ihre Arbeit und Ressourcen planen und zudem viel Zeit einsparen können. Vorteile Obwohl weiterhin Potential zur Integration und Entwicklung vorhanden ist und der Austausch von Informationen Arbeitsaufwand bedeutet, sind die Vorteile des Systems schon heute beträchtlich. Die Kommune gewinnt einen besseren Überblick über Einkäufe und kann in der Beschaffung langfristig planen. Das System ist für alle Unternehmensgrößen geeignet. Und der gesamte Prozess wird über das Internet verwaltet. Weitere Vorteile des koordinierten Warentransports sind unter anderem: Reduzierung der CO 2 -Emissionen von über 70 %, bzw kg weniger CO 2 pro Tonne gelieferter Ware; Größere Effizienz und Zeiteinsparung sowohl bezüglich der Lieferungen als auch in den Einrichtungen; Geringere Kosten und damit eine sinnvollere Nutzung der Steuergelder; Auswahl zwischen mehr Lieferanten sowie lokalen (Bio-) Lieferanten; Geeignet für kleine Firmen und Lieferanten lokaler Produkte, da diese nur ein Zentrum beliefern müssen; Möglichkeit, Lkw mit Agrotreibstoffen wie Rapsölmethylester oder Biogas zu betanken; Möglichkeit, Kühlaufbauten auf Lkws, die Lebensmittel transportieren, mit (Agro-) Diesel zu betreiben; Verbesserte Verkehrssicherheit in der Nähe von Schulen und Altenpflegeheimen. Daniel Uppsäll, Energieagentur Südostschweden Grüne Beschaffung und Gebäude eine Gesamtsicht Für den modernen Menschen ist die natürliche Umgebung tatsächlich die künstlich erbaute. Er verbringt die meiste Zeit in Gebäuden, ob bei der Arbeit oder in seiner Freizeit. Raumkomfort und akzeptable Investitions-, Betriebs- und Wartungskosten sind daher von enormer Bedeutung. Da Gebäude für gewöhnlich über eine beträchtliche technische und bauliche Lebensdauer verfügen, muss unterschieden werden zwischen Komponenten mit einer kürzeren technischen Lebensdauer, die ohne größere Eingriffe in die Gebäudestruktur ausgetauscht oder aufgerüstet werden können (z.b. Boiler, Solarkollektoren usw.), und Komponenten, bei denen ein Eingriff mit großem Aufwand und höheren Zusatzkosten verbunden ist (z.b. zusätzliche Wärmedämmung, neue Fenster und vor allem Tragkonstruktionen usw.). qualitativen Kriterien in den nationalen und regionalen Vorschriften, die aus der Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (Energy Performance of Buildings Directive EPBD) abgeleitet sind. Grund hierfür sind die geografischen, klimatischen, wirtschaftlichen und sonstigen Besonderheiten der einzelnen Länder. So können Kriterien, die in einem Land als grundlegend, d.h. als absolutes Muss gelten, in einem anderen Zielkriterien sein, wobei der allgemeine langfristige Trend hin zu Fast-Nullenergiegebäuden geht. Grüne Beschaffung Komponenten und Kriterien Die umweltorientierte Beschaffung im Gebäudebereich umfasst in der Regel umfangreiche Gruppen von Komponenten, und selbst die Beschaffung von einem bestimmten Bauteil kann sich bedeutend auf die Energie- und Umwelteigenschaften des gesamten Systems auswirken. Gleichzeitig besteht ein Merkmal der Baubranche in der Vielfalt an quantitativen und 8

9 Komplexität gebäudebezogener Aktivitäten grüne Beschaffungsoptionen Ein wichtiger Umstand, der immer beachtet werden sollte, ist die Komplexität von Gebäuden und gebäudebezogenen Aktivitäten. Beschaffung beginnt und endet im Gebäudebereich nicht zwingend mit der Auswahl eines bestimmten Produkts. Im Vergleich zu einigen anderen Produktgruppen kann Beschaffung im Gebäudesektor in einem viel umfassenderen Sinn betrachtet werden. Zum Beispiel können grüne Anforderungen einbezogen werden in den Kerngegenstand öffentlicher und privater Beschaffung ( Bau eines neuen Gebäudes ), die Auswahl von Designern, Ingenieuren und Baufirmen (Erfordernis besonderer Erfahrung und Referenzen im Bereich des energie- und umweltbewussten Designs und Baus, Praxiserfahrung mit dem Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung (EMAS) usw.), als Kriterien für das gesamte Design unter Berücksichtigung der nationalen technischen Vorschriften (detaillierte technische Spezifikationen bestimmter Energiemerkmale, eventuell sogar Verpflichtung zu einer fortschrittlichen Berechnungsmethode usw.), als grüne Kriterien für die Materialauswahl (Ausschluss bestimmter Materialien aus Umweltgründen), als Anforderungen für nachhaltige Herstellung und Transport von Materialien und Produkten sowie zahlreiche weitere Optionen. Wechselwirkungen im Bausektor Im Gebäudebereich gestaltet sich die umweltgerechte Beschaffung oftmals anspruchsvoller als in anderen Sektoren oder Produktgruppen nicht immer und nicht zwingend aufgrund der Komplexität der Verfahren, sondern vielmehr aufgrund der Wechselwirkung von Entscheidungen. Zum Beispiel ist die Festlegung bestimmter Kriterien und die Auswahl von Material für die Wärmedämmung einer Fassade mit vorbestimmten technischen Merkmalen oder für die Innenwandfarbe ein relativ einfacher Prozess, der in der Regel keine Analyse der möglichen Auswirkungen auf andere Bauelemente oder Endnutzer erfordert. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen grüne Beschaffungsmaßnahmen zum Beispiel die Anpassung oder Änderung von Verhaltensstrukturen oder Ablaufplänen zur Folge haben können. Ebenfalls entscheidend sind die zeitliche Abstimmung und Reihenfolge der Maßnahmen. Ein neu beschafftes Bauprodukt mag zwar grün sein und über hervorragende Gesamtmerkmale verfügen, seine Leistung kann sich jedoch alles andere als optimal entfalten, wenn Rahmenbedingungen nicht angemessen gestaltet sind. Praxisbeispiele Zur Illustration zwei Praxisbeispiele: Der Austausch alter Fenster durch Produkte, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen, lohnt sich aus Energie- und Umweltsicht: geringerer Wärmeverlust, weniger Zugluft, besserer Wärmekomfort im Raum. Bei einer Verbesserung der Luftdichte der Gebäudehülle kann es jedoch auch zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Mikroklimas im Raum kommen: schlechtere Luftqualität, höhere Luftfeuchte, verstärktes Risiko einer Oberflächenkondensation an Wärmebrücken und folglich Schimmelbildung. Die Installation einfacher Feuchtigkeitsmesser in Räumen, in denen sich überdurchschnittlich viel Wasserdampf bildet (Schlafzimmer, Küche usw.) ist äußerst ratsam, genauso wie die Kontrolle der relativen Luftfeuchte, um Räume bei Bedarf rechtzeitig lüften zu können. Die Räume müssen dabei normalerweise öfter gelüftet werden als zuvor entweder durch das häufigere Öffnen der Fenster (Änderung der Gewohnheit) oder durch die Einrichtung eines mechanischen Lüftungssystems (ein hygro-sensitives System zur Regulierung der Zugluft oder ein System mit Wärmerückgewinnung für einen noch geringeren Wärmeverlust). Der Austausch alter Ventile an Heizungen durch Thermostatventile ist eine hervorragende Möglichkeit, um die Raumtemperatur und den Energieverbrauch zum Heizen genauer zu kontrollieren. Gleichzeitig sind Temperaturschwankungen in den Räumen viel geringer, was sich wiederum auf den thermischen Komfort auswirkt. Für die praktische Umsetzung bedarf es

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