Verändert die Finanzkrise die Sicht auf Business Process Outsourcing?

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1 Dr. Bernd R. Fischer Verändert die Finanzkrise die Sicht auf Business Process Outsourcing? 2. D-A-CH Kongress für Finanzinformationen am 27. März 2012 in München

2 2 Standortbestimmung der Finanzbranche Ertragslage der Institute zunehmend unter Druck Betrifft (Depot-)Banken, KAGen und Versicherungsunternehmen gleichermaßen aus einer Hand flexibel und hochwertig konsistent über alle Berichte kurze Realisierungs- und Durchlaufzeiten Unterschiedliche Ursachen - Schwankende Kapitalmärkte - Staatsfinanzierung in der Krise - Niedriges Zinsniveau bei Staatsanleihen aus Ländern mit einer hinreichenden Bonität - Risikoaversion der Kunden; zunehmend kritische Einstellung gegenüber Finanzdienstleistern/ Selective Buying - Bewältigung des regulatorischen Tsunamis als Antwort der Politik auf die Finanzkrise - Zunehmende Konkurrenzsituation 2

3 3 KAGen sind immer höheren Anforderungen ausgesetzt Mehr Regulierung UCITS IV/ Novelle DerivateV InvRBV InvMaRisk AIFM-Richtlinie Steigende IT-Aufwände Optimierung Datenmanagement Ausbau Controlling-Systeme Bedarf an Business-Intelligence- Technologie Innovationsbedarf Neue Produkte Neue Instrumente Verschärfter Wettbewerb Harmonisierte Märkte Auftreten internationaler Anbieter Neue Wettbewerber Marktkonsolidierung Einsatz von Consultants ETF, Zertifikate Höherer Vertriebsdruck Preissensitive Kunden Hohe Preistransparenz Mittelabflüsse in der Finanzkrise Anspruchsvollere Kunden Neue Reportinganforderungen IFRS, US-GAAP, Local GAAP Novellierte AnlV Novellierte GroMiKV Solvency II 3

4 4 Zunehmende Konkurrenzsituation Beispiel Depotbank/Master KAG - Zunehmende Konkurrenz untereinander aus einer Hand flexibel und hochwertig konsistent über alle Berichte kurze Realisierungs- und Durchlaufzeiten - Wachsende Rolle von Global Custodians bedingt durch die zunehmende Internationalisierung - Regulatorische Anforderungen 4

5 5 Der regulatorische Rahmen für Asset-Management- Gesellschaften entwickelt sich seit Jahren dynamisch Reglementierungen bzgl. Depotbanken bzw. Investoren Depotbank- RS der BaFin Neues VAG- Reporting Reglementierungen von Kapitalanlagegesellschaften DerivateV Eligible Asset RL MIFID I InvRBV 2009 InvMaRisk 2010 OGAW IV (KID)

6 6 ein Ende des gestalterischen Willens von Legislative und Finanzmarktaufsicht deutet sich zurzeit nicht an! Depotbank- RS der BaFin Neues VAG- Reporting Solvency II Basel III FACTA AIFM- Richtlinie MIFID II EMIR- Verordnung Dodd Frank Act Novelle DerivateV InvMaRisk 2010 OGAW IV (KID) 2011 EMIR European Markets and Infrastructure Regulation AIFMD Alternative Investment Fund Manager Directive FACTA Fair and Accurate Credit Transaction Act Dodd Frank Act Dodd Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act 6

7 Die Branche reagiert auf diesen Trend mit der Auslagerung von Geschäftsaktivitäten. 7 A: Proprietäre Lösungen Beispiel: KAGen/Pensionskassen/ Versorgungswerke C: Selektive Auslagerung B: Custodian / Master-KAG Custodian A: Optimierung von proprietären Lösungen B: Auslagerung der Fondsbuchhaltung/ des Reportings an (Global) Custodian/ Master KAG C: Selektive Auslagerung einzelner Services 7

8 Die Schaffung von Synergien und Reportingqualität sind bei diesen Ansätzen nicht optimal vereinbar 8 flexibel und hochwertig konsistent über alle Berichte kurze Realisierungs- und Durchlaufzeiten Schaffung von Synergien / Wirtschaftlichkeit Qualität des Reportings / Kundenindividuelle Services A: Proprietäre Lösungen B: Custodian / Master-KAG C: Selektive Auslagerung In der Praxis ist häufig ein trade-off zwischen Wirtschaftlichkeitsaspekten und der gewünschten Qualität und Flexibilität der Services in Kauf zu nehmen. 8

9 9 Engpässe ergeben sich häufig bei proprietären Lösungen In der Praxis fokussieren Projekte zur Schaffung oder Erweiterung von Inhouse-Lösungen häufig auf die Implementierung zusätzlicher Software. aus einer Hand flexibel und hochwertig konsistent über alle Berichte kurze Realisierungs- und Durchlaufzeiten Voraussetzung für eine nachhaltig zufriedenstellendes Reporting sind aber drei Faktoren: - die Bereitstellung vollständiger und qualitätsgesicherter Daten, - die Verwendung angemessener Analyse- und Reportingsysteme und - die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal zur Betreuung laufender Prozesse und Bereitstellung von Services bei Bedarf. Ist bereits eine der Voraussetzungen nicht erfüllt, kann hier an Stelle einer Qualitätssteigerung ein Absinken der Reportingservices resultieren. 9

10 10 Alternative: Trennung von Buchhaltung und Reporting Auslagerung des Reportings auf spezialisierte Shared Service Center Auf Reporting spezialisiertes Shared Service Center A: Proprietäre Lösungen B: Custodian / Master-KAG C: Selektive Auslagerung Vorteile eines unabhängigen One-Service- Spezialisten; zusätzlich: Reduzierung von Schnittstellen durch Anbindung an ein zentrales DWH Reduzierung des administrativen Aufwands im Outsourcing Controlling Integrität von Daten und Ergebnissen Unabhängigkeit Stabile technische Infrastruktur 10

11 11 Vorteile - Kombination von signifikanten Synergieeffekten und hoher Qualität des Reportings aus einer Hand flexibel und hochwertig konsistent über alle Berichte kurze Realisierungs- und Durchlaufzeiten - Best-Practice-Sharing - Unabhängigkeit vom Custodian/von der Master-KAG, die Reporting häufig nicht als Kerngeschäftsfeld betrachten - Hohe Bereitschaft, qualitativ hochwertige Reports zu liefern; Bereitschaft auch flexibel auf individuelle Bedürfnisse einzugehen - Investor kann somit auch problemlos mit unterschiedlichen Custodians/ Master-KAGen arbeiten - Homogenes, einheitenübergreifendes Reporting (hohe Datenqualität) - Abdeckung aller Kapitalanlagen (nicht nur der Fondsanlagen) - Skalierbare Reporting-Plattform (Stückzahl, Reporting Services) 11

12 12 Ihr Ansprechpartner: Dr. Bernd R. Fischer IDS GmbH Analysis and Reporting Services Mainzer Landstraße Frankfurt/Main 12

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