10.2 Überblick über die biologischen Kleinkläranlagen

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1 10. Biologische Kleinkläranlagen 10.1 Allgemeines Im Bereich des Gewässerschutzes wurden in der Vergangenheit erhebliche Fortschritte durch eine ständige Erhöhung des Anschlussgrades an kommunale Abwasseranlagen erzielt. Für die Abwasserbeseitigung von häuslichen Abwässern aus Gebäuden im ländlichen Raum erfordert es aufgrund von großen Entfernungen sowie des häufig sehr exponierten Geländes des Einsatzes von Kleinkläranlagen als Alternative zum Anschluss an die Ortskanalisation. Voraussetzung für den Einsatz einer Kleinkläranlage ist die Möglichkeit die anfallenden gereinigten Abwässer in einen leistungsstarken Vorfluter einzuleiten oder, sofern eine Möglichkeit besteht, auf eigenem Grund zu versickern. Bei letzterem ist darauf zu achten, dass fremde Rechte nicht beeinträchtigt werden. Grundvoraussetzung für die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist der einwandfreie Betrieb der jeweiligen Anlage. Dieser Bericht umfasst überwiegend Anlagen der Größenklasse von 5-50 EW Überblick über die biologischen Kleinkläranlagen Folgende Systeme sind derzeit in Vorarlberg eingebaut: Klärsysteme nach dem Belebtschlammverfahren Tauchkörper/Belebtschlammsysteme in Kombination Aerobe Festbettverfahren Filteranlagen verschiedener Bauart Filterkammern nach ÖNORM B Filtergraben nach ÖNORM B Bepflanzte Bodenfilter (Pflanzenkläranlagen) Die Anzahl der in Vorarlberg in Betrieb befindlichen biologischen Kleinkläranlagen zum Stichtag 31. Dez 2006 beträgt: Bezirkshauptmannschaft Bludenz 31 Anlagen 31 Anlagen Bezirkshauptmannschaft Bregenz 66 Anlagen 69 Anlagen Bezirkshauptmannschaft Dornbirn 48 Anlagen 48 Anlagen Bezirkshauptmannschaft Feldkirch 24 Anlagen 27 Anlagen GESAMT: 169 Anlagen 175 Anlagen Im Jahr 2006 konnten 3 Anlagen nach Anschluss an eine öffentliche Kanalisation außer Betrieb genommen werden. 6 Anlagen nahmen im Jahr 2006 ihren Betrieb auf. Seite 212 Amt der Vorarlberger Landesregierung Abteilung Wasserwirtschaft

2 Im folgenden Diagramm ist zu entnehmen, wie sich die Anzahl der Kleinkläranlagen seit dem Jahr 1996 bis zum Jahr 2006 stetig erhöhte. Anzahl der biologischen Kleinkläranlagen EW Anzahl Anlagen 5 bis bis bis bis Die 175 biologischen Kleinkläranlagen entsprechen einem Bemessungswert von Einwohnerwerten. Die Anlagengrößen teilen sich wie folgt auf: Klassifizierung der biologischen Kleinkläranlagen nach Einwohnerwert (EW 60) 5% 7% 5 bis 10 21% 11 bis bis bis % Amt der Vorarlberger Landesregierung Abteilung Wasserwirtschaft Seite 213

3 Die 175 biologischen Kleinkläranlagen entsprechen einem tatsächlichen Einwohnerwert von insgesamt Einwohnerwerten. Klassifizierung der biologischen Kleinkläranlagen nach tatsächlichen Einwohnerwerten 4% 4% 15% 5 bis bis bis bis % Von den 175 Anlagen sind 127 als Dauerlösung anzusehen. 48 Anlagen wurden als befristetes Provisorium bis zu einem möglichen Kanalanschluss bewilligt. Dauerlösung bzw. Provisorium Provisorium 36% Dauerlösung 64% Bei 111 Anlagen werden die gereinigten Abwässer in einen Vorfluter eingeleitet. Bei 64 Anlagen werden die gereinigten Abwässer über einen Sickerschacht bzw. über Sickergräben versickert. Einleitung bzw. Versickerung Versickerung 37% Einleitung 63% Seite 214 Amt der Vorarlberger Landesregierung Abteilung Wasserwirtschaft

4 10.3 Überprüfungsergebnisse Die Anlagen werden nach Maßgabe der personellen Möglichkeiten stichprobenweise im Rahmen der technischen Gewässeraufsicht (Gewässerpolizei), aber auch anlassbezogen, bezüglich ihres Betriebszustandes und der Reinigungsleistung kontrolliert. Im Zuge dieser behördlichen Fremdkontrollen werden qualifizierte Stichproben der Abwässer gezogen und im Labor des Umweltinstitutes des Landes Vorarlberg analysiert. Amtliche Untersuchungen nach Bezirk(Anzahl der Stichproben) Amtliche Untersuchungen im Jahr 2006 negativ 13% positiv 87% BH Ges pos. neg. Bludenz Bregenz Dornbirn Feldkirch Gesamt Zusammenfassung Die biologischen Kleinkläranlagen in Vorarlberg zeigen zufriedenstellende Reinigungs- und Betriebsergebnisse trotz geringer Anlagenkapazität, problematischer Belastungsstöße und wechselnder Betriebsbedingungen. In der Praxis können bewährte biologische Klärsysteme weiterhin empfohlen und anlässlich der wasserrechtlichen Bewilligungsverfahren positiv begutachtet werden. Voraussetzungen für eine wasserrechtliche Bewilligung sind: Ein Anschluss an die Ortskanalisation mit zentraler Reinigung ist nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich. Die Eignung der örtlichen Verhältnisse (z.b. Versickerungsfähigkeit des Untergrundes, Wasserführung und Gewässergüte des Vorfluters, keine Beeinträchtigung von Quellen). Ein wichtiges Kriterium für die Funktion einer Kleinkläranlage ist der ordnungsgemäße Betrieb (ua Verwendung von geeigneten Reinigungs- und Waschmitteln) sowie die Bereitschaft zur ständigen Eigenüberwachung der Anlage durch den Betreiber. Es ist von grundlegender Bedeutung, dass der Betreiber über die Funktionsweise der Anlage, über die durchzuführenden Überwachungs- und Wartungstätigkeiten aber auch über die entstehenden Kosten bei falschem Betreiberverhalten unterrichtet ist. Die Absolvierung einschlägiger Kleinkläranlagenkurse (z.b. über den Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband ÖWAV) stellt dazu eine Grundlage dar. Die behördlichen Fremdkontrollen mit periodischen Probenahmen im Zuge der Gewässeraufsicht sind für jeden Betreiber eine wichtige Hilfestellung zusätzlich zum vorgeschriebenen Wartungsvertrag. Nur so kann das gemeinsame Ziel der Gewässerreinhaltung erreicht werden. Amt der Vorarlberger Landesregierung Abteilung Wasserwirtschaft Seite 215

5 10.5 Übersicht nach Reinigungssystemen Seite 216 Amt der Vorarlberger Landesregierung Abteilung Wasserwirtschaft

6 10.6 Übersicht nach Bemessungswerten (EW) Amt der Vorarlberger Landesregierung Abteilung Wasserwirtschaft Seite 217

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