Schule machen in Afrika

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1 Watoto e.v., Siebertweg 23, Baunatal Telefon: , Fax: Internet: Vorsitzender: Kai-Peter Breiholdt Schule machen in Afrika Bankverbindung Watoto e.v., Kasseler Sparkasse, Konto-Nr , BLZ Auslandsüberweisungen IBAN-Nr. DE , Swift-BIC HELADEF1KAS Steuer-Nr , Finanzamt Kassel-Hofgeismar, Verwaltungsstelle Kassel-Goethestraße, Vereinsregister-Nr. 2968

2 Watoto e.v. Der Verein wurde von den Initiatoren der MEKAELA ACADEMIES gegründet, um ausschließlich dieses Projekt zu fördern und zu unterstützen. WATOTO ist Suaheli und heißt Kinder. Das Ziel ist, auch Kindern aus ärmsten Verhältnissen eine gleiche Chance auf beste Ausbildung zu geben. Stipendien aus einem umfangreichen Patenschafts-Programm werden an Kinder vergeben, die Potential und Willenskraft beweisen, den Ansprüchen der Schulen zu genügen. Sonderfonds und Spendenrücklagen fangen die Stipendiaten auf, wenn eine Patenschaft nicht weiter geführt wird. Einzel- und Projekt-Spenden werden direkt in die Schulgebäude, die schulischen Einrichtungen oder in gezielte Projekte investiert. Alle Zahlungen wie auch die gesamten Finanzen der MEKAELA ACADEMIES und ihrer Schulen werden streng durch WATOTO kontrolliert. Der Verein selber entnimmt keinerlei Gelder aus dem Spendenverkehr. Alle anfallenden Kosten werden ausschließlich durch die Mitglieder finanziert.

3 Patenschaften bei Watoto e.v. Mittellosen Familien ermöglicht ein Stipendium bzw. eine Patenschaft durch WATOTO den Schulbesuch der MEKAELA ACADEMIES. Da es sich um eine Privatinstitution handelt, die keinerlei Unterstützung durch staatliche Organe erhält, müssen die gesamten Kosten über Schulgeld finanziert werden. WATOTO vermittelt Patenschaften an bedürftige Familien, kontrolliert lückenlos die Verwendung der Mittel und sorgt dafür, dass das geförderte Kind genügend Unterstützung auch durch das heimische Umfeld bekommt. Den Paten ist es möglich, den Werdegang ihres Kindes zu verfolgen und zu begleiten, bis hin zum persönlichen Kontakt. Es hat sich gezeigt, dass gerade Stipendiaten zu den besten Schülern der Schulen gehören. Waisen ermöglicht dieses Programm eine Unterbringung in Gastfamilien, da WATOTO diese Familien durch finanzielle Unterstützung in die Lage versetzt, das Waisenkind wie ein eigenes Kind zu behandeln. Somit gibt es keine Heimunterbringung und bloße Verwaltung von Waisenkindern, sondern Integration in ein soziales Umfeld verbunden mit exzellenter schulischer Ausbildung. WATOTO sammelt darüber hinaus Mittel für Erweiterung und Unterhalt der Schulen, auf die MEKAELA ACADEMIES dringend angewiesen ist. Alle Spenden, sei es für Patenschaften oder Projekte, kommen bei MEKAELA ACADEMIES zu 100% an. Alle Kosten des Vereins werden ausschließlich von seinen Mitgliedern getragen.

4 Mekaela Academies MEKAELA ACADEMIES wurde 1993 in Ukunda/Kenia gegründet, um Kindern in Afrika eine schulische Ausbildung höchster Qualität zu ermöglichen. Unabhängig von finanziellen Situationen wird Schülern der Weg für einen Lebenslauf frei gemacht, der sich grundsätzlich vom afrikanischen Durchschnitt unterscheidet. Garantierte Hochschulreife Vom Start des Schulunterrichts 1996 bis zum heutigen Tag haben mehr als Kinder bereits diesen Weg beschritten. Von allen bisherigen Primary School Schülern (Grund- und Hauptschule, Klassen 1 8) haben 100% eine weiterführende Secondary School (Gymnasium, Klassen 9 12) besucht und abgeschlossen. 96% dieser Absolventen haben die Hochschulreife erreicht und wurden zum Studium zugelassen. Der Landesdurchschnitt liegt bei 35%. Moderne und Tradition MEKAELA ACADEMIES lehrt Kindern die Welt, ohne dabei die Wurzeln afrikanischer Traditionen zu vernachlässigen. Die Ausbildung zielt darauf ab, eine neue Bildungselite und einen neuen Mittelstand zu etablieren und der heimischen Gesellschaft als Leistungsträger zur Verfügung zu stehen. Die Schulen sind technisch, fachlich und personell für diesen Anspruch gerüstet. Fördern und fordern Um allen die Ausbildung bei MEKAELA ACADEMIES zu ermöglichen, wurde ein Programm zur Förderung von Kindern aus mittellosen Familien gegründet. Die Vergabe der Stipendien richtet sich nach Bedürftigkeit und Leistungsbereitschaft. Es wird aktive Mitarbeit im Umfeld der MEKAELA ACADEMIES gefordert.

5 Toleranz und Kompetenz Erziehung zu Toleranz und sozialer Kompetenz ist eines der Hauptanliegen von MEKAELA ACADEMIES. Dafür gilt es, die afrikanische Tradition des gegenseitigen Geben und Nehmen wieder zu beleben, die in manchen Kreisen der Oberschicht dieser Länder leider keine Rolle mehr spielt. Soziale Kompetenz ist aber auch Führungskompetenz nach demokratischen Grundsätzen, die sich u.a. darin ausdrückt, dass an den Schulen sogenannte Prefects (Schülervertreter) gewählt werden, die zusammen mit den Schülern Regeln aufstellen, sie vorleben und durchsetzen. Toleranz bedeutet gerade in Afrika die Überwindung von Stammesgrenzen und -gegensätzen, das Akzeptieren unterschiedlicher Religionen, ohne Radikalität zu dulden. Sowohl Lehrer als auch das Personal bei MEKAELA ACADEMIES wird ohne Ansehen der Stammes- und Religionszugehörigkeit ausgewählt. Es zählt alleine die Qualifikation. Nur so können die Schüler zu kritischen und selbstbewussten Bürgern erzogen werden, die nicht ohne weiteres Willkür und Unrecht akzeptieren. Demokratie und Rechtsstaat sind daher wichtige Punkte der Ausbildung. Integration in Gesellschaft und Umfeld MEKAELA ACADEMIES war von Beginn an in das Leben der Gemeinden integriert. Dies resultiert aus verschiedenen Faktoren. Zum einen wurden sämtliche Baumaßnahmen, handwerkliche Tätigkeiten, schulische Ausstattung an die heimische Geschäftswelt vergeben. Zum anderen rekrutiert sich das gesamte Personal ausschließlich aus qualifizierten Afrikanern. Damit ist MEKAELA ACADEMIES sowohl ein Wirtschaftsfaktor als auch ein bedeutender Arbeitgeber.

6 Mekaela Academies Manuel Alexander School Primary School (Grund- und Hauptschule) mit Vorschule, Unterricht von Babyklasse bis Klasse 8, 14 Lehrer, 400 Schüler Mekaela Academies Heshima Primary School (zur Zeit noch im Bau) Primary Day und Boarding School (Grund- und Hauptschule mit Internat) mit Vorschule, Unterricht von Babyklasse bis Klasse 8, 18 Lehrer, 500 Schüler

7 Mekaela Academies Likunda Primary School Primary Day und Boarding School (Grund- und Hauptschule mit Internat) mit Vorschule, Unterricht von Babyklasse bis Klasse 8, 18 Lehrer, 500 Schüler Mekaela Academies Lulu High School Secondary Boarding School (Gymnasium mit Internat), Unterricht von Klasse 9 bis Klasse 12, 24 Lehrer, 160 Schüler

8 Serafina Eine Schülerin der Mekaela Academies Mit vier Geschwistern wuchs Serafina bei ihren Eltern in Ukunda auf. Der Vater handelte mit Wasser, das er an Haushalte verkaufte, die ohne Wasseranschluss oder eigenen Brunnen auskommen müssen. Die Mutter betreibt auch heute noch ein kleines Geschäft auf dem Markt, wo sie viele Dinge des täglichen Bedarfs verkauft. Mit ca. 40 Euro im Monat musste die Familie auskommen. Im Alter von sechs Jahren kam Serafina in die Schule. Die Eltern schickten sie zu einer der staatlichen Grundschulen. Mit 60 Mitschülern saß sie in einem einzigen Klassenraum. Stühle gab es nur für die Hälfte der Schüler, so dass sie sich die Bänke mit anderen teilen mussten oder auf dem Boden hockten. Es gab zu wenige Lehrer und Lehrmaterial war ebenfalls kaum vorhanden. War das die richtige Schule für Serafina, um später einmal im Leben bestehen zu können? Schließlich wollten die Eltern, dass ihr Kind es einmal besser haben sollte. Am liebsten hätten sie Serafina auf eine Privatschule geschickt, um ihr die Ausbildung zu geben, die sie sich für sie vorgestellt hatten. Aber es gab zwei Probleme: Privatschulen müssen Schulgeld nehmen. Und es gibt nicht genügend Plätze. Da hörte der Vater von Bekannten, dass es da eine Schule gibt, wo das Schulgeld niedriger ist als bei anderen privaten Schulen: Mekaela Academies. Hinzu kam noch, dass die Schulen einen ausgezeichneten Ruf haben schließlich belegen sie ständig die ersten Plätze in der Provinz. In den Klassen sitzen nur 30 Kinder, es gibt für jeden Fachbereich die entsprechenden Lehrer. Lehrmaterial und Ausstattung sind sehr gut. Und es gibt sogar Computerklassen. Das wär s doch! Alleine konnte man das aber nicht bewältigen. Also beschloss die Familie, in ihr Heimatdorf am Victoriasee zu fahren. Man wollte den Familienverbund fragen, ob man zusammen genügend aufbringen könnte, um Serafina auf die Mekaela Academies zu schicken. Schließlich würde eine gute Ausbildung und ein guter Beruf der gesamten Familie zugute kommen. Die Familie stimmte zu. Sofort nach der Rückkehr wurde Serafina bei Mekaela Academies angemeldet. Glücklicherweise waren gerade neue Klassenräume gebaut worden, sodass sie nicht auf eine Warteliste kam. Dass sie eine Klasse zurückgestuft wurde, weil ihr bisher erworbenes Wissen nicht ausreichte, war zwar ärgerlich, zeigte aber den hohen Standard der neuen Schule. Schon nach einem Jahr hatte sie den Rückstand aufgeholt. Bald wurde Serafina zur besten Schülerin ihrer Klasse. Die gesamte Familie war stolz auf sie und glücklich, diesen Schritt gewagt zu haben. Aber dann wurde der Vater krank und konnte seiner Arbeit nicht mehr nachgehen. Deshalb fehlte nun ein Teil des Schulgelds. Was tun? Die Mutter erinnerte sich: Es gibt doch ein Programm bei Mekaela Academies, das diese Schule erneut von anderen unterscheidet. Bedürftigen oder in Not geratenen Kindern wird über den deutschen Förderverein Watoto e.v. mit Stipendien bzw. Patenschaften geholfen. Serafina kam dafür in Frage. Sie kam auf die Warteliste und schon nach wenigen Wochen hatte Watoto e.v. ein Ehepaar aus Deutschland gefunden, das Serafinas Ausbildung übernahm. So machte sie ihren Abschluss als Drittbeste und konnte nun zum Gymnasium gehen. Nach weiteren vier Jahren bestand sie mit einer Zwei Plus das Abitur. Für die Paten war sofort klar, dass Serafina jetzt zur Universität gehen musste und sie ihr das Studium ermöglichen würden. So studiert Serafina heute in Nairobi Jura.

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