Dokumentationsleitfaden für die Projektbeschreibung zur Auszeichnung Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule 2012/2013

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1 Dokumentationsleitfaden für die Projektbeschreibung zur Auszeichnung Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule 2012/2013 Bitte füllen Sie diesen Dokumentationsleitfaden am Computer aus. Einfach in die grauen Kästchen klicken und los geht s. Schicken Sie das ausgefüllte Formular und je 3 Bilder für Handlungsfeld 1 und 2 (separat als JPEG.Bild-Datei) bitte per an Klaus Hübner, Landeskoordinator. Einsendeschluss: bis spätestens Freitag, den 07. Juni 2013 Angaben zur Schule Name der Schule: Mittelschule Schöllkrippen Anschrift: Obere Schulstraße Schöllkrippen Telefon/Fax: / Ansprechpartner für Umweltschule in Europa: Herr Laufer Anzahl der Klassen insgesamt: 19 Anzahl der Klassen, die an den Projekten beteiligt waren: 19 Anzahl der Kolleginnen/Kollegen, die an den Projekten beteiligt waren: 40 Selbsteinschätzung als 1, 2 oder 3-Sterne-Schule: 3 Teilnahme an der Auszeichnung: das 6. Mal Handlungsfeld 1 Projektthema: Globales-Interkulturelles Lernen - am Beispiel Schulprojekt Avéta-Schöllkrippen Beschreiben Sie die Entwicklung, die Aktionen und den zeitlichen Ablauf des Projektes (max Zeichen): Vor mehreren Jahren wurde eine Schulpartnerschaft mit der Schule in Avéta (Togo) ins Leben gerufen. Viele Lehrer unserer Schule finanzieren mit einem monatlichen Beitrag Lehrergehälter in der Schule in Togo. Desweiteren finden jedes Jahr verschiedene Aktionen statt, mit deren Erlös die Partnerschule unterstützt wird. Seitdem gibt es immer wieder Einzelaktionen, die unserer Partnerschule zugute kommen: Klassensammlungen, die eine Lehrkraft finanzieren; Weihnachtssternverkäufe, deren Erlös an Weihnachten der Partnerschule gespendet wird. Bisheriger Höhepunkt war im Jahre 2012 das Afrika-Fest, das an unserer Schule stattfand. Jede Klasse befasste sich mit einem Thema über Afrika und lernte so Land und Leute besser kennen. Die Themen gingen von den Klima- und Landschaftzonen Afrikas, über die Geschichte Afrikas v.a. zur Zeit des Kolonialismus mit den unterschiedlichsten Vorträgen und Ausstellungsstücken sowie einem "Kolonialladen" bis hin zum Leben eines Flüchtlings in den vom Bürgerkrieg betroffenen Regionen Afrikas. Alle Themen und Ausstellungen wurden von unseren Schülern vorbereitet und den Eltern am Afrikafest vorgestellt. Darüberhinaus gab es musikalische Auftritte von extra angereisten Schülern und Lehrern aus Togo. Der Elternbeirat unserer Mittelschule bot den Schülern und Besuchern afrikanische Spezialitäten wie gebackene Banane und Hühnchen mit afrikanischen Beilagen zum Mittagessen an.

2 Inszwischen gibt es die Schule in Aveta schon so lange, dass die erste Klasse in diesem Jahr ins Berufsleben entlassen wird. Dies war Grund für uns in diesem Jahr im AWT-Unterricht der 7. Klassen die Vorbereitung auf das Berufsleben und die Suche nach einem Ausbildungsplatz bei uns mit den Gegebenheiten unserer afrikanischen Partnerschüler zu vergleichen. Die Schüler überlegten sich, wie sie bei uns auf die Ausbildung vorbereitet werden und fassten dies in einem Brief zusammen, den wir nach Aveta schickten. Inzwischen wurde dieser Brief von Schüler aus Togo beantwortet. Skizzieren Sie, welche Bezüge zur nachhaltigen Entwicklung das Projekt aufweist (z. B. Ökologische Dimension: Ressourcenschonung; Ökonomische Dimension: regionale Wirtschaftskreisläufe; Soziale Dimension: Partizipation) (max Zeichen): Ökonomische Dimension: Mit der finanziellen Unterstützung der Partnerschule in Aveta (Togo) wird den afrikanischen Partnerschülern ein Zugang zur Bildung gesichert. Sie haben somit die Möglichkeit einen Beruf auszuüben, der ihnen ein gewisses Einkommen sichert oder sogar zu studieren. Darüberhinaus werden die Spenden auch verwendet, dass auf dem Schulgelände eine Wasserversorgung installiert wurde und baldmöglichst eine elektrische Energieversorgung mit Solarzellen aufgebaut wird. Soziale Dimension: Unsere Schüler erfahren, dass es Länder gibt, in den der Zugang zu Bildung keineswegs selbstverständlich ist und wie viel schwerer es v.a. in Afrika ist eine passende Ausbildung zu finden, ja sogar dass noch hohe Summe für einen Ausbildungsplatz bezahlt werden müssen anstatt eine Ausbildungsvergütung zu bekommen. Darüberhinaus lernen sie wie wichtig es ist, als Bewohner eines Industrielandes ärmere Länder zu unterstützen, damit sie ebenfalls von der Globalisierung profitieren. Wie haben die Schülerinnen und Schüler Einfluss auf die Projektentwicklung und den Projektverlauf genommen? An manchen Stellen wurden die Schülerinnen und Schüler mit einbezogen. Die Schülerinnen und Schüler wurden an vielen Entscheidungen beteiligt. Die Schülerinnen und Schüler bestimmten das Projekt und dessen Verlauf. Beschreiben Sie kurz, in welcher Form das erfolgt ist (max Zeichen): Als wir in AWT mit dem Berufswahlpass und der Berufsplanung für die nächsten 2,5 Jahre anfingen, kam von den Schülern die Frage auf, wie wohl die Schüler unserer Partnerschule auf den Beruf vorbereitet werden. Vom Afrikafest im letzten Jahr hatten sie erfahren, dass es mit der Ausbildungssuche in Aveta nicht so einfach ist und sie sogar viel Geld an den Ausbilder bezahlen müssen. Dies war der Grund, weshalb die Schüler genauer nachfragen wollten. Daraufhin schrieben sie einen Brief, der mithilfe des Vereins "Schule der Zukunft - Freundschaft Schöllkrippen -Avéta" an den für die Abschlussschüler in Togo zuständigen Lehrer überreicht wurde. Wir werden nach Erhalt der Antwort einen Vergleich ausarbeiten, der je nach Ergiebigkeit in einer Broschüre oder ähnlichem veröffentlicht werden soll. Hier entscheiden die Schüler, welche Möglichkeit der Veröffentlichung gewählt wird. Das Ergebnis des Briefaustauschs wird am 5-jährigen Jubiläum der Schule in Aveta der Öffentlichkeit präsentiert werden Handlungsfeld 2 Projektthema: Generationen verbindendes Lernen Beschreiben Sie die Entwicklung, die Aktionen und den zeitlichen Ablauf des Projektes (max Zeichen): Unter dem Stichwort "Nachhaltigkeit" gibt es seit vielen Jahren jedes Jahr verschiedene Aktionen um Alt und Jung zusammen zu bringen: Die Schüler der 5. und 6. Klassen besuchen das Seniorenheim in der Vorweihnachtszeit, in der Faschingszeit und zu Vorlesewettbewerben, um zusammen mit den Senioren zu feiern und ihnen ein paar vergnügliche Stunden zu

3 bereiten. Schüler der 8. und 9. Klassen haben im letzten Jahr eine Art Patenschaft für jeweils einen Senioren übernommen, den sie regelmäßig besucht haben, um mit ihm zu spielen, spazieren zu gehen oder auch nur einmal zuzuhören. Skizzieren Sie, welche Bezüge zur nachhaltigen Entwicklung das Projekt aufweist (z. B. Ökologische Dimension: Ressourcenschonung; Ökonomische Dimension: regionale Wirtschaftskreisläufe; Soziale Dimension: Partizipation) (max Zeichen): Soziale Dimension: Partizipation: Die Schüler lernen auf den unterschiedlichen Festen und Begegnungen u.a. unter welchen Bedingungen die Senioren in der Kriegs- und Nachkriegszeit aufgewachen sind, welche Lieder sie damals in ihrer Kindheit und Jugend begleitet haben und lernen die Lieder an Geburtstagbesuchen und Faschings- sowie Weihnachtsfeier kennen. Beim Vorlesewettbewerb lernen im Gegenzug die Senioren die gegenwärtige Kinder- und Jugendliteratur mit den Problemen der heutigen Jugend kennen. Bei den Begegnungen im Seniorenheim bauen die Kinder und Jugendlichen die "Scheu" vor älteren Menschen ab und beschäftigen sich und spielen mit ihnen. Die älteren Schüler haben durch die Patenschaft einen kleinen Einblick in den Beruf des Altenpflegers erhalten, was für einige in ihrer Entscheidung für einen Ausbildungsberuf behilflich war. Wie haben die Schülerinnen und Schüler Einfluss auf die Projektentwicklung und den Projektverlauf genommen? An manchen Stellen wurden die Schülerinnen und Schüler mit einbezogen. Die Schülerinnen und Schüler wurden an vielen Entscheidungen beteiligt. Die Schülerinnen und Schüler bestimmten das Projekt und dessen Verlauf. Beschreiben Sie kurz, in welcher Form das erfolgt ist (max Zeichen): Zusammen mit dem Klassenlehrer sowie dem Verantwortlichen unserer Lehrerband überlegen sich die Schüler immer wieder neue Aktionen, mit denen sie den älteren Menschen im Seniorenheim eine Freunde machen können. Sie suchen passende Lieder aus und überlegen sich verschiedene Aufführungen. Beim Vorlesewettbewerb suchen sich die teilnehmenden Schüler einen ihnen bekannten Text aus einem Kinder-und Jugendbuch aus, der dann von der Jury bestehend aus Lehrern und Bewohnern des Seniorenheims vorgetragen wird. Mindestens einmal pro Woche gingen die älteren Schüler zur persönlichen Betreuung eines Seniorpartners ins Seniorenheim. Diese Patenschaften wurden über die Zeitdauer eines kompletten Schuljahres aufrecht erhalten. Haben Sie mit Kooperationspartnern von außen zusammengearbeitet? Wenn ja mit welchen. "Schule der Zukunft - Togo"; Seniorenheim "Lindenhof" Schöllkrippen Stehen Sie in Kontakt mit anderen Umweltschulen in Ihrer Region? Nein

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