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2 Die Börse als Preisbarometer für die Handelsware Strom Seite 2

3 Einstieg: Energiepreise Na warte! Seite 3

4 Themen 1. Übersicht über die Beschaffungsmärkte Strom 2. Vorstellung Strombörse Deutschland 3. Preisvolatilität an den Strommärkten 4. Preisabhängigkeiten der Strompreise 5. Thesen 6. Fazit Seite 4

5 1. Übersicht über die Beschaffungsmärkte Strom Seite 5

6 1. Übersicht über die Beschaffungsmärkte Strom Drei Bezugsalternativen ca. 90% des Handelsvolumens an den Terminmärkten, OTC = Over the Counter Seite 6

7 1. Übersicht über die Beschaffungsmärkte Strom Fünf Handelsplattformen für OTC Seite 7

8 1. Übersicht über die Beschaffungsmärkte Strom Einteilung der Märkte Seite 8

9 1. Übersicht über die Beschaffungsmärkte Strom Die Marktplätze Seite 9

10 2. Vorstellung Strombörse Deutschland Leipzig Seite 10

11 2. Vorstellung Strombörse Deutschland Seite 11

12 2. Vorstellung Strombörse Deutschland Was ist eine Energiebörse? Seite 12

13 2. Vorstellung Strombörse Deutschland Funktionen einer Energiebörse Seite 13

14 2. Vorstellung Strombörse Deutschland EEX Geschäftsgebiete Neu: CO2- Zertifikathandel Seite 14

15 2. Vorstellung Strombörse Deutschland EEX Abgrenzung Spot- und Terminmarkt Seite 15

16 2. Vorstellung Strombörse Deutschland Bilanzkreismanagement mit EEX Seite 16

17 3. Preisvolatilität an den Strommärkten Käufer und Verkäufer an der Terminbörse An der Terminbörse treffen Käufer und Verkäufer von Terminkontrakten aufeinander Käufer am Terminmarkt: Markteilnehmer, die sich gegen das Risiko steigender (Rohstoff-) preise absichern möchten Spekulanten, die auf steigende Preise wetten Verkäufer am Terminmarkt: Markteilnehmer, die sich gegen das Risiko fallender (Rohstoff-) preise absichern möchten Spekulanten, die auf fallende Preise wetten Seite 17

18 3. Preisvolatilität an den Strommärkten Käufer und Verkäufer im Börsenhandel Produzenten Eigenerzeuger Verteilunternehmen Industriekunden Händler/Broker Spekulanten Market Maker Banken Hedging (engl. Hedge = Hecke/Schutz) Absicherung von Risiken zukünftiger Preisschwankungen Spekulation (lateinisch) Geschäftstätigkeit, die auf Gewinne aus der zukünftigen Veränderung der Preise abzielt Arbitrage (frz. = Entscheidung) Ausnutzung von Preis- und Kursdifferenzen für das gleiche Handelsgeschäft an verschiedenen Börsen oder Produkten Seite 18

19 3. Preisvolatilität an den Strommärkten Seite 19

20 3. Preisvolatilität an den Strommärkten Preisanstieg an Europas Strombörsen Januar 2005 Dezember 2005 Veränderung in Prozent Niederlande apx (Amsterdam Power Exchange) 38,50 59,00 53,3 Frankreich Powernext 33,70 52,80 56,7 Deutschland European Energy Exchange (EEX) 33,80 50,70 50,0 Spanien Mercado de Electricidad (OMEL) 31,20 49,80 59,6 Skandinavien NordPool 26,30 36,40 38,4 Durchschnittlicher Großhandelspreis am Terminmarkt europäischer Börsen für je 1 MWh Grundlaststrom, der 2006 geliefert wird. Quelle: Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin Seite 20

21 3. Preisvolatilität an den Strommärkten Preisanstieg an Europas Strombörsen Preisanstieg in 2005 an allen Strombörsen bis zu 60% EEX liegt mit 50 % im Mittelfeld Vorteil Skandinavischer Markt durch überdurchschnittliches Wasserkraft-Angebot Börsen spiegeln Preiserwartung der Marktteilnehmer an die Marktentwicklung wieder, dass der weltweit wachsende Energiebedarf die Preise nach oben treiben wird Seite 21

22 4. Preisabhängigkeiten der Strompreise Preisfindung Der Preis eines Futures wird wesentlich durch folgende Einflussfaktoren bestimmt: Angebot und Nachfrage Kurs des underlying (bspw. Strom) am Spotmarkt Lagerhaltungskosten der Kassaposition (z.b.: Finanzierungskosten, Versicherung, ) Laufzeit des Futures Sonstiges Seite 22

23 4. Preisabhängigkeiten der Strompreise Spotpreis < Terminpreis: Preisfindung normaler Markt = ausreichendes Angebot im kurzfristigen Bereich Spotpreis > Terminpreis: umgekehrter Markt = inverted market fehlendes Angebot im kurzfristigen Bereich, bspw. auf anderen Spotmärkten Seite 23

24 4. Preisabhängigkeiten der Strompreise Die Rolle eines Market Maker Market Maker sind verpflichtet, einen fortlaufenden Preis unter Einhaltung der Mindestanforderungen zu stellen Maximaler bid/ask spread Mindestvolumina (z.b.: 10 Kontrakte) Für die nahen, d.h. aktiven Liefermonate Hintergrund: Bereitstellung von Liquidität für andere Börsenteilnehmer Seite 24

25 4. Preisabhängigkeiten der Strompreise Klassische Preisabhängigkeiten für die Erzeuger-/Anbieterseite Korrelation der Strompreise mit den Primärenergiepreisen, insbesondere zu den Kohlepreisen, zunehmend auch zu den Erdgaspreisen (GuD-Kraftwerke) Durch die weltweit stark zunehmende Nachfrage nach Primärenergieträgern, insbesondere in China und Asien, wird auch weiterhin mit steigenden Primärenergiepreisen zu rechnen sein. Korrelation der Strompreise mit den CO 2 -Zertifikatpreisen (CO 2 -Zertifikate +1,00 /t CO 2 = +0,50 /MWh) Durch die beginnende 2. Phase des Allokationsplanes (Reduzierung Zertifikate) werden sich vermutlich auch die CO 2 -Zertifikatpreise weiter verteuern und sich negativ auf die Erzeugerpreise auswirken. Seite 25

26 4. Preisabhängigkeiten der Strompreise Preisabhängigkeiten am Spotmarkt Spotpreise sind neben klassischen Gründen (Lastgang, Saisonalität, Kraftwerksverfügbarkeit, etc.) von einer Vielzahl anderer Faktoren abhängig (z.b. Wind, Wassersituation, grenzüberschreitende Stromflüsse) und daher sehr schwer zu modellieren Preissprünge werden meist in mehreren Märkten gleichzeitig beobachtet Das Einstellen offener Spotpositionen eines einzelnen Marktteilnehmers kann den Preis an der EEX nachhaltig beeinflussen Bsp.: Sommer 2003 max. Export nach F und NL Seite 26

27 4. Preisabhängigkeiten der Strompreise Preisabhängigkeiten am Terminmarkt Primärenergiepreise und CO 2 -Zertifikatpreise geplante Kraftwerksrevisionen Kraftwerksstillegungen/Kraftwerkszubauten langfristig geplante Änderungen an den Interkonnektoren Markterwartung (sich wiederholende Ereignisse) Verhalten bzw. Dominanz bestimmter, einflussreicher Marktteilnehmer Märkte reagieren sehr oft auf an sich wenig bedeutende Ereignisse (z.b. Kauf Jahresband nach unerwartet hohem EEX- Clearingpreis, EEX-Terminmarktumsatz außerhalb des bilateralen Spread) Seite 27

28 5. Thesen Thesen zur mittelfristigen Entwicklung der Börsenpreise 1. Die weltweit steigende Primärenergienachfrage wird zu steigenden Primärenergiepreisen, höheren Erzeugerpreisen und damit höheren Strompreisen auf der Anbieterseite führen. 2. Die Umsetzung der zweiten Handelsphase des Allokationsplanes wird zur Verteuerung der gehandelten CO 2 -Zertifikate führen, die Erzeugerpreise verteuern und ebenfalls zu höheren Strompreisen führen. Seite 28

29 5. Thesen Thesen zur mittelfristigen Entwicklung der Börsenpreise 3. Die Verringerung der inländ. Kraftwerkskapazitäten (hoher Anteil an abgeschriebenen Kraftwerken, Stilllegungsprogramm von ca. 10 GW seit 1999 ca. 7,5%, und Ausstieg von Atomkraftwerken ca. 22 GW, davon 5,4 GW und 8,3 GW ; install. Gesamtkapazität 2006 ca. 130 GW) bei gleichzeitig nicht wesentlichem Ausbau der Kuppelkapazitäten sowie der geringen Anzahl von Wettbewerbern auf dem Erzeugermarkt führt weiterhin zu steigenden Strompreisen auf den Handelsmärkten. Seite 29

30 6. Fazit Die Börse als Preisbarometer für die Handelsware Strom Ja Die Börse ist das Preisbarometer für die Handelsware Strom Seite 30

31 Ansprechpartner Frankendamm Stralsund Tel_03831/ Fax_03831/ Funk_0171/ stadtwerke-stralsund.de Ing.-oec. Harald Sauter Prokurist Leiter Betriebsteil Energieversorgung Seite 31

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