Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz I, Teil II) Winter 2017/18. Passiv (und nichtakkusativische Verben)

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz I, Teil II) Winter 2017/18. Passiv (und nichtakkusativische Verben)"

Transkript

1 1 Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz, Teil ) Winter 2017/18 Passiv (und nichtakkusativische erben) Theorie (Fragenkatalog) A B Welche oraussetzung muss ein erb erfüllen, um eine Passiv-Konstruktion bilden zu können? [2] m alenzrahmen des erbs muss ein Agens-Argument vorangelegt sein. erben, die ihrem Subjekt (in der Aktiv-ariante) eine andere e Rolle zuweisen, sind nicht passivierbar. Was versteht man unter Theta-Absorption und welche Auswirkungen hat sie auf den Satz? Bei welcher Konstruktion spricht man typischerweise von Theta-Absorption? [6] Man spricht von Theta-Absorption, wenn morphosyntaktische Erscheinungen dazu führen, dass vorangelegte e Rollen an der Oberfläche unausgedrückt bleiben. Die e Rolle bleibt dabei aber mindestens impliziter Bestandteil des ausgedrückten Konzepts, die erzeugte Referenz des Aktanten ist dann unspezifisch und innersprachlich (in etwa: man/jemand/einer). Theta-Absorption bewirkt eine Änderung der nformationsverteilung zugunsten der an der Oberfläche noch realisierten Rolle(n), was auch zu einer erschiebung der aktionalen Semantik des Satzes führen kann. Eine typische Konstruktion mit Theta- Absorption ist die Passiv-Konstruktion. Erläutern Sie drei Merkmale des Passivs im Deutschen. [6] 1. m Passiv ist die formale alenz verändert: Das Agens-Argument wird zurückgestuft und bleibt entweder unausgedrückt oder wird sekundär mithilfe einer PP mit von oder durch realisiert. 2. An der Morphologie des erbs werden Passiv-Konstruktionen erkennbar, im Deutschen an einer Form von werden mit dem Partizip. 3. Das Passiv hat Einfluss auf die Kasusvergabe: Das erb verliert die Fähigkeit, seinem rangniedrigsten Argument den Akkusativ zuzuweisen. Es erhält stattdessen den Nominativ. D Welchen Zusammenhang formuliert Burzios Generalisierung? [2] E Ein erb kann seinem rangniedrigen Argument nur dann den Akkusativ zuweisen, wenn es seinem Spezifikator eine e Rolle zuweist. Wie erklärt die Syntaxtheorie, dass die folgende Konstruktion ungrammatisch ist? *on dieser Brücke wird über den Fluss geführt. [4] Es handelt sich um eine Passiv-Konstruktion. oraussetzung für die Bildung eines Passivs ist, dass das erb in seinem alenzrahmen eine Ergänzung mit der en Rolle Agens vorangelegt hat, die im Passiv zurückgestuft wird. Das erb führen vergibn der vorliegenden Bedeutung an das Subjekedoch keine Agens-Rolle.

2 2 Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz, Teil ) Winter 2017/18 F G H Wie erklärt die Syntaxtheorie, dass die Phrase [Der Mörder] im folgenden Beispiel im Nominativ steht, obwohl sie das Patiens-Argument des erbs ist? Der Mörder wird von der Polizei gesucht. [6] Es handelt sich um eine Passiv-Konstruktion. Durch die Rückstufung des Agens verliert das erb die Fähigkeit, dem rangniedrigen Argument den en Akkusativ zuzuweisen. Es liegt Kasus-Absorption infolge der in Burzios Generalisierung formulierten Zusammenhänge vor. Der Kasusfilter schließt kasuslose Nominalphrasen jedoch aus. Aufgrund der Finitheit des erbs kann die Kategorie aber unabhängig von der Semantik en Nominativ vergeben. Das kasuslose Patiens-Argument wird deshalb im Modell zum Spezifikator der P bewegt oder mit dieser Position verkettet, was den Nominativ erklärt. Wie erklärt die Syntaxtheorie, dass die Phrase [Der Polizei] im folgenden Beispiel nichm Nominativ, sondern im Dativ steht, obwohl eine Passiv-Konstruktion mit zurückgestuftem Agens-Argument vorliegt? Der Polizei wurde bei der Suche nach dem Mörder von vielen geholfen. [4] Der in Burzios Generalisierung formulierte Zusammenhang führm Passiv nur dazu, dass bei Rückstufung des Agens kein er Akkusativ vergeben werden kann. Andere Kasus sind nicht betroffen; so bleibt u. a. der an die Semantik gekoppelte lexikalische Dativ im Passiv erhalten. [Hinweis: Die Erklärung erfasst das werden-passiv. Das bekommen-passiv kann so nicht analysiert werden, denn hier ist gerade das Dativ-Argument von der Kasus-Absorption betroffen. gl. ch bekam ein Buch geschenkt vs. Mir wurde ein Buch geschenkt.] Wie erklärt die Syntaxtheorie, dass die Phrase [Der erkehrsopfer] im folgenden Beispiel nichm Nominativ, sondern im Genitiv steht, obwohl eine Passiv-Konstruktion mit zurückgestuftem Agens-Argument vorliegt? Der erkehrsopfer wird zu wenig gedacht. [4] Der in Burzios Generalisierung formulierte Zusammenhang führm Passiv nur dazu, dass bei Rückstufung des Agens kein er Akkusativ vergeben werden kann. Andere Kasus sind nicht betroffen; so bleibt u. a. der an die Semantik gekoppelte lexikalische Genitiv im Passiv erhalten. Erläutern Sie anhand des Passivs den Unterschied zwischen er und lexikalischer Kasusrektion. Zeigen Sie den Unterschied an Beispielen. [6] Struktureller Kasus resultiert aus bestimmten syntaktischen Konfigurationen und wird unabhängig von einer en Rolle vergeben. Lexikalischer Kasus wird dagegen von einem Lexem bestimmt und ist gekoppelt an die ergabe einer bestimmten en Rolle. m Passiv wird der Unterschied deutlich, wenn aufgrund der Rückstufung des Agens-Arguments zwar seine Fähigkeit verliert, den Akkusativ an seiner Komplementposition zu regieren (Burzios Generalisierung), andere Kasus hier aber erhalten bleiben. m ersten Beispiel erhält das Patiens-Argument [Dieser Roman] im Passiv deshalb den ebenfalls Theta-Rollen-unabhängigen Nominativ, im zweiten Beispiel bleibedoch der lexikalische Genitiv der [Der erkehropfer] erhalten: [Dieser Roman] wird zurzeit gern gelesen. [Der erkehrsopfer] wurde zu wenig gedacht.

3 3 Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz, Teil ) Winter 2017/18 Satzanalysen 1 Den Touristen wurde der Weg gezeigt. P P [Den Touristen] k [der Weg] j t k gezeigt y 2 weil der Großvater Lisa ein Kätzchen geschenkt hat. P P P z y = Rezipient/Experiencer z = Patiens weil [der Großvater] j Lisa ein Kätzchen geschenkt ha x P y z x = Agens y = Rezipient z = Patiens

4 4 Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz, Teil ) Winter 2017/18 3 weil das Kätzchen seiner Schwester geschenkt wurde. P P P y weil [das Kätzchen] j seiner Schwester geschenkt 4 weil Hanna entlassen wird. P P P y z y = Rezipient z = Patiens weil [Hanna] j entlassen wird i

5 5 Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz, Teil ) Winter 2017/18 5 weil ihr Hund den Einbrecher stellte. P P y weil [ihr Hund] j den Einbrecher stellte i x 6 weil durch ihren Hund ein Einbrecher gestellt wurde. P P P y x = Agens weil e j durch ihren Hund [ein Einbrecher] j gestellt PP

6 6 Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz, Teil ) Winter 2017/18 7 weil der Einbrecher von ihrem Hund gestellt wurde. P P P PP weil [der Einbrecher] j von ihrem Hund gestellt y 8 Das gesamte Heer wird dem neuen König unterstellt. y z P P P [Das gesamte Heer] j wird i dem neuen König unterstellt y = Benefizient z = Patiens

7 7 Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz, Teil ) Winter 2017/18 9 Dieses Buch ist oft gelesen worden. P P P [Dieses Buch] j is oft gelesen worden AdvP 10 Die neue ersion der Software wurde neulich veröffentlicht. P y y [Die neue ersion der Software] j neulich veröffentlicht P P P AdvP

8 8 Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz, Teil ) Winter 2017/18 11 Sonys Roboterhund wurde überarbeitet. P P P y [Sonys Roboterhund] j überarbeitet 12 Entführte Deutsche wurde mehrfach gewarnt. y y = Benefizient [Entführte Deutsche] j mehrfach gewarnt P P P AdvP

9 9 Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz, Teil ) Winter 2017/18 13 Die Drogenbeauftragte ist von ihrer Leitungsverantwortung im Drogenreferat der Gesundheitsverwaltung entbunden worden. y P P [Die Drogenbeauftragte] j is von ihrer Leitungsv. im Drogenr. der Gesundheitsv. entbunden worden y = Rezipient/Benefizient z = Patiens; PP (P = von) 14 Zum 25. Mal ist das Unwort des Jahres gewählt worden. PP P P PP y [Zum 25. Mal] k is [das Unwort des Jahres] j t k gewählt worden P P P P PP

10 Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz, Teil ) Winter 2017/18 15 die jemals gefilmt worden sind. w-bewegung P P P P AdvP y [die] j e jemals gefilmt worden sind i 10

Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz I, Teil II) Sommer 2017

Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz I, Teil II) Sommer 2017 1 Y nfinitive : Ac und Nc Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz, Teil ) Sommer 2017 Theorie (Fragenkatalog) A Was ist eine Ac-Konstruktion? Erklären Sie anhand eines Beispiels.

Mehr

Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz I, Teil II) Sommer Valenz, thematische Rollen, Kasus. Was ist Valenz?

Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz I, Teil II) Sommer Valenz, thematische Rollen, Kasus. Was ist Valenz? 1 T Valenz, thematische Rollen, Kasus Theorie (Fragenkatalog) A Was ist Valenz? Die Eigenschaft eines Wortes, Ergänzungen mit bestimmten en und/oder formalen Merkmalen zu verlangen. [1] B Definieren Sie

Mehr

Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz I, Teil II) Winter 2017/18

Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz I, Teil II) Winter 2017/18 1 Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz, Teil ) Winter 2017/18 Y nfinitive : PRO Theorie (Fragenkatalog) A Warum nimmt man in manchen nfinitivkonstruktionen ein leeres Subjekt

Mehr

Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz I, Teil II) Sommer 2017

Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz I, Teil II) Sommer 2017 1 Z Wiederholung Stefan Lotze Seminar: Grundlagen der deutschen Grammatik (Satz I, Teil II) Sommer 2017 Alle Theoriefragen (Fragenkatalog) Grundlagen 1 Erläutern Sie kurz, was mit den Begriffen Kompetenz

Mehr

Subjekt und Subjektposition

Subjekt und Subjektposition Peter Gallmann/Stefan Lotze Winter 2017/18 U Subjekt und Subjektposition U 1 Semantische Rolle und Kasus des Subjekts Wie in den vorangehenden Skripts ausgeführt, wird in der wissenschaftlichen Grammatik

Mehr

Passiv und nichtakkusativische Verben

Passiv und nichtakkusativische Verben Prof. Dr. Peter Gallmann Sommer 2017 V Passiv und nichtakkusativische Verben V 1 V 1.1 Das Subjekt der Passivkonstruktion Fragestellung Bei transitiven Verben unterscheiden sich Subjektphrase und Akkusativobjekt

Mehr

Subjekt und Subjektpositionen

Subjekt und Subjektpositionen Prof. Dr. Peter Gallmann Sommer 2017 U Subjekt und Subjektpositionen U 1 Subjekt: Kasus und semantische Rolle Wie in den vorangehenden Skripts ausgeführt, wird in der wissenschaftlichen Grammatik postuliert,

Mehr

Subjekt und Subjektposition

Subjekt und Subjektposition Prof. Dr. Peter Gallmann Jena, Winter 2016/17 U Subjekt und Subjektposition U 1 Subjekt: Kasus und semantische Rolle Wie in den vorangehenden Skripts ausgeführt, wird in der wissenschaftlichen Grammatik

Mehr

Optimalitätstheoretische Syntax

Optimalitätstheoretische Syntax Optimalitätstheoretische Syntax Gereon Müller Institut für Linguistik gereon.mueller@uni-leipzig.ch Vorlesung Sommersemester 2005 Kasustheorie [1] Kasustheorie Inhärente vs. strukturelle Kasus: Woolford

Mehr

Zur Struktur der Verbalphrase

Zur Struktur der Verbalphrase Zur Struktur der Verbalphrase Ein formales Kriterium zur Verbklassifikation: V ist ein intransitives Verb (ohne Objekte) schlafen, arbeiten, tanzen,... (1) Klaus-Jürgen schläft. V ist ein transitives Verb

Mehr

Probeklausur: Einführung in die formale Grammatiktheorie

Probeklausur: Einführung in die formale Grammatiktheorie Probeklausur: Einführung in die formale Grammatiktheorie Prof. Dr. Stefan Müller Deutsche Grammatik Freie Universität Berlin Stefan.Mueller@fu-berlin.de 16. Juli 2016 Name und Vorname: Matrikelnummer:

Mehr

Einführung in die Sprachwissenschaft des Deutschen. Syntax IV. PD Dr. Alexandra Zepter

Einführung in die Sprachwissenschaft des Deutschen. Syntax IV. PD Dr. Alexandra Zepter Einführung in die Sprachwissenschaft des Deutschen Syntax IV PD Dr. Alexandra Zepter Überblick Syntax Fokus auf linearer Ordnung: Sprachtypen, Topologisches Feldermodell Fokus auf hierarchischer Ordnung:

Mehr

Syntax II. Gereon Müller Institut für Linguistik 4. November Typeset by FoilTEX

Syntax II. Gereon Müller Institut für Linguistik  4. November Typeset by FoilTEX Syntax II Gereon Müller Institut für Linguistik heck@uni-leipzig.de gereon.mueller@uni-leipzig.de 4. November 2014 Typeset by FoilTEX [A] Kasus, 4. Teil [1] Inhärente vs. strukturelle Kasus: Fanselow (1999)

Mehr

Satzglieder und Gliedteile. Duden

Satzglieder und Gliedteile. Duden Satzglieder und Gliedteile Duden 1.1-1.3 1. Valenz: Ergänzungen und Angaben - Verb (bzw. Prädikat) bestimmt den Satz syntaktisch und semantisch [Anna] stellte [rasch] [eine Kerze] [auf den Tisch]. - Neben

Mehr

Grammatiktheorie. Klausurfragen und Antworten

Grammatiktheorie. Klausurfragen und Antworten Germanistik Franziska Riedel Grammatiktheorie. Klausurfragen und Antworten Prüfungsvorbereitung Klausurfragen Grammatiktheorie Kasus: - Bestimmen Sie die Kasus! - Bestimmen Sie die Art der Kasusvergabe!

Mehr

Syntax und Phonologie: Prosodische Phrasen

Syntax und Phonologie: Prosodische Phrasen Morphologie und Syntax (BA) Syntax und Phonologie: Prosodische Phrasen PD Dr. Ralf Vogel Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft Universität Bielefeld, SoSe 2007 Ralf.Vogel@Uni-Bielefeld.de 28.6.2007

Mehr

Morphologische Merkmale. Merkmale Merkmale in der Linguistik Merkmale in der Morpholgie Morphologische Typologie Morphologische Modelle

Morphologische Merkmale. Merkmale Merkmale in der Linguistik Merkmale in der Morpholgie Morphologische Typologie Morphologische Modelle Morphologische Merkmale Merkmale Merkmale in der Linguistik Merkmale in der Morpholgie Morphologische Typologie Morphologische Modelle Merkmale Das Wort 'Merkmal' ' bedeutet im Prinzip soviel wie 'Eigenschaft'

Mehr

VP vs.?p. N V P N? N P N V Peter kommt nach Hause...dass Peter nach Hause kommt. Syntax V 2

VP vs.?p. N V P N? N P N V Peter kommt nach Hause...dass Peter nach Hause kommt. Syntax V 2 Syntax V Rechts- vs. Links-Köpfigkeit VL-Sätze als grundlegende Muster funktionale Kategorien IP/CP zum Nachlesen: Grewendorf/Hamm/Sternefeld: Sprachliches Wissen, S. 213-223, Kap. 7.1., 7.2 Syntax V 1

Mehr

Sie gab das Buch ihrer Schwester.

Sie gab das Buch ihrer Schwester. Linguistische Kriterien für kontextfreie Grammatiken Zerlegung eines Satzes in Konstituenten gemäß Austausch-, Verschiebe- und Weglaßprobe Dies ist ein Beispiel. Beschreibungsmöglichkeiten: 1. S Pron V

Mehr

Phrase vs. Satzglied. 1. Bedeutung der Kapitän hat das Fernrohr:

Phrase vs. Satzglied. 1. Bedeutung der Kapitän hat das Fernrohr: Phrase vs. Satzglied Übung 1: Bestimmen Sie die Phrasen bzw. Satzglie für die zwei möglichen Bedeutungen des folgenden Satzes: Der Kapitän beobachtet den Piraten mit dem Fernrohr. 1. Bedeutung Kapitän

Mehr

Syntaktische Kategorien: Phrasenkategorien

Syntaktische Kategorien: Phrasenkategorien Syntaktische Kategorien: Phrasenkategorien FLM0410 - Introdução à Linguística Alemã I Profa. Dra. Ma. Helena Voorsluys Battaglia Eugenio Braga 8974165 Márcio Ap. de Deus 7000382 Wörter Phrasen Satz Satz

Mehr

Einführung in die Linguistik Butt / Eulitz / Wiemer. Syntax I

Einführung in die Linguistik Butt / Eulitz / Wiemer. Syntax I Einführung in die Linguistik Butt / Eulitz / Wiemer Syntax I Morphologische Merkmale Morphologie drückt u.a. Merkmale wie diese aus: Kasus: Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ Numerus: Singular, Plural,

Mehr

Syntax. Ending Khoerudin Deutschabteilung FPBS UPI

Syntax. Ending Khoerudin Deutschabteilung FPBS UPI Syntax Ending Khoerudin Deutschabteilung FPBS UPI Traditionale Syntaxanalyse Was ist ein Satz? Syntax: ein System von Regeln, nach denen aus einem Grundinventar kleinerer Einheiten (Wörter und Wortgruppen)

Mehr

Das Aktantenpotenzial beschreibt die Möglichkeit eines Verbs andere Wörter an

Das Aktantenpotenzial beschreibt die Möglichkeit eines Verbs andere Wörter an 1 2 Das Aktantenpotenzial beschreibt die Möglichkeit eines Verbs andere Wörter an sich zu binden, nämlich die Aktanten. Aktant ist demzufolge ein Begriff, der für die Valenzpartner eines Verbs auf der

Mehr

a) Erklären Sie, was eine SOV Sprache ist und was eine V2 Sprache ist. b) Welche Wortstellungsmuster sind eher selten in Sprachen der Welt?

a) Erklären Sie, was eine SOV Sprache ist und was eine V2 Sprache ist. b) Welche Wortstellungsmuster sind eher selten in Sprachen der Welt? Syntax 1) Wortstellung a) Erklären Sie, was eine SOV Sprache ist und was eine V2 Sprache ist. Unter SOV Sprachen verstehen wir all jene Sprachen, die als Grundwortstellung die Reihenfolge Subjekt (S) Objekt

Mehr

Teil II: Phrasen und Phrasenstruktur

Teil II: Phrasen und Phrasenstruktur Teil II: Phrasen und Phrasenstruktur Übersicht: Grammatische Funktionen Kategorien Konstituenten & Strukturbäume Konstituententest Endozentrizität 1 Einfacher Satzbau Drei allgemeine Grundfragen der Syntax:

Mehr

Kasus und semantische Rollen

Kasus und semantische Rollen Prof. Dr. Peter Gallmann Jena, Winter 2016/17 K Kasus und semantische Rollen Dudengrammatik (2016): Randnummern 524 563; 1228 1229 K 1 Wozu dient der Kasus? Die Hauptaufgabe der Kasus ist es, Beziehungen

Mehr

Syntax Phrasenstruktur und Satzglieder

Syntax Phrasenstruktur und Satzglieder Syntax Phrasenstruktur und Satzglieder Sätze und ihre Bestandteile haben eine hierarchische Struktur. Die Bestandteile eines Satzes (Konstituenten) bestehen aus geordneten Wortfolgen, die ihrerseits wieder

Mehr

Syntax und Phonologie: Prosodische Phrasen

Syntax und Phonologie: Prosodische Phrasen Morphologie und Syntax (BA) Syntax und Phonologie: Prosodische Phrasen PD Dr. Ralf Vogel Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft Universität Bielefeld, SoSe 2008 Ralf.Vogel@Uni-Bielefeld.de 30.6.2008

Mehr

Flexion. Grundkurs Germanistische Linguistik (Plenum) Judith Berman Derivationsmorphem vs. Flexionsmorphem

Flexion. Grundkurs Germanistische Linguistik (Plenum) Judith Berman Derivationsmorphem vs. Flexionsmorphem Grundkurs Germanistische Linguistik (Plenum) Judith Berman 23.11.04 vs. Wortbildung (1)a. [saft - ig] b. [[An - geb] - er] Derivationsmorphem vs. smorphem (4)a. Angeber - saftiger b. saftig - Safts c.

Mehr

Vertiefung der Grundlagen der Computerlinguistik. Semesterüberblick und Einführung zur Dependenz. Robert Zangenfeind

Vertiefung der Grundlagen der Computerlinguistik. Semesterüberblick und Einführung zur Dependenz. Robert Zangenfeind Vertiefung der Grundlagen der Computerlinguistik Semesterüberblick und Einführung zur Dependenz Robert Zangenfeind Centrum für Informations- und Sprachverarbeitung, LMU München 17.10.2017 Zangenfeind:

Mehr

Prof. Dr. Peter Gallmann Jena, Winter 2016/17

Prof. Dr. Peter Gallmann Jena, Winter 2016/17 Prof. Dr. Peter Gallmann Jena, Winter 2016/17 G Satzglieder: Lösung G 2 Prädikat und Satzglieder Prädikatsteile unterstrichen [Satzglieder] in eckigen Klammern NP = Nominalphrase, AP = Adjektivphrase,

Mehr

Prof. Dr. Peter Gallmann Jena, Winter 2016/17. [Die Lehrerin] hörte [ [die Schüler] schwatzen ] Person wahrgenommener Sachverhalt

Prof. Dr. Peter Gallmann Jena, Winter 2016/17. [Die Lehrerin] hörte [ [die Schüler] schwatzen ] Person wahrgenommener Sachverhalt Prof. Dr. Peter Gallmann Jena, Winter 2016/17 K Kasus: Lösung K 1 Kasusrektion und semantische Valenz Lösungsmuster: 3. Nom. Akk. [Die Lehrerin] hörte [ [die Schüler] schwatzen ] wahrnehmende Person Agens

Mehr

Einführung in die Sprachwissenschaft Jan Eden

Einführung in die Sprachwissenschaft Jan Eden Einführung in die Sprachwissenschaft Jan Eden Syntax 7: Kasustheorie Das X-Schema macht keine Aussagen über die lineare Abfolge innerhalb einer Phrase. X-theoretisch sind alle folgenden Phrasen wohlgeformt:

Mehr

Grundkurs Linguistik - Syntax

Grundkurs Linguistik - Syntax Grundkurs Linguistik - Syntax Jens Fleischhauer fleischhauer@phil.uni-duesseldorf.de Universität Düsseldorf; Abteilung für Allgemeine Sprachwissenschaft 19.11.2015; WS 2015/2016 1 / 24 Jens Fleischhauer

Mehr

Grammatik des Standarddeutschen III. Michael Schecker

Grammatik des Standarddeutschen III. Michael Schecker Grammatik des Standarddeutschen III Michael Schecker Einführung und Grundlagen Nominalgruppen Nomina Artikel Attribute Pronomina Kasus (Subjekte und Objekte, Diathese) Verbalgruppen Valenz und Argumente

Mehr

Das Passiv im Deutschen und Italienischen

Das Passiv im Deutschen und Italienischen Das Passiv im Deutschen und Italienischen Inhaltsverzeichnis 1. Das Passiv im Deutschen 1.1 Unterschied zwischen dem Passivsatz und Aktivsatz 1.2 kurze Einleitung zum Passiv 1.3 Verwendung des Passivs

Mehr

Satzstruktur und Wortstellung im Deutschen

Satzstruktur und Wortstellung im Deutschen Hauptstudium-Linguistik: Syntaxtheorie (DGA 32) WS 2016-17 / A. Tsokoglou Satzstruktur und Wortstellung im Deutschen 2. Satzstruktur und Wortstellung in den deskriptiven Grammatiken Relativ freie Wortstellung

Mehr

Vorlesung Morphologie Flexion

Vorlesung Morphologie Flexion Vorlesung Morphologie 13.6. - Flexion Anke Lüdeling anke.luedeling@rz.hu-berlin.de Sommersemester 2008 Vertretung: Hagen Hirschmann Flexion Inhalte heute Flexionskategorien & Paradigmata Nomen Adjektive

Mehr

Einführung in die Sprachwissenschaft des Deutschen. Syntax II. PD Dr. Alexandra Zepter

Einführung in die Sprachwissenschaft des Deutschen. Syntax II. PD Dr. Alexandra Zepter Einführung in die Sprachwissenschaft des Deutschen Syntax II PD Dr. Alexandra Zepter Überblick Syntax Fokus auf linearer Ordnung: Sprachtypen, Topologisches Feldermodell Fokus auf hierarchischer Ordnung:

Mehr

Einführung in die Germanistische Sprachwissenschaft

Einführung in die Germanistische Sprachwissenschaft Einführung in die Germanistische Sprachwissenschaft Klausurinhalte Wintersemester 2016/17 Relevante Begriffe Allgemeines Langue/Parole Kompetenz/Performanz Signifiant/Signifié syntagmatische/paradigmatische

Mehr

Valenz, Kasus, syntaktische Strukturen

Valenz, Kasus, syntaktische Strukturen Prof. Dr. Peter Gallmann Jena, Winter 2016/17 T Valenz, Kasus, syntaktische Strukturen Hinweis: Das Kleingedruckte richtet sich an diejenigen, die sich vertieft mit grammatischen Modellen befassen und

Mehr

Die Struktur eine Nominalphrase (die Kopfprojektionsknoten in Rot)

Die Struktur eine Nominalphrase (die Kopfprojektionsknoten in Rot) Die Struktur eine Nominalphrase (die Kopfprojektionsknoten in Rot) NP Det N' die N' PP P NP AdjP N' vor Adv Adj dem Abendessen besonders gute N NP Bemerkung Det N meines Opas : Ein Determinator erscheint

Mehr

Syntax I. Vorlesung: Syntax des Deutschen unter besonderer Berücksichtigung regionaler Varietäten Claudia Bucheli Berger

Syntax I. Vorlesung: Syntax des Deutschen unter besonderer Berücksichtigung regionaler Varietäten Claudia Bucheli Berger Syntax I Vorlesung: Syntax des Deutschen unter besonderer Berücksichtigung regionaler Varietäten Claudia Bucheli Berger Repetition Morphologie Calvin: Ich verbe gern Wörter. ( Jet ) Es ist geverbt worden.

Mehr

Einführung in die germanistische Sprachwissenschaft

Einführung in die germanistische Sprachwissenschaft University of Vechta Universität Vechta Prof. Dr. J. A. Bär Fakultät III Germanistische Sprachwissenschaft Vorlesung Einführung in die germanistische Sprachwissenschaft Sitzung 9: Semantik II Zur Erinnerung:

Mehr

Mehr über Adjektivendungen. NIVEAU NUMMER SPRACHE Anfänger A2_2067G_DE Deutsch

Mehr über Adjektivendungen. NIVEAU NUMMER SPRACHE Anfänger A2_2067G_DE Deutsch Mehr über Adjektivendungen GRAMMATIK NIVEAU NUMMER SPRACHE Anfänger A2_2067G_DE Deutsch Lernziele Wiederholung der vier Kasus Den richtigen Kasus und Genus in der Schriftsprache verwenden können 2 Der

Mehr

Wiederholung. Prof. Dr. Peter Gallmann Jena, Winter 2016/17

Wiederholung. Prof. Dr. Peter Gallmann Jena, Winter 2016/17 Prof. Dr. Peter Gallmann Jena, Winter 2016/17 O Wiederholung 1. Bestimmen Sie die grammatischen Merkmale der hervorgehobenen Wortformen. Poison Ivy wurde ursprünglich von dem Autor Robert Kanigher und

Mehr

Einführung in die Computerlinguistik. Morphologie II

Einführung in die Computerlinguistik. Morphologie II Einführung in die Computerlinguistik Morphologie II Hinrich Schütze & Robert Zangenfeind Centrum für Informations- und Sprachverarbeitung, LMU München 30.11.2015 Schütze & Zangenfeind: Morphologie II 1

Mehr

1. Stellen Sie die Konstituentenstruktur der folgenden Sätze als Baumdiagramme dar:

1. Stellen Sie die Konstituentenstruktur der folgenden Sätze als Baumdiagramme dar: 1. Stellen Sie die Konstituentenstruktur der folgenden Sätze als Baumdiagramme dar: 1. Die Überschwemmungen hinterließen ernorme Schäden. 2. Der amtierende Bundeskanzler verzichtet auf eine erneute Kandidatur.

Mehr

Passiv und Passiversatz

Passiv und Passiversatz Passiv und Passiversatz Werden-Passiv (oder Vorgangspassiv) Alle vier Jahre wird in Deutschland ein neues Parlament gewählt. Die Partei wurde mit großer Mehrheit gewählt. Die Partei ist mit großer Mehrheit

Mehr

Scrambling 1 im Deutschen

Scrambling 1 im Deutschen Seminar: Ausgewählte Probleme der deutschen Syntax Dozent: Fabian Heck Studentinnen: Katarzyna Peruzynska, Marianna Patak WS 2010/2011. Ist Scrambling eine A- oder eine A-bar-Bewegung? Nach Gereon Müller

Mehr

Yasuhiro Fujinawa. Tokyo University of Foreign Studies E Mail: fujinawa@tufs.ac.jp URL: http://www.tufs.ac.jp/ts/personal/fujinawa/

Yasuhiro Fujinawa. Tokyo University of Foreign Studies E Mail: fujinawa@tufs.ac.jp URL: http://www.tufs.ac.jp/ts/personal/fujinawa/ 40. Linguisten Seminar Generative Syntax für Germanisten 29.8.2012, Hayama Bekommen + Partizip II in der modalen Lesart: Was das uns über das Passiv lehrt 1. Einleitung (1) Ich bekam/kriegte die Flasche

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Abkürzungen... 9 Niveaustufentests Tipps & Tricks Auf einen Blick Auf einen Blick Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis. Abkürzungen... 9 Niveaustufentests Tipps & Tricks Auf einen Blick Auf einen Blick Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Abkürzungen... 9 Niveaustufentests... 10 Tipps & Tricks... 18 1 Der Artikel... 25 1.1 Der bestimmte Artikel... 25 1.2 Der unbestimmte Artikel... 27 2 Das Substantiv...

Mehr

Grundlagen der LFG. 2. Analysieren Sie jeweils einen der Sätze in (1) und (2), d.h., zeigen Sie, wie die C- und die F-Strukturen aussehen sollten.

Grundlagen der LFG. 2. Analysieren Sie jeweils einen der Sätze in (1) und (2), d.h., zeigen Sie, wie die C- und die F-Strukturen aussehen sollten. Einführung in die LFG Sommersemester 2010 Universität Konstanz Miriam Butt Lösung 1 Grundlagen der LFG 1 C-structure vs. F-structure 1. Die LFG bedient sich zweier Haupträpresentationsebenen: die C-Strukur

Mehr

Einführung in die Computerlinguistik

Einführung in die Computerlinguistik Einführung in die Computerlinguistik Merkmalstrukturen und Unifikation Dozentin: Wiebke Petersen WS 2004/2005 Wiebke Petersen Formale Komplexität natürlicher Sprachen WS 03/04 Universität Potsdam Institut

Mehr

Der Nullsubjekt Parameter

Der Nullsubjekt Parameter Uni Leipzig Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie 6. Mai 2011 1 Parameter Theorie 2 3 NSLs und reiches AGR Nullsubjekt Parameter Identifikation Erweiterung der herkömmlichen Syntaxtheorie Vorher:

Mehr

Die Grammatik. sowie ausführlichem Register. Auflage

Die Grammatik. sowie ausführlichem Register. Auflage Die Grammatik Unentbehrlich für richtiges Deutsch Umfassende Darstellung des Aufbaus der deutschen Sprache vom Laut über das Wort und den Satz bis hin zum Text und zu den Merkmalen der gesprochenen Sprache

Mehr

Satzlehre Satzglieder formal und funktional bestimmen: Übung 1

Satzlehre Satzglieder formal und funktional bestimmen: Übung 1 Gymbasis Deutsch: Grammatik Satzlehre Satzglieder: formal und funktional bestimmen Übung 1 1 Satzlehre Satzglieder formal und funktional bestimmen: Übung 1 Unterstreiche in den folgenden Sätzen alle Satzglieder

Mehr

Vorlesung Morphologie und Syntax Sommersemester 2009 PD Dr. Ralf Vogel

Vorlesung Morphologie und Syntax Sommersemester 2009 PD Dr. Ralf Vogel Vorlesung Morphologie und Syntax Sommersemester 2009 PD Dr. Ralf Vogel 13.7.2009 Name Übungsklausur Matrikelnummer Benotete Leistung Unbenotete Leistung Aktive Teilnahme (1) Zerlegen Sie die folgenden

Mehr

Syntax III. Joost Kremers WS

Syntax III. Joost Kremers WS Syntax WS 2009 12.11.2009 Aufgaben Kapitel 3 Aufgabe 3.1 n Standard-G&B-Analysen enthält die das erb und das interne Argument, während das externe Argument im Grunde ein Argument des Satzes (P) ist und

Mehr

Bei einer Beschreibung des Bildes der Bücherwurm von Carl Spitzweg werden sicherlich diverse Präpositionalphrasen verwendet.

Bei einer Beschreibung des Bildes der Bücherwurm von Carl Spitzweg werden sicherlich diverse Präpositionalphrasen verwendet. grammis DocumentsName Präpositionalphrase Andere Bezeichnungen: Präpositionalgruppe, Präpositionalgefüge Präpositionalphrase im Überblick der Präpositionalphrase ist eine Präposition. Der regiert den Kasus

Mehr

Grammatik verbaler Argumente Larsons Theorie der VP-Schalen

Grammatik verbaler Argumente Larsons Theorie der VP-Schalen Grammatik verbaler Argumente Larsons Theorie der VP-Schalen Gereon Müller Institut für Linguistik Universität Leipzig SoSe 2010 www.uni-leipzig.de/ muellerg Gereon Müller (Institut für Linguistik) 04-006-1006

Mehr

Einführung in die Sprachwissenschaft Jan Eden

Einführung in die Sprachwissenschaft Jan Eden Einführung in die Sprachwissenschaft Jan Eden Syntax 11: Bewegung Das CP--Modell, wie wir es bisher entwickelt haben, kann nur eine ganz bestimmte Abfolge von Konstituenten in deutschen Sätzen beschreiben.

Mehr

Beispiel: lokale Relationen" Woher kommen Kasus historisch? Wie sind sie entstanden?! Lokale Relationen (2)"

Beispiel: lokale Relationen Woher kommen Kasus historisch? Wie sind sie entstanden?! Lokale Relationen (2) Woher kommen Kasus historisch? Wie sind sie entstanden?! Beispiel: lokale Relationen" Chinesisch: zai zhuozi shang befindlich Tisch oberhalb Japanisch: tsukue no ue Tisch Genetiv Raum oberhalb Türkisch:

Mehr

Überblick Kasus. NIVEAU NUMMER SPRACHE Anfänger A1_1033G_DE Deutsch

Überblick Kasus. NIVEAU NUMMER SPRACHE Anfänger A1_1033G_DE Deutsch Überblick Kasus GRAMMATIK NIVEAU NUMMER SPRACHE Anfänger A1_1033G_DE Deutsch Lernziele Deutsche Fälle im Überblick lernen Nominativ, Akkusativ und Dativ üben 2 Ich erzähle dir eine Geschichte? oder vielleicht

Mehr

UBUNGS- GRAMMATIK DEUTSCH

UBUNGS- GRAMMATIK DEUTSCH GERHARD HELBIG JOACHIM BUSCHA UBUNGS- GRAMMATIK DEUTSCH Langenscheidt Berlin München Wien Zürich New York SYSTEMATISCHE INHALTSÜBERSICHT VORWORT Übung Seite ÜBUNGSTEIL FORMENBESTAND UND EINTEILUNG DER

Mehr

Syntaktische Bäume. Syntaktische Bäume: Prinzipien. Köpfe in Syntax vs. Morphologie CP! C S VP! V CP PP! P NP. S! NP VP VP! V (NP) PP* NP!

Syntaktische Bäume. Syntaktische Bäume: Prinzipien. Köpfe in Syntax vs. Morphologie CP! C S VP! V CP PP! P NP. S! NP VP VP! V (NP) PP* NP! Einführung in die Linguistik Butt / Eulitz / Wiemer Di. 12:15-13:45 Do.! 12:15-13:45 Fr.! 12:15-13:45 Syntax nfos etc. http://ling.uni-konstanz.de => Lehre Einführung in die Linguistik Syntaktische Bäume

Mehr

Repetitionsprogramm. Deutsche Grammatik. Mein Name:

Repetitionsprogramm. Deutsche Grammatik. Mein Name: Repetitionsprogramm Deutsche Grammatik Mein Name: Inhaltsverzeichnis 1. Überblick 10 Wortarten 2. Wortarten bestimmen 3. Die vier Fälle 4. Satzlehre 5. Grammatische Zeiten 6. Modi (Konjunktivl+ll. Aktiv-Passiv,

Mehr

Hubert Haider Die Struktur der deutschen Nominalphrase

Hubert Haider Die Struktur der deutschen Nominalphrase Hubert Haider Die Struktur der deutschen Nominalphrase 1. Grundlegende Bemerkungen zur deutschen Nominalphrase 1.1 Rechtsverzweigung: Wie im Englischen ist die Struktur der deutschen Nominalphrase rechtsverzweigend

Mehr

Basiswissen Generative Grammatik

Basiswissen Generative Grammatik Basiswissen Generative Grammatik Bearbeitet von Jule Philippi, Michael Tewes 1. Auflage 2010. Taschenbuch. 319 S. Paperback ISBN 978 3 8252 3317 4 Format (B x L): 15 x 21,5 cm Gewicht: 476 g Weitere Fachgebiete

Mehr

Das Flexionssystem des Deutschen: Allgemeines

Das Flexionssystem des Deutschen: Allgemeines Die Nominalflexion des Deutschen WS 2005/06 Das Flexionssystem des Deutschen 1 Das Flexionssystem des Deutschen: Allgemeines Das Deutsche als flektierende Sprache Nach der an morphologischen Kriterien

Mehr

Klausur in zwei Wochen Einführung in die Morphologie Flexion

Klausur in zwei Wochen Einführung in die Morphologie Flexion Klausur in zwei Wochen Einführung in die Morphologie Flexion Anke Lüdeling Wintersemester 2002/2003 Bitte mailen Sie mir eventuelle Fragen und Punkte, die wir noch mal üben sollen bis Mittwoch 29.01.03,

Mehr

Flexionsmerkmale und Markiertheit

Flexionsmerkmale und Markiertheit Prof. Dr. Peter Gallmann Jena, Sommer 2012 Flexionsmerkmale und Markiertheit Traditionelles Inventar der Flexionskategorien Bei der Flexion spielen bestimmte grammatische Merkmale eine besondere Rolle.

Mehr

Semantik & Pragmatik. 8. Mai 2006

Semantik & Pragmatik. 8. Mai 2006 Semantik & Pragmatik 8. Mai 2006 1 Lexikalische Semantik Semantik lexikalische Semantik Semantik von einfachen Ausdrücken Satz-Semantik Semantik von zusammengesetzten Ausdrücken 2 Das Lexikon Gesamtheit

Mehr

1. Definiter und indefiniter Artikel

1. Definiter und indefiniter Artikel 1. Definiter und indefiniter Artikel Der definite Artikel Der bestimmte Artikel Der indefinite Artikel Der unbestimmte Artikel Der indefinite Artikel mit 'ein ' Im Deutschen gibt es vier Fälle; Nominativ,

Mehr

Doreen Fant. Kinderleichte Grammatik. Aktiv und Passiv

Doreen Fant. Kinderleichte Grammatik. Aktiv und Passiv Doreen Fant Kinderleichte Grammatik Aktiv und Passiv Kinderleichte Grammatik: Aktiv und Passiv Autor: Doreen Fant Doreen Fant: Kinderleichte Grammatik: Aktiv und Passiv Fant Verlag, Vöhringen, 2015 ISBN

Mehr

Vollständige Liste mit Könnens-Standards zur Erstellung didaktischer Analysen

Vollständige Liste mit Könnens-Standards zur Erstellung didaktischer Analysen @ 8005-21, Seite 1 Vollständige Liste mit Könnens-Standards zur Erstellung didaktischer Analysen Abschnitt 1 (allgemeine Lernvoraussetzungen) Die Lerner kennen die Eigennamen, können die Personen auf Abbildungen

Mehr

Vorlesung: Lexikalisch Funktionale Grammatik Christian Fortmann Universität Zürich Sommersemester 2005

Vorlesung: Lexikalisch Funktionale Grammatik Christian Fortmann Universität Zürich Sommersemester 2005 Vorlesung: Lexikalisch Funktionale Grammatik 15.04.2005 Christian Fortmann Universität Zürich Sommersemester 2005 III. Regierte Grammatische Funktionen / Präpositionalobjekt / Ajdunkt Die Abbildung der

Mehr

Einführung Syntaktische Funktionen

Einführung Syntaktische Funktionen Syntax I Einführung Syntaktische Funktionen Syntax I 1 Syntax allgemein Syntax befasst sich mit den Regeln, mit denen man Wörter zu grammatischen Sätzen kombinieren kann. Es gibt unterschiedliche Modelle

Mehr

Wortgruppenflexion: Deklination im Verbund

Wortgruppenflexion: Deklination im Verbund Prof. Dr. Peter Gallmann Jena, Winter 2016/17 E Wortgruppenflexion: Deklination im Verbund E 1 Die vier Kasus: undeutliche Flexionsformen In Listen und Tabellen werden in der Dudengrammatik (2016) die

Mehr

Die Fälle Nominativ, Akkusativ und Dativ. NIVEAU NUMMER SPRACHE Anfänger A1_2057G_DE Deutsch

Die Fälle Nominativ, Akkusativ und Dativ. NIVEAU NUMMER SPRACHE Anfänger A1_2057G_DE Deutsch Die Fälle Nominativ, Akkusativ und Dativ GRAMMATIK NIVEAU NUMMER SPRACHE Anfänger A1_2057G_DE Deutsch Lernziele Die verschiedenen Fälle wiederholen Den Fall eines Nomens erkennen 2 Der Mann gab der Frau

Mehr

Wortarten Merkblatt. Veränderbare Wortarten Unveränderbare Wortarten

Wortarten Merkblatt. Veränderbare Wortarten Unveränderbare Wortarten Wortarten Merkblatt Veränderbare Wortarten Deklinierbar (4 Fälle) Konjugierbar (Zeiten) Unveränderbare Wortarten Nomen Konjunktionen (und, weil,...) Artikel Verben Adverbien (heute, dort,...) Adjektive

Mehr

Syntax und Morphologie

Syntax und Morphologie Syntax und Morphologie Einführungskurs 10. Vorlesung Einfache Sätze und ihre logische Struktur Einfache Sätze und ihre logische Struktur Systeme der Argumentrealisierung Argumentstruktur eines Prädikats

Mehr

Kasus-Typologie ( W. Schulze 2012)

Kasus-Typologie ( W. Schulze 2012) Kasus-Typologie ( W. Schulze 2012) Definitorische Grundaspekte 1. Kasus sind sprachliche Zeichen, wie jede andere linguistische Struktur auch. Damit gilt grundsätzlich: Signifié = von X Signifiant = Kasus-Form

Mehr

Wortarten Merkblatt. Veränderbare Wortarten Unveränderbare Wortarten

Wortarten Merkblatt. Veränderbare Wortarten Unveränderbare Wortarten Wortarten Merkblatt Veränderbare Wortarten Deklinierbar (4 Fälle) Konjugierbar (Zeiten) Unveränderbare Wortarten Nomen Konjunktionen (und, weil,...) Artikel Verben Adverbien (heute, dort,...) Adjektive

Mehr

VII Kommunizieren, Wahrnehmen und Handeln 22. Kommunizierende Agenten

VII Kommunizieren, Wahrnehmen und Handeln 22. Kommunizierende Agenten Übersicht I Künstliche Intelligenz II Problemlösen III Wissen und Schlußfolgern IV Logisch Handeln V Unsicheres Wissen und Schließen VI Lernen VII Kommunizieren, Wahrnehmen und Handeln 22. Kommunizierende

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Lateinische Kasusendungen richtig erkennen und übersetzen

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Lateinische Kasusendungen richtig erkennen und übersetzen Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Lateinische Kasusendungen richtig erkennen und übersetzen Das komplette Material finden Sie hier: School-Scout.de Thema: TMD: 5272

Mehr

Gymbasis Deutsch: Grammatik Wortarten Verb: Bestimmung der infiniten Verben Lösung 1 Lösungsansätze Bestimmung der infiniten Verben

Gymbasis Deutsch: Grammatik Wortarten Verb: Bestimmung der infiniten Verben Lösung 1 Lösungsansätze Bestimmung der infiniten Verben Gymbasis Deutsch: Grammatik Wortarten Verb: Bestmung der Verben Lösung 1 Lösungsansätze Bestmung der Verben An anderer Stelle diente der unten stehende Text bereits zur Bestmung der Formen des. Unterstreiche

Mehr

Hintergrund und Einführung

Hintergrund und Einführung Hintergrund und Einführung Modul 04-006-1006 Syntax: Minimalität Institut für Linguistik Universität Leipzig http://home.uni-leipzig.de/heck/ Syntaxtheorie Ziele: Ein Minimalziel der Theorie ist es, eine

Mehr

Überblick Kasus. NIVEAU NUMMER SPRACHE Anfänger A1_1033G_DE Deutsch

Überblick Kasus. NIVEAU NUMMER SPRACHE Anfänger A1_1033G_DE Deutsch Überblick Kasus GRAMMATIK NIVEAU NUMMER SPRACHE Anfänger A1_1033G_DE Deutsch Lernziele Deutsche Fälle im Überblick lernen Nominativ, Akkusativ und Dativ üben 2 Ich erzähle dir eine Geschichte? oder vielleicht

Mehr

Vorlesung: Lexikalisch Funktionale Grammatik Christian Fortmann Universität Zürich Sommersemester 2005

Vorlesung: Lexikalisch Funktionale Grammatik Christian Fortmann Universität Zürich Sommersemester 2005 Vorlesung: Lexikalisch Funktionale Grammatik 29.04.2005 Christian Fortmann Universität Zürich Sommersemester 2005 VI. Lexikon und lexikalische Regeln Lexikalische Elemente gehen durch Ersetzung eines teminalen

Mehr

Wort. nicht flektierbar. flektierbar. nach Person, Numerus, Modus, Tempus, Genus verbi flektiert. nach Genus, Kasus, Numerus flektiert

Wort. nicht flektierbar. flektierbar. nach Person, Numerus, Modus, Tempus, Genus verbi flektiert. nach Genus, Kasus, Numerus flektiert Wort flektierbar nicht flektierbar nach Person, Numerus, Modus, Tempus, Genus verbi flektiert genufest nach Genus, Kasus, Numerus flektiert genusveränderlich komparierbar nicht komparierbar Verb Substantiv

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Grammatik zum Anfassen: Die vier Fälle

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Grammatik zum Anfassen: Die vier Fälle Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Grammatik zum Anfassen: Die vier Fälle Das komplette Material finden Sie hier: School-Scout.de Inhalt 1 Vorwort.........................................................

Mehr

Hinweise zur flexionsmorphologischen Glossierung

Hinweise zur flexionsmorphologischen Glossierung Morphologie und Lexikon SS 2006 flexionsmorphologische Glossierung 1 Hinweise zur flexionsmorphologischen Glossierung Allgemeines Die flexionsmorphologische Glossierung steht als zweite Zeile unterhalb

Mehr

Einführung in die Syntax

Einführung in die Syntax Einführung in die Syntax Grundlagen Strukturen Theorien Bearbeitet von Jürgen Pafel 1. Auflage 2011. Taschenbuch. ix, 264 S. Paperback ISBN 978 3 476 02322 3 Format (B x L): 17 x 24,4 cm Gewicht: 481 g

Mehr

Syntax Verb-Zweit. Modul Syntax und Semantik. Universität Leipzig heck. Institut für Linguistik

Syntax Verb-Zweit. Modul Syntax und Semantik. Universität Leipzig  heck. Institut für Linguistik Syntax Verb-Zweit Modul 04-006-1003 Syntax und Semantik Institut für Linguistik Universität Leipzig www.uni-leipzig.de/ heck V2-Effekte Beobachtung: In deutschen Matrixsätzen ist die Position nach der

Mehr