Geschäftsbericht 2001 Mit Premium-Marken profitabel wachsen

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1 Geschäftsbericht 2001 Mit Premium-Marken profitabel wachsen

2 Zahlen und Fakten BMW Group in Zahlen Veränderung in % Fahrzeug-Produktion BMW ,4 MINI Motorräder 1] ,1 Fahrzeug-Auslieferungen BMW ,1 MINI Motorräder 2] ,3 Mitarbeiter am Jahresende 4] ] ,4 in Mio. Euro Veränderung HGB HGB HGB HGB IAS IAS in % Umsatz ,3 Investitionen ,4 Abschreibungen ,3 Cashflow ,2 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ,5 Jahresüberschuss, -fehlbetrag ] ,3 1] bis 1999 einschließlich BMW F650 Montage bei Aprilia S.p.A./seit 2000 inkl. C1 Fertigung bei Bertone 2] seit 2000 inkl. Auslieferungen C1 3] bereinigt um die Ausgliederung des Zulieferwerks Powertrain Ltd., Bracknell, und den Verkauf der British Motor Heritage 4] Werte seit 1998 ohne ruhende Arbeitsverhältnisse, ohne Mitarbeiter in Altersteilzeit und Freizeitphase, ohne Geringverdiener 5] Jahresüberschuss vor außerordentlichem Ergebnis betrug 663 Mio. Euro

3 BMW Group Umsatz in Mrd. Euro BMW Group Investitionen in Mio. Euro ,7 32,3 34,4 35,4 37,2 38, HGB HGB HGB HGB IAS IAS HGB HGB HGB HGB IAS IAS BMW Group Auslieferungen Automobile * in Tsd. BMW Group Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Mio. Euro ,1 699,4 751,3 822,2 905, * bereinigt um Rover/Land Rover HGB HGB HGB HGB IAS IAS

4 Inhalt BMW Group in Zahlen 01 Bericht des Aufsichtsrats 04 Mitglieder des Aufsichtsrats 08 Mitglieder des Vorstands 11 Konzernlagebericht 12 BMW Aktie 29 Konzernabschluss 33 BMW AG Jahresabschluss 98 BMW Group Jahresvergleich 104 BMW Group Standorte 106 Glossar 108 Index 112 3

5 001 BMW Group in Zahlen 004 Bericht des Aufsichtsrats 008 Mitglieder des Aufsichtsrats 011 Mitglieder des Vorstands 012 Konzernlagebericht 029 BMW Aktie 033 Konzernabschluss 098 BMW AG Jahresabschluss 104 BMW Group Jahresvergleich 106 BMW Group Standorte 108 Glossar 112 Index Volker Doppelfeld Vorsitzender des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2001 den Vorstand regelmäßig beraten und die Geschäftsführung überwacht. In fünf gemeinsamen Sitzungen und anhand schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens, dem Geschäftsverlauf sowie der Geschäftspolitik, dem Risikomanagement und anderen grundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung und -entwicklung befasst und darüber mit dem Vorstand beraten. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen hat der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstandsvorsitzenden regelmäßig Gespräche über die wesentlichen Fragen der Geschäftspolitik und Geschäftsentwicklung geführt. Im ersten Halbjahr 2001 hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig über den Stand der Abwicklung der Verträge über den Verkauf von Rover Cars und Land Rover unterrichten lassen. Nach den Einigungen über die Schlussbilanz von Rover Cars am 31. Mai 2001 und die Schlussbilanz von Land Rover am 20. Juni 2001 sind die Verkaufsvorgänge vollzogen. Zu MG Rover und Land Rover bestehen nur noch einige Kunden-Lieferanten-Beziehungen. Nach der Veräußerung des Rover-Geschäfts hat der Vorstand das Automobilgeschäft vollständig auf das Premium-Segment ausgerichtet. Mit der Markteinführung des MINI, des BMW 3er compact und der neuen BMW 7er Limousine im Geschäftsjahr 2001 ist diese Strategie weiter erfolgreich vorangetrieben 4

6 worden. Der Aufsichtsrat bestärkt den Vorstand, die BMW Group als einzigen Mehrmarkenhersteller zu positionieren, der ausschließlich im Premium-Segment tätig ist. Weitere Schwerpunkte der gemeinsamen Beratungen mit dem Vorstand waren die Standortwahl und die Entscheidung für ein neues Werk in der Region Leipzig/Halle sowie die Strategie zur Markterschließung in Asien. Das Geschäftsfeld BMW Motorräder wurde dem Aufsichtsrat in einer Sitzung in Berlin in Verbindung mit einer Besichtigung des Motorradwerkes ausführlich dargestellt. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat auch über das gesamte Produktionsnetzwerk, insbesondere auch über die Struktur und die Kapazitäten der Produktion, detailliert unterrichtet. Auch das Geschäftsfeld Finanzdienstleistungen und die längerfristige Entwicklung aller Geschäftsfelder des Konzerns wurden im Aufsichtsrat eingehend erörtert. Der Jahresabschluss der Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2001 sowie der mit dem Lagebericht zusammengefasste Konzernlagebericht wurden durch die KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Auch der Aufsichtsrat prüfte diese Vorlagen des Vorstands. Die Prüfungs- 5

7 001 BMW Group in Zahlen 004 Bericht des Aufsichtsrats 008 Mitglieder des Aufsichtsrats 011 Mitglieder des Vorstands 012 Konzernlagebericht 029 BMW Aktie 033 Konzernabschluss 098 BMW AG Jahresabschluss 104 BMW Group Jahresvergleich 106 BMW Group Standorte 108 Glossar 112 Index berichte der KPMG lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanz-Aufsichtsratssitzung am 11. März 2002 teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2001 aufgestellten Jahresabschluss der Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurde durch den Aufsichtsrat geprüft. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands an. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrats sind keine Einwendungen zu erheben. Der Jahresabschluss beinhaltet anders als im Vorjahr keine Belastungen mehr aus dem Engagement bei Rover. Damit und dank des hervorragenden Geschäftsverlaufes und der Stärke der Marke BMW ist es gelungen, das Ergebnis im Verhältnis zu dem sehr guten Vorjahr erheblich zu übertreffen. Der Aufsichtsrat dankte dem Vorstand und den Mitarbeitern für das außerordentlich erfolgreiche Jahr Das Präsidium, das auch die Funktion des Personalausschusses wahrnimmt, ist zu sechs Sitzungen zusammengetreten. Der außerdem vom Aufsichtsrat gebildete gesetzliche Vermittlungsausschuss ( 27 Abs. 3 MitbestG) brauchte nicht zusammenzutreten. Herr Prof. Dr.-Ing. E. h. Berthold Leibinger, der dem Aufsichtsrat seit 1994 und dem Präsidium seit 1997 angehörte, ist mit Beendigung der Hauptversammlung am 15. Mai 2001 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Für seinen wertvollen 6

8 unternehmerischen Beitrag im Aufsichtsrat und im Präsidium sprach der Aufsichtsrat Herrn Prof. Leibinger seinen Dank aus. Die Hauptversammlung am 15. Mai 2001 wählte Herrn Prof. Dr. Jürgen Strube in den Aufsichtsrat. In der anschließenden Aufsichtsratssitzung wurde Herr Dr. Hans-Dietrich Winkhaus in das Präsidium gewählt. Herr Hans-Günther Niklas, der dem Aufsichtsrat seit 1992 angehörte, ist zum 30. September 2001 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankte Herrn Niklas für die im Aufsichtsrat geleistete Arbeit. Am 13. November 2001 wurde Herr Werner Zierer durch Beschluss des Amtsgerichts München zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Am 31. Dezember 2001 schied Herr Prof. Dr.-Ing. Werner Sämann nach 25- jähriger Tätigkeit für BMW, zuletzt seit 1. Dezember 1998 als Mitglied des Vorstands, aus dem Unternehmen aus. Der Aufsichtsrat sprach Herrn Prof. Sämann seinen Dank für die dem Unternehmen geleisteten Dienste aus. Herr Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Dr.-Ing. E.h. Joachim Milberg, der dem Vorstand seit 1. November 1993 und seit 5. Februar 1999 als dessen Vorsitzender angehört, bat darum, ihn mit Ablauf der Hauptversammlung am 16. Mai 2002 von seinen Ämtern als Vorsitzender und Mitglied des Vorstands zu entbinden. Der Aufsichtsrat entsprach in der Sitzung am 4. Dezember 2001 diesem Wunsch mit großem Respekt vor dieser persönlichen Entscheidung. Zu seinem Nachfolger bestellte der Aufsichtsrat ebenfalls in seiner Sitzung am 4. Dezember 2001 Herrn Dr. Helmut Panke, der den Vorstandsvorsitz mit Beendigung der Hauptversammlung am 16. Mai 2002 übernehmen wird. In seiner Sitzung am 11. März 2002 berief der Aufsichtsrat Herrn Stefan Krause ab Beendigung der Hauptversammlung am 16. Mai 2002 in den Vorstand. München, 11. März 2002 Der Aufsichtsrat Volker Doppelfeld Vorsitzender 7

9 001 BMW Group in Zahlen 004 Bericht des Aufsichtsrats 008 Mitglieder des Aufsichtsrats 011 Mitglieder des Vorstands 012 Konzernlagebericht 029 BMW Aktie 033 Konzernabschluss 098 BMW AG Jahresabschluss 104 BMW Group Jahresvergleich 106 BMW Group Standorte 108 Glossar 112 Index Mitglieder des Aufsichtsrats Volker Doppelfeld Vorsitzender ehem. Mitglied des Vorstands der BMW AG Mandate ** Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG D.A.S. Deutsche Automobilschutz Allgem. Rechtsschutz-Versicherungs AG IWKA AG Bizerba GmbH & Co. KG Manfred Schoch * stellv. Vorsitzender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats Ernst Rehmeier * stellv. Vorsitzender Vorsitzender des Betriebsrats Standort Dingolfing Stefan Quandt stellv. Vorsitzender Dipl.-Wirtschaftsingenieur Mandate ** CEAG AG DELTON AG (Vorsitzender) Dresdner Bank AG Gerling-Konzern Allgemeine Versicherungs-AG DataCard Corp. Prof. Dr.-Ing. E. h. Berthold Leibinger (bis ) stellv. Vorsitzender geschäftsführender Gesellschafter TRUMPF GmbH + Co. KG Mandate ** ( ) BASF AG (Vorsitzender) Deutsche Bank AG Dr. Hans-Dietrich Winkhaus stellv. Vorsitzender (seit ) ehem. Vorsitzender der Geschäftsführung der Henkel KGaA Mandate ** Degussa-Hüls AG Deutsche Lufthansa AG Deutsche Telekom AG (Vorsitzender) ERGO Versicherungsgruppe AG Schwarz-Pharma AG (Vorsitzender) Henkel KGaA * Arbeitnehmervertreter ** Mandate Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien 8

10 Dr. phil. Karin Benz-Overhage * geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall Mandate ** Thyssen Krupp Steel AG (stellv. Vorsitzende) Ulrich Eckelmann * Gewerkschaftssekretär beim Vorstand der IG Metall Mandate ** Thyssen Krupp Automotive AG Prof. Dr. Bernd Fahrholz stellv. Vorsitzender des Vorstands der Allianz AG und Sprecher des Vorstands der Dresdner Bank AG Mandate ** Fresenius Medical Care AG Heidelberger Zement AG Banco General de Negocios S.A. Bankhaus Reuschel & Co. BNP PARIBAS S.A. Dresdner Kleinwort Benson North America Inc. Hans Glas * Leiter Werk Dingolfing Konrad Gottinger * Mitglied des Betriebsrats Standort Dingolfing Gerhard Gutsmiedl * stellv. Vorsitzender des Betriebsrats Standort München Arthur L. Kelly geschäftsführender Gesellschafter der KEL Enterprises L. P. Mandate ** BASF Aktiengesellschaft DataCard Corp. Deere & Company HSBC Trinkaus & Burkhardt KGaA Northern Trust Corp. Snap-on Inc. Susanne Klatten Betriebswirtin, MBA Mandate ** ALTANA AG (stellv. Vorsitzende) Byk Gulden Lomberg GmbH Bankhaus Reuschel & Co. DataCard Corp. Willibald Löw * Vorsitzender des Betriebsrats Standort Landshut Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hubert Markl Präsident der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.v. Mandate ** Aventis S.A. Siemens AG 9

11 001 BMW Group in Zahlen 004 Bericht des Aufsichtsrats 008 Mitglieder des Aufsichtsrats 011 Mitglieder des Vorstands 012 Konzernlagebericht 029 BMW Aktie 033 Konzernabschluss 098 BMW AG Jahresabschluss 104 BMW Group Jahresvergleich 106 BMW Group Standorte 108 Glossar 112 Index Werner Neugebauer * IG Metall Bezirksleiter Bayern Mandate ** FAG Kugelfischer Georg Schäfer AG (stellv. Vorsitzender) Hans-Günther Niklas * (bis ) Personalreferent Dr.-Ing. Dieter Soltmann Vorsitzender des Aufsichtsrats der Gabriel Sedlmayr Spaten-Franziskaner-Bräu KGaA Mandate ** Bankhaus Maffei & Co. KGaA Deutsche Postbank AG Löwenbräu AG (Vorsitzender) Müller-Brot AG Münchener Tierpark Hellabrunn AG Bayerische Rundfunkwerbung GmbH Lodewijk C. van Wachem Vorsitzender des Aufsichtsrats der Royal Dutch Petroleum Company/Shell Mandate ** Bayer AG Akzo Nobel N.V. ATCO Ltd. IBM Corp. Philips Electronics N.V. (Vorsitzender) Zurich Financial Services AG (stellv. Vorsitzender) Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG Werner Zierer * (seit ) Vorsitzender des Betriebsrats Standort Regensburg Prof. Dr. Jürgen Strube (seit ) Vorsitzender des Vorstands der BASF AG Mandate ** Allianz Lebensversicherungs-AG Bertelsmann AG Commerzbank AG Hapag-Lloyd AG Hochtief AG Linde AG * Arbeitnehmervertreter ** Mandate Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien 10

12 Mitglieder des Vorstands Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Dr.-Ing. E.h. Joachim Milberg Vorsitzender Mandate ** Allianz Versicherungs-Aktiengesellschaft Royal Dutch Petroleum Company/Shell Ernst Baumann Mandate ** Krones AG Dr. Michael Ganal Dr. Helmut Panke Dr.-Ing. Norbert Reithofer Mandate ** BMW Motoren GmbH (Vorsitzender) BMW Österreich Holding GmbH (Vorsitzender) BMW (South Africa) (Pty) Ltd. (Vorsitzender) Prof. Dr.-Ing. Werner Sämann (bis ) Mandate ** BMW Services Ltd. Dr.-Ing. Burkhard Göschel Günter Lorenz Mandate ** Gerling Konzern Globale Rückversicherungs-AG BMW Australia Finance Ltd. BMW Financial Services NA, Inc. BMW FS Funding Corp. Generalbevollmächtigter: Dr. Hagen Lüderitz Chefsyndikus: Dr. Dieter Löchelt 11

13 001 BMW Group in Zahlen 004 Bericht des Aufsichtsrats 008 Mitglieder des Aufsichtsrats 011 Mitglieder des Vorstands 012 Konzernlagebericht 029 BMW Aktie 033 Konzernabschluss 098 BMW AG Jahresabschluss 104 BMW Group Jahresvergleich 106 BMW Group Standorte 108 Glossar 112 Index Konzernlagebericht. Die BMW Group konzentriert sich erfolgreich auf die Premium-Segmente des Automobilmarktes. Um ihre führende Position weiter auszubauen, unternimmt die BMW Group die umfangreichste Produkt- und Marktoffensive ihrer Geschichte. BMW Group erzielte 2001 erneut Ergebnisrekord Das Jahr 2001 war das mit Abstand erfolgreichste Geschäftsjahr in der Geschichte der BMW Group. Neben wesentlichen Meilensteinen in der strategischen Ausrichtung des Unternehmens wurden erneut Rekorde bei Umsatz und Ergebnis erreicht. So stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Jahr 2001 auf Mio. Euro und lag damit um 59,5% bzw Mio. Euro über dem bisherigen Spitzenwert aus dem Vorjahr (2.032 Mio. Euro). Die Umsatzrendite stieg ebenfalls kräftig an und erreichte einen Wert von 8,4% (Vorjahr 5,5%). Im Segment BMW Automobile konnte das Ergebnis des Jahres 2000 trotz hoher Aufwendungen im Zuge der laufenden Produkt- und Marktoffensive erneut übertroffen werden. Mit Mio. Euro (+2,2%) wurde hier ein neuer Spitzenwert erreicht. Das Segment BMW Motorräder übertraf ebenfalls das Ergebnis des Vorjahres und legte um 78,8% auf 59 Mio. Euro zu. Im Segment Finanzdienstleistungen stieg das Ergebnis auf 390 Mio. Euro (+11,1%), auch das ein neuer Höchstwert. Der Jahresüberschuss der BMW Group lag im Jahr 2001 bei Mio. Euro und wuchs damit um 54,3% im Vergleich zum Vorjahr. Die BMW AG konnte 2001 ihren Jahresüberschuss um 40 Mio. Euro auf 350 Mio. Euro steigern, ein Plus von 12,9%. Dividendenerhöhung vorgeschlagen Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der BMW AG in Höhe von 350 Mio. Euro zur Ausschüttung einer um 13% erhöhten Dividende von 0,52 Euro je Stammaktie (2000: 0,46 Euro) und einer um 12,5% erhöhten Dividende von 0,54 Euro je Vorzugsaktie (2000: 0,48 Euro) im Nennwert von jeweils 1 Euro auf das dividendenberechtigte Grundkapital (622,2 Mio. Stammaktien und 49,6 Mio. Vorzugsaktien zu je 1 Euro Nennwert) zu verwenden. Mit der erneuten Dividendenerhöhung trägt die BMW Group der erfolgreichen Geschäftsentwicklung im Jahr 2001 Rechnung. Spitzenwert beim Umsatz der BMW Group Mit einem Umsatz von Mio. Euro erreichte die BMW Group erneut einen Spitzenwert und übertraf den Rekord aus dem Vorjahr um 3,3%. Im Segment BMW Automobile stieg der Umsatz auf Mio. Euro und lag damit um 13,1% höher als im Vorjahr. Neben dem gestiegenen Absatz und seiner regionalen Verteilung wirkten sich hier auch der BMW Group Umsatzerlöse nach Regionen in Mio. Euro Nordamerika Deutschland Übriges Europa Großbritannien Asien Sonstige Märkte HGB HGB HGB HGB IAS IAS 12

14 Mit dem Jahresabschluss 2001 hat die BMW Group ihre Rechnungslegung auf International Accounting Standards (IAS) umgestellt. Entsprechend wurden im Konzernlagebericht sämtliche Angaben für das Jahr 2001 sowie die Vergleichswerte aus dem Vorjahr nach IAS erstellt. Trend zu höherwertigen Ausstattungen und stärkeren Motorisierungen positiv aus. Im Segment BMW Motorräder erzielte die BMW Group im Jahr 2001 erstmals einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro: Mit Mio. Euro wurde ein Plus von 14,1% verzeichnet. Im Segment Finanzdienstleistungen ging der Umsatz zurück und liegt mit Mio. Euro um 12,4% unter dem Vorjahreswert. Dies ergibt sich aus der Umstrukturierung des Leasingsgeschäfts in Deutschland. Produkt- und Marktoffensive fortgesetzt Die BMW Group hat ihre Produkt- und Marktoffensive im Jahr 2001 weiter vorangetrieben. So wurden im Lauf des Jahres der neue BMW 3er compact, das M3 Cabrio, die Modellüberarbeitung der BMW 3er Reihe, der X5 4.6is und in Europa die neue BMW 7er Reihe erfolgreich in den Markt eingeführt. Zudem startete in der zweiten Hälfte 2001 mit großem Erfolg der Verkauf des MINI One und des MINI Cooper, zunächst in Großbritannien, im September dann auch in den anderen europäischen Ländern. Mit diesem Portfolio ist die BMW Group weiterhin das einzige Mehrmarken-Automobilunternehmen weltweit, das eine konsequente Premium-Strategie verfolgt. Diese Ausrichtung trug dazu bei, dass sich die BMW Group im Jahr 2001 den zum Teil schwierigen konjunkturellen Verhältnissen auf den internationalen Märkten weitgehend entziehen konnte. BMW Group wichtigste Automobilmärkte 2001 in Prozent vom Absatz Deutschland USA Großbritannien Italien Frankreich Japan Sonstige 27,1 23,5 4,0 4,1 5,4 10,0 25,9 BMW Group: Deutschland bleibt wichtigster Markt Für die BMW Group bleibt Deutschland der absatzstärkste Markt. Mit ausgelieferten Fahrzeugen der Marke BMW und Fahrzeugen der Marke MINI konnte hier das Vorjahresniveau gegen einen rückläufigen Gesamtmarkt behauptet werden. In den übrigen Ländern Westeuropas wuchs der Absatz der Marke BMW um (+7,5%) auf Automobile. Hinzu kommen Fahrzeuge der Marke MINI. In fast allen europäischen Märkten verzeichnete die BMW Group positive Absatzentwicklungen, allen voran Großbritannien mit einem Zuwachs von 17,4% auf Fahrzeuge der Marke BMW und in nur sechs Monaten seit Verkaufsstart Fahrzeuge der Marke MINI. Auch Frankreich, Italien, Spanien und die Schweiz trugen mit Absatzsteigerungen zu der insgesamt sehr guten Entwicklung der BMW Group im Jahr 2001 bei. BMW Group Auslieferungen Automobile * nach Regionen und Märkten in Tsd. 308, ,8 268, ,1 237,5 240,0 240,6 245,8 205,8 223,1 200,4 225, ,3 164,0 129, ,4 29,2 70,5 29,0 68,6 28,8 80,0 33,1 83,8 42, * bereinigt um Rover/Land Rover Sonst.W.-Europa Deutschland Nordamerika Asien/Ozeanien Sonstige Märkte 13

15 001 BMW Group in Zahlen 004 Bericht des Aufsichtsrats 008 Mitglieder des Aufsichtsrats 011 Mitglieder des Vorstands 012 Konzernlagebericht 029 BMW Aktie 033 Konzernabschluss 098 BMW AG Jahresabschluss 104 BMW Group Jahresvergleich 106 BMW Group Standorte 108 Glossar 112 Index Die BMW Group baut ihre Präsenz in Asien aus überdurchschnittliches Wachstum. Dieselnachfrage weiter steigend. MINI erfüllt die hohen Erwartungen. Motorräder: Absatzplus bei allen Modellreihen. Eine herausragende Rolle haben im Geschäftsjahr 2001 erneut die USA gespielt, wo die BMW Group erstmals mehr als Automobile in einem Jahr verkaufen konnte: ausgelieferte Fahrzeuge entsprechen einem Wachstum von 12,5% im Vergleich zum Vorjahr. Damit hat sich der Absatz von Automobilen der Marke BMW in den USA in den letzten zehn Jahren nahezu vervierfacht. Asien erwies sich im Jahr 2001 als weitere Wachstumsregion für die BMW Group. Mit einem Absatzplus von 5,6% entwickelte sich die BMW Group hier deutlich besser als der Gesamtmarkt. In den Märkten dieser Region erwartet die BMW Group in den nächsten zehn Jahren das weltweit größte Wachstum. Im Jahr 2001 wurden in Asien BMW Fahrzeuge verkauft. Mehr als die Hälfte dieses Volumens entfiel dabei auf Japan, das mit einem Absatz von BMW Automobilen das Vorjahresniveau knapp behaupten konnte ( 0,2%). Mit der Auslieferung von Fahrzeugen hat China (+ 51,2%) einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der BMW Group in Asien geleistet. Gut gestartet sind auch die neu gegründeten Vertriebsgesellschaften der BMW Group in Indonesien (2.749 Fahrzeuge, +13,7%) und auf den Philippinen (500 Fahrzeuge, +96,9%). Marke BMW mit Absatzrekord X5 mit Spitzenwerten Mit insgesamt verkauften Automobilen der Marke BMW endete das Jahr 2001 mit einem neuen Absatzrekord. Besonders hervorzuheben ist dabei der BMW X5, der im Jahr mal an Kunden ausgeliefert wurde. Damit hat sich der Absatz des Sports Activity Vehicle im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt (+118%). Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Mitarbeiterzahl im Werk Spartanburg wider: Zur Sicherung der Produktionsausweitung stellte die BMW Group im Jahr 2001 mehr als 700 Mitarbeiter in den USA ein. Die unverändert hohe Attraktivität der BMW 3er Baureihe wird im vergangenen Jahr durch einen Zuwachs von 4,5% auf verkaufte Fahrzeuge belegt. Besonders das BMW 3er Cabrio ( Einheiten, + 51,1%) und der BMW 3er touring ( Einheiten, + 21,4%) unterstützten diese positive Entwicklung. Darüber hinaus konnten Fahrzeuge der im Herbst 1995 eingeführten BMW Z3 roadster und BMW Z3 coupé abgesetzt werden ( 11,8%). Die BMW 5er Baureihe erzielt auch im sechsten Produktionsjahr überdurchschnittliche Absatzzahlen mit einem Plus von 0,5% im Vergleich zum Vorjahr. Rund jedes fünfte der insgesamt im Jahr 2001 abgesetzten Fahrzeuge dieser Baureihe war ein touring. Der im Werk München in Handarbeit hergestellte Supersportwagen BMW Z8, dessen Aluminium-Spaceframe-Karosserie aus dem Werk Dingolfing stammt, konnte mal an Kunden ausgeliefert werden. Auslieferungen von BMW Dieselfahrzeugen in Tsd. BMW Group wichtigste Motorradmärkte 2001 in Prozent vom Absatz ,8 188,5 135,5 80,2 91,8 Deutschland USA Italien Frankreich Großbritannien Spanien Sonstige 4,1 4,3 31,4 13,7 8,4 13,0 25,

16 Der neue BMW 7er stößt seit seiner Markteinführung im Herbst 2001 auf eine positive Kundenresonanz Fahrzeuge wurden zwischen der Markteinführung im November und dem Jahresende 2001 ausgeliefert. Das letzte Fahrzeug des Vorgängermodells lief im Juli im Werk Dingolfing vom Band; im Jahr 2001 wurden noch Einheiten verkauft. Insgesamt konnten in der siebenjährigen Laufzeit dieses Modells rund Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert werden. Die Nachfrage nach Dieselmodellen ist weiterhin ungebremst. Während im Jahr 1996 der Dieselanteil der Marke BMW weltweit noch bei 12% lag, hat inzwischen jeder vierte BMW einen Dieselmotor. In Europa liegt der Dieselanteil sogar bei über 40%. MINI erfolgreich in Europa gestartet Die BMW Group führte im Jahr 2001 die Marke MINI als erste Premium-Marke im Kleinwagensegment ein. Mit großem Erfolg startete im Juli 2001 der Verkauf des MINI One und des MINI Cooper zunächst in Großbritannien, Anfang September auch in den anderen europäischen Märkten. Bis Ende des Jahres 2001 wurden bereits Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert davon in Großbritannien, dem Mutterland des MINI. Die hohen Erwartungen der BMW Group haben sich damit voll erfüllt, die Verkaufszahlen zeigen, dass auch im Kleinwagensegment eine intensive Nachfrage der Kunden für Premium-Angebote besteht. BMW Motorräder mit neuntem Rekordjahr in Folge Mit verkauften Einheiten (inkl. C1) setzte das Segment BMW Motorräder die Reihe der Spitzenwerte im Absatz weiter fort. Zum neunten Mal in Folge konnte ein neuer Höchstwert erreicht werden, der Zuwachs im Jahr 2001 lag bei 17,3%. Vor allem Frankreich (8.017 Einheiten, + 39,2%) und Großbritannien (4.137 Einheiten, + 38,9%) trugen mit Absatzsteigerungen zur positiven Gesamtentwicklung bei. Japan konnte mit einem Absatz von Motorrädern ein Plus von 18,6% verbuchen und damit ebenfalls einen neuen Höchstwert erreichen. Meistverkauftes Modell im Jahr 2001 war mit Einheiten die F 650 GS. In der Einzylinder- Modellreihe wurde im Herbst mit der F 650 CS Scarver ein neues Modell vorgestellt, das vor allem auch jüngere Kunden ansprechen soll. In der Klasse der Motorräder über 750 Kubikzentimeter führt die R 1150 GS die Verkaufsrangliste an, große Reiseenduros wurden im Jahr 2001 an Kunden ausgeliefert. Vom BMW C1, dem alternativen Verkehrsmittel für Großstädte und Ballungsräume, wurden im Jahr Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert, ein Plus von 59,6% zum Vorjahr. Das Geschäft mit Sonderzubehör und Fahrerausstattungen konnte im Jahr 2001 erneut einen kräftigen Umsatzanstieg verzeichnen. Der Vorjahreswert wurde um 14,6% übertroffen. Segment BMW Motorräder: Auslieferungen nach Modellreihen in Tsd ,1 11,2 9, ,0 44,5 10,0 11,4 7,3 9, ,2 16,1 10,2 6, ,6 18,9 10,6 10,3 01 R-Reihe F-Reihe C1 K-Reihe 15

17 001 BMW Group in Zahlen 004 Bericht des Aufsichtsrats 008 Mitglieder des Aufsichtsrats 011 Mitglieder des Vorstands 012 Konzernlagebericht 029 BMW Aktie 033 Konzernabschluss 098 BMW AG Jahresabschluss 104 BMW Group Jahresvergleich 106 BMW Group Standorte 108 Glossar 112 Index Financial Services baut strategische Geschäftsfelder aus Individuelle Finanzierungs- und Leasinglösungen für Privat- und Firmenkunden sowie für die Händlerorganisation unterstützten auch im Jahr 2001 erfolgreich den Vertrieb von Produkten der BMW Group. Das Geschäftsvolumen des Segments Finanzdienstleistungen lag im Jahr 2001 mit 20,6 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau. Im Neugeschäft konnte der Wegfall des Rover Finanzierungsgeschäftes nahezu kompensiert werden: 1,21 Mio. Finanzierungsverträge wurden 2001 abgeschlossen (im Vorjahr 1,23 Mio.). Knapp 45% davon entfielen auf das Kundengeschäft, rund 55% auf die Händlerfinanzierung. Die Durchdringungsrate im BMW Neuwagenabsatz also der Anteil der über BMW Financial Services finanzierten BMW Neuwagen liegt weiterhin über dem Branchendurchschnitt. Jedes dritte Neufahrzeug der Marke BMW wird über Financial Services finanziert. Mit einer Durchdringungsrate von 48,9% ist der amerikanische Markt vor Ostasien (41,2%) und Europa (28,2%) der Markt mit dem höchsten Anteil von Finanzierungen am Fahrzeugabsatz der Marke BMW. Die erfolgreiche Expansion wurde durch die geografische Erweiterung der Geschäftstätigkeiten unterstützt, die strategischen Geschäftsfelder Flottenmanagement, Fremdmarkenfinanzierung und Direct Banking wurden planmäßig ausgebaut. Im Bereich Flottenmanagement nahmen im Jahr 2001 neue Gesellschaften in Belgien, Spanien, Frankreich, Skandinavien und den Niederlanden ihre Geschäftstätigkeit auf. Im Einlagengeschäft war im Jahr 2001 weltweit ein Einlagenvolumen von durchschnittlich Mio. Euro zu verzeichnen. Das entspricht einem Zuwachs von 44,3% gegenüber dem Vorjahr. Die BMW Bank bietet seit Juni 2001 Investmentfonds an. Bis Jahresende wurden insgesamt Depots eröffnet, der Nettomittelzufluss lag trotz der schwierigen Marktsituation bei rund 47,4 Mio. Euro. Fast neue Arbeitsplätze geschaffen Aufgrund der anhaltend positiven Geschäftsentwicklung hat die BMW Group im Geschäftsjahr 2001 vor allem in Produktion, Vertrieb und Entwicklung weltweit neue Arbeitsplätze geschaffen. Zum 31. Dezember 2001 waren weltweit Menschen in der BMW Group beschäftigt (Vorjahr ). Bereinigt um die Ausgliederung des Zulieferwerks Powertrain Ltd., Bracknell, sowie den Verkauf der British Motor Heritage im Jahr 2001 ergibt sich für 2000 ein vergleichbarer Personalstand von Mitarbeitern und damit ein effektiver Zuwachs von 5,4% im Jahr Vertragszugänge der BMW Financial Services intsd. Einheiten Auszubildende der BMW Group am 31. Dezember * 98 * 99 * * ohne Auszubildende Rover Group 16

18 BMW Finanzdienstleistungen weltweit gefragt. Zahl der Ausbildungsplätze erneut gestiegen. BMW Group erzielt deutlichen Effizienzgewinn durch flexible Arbeitszeiten. Dem weiterhin hohen Arbeitskräftebedarf trägt die BMW Group auch auf dem Ausbildungssektor Rechnung. So wurden im Jahr 2001 mehr als Auszubildende eingestellt, rund 800 schlossen ihre Ausbildung ab. Damit steigt die Zahl der Auszubildenden bei der BMW Group auf insgesamt 3.829, die Ausbildungsquote liegt bei 3,9%. Das Nachwuchs-Förderungsprogramm (NFP) wurde ebenfalls aufgestockt. Künftig können 75 Abiturienten pro Jahr an dem Programm teilnehmen und dabei ihre Berufsausbildung mit einem Fachhochschulstudium verbinden. Für die BMW Group ist das NFP ein wichtiger Baustein, um auch mittelfristig über eine ausreichende Zahl von Fach- und Führungskräften zu verfügen. Dies gilt vor allem im Hinblick auf den aktuellen Mangel an Ingenieuren, Informatikern und international ausgerichteten Betriebswirten. Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter sind ein Schwerpunkt der Personalarbeit der BMW Group. Die Leistungszentren Training der BMW AG führten im Jahr 2001 mehr als Teilnehmertage für Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter durch, rund mehr als im Vorjahr. Es ist das Ziel der BMW Group weiterhin einer der attraktivsten Arbeitgeber weltweit zu bleiben. Flexible Arbeitszeiten haben einen entscheidenden Anteil an der Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter und damit an der hohen Qualität der geleisteten Arbeit bei der BMW Group. Es gibt bei der BMW Group mehr als 300 verschiedene Arbeitszeitmodelle, die höchste Arbeitszeitflexibilität, Auslastung der Produktionsanlagen und Volumenflexibilität vereinen im Einklang der Interessen von Unternehmen und Mitarbeitern. Nicht zuletzt die hohe Flexibilität dieser Arbeitszeitsysteme, die mit den Arbeitnehmern vereinbart wurden, hat die Entscheidung der BMW Group für den Standort des neuen Werks in Leipzig/Halle wesentlich beeinflusst. Die für den Standort Leipzig/Halle mit dem Betriebsrat getroffenen Vereinbarungen, unter dem Titel Formel für Arbeit zusammengefasst, ermöglichen einen Betriebszeitkorridor von 60 bis 140 Stunden pro Woche. Durch den Wechsel der Arbeitszeitmodelle lässt sich die Betriebszeit innerhalb dieses Korridors nahezu stufenlos verändern, in Ausnahmefällen auch erweitern. Die BMW Group kann so die Investitionen in die Produktionsanlagen optimal nutzen, während die individuelle Zeiteinteilung für die Mitarbeiter ebenfalls große Vorteile mit sich bringt. Neben diesen innovativen Arbeitszeitregelungen setzt die BMW Group auch bei flexiblen Arbeitsformen und Arbeitsstrukturen Maßstäbe. So haben sich beispielsweise fast Mitarbeiter für Telearbeit entschieden. Zudem haben im Jahr 2001 mehr als 500 Mitarbeiter ein Sabbatical angetreten. Mitarbeiter der BMW Group Veränderung in % BMW Automobile ,0 BMW Motorräder ,6 Finanzdienstleistungen ,1 Sonstige ,7 davon Software (1.247) (1.360) 8,3 Corporate (48) (48) Sonstige UK-Gesellschaften (2.016) (6.235) 67,7 BMW Group ,9 17

19 001 BMW Group in Zahlen 004 Bericht des Aufsichtsrats 008 Mitglieder des Aufsichtsrats 011 Mitglieder des Vorstands 012 Konzernlagebericht 029 BMW Aktie 033 Konzernabschluss 098 BMW AG Jahresabschluss 104 BMW Group Jahresvergleich 106 BMW Group Standorte 108 Glossar 112 Index Neue Produktionsrekorde bei Automobilen und Motorrädern. Investitionen vollständig aus dem Cashflow finanziert. Neue Modelle und Baureihen in der Entwicklung. Produktion auf höchstem Niveau Mit produzierten Automobilen davon der Marke MINI konnte die BMW Group den Spitzenwert des Vorjahres erneut übertreffen. In den Werken München, Dingolfing, Regensburg, Spartanburg und Rosslyn sowie in den weltweiten Montagewerken liefen insgesamt BMW Automobile vom Band, 8,4% mehr als im Vorjahr. Dies ist ein neuer Höchstwert, der durch die kontinuierliche Effizienzsteigerung in den Produktionswerken, den gezielten Ausbau der Kapazitäten sowie die hohe Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter möglich wurde. In Verbindung mit der hohen Flexibilität ihrer Arbeitszeitmodelle wird die BMW Group so der hohen Nachfrage auch im Jahr 2002 durch ausreichende Produktionskapazitäten gerecht werden. Die hohe Qualität und Effizienz der Werke der BMW Group wurde im Jahr 2001 erneut durch Spitzenplätze in der Qualitätsstudie von J. D. Power Associates belegt. So wurde das Werk München als bestes Automobilwerk in Europa mit einem Plant Award in Gold ausgezeichnet. Zum vierten Mal in Folge war auch das Werk Dingolfing unter den Bestplatzierten, diesmal auf dem dritten Platz. Das Werk Regensburg belegte Platz fünf. Dem starken Absatz von BMW Motorrädern folgte auch die Produktion: Mit Einheiten wurden im Werk Berlin mehr Motorräder produziert als im Jahr 2000, der Zuwachs lag bei 21,6%. Hinzu kamen C1, die beim italienischen Produktionspartner Bertone produziert wurden. Weiterer Ausbau des Produktionsnetzwerks Bereits 2001 hat die BMW Group wichtige Schritte zur Erweiterung ihrer Kapazitäten unternommen. So wurde im Werk Spartanburg in den USA die Produktionskapazität für den BMW X5 um mehr als 80% gesteigert. In Großbritannien startete im Januar 2001 wie geplant die Produktion im neuen Motorenwerk in Hams Hall. Im neuen Werk Oxford begann im April 2001 die Serienproduktion von Fahrzeugen der Marke MINI, Anfang November wurde dort der Drei-Schicht-Betrieb aufgenommen. Zudem investiert die BMW Group kontinuierlich in die Erweiterung sowie technologische Weiterentwicklung der Werke. Allein im Werk Dingolfing investierte die BMW Group im Jahr 2001 rund 500 Mio. Euro in Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen. Diese betrafen Produktionsanlagen für den neuen BMW 7er sowie für zukünftige Modelle. In Goodwood entsteht planmäßig The new home of Rolls- Royce. Auch künftig schafft die BMW Group mit umfangreichen Investitionen im Rahmen der Produktund Marktoffensive die Basis für weitere Absatzsteigerungen. Einen hohen Stellenwert hat dabei das neue Werk in der Region Leipzig/Halle, wo die BMW Group in den nächsten Jahren 1,3 Mrd. Euro investieren wird. Im Jahr 2005 soll in dem neuen Werk die Serienfertigung von Modellen der 3er Reihe beginnen. Ende Oktober hat die BMW Group mit der Steyr- Daimler-Puch Fahrzeugtechnik (SFT) im österreichischen Graz, einer Tochter des Magna-Konzerns, Kooperationsverträge über die Serienentwicklung und Fertigung des neuen BMW X3 Sports Activity Vehicle vereinbart. Das von Ingenieuren der BMW Group erarbeitete detaillierte Fahrzeugkonzept wurde bereits an SFT zur weiteren Serienentwicklung übergeben. Mit dieser Kooperation steigert die BMW Group ihre Schnelligkeit und Flexibilität und setzt einen weiteren Meilenstein in der konsequenten Umsetzung ihrer Produktoffensive. Automobilproduktion der BMW Group nach Werken in Tsd. Dingolfing Regensburg München Spartanburg Rosslyn Oxford 289,2 241,3 42,4 203,1 49,0 121,7 18

20 Investitionen erneut gestiegen Im Jahr 2001 hat die BMW Group Mio. Euro in materielle und immaterielle Vermögensgegenstände investiert (ohne aktivierte Aufwendungen für Forschung und Entwicklung), das sind 32,9% mehr als im Vorjahr. Die Investitionsquote liegt mit 7,4% vom Konzernumsatz weiterhin deutlich über dem Branchendurchschnitt. Gemäß IAS sind zudem Entwicklungskosten in Höhe von 665 Mio. Euro den Investitionen zuzurechnen, so dass sich insgesamt ein Zugang von Mio. Euro zum Anlagevermögen ergibt. Der kräftige Anstieg des Investitionsvolumens spiegelt die Umsetzung der Produkt- und Marktoffensive wider. Insbesondere im Segment BMW Automobile wurden umfangreiche Maßnahmen für die Vorbereitung neuer Modelle, zur Sicherung der Technologie- und Innovationsführerschaft sowie zur Ausweitung der Produktionskapazitäten und Präsenz auf den Märkten gestartet. Wie in den Vorjahren werden die Investitionen vollständig aus dem Cashflow finanziert, der im Jahr 2001 einen Wert von Mio. Euro erreichte (Vorjahr: Mio. Euro). Forschung und Entwicklung durch Produkt- und Marktoffensive geprägt Die Forschung und Entwicklung der BMW Group war im Jahr 2001 durch die Produkt- und Marktoffensive geprägt. Im Mittelpunkt standen die Anläufe des neuen BMW 3er compact, des BMW M3 Cabrio, des MINI One und MINI Cooper und des neuen BMW 7er. Hinzu kam die Modellüberarbeitung der BMW 3er Limousine und des 3er touring mit umfangreichen Entwicklungsmaßnahmen. Die Entwicklung neuer Modelle sowie die Erweiterung der Produktpalette werden mit Nachdruck vorangetrieben. Die Arbeiten am neuen BMW 1er, am Nachfolger des BMW 5er sowie am BMW 6er verlaufen planmäßig. Dies gilt auch für die Entwicklungsarbeiten für den Nachfolger des BMW Z3 sowie den neuen Rolls-Royce. Im Rahmen der Erweiterung des BMW Modellprogramms wurde die Konzeptentwicklung des X3 Sports Activity Vehicle abgeschlossen, die weitere Serienentwicklung sowie die Produktion erfolgen wie vereinbart durch die Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik. Das Projekt Range Rover wurde wie vertraglich vereinbart abgeschlossen und termingerecht an die Ford Motor Company übergeben. BMW Group Investitionen und Cashflow in Mio. Euro HGB HGB HGB IAS IAS HGB Investitionen Cashflow 19

21 001 BMW Group in Zahlen 004 Bericht des Aufsichtsrats 008 Mitglieder des Aufsichtsrats 011 Mitglieder des Vorstands 012 Konzernlagebericht 029 BMW Aktie 033 Konzernabschluss 098 BMW AG Jahresabschluss 104 BMW Group Jahresvergleich 106 BMW Group Standorte 108 Glossar 112 Index Führende Stellung in der Motorenentwicklung. Leichtbau, Mechatronik und Kommunikationstechnologien als Entwicklungsschwerpunkte. BMW Car IT gegründet. In der Motorenentwicklung unterstreicht die BMW Group mit dem neuen Zwölfzylindermotor erneut ihre führende Stellung. Im Jahr 2001 wurde das neue Triebwerk auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Erstmals bei BMW kommt bei dem neuen Zwölfzylindermotor eine Benzin-Direkteinspritzung zum Einsatz, die die VALVETRONIC-Technologie ergänzt. Diese Kombination ermöglicht einen konkurrenzlos niedrigen Kraftstoffverbrauch bei gleichzeitig höchster Leistung. Das Triebwerk wird im neuen BMW 760i/ 760Li eingesetzt. Zudem wurde im Jahr 2001 die BMW Motorenpalette überarbeitet und erweitert. Der neue M Reihensechszylindermotor aus dem M3 ist jetzt auch im Z3 und im Z3 coupé erhältlich. Der Vierzylinder-Dieselmotor im BMW 320d wurde in Leistung und Drehmoment gesteigert. Das Modell verfügt jetzt als weltweit erster Großserien- PKW über ein Common-Rail-Einspritzsystem der zweiten Generation sowie eine neue digitale Motorsteuerung. Trotz deutlich höherer Leistung verbraucht dieser Motor weniger Kraftstoff als sein Vorgänger. Der vollvariable Ventiltrieb VALVETRONIC wurde mit den neuen Vier- und Achtzylindermotoren in Serie gebracht. Das erste Modell mit dieser neuen Technologie war der Vierzylinder im 316ti, gefolgt vom 2,0-Liter-Triebwerk in allen Varianten des 318i. Die neue Generation des Achtzylindermotors kombiniert die stufenlose Steuerung nahezu aller Parameter wie Ventilsteuerzeiten (Bi-Vanos), Ventilhub (VALVETRONIC) und weltweit erstmals auch der Saugrohrlängen. Diese Triebwerke können mit bislang unerreichter Perfektion an alle Anforderungen angepasst werden. Das Ergebnis ist eine deutliche Verbrauchssenkung bei gleichzeitig gestiegener Leistung. Der BMW M3 wurde mit der zweiten Generation des sequenziellen M Getriebes (SMG) ausgestattet. Das SMG kombiniert das Sechsgang-Schaltgetriebe mit einer aufwändigen Computersteuerung, der Drivelogic, die die Schaltzeiten wesentlich verringert. Über die Wahl verschiedener Schaltcharakteristiken lässt sich das Fahrzeug zudem perfekt an die jeweilige Fahrsituation anpassen. Geschaltet wird wie in der Formel 1 über Wippen am Lenkrad, die so genannten Paddles. Welche Möglichkeiten der verstärkte Einsatz von elektronischen Komponenten im Automobil bietet, war im Jahr 2001 vor allem im neu vorgestellten BMW 7er zu sehen. Als Ergebnis umfangreicher Entwicklungsarbeiten in Sachen Mechatronik kommt hier beispielsweise das weltweit erste Sechsgang-Automatikgetriebe mit integrierter Shift-by-Wire-Technologie zum Einsatz. Das Getriebe lässt sich dabei über einen neuartigen Wählhebel am Lenkrad sowie Steptronic-Tasten im Lenkradkranz schalten. Den Fahrer trotz ständig steigendem Funktionsumfang zu entlasten das war die Vorgabe für die Entwicklung des neuen idrive, des innovativen Bedienkonzepts, das ebenfalls im neuen BMW 7er zum Einsatz kommt. Teil dieses Konzepts ist auch der neu entwickelte Controller, über den sich rund 700 Funktionen steuern lassen. In Verbindung mit einer großen und lesefreundlichen Anzeige wird der Fahrer wirkungsvoll unterstützt, die Interaktion zwischen Fahrer und Auto geschieht einfach und intuitiv. Weitere innovative Themen aus allen Bereichen rund um das Automobil wurden im Jahr 2001 in der Vorentwicklung vorangetrieben. Schwerpunkte bildeten dabei neue Materialen und Leichtbaustrukturen, Mechatronik sowie Kommunikationstechnologien. Als neuer think tank im Forschungs- und Entwicklungsverbund wurde Ende 2001 die BMW Car IT GmbH in München gegründet. Mit dem Tochterunternehmen weitet die BMW Group ihre Aktivitäten im Bereich der automobilorientierten Software- und IT-Entwicklung aus und trägt der Tendenz in der Automobilindustrie Rechnung, mechanische Bauteile durch elektronisch gesteuerte Komponenten zu ersetzen. Die BMW Car IT fügt sich nahtlos in den internationalen Forschungs- und Entwicklungsverbund 20

22 Kooperation mit Lieferanten über Internet ausgebaut. e-business-strategie wird konsequent umgesetzt. Top Drive: Premium-Maßstab in der Kundenbetreuung setzen. der BMW Group ein und ist eng verzahnt mit dem Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) in München und zahlreichen weiteren Standorten in Europa und den USA. Weltweit beschäftigte die BMW Group zum Jahresende 2001 in diesem Verbund mehr als Mitarbeiter (im Vorjahr ohne Rover/Land Rover). Einkauf nutzt sinkende Rohstoffpreise Im Jahr 2001 kaufte die BMW Group Produktionsmaterial im Wert von rund 13,2 Mrd. Euro ein, rund 10% davon entfielen auf Rohstoffe. Entlastend wirkten dabei unter anderem die insgesamt nachgebenden Preise für Industrie- und Edelmetalle, vor allem die Preise für Palladium, Rhodium und Platin gaben nach einer Hochpreisphase deutlich nach. Vernetzung mit Lieferanten ausgebaut Zur stärkeren Vernetzung mit Lieferanten startete die BMW Group im Jahr 2001 das Projektprogramm Supplier Relationship Management (SRM). Dabei werden alle Prozesse mit Lieferanteneinbindung analysiert und durch entsprechende internetbasierte Werkzeuge unterstützt. Neben der Sicherung von flexiblen und termintreuen Lieferketten bildet SRM damit die Basis für die Gestaltung von ganzheitlichen leistungs- und ergebnisorientierten Wertschöpfungsketten in der Produktentwicklung und Produktion. Regionale Verteilung des Einkaufsvolumens der BMW Group in Prozent, Basis: Produktionsmaterial Europa NAFTA Asien/Afrika Zudem wurde das BMW Partner-Web um neue Funktionen ergänzt und das Informationsangebot wesentlich erweitert. Die Zulieferer der BMW Group sind über das Portal online in den Änderungsmanagementprozess der BMW Group eingebunden und haben unter anderem Zugriff auf technische Regeln und Normen der BMW Group. e-business mit wachsender Bedeutung Bei der Umsetzung ihrer Ende 2000 verabschiedeten e-business Strategie konnte die BMW Group im Jahr 2001 wichtige Meilensteine erreichen. Die auf drei Jahre ausgelegte Gesamtstrategie umfasst vier Plattformen: Business to Business (B2B), Business to Consumer (B2C), Business to Employee (B2E) und Business to Dealer (B2D). 28 Programme befinden sich zurzeit in der Umsetzung. Schwerpunktthemen sind dabei die kontinuierliche Prozessoptimierung im Produktentstehungsprozess (PEP) und die Beschleunigung des Kundenorientierten Vertriebs- und Produktionsprozesses (KOVP). Beispielhaft können hier Projekte aus dem Bereich Kundenorientierung und Business to Business genannt werden: Im Jahr 2001 wurde der Roll-out des VirtualCenter abgeschlossen, einer weltweit einheitlichen e-commerce-lösung zur Verkaufsunterstützung. Mit insgesamt sechs Modulen, darunter ein Car Configurator sowie Module zur Händlersuche und Probefahrtanfrage, kann sich der Interessent die Kaufentscheidung für ein neues Fahrzeug mithilfe des Internets leichter machen. Das Virtual- Center ist für BMW Automobile und Motorräder sowie die Marke MINI angelegt und wird derzeit international in 13 Märkten eingesetzt. Als Teil der B2C-Aktivitäten wurden darüber hinaus im Jahr 2001 sämtliche Aktivitäten und Verantwortlichkeiten im Kontakt mit den Kunden in einem integrierten Customer-Relationship-Management-Ansatz, genannt Top Drive, zusammengefasst. Diese Integration bezieht sich nicht nur auf die übergeordnete Kundenbetreuungsstrategie, sondern auch auf die zu Grunde liegenden Prozesse, Organisationsstrukturen und Systeme. Top Drive wird nach 21

23 001 BMW Group in Zahlen 004 Bericht des Aufsichtsrats 008 Mitglieder des Aufsichtsrats 011 Mitglieder des Vorstands 012 Konzernlagebericht 029 BMW Aktie 033 Konzernabschluss 098 BMW AG Jahresabschluss 104 BMW Group Jahresvergleich 106 BMW Group Standorte 108 Glossar 112 Index Weitere Vertriebsgesellschaften in Asien gegründet. MINI: weltweites Vertriebsnetz mit Händlern. BMW Group dem nachhaltigen Wirtschaften verpflichtet. Flottenverbrauch weiter gesenkt. erfolgreicher Einführung in Deutschland schrittweise auch in weiteren weltweit wichtigen Märkten über eine standardisierte Prozess-, System- und Datenstruktur eingeführt. Erste Erfahrungen haben gezeigt, dass sich die Prozesskosten deutlich reduzieren und die Kundenbetreuungsqualität insbesondere durch den Zugriff auf einen integrierten Datenbestand erheblich gestiegen ist. Die BMW Group verfolgt mit diesem Ansatz das Ziel, auch in der Kundenbetreuung den Premium-Maßstab zu setzen. Vertriebsorganisation ausgebaut MINI mit eigenem Händlernetz gestartet Im Jahr 2001 hat die BMW Group die Effizienz ihrer Vertriebsorganisation weiter verbessert; der Markterfolg findet auch seine Ursache in der weiteren Verbesserung der Kundenorientierung, die mit den Partnern der Händlerorganisationen erreicht werden konnte und die weiter ausgebaut werden soll. Bei der konsequenten Optimierung der Kundenbetreuung kommt eine wichtige Rolle dem Thema e-business zu. Zusammen mit den weltweit über Händlerbetrieben nutzt die BMW Group dabei die Möglichkeiten des Internets und gestaltet im Rahmen des Kundenorientierten Vertriebs- und Produktionsprozesses (KOVP) alle relevanten Logistik- und Produktionsprozesse so effizient und kundenorientiert wie möglich. In diesem Zusammenhang ist im Jahr 2001 Online-Ordering erfolgreich in den acht größten europäischen Märkten angelaufen. Online-Ordering trägt wesentlich zur Erhöhung der Änderungsflexibilität in Bezug auf individuelle Kundenaufträge bei, beschleunigt die Auftragsabwicklung und erlaubt es, schon bei der Bestellung die Baubarkeit des Fahrzeugs zu prüfen und einen festen Liefertermin zuzusagen. Die eigenständige Positionierung der Marke MINI wurde konsequent realisiert. Weltweit wurden im Jahr 2001 entsprechende Verträge mit rund Händlern abgeschlossen. In Deutschland wird der MINI exklusiv an etwa 400 Standorten angeboten. Somit vermarkten ausgewählte Händlerbetriebe der BMW Group die Marke MINI. Für die Innen- und Außengestaltung der MINI Showrooms kommt ein eigenständiges Erscheinungsbild zum Einsatz, so dass jeder MINI Handelsbetrieb bereits auf den ersten Blick als solcher zu erkennen ist. Mit der Gründung von neuen Tochtergesellschaften in Indonesien und auf den Philippinen hat die BMW Group ihre Präsenz in Asien weiter ausgebaut und ist nun mit insgesamt fünf Tochtergesellschaften und zwei Regionalbüros in der Region vertreten. 22

24 Umweltschutz: BMW Group weiter richtungsweisend Ein wesentlicher Bestandteil nachhaltigen Wirtschaftens in der BMW Group ist die Erfüllung hoher Umweltstandards. Das BMW Umweltmanagement steuert den Zyklus jedes Produkts von der Entwicklung über die Fertigung bis hin zur Nutzung und Wiederverwertung. Neue Produkte, aber auch Innovationen bei Werkstoffen und Antrieben, die die Umweltverträglichkeit der gesamten Fahrzeugpalette erhöhen, sind Schwerpunkte in Forschung und Entwicklung. Die BMW VALVETRONIC, mit einem verbrauchssenkenden Effekt von rund 14%, kommt in immer mehr Modellen der Marke BMW zur Anwendung, vom BMW 316ti compact bis zum BMW 745i. Der Verbrauch der BMW Flotte in Deutschland wurde weiter gesenkt. Bis zum Jahr 2001 wurde gegenüber dem Basiswert von 1990 ein Rückgang um mehr als 23% erreicht. In der umweltgerechten Produktion von Automobilen war die BMW Group in 2001 weiter richtungsweisend. Der weltweit hohe Umweltstandard der BMW Group wird hier durch die Kennzahlen zu Ressourceneinsatz und Emissionen belegt: Pro produziertem Fahrzeug waren auch im Jahr 2001 Energie- und Wasserverbrauch sowie CO 2 - und Lösemittelemissionen weiter rückläufig. Alle diese Werte liegen im Branchenvergleich vorbildlich niedrig. Nach der schon bis 1999 erfolgten Zertifizierung aller Werke der BMW Group weltweit nach EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) und dem internationalen Standard ISO wurde auch am neuen BMW Standort für Motorenbau in Hams Hall innerhalb kürzester Zeit ein Umweltmanagementsystem eingeführt: Im Januar 2001 startete die Produktion der neuen Vierzylindermotoren mit VALVETRONIC, im Juli folgte die Umweltzertifizierung des Werkes. Das aufwändig umgebaute und modernisierte Werk in Oxford, das schon seit 1995 nach dem Standard ISO zertifiziert ist, erfüllt die gleichen Umwelt- und Qualitätsstandards wie alle anderen Werke der BMW Group. Seine Lackiererei auf Wasserbasis zählt zu den modernsten in Europa. Auch der Standort für das neue BMW Werk in der Region Leipzig/Halle wurde unter dem Kriterium der Umweltverträglichkeit planerisch konzipiert. Die Zulieferer von Teilen und Komponenten sind in das Nachhaltigkeitsmanagement der BMW Group eingebunden. Die international überarbeiteten Einkaufsrichtlinien von BMW enthalten zusätzliche Anweisungen für Einkäufer bzw. Zulieferer, in ihren Entscheidungen die Grundsätze der Umweltverträglichkeit und des schonenden Umgangs mit Ressourcen unbedingt zu berücksichtigen. Auch an den internationalen Produktionsstandorten verpflichten sich die Zulieferer zu den strengen nach- Flottenverbrauch BMW Automobile (Index: 1990 = 100; Basis Deutschland: DIN-1/3-Mix BMW Flottenverbrauch VDA; Werte ab 1998 aus Neuem Europäischen Fahrzyklus NEFZ errechnet) ,0 97,0 90,6 88,8 85,5 83,1 85,0 85,6 84,2 80,7 78,3 76,

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