Berufliche Schulen ZPG-Mitteilungen Zentrale Projektgruppe Kaufmännische Schulen. Themen

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1 Berufliche Schulen Zentrale Projektgruppe Kaufmännische Schulen Themen Cloud-Computing und Virtual Desktop Infrastruktur Ein Erklärungsversuch 3 Dateityp und Programmzuordnung 4 Programmierung von Apps 6 Beilagen Relationale Datenbanken im WG und BK Mediaplayer TV-Streaming im lokalen Netz Stuttgart Nr. 38 Januar 2012

2 Landesinstitut für Schulentwicklung Redaktionelle Bearbeitung Redaktion: ZPG - Zentrale Projektgruppe für kaufmännische Schulen am Landesinstitutfür Schulentwicklung (LS) Fachbereich 4 Telefon (nur am Dienstag) Internet: Redaktionsleitung: Klaus Ebert, Heinrich Bek, LS Stuttgart Autoren und Autorinnen: (bf) Frank Burger (wf) Franz Wrede (kw) Winfried Klein (sk) Karsten Schleider (me) Eckehard Möbius (kw) Winfried Klein Impressum Herausgeber: Landesinstitut für Schulentwicklung (LS) Heilbronner Str. 172, Stuttgart Fon: Internet: Druck und Vertrieb: Landesinstitut für Schulentwicklung (LS) Heilbronner Str. 172, Stuttgart Fax: Fon: Urheberrecht: Inhalte dieses Heftes dürfen für unterrichtliche Zwecke in den Schulen und Hochschulen des Landes BadenWürttemberg vervielfältigt werden. Jede darüber hinausgehende fotomechanische oder anderweitig technisch mögliche Reproduktion ist nur mit Genehmigung des Herausgebers möglich. Soweit die vorliegende Publikation Nachdrucke enthält, wurden dafür nach bestem Wissen und Gewissen Lizenzen eingeholt. Die Urheberrechte der Copyrightinhaber werden ausdrücklich anerkannt. Sollten dennoch in einzelnen Fällen Urheberrechte nicht berücksichtigt worden sein, wenden Sie sich bitte an den Herausgeber. Bei weiteren Vervielfältigungen müssen die Rechte der Urheber beachtet bzw. deren Genehmigung eingeholt werden. Landesinstitut für Schulentwicklung, Stuttgart für kaufmännische Schulen Nr. 38 Januar 2012

3 Cloud-Computing und Virtual Desktop Infrastruktur Ein Erklärungsversuch (wf) Cloud-Computing und Virtual Desktop bzw. Virtual Desktop Infrastruktur (VDI) sind seit einiger Zeit aktuelle Marketing Begriffe rund um die IT. Der folgende Artikel versucht eine einfache Erklärung. Wenn wir das Internet darstellen, benutzen wir von Anfang an eine Wolke (Cloud). Cloud-Computing ist nichts anderes als Computerei unter Nutzung des Internets. Das tun wir nun wahrlich schon eine ganze Weile: Ein Lexikon auf CD im lokalen PC ist längst abgelöst durch die Recherche im Internet. Neue Software kommt nur noch selten per Datenträger ins Haus, sondern wird zum Selfservice in der Cloud bereitgestellt. Unter dem Schlagwort IT als ein Service wird jetzt versucht, die Bereitstellung von Anwendungen oder von kompletten Desktops als Dienstleistung zu vermarkten. Auch in der Vergangenheit wurde schon CloudComputing in Einzelfällen genutzt, ohne es so zu nennen. Im Support-Netz zur paedml (www.supportnetz.de) findet man eine Reihe von Beschreibungen zum Einsatz eines Remote Desktops im Schulnetz. Mit dieser Technologie greift der Netzwerkberater oder ein Dienstleister von zu Hause aus über das Internet auf das schulische Netz zu unter Nutzung eines PCs in der Schule: er macht Cloud-Computing. Nachteil an der Lösung ist natürlich, dass für diesen Zweck ein zusätzlicher PC in der Schule laufen muss. Um dies zu vermeiden, kommt die Virtualisierung ins Spiel. Anfangs hat man den PC einfach als Gast auf dem Server abgebildet. Mit fortschreitender Servervirtualisierung bietet es sich an, auf dem Virtualisierungshost neben dem Server noch eine bis zwei Desktop Maschinen mitlaufen zu lassen und schon ist man dabei in der schönen neuen Welt der Virtual Desktops. Natürlich vermarktet Cloud-Computing und Virtual Desktop Infrastruktur mehr: es geht hier nicht um ein oder zwei Virtuelle Desktops für privilegierte Benutzer sondern um dutzende von Maschinen. Das geht nur mit Verwaltungswerkzeugen, die bei Bedarf neue Clones aus vorgefertigten Templates generieren, die eventuell PCs mit unterschiedlicher Software zur Auswahl bieten oder diese benutzerbezogen zuweisen. Auch muss ein exklusiver Zugriff auf den jeweiligen virtuellen Desktop garantiert werden, was das Remote Desktop Protokoll (RDP) von Hause aus nicht leistet. Ein zweiter Benutzer, der über RDP auf eine belegte Maschine zugreift, bekommt nämlich zwar den Hinweis, dass der Desktop in Benutzung ist, kann ihn aber dann übernehmen wobei der erste Benutzer ohne Vorwarnung abgemeldet wird mit eventuellem Datenverlust. Die Verbindung in die Cloud wird über verschiedene Ports je Virtuellem Desktop hergestellt. Auch die Portverwaltung muss eine VDI Lösung unsichtbar für den Benutzer leisten, indem sie z. B. ein einfaches Zugangsportal bietet. VDI in einer privaten oder öffentlichen Cloud bedeutet also eine Rückkehr von Rechenzentren mit Virtualisierungsservern im Intranet oder im Internet. Dabei variieren die Zugriffsmöglichkeiten zwischen normalem Desktop, Thin Client und Zero-Client (mit intelligentem Display ). Kann man sich Einsatzmöglichkeiten im schulischen Bereich vorstellen? Ja, man kann. Schülerinnen und Schüler bzw. Lehrerinnen und Lehrer könnten mit dem eigenen Notebook oder häuslichem PC per VDI auf die schulische Infrasktruktur zugreifen und mit der Schulsoftware üben, ohne irgendwelche lokalen Installationen durchführen zu müssen. Oder ein Verwaltungs-PC wird als virtueller Desktop bereitgestellt. Gibt es Realisierungsbestrebungen? Ja, am ehesten wohl im Bereich der Verwaltung. Ob sich der Einsatz zur Übungsstruktur beim notwendigen Verhältnis Nutzerzahl/Serverhardware und der erforderlichen Internet-Bandbreite über die Publicity hinaus je rechnen wird, bleibt ebenso abzuwarten wie die Entwicklung zur Tauglichkeit für Grafikanwendungen. Verlockend ist die Vorstellung schon, nie wieder mit unterschiedlicher Hardware kämpfen zu müssen sondern alle Software in virtueller Gleichheit bereitstellen zu können. Warten wir ab, wie die Marketingversprechungen in der Realität umgesetzt werden. für kaufmännische Schulen Nr. 38 Januar

4 Landesinstitut für Schulentwicklung Dateityp und Programmzuordnung (kw) Beim Installieren einer neuen Anwendung unter Windows fragt die Installationsroutine im allgemeinen, welche Dateitypen diesem Programm zugeordnet werden sollen. Netzbasierenden Anwendungen, welche auf den lokalen Arbeitsstationen nur aufgerufen, aber vorher nicht installiert wurden, fehlt diese Zuordnung. Das kleine Programm Café des französischen Programmierers Yann Perrin erlaubt die Standardzuordnung der Dateitypen zu ändern oder neue Zuordnungen zu definieren. Alle Windowsversionen erlauben die Zuordnung eines Dateitypen zu einer Anwendung nur im Hinblick auf die Arbeitsstation und nur mit Administratorrechten unter dem Punkt Standardprogramme im Startmenü. Abbildung1 aus Windows 7 Abbildung 2 aus Windows 7 4 für kaufmännische Schulen Nr. 38 Januar 2012

5 Das Tool Café kann unter heruntergeladen werden. Es wurde unter GNU GPL entwickelt und steht damit kostenlos zur Verfügung. Eine Zwischenschicht fängt die Programmzuordnung ab und leitet diese an die gewünschte Anwendung weiter. Konfiguriert wird diese Umleitung über die Datei cafe.ini im Programmverzeichnis. [configuration] langue=lng\en.lng fenetresadditionnelles=ahk_class TfcForm, ahk_class TTntFormUltraExplorer.UnicodeClass [associations] mp3=..\programme\vlcportable\vlcportable.exe mpg=..\programme\vlcportable\vlcportable.exe jpg=k:\irfanview\i_view32.exe gif=k:\irfanview\i_view32.exe doc=k:\openoffice\swriter.exe # doc=c:\program Files (x86)\microsoft Office\Office14\winword.exe odt="c:\program Files (x86)\openoffice.org 3\program\swriter.exe" html=..\portablefirefox\portablefirefox.exe htm=..\portablefirefox\portablefirefox.exe pdf=q:\programme\foxitreaderportable\foxitreaderportable.exe # pdf=c:\program Files (x86)\adobe\reader 10.0\Reader\AcroRD32.exe Gestartet werden kann das Tool z. B. im Anmeldeskript der Netznutzer und ist dann als Symbol in der Taskleiste sichtbar. Abbildung 3 aus Windows 7 für kaufmännische Schulen Nr. 38 Januar

6 Programmierung von Apps (sk) Anhand eines Unterrichtsbeispiels wird eine objektorientierte ECLIPSE - Anwendungsentwicklung mit JAVA für Smartphones unter Android beschrieben. Einführung In den letzten Jahren hat sich im Fach Informatik an den kaufmännischen Schulen Baden-Württembergs die Programmiersprache JAVA zur Umsetzung des objektorientierten Ansatzes durchgesetzt. Dabei werden als grafische Benutzerschnittstelle in der Regel AWT und SWING verwendet. Der Unterricht hat aber gezeigt, dass die Motivation der Schülerinnen und Schüler bei der Programmierung der Anwendungen gering ist. Daher ist es angezeigt, Unterrichtsbeispiele zu entwickeln, die sich näher an der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler orientieren. Seit kurzem machen Smartphones klassischen Handys Konkurrenz und werden bereits häufig auch von Schülerinnen und Schülern verwendet. Diese zeichnen sich besonders dadurch aus, dass der Funktionsumfang durch zusätzliche Anwendungen, APPS genannt, beliebig erweitert werden kann. Merkmale sind auch ein eingebautes Navigationsmodul (GPS) und eine permanente Internetverbindung. ANDROID Apps basieren auf JAVA und XML. Es bietet sich also an, diese Plattform auf Eignung für den Unterricht zu untersuchen. Sachstand Aufgrund der Komplexität von JAVA wurde in den jeweiligen Lehrplankommission eine Vorgehensweise entwickelt, die es den Schülerinnen und Schülern erlaubt, mit einem relativ geringen Befehlssatz die Grundzüge der Objektorientierung sowie der einschlägigen Programmstrukturen zu erkennen. Die Entwicklung von Apps, gleich ob unter IOS oder ANDROID, stellt die Lehrerinnen und Lehrer vor ähnliche Aufgaben. Anwendungen bzw. Unterrichtsbeispiele müssen soweit heruntergebrochen werden, dass sie exemplarisch bleiben und dennoch für die Schülerinnen und Schüler verständlich sind. Tutorials, die sich an professionelle Entwickler richten, sind hier nicht verwendbar. Die Beispiele müssen bewusst einfach gehalten werden und sich an den bereits vorhandenen Handreichungen des LS orientieren. Für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler bieten sich, z. B. im Rahmen eines Projektes, vielfältige ergänzende Betätigungsfelder an. Als Entwicklungsumgebung implementierte Google eine Ergänzung (Plug In) für Eclipse. Eclipse wird heute bereits an vielen Schulen im Unterricht verwendet. Daher sollte die Einarbeitungszeit für Lehrenden und Lernenden gering sein. Das Plugin verfügt auch über ein einfach zu bedienendes Werkzeug zur Erstellung der GUI und generiert daher diesen Code automatisch. Grundlegender Anwendungsaufbau Als Eingangsbeispiel wird ein Notenrechner entwickelt, der für die Fächer Deutsch, Mathematik und Informatik die Klassenarbeiten mit Datum und Note erfasst, anzeigt und den jeweiligen Stand (Durchschnitt) ermittelt (siehe Abb 1). Diese Anwendung ist bewusst mittelschwer gewählt, um dem Leser ein besseres Bild von der Aufgabenstellung zu geben. Im Unterricht erfolgt der Einstieg natürlich zunächst mit einfach- eren Programmen. ANDROID trennt den JAVA-Code von der XML-Oberfläche, d. h. zunächst wird das Layout der Oberfläche mit einem GUI-Editor festgelegt und dann erst der JAVA-Code erstellt. Dabei muss die Schülerin und der Schüler keinerlei XML-Kenntnisse haben. Die Erstellung erfolgt genauso wie im Visual Editor. Abbildung 1 vom Autor entwickelt. für kaufmännische Schulen Nr. 38 Januar

7 Landesinstitut für Schulentwicklung Dies ist die XML-Datei main.xml für die o. a. Anwendung. Folgende Elemente sind enthalten, die auch unter SWING oder AWT so ähnlich zur Verfügung stehen: LinearLayout: TextView: EditView: Button: Spinner: ListView: Layout, das sich am Fenster orientiert. In SWING wurde immer mit einem absoluten Layout gearbeitet ( null ) Label zur Beschriftung der Oberfläche Textfeld zur Ein- und Ausgabe von Werten Button zum Auslösen von Ereignissen Drop-Down-Liste zur gebundenen Auswahl von Werten (hier: Fach) Listenelement zur Ausgabe einer Liste von Werten Mit diesen Elementen lassen sich bereits die meisten Anwendungen realisieren. Zu beachten ist, dass noch keine Ereignisse (Listener) definiert sind, die z. B. beim Drücken auf einen Button ausgelöst werden. Diese werden in JAVA implementiert. In Java wird zunächst die Klasse Note mit Settern und Gettern erstellt: package de.pnotenrechner.act; public class Note String fach; String datum; double note; public String getfach() return fach; public void setfach(string fach) this.fach = fach; public String getdatum() return datum; public void setdatum(string datum) this.datum = datum; public double getnote() return note; 7 für kaufmännische Schulen Nr. 38 Januar 2012

8 public void setnote(double note) this.note = note; Anschließend muss die JAVA-Klasse, die die Applogik enthält, programmiert werden. Alle Apps basieren auf der Android-Klasse Activity : public class anotenrechner extends Activity super.oncreate(savedinstancestate); setcontentview(r.layout.main); usw. Dabei stellt setcontentview den Bezug zur XML-GUI main.xml her. Innerhalb dieser Klasse sind jetzt die einzelnen Ereignisse anzugeben. Begonnen wird mit oncreate (ähnlich initialize() bei Swing). Zunächst wird die Verknüpfung zum XML-Layout hergestellt, d. h. die XML Elemente werden eigenen analogen JAVA-Elementen zugeordnet, z.b. TextView tfausgabe = (TextView)this.findViewById(R.id.Ausgabe); ordnet die XML-Textview Ausgabe der JAVA-TextView tfausgabe mit Casting zu. Dies geschieht für alle Oberflächenelemente. Für die komplexeren Elemente spinner und ListView müssen zusätzliche Adapter angegeben werden, die den Zeilencursor festlegen: Spinner fach = (Spinner) findviewbyid(r.id.spinnerfach); String[] items = new String[] "Informatik", "Mathe", "Deutsch"; adapter = new ArrayAdapter<String>(this,android.R.layout.simple_spinner_item, items); adapter.setdropdownviewresource(android.r.layout.simple_spinner_dropdown_item); fach.setadapter(adapter); ListView ausgabeliste= (ListView)findViewById(R.id.lvNotenliste); listenadapter = new ArrayAdapter<String>(this,android.R.layout.simple_list_item_1); ausgabeliste.setadapter(listenadapter); Die Schülerinnen und Schüler müssen dabei den Befehlssatz nicht auswendig lernen, da Eclipse immer alle möglichen JAVA-Elemente nach Eingabe eines Punktes anbietet. Als nächstes sind innerhalb oncreate die Ereignisse für die Buttons (Listener) zu erstellen, z. B. für das Erfassen der eingegebenen Note im ArrayList notenliste : nclicklistener lberfassen=new OnClickListener() public void onclick(view arg0) einenote=new Note(); einenote.setfach(fach.getselecteditem().tostring()); einenote.setdatum(tfdatum.gettext().tostring()); für kaufmännische Schulen Nr. 38 Januar

9 Landesinstitut für Schulentwicklung einenote.setnote(double.parsedouble(tfnote.gettext().tostring())); notenliste.add(einenote); ; berfassen.setonclicklistener(lberfassen); Oder für die Anzeige der eingegebenen Werte in der ListView: OnClickListener lbanzeigen=new OnClickListener() public void onclick(view arg0) tfausgabe.settext(""); listenadapter.clear(); for (int i=0;i<notenliste.size();i++) einenote=new Note(); einenote=notenliste.get(i); listenadapter.add(einenote.getfach()+"/"+einenote.getdatum()+ "/"+Double.toString(eineNote.getNote())); tfausgabe.append(einenote.getfach()); ; banzeigen.setonclicklistener(lbanzeigen); Auch hier ist die Vorgehensweise ähnlich einer Swing-Oberfläche, in der auch ein Cursor zur zeilenweisen Ausgabe definiert werden muss. Etwas aufwendiger ist die Berechnung des aktuellen Mittelwertes je Fach. Dabei werden zunächst je Fach schleifengesteuert (for) und über Verzweigungen (if) die Notensummen (z. B. summemathe) ermittelt und die Anzahl der Noten festgehalten (z. B. anzahlmathe). Danach werden die Durchschnitte (z. B. standmathe) berechnet und in einem Toast ausgegeben. Ein Toast ist ein kleines Fenster, das zeitgesteuert aufblendet und Zeichen anzeigt. Es wird auch gern für Fehlermeldungen verwendet: Context context=getapplicationcontext(); Toast toast=toast.maketext(context,"stand Mathe: "+Double.toString(standMathe)+"\n" +"Stand Informatik:"+Double.toString(standInformatik)+"\n" +"Stand Deutsch:"+Double.toString(standDeutsch)+"\n",40); \n sorgt für die Zeilenschaltung. Hier der vollständige Listener: OnClickListener lbstandanzeigen=new OnClickListener() public void onclick(view arg0) double summemathe=0; double summedeutsch=0; double summeinformatik=0; 9 für kaufmännische Schulen Nr. 38 Januar 2012

10 int anzahlmathe=0; int anzahldeutsch=0; int anzahlinformatik=0; for (int zaehler=0;zaehler<notenliste.size();zaehler++) if (notenliste.get(zaehler).getfach().equals("mathe")) summemathe=summemathe+notenliste.get(zaehler).getnote(); anzahlmathe=anzahlmathe+1; if (notenliste.get(zaehler).getfach().equals("informatik")) summeinformatik=summeinformatik+notenliste.get(zaehler).getnote(); anzahlinformatik=anzahlinformatik+1; if (notenliste.get(zaehler).getfach().equals("deutsch")) summedeutsch=summedeutsch+notenliste.get(zaehler).getnote(); anzahldeutsch=anzahldeutsch+1; double standmathe=summemathe/anzahlmathe; double standinformatik=summeinformatik/anzahlinformatik; double standdeutsch=summedeutsch/anzahldeutsch; Context context=getapplicationcontext(); Toast toast=toast.maketext(context,"stand Mathe:"+Double.toString(standMathe) +"\n" +"Stand Informatik:"+Double.toString(standInformatik) +"\n" +"Stand Deutsch:"+Double.toString(standDeutsch)+"\n",40); ; bstandanzeigen.setonclicklistener(lbstandanzeigen); Man muss nun noch entscheiden, welche Elemente global bzw. lokal definiert werden müssen. Den vollständigen Code als AndroidEclipse-Projekte finden Sie unter Die Anwendung lässt sich jetzt mit dem im Android-Plugin enthaltenen Handy-Emulator testen (siehe Abb. 2): Abbildung 2 vom Autor entwickelt. für kaufmännische Schulen Nr. 38 Januar

11 Landesinstitut für Schulentwicklung Ist ein Smartphone via USB angeschlossen, erfolgt der Test direkt auf diesem Gerät wobei auch noch die App dauerhaft gespeichert wird. Selbstverständlich ist es auch möglich, die erfassten Daten der Anwendung via Streaming z.b. auf der SDKarte des Telefons zu speichern. Auch hier sind die Analogien zur Swing-Programmierung hoch. Der Button für das Speichern könnte dann so aussehen: OnClickListener lbspeichern=new OnClickListener() public void onclick(view arg0) try FileOutputStream datei=new FileOutputStream("/sdcard/noten.dat"); ObjectOutputStream schreibstream=new ObjectOutputStream(datei); schreibstream.writeobject(notenliste); Context context=getapplicationcontext(); Toast toast=toast.maketext(context,"speichern erfolgreich",20); catch ( Exception e ) Context context=getapplicationcontext(); Toast toast=toast.maketext(context,"speichern fehlgeschlagen: " +e,20); ; bspeichern.setonclicklistener(lbspeichern); Datenbankanbindung mit SQLite Android beinhaltet auch eine einfache Datenbank, SQLite. Diese kann mit den bekannten SQL-Befehlen gestaltet und ausgewertet werden. Da die Datenbank in die Android-Bibliotheken integriert ist, kann auf eine gesonderte Klasse, die über einen Treiber die Verbindung (Connection) zum RDBMS aufbaut, verzichtet werden. In einem Einstiegsbeispiel wird die einfache Tabelle Noten in der Datenbank NotenDB verwendet. Als Attribute werden NotenNr, Fach, Datum (alle VarChar) und Note (Double) verwendet. Das folgende Beispiel stellt schon die Endfassung der App dar. Selbstverständlich werden im Unterricht einzelne Stufen behandelt, die im Schwierigkeitsgrad ansteigen. Im Sinne eines Mehrschichtenmodells enthält die Anwendung folgende Klassen: - main.xml beschreibt das Layout in einem XML-File. - adbtest.java für die Programmlogik und die Verbindung zum Layout - dbzugriff.java enthält die für den Datenbankzugriff notwenigen Methoden - Note.java ist die Fachklasse für die Note 11 für kaufmännische Schulen Nr. 38 Januar 2012

12 Das Programm ist so aufgebaut, dass die Datenbankabfragen von Buttons in adbtest.java ausgelöst und an dbzugriff.java übergeben werden, die Resultate in ARRAYs von Objekten gespeichert und an adbtest.java wieder zurückgegeben werden: Abbildung 3: Beispiel für das Suchen einer Note (vom Autor entwickelt). Definition von Datenbank und Tabelle public void dberstellen(context context) try String path = "/sdcard/notendb.db"; notendb = SQLiteDatabase.openOrCreateDatabase(path, null); notendb.execsql("create TABLE IF NOT EXISTS Noten" + " (notennr integer PRIMARY KEY, " + "fach varchar(20), datum varchar(10), note double);"); notendb.close(); catch (Exception ex) context.getapplicationcontext(); für kaufmännische Schulen Nr. 38 Januar

13 Landesinstitut für Schulentwicklung Toast toast=toast.maketext(context,"create failed: "+ex,100); Erläuterungen: - Mit openorcreatedatabase wird die Datenbank geöffnet bzw. auf der SD-Karte erstellt, wenn nicht vorhanden - Mit notendb.execsql("<sql Befehl>"); wird ein beliebiger SQL-Befehl abgesetzt, hier zum Anlagen der Tabelle - notendb.close(); schließt die Datenbank Einfügen, Ändern und Löschen von Werten public void satzeinfuegen(context context,string sfach,string sdatum,string snote) try String path = "/sdcard/notendb.db"; notendb = SQLiteDatabase.openOrCreateDatabase(path, null); Cursor zeilen=notendb.rawquery("select max(notennr) from noten",null); zeilen.movetofirst(); int notennr=zeilen.getint(0)+1; String note1="insert into noten(notennr,fach,datum,note) " + " values ("+notennr+",'"+sfach+"','"+sdatum+"',"+snote+");"; notendb.execsql(note1); notendb.close(); catch ( Exception e ) context.getapplicationcontext(); Toast toast=toast.maketext(context,"insert fehlgeschlagen: "+e,50); Erläuterungen: - Mit dem SELECT MAX -Befehl wird die höchste bereits vergebene Notennummer bestimmt, um dann um, eins erhöht, in notennr abgespeichert zu werden. - Zusammen mit den übernommenen Funktionsparametern String sfach, String sdatum, String snote wird ein SELECT-Befehlsstring gebildet und mit execsql abgesetzt. - notendb.close(); schließt die Datenbank Analog gestaltet sich das Vorgehen bei UPDATE und DELETE, sodass aus Platzgründen hierauf nicht ausführlicher eingegangen wird. 13 für kaufmännische Schulen Nr. 38 Januar 2012

14 Suchen von einzelnen Sätzen mit SELECT public Note suchnote(context context, String pfach, String pdatum) try einenote=new Note(); String path = "/sdcard/notendb.db"; notendb = SQLiteDatabase.openOrCreateDatabase(path, null); Cursor zeilen= notendb.rawquery("select notennr,fach,datum,note " + "from noten " + "where fach='"+pfach+"' and datum='"+pdatum+"';", null); zeilen.movetofirst(); einenote.setfach(zeilen.getstring(1)); einenote.setdatum(zeilen.getstring(2)); einenote.setnote(zeilen.getdouble(3)); notendb.close(); catch ( Exception e ) context.getapplicationcontext(); Toast toast=toast.maketext(context,"anzeigen fehlgeschlagen: "+e,150); return einenote; Erläuterungen: - Zusammen mit dem übernommenen Funktionsparametern String pfach, String pdatum wird ein SELECT-Befehlsstring gebildet und mit rawquery abgesetzt. Das Ergebnis wird dem Cursor zeilen zugeordnet. - Da dieser nur aus einer Ergebniszeile besteht, wird diese mit zeilen.movefirst() angesteuert. - Anschließend werden die Attribute an ein Notenobjekt übergeben. - notendb.close(); schließt die Datenbank - Mit return einenote; wird das Notenobjekt an adbtest zurückgegeben. Rückgabe einer Notenliste an die Anwendung public ArrayList <Note> notenliste(context context) try notenliste=new ArrayList<Note>(); String path = "/sdcard/notendb.db"; notendb = SQLiteDatabase.openOrCreateDatabase(path, null); Cursor zeilen= notendb.rawquery("select notennr,fach,datum,note from noten;", null); zeilen.movetofirst(); für kaufmännische Schulen Nr. 38 Januar

15 Landesinstitut für Schulentwicklung for (int i=0;i<zeilen.getcount();i++) Note ausgabenote=new Note(); String sfach=zeilen.getstring(1); String sdatum=zeilen.getstring(2); double dnote=zeilen.getdouble(3); ausgabenote.setfach(sfach); ausgabenote.setdatum(sdatum); ausgabenote.setnote(dnote); notenliste.add(ausgabenote); zeilen.movetonext(); notendb.close(); catch ( Exception e ) context.getapplicationcontext(); Toast toast=toast.maketext(context,"anzeigen fehlgeschlagen: "+e,150); return notenliste; Erläuterungen: - Es wird ein SELECT-Befehlsstring gebildet und mit rawquery abgesetzt. Das Ergebnis wird dem Cursor zeilen zugeordnet. - Da dieser aus vielen Ergebniszeilen besteht, wird er mit einer FOR-Schleife ausgewertet und mit jedem Durchlauf wird aus den Ergebniszeilen ein Objekt gebildet, das in einem ArrayList vom Typ <Note> gespeichert wird. - notendb.close(); schließt die Datenbank - Mit return notenliste; werden die im ArrayList enthaltenen Notenobjekte an adbtest zurückgegeben. Fazit Die Code-Ausschnitte des kleinen Beispiels sollten gezeigt haben, dass die Ähnlichkeiten zwischen Swing- und ANDROID- Konzept bei der JAVA-Programmierung hoch sind. Damit ist es einfach möglich, für die entsprechenden Lehrplaneinheiten, die Projekte der Handreichungen durch ANDROID-Lehrbeispiele zu ersetzen. Bei entsprechender Nachfrage sollen auch Handreichungen mit einfachen bis anspruchsvollen Beispielen erstellt sowie regionale Fortbildungen angeboten werden. 15 für kaufmännische Schulen Nr. 38 Januar 2012

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