Überblick. Zuteilung: Nationale Allokationspläne Preisbildung Windfall Profits Änderungen ab Europäischer Emissionshandel

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1 Vorlesung 5: EUETS 1/20 Überblick 1 Europäischer Emissionshandel Zuteilung: Nationale Allokationspläne Preisbildung Windfall Profits Änderungen ab Emissionshandel in der Schweiz 3 Schlussfolgerungen

2 Vorlesung 5: EUETS 2/20 Handelbare Emissionsrechte Der Staat gibt eine feste Zahl von Emissionsrechten aus. Jedes Unternehmen, welches emittieren will, muss für seine Emissionen Emissionsrechte besitzen. Die Emissionsrechte werden gehandelt, d.h. Unternehmen, die zu viel Emissionsrechte besitzen, verkaufen diese an Unternehmen, die zu wenig besitzen. Damit stellt sich ein Preis für die Emissionsrechte ein. Die Anfangszuteilung kann im Grandfathering-System oder in einer Auktion erfolgen.

3 Vorlesung 5: EUETS 3/20 Emissionshandel: Prinzip Für jede emittierte Einheit eines Schadstoffs muss der Emittent ein Emissionsrecht vorweisen. Die Gesamtmenge an Emissionsrechten entspricht den gewünschten Gesamtemissionen der regulierten Sektoren. Die Emissionsrechte werden frei vergeben oder über eine Auktion verteilt. Die Emissionsrechte können zwischen den Unternehmen gehandelt werden. Bei diesem Handel bildet sich ein Gleichgewichtspreis.

4 Vorlesung 5: EUETS 4/20 Europäischer Emissionshandel Eingeführt 01/2005 Handelsperioden: Länder sind erfasst (EU+Norwegen+Liechtenstein+Island+Kroatien) Emissionsrechte: 1.9 Mrd. t CO 2 (2016) Preis für 1 t CO 2 : 4.71 C (Spotmarkt, )

5 Vorlesung 5: EUETS 5/20 EU ETS in Weitgehend freie Vergabe von Emissionsrechten (EUA). Die Zuteilung auf die Länder erfolgt gemäss dem burden sharing agreement, welches die Kyoto-Verpflichtung (-8%) der EU auf die Mitgliedsländer aufteilt. Die Zuteilung innerhalb der Länder auf Branchen und Unternehmen erfolgt mittels Nationalen Allokationsplänen (NAP). Die Zuteilungen für die Handelsperioden sind weitgehend getrennt, d.h. es gibt i.d.r. kein banking (zwischen Handelsperioden) von Emissionsrechten.

6 Vorlesung 5: EUETS 6/20 NAP: Bsp. BRD Ansatz: : Grandfathering mit Basisperiode (Phase I), 97,09% Erfüllungsfaktor (insgesamt 510 Mio t/a CO 2 ) : Grandfathering mit Basisperiode und Erfüllungsfaktor 98,75%, für Energiewirtschaft: Benchmarking, höheres Reduktionsziel : Freie Vergabe : Verkauf von Emissionsrechten im Umfang von 40 Mio t/a, sonst freie Vergabe Reserve für Neuanlagen und Zuteilungsfehler ( : 23 Mio t/a)

7 Vorlesung 5: EUETS 7/20 Preisbildung Quelle: European Environment Agency (2016)

8 Vorlesung 5: EUETS 8/20 Probleme in Preis für Emissionsrechte sehr niedrig. Hohe Preisvolatilität. Zuteilung über NAPs: Anreiz zu viele Emissionsrechte zu vergeben. Keine zentrale Handelsplattform.

9 Vorlesung 5: EUETS 9/20 Problem Windfall Profits Die Regulierung mit handelbaren Emissionsrechten erhöht die Grenzkosten der Produktion und damit den Preis für das produzierte Gut mehr Produktion bedeutet mehr Emissionen weniger Emissionsrechte können verkauft werden oder zusätzliche Emissionsrechte müssen erworben werden gilt dies für alle Produzenten, steigt der Preis auf dem Absatzmarkt Dies gilt auch dann, wenn die Emissionsrechte kostenlos zugeteilt wurden. Bei kostenlos zugeteilten Emissionsrechten kann somit ein Gewinn für die regulierten Unternehmen entstehen.

10 Vorlesung 5: EUETS 10/20 Innovationsanreize Für emissionsverringernde Innovationen und Investitionen liegen im Kontext des Emissionshandels folgende Anreize vor 1 Weniger Emissionen weniger Emissionsrechte müssen gehalten werden mehr Gewinn aus dem Handel mit Emissionsrechten 2 Bei Auktionen: Weniger Emissionsrechte müssen erworben werden 3 Die Diffusion neuer Technologien reduziert die Nachfrage nach Emissionsrechten und damit deren Preis Punkt 1 wird bei strategischer Berücksichtigung der Diffusion abgeschwächt, Punkt 2 verstärkt Insgesamt bewirken versteigerte Emissionsrechte einen grösseren Anreiz zu Innovation und Investition als frei vergebene.

11 Vorlesung 5: EUETS 11/20 Innovationsanreize Die Volatilität des Preises für Emissionsrechte und die Unsicherheit bzgl. zukünftiger Zuteilungen verringern aber den Anreiz zu emissionsmindernden Investitionen. Grandfathering mit dynamischer Basisperiode verringert ebenfalls Investitionsanreize.

12 Vorlesung 5: EUETS Quelle: European Environment Agency (2016) 12/20

13 Vorlesung 5: EUETS 13/ Quelle: European Environment Agency (2016)

14 Vorlesung 5: EUETS 14/ Quelle: European Environment Agency (2016)

15 Quelle: European Environment Agency (2016) Vorlesung 5: EUETS 15/20

16 Vorlesung 5: EUETS 16/20 EU ETS EU-weites Gesamtziel mit Reduktionspfad (1.74% p.a.) Mind. 40% der Emissionsrechte werden ab 2013 versteigert Differenzierung nach Anfälligkeit für Carbon Leakage (Benchmarking; 100% Zuteilung der so bestimmten Emissionen in gefährdeten Sektoren, 80% (2013)- 30% (2020) Zuteilung in den übrigen Sektoren) Beschränkung der Anrechenbarkeit von nicht-eu Emissionsreduktionen (auf 50% der Gesamtreduktion in der EU) Opt-out Regel für kleine Emittenden Einbeziehung Flugverkehr

17 Vorlesung 5: EUETS 17/20 Probleme in Hoher Überschuss (2 Mia EUA in 2013) durch: Anrechnung int. Emissionsrechte (CER), Überträge aus Phase 2, geringes Wachstum in einigen EU Ländern Massnahmen: Backloading

18 Vorlesung 5: EUETS 18/20 Stabilitätsreserve Quelle: European Environment Agency (2016)

19 Vorlesung 5: EUETS 19/20 Emissionshandel in der Schweiz In der Schweiz ist der Emissionshandel verpflichtend für grosse Emittenten (Gesamtwärmeleistung 20 MW) Mittlere Emittenten können sich freiwillig beteiligen (ab Gesamtwärmeleistung 10 MW) Zur Zeit 55 Unternehmen beteiligt (Bsp.: BASF, Flughafen ZH, Fernwärme IWB, Holcim, Hofmann-La Roche)

20 Vorlesung 5: EUETS 20/20 Emissionshandel in der Schweiz Cap sinkt um 1.74% p.a. Zuteilung erfolgt auf Basis eines Benchmarkings (durchschn. effizienteste 10% in EU mit ähnlichem Produkt) Dabei Berücksichtigung von Carbon Leakage (kostenlose Zuteilung von 100% des Benchmarks bei Carbon Leakage Gefahr, sonst nur 80% (2013) - 30% (2020)). Da die Bottom-Up Bestimmung der Zuteilung über Benchmarks zu hohe Emissionen ergibt, Korrektur über einen für alle gleichen Faktor (z.b % in 2014).

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