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1 Stark ICH+ICH Ich bin seit Wochen unterwegs Und trinke zu viel und Wein Meine ist verödet Meinen Spiegel schlag ich kurz und klein Ich bin nicht der, der ich sein will Und will nicht sein, wer ich bin Mein Leben ist das Schau mal genauer hin Ich bin tierisch eifersüchtig Und zu Frauen Und wenn es ernst wird Bin ich noch immer Ich frage gerade dich: Macht das alles einen? Mein Leben ist ein Chaos Schau mal genauer hin Und du glaubst, ich bin stark Und ich kenn den Weg Du bildest dir ein Ich weiß, wie alles geht Du denkst, ich hab alles im Griff Und kontrollier, was geschieht Aber ich steh nur hier oben Und sing mein Lied Ich bin dauernd auf der Und weiß nicht mehr, wonach Ich zieh nächtelang durch Immer der, der am lautesten Niemand sieht mir an Wie, ich wirklich bin Ist alles nur Fassade Schau mal genauer hin Und du glaubst, ich bin stark Und ich kenn den Weg Du bildest dir ein Ich weiß, wie alles geht Oh, du denkst, ich hab alles im Griff Und kontrollier, was geschieht Aber ich steh nur hier oben Und sing mein Lied Ich steh nur hier oben Und sing mein Lied Stell dich mit mir in die Oder geh mit mir ein kleines Ich zeig dir meine Für einen Augenblick Ich frage mich genau wie du: Wo ist hier der Sinn? Mein Leben ist ein Chaos Schau mal genauer hin Und du glaubst, ich bin stark Und ich kenn den Weg Du bildest dir ein Ich weiß, wie alles geht Oh, du denkst, ich hab alles im Griff Und kontrollier, was geschieht Aber ich steh nur hier oben Und sing mein Lied Ich steh nur hier oben Und sing mein Lied

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22 an Maj: Meine Großmutter hat Taymour und mich letzte Nacht erwischt. Riesenchaos.

23 Frage: Gehen oder bleiben?

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25 Liebe mich! Liebe mich!

26 Der letzte Tag. Habe auf der asiatischen Seite Schuhe gekauft. Die Schnürsenkel sind schon beim Anprobieren gerissen, und der Schuhmacher meinte lächelnd, ich wäre wohl ein ziemlich zorniger Mann. Ich wollte ihm sagen, dass es dafür ja auch viele Gründe gibt, aber dann dachte ich an dich. Wie kann ich zornig sein, wenn ich dich habe? Draußen fiel starker Regen. Ich sah aus dem Ladenfenster, wie eine Möwe herabschoss und nach einer Katze schnappte, die vor der Tür saß. Sie flog davon mit einem Fellbüschel im Schnabel. Ich schreibe diese Zeilen auf der Fähre. Regen rinnt über die Scheiben, Boote steuern über die bewegte See, neben mir sitzt ein alter Mann und liest Zeitung. für Rasa Basaar 8 al-sharqiyeh

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28 verkauft

29 Der Morgen beginnt mit Scham. Das ist nichts Neues. Wer weiß, was Teta mitbekommen hat.

30 An jedem anderen Morgen hätte die Stimme meiner Großmutter meine Träume durchschnitten. An jedem anderen Morgen wäre Doris bei ihr.

31 Heute Morgen ist alles anders. Heute muss ich gegen Dämonen ankämpfen, die mächtiger sind als bloße Trägheit.

32 Ich habe bei Teta eine Grenze überschritten. Mein Handy klingelt. Wo zum Teufel steckst du?

33 Basma, es tut mir leid Ich lege das Handy hin und greife nach den Zigaretten.

34 Und ich dachte, du nimmst Drogen. Mir wäre nie in den Sinn gekommen Ich war nicht bereit, das Reich der Träume zu verlassen.

35 Ich setzte mich auf. Doris hat mir eine Tasse mit Instantkaffee neben das Bett gestellt. Mach die Tür auf. Mach sofort die Tür auf.

36 Was brachte sie bloß dazu, durchs Schlüsselloch zu schauen? Ich kann das nicht wegwerfen. Ich kann uns nicht wegwerfen.

37 Mit ihrem schlimmen Knie kann Teta nicht auf einen Stuhl steigen, um an das Fach heranzukommen. Ich ziehe ein altes T-Shirt, irgendeine Hose und ein

38 Paar Socken aus dem Kleiderhaufen auf dem Boden an. Im Haus ist alles still.

39 Ich gucke durchs Schlüsselloch. Ich kann mein Bett mitten im Zimmer ganz deutlich sehen, als wäre es ein Tatort.

40 Teta konnte von hier aus alles sehen. Nein. Ich kann nicht mehr darüber nachdenken.

41 Doris macht den Abwasch. Sie muss die Schreie letzte Nacht gehört haben. Guten Morgen, Sir.

42 Danke für den Kaffee. Sie verrät nichts. Sie muss es wissen.

43 Sind Haushälterinnen denn nicht immer die Hüterinnen sämtlicher Familiengeheimnisse?

44 Ich gehe durchs Wohnzimmer, vorbei an den Porträts und Fotos meines Vaters. Nein, ich liebte meinen Vater.

45 In unserem Haus hängen keine Fotos meiner Mutter. Wo ist deine Großmutter? Die schläft noch.

46 So kenne ich sie gar nicht. Ist sie krank? Nein, nur müde.

47 Dieser Teil der Stadt kann leicht Kopfschmerzen verursachen. Wir sind in diese Gegend gezogen, da war ich dreizehn.

48 Ich setze mich auf Tetas Stuhl und zünde mir noch eine Zigarette an. Sie trinkt eine Tasse türkischen Kaffee und raucht zwei Zigaretten.

49 Währenddessen begrüßt sie die Nachbarn, die gerade aufstehen. Sie beobachtet ihr Kommen und Gehen, lauscht ihren Gesprächen.

50 Wann bringt Rasa dir eigentlich ein nettes Mädchen nach Hause? Kommt der Kerl wenigstens aus einer guten Familie?

51 Ihr werdet es nicht glauben, aber ich habe ihn gestern Abend mit jemandem auf seinem Zimmer erwischt.

52 Er hatte einen Mann bei sich. Hast du heute Morgen schon Teta gesehen?

53 Noch auf Zimmer. Ich nehme einen Schluck und schalte zu den Acht- Uhr-Nachrichten im Fernsehen.

54 Ihr könnt jetzt nach Hause kommen! Wir brauchen eure Hilfe beim Wiederaufbau!

55 Na, schau dir die an! Trägt einen Hidschab, verschmiert sich aber das halbe Gesicht mit Lippenstift. Sie sieht aus wie eine Katze, die ihre eigenen Jungen gefressen hat.

56 Terroristen

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