Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung.

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1 Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung Hessen-IT NEWS Breitbandgipfel in Hessen CeBIT 2010: Hessen-IT Firmengemeinschaftsstand mit rundum positiver Bilanz Kleine Programme mit großen Vorteilen: Apps für Smartphones IT-Kongress zum 100. Geburtstag von Konrad Zuse martin hahn - Fotolia.com Kongress Strategien in Bewegung intelligente Mobilitäts technologien Das Silicon Valley Europas startet durch Hessen IT

2 Liebe Leserinnen und Leser, Nach einem schwierigen Wirtschaftsjahr 2009 hat 2010 für Hessen gut begonnen. Der Sieg des hessischen Softwareclusters im Spitzenclusterwettbewerb des Bundesforschungsministeriums hat die Bedeutung und die Attraktivität des IKT-Standortes Hessen demonstriert. Eine durchweg gelungene CeBIT 2010 hat uns optimistisch in das Jahr starten lassen. Viele Kontakte und fruchtbare Gespräche die Aussteller auf dem Firmengemeinschaftsstand sind hochzufrieden wieder nach Hessen zurückgekehrt. Hannover war auch für die hessische IKT-Branche für kurze Zeit der Nabel der Welt. Wie die IT Behördenverfahren optimieren und vereinfachen kann, zeigt der zum Jahreswechsel eingerichtete Einheitliche Ansprechpartner für Selbständige, Unternehmer und Freiberufler. Mit der Umsetzung dieser EU-Richtlinie haben wir die Startbedingungen für Unternehmen in Hessen noch weiter verbessert. Damit alle Bürger und Unternehmen solche zentralen Verfahren nutzen können, ist ein schneller und zuverlässiger Internetzugang unerlässlich. In Hessen gibt es aber noch immer Gebiete, die nicht ausreichend mit schnellem Internet versorgt sind. Das behindert die wirtschaftliche Entwicklung und hemmt die gesellschaftliche Teilhabe der dort lebenden Bürger. Immer mehr Internetanwendungen sei es E-Govern - ment, elektronisches Lernen oder soziale Netzwerke sind ohne Breitband nicht möglich. Hier gilt es, zügig Abhilfe zu schaffen. Ein Meilenstein wird der Hessische Breitbandgipfel im Juni in Frankfurt sein. Dort werden wir unsere aktuelle Breitbandstrategie vorstellen. Ziel ist es, gemeinsam mit Partnern den Ausbau der Versorgung weiter zu beschleunigen. Dass seine Erfindung die Gesellschaft so vollständig durchdringen würde, hätte Konrad Zuse wohl nicht für möglich gehalten. Zum 100. Geburtstag des hessischen Computerpioniers richtet die Staatskanzlei gemeinsam mit Hessen-IT den Kongress Zuse 2.0 Hessen Standort der Ideen aus, zu dem ich Sie, ebenso wie zu unserem Breitbandgipfel, herzlich einladen möchte. Dieter Posch Hessischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung INHALT 1 Kurz informiert / News 2 CeBIT 2010: Hessen-IT Firmen gemein - schaftsstand mit rundum positiver Bilanz 4 IT-Kongress zum 100. Geburtstag des hessischen Computerpioniers Konrad Zuse 5 Kongress Strategien in Bewegung intelligente Mobilitätstechnologien 6 Breitband in Hessen 7 Neue Datenschutz-Standardklauseln für Kettenauslagerung und Cloud Computing 8 Kleine Programme mit großen Vorteilen: Applikationen für Smartphones 10 Integrierte Lösungen für Web und Archiv 11 CeBIT 2010: E-Government, Verwaltungs - modernisierung und Hochschulen 12 Das Silicon Valley Europas startet durch 14 Termine Impressum Herausgeber Aktionslinie Hessen-IT Wolf-Martin Ahrend HA Hessen Agentur GmbH Abraham-Lincoln-Straße Wiesbaden Druck Werbedruck GmbH Horst Schreckhase Dörnbach 22, Spangenberg Auflage: Exemplare Gestaltung WerbeAtelier Theißen, Lohfelden Leitung und Koordination Hessen-IT Gabriele Gottschalk Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung Redaktion Hessen-IT NEWS Mirco Sander HA Hessen Agentur GmbH Abraham-Lincoln-Straße Wiesbaden Telefon , Fax Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, die Genauigkeit und die Vollständigkeit der Angaben sowie für die Beachtung privater Rechte Dritter. Die in der Veröffentlichung geäußerten Ansichten und Meinungen müssen nicht mit der Meinung des Herausgebers übereinstimmen.

3 Kurz informiert / News 3. bis 7. Mai 2010 Rheingoldhalle, Mainz JAX 2010 Die Konferenz für Java, Enterprise Architekturen & SOA Das Java Magazin präsentiert vom 3. bis 7. Mai 2010 in der Rheingoldhalle Mainz mit der JAX eine der führenden Java-Konferenzen Europas. Enterprise- Architekturen, Agilität und SOA stehen als Top- Themen im Vordergrund. Auf die Teilnehmer warten insgesamt über 150 Vorträge, Special Days und Workshops. Mehr als 100 Speaker und Vordenker der Software-Industrie stehen dem Publikum im Laufe der Woche für Fragen und Dialoge zur Verfügung. Umrahmt wird die JAX 2010 durch mehrere Workshops am Montag und Freitag vor beziehungsweise nach den Hauptkonferenztagen. In den ganztägigen Workshops können Teilnehmer ihr Know-how in den Themen Java EE, Scala, Groovy, Spring und vielen mehr vertiefen. Parallel zur JAX 2010 finden in diesem Jahr zum ersten Mal die Business Technology Days statt. Die Teilnehmer der JAX können kostenlos am Programm der Business Technology Days teilnehmen. Im Fokus der Business Technology Days, die sich insbesondere an Architekten, IT-Leiter und Projektmanager richten, stehen Business- und Managementaspekte von Enterprise-Architekturen, SOA, BPM und Cloud Computing. Alle Informationen zu den Konferenzen: und Einheitlicher Ansprechpartner Hessen gut gestartet Hunderte von Anmeldungen auf der Dienstleistungsplattform des Landes Hessen (www.eah.hessen.de) Dutzende von vorbereiteten und laufenden Anträgen und rund 20 bereits komplett bis zur Genehmigung abgeschlossene Verfahren das ist die erste Quartalsbilanz des Einheitlichen Ansprech partners Hessen, der neuen Servicestelle für Online-Anträge. Seit dem Start am 28. Dezember 2009 hat damit eine ganze Reihe von Selbständigen, Unternehmern und Freiberuflern die Chance genutzt, die zur Gründung eines Gewerbes erforderlichen Genehmigungsverfahren online und im Kontakt mit nur einer einzigen Servicestelle zu stellen. Anträge aus Polen und Ungarn fanden sich ebenso unter den ersten Verfahren wie solche von Inländern, die hier erstmals oder erneut eine gewerbliche Existenz gründen. Der Erfolg des Verfahrens spricht für sich, stellt der Leiter des Einführungsprojekts Einheitlicher Ans prechpartner in Hessen, Jörg Kremer, zufrieden fest. Das hessische Konzept, die Anträge bei einer zentralen Servicestelle entgegenzunehmen und elektronisch den für die Genehmigung zuständigen Stellen bei Kommunen und Kammern zur Bearbeitung zu übersenden, werde von den Gewerbegründern gut angenommen. Neue Hessen-IT-Veröffentlichung: Notleidende Projekte Eine Hilfestellung für IT-Projekte in sieben Akten Leider werden immer wieder ambitionierte Projekte nicht zu dem Ergebnis geführt, welches sich die Initiatoren gewünscht haben. Projekte kosten zusätzliche Ressourcen oder werden ganz abgebrochen. Hätten die Projektleiter ein strukturiertes Projektmanagement angewendet, hätte wirtschaftlicher Schaden womöglich vermieden werden können. Der Hessen-IT Leitfaden Notleidende Projekte Eine Hilfestellung für IT-Projekte in sieben Akten stellt die wichtigsten Grundregeln des Projektmanagements anwenderorientiert zur Ver - fügung. Die Inhalte beschäftigen sich mit Themen wie Projektplanung, Projektmeeting, Statusberichte, Projektrisiken und Projektreviews. Die Autoren sind Teilnehmer des Arbeitskreises Forum Hessen-IT. Band 64 Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung Notleidende Projekte Eine Hilfestellung für IT-Projekte in sieben Akten Hessen IT Download und Bestellmöglichkeit unter. Hessen-IT NEWS

4 CeBIT 2010 Hessen-IT Firmengemeinschaftsstand mit rundum positiver Bilanz Gut gelaunt auf dem Hessen-IT Stand: Uwe Seeler Hessen-IT kann eine rundum positive Bilanz für den Firmengemeinschaftsstand auf der internationalen Leitmesse der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) ziehen. Denn die Aktionslinie durfte mit 18 hessischen Unternehmen so viele Mitaussteller am Stand begrüßen, wie noch nie zuvor in der über zehnjährigen Geschichte des Gemeinschaftsstandes. Die Mitaussteller waren mehr als zufrieden mit ihrem diesjährigen CeBIT-Auftritt viele von ihnen gingen mit vollen Auftragsbüchern nach Hause. Wir sind zufrieden, wenn unsere Mitaussteller mit dem Messestand und den Ergebnissen zufrieden sind, so Standleiter Wolfram Koch von der HA Hessen Agentur GmbH, die den Firmengemeinschaftsstand organisierte. Die vielen Gespräche am Stand und die zahlreichen hieraus resultierenden Aufträge in diesem Jahr zeigen uns, dass sich die CeBIT-Teilnahme für die meisten unserer Mitaussteller ausgezahlt hat. Dass einer unserer Mitaussteller bei einem Auftrag sogar einen Gobal Player hinter sich lassen konnte, rundet das Ganze noch ab und bestärkt uns in unseren Bemühungen, kleinen und mittleren hessischen Software- und IT-Unternehmen eine passende Plattform zu bieten, sich kostengünstig und professionell auf der CeBIT zu präsentieren, so Koch abschließend. Das vom Land Hessen geförderte und bewährte Full-Service-Standkonzept wird jedes Jahr weiter optimiert. Dass der Hessen-IT Firmengemeinschaftsstand auf der CeBIT in seinem dreizehnten Jahr nichts von seiner enormen Bedeutung für kleine und mittlere Unternehmen aus Hessen verloren hat, verdankt er unter anderem den zahlreichen Besuchen von Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. So haben in diesem Jahr Uwe Seeler, Ehrenspielführer der Deutschen Fußballnationalmannschaft, Wolfgang Rolff, Ex-Fußballnationalspieler und Co-Trainer bei Werder Bremen, der Hessische Wirtschaftsstaatssekretär Steffen Saebisch, der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Mark Weinmeister, Dr. Christean Wagner, CDU-Fraktionsvorsitzer im Hessischen Landtag sowie eine Abordnung der SPD- Fraktion im Hessischen Landtag den Gemeinschaftsstand besucht. Ihnen bot sich wie allen Besuchern ein attraktives und vielfältiges Veranstaltungsprogramm. Die präsentierten Themen umfassten dabei neben den klassischen IT-Themen Schwerpunkttage zu E-Health & Ambient Mobility, IT-Netzwerke & Unternehmensportale, Green-IT & Geoinformationssysteme, Film, Medien & Games und einen Mittelstandstag. Wolfgang Rolff bei einer telemedizinischen Untersuchung 2 Hessen-IT NEWS

5 INNOVATIONSPREIS-IT am Stand verliehen Zudem wurde am 5. März am Stand die Sonderauszeichnung 7. INNOVATIONSPREIS-IT für die innovativsten Lösungen aus Hessen im Rahmen der Initiative Mittelstand verliehen. Die Preisverleihung nahm der Hessische Wirtschaftsstaatssekretär Steffen Saebisch vor. Zum Landessieger Hessen 2010 wurde das Unternehmen CN-Consult GmbH aus Mittenaar im Lahn- Dill-Kreis gekürt. CN-Consult ist ein IT-Beratungsunternehmen, das sich im Bereich Transport & Logistik, insbesondere Schienenverkehr, spezialisiert hat. Ausgezeichnet wurde CN-Consult für das Innovationsprodukt DiLoc Rail, eine internetbasierte Software für alle mittelständischen Eisenbahnverkehrsunternehmen im Personen- und Güterverkehr, die eine wirtschaftliche Zuglokalisierung und effiziente Disposition benötigen. Außerdem gehörten zu den nominierten Unternehmen in der Kategorie Landessieger die hessischen Unternehmen INTRAPREND Gesellschaft für Intranet Anwendungsentwicklung mbh aus Wiesbaden mit dem Produkt cierp3 Management with a smile und die Firma Insignio GmbH aus Kassel (Insignio WEB2 CRM 2.0), die bereits den ersten Platz in der Kategorie CRM des INNOVATIONSPREIS-IT gewonnen hatte. Zum Thema E-Health, einem der diesjährigen Schwer - punktthemen von Hessen-IT, stellte sich erneut die Universität Gießen mit ihrem virtuellen Messe-Hospital vor. Renommierte Mediziner erwarteten die Messebesucher, um neueste Errungenschaften in der Telemedizin zu präsentieren. Dabei standen in diesem Jahr die Chancen und Risiken für den Patienten durch vernetzte IT und Medizintechnik sowie das Thema Teleradiologisches Netzwerk für Kinder und Jugendliche im Vordergrund. Damit die CeBIT-Besucher in unterhaltsamer Art und Weise etwas über das Land Hessen erfahren konnten, bot das messetäglich stattfindende Hessen-Quiz die Möglichkeit, einen der vielen interessanten Preise zu gewinnen. Beim gut besuchten Standfest am KMU-Abend wurde bis zur CeBIT- Sperrstunde ausgelassen gefeiert und getanzt. Die CeBIT selbst endete 2010, relativ betrachtet, mit einem leichten Zuwachs bei den Besucherzahlen. Insgesamt wurden an den fünf Veranstaltungstagen Besucher auf dem Messegelände in Hannover begrüßt, ein Plus von Besuchern (Dienstag bis Samstag). Der Anteil der professionellen Besucher blieb dabei mit mehr als 80 Prozent stabil. Staatssekretär Mark Weinmeister Staatssekretär Steffen Saebisch mit Ausstellern Kontakt: Wolfram Koch, Hessen-IT Schwerpunkte: Breitband und E- / M-Commerce c/o HA Hessen Agentur GmbH Telefon , Fax Hessen-IT auf der CeBIT 2011 Hessen-IT plant, auch 2011 wieder an der CeBIT teil zu neh men und den Firmengemeinschaftsstand der Aktionslinie hessischen IT-Unternehmen anzubieten für eine CeBIT-Teilnahme zu äußerst attraktiven Konditionen, inklusive einer umfassenden Betreuung und eines weit reichenden Leis tungs angebots (voraussichtlich wieder in Halle 2). Auf der Internetseite finden Sie unter der Rubrik Firmengemeinschaftsstand weitere Informationen hierzu. Kontakt: Christoph Hahn, Hessen-IT Schwerpunkt: E-Health c/o HA Hessen Agentur GmbH Telefon , Fax Hessen-IT NEWS

6 Landesregierung veranstaltet IT-Kongress zum 100. Geburtstag des hessischen Computerpioniers Konrad Zuse Der Chef der Hessischen Staatskanzlei Stefan Grüttner und der Hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch haben einen Kongress der Landesregierung Hessen im Dialog: Zuse 2.0 Hessen Standort der Ideen zu Chancen und Erwartungen an Informationstechnologien angekündigt. Anlass ist der 100. Geburtstag des Hünfelder Computerpioniers Konrad Zuse, der nicht nur den weltweit ersten Computer erfand und auch konstruierte, sondern im jetzigen Haunetal-Neukirchen zwischen Hünfeld und Bad Hersfeld die weltweit erste kommerzielle Computerproduktion aufbaute. Er hat die Computerentwicklung in Deutschland ganz erheblich beeinflusst, die Datenverarbeitung in die Universitäten und wissenschaftlichen Institute eingeführt und damit ein wichtiges Stück des Weges in die digitale Zukunft bereitet. Wir freuen uns, diesem Visionär aus Hessen einen Kongress widmen zu können, und laden alle IT-Interessierten herzlich ein, erklärte Grüttner in Wiesbaden. Der öffentliche Kongress der Landesregierung am 26. Mai 2010 im Wiesbadener Kurhaus thematisiert neben der Historie zum Visionär Zuse vor allem den aktuellen Stand, die Problematiken und Zukunftschancen technischer Entwicklungen und deren Einfluss auf das alltägliche Leben. Die digitale Welt wird mehr und mehr zu einem bestimmenden Wirtschaftsfaktor. Das gilt insbesondere für Hessen, das mit IT-Unternehmen heute der europäische Spitzenstandort für Software und Telekommunikation ist, erklärte Posch und verwies auf den kongressbegleitenden Marktplatz IT, der von Hessen-IT organisiert wird. Der Marktplatz bietet einen umfassenden Überblick über Forschung und innovative Produkte made in Hessen sowie Gelegenheit zu informativen Gesprächen mit Branchenexperten. Zugleich werden wir aber auch die Herausforderungen, die mit dieser technologischen Kraft einhergehen, betrachten und die Themen Datensicherheit und Medienkompetenz breit diskutieren, so Posch. Der Hessische Ministerpräsident Roland Koch wird am Morgen den ganztägigen Zuse-Kongress eröffnen. Nach einem Grußwort von Prof. Dr. Horst Zuse, dem Sohn des Computerpioniers, folgt ein Vortrag des Leiters des Frauenhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik, Prof. Dr. Matthias Jarke, der einen Überblick über hochaktuelle Technologien geben und beleuchten wird, wie viel Zuse noch in der heutigen Technik steckt. Ihm schließt sich Prof. Dr. Arnold Picot von der Ludwig-Maximilian-Universität in München an, der die gesellschaftlichen und kulturellen Auswirkungen aus einem philosophischen Blickwinkel betrachten wird. Der Hessische Wirtschaftsminister Posch schließt das Plenum des Vormittags ab. Nach einer Mittagspause teilt sich das Plenum in sieben Foren, in denen Themen wie E-Health, Intelligente Netze, Unterhaltungs-Hightech oder Facebook & Co genauer beleuchtet und diskutiert werden. Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher, Leiter des Mathematikums in Gießen, wird den Kongress mit einem visionären Blick in die Zukunft der Informations- und Kommunikationstechnologie abrunden. Die Veranstaltung wird von Georg Schnurer moderiert, dem stellvertretenden Chefredakteur des c t Magazin für Computertechnik. Zum öffentlichen Kongress lädt die Landesregierung sowohl Fachleute aus der IT-Branche als auch Schülerinnen und Schüler, Studierende und interessierte Bürgerinnen und Bürger ein. Somit richtet sich die Veranstaltung an alle, die sich in Vorträgen oder den Foren rund um das Thema Informations- und Kommunikationstechnologie, von Datensicherheit bis hin zur Me - dienkompetenz, informieren möchten. Der Marktplatz IT findet das Vortragsprogramm begleitend statt. Die Teilnahme am Kongress ist kostenfrei. Ausführliche Informationen zum Kongress und die Möglichkeit der Online- Anmeldung finden sich auf der Kongress-Website Alle Neuigkeiten rund um den Kongress, Wissenswertes über den Visionär Zuse und Diskussionen zu den Themen des Kongresses sind auch über Twitter erhältlich: Kontakt: Christian Flory, Hessen-IT Projektleiter Bereich Online-Markt c/o HA Hessen Agentur GmbH Telefon , Fax Hessen-IT NEWS

7 Strategien in Bewegung intelligente Mobilitätstechnologien Mit Informations- und Kommunikationstechnologien den Weg freimachen für intelligente Mobilität Kongress Strategien in Bewegung Internationales Forum für intelligente Mobilitätstechnologien, Messe Frankfurt, 22. April 2010, Die Entwicklung von Maßnahmen für moderne Stauprävention, optimales Verkehrsmanagement, Vernetzung der Verkehrsträger und intelligente Leit- und Informationssysteme sollen künftig Mobilität und Erreichbarkeit sichern und weiter verbessern. Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) tragen wesentlich zu Innovationen in der Verkehrsbranche bei. Fahrzeuge kommunizieren untereinander und tauschen Informationen beispielsweise über die aktuelle Verkehrslage aus. Individuelle auf den Verkehrsteilnehmer zugeschnittene Informationen wie etwa zum ÖPNV oder zum aktuell verfügbaren Parkraum ermöglichen eine optimale, ressourcenschonende Ausnutzung der Verkehrsmittel und -wege. Fahrerassistenzsysteme leiten den Fahrer sicher zu seinem Ziel und unterstützen ihn im gefahrlosen Manövrieren durch den Verkehr. Erreicht wird dies durch die Kommunikation der Fahrzeuge sowohl untereinander als auch mit der Verkehrsinfrastruktur. Eine Vielzahl von Daten der Fahrzeuge, Verkehrsteilnehmer und aus der Umwelt wird gesammelt, aufgearbeitet und weitergeleitet. In der Verkehrszentrale Hessen, eine der leistungsstärksten in Europa, laufen die Daten zusammen. Diese konsolidierten Daten werden dem Verkehrsteilnehmer als Informationen sowie für die Fahrzeugsteuerung zur Verfügung gestellt. Dazu gehören zum Beispiel Reise- und Routeninformationen inklusive Angaben zur Verkehrslage, aber auch sicherheitsrelevante Informationen über den Straßenzustand sowie Hindernisse und Gefährdungen entlang des Weges. Darüber hinaus ermöglichen die Verknüpfung von fahrzeugeigenen Daten wie etwa dem Fahrzeugzustand und der -position mit Informationen über die umgebende Infrastruktur sowie die Anbindung des Fahrzeugs an das Internet die Entwicklung neuer Services. In Zukunftsszenarien werden die gesammelten Informationen beispielsweise genutzt, um die Fahrzeugsteuerung in Gefahrensituationen regulierend und autonom durch intelligente Systeme zu übernehmen beziehungsweise automatisch Reaktionen auszulösen. Ein erster Schritt ist das automatische Auslösen des elektronischen Notrufs (E-Call). Doch intelligente Mobilität bezieht sich nicht nur auf den Straßenverkehr und die Themen Verkehrssicherheit und Komfort. Auch im Bereich des Schienen- und Luftverkehrs werden innovative IKT-basierte intelligente vernetzte Systeme kontinuierlich weiterentwickelt. Sie sorgen für eine Steigerung der Sicherheit sowie für eine Entlastung und optimale Ausnutzung sowohl der Verkehrswege als auch der Verkehrsträger. Erst durch die Vernetzung der Verkehrsträger werden die logistische Kette und die dahinter liegenden Prozesse effizient und ressourcenschonend gestaltet. Intelligente Mobilität bedarf eines intelligenten Verkehrsmanagements Gestützt durch den Einsatz moderner IKT und die Entwicklung neuer Sensortechnologien stehen für das Verkehrsmanagement eine Vielzahl von Daten und Informationen verkehrsträgerübergreifend zur Verfügung, um die Verkehrsströme zu erfassen und zu steuern. Mit der Richtlinie zur Einführung intelligenter Verkehrssysteme hat die EU den Mitgliedsstaaten europaweit die Verpflichtung auferlegt, die Entwicklung und den Einsatz entsprechender Systeme zu koordinieren. Mit der Initiative Staufreies Hessen 2015 sind unter maßgeblicher Beteiligung des Hessischen Landesamts für Straßen- und Verkehrswesen schon viele innovative Ideen auf den Weg gebracht, und ein Blick in die Zukunft verspricht noch weitere spannende Lösungen. Diese sollen im Rahmen des Kongresses Strategien in Bewegung Inter - nationales Forum für intelligente Mobilitätstechnologien einem interessierten Publikum eröffnet werden. Der Kongress am 22. April 2010 greift wichtige und zukunfts - weisende Entwicklungen rund um Zukunftstechnologien, Verkehrsmanagement und Mobilitätsdienste auf und beleuchtet intermodale Verkehrs- und Logistikkonzepte sowie Fragestellungen im Bereich der Car 2 Car- und Car 2 Infrastructure-Communication. Kontakt: Heike Koch, Hessen-IT Schwerpunkt: Neue Technologien c/o HA Hessen Agentur GmbH Telefon , Fax Hessen-IT NEWS

8 Breitband in Hessen Mehr Breitband für Hessen auf der CeBIT 2010 Mehr Breitband für Hessen Hessen IT Eine Initiative der Hessischen Landesregierung Breitbandgipfel Hessen am 16. Juni 2010 In den vergangenen Monaten, insbesondere im Rahmen der Landtagsanhörung am 14. Januar 2010 im Hessischen Landtag, ist deutlich geworden, dass der von Politik und Wirtschaft geforderte flächendeckende Breitbandausbau nur erfolgen kann, wenn alle Verantwortlichen gemeinsam die dafür notwendigen Rahmenbedingungen schaffen. Um den Breitbandausbau in Hessen weiter zu be - schleunigen, richtet die Aktionslinie Hessen-IT für das Land den Breitbandgipfel Hessen 2010 aus. Auf der landesweiten Veranstaltung unter Beteiligung des Hessischen Wirtschaftsministers Dieter Posch und des Wirtschaftsstaatssekretärs Steffen Saebisch werden Kooperationsmöglichkeiten dargestellt und Synergien zwischen Akteuren beleuchtet. Ebenso werden im Rahmen der Veranstaltung die aktuellen Herausforderungen des Breitbandausbaus zur Sprache kommen. Ein Ausstellungsbereich ermöglicht die Kontaktaufnahme mit Anbietern von schnellen Internetzugängen. Breitband anbietende Unternehmen und Organisationen, die den Breitbandausbau in ihrer Region koordinieren, haben die Möglichkeit, als Aussteller an der Veranstaltung teilzunehmen. Breitbandgipfel, 16. Juni 2010 Steigenberger Airport Hotel, Frankfurt am Main Bereits jetzt haben viele breitbandanbietende Unternehmen und Kooperationspartnern ihr Kommen zugesagt. Sofern Sie als anbietendes Unternehmen oder aktiver Partner ebenfalls die Möglichkeit nutzen wollen, sich oder Ihre Aktivitäten im Bereich Breitbandausbau auf dem Breitbandgipfel zu präsentieren, sprechen Sie bitte bis zum 30. April 2010 Wolfram Koch von der Geschäftsstelle Breitband an (siehe rechts). Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Verfügbarkeit einer leistungsstarken Breitband - infrastruktur ist Voraussetzung für die Nutzung moderner Internetdienste wie zum Beispiel E-Government, E-Health, E-Learning oder für den Austausch von hohen Datenmengen zwischen Unternehmen. Wie kann die dafür notwendige flächendeckende Breitbandversorgung in die Regionen gebracht werden? Eines der Topthemen auf der diesjährigen CeBIT war der schnelle Internetzugang. Das Bundeswirtschaftsministerium, der Bundesverband Infor ma tions - wirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.v. Bitkom und Anbieter unterschiedlicher Breitbandtechnologien präsentierten sich in der Broadband World in Halle 13 auf über 2000 Quadratmetern. Auch Hessen war mit einem Länderarbeitsplatz und seinen regionalen Breitbandberatern vor Ort, um kommunale Vertreter, Bürger und Unternehmen zu diesem wichtigen Thema zu informieren und zu beraten. Staatssekretär Steffen Saebisch (rechts) vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung im Gespräch mit der regionalen Breitbandberaterin für Nordhessen Corinna Schrader (links) am Länder arbeitsplatz in der Broadband World auf der CeBIT. Die große Nachfrage nach Informationen zu Anbietern und Fördermöglichkeiten zeigte, dass in vielen hessischen Landkreisen die Breitbandversorgung als ein sehr wichtiges Thema eingestuft wird. Jetzt werden die Vorbereitungen zu einer flächendeckenden Grundversorgung getroffen. Unterstützung erhalten die Landkreise dabei auch nach der CeBIT durch die regionalen Breitbandberater und die Geschäftsstelle Breitband. Auf Wunsch wird die Erstberatung vor Ort durchgeführt. Kontakt: Wolfram Koch, Hessen-IT Schwerpunkte: Breitband und E- / M-Commerce c/o HA Hessen Agentur GmbH Telefon , Fax Hessen-IT NEWS

9 Neue Datenschutz-Standardklauseln regeln Kettenauslagerung und Cloud Computing Die Auslagerung von IT-Prozessen oder sonstige Outsourcings, bei denen personenbezogene Daten betroffen sind, an Dienstleister außerhalb der EU unterliegen hohen datenschutzrechtlichen Anforderungen. Die am weitesten verbreitete Möglichkeit, diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist die Nutzung sogenannter EU-Standardvertragsklauseln. Das sind Muster für Auftragsdatenverarbeitungsverträge, bei deren Benutzung eine Auslagerung zu Auftragnehmern außerhalb der EU datenschutzrechtlich zulässig ist. Die bisherigen EU-Standardvertragsklauseln haben nur unzureichend Kettenauslagerungen erfasst, bei denen der Auftragnehmer wiederum einen Unterauftragnehmer beauftragt. Diese Problematik besteht beim Cloud Computing regelmäßig, wenn Rechner verschiedener juristischer Personen benutzt werden (selbst wenn die Gesellschaften zum gleichen Konzern gehören). Während in der Vergangenheit viele Datenschutzbehörden so auch die deutschen die unpraktikable Auffassung vertreten haben, dass in solchen Fällen Verträge zwischen dem Auftraggeber und allen Unterauftragnehmern nötig seien, hat die EU nun neue Standardvertragsklauseln verabschiedet (Einfache Suche unter nach: K ). Diese ermöglichen ausdrücklich die Kettenauslagerung und verlangen nicht mehr zwingend direkte Verträge mit den Unterauftragnehmern. Sie stellen zudem klare Anforderungen an Kettenauslagerungen und damit an Cloud Computing. Was bedeutet das für Anbieter und Kunden? Für Anbieter ergeben sich aus den neuen Standardvertragsklauseln folgende Bedingungen: a Kettenauslagerungen und Cloud Computing sind datenschutzrechtlich möglich. a Notwendig sind datenschutzrechtskonforme Verträge sowohl mit den Kunden als auch mit den Unterauftragnehmern selbst mit eigenen Tochtergesellschaften! a Die Anbieter haften für ihre Unterauftragnehmer. a Es ist ein höchstmögliches Maß an Transparenz und Klarheit über die Nutzung und soweit in der Wolke möglich den Aufenthalt der Daten zu gewährleisten. Für die Kunden bedeuten die neuen Bestimmungen: a Eine Auslagerung außerhalb der EU ist nun mit weniger Aufwand möglich. Insbesondere beim Cloud Computing erspart sich der Kunde eine Vielzahl von Verträgen und damit verbundenen Mühen. a Der Schutz des Kunden ist eindeutiger geregelt. Der Anbieter trägt die volle Verantwortung für die Sub-Unternehmer und muss sicherstellen, dass diese die strengen EU-Daten schutz regeln einhalten. a Ferner hat der Anbieter in den Verträgen mit dem Sub-Unternehmer zu vereinbaren, dass der Kunde aus diesen Verträgen als Dritt-Begüns- tigter einen direkten Anspruch gegen den Sub- Unternehmer auf Einhaltung der vertraglichen Datenschutzverpflichtungen hat. Für alle Parteien gilt, dass ab dem 15. Mai 2010 nur noch die neuen Standardvertragsklauseln der EU zulässig sind. Bestehende Auslagerungen müssen vertraglich nicht angepasst werden, es sei denn, der Umfang der Auslagerung ändert sich. Dann müssen die neuen Verträge benutzt werden. Unberührt von den Änderungen bleiben Weitere Informationen etwaige zusätzliche zu den neuen Standardvertragsklauseln finden Anforderungen nach nationalem Recht. So Sie hier: 2231/ StandardContractClauses_02.10.pdf erfordert etwa das deutsche Datenschutzrecht eine besonders genaue Beschreibung der Auslagerung in der individuell auszufüllenden Anlage zu den Standardvertragsklauseln, Dr. Fabian Niemann ist die zwischen Kunde und Anbieter zu schließen sind. Rechtsanwalt und Partner Gerade beim Cloud Computing (Stichworte: Wo sind die Daten? Wer hat Kontrolle über die Daten? etc.) ist dies nicht ganz unproblematisch und erfordert im Bereich IT, Outsourcing und Datenschutz im Frankfurter Büro der inter - nationalen, auf die Beratung von Anbietern und besondere Sorgfalt. Die große Erleichterung liegt aber darin, dass nun zum einen ein klarer rechtlicher Kunden im Technologieumfeld Rahmen existiert und zum anderen keine Verträge mehr mit den (gegebenenfalls) zahlreichen Sub- spezialisierten Kanzlei Bird & Bird. Unternehmern notwendig sind. Dr. Fabian Niemann Bird & Bird LLP Taunusanlage Frankfurt am Main Telefon Hessen-IT NEWS

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