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1 news ,20 MS SQL Server Filestream Performante Speicherung von umfangreichen Dokumenten, Musik- oder Video-Dateien S. 28 Google Web Toolkit Internationalisierung Multilinguale Web-Anwendungen S. 10 Management von IT-Unternehmensarchitekturen S. 38 Spring 3.0: Der Frühling geht weiter Neuerungen des ersten Releases S. 31 Failover und Load Balancing Vorteile der Oracle RAC 10g Architektur S. 34

2 Die beste Plattform zum Erfahrungsaustausch der Oracle-Anwender Wissen in mehr als 300 Fachvorträgen Diskussion mit dem Oracle- Management Networking mit zahlreichen Oracle-Partnern Brandaktuell Inside Oracle Database 11g R2 Erfolgreich durch die Oracle-Community Ask XY Sessions mit namhaften Keynotespeakern Schulungstag am mit renommierten Schulungspartnern Infos und Anmeldung unter Oracle-Themenspektrum in 18 parallelen Tracks DOAG 2009 Konferenz + Ausstellung im CongressCenter Nürnberg CCN Ost

3 Editorial Ausbildung Paderborn, September 2009 Die aktuelle Wirtschaftskrise lässt sicher viele Schlüsse zu. Eines können die meisten unserer Leser jedoch für sich ableiten. Der Arbeitsmarkt ist nicht so stark eingebrochen, wie das von manchen Auguren befürchtet wurde. Da hat sicher das verlängerte Kurzarbeitsgeld zu beigetragen, aber auch die Tatsache, dass es schwierig ist, wenn die Wirtschaft wieder anzieht, gut ausgebildete Fachkräfte, die man vorher entlassen hat, schnell wieder einzustellen. Die Betonung liegt auf gut ausgebildet. Und diese Tatsache gilt branchenübergreifend. Wer also wie auch immer (durch den Arbeitgeber oder durch Eigeninitiative) auf eine gute Ausbildung setzt, hat in der Regel einen sicheren Arbeitsplatz oder findet bei Verlust schnell einen neuen. ORDIX ist nunmehr im zwanzigsten Jahr seines Bestehens und in dieser Zeit haben wir viele Projekte durchgeführt und viele Kunden begleitet. Eines haben wir immer wieder festgestellt: Je besser die Mitarbeiter unserer Kunden ausgebildet waren, desto motivierter waren sie und umso erfolgreicher verliefen die Projekte. Wir setzen seit der Gründung bei unseren Mitarbeitern auf eine gute Ausbildung und fördern diese ständig. In den nächsten Wochen erscheint unsere neue Seminarbroschüre. Wir erweitern unser Seminarprogramm in 2010 um einige Seminare unserer Tochtergesellschaft coniatos und bieten somit neben rein technischen Schulungen inzwischen auch viele Themen an, die die bisherige, vorwiegend technische Ausrichtung unserer Seminare hervorragend ergänzen. Wie ernst wir das Thema Wissensbildung nehmen, zeigen wir auch seit Jahren schon mit der ORDIX News. Bei einigen Gesprächen, die ich mit Bewerbern, Kunden und Kollegen führe, entsteht manchmal der Eindruck, dass wir ein Verlagshaus sind. Nein sind wir nicht, aber auch am Beispiel unserer Zeitung sehen Sie, dass wir den Begriff Ausbildung sehr weit fassen und als offenes System- und Softwarehaus unsere Leser mit unseren Artikeln auf neue und modernere Technologien aufmerksam machen und ihnen dadurch einen Einstieg in andere Themengebiete ermöglichen. Das ist nur eine unserer Ausbildungsleistungen der letzten 15 Jahre. In dieser Zeit haben wir mit der ORDIX News ca. 3 bis 3,5 Millionen Euro in die Ausbildung unserer Leser investiert. Für sie war das kostenlos. Aus unserer Sicht Zeit für Sie, jetzt auch selbst zu investieren. Denn eines ist klar, um einen uralten Slogan der Optikerbranche zu verwenden: Gute Ausbildung nützt, gute Ausbildung schützt. Wie eingangs erwähnt. Deshalb werfen Sie einen Blick in unsere neue Seminarbroschüre und wenn Sie keine bekommen, es gibt sie als Download auf unseren Webseiten und natürlich können Sie die Broschüre auch gerne bei uns bestellen. Was lernen Sie in dieser Ausgabe: Erstmalig beschäftigen wir uns mit Google-Technologien. Sie lesen etwas zum Management von Datenbankobjekten aus Java (Hibernate) und PHP-Anwendungen heraus und zur Zeit eines der spannendsten Themen neues zur Virtualisierung unter Linux. Daneben wie immer einige Projektberichte und interessante Neuigkeiten rund um die Datenbanken (MS SQL/Oracle). In der Hoffnung, dass Sie in den Sommerwochen Kraft und Energie tanken konnten, sich nicht durch Wahlkampfgezetere, Wirtschaftskrise und Opelkrampf mürbe machen lassen, wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen Wolfgang Kögler PS: Lassen Sie sich nicht von Wirtschaftsprognosen in die Irre führen. Volkswirte sind keine Hellseher und viele von Ihnen sind nur schlechte Interpreten der Vergangenheit. Kaum gibt es mal gute Nachrichten, schon sehen die Prognosen ganz anders aus. Schlimmer als Meteorologen. ORDIX News 3/2009 3

4 Inhalt Google Web Toolkit Internationalisierung Seite 10 MS SQL Server Filestream Seite 28 Java/JEE 10 Google Web Toolkit Internationalisierung Vergleich und Bewertung verschiedener Internationalisierungsstrategien anhand eines Beispielprojektes. 31 Spring 3.0: Der Frühling geht in die Verlängerung! Neben einer kurzen Einführung in die neuen Features von Spring 3.0 wird auf die Verwendung der SpEL (Spring Expression Language) eingegangen. 48 Performance-Tests mit Hibernate (Teil III): Lazy und Eager Loading ein guter Cache lädt nicht mehr als er muss Mit Hilfe von Lazy und Eager Loading können in Hibernate nur die Objekte in den Cache geladen werden, die auch wirklich gebraucht werden. Open Source 14 PHP Data Objects - Datenbankabstraktion mit PHP Grundlagen der Programmierung mit der objektorientierten und flexiblen Datenbankschnittstelle, die Anwendung unabhängig von der anzubindenden Datenbanken macht. Datenbanken 6 Oracle Enterprise Manager Grid Control (Teil VII): Zeitgesteuerte Jobverwaltung und Berichterstellung Oracle liefert mit der Steuerung und dem Monitoring von Jobs und einer Sammlung von konfigurierten Berichten ein mächtiges Werkzeug. 20 Crystal Reports - Standard Reporting mit HTML und dynamischem SQL unter Oracle Einblick in die Funktionen der Jobverwaltung und Berichterstellung im Oracle Enterprise Manager. 28 MS SQL Server 2008 New Features (Teil III): FILESTREAM - Eine performante Speicherung umfangreicher Binärdaten Mit der neuen Funktion FILESTREAM können vom SQL Server verwaltete Binärdaten auch außerhalb der Datenbankdateien im Dateisystem gespeichert werden. 34 Oracle Real Application Cluster (RAC) 10g (Teil IV): Failover und Load Balancing Erst spezielle client- und serverseitige Konfigurationen hinsichtlich Failover und Loadbalancing eröffnen die vollen Möglichkeiten der RAC-Technologie bezogen auf Verfügbarkeit und Skalierbarkeit. 44 Projektbericht: Erstellung eine Standard Oracle Umgebung (SOU) Mittels einer Standard Oracle Umgebung konnten bei einem unserer Kunden die Oracle Installationen standardisiert und teilweise automatisiert werden. 4 ORDIX News 3/2009

5 Inhalt Spring Der Frühling geht in die Verlängerung Seite 31 Management von IT-Unternehmensarchitekturen Seite 38 Aktuell 18 Larry Ratlos und sein Excel-/Datenbank Problem (Teil II) 23 ORDIX Open und Mini ORDIX Open 2009 Ein Rückblick auf das weltgrößte Schnellschachturnier in Mainz 24 DOAG Konferenz und Schulungstag 2009 ORDIX und coniatos ein starkes Gespann IT-Strategie 38 IT-Management (Teil II) Der Blick auf das Ganze : Management von IT-Unternehmensarchitekturen Konzepte und Prozesse im Enterprise Architecture Management Standards 03 Editorial 04 Inhalt 05 Impressum 26 Seminarübersicht: September 2009 bis Februar 2010 Impressum Herausgeber: ORDIX AG Aktiengesellschaft für Software ent wick lung, Beratung, Schulung und Systemintegration, Paderborn Redaktion: Jens Pothmann, Stefanie Heither-Bürger V.i.S.d.P.: Benedikt Georgi, Wolfgang Kögler Anschrift der Redaktion: ORDIX AG Westernmauer Paderborn Tel.: Fax: Gestaltung/Layout: Jens Pothmann, Stefanie Heither-Bürger Auflage: Druck: Media-Print Informationstechnologie GmbH, Paderborn Bildnachweis: aboutpixel.de/revolution der Musik, istockphoto/helping hands, coniatos AG/Matthias Heinl, aboutpixel.de/offene Hand getready, aboutpixel.de/extra dry DJ Joe, chesstigers Autoren dieser Ausgabe: Karsten Fiedler, Julian Gärtner, Klaus Garstecki, Marius Dorlöchter, Matthias Heinl, Stefanie Heither-Bürger, Andreas Jordan, Alexander Keil, Lars Hendrik Korte, Wolfgang Kögler, Jens Pothmann, Thomas Rohde Copyright: ORDIX AG. Alle Rechte, auch die der Übersetzung, des Nachdrucks und der Vervielfältigung der Artikel oder von Teilen daraus, bleiben uns vorbehalten. Kein Teil der Artikel darf ohne unsere schriftliche Genehmigung in irgendeiner Form reproduziert, insbesondere unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, verbreitet, vervielfältigt oder zu öffentlichen Wiedergaben benutzt werden. Haftung: Eine Haftung für die Richtigkeit der Veröffentlichungen kann trotz sorgfältiger Prüfung durch die Redaktion vom Herausgeber nicht übernommen werden. Warenzeichen: Einige der aufgeführten Bezeichnungen sind eingetragene Warenzeichen ihrer jeweiligen Inhaber. ORDIX ist registrierte Marke der ORDIX AG. Die Zeitschrift ORDIX News wird von der ORDIX AG an ausgewählte Kunden verteilt und kann für 2,20 Euro bestellt werden. Sie finden sowohl die neueste Ausgabe als auch ältere Ausgaben im Archiv der ORDIX News im Internet unter: Schauen Sie mal rein! Der Kontakt zu unseren Lesern ist uns sehr wichtig. Für An re gungen, Kritik und Anmerkungen zu den Themen, aber auch für interessante Ideen sind wir immer offen und dankbar. Wir freuen uns auf Ihr Feedback an ORDIX News 3/2009 5

6 Datenbanken Oracle Enterprise Manager Grid Control (Teil VII) Zeitgesteuerte Jobverwaltung und Berichterstellung in Grid Control Dieser Artikel wendet sich an Datenbankadministratoren, die ihre Jobsteuerung der Ziele mit dem Oracle EM Grid Control standardisiert verwalten möchten. Während sich der sechste Teil dieser Reihe [1] mit der Standardisierung der Überwachung unter Verwendung des Oracle Enterprise Managers Grid Control beschäftigte, richtet sich das Augenmerk in diesem Artikel auf die Vereinheitlichung der Jobverwaltung und des Berichtswesens für bestimmte Zielgruppen. Allgemeines Oracle liefert mit der Steuerung und dem Monitoring von Jobs sowie mit einer Sammlung von bereits zur Ausführung konfigurierten Berichten ein mächtiges Werkzeug. Die Funktionen stehen mit der Installation und Einrichtung des Enterprise Managers, kostenlos zur Verfügung. Die Ausführung von Jobs und die Erstellung von Berichten kann sofort, zu einem späteren Zeitpunkt sowie zeitgesteuert wiederholt gestartet werden. Die Übersichtsseiten der Jobs und Berichte erreicht man von jeder Seite im EM Grid Control aus über den entsprechenden Reiter oder die Links am Ende jeder Seite. Jobs Die Startseite der Jobs (siehe Abbildung 1) enthält eine Liste von Routinen, die mit den Eingabefeldern nach Status und Name gefiltert werden können. Einzelne Jobs lassen sich über diese Liste zentral verwalten. Sie ist ein erster Überwachungsansatz für das Job- Monitoring. Die Vielseitigkeit dieses Werkzeugs, ergibt sich jedoch durch die Fülle an Routinen, die einem zur Verfügung gestellt werden. Für alle zur Überwachung stehenden Ziele im EM Grid Control können administrative Job-Routinen erstellt und überwacht werden. Erstellte Jobs können in der Job Library abgelegt und später (manuell oder zeitgesteuert) gestartet oder bearbeitet werden. Von der Job-Übersichtsseite (siehe Abbildung 1) können folgende Routinen erstellt werden: Agenten Patch Betriebssystembefehl Instanzen hoch- bzw. herunterfahren Konfiguration der Sicherheitspolicy Log Rotation Oracle Patch Update Refresh from Metalink RMAN-Skript SQL-Skript Statspack löschen Multi-Task-Job In der Praxis werden am häufigsten SQL- Skripte, Multi-Task-Jobs und RMAN-Jobs verwendet. Generierung von Jobs Die Definition von Jobs ist fast bei allen Routinen identisch. Bei der Job-Auswahl ist darauf zu achten, dass die Anwendung bestimmter Job-Typen auf die Zielgruppen beschränkt ist, auf der sie ausgeführt werden können. Um einen Job zu definieren, wird auf der Übersichtsseite der Typ aus der Dropdown-Liste selektiert und auf weiter geklickt. Die Defini- 6 ORDIX News 3/2009

7 Datenbanken tionsübersicht ist in folgende fünf Schritte untergliedert: Allgemein Parameter ID-Daten Ausführungsplan Zugriff Je nach Job-Typ müssen nicht immer alle Reiter ausgefüllt werden. In diesen Reitern erscheint der Hinweis, dass der Job dann hier keine Eingaben erfordert. Abb. 1: Die Job-Übersichtsseite des EM Grid Control mit der Filterfunktion, der Job-Erstellungsauswahl und der Job-Übersicht. Maske Allgemeines In der Maske Allgemeines wird der Job beschrieben. Um fortzufahren, ist die Vergabe eines Namens erforderlich. Die Routine sollte optional noch eine Beschreibung der Funktion erhalten. Der Zieltyp ist je nach Job-Typ nicht variabel, da man zum Beispiel den Routinentyp Datenbank hoch- bzw. herunterfahren nur auf eine Datenbankinstanz anwenden kann. Ein Job bezieht sich immer auf einen Zieltyp. Innerhalb des Zieltyps ist es jedoch möglich, mehrere Ziele hinzuzufügen. Reiter Parameter Im Reiter Parameter findet die eigentliche Spezifikation des Jobs statt. Hier können entweder einzelne Befehle oder ganze Skripte eingegeben werden. Zur Programmierung dieser Befehle oder Skripte stehen bestimmte Variablen zur Verfügung. Beim Herunter- oder Hochfahren der Instanz sind an dieser Stelle sämtliche Parameter aufgelistet, die für die Ausführung angegeben werden können, wie zum Beispiel für den Befehl shutdown die Option immediate. ID-Daten Im dritten Schritt werden die Verbindungsdaten zum Ziel angegeben. Diese Daten können schon zentral unter Voreinstellungen Bevorzugte ID-Daten für dieses Ziel hinterlegt sein [2]. Für einen Job können aber auch unter Bevorzugte ID-Daten außer Kraft setzen andere Zugangsdaten angegeben werden. Bei der Angabe der Zugangsdaten ist darauf zu achten, dass der User über ausreichend Rechte verfügt, um den Job auszuführen. Ausführungsplan Zum Terminieren der erstellten Jobs liefert der Oracle Enterprise Manager Grid Control drei Varianten. Die Routinen können zum einen einmalig, das heißt sofort nach Abschluss der Eingaben, oder später zu einer angegebenen Zeit ausgeführt werden. Zum anderen besteht aber auch die Möglichkeit, in immer wiederkehrenden Abständen die Jobs starten zu lassen. Allerdings beschränkt sich die Angabe auf ein immer gleiches Intervall, das hier angegeben werden kann. Ausführungen, wie zum Beispiel jeweils am Montag und Freitag, sind nur abzudecken, wenn man nach der Job-Erstellung nochmals in den Änderungsmodus wechselt. Reiter Zugriff Der Reiter Zugriff bietet zum einen die Möglichkeit, Grid Control Benutzern Rechte auf diesen Job zuzuordnen. Zum anderen kann eine -Benachrichtigung zu einem gewissen Status des Jobs versendet werden. Voraussetzung ist hierbei allerdings, dass der SMTP-Server unter Setup Benachrichtigungsmethoden eingestellt ist [2]. Wir empfehlen hier, nicht nur bei Problemen s zu generieren, sondern auch zum Start der Ausführung oder wenn ein Job erfolgreich abgeschlossen wurde. Sollte nur bei Problemen die generiert werden, hat man nur schwer Einblick darin, ob der Job zum angegebenen Zeitpunkt überhaupt gestartet worden ist. Gestartet wird die Ausführung des Jobs mit dem Button Weiterleiten. Den Job kann man als Vorlage in die Job Library ablegen. Sollten alle notwendigen Felder der fünf Job-Definitionsschritte ausgefüllt sein, erscheint eine Bestätigungsmeldung. ORDIX News 3/2009 7

8 Datenbanken Berichte Der Oracle Enterprise Manager liefert von Haus aus viele bereits konfigurierte Berichte, die man auf die jeweils eingestellten Ziele anwenden kann. Ein Blick auf die Berichtübersichtsseite (siehe Abbildung 2) zeigt alle zur Verfügung stehenden Berichte. Die mitgelieferten Berichte können nicht direkt bearbeitet werden. Allerdings kann man einen Bericht auswählen und unter dem Button Ähnliche erstellen den vorhandenen Bericht nach eigenen Vorlieben anpassen. Sollte hier noch jemand Informationen vermissen, ist es auch möglich einen komplett neuen Bericht zu erstellen. Abb. 2: Die Berichtübersichtsseite enthält eine Fülle von bereits mitgelieferten Berichtvorlagen. Bericht auf ein Ziel anwenden Eine vorhandene Formatvorlage auf ein Ziel anzuwenden, ist sehr einfach gehalten. Der entsprechende Link wird auf der Berichtübersichtsseite ausgewählt. Daraufhin muss ein Ziel ausgewählt werden. Bei der Zielauswahl hilft die Taschenlampe hinter dem Eingabefeld, die alle passenden Ziele auflistet. In dem erstellten Bericht (siehe Abbildung 3) kann man einen Zeitraum festlegen, den der Bericht abdecken soll. Für sämtliche Berichte steht eine Druckversion zur Verfügung. Abb. 3: Ein fertig erstellter Bericht am Beispiel der Verfügbarkeitshistorie einer Datenbankinstanz. Job-Monitoring Das Überwachen von Jobs in Grid Control ist sehr redundant ausgelegt. Es gibt viele Möglichkeiten, zu den entsprechenden Informationen zu gelangen. Einige Methoden sind schon im Laufe dieses Artikels erwähnt worden. Eine Möglichkeit ist die Versendung von s bei Statusänderungen des Jobs. Möglichkeiten in der Webkonsole findet man sowohl auf der Job-Übersichtsseite als auch auf der Startseite eines jeden Ziels (Beispiel: Ziel Datenbanken DbName). Auf der Job-Übersichtsseite kann man für die Detailinformationen auf den Link des Job-Namens klicken. Die Startseite jedes Ziels beinhaltet eine Zusammenfassung über die Job- Aktivitäten der letzten sieben Tage auf dem jeweiligen Ziel. Benutzerdefinierten Bericht erstellen Wie bereits erwähnt, können komplett neue Berichte generiert werden ( Erstellen ). Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Im allgemeinen Teil der Berichterstellung wird identisch zu den Jobs ein Berichtname und eine optionale Beschreibung ausgewählt. Unter Ziele kann der Berichtdefinition eine Zielgruppe oder ein festes Ziel zugewiesen werden. Die Angabe, des zu berücksichtigenden Zeitraums kann variabel vom Benutzer bei der Generierung angepasst werden, wenn es gewünscht ist. Die Daten, die zur Erstellung eines Berichts von Oracle ausgewertet werden, kommen ausschließlich aus der Repository-Datenbank (emrep). Daher ist es nicht möglich, flexible Reports auf Anwenderdaten aus anderen Datenbanken zu erstellen. Diese Einschränkung ist für Anwender sehr unangenehm, die bereits Reports mit dem unter Oracle 9i gängigen Management Server erstellt hatten. 8 ORDIX News 3/2009

9 Datenbanken Im Reiter Elemente wird das Layout des Berichtes generiert. Je nach Ziel stellt Oracle viele Möglichkeiten bereit. Diese reichen von einfachem, formatiertem Text, bis hin zu komplexen SQL-Abfragen, aus denen ein Diagramm generiert wird. Oracle stellt dafür ein eigenes Benutzerhandbuch zu Verfügung. Bei der Berichterstellung gibt es die Möglichkeit, unter Ausführungsplan, einen zeitgesteuerten Job einzurichten, der den Bericht per versendet und/oder eine Kopie mit einer gewissen Vorhaltzeit abspeichert. Fazit Mit dem Job Scheduler und den Berichten stellt der Enterprise Manager umfangreiche Tools zur Verfügung. Das zentrale Job-Management stellt eine Vereinfachung gegenüber dem Duplizieren von Jobs auf jedem einzelnen Rechner dar. Die Gefahr von Inkonsistenzen innerhalb der auszuführenden Skripte wird durch diese zentrale Vorgehensweise minimiert. Wir empfehlen, sich für Links [1] ORDIX News Artikel Standardisieren Sie Ihre individuelle Überwachung! [2] ORDIX News Artikel Installation und Konfiguration eine Art des Job-Scheduling zu entscheiden. Dieses verringert den Verwaltungs- und Monitoring-Aufwand. Das Berichtwesen ist für die Generierung neuer Berichte für ungeübte Benutzer ein schwieriges Werkzeug. Allerdings bleiben durch die Vielzahl an bereits bestehenden Berichten kaum Wünsche offen. Es sei denn, man möchte individuelle Berichte auf Anwenderdaten aus anderen Datenbanken erstellen. Ole Breimann Seminarempfehlung: Oracle Grid Control Informationen/Online-Anmeldung: In diesem sehr übungsintensiven Workshop lernen Sie, mit Oracle Grid Control zu arbeiten und umzugehen. Sie erhalten einen Überblick über die Oberfläche und die Installation der Agenten. Nach dem Seminar sind Sie in der Lage, Oracle Datenbanken über die GUI-Oberfläche zu verwalten und zu administrieren. Seminarinhalte Überblick über die Oberfläche Installation Grid Control Migration von OMS zu Grid Installation der Agenten unter Oracle 8i, 9i, 10g Administration Alerts Metriken Jobs Advisor Framework ADDM Vertiefung der Theorie durch praktische Übungen und Beispiele Termine in Wiesbaden in Wiesbaden in Wiesbaden Seminar-ID: DB-ORA-35 Dauer: 3 Tage Preis pro Teilnehmer: 1.290,00 (zzgl. MwSt.) Frühbucherpreis: 1.161,00 (zzgl. MwSt.) Wir führen unsere Seminare auch jederzeit an einem geeigneten Ort Ihrer Wahl durch und bringen, wenn nötig, auch das entsprechende Equipment mit. Informieren Sie sich am besten im Internet über unsere Inhouse-Seminare und die mobilen Schulungen: ORDIX News 3/2009 9

10 Java/JEE Do you understand me? Google Web Toolkit Internationalisierung Dieser Artikel richtet sich an Java-Entwickler, die das Google Web Toolkit in multilingualen Projekten einsetzen möchten. Das Framework Google Web Toolkit (GWT) unterstützt bei der Entwicklung von Rich Internet Applications für Standard-Browser. Seit dem letzten GWT-Artikel [1] hat sich GWT am Markt etabliert. Mittlerweile ist GWT eine Open Source-Lösung und seit Juli 2009 in der Version 1.7 veröffentlicht. Dieser Artikel vergleicht und bewertet verschiedene Internationalisierungsstrategien für GWT-Projekte. Des Weiteren wird die Internationalisierung eines Beispielprojektes anhand der Static String Strategie erläutert. Vorbereiten des Beispielprojektes Das Google Web Toolkit ist auf den Google- Internetseiten [2] als Download für Windows, Linux und MacOS verfügbar. Nach dem Entpacken des GWT-Archivs ist das Toolkit ohne weitere Konfiguration einsetzbar. GWT setzt lediglich eine Installation von Java 32 bit SDK Version 5 oder 6 voraus. Ein versionsspezifisches GWT-Eclipse-Plugin stellt Google zusätzlich zum Download bereit. Das Plugin erleichtert die Entwicklung unter anderem durch Wizards, Run und Debug-Funktionalitäten sowie GWT-JUnit-Support. GWT liefert seit der Version 1.6 den WebApp- Creator zur Generierung der Verzeichnis- und Projektstruktur aus, der den Funktionsumfang von applicationcreator und projectcreator älterer GWT-Versionen in einem Werkzeug abdeckt. Für die Internationalisierung verwenden wir das GWT Web Application Starter Projekt GreetingService, das durch den Aufruf des WebAppCreators (siehe Abbildung 1) in den Ordner ONewsProjekt generiert wird. Der letzte Übergabeparameter bestimmt den Modulnamen und die Paketstruktur. In diesem Fall ist das angegebene Paket de.ordix und der Modulname ONews. Das generierte Projekt kann direkt in Eclipse importiert werden. Bei installiertem Google-Eclipse-Plugin sollte der Entwickler die GWT-Funktionen in den Projekt-Eigenschaften aktivieren (siehe Abbildung 2). Auswahl der Internationalisierungsstrategie GWT unterstützt die Internationalisierung einer Applikation von Hause aus. Die verfügbaren Strategien sind statische und dynamische String-Internationalisierung, sowie eine eigene Implementierung des Localizable Interfaces. Abbildung 3 zeigt die Hierarchie wichtiger Klassen für die Internationalisierung von GWT-Projekten. 10 ORDIX News 3/2009

11 Java/JEE Internationalisierung mit Static String Die Internationalisierung mit Static String stellt lokalisierte Konstanten und Nachrichten auf Basis von Java Interfaces, properties- Dateien und GWT-Code-Generierung bereit. Der Compiler generiert einzelne Versionen der Benutzerschnittstelle für jede Lokalisierung. Diese Strategie verursacht zur Laufzeit wenig Overhead und ist einfach zu implementieren, bietet aber unter Umständen nicht genügend Flexibilität. Die Vor- und Nachteile dieser Strategie finden Sie in Abbildung 4. gwt-windows-1.6.4>webappcreator.cmd -out ONewsProjekt Abb. 1: Aufruf des WebAppCreators. Internationalisierung mit Dynamic String Die Internationalisierung mit Dynamic String basiert auf der Dictionary-Klasse und liest Paare von Schlüsselwerten aus der HTML- Host-Seite des GWT-Moduls. Der Entwickler fügt alle dynamischen Strings als assoziative Java Script Arrays in den body der Host-Seite ein. Zur Laufzeit liest GWT die Schlüsselwerte-Paare aus und verwendet diese dann beim Rendering der Benutzerschnittstelle. Bei der Änderung der Übersetzung und der Ergänzung von Sprachen muss die Anwendung nicht neu kompiliert werden, sondern lediglich eine Anpassung in der Host-HTML-Seite vorgenommen werden. Dieser Vorteil kann an anderen Stellen allerdings zu Problemen führen. Beispielsweise kann der Compiler fehlende Schlüsselwerte-Paare nicht erkennen und somit Laufzeitfehler nicht verhindern. Nutzt eine bestehende Webseite bereits assoziative Java-Script-Arrays zur Lokalisierung, bietet sich Dynamic String-Internationalisierung für das GWT-Modul an. Die Vor- und Nachteile dieser Strategie sind in Abbildung 5 dargestellt. Abb. 2: GWT-Projekt in Eclipse. Static String Internationalisierung Interface Constants Localizable Object Messages Dynamic String Internationalisierung Klasse Dictonary Eigene Implementierung des Localizable Interfaces Die mächtigste Möglichkeit stellt die eigene Implementierung des Localizable Interfaces dar. Der Entwickler erzeugt zunächst Standardklassen, die das Localizable Interface implementieren. Die lokalisierten Klassen erweitern dann die Standardklassen. Die Namen dieser Klassen müssen der internationalisierungsspezifischen Namensstruktur ent sprechen. So können lokalisierte Versionen eigener Typen erstellt werden. Die Implementierung dieser Strategie ist sehr aufwändig und wird nur selten benötigt. Für das Beispielprojekt GreetingService verwenden wir die Strategie Static String. Abb. 3: Hierarchie der verwendeten GWT-Klassen und Interfaces. Vorteile Einsatz vorhanderner Implementierungsansätze (properties-dateien) möglich Die Existenz von Konstanten oder Nachrichten wird vom Kompiler überprüft. Fehlende Einträge erzeugen einen Kompilerfehler. Der Kompiler entfernt ungenutzte Konstanten/Nachrichten und minimiert so die Größe der ausgelieferten Dateien Nachteile Neukompilierung des Codes bei Änderung der Konstanten/Nachrichten-Inhalte nötig Bei der Änderung des Gebietsschemas muss die Webseite neu geladen werden. Abb. 4: Vor- und Nachteile der Internationalisierung mit Static String. ORDIX News 3/

12 Java/JEE Vorteile Einsatz vorhanderner Implementierungsansätze (Java-Script Arrays) Neukompilierung des Codes bei Änderung der Konstanten/Nachrichten-Inhalte nicht nötig Änderung des Gebietsschemas erfordert i.d.r. keine Neukompilierung Nachteile Die Existenz von Konstanten oder Nachrichten wird vom Kompiler nicht erkannt. Fehlende Einträge führen ggf. zu Fehlern in der Bernutzerschnittstelle Der Kompiler kann ungenutzte Konstanten/Nachrichten nicht entfernen und deshalb die Größe der ausgelieferten Dateien nicht optimieren Zunächst müssen die Schnittstelle für Konstanten und Nachrichten auf Client-Seite implementiert werden. Im nächsten Schritt legt der Entwickler für jede Sprache die entsprechenden Übersetzungen an. Zum Abschluss werden alle festcodierten Texte durch die dynamischen Konstanten und Nachrichten ersetzt. Die Vorgehensweise für Nachrichten und Konstanten ist analog. Deshalb werden in diesem Beispielprojekt lediglich die Konstanten übersetzt. Abb. 5: Vor- und Nachteile der Internationalisierung mit Dynamic String. package de.ordix.client; import com.google.gwt.i18n.client.constants; public interface GreetingConstants extends Constants Service") String greetingservice();... } Abb. 6: Implementierung des Interfaces GreetingConstants. greetingservice entername send = Grüß-Service = Bitte geben Sie Ihren Namen ein: = Senden Abb. 7: Auszug der GreetingConstants_de.properties. Implementierung Constants Interface Zuerst implementiert der Entwickler im Client- Paket das Interface GreetingConstants, welches das Interface GWT-Constants erweitert (siehe Abbildung 6). Dieses Interface verbindet sich anhand des Klassennamens automatisch mit allen GreetingConstants*. properties-dateien im Klassenpfad. Jede Konstante in der Datei properties muss über eine Methode im Interface bekannt gemacht werden. Die Standardwerte können mit der angegeben werden. Zur Laufzeit nutzt GWT den Methodenaufruf in Verbindung mit der entsprechend lokalisierten Datei properties. Ohne explizit gesetzte Lokalisierung wählt GWT den annotierten Standardwert aus. <!-- <h1>greeting Service</h1>--> <h1 id="greetingservice"></h1> Abb. 8: Marker für die Überschrift in der HTML-Host-Seite Onews.html. 1 private GreetingConstants constants = GWT.create(GreetingConstants.class); 2 public void onmoduleload() { 3 RootPanel.get("greetingService").add(new Label(constants.greetingService()));...} Abb. 9: Lokalisierte Version der Klasse Onews.java. Erstellung der Übersetzungen Internationalisierte Anwendungen können Sprachen verwenden, deren Zeichen nicht vollständig vom ASCII-Zeichensatz unterstützt werden. Deshalb sollte der Entwickler sicherstellen, dass die HTML-Host-Seite und die properties-dateien UTF-8-codiert sind. Die Anwendung soll durch eine deutsche Übersetzung erweitert werden. Dazu legt der Entwickler im Client-Paket die UTF-8-codierte Datei GreetingConstants_de.properties (siehe Abbildung 7) an. GWT identifiziert die Sprachdateien anhand von Ländersuffixen. Wenn keine Lokalisierung gefordert ist, wählt GWT die Standardsprache. Diese kann entweder durch Annotation im Interface oder mit einer properties-datei ohne Sprachsuffix gesetzt werden. Lokalisierte Texte nutzen Abb. 10: Aufruf der lokalisierten Version des GreetingService. In dem GreetingService-Projekt müssen Strings im HTML-Quellcode der Host-Seite 12 ORDIX News 3/2009

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