Web-Programmierung mit dem Business Server Page Framework des SAP Netweaver Application Servers

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1 Web-Programmierung mit dem Business Server Page Framework des SAP Netweaver Application Servers (1) Prof. Dr. Herbert Neuendorf (Tel: 470) Das BSP-Framework und -Programmiermodell 5.Semester: Programmierprojekt auf Basis BSP 6.Semester: J2EE-Integration im SAP NW / Web Dynpro t ) Request Response 26 h Testat in Gruppen Skript : studium.dhbw-mosbach.de /index.php?id=1653 WebAppServer_1.pdf WebAppServer_1A.pdf Aktuelle Übungen + weitere Infos auf LW : prg \ neuendorf \ bsp Literaturhinweise : In aufsteigender Komplexität - alle Titel in Bibliothek vorhanden... [WOLF03] F.Wolf : "SAP Web Application Server", Kompakte, didaktisch gute und leicht lesbare Einführung in die BSP-Programmierung. [HEIN04] F.Heinemann, C.Rau : "Webentwicklung in ABAP mit dem SAP Web Application Server", Technisch ausführlicheres Werk über WAS-Architektur und BSP-Programmierung. [MCKE06] Brian McKellar, Thomas Jung: "Advanced BSP Programming", Anspruchsvolle Darstellung fortgeschrittener BSP-Programmiertechniken. Das vorliegende Skript soll eine Überblick über die fundamentalen architektonischen Prinzipien und Grundlagen der BSP-Programmierung geben. Skizziert wird die Erweiterung der klassischen R/3-Architektur und die Integration von Webserver-Funktionaliät in den SAP Netweaver Application Server durch den Internet Communication Manager. Aufgebaut wird auf bereits vermittelten Kenntnissen der ABAP-Programmierung. Weitere Veranstaltungen des Studiums sind: Programmierprojekt (5.Semester) : Angeboten wird (neben J2EE-Projekten) ein Projekt auf Basis BSP-Programmierung im SAP-Netweaver. Java-Integration + Web Dynpro (6.Semester) : In der Vorlesung "Neue Entwicklungen Informationssystem" werden aktuelle Entwicklungen in diesem Bereich vorgestellt..

2 Programmiermodell: Business Server Pages BSP (ab 6.10) Web-Anwendungsentwicklung auf SAP Netweaver : Framework auf Basis ICF Integration: Komplett in Workbench (SE80) integriert Web Application Builder, Transportwesen,... Komplett in App-Server integriert DB-Zugriffe + Aufruf von Funktionsbausteinen etc. Komplette ABAP-Integration Alle ABAP-Sprachmittel zur Vfg. (2) High-Level Verwendung ICF mittels Server Pages HTML Serverskript = statischer Anteil (Layout, Präsentation) = HTML + serverseitiges Skripting = dynamischer Anteil (Business Logik, Datenbeschaffung, Formularauswertung) BSP serverside-skriptsprachen: JavaScript oder ABAP Sprachfestlegung: page language = "abap" %> Inline Coding: <%...%> Aufruf BSP-Seiten: Durch Browser mittels URL Keine Spaces zwischen % Weitere Bestandteile in Workbench: MIME Repository Verzeichnis der MIME-Objekte Tag Browser Verzeichnis der HTML- und WML-Tags zwecks Reuse Anwendungsentwickler, die im Netweaver Application Server (NAS) webfähige Anwendungen entwickeln möchten, müssen sich mit der Komplexität des ICF nicht auseinandersetzen. Vielmehr ist es auf ICF-Basis möglich, Server Pages zu schreiben - völlig analog zu Java Server Pages, ASP, PHP. Die SAP-Variante wird als Business Server Pages bezeichnet (BSP). Als serverseitige Skriptsprache können ABAP oder JavaScript im Inline Coding der BSP-Seiten verwendet werden. Durch die Seitendirektive language = "..." %> wird die serverseitige Skriptsprache festgelegt. BSP-Anwendungen werden auf dem NAS entwickelt. Eine BSP-Seite wird vom Anwender über eine URL im Browser gestartet bzw auf dem Netweaver Application Server ausgeführt und die generierte Antwort im Browser angezeigt. Eine BSP-Applikation ist im Applikationsserver vollständig integriert. Es können somit innerhalb einer HTML-Seite zb Inhalte einer SAP-DB- Tabelle angezeigt werden, die zuvor aus der DB gelesen wurde. Um zu testen, ob der eigene SAP-WAS via HTTP ansprechbar ist, dient der Report RSHTTP01. Dieser ruft einen ICF-Service des WAS und gibt die komplette HTTP-Antwort aus, die vom Server zurückgesendet wurde. Weitere Reports zum Testen der Internet-Verbindung zu einem Ziel- Rechner sind RSHTML01 und RSDEMO_HTML_VIEWER.

3 Business Server Pages - Framework-Komponenten (3) BSP Anwendungen BSP Runtime HTMLB Control Library BSP Extensions MIME Repository Internet Communication Framework (ICF) Internet Communication Manager (ICM) Bestandteile BSP-Anwendung : Business Server Pages = HTML + Skript Seitenfragmente = Inkludierbar in BSPs 1x Anwendungsklasse = Aufrufbarer ABAP-OO-Code MIME-Objekte = Grafiken, Style Sheets, js-dateien,... Thema = verschiedene Layout-Varianten Navigationsstruktur = Abfolge BSPs innerhalb Anwendung Einfache Anwendungen können auch nur aus BSPs bestehen... Anwendungsklasse: Man kann einer BSP-Anwendung eine Anwendungsklasse zuordnen. Diese ist eine globale ABAP-OO-Klasse im Class Builder, deren Methoden während des Prozessierens der BSP-Seite aufgerufen werden können. Innerhalb der Anwendungsklasse läßt sich die Business-Logik der BSP-Anwendung kapseln. MIME-Objekte sind Grafiken, Style-Sheets, Audio- und Video-Dateien; diese werden im MIME- Repository innerhalb der SAP-NW-DB abgelegt zur Einbindung in BSP-Seiten. Ein Thema ist ein Container für binäre MIME-Objekte. Es wird verwendet, um das Layout (Erscheinungsbild) von Seiten zu ändern, ohne den Layout-Quelltext anpassen zu müssen. Unter einer Navigationsstruktur versteht man die mögliche Abfolge der BSPs innerhalb einer Anwendung.

4 Bestandteile BSP-Anwendung *) In BSP darf vorkommen: Clientside Scripting : JavaScript + Serverside Scripting: JavaScript oder ABAP Business Server Pages Eigenschaften Layout Eventhandler Navigationsstruktur Typdefinitionen + Seitenattribute Anwendungsklasse MIME-Objekte Thema Verwaltungsinformationen URL der Anwendung, Navigation HTML + Scripting-Code *) Layout, Web User Interface ABAP-Code = Business-Logik In fest definierter Reihenfolge aufgerufen Definition Abfolge und Verzweigungen zwischen BSP-Seiten ABAP-Code = Businesslogik ABAP-Klasse (Methoden + Attribute): Aus jedem Eventhandler aufrufbar Grafiken, Audio, Video, Style Sheets abgelegt im MIME-Repository (5) Definition verschiedener Layouts einer BSP- Anwendung Eine BSP-Anwendung setzt sich zusammen aus den Komponenten: Business Server Pages: BSPs sind die verschiedenen Webseiten, die bei Aufruf im Browser angezeigt werden. Sie enthalten statischen HTML-Code und dynamischen Script Code (ABAP oder Javascript). Dieser Script Code wird auf dem Server ausgewertet. Serverseitige Skriptsprachen dürfen nicht innerhalb einer BSP gemischt werden. Navigationsstruktur: In der Navigationsstruktur kann festgelegt werden, von welcher Seite zu welcher Folgeseite navigiert werden soll. Anwendungsklasse: Die Business-Logik einer BSP-Anwendung kann in einer Anwendungsklasse gekapselt werden, die den Zugriff auf Business-Daten implementiert (zb DB- Abfragen). Jede Seite einer BSP-Anwendung kann Attribute und Methoden dieser Klasse ansprechen und verwenden. MIME-Objekte: Im SAP-System werden alle MIMEs wie Grafiken, Style Sheets, Audio- und Videodateien usw im zentralen MIME-Repository verwaltet. Mit jeder neu angelegten BSP- Anwendung wird automatisch ein gleichnamiges Verzeichnis im MIME-Repository angelegt. Das MIME-Repository dient zur Ablage von MIME-Objekten, die für die BSP-Anwendung gebraucht werden. Die MIME-Objekte werden vom lokalen Rechner in das MIME-Repository (Teil der R/3- DB) importiert. (Eingebunden in BSP-Seite mittels <img...> Tag.) Thema: Ein Thema bildet einen Container für MIME-Objekte, die verwendet werden können, um das Erscheinungsbild einer BSP-Anwendung nachträglich zu verändern. Jedes MIME-Objekt der Anwendung kann durch ein anderes Objekt ersetzt werden - ohne daß der HTML-(Layout-) Code oder die Ablauflogik verändert werden müssten.

5 BSP-Anwendung vs. SAP klassisch (6) Funktion SAP klassisch BSP-Programmiermodell Aufruf Transaktion BSP-Applikation Darstellung Dynpro BSP-Seite (+ Stylesheets) Wiederverwendung Subscreen Seitenfragment Binäre Objekte Nur in eingebetteten MIME-Objekte Controls Mehrsprachigkeit Textelemente Online Text Repository Navigation Dynpro-Abfolge Navigationsstruktur Verarbeitung Modul-Pool BSP-Anwendungsklasse (Model) Präsentation / Layout Dialogsteuerung / Navigation Applikationslogik Geschäftslogik / Integration Datenhaltung BSP-Seite BSP-Eventhandler BSP-Anwendungsklasse zb Funktionsaufruf, BAPI,... Datenbanksystem Software- Schichten beim Design einer BSP-Applikation Bei BSP-Anwendungen erfolgt die Verarbeitung in einer Anwendungsklasse, welche als objektorientiertes ABAP-Coding realisiert wird. Die BSP-Anwendungsklasse bildet somit eine Softwareschicht zwischen dem layout-orientierten Coding der BSP-Seiten und der SAP- Geschäftslogik, die zb in Form von Funktionsbaustein- oder BAPI-Aufrufen eingebunden wird. Ferner finden sich dort Datenbankabfragen und -aufrufe. Die Daten, die innerhalb der Anwendungsklasse deklariert und beschafft wurden, stehen global allen Seiten einer BSP- Anwendung zur Verfügung. Dagegen sind Daten, die von der DB durch Coding innerhalb der Eventhandler beschafft wurden, nur innerhalb der zugehörigen BSP-Seite zugreifbar. Um eine wiederholte Datenbeschaffung der gleichen Daten innerhalb einer BSP-Anwendung zu vermeiden, bietet sich somit die Verwendung einer Anwendungsklasse an! Die Anwendungsklasse hat die Aufgabe, die Schnittstelle vom Web-Dialog zur SAP- Geschäftslogik bereitzustellen. Man kann jedoch auch ohne Anwendungsklasse direkt in der BSP-Applikation programmieren. Dieses Verfahren widerspricht jedoch dem Prinzip der Auftrennung von Applikationslogik nach den verschiedenen logischen Software-Schichten. MIME-Objekte: Beim Importieren von MIME-Objekten nach SAP werden die Binärdaten in DB- Tabellen abgelegt. Um zu vermeiden, daß sich nur selten ändernde Grafiken etc bei jedem Zugriff auf eine BSP-Seite erneut von der DB gelesen werden, wurde der Internet Server Cache (ISC) geschaffen: Jedes angeforderte MIME-Objekt wird in diesen Cache eingestellt und ist danach für einige Zeit (Standardwert = 1 Tag) abrufbar. Die Zugriffszeiten auf den ISC liegen im ms-bereich. Interne Realisation: Innerhalb des SAP-Systems existiert pro individueller BSP-Seite eine eigene (seitenbezogene) ABAP-OO-Klasse, in der die Seitenattribute (als Klassenattribute) und das Eventhandler-Coding (als Methoden der Klasse) implementiert sind.

6 Business Server Pages BSP language = "abap" %> <html> <head> <title> Simple example </title> </head> <body> <center> <!-- Statisch = HTML : --> Hallo alle miteinander! <!-- Dynamsch = Skript: --> <% do 4 times. %> <font size = <%=sy-index.%> > Hello World! <br> <% enddo. %> </center> </body> </html> Aufbau BSP : 1. Eigenschaften: (7) Statt ABAP auch JavaScript mittels JavaScript-Interpreter im WAS-Kernel Eigene Seite (eigene URL) oder nur Seitenfragment Ausführung mittles HTTP oder HTTPS 2. Layout: Seitengestaltung = HTML und Skript 3. Seitenattribute: Schnittstelle der BSP-Seite = Variablen, Referenzen, interne Tabellen, zu allen Zeitpunkten innerhalb der Seite sichtbar sind. 4. Typdefinitionen: Definition von ABAP-Typen, auf die jederzeit innerhalb der Seite zugegriffen werden kann. 5. Eventhandler: Werden beim Verarbeiten einer BSP in fest definierter Reihenfolge durchlaufen = zeitlicher Ablauf der Prozessierung der Seite. Im Rahmen der Gestaltung einer BSP-Anwendung muß sich der Entwickler mit den Bestandteilen einer BSP auseinandersetzen - insbesondere den Eventhandlern. Während es theoretsch möglich ist, sämtliche Teile der Anwendung in ein oder mehrere reine BSP-Seiten zu stecken, sollte man (wenn immer möglich) das Layout von der Businesslogik trennen. Dazu dienen die Eventhandler mit ABAP-Code, zur Beschaffung und Manipulation von Daten im Rahmen des abgebildeten Geschäftsvorgangs (Businesslogik). Vom Benutzer der Anwendung können Daten in Form von sogenannten Forms erhalten werden. Dies sind HTML-Konstrukte (als Teile der gesendeten HTML-Seite), die es dem User erlauben, Daten einzugeben und an der Server zu senden. Diese Daten werden auf ABAP-Variablen gemappt. Die BSP-Anwendung erzeugt auf der Basis der enthaltenen Programmierbefehle dynamisch HTML, das mit Anwendungsdaten angereichert ist und als reiner HTML-Strom direkt über das HTTP(S)-Protokoll an den Webbrowser des Anwenders geschickt wird. Der WAS verfügt auch über serverseitiges Scripting in JavaScript. Hierzu wurde ein JavaScript-Prozessor in den Kernel integriert, der über die Methoden der Klasse CL_JAVA_SCRIPT aus BSP-Anwendungen angesprochen werden kann.

7 Anlegen einer BSP-Anwendung (8) 1. Object Navigator (SE80) starten und Repository Browser anwählen 2. Paket wählen und Paketnamen Zxxxxxxx eingeben 3. Cursor auf Paket, rechte Maustaste: Anlegen BSP-Bibliothek BSP Applikation System führt durch die Schritte zum Anlegen einer neuen BSP-Anwendung Grundsätzlich wie beim Anlegen konventioneller ABAP-Anwendungen: Abfrage von: Kurzbeschreibung, Paketzuordnung, etc. 4. Cursor auf BSP-Anwendung, rechte Maustaste = Kontextmenü: Anlegen Seite Seite mit Ablauflogik wählen! Tool-Leiste mit Ikonen zur Im Popup Abfrage von Seitenpfad + Kurzbeschreibung Syntaxprüfung, Aktivierung, Seite wird angelegt : Ausführung... wie bei konventionellen ABAP- Programmen 5. Eigenschaften und Layout der Seite bearbeiten: Generierte Htmlb-Direktiven löschen, nur ABAP-Seitendirektive stehenlassen Gültiges HTML + ABAP eingeben Syntaxprüfung durchführen und Fehler beheben 6. Compilation durch rechte Maustaste auf Anwendung: Aktivieren der Anwendung 7. Aufruf der Anwendung aus SE80 durch rechte Maustaste auf Seite: Testen Im Browser wird SAP-User + PW abgefragt Aber: Zugehöriger Service muss freigeschaltet (aktiviert) sein TA SICF!! Alternativ: Paketwahl erst während des Anlegens der BSP-Applikation: Dazu im Punkt 3 einfach Namen der Anwendung eingeben, Drucktatste Anzeigen drücken System führt durch die Schritte zum Anlegen einer neuen BSP-Anwendung. Jeder BSP-Anwendung kann eine globale ABAP-Objects-Anwendungsklasse zugeordnet werden, die im ClassBuilder (SE24) gepflegt wird. Deren Methoden können in allen BSP-Seiten verwendet werden und sollten wiederverwendbare Businesslogik kapseln. In den Eigenschaften der BSP-Applikation kann die Einstiegsseite festgelegt werden: Falls die BSP-Anwendung aus mehreren Seiten besteht, muss eine eindeutige Startseite angegeben werden. Diese wird automatisch aktiv, wenn die Anwendung aufgerufen wird. Anlegen von Ordnern: Wenn man für Namen der BSP-Seiten beim Anlegen Pfad angibt, dann wird die entsprechende Ordner-Struktur mit Unterknoten angelegt. So lässt sich die Anwendung strukturieren. zb : public/ start.htm public/ flights.htm private/ customer.htm Themenkonzept : s.u. bei Mime- Repository

8 Anlegen BSP-Anwendung : Web Application Builder in SE80 (9) Im Layout wird statisches HTML-Coding eingegeben, dh die Seite gestaltet. Dynamische Anteile (Abap oder JavaScript) möglich. Eigenschaften der Seite: Beschreibung, Seitentyp, Verschlüsselungsart (HTTP, HTTPS), Zustandsverhalten, Caching und komplette URL Seitenfragmente haben keine eigene URL Zustandssteuerung von BSPs ist komplexes Thema s.u.... Die URLs der einzelnen Seiten können der Eigenschaftsseite der Seite entnommen werden. Als Portnummer ist 8065 eingetragen, da der WAS standardmäßig nicht den http-port 80 sondern 8065 bedient - gemäß Eintragung in Profildatei der WAS-Instanz. Die Lebensdauer bestimmt, wie lange die Seite im Cache des ICM gehalten wird. Da die meisten Seiten dynamische Inhalte aus der DB zeigen, ist sinnvollerweise "Bis zum Seitenwechsel" voreingestellt - längeres Caching ("session") ist nur bei statischen Seiten sinnvoll. Servicepflege in Transaktion: SICF (Servicename vorgeben!!)

9 Aufruf BSP-Anwendung - Freischalten des Service in TA: SICF Im Browser des Clients durch applikationsspezifische URL : (10) Protokoll :// Host : Port / Namensraum / Applikationsname / Seite? Parameter Host Namensraum Wertzuweisung Protokoll Port Applikation Seite TA SICF Doppelklick auf Service-Eintrag : Pflege des Service Kontextmenü (rechte Maustaste) : Aktivieren / Deaktivieren des Services... (und vieles mehr) Der Aufbau der URL entspricht der Standard-Syntax: An erster Stelle wird das Übertragungsprotokoll angegeben: Nur http oder https. Anschließend wird der Host des NAS genannt, indem seine IP-Adresse oder sein DNS-Name in Verbindung mit der zugehörigen Domäne angegeben wird. Die Port-Nummer nennt den Ausführungsport der Applikation. (Port 8065 ist NAS-Standard). Im Anschluss erfolgt die Angabe des Namensraums der Applikation im SAP-System. Es schließt sich an der Name der BSP-Applikation und der Name der BSP-HTML-Seite. Wichtig: In einem Namensraum müssen die BSP-Anwendungsnamen eindeutig sein auch wenn sie zu verschiedenen Paketen gehören! Gleiche Namen sind nur in verschiedenen Service- Namenräumen (s.u.) möglich!! Nach Angabe der BSP-Seite ist es möglich, Parameter an die Applikation zu übergeben. Diese werden vom Pfad mit "?" abgetrennt. Man könnte einer Variable der Seite einen Wert zuweisen, indem nach dem "?" die Variable mit einem konkreten Wert gleichgesetzt wird. Die URL, die nach Aufruf einer Seite im Browser angezeigt wird, ist nicht dieselbe, die für eine Seite in der SE80 angezeigt wird, da von der BSP-Laufzeit zusätzliche Angaben in die URL hineincodiert werden (URL-Mangling). Den codierten Inhalt kann man sich durch die SAP-BSP- Anwendung decode_url/default.htm anzeigen lassen. Service-Definition: Die Applikation kann über ihre URL via Intra- oder Internet nur erreicht werden, wenn für sie ein Service im WAS angelegt und aktiviert ist. Die Services sind hierachisch gegliedert. Die Servicepflege erfolgt durch die Transaktion SICF; hier kann der BSP-Service aktiviert bzw. deaktiviert werden. Auch weitere spezielle Einstellungen sind hier möglich, z.b. Hinterlegen von Zugangsdaten, Angabe einer speziellen Fehlerseite, etc. Für jede neue BSP-Applikation wird automatisch ein eigener aktivierter Service angelegt. Man kann eine komplette BSP-Applikation einfach durch Deaktivieren ihres Service aus dem Netz nehmen, um schnell auf Verarbeitungsfehler oder Sicherheitsprobleme zu reagieren.

10 Servicepflege: SICF (11) Hier kann Defaultuser gepflegt werden, um anonymen Zugriff auf BSP-Anwendung zu ermöglichen = Frei zugängliche Anwendung für alle Internetuser In unserem System : User: int_gast PW: mosbach Wenn kein Anwender gepflegt, dann wird User im Browser mittels Popup stets nach SAP- UserID und SAP-PW gefragt. Sprache dabei automatisch aus System übernommen. Bei Eintrag eines Defaultusers ist Internet Benutzer zu wählen Damit BSP-Aufruf durch direkte URL-Eingabe im Browser funktioniert, muss in Service- Verwaltung der Mandant hinterlegt sein! Die Zugriffs-Eigenschaften einer BSP-Anwendung lassen sich in den zugehörigen Service- Eigenschaften pflegen. Hier wird u.a. das Anmeldeverhalten der Anwendung gesteuert. Man kann in der TA SU01 (Benutzerpflege) Default-Benutzer (Service-Benutzer = firmen-externe Internetbenutzer) mit "anonymen" Zugang auf öffentliche Dienste und minimalen Rechten anlegen. In der SU01 ist (unter Logondaten) Benutzername und Kennwort zu vergeben. Als Benutzertyp ist Service zu wählen, denn nur Servicebenutzer müssen ihr Kennwort nicht ändern und können daher als Default-Benutzer verwendet werden. Arbeitsweise des ICMs: Bei Ankunft eines Requests sucht der ICM im Servivebaum nach demjenigen Service, der am ehesten der Request-URL entspricht. Dessen Einstellungen gelten dann für die Request-Bearbeitung Anwendung mit öffentlichen und geschützen Bereichen: Man kann zwei verschiedene BSP-Anwendungen vorsehen, wobei ein Service mit einem "anonymen" Default-Benutzer konfiguriert ist, während der andere Service eine explizite Anmeldung (personalisierter Benutzstamm) erfordert. Oder man untergliedert eine Anwendung in zwei Unterbäume (public/ und private/ Seiten), wobei ein Ast öffentlich ist, der andere jedoch durch Anmelden geschützt ist. Wichtig: Damit der Aufruf einer BSP durch direkte Eingabe der URL im Browser funktioniert, muss in der Service-Verwaltung der Mandant hinterlegt sein!

11 Servicepflege : (12) Hinterlegen von Fehlerseiten + Redirects für Fehlerfall möglich : Es können selbstgeschriebene ABAP-Service-Behandlerklassen implementiert und hinterlegt werden Servlet-artige Programmierung Service-Daten: Lastverteilung: Gruppe von Applikationsservern, auf denen der Service ausgeführt werden soll. SAP-Berechtigung: Notwendige Berechtigung (Berechtigungsobjekt) für den Service. Session-Timeout: Für stateful Applikationen. Standardmäßig wird Profilparameter rdisp/plugin_auto_logout (30 min) gezogen. Komprimierung: Seite nach gzip komprimiert, aber nur, wenn Empfängers dies unterstützt. Authentication: Benutzer als Internet-User oder Standard-SAP-User interpretiert. Sicherheitsanforderungen: Bestimmt, welche Sicherheitsanforderungen der Client erfüllen muss. Anonyme Anmeldedaten: Eintragen eines anonymen Users für Service. Verwendet werden Service-Benutzer (Internet User) - anlegbar in TA SU01. Mandant, Sprache und Passwort ist einzutragen. Standard-SAP-User sollten nicht für anonymen Zugang verwendet werden. Verfahren Anmeldedaten obligatorisch: Die hinterlegten anonymen Anmeldedaten werden auf alle Fälle verwendet, so dass eventuell bereits vorhandene in vorigen Request mitgesendete Anmeldedaten ignoriert werden. Wenn nicht aktiviert werden die hinterlegten anonymen Anmeldedaten nur verwendet, wenn sonstige Anmeldeverfahren nicht möglich sind. Hierbei könnte die Anmeldungs-Vorgeschichte des Browser-Benutzers eine Rolle spielen. Registerkarte Fehlerseiten: Explizite Seiten können für verschiedene Fehlersituationen hinterlegt werden. Es kann auch ein Redirect auf eine angegebene URL ausgeführt werden. Ferner kann das Anmeldeverhalten eingestellt werden, indem unter Anmeldefehler auf Systemanmeldung umgestellt wird (s.u.)

12 Servicepflege: SICF Debugging bei Defaultusern aktivieren (13) Nach Zuordnung Defaultuser zu Servive funktioniert Debugging nicht mehr. Debugging muss für Defaultuser in Serviceverwaltung explizit aktiviert werden : 1. Menü : Bearbeiten Debugging Debugging aktivieren 3. Im Popup-Fenster den Defaultuser eintragen Wenn man dem Service einen Defaultuser zugeordnet hat, funktioniert das Debugging nicht mehr : Die im Layout oder den Eventhandlern gesetzten Breakpoints sind unwirksam - es sei denn, der Defaultuser ist derselbe wie der persönliche SAP-User, unter dem man arbeit. Lezteres macht aber natürlich keinen Sinn schließlich möchte man nicht den persönlichen SAP-User allen anonymen Internetusern zuweisen! Deshalb muss Debugging in der Serviceverwaltung explizit für den Defaultuser freigeschaltet werden, wie auf der Folie beschrieben. Über die Option Nur Aufrufe von SAPGui-IP kann festgelegt werden, dass nur solche Service- Requests ins Debugging aufgenommen werden, die von der gleichen Rechner-IP-Adresse stammen, von der auch das Debugging eingeschaltet wurde. Dadurch kann sichergestellt werden, dass im laufenden Betrieb die Breakpoints nicht für Requests anderer Benutzer gelten, so dass diese beim Aufruf der BSP-Anwendung nicht im Debugging landen. (Dies funktioniert allerdings nur, falls der Request direkt, dh ohne zwischengeschaltet Proxies erfolgt.) Anmerkung: Wenn man darauf verzichtet, einen Defaultuser einzutragen, muss man sich mit dem persönlichen SAP-User in der Browser-Logonbox anmelden. Damit in diesem Fall beim Eintwickeln mit dem persönlichen SAP-User das Debugging funktioniert, muss in der Servivepflege unter Basic Authentication die Option Standard SAP-Benutzer angewählt sein.

13 SICF Definieren von Alias-Services (14) Zu bestehenden Service kann in SICF ein Alias- Service mit Verweis auf bestehenden Original- Service im Servicebaum angelegt werden. Sinn : 1. Andere Anmeldesprache 2. Hinterlegen Defaultuser 3. Verkürzung der URL (!) Vorgehen : 1. Einstieg in Servicebaum selektieren = default_host - Knoten Dadurch kurze URL! 2. Menü: Service/Host Service anlegen 3. Alias auf bestehenden Service 4. Unter Alias-Ziel den Original- Service im Servicebaum auswählen + speichern 5. Alias-Service aktivieren Zu einem bestehenden BSP-Service kann ein Alias-Service angelegt werden, der auf den Original-Service verweist. Auf diese Weise erreicht man die Verkürzung der URL: Der User kann die BSP-Anwendung über den Alias-Service erreichen, ohne dass der lange Servicepfad des Original-Service eingegeben werden muss. Der default_host stellt den Wurzelknoten dar - der dort hinterlegte Request-Behandler wird angesprochen, wenn in der URL gar kein Pfad angegeben ist. Folgt jedoch in der URL nach der Domäne noch eine Pfadangabe, dann steigt der ICM die im Servicebaum hinterlegten Knoten ab, bis er den ersten passenden findet. Dieser wird aufgerufen. Um dies zu erreichen wird der Alias-Service weit "oben" im Servicebaum angelegt, zb direkt unter dem obersten Knoten default_host. Er ist dann erreichbar unter der kurzen URL: servername : portnummer / aliasname Beim Anlegen ist: Alias auf einen bestehenden Service auszuwählen. Im Pflegebild des Alias- Service können wieder Anmeldedaten eines Defaultusers gepflegt werden. Es kann eine vom Original-Service abweichende Anmeldesprache gewählt werden! Unter dem Reiter Alias-Ziel muss im Servicebaum bis zum Original-Service navigiert und dieser durch Doppelklick ausgewählt werden. Er erscheint dann oben als Text hinter Alias-Ziel. Nach dem Sichern findet sich der neue Alias-Service an der gewünschten Stelle (weit oben) im Servicebaum und kann aktiviert werden. Die Serviceverwaltung ist ein wichtiges Tool für die Kontrolle von Anmeldeverfahren und zur Internationalisierung. Alias-Services werden eingesetzt, um anonyme Anmeldeverfahren mit verkürzter URL zu ermöglichen und sind somit sinnvoll, auch wenn keine vom Original-Service abweichende Anmeldesprache gewählt wird.

14 BSP-Scripting im Layout Drei Verfahren - durch Tags vereinbart: Clientseitige Skripte, zb JavaScript Serverseitige Skripte mit JavaScript Serverseitige Skripte mit ABAP Aber: In Eventhandlern nur in ABAP! Zuweisung von Variablenwerten durch Tag <%= Variablenname %> Keine Spaces zwischen % und = <script type="text/javascript" >... </script> language="javascript"%> language="abap"%> (15) language = "abap" %> <html> <head> <title> Serverside ABAP </title> </head> <body> <%-- Ein BSP-Kommentar --%> <center> <% do 4 times. %> <font size = <%=sy-index. %> > Hello World! <br> <% enddo. %> </center> </body> </html> language = "javascript" %> <html> <head> <title> Serverside JS </title> </head> <body> <%-- Ein BSP-Kommentar --%> <center> <% for( i=0; i<= 5; i++ ) { %> <font size = <%=i %> > Hello World! <br> <% } %> </center> </body> </html> Serverseitiges Scriptcoding einzuschliessen in : <%... %> Fundamentaler Unterschied zwischen client- und serverseitigem Scripting: Client-Skripte laufen direkt im Browser des Anwenders ohne weiteren Netzzugriff. Können nicht auf Dateien oder DB zugreifen, sondern nur mit Elementen der umgebenden HTML-Seite operieren und sind von den Möglichkeiten des ausführenden Browsers abhängig. Clientseitige Skripte werden durch das Standard-HTML-Tag <script type =... > </script> eingeschlossen. Server-Skripte laufen auf dem Webserver, erzeugen dynamisch HTML-Code und können daher auf Dateien und DB des Webservers zugreifen. Beim Aufbereiten einer HTML-Seite führt der Server die eingebetteten Skripte aus. Bekannte Serverskriptsprachen sind JSP, ASP, PHP. Der WAS sieht in BSPs die SAP-spezifischen Seitendirektive language="..." %> am Anfang der BSP-Seite vor, um die verwendete serverseitige Skriptsprache festzulegen. Das eigentliche Scriptcoding wird jeweils in das BSP-Tag <%... %> eingeschlossen, um es vom umgebenden HTML-Code des Layouts zu trennen. Da in den Eventhandlern nur in ABAP programmiert werden kann, wird man in der Regel auch im Layout-Teil einer BSP mit ABAP entwickeln. Es gelten die Syntaxregeln für ABAP Objects. Generell: Ziel des server- und des clientseitigen Scriptings ist stets die Gestaltung des Layouts. Dagegen sollte die Anwendungslogik einer BSP-Anwendung in die Anwendungs-klasse und die Eventhandler ausgelagert werden. Die Zuweisung von Variablenwerten ist bei beiden serverseitigen Skriptsprachen identisch. Durch das Tag <%= Variablenname %> wird der Inhalt der Scriptvariablen an der entsprechenden Stelle in den HTML-Code eingefügt. Die Einfügung erfolgt immer als Zeichenkette, das Systen führt ggf. eine Typumwandlung aus. Es dürfen keine Spaces zwischen den Zeichen % und = stehen!

15 BSP-Seitenfragmente : Modularisierungstechnik about.htm language="abap"%> <!--- Einbinden Include-Datei > include file="navigation.htm" %> <h3> Portal </h3> <br> <h3> Unser Motto: Formlos - Fristlos - Zwecklos! </h3> <br> <h4> by DHBW </h4> </body> </html> Anlegen von Seitenfragmenten durch: Anlegen Seite wie bei BSP und Wahl von Seitenfragment im Popup Generierten HTML-Code im Browser betrachten : Include-Code wird einfach eingefügt... Inkludieren durch Angabe der relativen URL der Include-Datei (16) <! Include-Datei > language="abap" %> <html> <head> <title> Portal </title> </head> <body> <h2> Hereinmarschiert!! </h2> <table cellpadding=1> <tr height=30> <td align="center" width="100"> <a href="default.htm"> Einstieg </a> </td> <td align="center" width="100"> <a href="woanders.htm"> Infos </a> </td> <td align="center" width="100"> <a href="about.htm"> Ueber uns </a> </td> </tr> </table> <hr> navigation.htm Seitenfragmente sind eine Modularisierungstechnik. Eine BSP, die beim Anlegen und in ihren Eigenschaften als Seitenfragment gekennzeichnet ist, ist nicht ausführbar und besitzt keine eigenen Seitenattribute, Typdefinitionen und Eventhandler. Vielmehr kann sie die Typdefinitionen, Seitenattribute und Data-Anweisungen der inkludierenden BSP-Seite direkt "mitbenutzen". Nicht ausführbar heisst: Sie kann nicht über eine eigene URL angesprochen werden oder als Link in einer anderen Seite benutzt werden. Seitenfragmente enthalten HTML-Code und evtl auch MIME-Objekte. Sie werden durch den WAS in die Hauptseite eingebunden, dh stellen eine serverkontrollierte Seitenaufteilung dar. Ein Seitenfragment wird über die BSP-Include-Direktive eingebunden, z.b.: include file=" fragment.htm" %> Stets sollte eine relative URL zum Einbinden der Include-Datei verwendet werden. Durch Seitenfragmente kann Layout-Coding wiederverwendet werden. Typische Anwendungen sind Logo-Bereiche, Navigationsleisten oder Formatierungsanweisungen. Die BSP-Seitenfragmente bieten im Vergleich zu Framesets einige Vorteile. Bei Framesets handelt es sich um eine Client-Technologie; nicht jeder Browser kann sie anzeigen. Alle in ein Frameset eingebundenen Seiten sind separate HTML-Seiten, während bei BSP aus der Hauptseite und den eingebetteten Seitenfragmenten nur eine komplette HTML-Seite erzeugt wird. Der Inhalt der BSP-Seite und der inkludierten Seitenfragmente muss sich insgesamt zu syntaktisch korrektem HTML ergänzen. Ist somit z.b. in einem Top-Seitenfragment bereits eine body-deklaration enthalten, so sollte diese in der BSP-Seite selbst nicht mehr erscheinen

16 Web Application Builder Editieren: Mit ABAP-Editor oder externen HTML-Editoren Debuggen: Im ABAP-Code von Eventhandlern und Layout können Breakpoints gesetzt werden. Bei Aufruf BSP-Anwendung wird in ABAP-Debugger verzweigt. Tag Browser: Enthält Tags aller relevanten Protokolle. Durch Drag&Drop ins Layout. (17) Alter Debugger Umschalten : Quellcode generierter Code Drag & Drop Zum Bearbeiten der BSP-Seiten wird der Editor des Systems verwendet. In den Event-handlern, in denen ausschließlich ABAP-Quelltext stehen darf, steht die volle Funktionalität des ABAP- Editors zur Vfg (Muster-Anweisung, Pretty-Printer). In der Layoutimplementierung der Seite, in der sowohl HTML, ABAP als auch JavaScript vorkommen darf, ist die Funktionalität des ABAP-Editors eingeschränkt: Die Syntaxprüfung steht nur für die ABAP-Scipting-Anteile zur Vfg, jedoch nicht für andere implementierte Sprachen (HTML, JavaScript). Der Debugger startet stets im Quellcode-Modus: Man sieht den Code, wie er vom Entwickler eingegeben wurde. Durch einen Button kann (aber nur im alten Debugger!!) zwischen Quellcode und dem durch die BSP-Runtime generierten Code umgeschaltet werden: Im generierten ABAP- Code kann die automatisch generierte BSP-Klasse und ihre Methoden erkannt werden. Im neuen Debugger stehen diese Informationen in separaten Fenstern zur Verfügung HTML Tags können per Drag&Drop aus dem Tag Browser in die gewünschte Stelle der Layout- Implementierung übernommen werden. Anschließend muss man den Tag nur noch mit Inhalt füllen. Der Tag Browser ist in den Object Navigator integriert. Zur HTML-Implementierung kann mit lokalen (auf Frontend installierten) externen HTML- Editoren gearbeitet werden. Dazu muss man am NAS angemeldet sein und kann immer nur eine Seite bearbeiten und zurückschreiben. Erforderliche Schritte: 1. Unter Menüpfad Hilfmittel Einstellungen in der Karteikarte Business Server Pages den Pfad zur Externen HTML-Editor eintragen. 2. Unter Menüpfad Bearbeiten Lokalen HTML-Editor starten diesen aufrufen. Wenn man den ext. Editor schliesst erfolgt die Abfrage, ob die Seite zurückgeladen werden soll. Bei Bestätigung wird der bearbeitet HTML-Quelltext in das Seitenlayout übernommen. (Wurde keine externe Anwendung eingetragen, so startet der notepad als Default.)

17 Web Application Builder : Mime Repository Mimes (.jpg,.gif,.bmp,.css,.js,...) vom Frontend importiert und als Teil der BSP-Anwendung in SE80 verwaltet. Ordnerangabe, wenn Ordner angelegt... Durch Tag <img src= "..." > ins Layout eingebunden. Vorgehen : 1. Im Object Navigator Kontextmenü der BSP-Anwendung aufrufen : 2. Anlegen MIME-Objekt Importieren 3. Im Filemanager des Frontends gwünschtes MIME-Objekt selektieren. Wird im Ordner Mimes als Teil der Anwendung gelistet. 4. Im Layout der BSP-Seite durch img-tag einbinden. (18) Lupe = Preview Bild wird angezeigt Wenn man eine BSP-Anwendung anlegt, wird automatisch im MIME-Repository ein gleichnamiger Knoten angelegt, der bis zum Löschen der BSP-Anwendung existiert. Hier werden MIME-Objekte der Anwendung abgelegt. Sichtbar durch Drucktaste MIME Repository im Object Navigator. Durch Rechtsklick (Kontextmenü) auf den angelegten Knoten kann man unterhalb der Knotenebene der BSP-Anwendung noch zusätzliche Ordner einfügen und einen Hierarchiebaum anlegen. Auch in der Darstellung der BSP-Anwendung im Repository Browser kann über das Kontextmenü des MIME-Ordners ein Unterordner angelegt werden. MIME-Objekte lassen sich in den WAS importieren. Dabei werden die MIMEs in speziellen DB- Tabellen (SMIM*) abgelegt. MIME-Objekte können (in ihren Dokumenteigenschaften) als sprachabhängig gekennzeichnet werden. MIME-Objekte können in der SE80 nicht kopiert werden; dadurch wird das Erzeugen von Dublikaten bewusst erschwert. Da MIME-Objekte sehr groß werden können, sollten sie nur einmal in der DB gespeichert werden. Es kann sinnvoll sein, auch statische HTML-Seiten einer BSP-Anwendung im MIME-Repository abzulegen. Dadurch werden sie bei erneuter Nachfrage aus dem Cache zurückgeliefert. Weitere sinnvolle Inhalte könnten sein:.css- oder auch.js-dateien. Auch SAP-Icons können in BSP-Anwendungen verwendet werden. Die BSP-Anwendung IT00 enthält die BSP-Seite mime_sap_icons.htm. Diese listet alle SAP-Icons auf, zusammen mit ihrer SAP-ID, internem Namen, Icon-Namen und MIME-Namen. Auch der Ablagepfad im MIME- Repository lässt sich damit ermitteln. Mit dem SAP-ABAP-Programm BSP_UPDATE_MIMEREPOS können Objekte aus dem MIME Repository bequem exportiert und importiert werden. Insbesondere kann der komplette MIME- Repository-Inhalt von BSP-Anwendungen auf den lokalen Rechner exportiert werden. Alle verwendete MIMEs werden ICM-Server-Cache gechacht - andernfalls würden die DB- Zugriffszeiten kritisch ins Gewicht fallen.

18 Anpassen Layout - Einsatz von CSS (19) Ziel: Modifkationsfreies Anpassen des Layouts - ohne Quellcodeänderungen Einheitliche firmenspezifische optische Erscheinung: Farben, Schrifttypen,... Mittel: Trennung von Layout und Funktionalität Cascading Style Sheet = Zusammenfassung Layoutinformationen in separaten File als Formatvorlage Einbinden durch HTML-<LINK>-Tag im <HEAD> der Seite : <LINK rel="stylesheet" href="http://www.myserver.com/ mysheets.css" > Bezug auf Elemente der CSS-Definion durch class-option, zb : < body class="bsptbvcellstd" > Weitergehende Layout-Definition : Themenkonzept SAP liefert vordefinierte Sylesheet-Beispiele, u.a.: sapbsp.css Kann durch Suche im Mime-Repository betrachtet werden: Doppelklick auf Datei nach Import in eigene Anwendung einzubinden mit : < LINK rel="stylesheet" href="sapbsp.css" > Web-Anwendungen sollen ein möglichst einheitliches Erscheinungsbild haben, damit der Anwender sich leichter auf den Seiten zurechtfindet und Produkt und Anbieter wiedererkennt. Bei vielen Seiten würden lokale Änderungen immer wieder zu erheblichen Arbeitsaufwand führen. Deshalb ist es sinnvoll, das Layout von der Funktionalität der Webseite zu trennen und die Layoutdefinition in einem separaten CSS-File abzulegen. Diese Formatvorlage wirkt sich somit auf alle Seiten einer Website aus und Änderungen können durch Editieren des CSS-Files sofort für die gesamte Site realisiert werden. Die CSS-Datei enthält alle relavanten Style-Anweisungen im Klartext. Von jeder Seite werden diese Anweisungen durch das <LINK>-Tag im <HEAD>- Bereich der HTML-Seite geladen. Die Syles sind kaskadierend, dh sie können im Style Sheet definiert werden, aber gegebenfalls bei bestimmten Seitenobjekten mit einer neuen Definition übersteuert werden. Zur Syntax von CSS-Files sei auf die Fachliteratur verwiesen. Themenkonzept: Um das Layout einer BSP-Anwendung als Ganzes anpassen zu können, setzt man Themen ein. Dies sind eigenständige Repository-Objekte, die im Repository Browser (SE80) gepflegt werden. Wenn ma ein Thema anlegt, kann man aus dem MIME-Repository MIME- Objekte in ein Thema aufnehmen. Ein Thema kann einer oder mehreren BSP-Anwendungen zugeordnet werden. Ohne dass die BSP-Applikation modifiziert werden muss, kann das ursprüngliche Layout auf ein anderes (zb firmenspezifisches) Layout umgestellt werden: In der Eigenschafts-Seite der BSP-Anwendung kann unter Thema ein Thema (und somit die zugehörigen MIMEs) der BSP-Applikation zugeordnet werden. Auf das Themenkonzept wird hier nicht weiter eingegangen - wir verweisen auf weiterführende Literatur, insbesondere [MCKE06].

19 Internet Server Cache : Performance-Aspekte (20) MIME-Objekte werden im Cache des ICM gehalten Administration durch TA SMICM: Werkzeuge Administration Monitor Systemüberwachung ICM-Monitor Performance-Aspekte: Bei MIME-Objekten handelt es sich häufig um Bilder oder multimediale Objekte, die in der Regel relativ gross (mehrere 100kB) sind. Somit sollten diese nicht bei jedem Zugriff von Neuem aus der DB gelesen werden! Deshalb werden MIME-Objekte beim ersten Zugriff im ICM-Servercache des WAS abgelegt und beim erneuten Zugriff aus diesem zurückgeliefert - mit Zugriffszeiten im ms-bereich. Die im Cache abgelegten Objekte besitzen eine Verfallszeit, die global über Profilparameter des ICM gesteuert werden (Standardwert: 1 Tag). Danach wir das Objekt ungültig und bei Platzbedarf aus dem Speicher verdrängt. In der Transaktion SMICM kann man unter: Springen HTTP Server-Cache Anzeigen den Cache-Monitor aufrufen und manuell MIME-Objekte aus dem Cache entfernen. Anmerkung: CSS- und MIME-Objekte werden sowohl im ICM-Cache als auch im Cache des lokalen Browsers gehalten. Bei Veränderungen muss somit: a) der ICM-Cache ungültig gemacht werden durch Transaktion SMICM, Menüpunkt: Springen HTTP Server-Cache Invalidieren Global im System b) und auch ein Refresh im Browser durchgeführt werden.

20 Seitenattribute globale Variablen der BSP-Seite Lokale Variablen : Können mit DATA-Anweisung im Layout und jedem Eventhandler vereinbart werden. Sind jedoch nur im Layout oder jeweiligen Eventhandler sicht- und zugreifbar! Globale Variablen der einzelnen BSP-Seite : Können als Seitenattribute der BSP-Seite definiert werden. Sind im Layout und allen Eventhandlern ihrer BSP-Seite sicht- und zugreifbar nicht jedoch in anderen BSP-Seiten... (21) Globale Variablen der gesamten BSP- Anwendung : Könnten als Attribute der Anwendungsklasse definiert werden... Auto-Seitenattribute : Können beim Aufruf der BSP durch Methode naviagation set_parameter() mit gleichnamigen Werten der Vorgängerseite gefüllt werden! (s.u.) Gültigkeitsbereich ist nicht dasselbe wie Gültigkeitsdauer des Inhalts von Datenbehältern! Hängt davon ab, ob Anwendung stateful oder stateless läuft! Seitenattribute sind Parameter, die für eine BSP explizit deklariert werden. Sie sind zugleich die Schnittstelle einer BSP nach außen. In Seitenattributen können Felder, Arbeitsbereiche oder interne Tabellen definiert werden - unter Rückgriff auf das ABAP-Dictionary aber auch mittels selbstdefinierter Typen. Die in den Seitenattributen definierten Datenbehälter sind in Bezug auf die zugehörige BSP-Seite global sichtbar (Gültigkeitsbereich): Sie können ohne Neudeklaration im Layout und allen Eventhandlern ihrer Seite verwendet werden. So kann man typischerweise in Seitenattributen Daten ablegen, die im Eventhandler OnInitialization ermittelt werden, um sie im Layout und anderen Eventhandlern zu nutzen. Soll ein Datenobjekt an mehr als einem Ort (also neben dem Layout auch in mehreren Eventhandlern) zur Vfg stehen, dann ist dieses Datenobjekt als Seitenattribut der BSP zu definieren. Muss ein Datenobjekt nur an einem Ort zur Vfg. stehen, dann genügt es, das Datenobjekt lokal im Layout oder dem entsprechendem Eventhandler mit einer DATA-Anweisung anzulegen. Wichtig: Der Zugriff auf die Inhalte der Seitenattribute ist nicht zu allen Zeitpunkten gegeben. Wie lange eine globale Variable einer BSP-Seite wirklich ihrern zugewiesenen Wert behält (Gültigkeitsdauer), hängt davon ab, ob die Anwendung stateless oder stateful abläuft. Dies wird später vertieft. Auto-Seitenattribute: Die Übergabe von Datenwerten von einer BSP-Seite an die Folgeseite wird auch durch Seitenattribute realisiert. Es können einfache Datentypen aber auch ganze interne Tabellen übergeben werden. Beim Aufruf einer BSP-Seite kann die aufrufende BSP-Seite Werte übergeben, mit denen die Seitenattribute gefüllt werden. Voraussetzung ist, daß solche Seitenattribute als auto gekennzeichnet sind (s.u.).

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