Scheinaufgabe im Fach Web Engineering

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1 Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Fakultät für Informatik Institut für Verteilte Systeme Scheinaufgabe im Fach Web Engineering Thomas Thüm 07. August 2006 Matrikel: Lehrveranstaltung: Web Engineering Betreuer: Dr. Reinhard Koeppe Semester: Sommersemester 2006

2 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis 1 Aufgabenstellung 3 2 Einleitung 3 3 CSCW-Systemen 3 4 Dokumentation der Implementation 4 2

3 1 Aufgabenstellung 1 Aufgabenstellung Entwerfen und Entwickeln Sie eine Web-Applikation, die Studenten beim Lernen von Definitionen unterstützt. Die Applikation soll Definitionen anzeigen und anschließend abfragen. Ist ein CSCW-System zur Umsetzung sinnvoll? Diskutieren Sie diesen Ansatz und beziehen Sie sich auf Ihre eigene Implementation. 2 Einleitung Der Einsatz von verteilten Systemen nimmt durch die rasante Entwicklung der Technik einen immer größeren Stellenwert ein. So werden Computer meistens nur noch vernetzt betrieben und es bilden sich ständig neue Herausforderungen für Applikationen heraus. Genauso werden aber auch immer wieder neue Anwendungsfelder für verteilte Applikationen erschlossen. Es gibt Web-Applikationen für die unterschiedlichsten Anwendungen, da sie sich vorallem durch ihre Portabilität auszeichnen. Eine nicht-webbasierte Applikation muss i.a. erst auf dem Rechner verfügbar gemacht werden und installiert werden. Das ist für manche Anwendungen nicht problematisch, da sie einmal auf dem Rechner installiert werden und immer wieder benutzt werden. Die herkömmlichen Applikationen versagen jedoch bei Anwendungsbereichen, in denen Programme nur einmalig und unvorhergesehen auf einem Rechner genutzt werden sollen. Man stelle sich vor, das sich Person A für Plasma-Fernseher interessiert und dazu das Internet durchforscht. Wenn ein Handler eine Umgebung zur Wareninformation und zum Kauf anbietet, dann würde sich A wahrscheinlich nicht 10 Minuten auf den download warten und das ganze dann installieren. Besser wäre in dem Fall eine Web-Application, die vollkommen in seinen Webbrowser integriert ist und vollautomatisch startet. Genau aus diesem Grund ist eine Web-Applikation gut dazu geeignet, Studenten beim Lernen zu unterstützen. Im folgenden werden Systeme zu rechnerunterstützter, kooperativer Arbeit auf ihre Tauglichkeit untersucht. In der Literatur hat sich die Abkürzung CSCW für Computer-Supported Cooperative Work heraus kristallisiert. 3 CSCW-Systemen CSCW-Systeme unterstützen die Zusammenarbeit der Kooperationspartner. Sie bieten unterschiedliche Hilfsmittel zur Überwindung räumlicher und zeitlicher Distanzen zwischen den Kooperationspartnern. Das Angebot reicht von Systemen, die nur wenige Formen der Kooperarion unterstützen, bis hin zu solchen, die ein breites Spektrum an kooperationsunterstützenden Diensten anbieten. Kooperative Prozesse können sehr unterschiedlich geartet sein. Der formale Ablauf der Prozesse wird häufig von den beteiligten Organisationen vorgegeben und in organisatorischen Handbüchern festgehalten. Im Alltag folgen die Prozesse jedoch nicht immer den vorgegebenen Strukturen. Die aktuelle Situation erfordert es häufig, vom formal vorgeschriebenen Ablauf abzuweichen und ihn gegebenenfalls durch informelle Teilprozesse 3

4 4 Dokumentation der Implementation zu ergänzen. Folglich ist es selten möglich, für einen Kooperationsprozess Details der Kooperationsform und damit die geeignete CSCW-Unterstützung vorherzusehen. CSCW-Ansätze dürfen sich nicht auf die Unterstützung spezieller Kooperationsformen beschränken, sondern müssen eine Vielfalt an kooperationsunterstützenden Funktionen anbieten. Dieser Anforderung werden CSCW-Systeme heute nicht gerecht. Mit der Auswahl eines Systems legen sich Benutzer meist im vorhinein auf eine Kooperationsform fest. Dies soll anhand von zwei sehr unterschiedlichen CSCW-Systemen erläutert werden. Workflow-Management-Systeme unterstützen den Ablauf strukturierter Kooperationsprozesse. Hierzu werden zunächst die zu unterstützenden Prozesse im System modelliert: die einzelnen Tätigkeiten, die beteiligten Stellen und die Arbeitsmittel werden spezifiziert. Wird der modellierte Prozess angestoßen, so informiert das System die bereiligten Personen über ihre Aufgaben und unterstützt deren Bearbeitung. Gemeinsame Ablagen verwalten die zu einem Prozess gehörenden Dokumente. Sie erlauben die gemeinsame Nutzung der Dokumente durch die Beteiligten Personen. Diese Systeme unterstützen die Organisationen von Kooperationsprozessen und die Koordination der einzelnen Tätigkeiten in unterschiedlichem Maß. Ein Workflow-Management- System übernimmt die Koordination der einzelnen Tätigkeiten der zuvor modellierten Prozesses. Ein Abweichen von diesem Prozess, wie das spontane Zurateziehen eines Experten, wird jedoch durch viele Workflow-Management-Systeme nicht unterstützt oder gar nicht zugelassen. Beim Einsatz gemeinsamer Ablagen können die Benutzer ihre Arbeit selbst organisieren. Sie erhalten jedoch nur wenig Unterstützung bei der Koordination ihrer Aktivitäten. 4 Dokumentation der Implementation Im vorangegangenen Kapitel wurde ein Einblick in CSCW-Systeme gegeben. Im folgenden soll untersucht werden inwiefern diese Systeme für die obige Aufgabenstellung relevant ist. CSCW-Systeme stellen eine Plattform für kooperatives Arbeiten dar. Laut Aufgabe soll eine Unterstützung beim Lernen von Definitionen geschaffen werden. Die Aufgabenstellung lässt offen, ob dazu mehrere Studenten untereinander kooperieren sollen. Es wäre denkbar eine Lernumgebung zu schaffen, wo sich Studenten über Ihre Lernfortschritte und Erfolge austauschen können. Zum reinen auswendig Lernen wird sicherlich eher weniger Kommunikation zwischen Studenten notwendig sein. Daher sind CSCW-Systeme für die Aufgabenstellung nicht zu empfehlen, da sie zumeist sehr komplex sind und der kooperative Aspekt beim Lernen vernachlässigbar ist. Aus diesem Grund habe ich ein Applet implementiert, dass Definitionen anzeigt, damit sie der Benutzer auswendig lernen kann. Dann erhält der Benutzer die Möglichkeit die Definition einzugeben, wobei die Definition natürlich nicht mehr angezeigt wird. 4

5 4 Dokumentation der Implementation Anschließend wird anhand der Editierdistanz berechnet wie nah die Eingabe an der eigentlichen Definition ist. Die Editierdistanz zwischen zwei Zeichenketten gibt die minimalen Anzahl an Veränderungen des einen Textes an, damit der zweite Text erzeugt wird. Eine Veränderung besteht aus dem Einfügen, Entfernen oder Tauschen von Zeichen. Das ist ein Verfahren, dass nicht die Semantik berücksichtigt. Verfahren, die die Semantik von Texten vergleichen, gibt es in dem Sinne nicht, da nicht jedem Wort (der deutschen Sprache) eine Bedeutung eindeutig zugeordnet werden kann. Heuristische Verfahren sind sehr komplex und ihre Implementierung würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Der Benutzer bekommt nach der Eingabe eine Ausgabe zu Gesicht, die verrät zu wieviel Prozent die Lösung richtig ist. Darüber hinaus wird ein Balken ausgegeben, der angibt, wieviel von allen bisher eingegebenen Definitionen richtig ist. Die optische Aufarbeitung dient zur Motivation. 5

6 Literatur Literatur [DLWZ03] Dumke/Lother/Wille/Zbrog: Web Engineering. Pearson Education - Addison Wesley, 2003 [SSU01] Schwabe/Streitz/Unland: CSCW-Kompendium. Springer,

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