DynFX MailServer 4.0. Häufige Fragen. Daniel Weber & Monika Zeevaert-Senger GbR

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1 DynFX MailServer 4.0 Häufige Fragen Daniel Weber & Monika Zeevaert-Senger GbR

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3 Inhaltsverzeichnis 1 Allgemeine Fragen Werden Domain-Mailboxen/Sammelkonten unterstützt? Worauf wirkt sich MaskDomain in SMTPD.CFG genau aus? Ist es mit dem MailServer möglich, Mails an andere Adressen weiterzuleiten? Kann man bei den Berechtigungen auch nur einzelne Computer anstelle ganzer Netze angeben? Ich habe den Befehl UIDL in den Logs gefunden. Wozu dient er? Der POP3-Abruf mit PULLMAIL scheitert bei manchen Mails Ich erhalte viele Fehlermeldungen von SMTPSVC Betrieb mit Einwahl/ohne feste Anbindung Wie ist der zeitnahe Versand ausgehender Mail möglich? Ist bedarfsweiser Mailaustausch für Wählleitungen möglich? Warum findet bei lokalem Versand/Abruf eine Einwahl statt? Kann ich den Einwahlvorgang automatisieren? Besonderheiten beim Mailversand mit T-Online Fragen zur SMTP-Authentifikation SMTP-Auth funktioniert nicht mit Microsoft Entourage SMTP-Auth-Probleme mit Norton AntiVirus Verschieben des MailServer oder der Mailkonten Ich habe einen Account umbenannt, jetzt erhalte ich eine Ablehnung aufgrund eines falschen Passworts Wie kann ich den MailServer verschieben? Sicherheits- und Schutzfunktionen Einbinden eines Virenscanners Der Server wird zum Spammen mißbraucht, was tun? Die Basisfunktionalität zur Vermeidung von Spam Feintuning gegen Spammer Problembehebung Es treten Fehler beim Versand von Mails an externe Adressen auf Fehlerhafter oder fehlender DNS-Server-Eintrag Fehlerhafter oder fehlender Domain-Eintrag Fehlerhafte oder fehlende Reverse-Lookup-Möglichkeiten Die Dienste starten nicht Ich benötige dennoch weitere Hilfe

4 Inhaltsverzeichnis 4

5 Kapitel 1 Allgemeine Fragen 1.1 Werden Domain-Mailboxen/Sammelkonten unterstützt? Ja, auf zwei Arten: Sammelkonten mit dem DynFX MailServer beim Provider abrufen: Der Abruf solcher Konten ist prinzipiell immer möglich, da es sich dabei um normale POP3-Konten handelt. Problematisch ist jedoch die weitere Verteilung der Mails an die verschiedenen Konten. Eine absolut sichere Lösung ist hierbei nur gegeben, wenn Ihr Provider den sogenannten Envelope (auch Envelope-Header oder X-Envelope- Header) zusätzlich am Anfang der Mails speichert. Nur dann ist die eigentlich gewollte Zieladresse eindeutig angegeben. Fehlt diese Information, dann kann bei der Teilnahme an Mailinglisten, Empfang von Mails die nur per CC oder BCC an die Adresse gerichtet sind, oder komplizierteren Weiterleitungsfolgen, die eigentlich beabsichtigte Zieladresse nicht verlässlich ermittelt werden, da sich diese nicht mehr verläßtlich in dem Mailheader befindet, und es kann passieren, dass diese Mails endlos zwischen verschiedenen Mailservern hin und her geschickt werden. Sammelkonten im DynFX MailServer einrichten: Der DynFX MailServer kann nicht nur Sammelkonten abrufen sondern selbige auch selbst anbieten. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Referenz in den Abschnitten Domains und Alias-Adressen unter Einrichten von Alias-Adressen. 1.2 Worauf wirkt sich MaskDomain in SMTPD.CFG genau aus? Die Maskierung von Domains (siehe hierzu auch in der Referenz den Abschnitt MaskDomain in SMTPD.CFG) wirkt sich auf den Envelope und auch auf den Header der Mails aus. 1.3 Ist es mit dem MailServer möglich, Mails an andere Adressen weiterzuleiten? Ja, hierzu können Sie die Datei aliases benutzen (siehe den entsprechenden Abschnitt aus der Referenz). Zum Beispiel können Sie mittels folgendem Eintrag Mails an die Adresse an umleiten: de : de 1

6 KAPITEL 1. ALLGEMEINE FRAGEN Alternativ können Sie eine Weiterleitung auch mittels der Scriptschnittstelle NEW- MAIL.CMD (siehe den entsprechenden Abschnitt aus der Referenz) auslösen. In dieser Datei können Sie mittels SMTPC die Mail an eine beliebige Zieladresse weiterleiten. Die Absenderadresse wird hierbei nicht verändert, das erhalten der lokalen Kopie ist dabei möglich. Bitte beachten Sie dass diese Möglichkeiten nur dann zur Verfügung steht, wenn die Ihr Server auch berechtigt ist, Mails für die Domain kunde.de zu verwalten, d.h. in der DNS- Zone der Domain kunde.de Ihr Server als MX (Mail-Exchanger) eingetragen ist. 1.4 Kann man bei den Berechtigungen auch nur einzelne Computer anstelle ganzer Netze angeben? Wenn Sie als Netzmaske angeben, dann bezieht sich dieser Eintrag auf ein Netzwerk mit nur einer IP-Adresse, d.h. praktisch auf nur einen einzigen Computer. 1.5 Ich habe den Befehl UIDL in den Logs gefunden. Wozu dient er? UIDL wird von Mailclients verwendet, wenn eine Option zum abrufen aber nicht zum löschen der Mails vom Server aktiviert ist. Dadurch ist es dem Client möglich zu erkennen, welche Mails bereits abgerufen wurden, und welche seit dem letzten Abruf neu hinzugekommen sind. 1.6 Der POP3-Abruf mit PULLMAIL scheitert bei manchen Mails. PULLMAIL hat in der Version 1.05 Probleme mit Mails, wenn das letzte Zeichen vor den Mailterminatorzeichen <CR><LF>.<CR><LF> ein alleinstehendes 0x0D ist. Der POP3-Dienst des DynFX MailServer entält seit Version einen Mechanismus, der dieses Abschlußzeichen aus den abzurufenden Mails entfernt. 1.7 Ich erhalte viele Fehlermeldungen von SMTPSVC. Daran sind wir nicht Schuld, SMTPSVC ist der SMTP-Dienst des Microsoft Internet Information Server, nicht der des DynFX MailServer. Höchst wahrscheinlich ist ein Betrieb des SMTPSVC garnicht notwenig, wenn Sie den DynFX MailServer betreiben, es sei denn, Sie möchten aus ASP-Seiten per CDONTS oder CDOSYS Mails versenden. Dann sollten Sie jedoch den SMTP-Dienst des Microsoft Internet Information Server für Verbindungen von aussen deaktivieren (d.h. Verbindungen nur von erlauben) und einen alternativen Port anstatt 25 verwenden (z.b. 8025, da Port 25 für den DynFX MailServer benötigt wird). 2

7 Kapitel 2 Betrieb mit Einwahl/ohne feste Anbindung 2.1 Wie ist der zeitnahe Versand ausgehender Mail möglich? Hierzu wählen Sie bei der Installation aus, dass Mails sofort zugestellt werden sollen. Alternativ können Sie diese Funktion auch nachträglich aktivieren. Hierzu richten Sie im Outgoing eine Datei Namens newmail.cmd (näheres hierzu in der Referenz im Abschnitt NEWMAIL.CMD) ein und fügen in diese Datei die entsprechenden SMTPC-Aufrufe (siehe hierzu in der Referenz den Abschnitt SMTPC - der SMTP Client) ein. 2.2 Ist bedarfsweiser Mailaustausch für Wählleitungen möglich? Ja, hierzu richten Sie mittels POPADMIN (siehe hierzu POPADMIN - der Postfachverwalter) ein spezielles Konto zum Beispiel mit dem Namen mailaustausch ein. Sie finden nun im Spool ein Verzeichnis mailaustausch. Dort richten Sie eine Datei newmail.cmd (siehe hierzu den Abschnitt NEWMAIL.CMD) ein, und integrieren dort die Aufrufe für den Mailaustausch (siehe hierzu auch SMTPC und POP3C). Künftig können alle Netzwerkteilnehmer durch den Versand einer Mail an den Mailaustausch initiieren. 2.3 Warum findet bei lokalem Versand/Abruf eine Einwahl statt? Die Dienste SMTPD und POP3D führen beim Verbindungsaufbau einen sogenannten Reverse Lookup durch um die IP-Adresse des Gegenparts zu ermitteln und zu Protokollieren. Bei lokalen Netzen in denen kein DNS-Server vorhanden ist oder der DNS- Server keine Reverse Lookup -Zonen enthält, wird versucht, diese Anfrage übers Internet durchzuführen. Als Lösung installieren Sie entweder einen DNS-Server und richten die Reverse Lookup -Zonen ein, oder deaktivieren den Reverse Lookup (siehe hierzu die Option ReverseLookup in SMTPD.CFG und POP3D.CFG). 2.4 Kann ich den Einwahlvorgang automatisieren? Ja, unter Windows NT, Windows 2000 und Windows XP gibt es das Hilfprogramm RAS- DIAL. Damit können Sie die Wählverbindung aufbauen, den Mailaustausch durchführen und danach die Einwahlverbindung wieder trennen. Eine Beschreibung erhalten Sie indem Sie RASDIAL /? eingeben. 3

8 KAPITEL 2. BETRIEB MIT EINWAHL/OHNE FESTE ANBINDUNG 2.5 Besonderheiten beim Mailversand mit T-Online Wenn Sie über T-Online eingewählt sind, dann ist es nicht möglich beim direkten zustellen der Mails an andere T-Online-Benutzer zu senden, da die T-Onlin exchanger keine Verbindungen von eigenen Einwahladressen annehmen. Als Problemlösung lassen Sie sich im T-Online-Servicebereich für die Benutzung des Servers smtprelay.t-online.de freischalten und versenden entweder alle Mails über diesen Server, oder tragen in der Datei smarthosts folgende statische Zuordnung ein (sollte die Datei nicht existieren, können Sie diese anlegen): t o n l i n e. de : smtprelay. t o n l i n e. de 4

9 Kapitel 3 Fragen zur SMTP-Authentifikation 3.1 SMTP-Auth funktioniert nicht mit Microsoft Entourage Microsoft Entourage stört sich an einer speziellen Erweiterung die für Microsoft Outlook Express 4 jedoch nötig ist. Sie können diese Option mit OE4CompatAuth: 0 in der SMTPD.CFG deaktivieren, dadurch ist Outlook Express 4 nicht mehr in der Lage sich zu Authentifizieren, dafür nun aber Entourage. Eine Lösung für beide Anwendungen ist leider nicht möglich. 3.2 SMTP-Auth-Probleme mit Norton AntiVirus. Normalerweise akzeptiert. Der SMTP-Server zur Authentifikation die regulären POP3- Zugangsdaten. Ist jedoch Norton AntiVirus installiert, wird ein POP3-Proxy von Norton AntiVirus aktiviert, wozu in Microsoft Outlook und Microsoft Outlook Express der POP3- Benutzername von Norton AntiVirus um den eigentlichen POP3-Servernamen ergänzt wird. Als Ergebniss funktioniert nun SMTP-Auth nicht mehr da ein veränderter Benutzername zum SMTP-Server übermittelt wird. Als Lösung wechseln sie unter Extras/Konton in die Eigenschaften Ihres Mailkontos auf das Registerblatt Server. Neben der aktivierten Option Server erfordert Authentifizierung gibt es den Button Einstellungen. Nun können Sie einen separaten Benutzernamen und ein eigenes Passwort festlegen. Bitte geben Sie hier die regulären POP3-Zugangsdaten an, ohne die von Norton AntiVirus angehängten Daten. 5

10 KAPITEL 3. FRAGEN ZUR SMTP-AUTHENTIFIKATION 6

11 Kapitel 4 Verschieben des MailServer oder der Mailkonten 4.1 Ich habe einen Account umbenannt, jetzt erhalte ich eine Ablehnung aufgrund eines falschen Passworts. Das Passwort wird verschlüsselt gespeichert, zur Verschlüsselung wird unter anderem der Account-Name verwendet, ändert sich dieser kann auch dass Passwort nicht mehr erkannt werden. Setzen Sie das Passwort erneut, dann wird es unter Verwendung des neuen Postfachnamens verschlüsselt. 4.2 Wie kann ich den MailServer verschieben? Wenn Sie das Installationsverzeichnis des MailServer nachträglich verändern müssen, so ist dies durchaus möglich, erfordert jedoch manuelle Eingriffe. Zuerst halten Sie bitte alle zum MailServer gehörenden Dienste an. Dies tun Sie unter Windows 2000 bzw. Windows XP unter Start/Programme/Verwaltung/Dienste, unter Windows NT unter Start/Einstellungen/Systemsteuerung/Dienste. Nun verschieben Sie den MailServer Ordner an die neue Position, zum Beispiel von C:\MAIL nach D:\MAIL. Anschließen müssen die Systemvariablen MAILCONFIGDIR und PATH angepasst werden. Dies tun Sie indem Sie mit der rechten Maustaste auf den Arbeitsplatz und dann auf Eigenschaften klicken. Im Registerblatt Erweitert betätigen Sie die Schaltfläche Umgebungsvariablen. 7

12 KAPITEL 4. VERSCHIEBEN DES MAILSERVER ODER DER MAILKONTEN Abbildung 4.1: Systemeigenschaften Hier ändern Sie nun den Wert der Variablen MAILCONFIGDIR auf das neue Verzeichnis. Ebenso passen Sie bitte PATH antsprechend an, damit anstelle des alten Verzeichnisses das neue enthalten ist. Abbildung 4.2: Umgebungsvariablen Nun starten Sie die Eingabeaufforderung und wechseln ins neue MailServer Verzeichnis. Führen Sie dort bitte folgende Befehle aus: D: \MAIL>smtpd u n i n s t a l l 8

13 4.2. WIE KANN ICH DEN MAILSERVER VERSCHIEBEN? DynFX SMTP Server removed. D: \MAIL>smtpd i n s t a l l DynFX SMTP Server i n s t a l l e d. D: \MAIL>mdad u n i n s t a l l DynFX MDAD Server removed. D: \MAIL>mdad i n s t a l l DynFX MDAD Server i n s t a l l e d. D: \MAIL>pop3d u n i n s t a l l DynFX POP3 Server removed. D: \MAIL>pop3d i n s t a l l DynFX POP3 Server i n s t a l l e d. D: \MAIL>s y s l o g d u n i n s t a l l DynFX SYSLOG Server removed. D: \MAIL>s y s l o g d i n s t a l l DynFX SYSLOG Server i n s t a l l e d. Im letzten Schritt passen Sie nun bitte noch die Konfigurationsdateien SMTPD.CFG, MDAD.CFG, POP3D.CFG und SYSLOGD.CFG auf den neuen Pfad an. Abbildung 4.3: Konfiguration des SMTP-Dienstes Haben Sie auch diese Änderungen vorgenommen, führen Sie bitte einen Systemneustart durch. Danach können Sie die MailServer Dienste wieder starten. 9

14 KAPITEL 4. VERSCHIEBEN DES MAILSERVER ODER DER MAILKONTEN 10

15 Kapitel 5 Sicherheits- und Schutzfunktionen 5.1 Einbinden eines Virenscanners Grundsätzlich eignet sich jeder Virenscanner, der sich mit Kommandozeilenaufrufen anweisen läßt bestimmte Dateien zu scannen (z.b. der kostenfreie Scanner CLAMWIN dessen Unix-Pendant sehr gerne als Virenschutz für Mailserver eingesetzt wird), zur Integration in den DynFX MailServer. Aufgrund der Masse der am Markt befindlichen Virenscanner können wir keine individuellen Anleitungen bieten. Die Vorgehensweise ist in allen Fällen dieselbe: Möchten Sie den Virenschutz nur für bestimmte Postfächer anbieten, dann können Sie in den jeweiligen Postfächern über die NEWMAIL.CMD Scriptschnittstelle beim Eintreffen einer den Virenscanner aufrufen. Der Virenscanner entfernt infizierte Dateien entweder selbstständig oder aber gibt einen sogenannten ERRORLEVEL zurück, mittels dem Sie erkennen können ob die -Datei entfernt werden soll. Soll der Virenschutz hingegen für jeglichen Mailverkehr gelten so legen Sie am besten neben dem Verzeichnis spool ein weitere Verzeichnis prespool an. Ändern Sie die Option SpoolDir in der SMTPD.CFG ab, damit SMTPD das neue Verzeichnis prespool verwendet. Legen Sie nun dort analog zum ersten Szenario eine NEWMAIL.CMD an, die für neu eingetroffene E- Mail den Virenscanner auslöst und die s danach - wenn kein Virenbefall festgestellt wurde - ins bisherige spool Verzeichnis verschiebt. Bitte beachten Sie: Stark verschachtelte -Anhänge können von manchen Virenscannern nicht korrekt entschachtelt werden, daher kann ein Virenscan trotz eines Befalls ergebnislos verlaufen. Befindet sich der Virus in einem passwortgeschützten ZIP-Archiv an der kann kein Virenscanner diesen erkennen. 5.2 Der Server wird zum Spammen mißbraucht, was tun? Im laufe der Entwicklung des DynFX MailServer wurden die Möglichkeiten zur Vermeidung von Spam immer weiter verfeinert, hier nun ein kurzer Überblick: Die Basisfunktionalität zur Vermeidung von Spam Mit der Option AllowRelay (siehe auch die Referenz) können Sie den Bereich an IP-Adressen der Mails über Ihren Mailserver an fremde Adressen versenden darf genau angeben. Dies ist die am meisten benutzte und auch wirksamste Methode zur 11

16 KAPITEL 5. SICHERHEITS- UND SCHUTZFUNKTIONEN Vermeidung von Mißbrauch durch Spam. Hierdurch können Sie jeden Spam der nicht an ein lokales Konto gerichtet ist, abfangen. Wenn die legalen Benutzer des Mailservers nun von unterschiedlichen IP-Bereichen kommen (zum Beispiel durch die Benutzung unterschiedlichen Provider, je nach Tageszeit) fassen Sie die AllowRelay-Angabe dennoch so Eng wie möglich, und empfehlen Sie den Nutzern SMTP-Auth (RfC 2554), das kann jeder gängige Mailclient. Dadurch meldet sich der Mailclient bereits beim Versand an (unser Mailserver unterstützt alle 4 verbreiteten Mechanismen) und kann dann beliebig senden, alle anderen können nur an lokale Domains senden. Mit der Option AcceptDomainAuth (in smtpd.cfg) können Sie aktivieren, dass nur überprüft wird, ob die Domain der Absenderadresse lokal bekannt ist. Das ist ein sehr ungenauer Mechanismus, damit können Sie zwar einige aber nicht alle Spam- Mails abfangen. Achtung: Hierzu muß AllowRelay ebenfalls eingegrenzt sein, beide Filter wirken als ODER und nicht als UND Filter. Zu empfehlen ist die Einschränkung des AllowRelay-Bereichs (also Variante 1), das ist für einige Kunden eine Umgewöhnung aber mit SMTP-Auth viel komfortabler als SMTP-after-POP Feintuning gegen Spammer Jetzt zu den neuen Mechanismen, diese greifen dann, wenn Sie Variante 1 umgesetzt haben und den Spam an lokale Konten reduzieren wollen: blocklist Wenn Sie eine Datei mit diesem Namen anlegen, und dort Mailadressen oder Domains Zeilenweise platzieren, werden von diesen Adressen, oder von Adressen, die diese Domains enthalten keinerlei Mails mehr angenommen. Die Mail wird noch vor der Einlieferung mit 550 sender address <...> is blocked abgelehnt. filters Wenn Sie eine Datei mit diesem Namen anlegen, und dort markante Zeichenfolgen aus Spam-Mails Zeilenweise plazieren, werden alle Mails die innerhalb der ersten 2048 Zeichen diese Zeichenfolge enthalten, gefiltert. Dadurch lassen sich nicht nur Inhaltsfilter sondern auch einfache Virenfilter definieren. Mail.From.Resolve Mail.From.Resolve ist eine Option in SMTPD.CFG, dadurch überprüfen Sie, ob die Domain einer Absenderadresse per Mail erreichbar ist. Wenn nicht wird dieser Absender abgelehnt. dnsrbl.connect und dnsrbl.transact Über diese Steuerdateien konfigurieren Sie die Verwendung von DNS-basierten Realtimeblacklists. Lesen Sie hierzu den entsprechenden Abschnitt in der Referenz. ANTISPAM und ASLEARN Mit diesen beiden Hilfsprogrammen können Sie einen vollwertigen Spamfilter aktivieren, der jede anhand einiger gewichteter Kriterien bewertet. Lesen Sie hierzu bitte die Einrichtungsanleitung in der HOWTO.PDF sowie die Detailbeschreibungen der Hilfsprogramme in der Referenz. Bitte beachten Sie, dass eine sorgfältige Auswahl der Mittel zur Spambekämpfung und eine regelmäßige Prüfung und Anpassung erforderlich sind. Einstellungen, die sich noch Heute als sehr wirksam gegen Spam erweisen können bereits in einer Woche erwünschte s blockieren und angepassten Spam hingegen ungehindert passieren lassen. 12

17 Kapitel 6 Problembehebung 6.1 Es treten Fehler beim Versand von Mails an externe Adressen auf Diese Probleme treten relativ häufig auf neu installierten Systemen auf und lassen sich meist auf eine der im folgenden beschriebenen Ungenauigkeiten bei der Konfiguration zurückführen. Für den Versand von Mails im Internet ist eine korrekte DNS-Konfiguration essentiell, deshalb bitten wir Sie, bevor Sie uns kontaktieren, bereits diese Schritte durchzugehen Fehlerhafter oder fehlender DNS-Server-Eintrag Bitte überprüfen Sie in Ihrer Netzwerkkonfiguration bei TCP/IP ob ein DNS-Server für Ihr System eingerichtet ist. Wenn Sie dort nun die IP-Adresse des DNS-Servers ermittelt haben testen Sie mittels des PING-Befehls der zum Umfang des Betriebssystems gehört, ob der DNS-Server erreichbar ist. D:\> ping Ping wird a u s g e f ü h r t f ü r mit 32 Bytes Daten : Antwort von : Bytes=32 Z e i t =41ms TTL=251 Antwort von : Bytes=32 Z e i t =40ms TTL=252 Antwort von : Bytes=32 Z e i t =40ms TTL=252 Antwort von : Bytes=32 Z e i t =40ms TTL=252 Bitte beachten Sie: Die IP-Adresse des DNS-Servers ist je nach Provider unterschiedlich, fragen Sie ggf. Ihren Netzwerkadministrator oder Provider nach der für Ihren Fall gültigen DNS-Server-Adresse. Ist der DNS-Server erreichbar, dann testen Sie mittels NSLOOKUP, das ebenfalls zum Umfang von Windows NT, Windows 2000 und Windows XP gehört, ob er korrekt antwortet. D:\> nslookup Standardserver : ns2. dynfx. net Address : > e x i t D:\> 13

18 KAPITEL 6. PROBLEMBEHEBUNG Wenn der DNS-Server nicht korrekt antwortet, Sie also bei einem der beiden Tests Fehler gemeldet bekommen, oder wenn gar kein DNS-Server konfiguriert ist, dann wenden Sie sich bitte an Ihren Provider damit er Ihnen einen für Sie gültigen DNS-Server nennt Fehlerhafter oder fehlender Domain-Eintrag Für die Namensermittlung ist es ebenfalls erforderlich, dass der Server selbst informiert ist, von welcher Ausgangsdomain er ausgehen soll, deshalb ist es wichtig den Domain- Namen in der Netzwerkkonfiguration einzutragen. Leider ist dieser Standardmäßig nicht vorhanden. Ab Windows 2000 Stellen Sie sicher, dass Sie Administrationsrechte haben. Klicken Sie mit der rechten Mousetaste auf das Symbol Arbeitsplatz auf Ihrem Desktop und wählen Sie Eigenschaften. Wechseln Sie zum Registerblatt Netzwerkidentifikation und wählen Sie dort erneut Eigenschaften. Sie sehen z.b. ein Dialogfeld ähnlich dem folgenden: Abbildung 6.1: Konfiguration des Hostnamens ab Windows 2000 Dieser Wert ist inkorrekt, dass erkennen Sie daran, dass als Vollständiger Computername nur der Computername ohne Domain-Teil angezeigt wird. Klicken Sie nun auf Erweitert..., dort können Sie im Feld Primäres DNS-Suffix des Computers den Domain-Teil angeben und die Einstellung somit vervollständigen. Nun müssen Sie noch einen Neustart des Servers durchführen um die Einstellung aktiv werden zu lassen. Bis Windows NT 4.0 Stellen Sie sicher, dass Sie Administrationsrechte haben. Klicken Sie mit der rechten Mousetaste auf das Symbol Netzwerkumgebung auf Ihrem Desktop und wählen Sie 14

19 6.1. ES TRETEN FEHLER BEIM VERSAND VON MAILS AN EXTERNE ADRESSEN AUF Eigenschaften. Wechseln Sie zum Registerblatt Protokolle und wählen Sie dort die Eigenschaften für das TCP/IP-Protokoll. Sie sehen z.b. ein Dialogfeld ähnlich dem folgenden: Abbildung 6.2: Konfiguration des Hostnamens bis Windows NT 4.0 Im Beispiel wurde dem Server der Domain-Name dynfx.com zugewiesen. Sie müssen hier jeweils Ihren Domain-Namen den Sie ggf. von Ihrem Provider erfahren, eintragen. Nun müssen Sie noch einen Neustart des Servers durchführen um die Einstellung aktiv werden zu lassen Fehlerhafte oder fehlende Reverse-Lookup-Möglichkeiten Hier können Sie nur selbst eingreifen, wenn Sie den für Sie zuständigen DNS-Server selbst betreiben. Andernfalls sind Sie auf die Hilfe Ihres Providers angewiesen. Zuerst überprüfen Sie ob die Konfiguration des Reverse-Lookups korrekt ist: D:\> t r a c e r t Routenverfolgung zu über maximal 30 Abschnitte : 1 <10 ms <10 ms <10 ms cr0. g r a f i n g. de. dynfx. com [ ] 2 40 ms 40 ms 40 ms ie m. ar1. mucii. baycix. net [ ms 40 ms 50 ms e z r i. ebe o n l i n e. de [ ] Ablaufverfolgung beendet. D:\> 15

20 KAPITEL 6. PROBLEMBEHEBUNG Bitte beachten Sie: Anstelle der geben Sie bitte die IP-Adresse Ihres Servers an. Hier ist die Reverse-Lookup-Konfiguration korrekt, es wird der Name ezri.ebe-online.de zur IP des Zielsystems ermittelt. Sieht die Ausgabe jedoch zum Beispiel folgendermaßen aus, ist die Konfiguration nicht korrekt. D:\> t r a c e r t Routenverfolgung zu über maximal 30 Abschnitte : 1 <10 ms <10 ms <10 ms cr0. g r a f i n g. de. dynfx. com [ ] 2 51 ms 70 ms 60 ms atm6 0 1.dr13. nacamar. net [ ] 3 70 ms 90 ms 70 ms e0. ffm1. ngate. de [ ] 4 60 ms 70 ms 60 ms Ablaufverfolgung beendet. D:\> Bitte beachten Sie: Anstelle der geben Sie bitte die IP-Adresse Ihres Servers an. Hier ist die Reverse-Lookup-Konfiguration inkorrekt, es wird kein Name zur IP des Zielsystems ermittelt. Wenn Sie selbst den keinen DNS-Server für Ihren Bereich betreiben, dann wenden Sie sich bitte an Ihren Provider hierfür den Reverse-Lookup korrekt einzurichten. Wenn Sie selbst einen DNS-Server betreiben, dann können Sie auch den Reverse-Lookup konfigurieren. Leider ist es uns aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten in diesem Bereich nicht möglich eine Einrichtungsanleitung zu erstellen. 6.2 Die Dienste starten nicht. Sollte einer der Dienste nicht von Windows gestartet werden können, versuchen Sie den jeweiligen Dienst im Debug-Modus zu starten. Sie tun dies beim SMTP-Server zum Beispiel folgendermaßen: C:\>cd mail C: \MAIL>smtpd debug Debugging DynFX SMTP Server i n f o : DynFX SMTP Server launching e r r o r : could not load c o n f i g u r a t i o n C: \MAIL> In diesem Fall erkennen Sie, Anhand der Fehlermeldung, dass der Dienst Probleme hatte, die Konfigurationsdatei zu laden. Überprüfen Sie deren Position, sowie ob die Systemvariable korrekt gesetzt ist. 16

21 6.3. ICH BENÖTIGE DENNOCH WEITERE HILFE. Im Erfolgsfall sollte die Ausgabe in der letzten Zeile die positive Rückmeldung launched and fully operational enthalten. Der Server verbleibt nun bis Sie ihn mit Strg+C abbrechen im Debug-Modus, nimmt dabei ganz normal Verbindungen entgegen und arbeitet s ab. Sämtliche Protokollausgaben werden jedoch auf die Konsole geschrieben und können direkt von Ihnen geprüft werden. 6.3 Ich benötige dennoch weitere Hilfe. Am schnellsten erhalten Sie Hilfe, wenn Sie Ihre Fragen in unserer Support-Diskussionsgruppe dynfx.public.mailserver.misc auf unserem Newsserver news.dynfx.net stellen. Das Entwicklungsteam beobachtet diese Gruppe ständig antwortet kurzfristig auf Ihre Anfragen, und andere Anwender sind dort ebenfalls vertreten. Alternativ können Sie unter über eine Webschnittstelle auf die SUpport-Diskussionsgruppe zugreifen. Außerdem haben Sie dort Zugriff auf unsere FAQ-Datenbank und können die jeweils aktuellsten Dokumentationstexte herunterladen. Wenn Sie dort noch nicht zu einer Lösung gekommen sind, schicken Sie Ihre Frage an die Adresse des MailServer Entwicklungsteams: Bitte sehen Sie von telefonischen Anfragen ab. Der günstige Preis des DynFX MailServer ermöglicht uns leider keinen Telefonsupport. 17

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