Der Standard integriert: digitales Publizieren und Archivsysteme. Moderne Zeitungsarchive

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1 IFRASYMPOSIUM: Moderne Zeitungsarchive am Bildschirm anzuzeigen. MultimediaArchivsysteme, die Audio und Videosequenzen, Text und herkömmliche Bilder vorhalten, sind vom praktischen Einsatz im Zeitungsverlag nicht mehr weit entfernt. In der Zeitungsproduktion von morgen wird das multimediale Speichern und Abrufen zur täglichen Praxis gehören. Was jedoch die Digitalisierung älterer Archivbestände anbetrifft, so warten wir immer noch auf eine Technologie, die die bei der Indexierung anfallenden Arbeitsstunden drastisch reduziert, denn sie sind es, die das Ganze so kostspielig machen. Was wir brauchen, ist eine Volltextbeziehungsweise Ganzseitenarchivierung jener Dokumente, die derzeit noch auf Mikrofilm abgelegt sind. In den nächsten Jahren, so glaube ich, dürfte es jedoch technisch auch möglich sein, Mikrofilm einzuscannen mittels ZoningSoftware und OCRTechnologie und mit relativ geringem Bedienungsaufwand. Diese Systeme werden uns die Möglichkeit bieten, eine Volltextsuche in jedem veröffentlichten Artikel und jeder publizierten Anzeige durchzuführen, und zwar bis zu dem Zeitpunkt zurückreichend, ab dem wir Dokumente gesammelt haben. GanzseitenArchivierung ohne damit verbundene kostspielige Arbeitsstunden. Das wäre die perfekte Lösung. Der Standard integriert: digitales Publizieren und Archivsysteme PHILIPP WALZ Herstellungsleiter GERLINDE HINTERLEITNER Projektleiterin Der Standard, Wien, A Der Standard erscheint seit dem 19. Oktober 1988 und ist Österreichs größte Qualitätszeitung mit Lesern, das entspricht einer Reichweite von 5,4 %. Im Februar 1995 war Der Standard erstmals im Internet abrufbar. Obwohl die InternetAusgabe nur einen Teil des gedruckten Standards enthielt, war sie von Anfang an Österreichs erfolgreichste OnlineZeitung. IDie Tatsache aber, als erste deutschsprachige Schritt gewagt zu haben, war eine Entscheidun& über deren Tragweite man sich auch in unserem Verlag nicht vollkommen im klaren war. Die Nutzung des InternetAuftritts schien damals eher eine MarketingMaßnahme zu sein, und man ging von einer indirekten Wertschöpfung aus. Immer mehr wurde aber deutlich, daß sich sowohl das Medium als auch die Technologie durchsetzen würden. Seit einigen Jahren schon wurde im Verlag die Notwendigkeit eines eigenen digitalen Bild und Textarchivs diskutiert. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die externe Dienstleistung der Austria Presse Agentur (APA) genutzt. Für die Entscheidung, ein eigenes digitales Archiv aufzubauen, waren schließlich strategische Motive und Kostenüberlegungen ausschlaggebend, denn wie würde man die eigenen Inhalte über Online und gedruckte Ausgabe hinaus nutzen können, wenn man sie nicht schnell und kostengünstig zur Verfügung hätte. Um ein Bild und Textarchiv richtig zu integrieren und ein entsprechendes Anforderungsprofil zu erstellen, wurde eine Projektgruppe einberufen, die sich aus der Internet Verantwortlichten (die gleichzeitig auch stellvertretende Archivleiterin ist), dem Fotoredakteur, dem RedaktionssystemManagement sowie dem Technikverantwortlichen im Verlag zusammensetzte. Die wichtigsten Anforderungen wurden so definiert: Redaktionsarchiv für Zeitungsartikel und Agenturmeldungen; Bildarchiv für Agenturbilder von APA und Reuters sowie für eigene Bilder; mehrere, automatisch erstellte Internet und andere digitale Ausgaben (Frame, NoFrame, die StnndardSpezialausgabe für Blinde, CNNAusgabe etc.); vollautomatische Verarbeitung (inklusive Ressortierung etc.) der Daten aus dem Satzsystem (Cicero Cardo), automatische Generierung von komplexen HTMLLayouts und Editiermöglichkeiten auf der Basis der grafischen Bedieneroberfläche; Kosteneffizienz und Wunschplattform Windows NT (bereits in Verwendung, einfachere Administrierung). Zusätzlich bestand auch der Wunsch nach einer stark erweiterten OnlineAusgabe. Somit wurde deutlich, daß beide Projekte (Archiv und Online) offensichtlich konvergierten. Die Projektgruppe entschied sich schließlich für eine integrierte Lösung für digitales Publizieren und Archivieren von Zeitungen und Bildern, wobei der InhouseTeil des Systems mit der neuen IntranetTechnologie verwirklicht werden sollte. Vorgeschlagen wurde diese Lösung von der Firma Comlab, von der wir bereits die Software NewsMaker (Aufbearbeitungsprogramm für HTMLSeiten) in Verwendung hatten und die für den Standard die Blindenausgabe entwickelt hatte. Daß eine solche Eigenentwicklung auch ein gewisses Risiko bedeutete, war allen Beteiligten bewußt. Nur eine gute und stabile Zusammenarbeit der einzelnen Projektgruppenmitglieder mit Comlab würde den gewünschten Erfolg bringen. Bei aller Bescheidenheit kann man heute sagen, daß sich dieser Mut zum Risiko gelohnt hat. Investitionskosten und Einsparungen Kosten der Software und deren Implementierung: Die Kosten (ohne InternetAuftritt) in diesem Bereich wurden mit DM budgetiert, und mehr wurde auch nicht aufgewendet. 12 Zeitungstechnik Juli /August 1997

2 . IFRASYMPOSIUM: Moderne Zeitungsarchive Kosten der Hardware: Die Kosten, die hier verbucht wurden, belaufen sich auf zirka DM (Server und Clients), wobei an dieser Stelle nicht verschwiegen sei, daß durch die Ausrichtung auf die InternetTechnologie einiges an Speicherkapazität auf den einzelnen Geräten notwendig war und noch sein wird, die hier nicht mit eingerechnet werden konnte. Eingerechnet wurde aber die mit der Einführung einhergegangene weitgehende Digitalisierung der gesamten Fotoredaktion. Schwierig ist die Quantifizierung der Arbeitsstunden, der Einsatz aller beteiligten Mitarbeiter war jedenfalls enorm. Einsparungen: Im Bereich des Fotoarchivs werden alleine durch das nicht mehr benötigte Fotopapier Einsparungen von rund DM pro Jahr erzielt. Zusätzlich werden mittel bis langfristig über 50 % Arbeitszeitersparnis erwartet. Der Standard zieht in Kürze in ein neues Gebäude; durch die Digitalisierung wurde ein platzaufwendiges Fotolabor weitgehend obsolet, ganz abgesehen von den Kosten für ein solches Labor. Auch im Textarchiv wir werden etwa 25 % Arbeitszeit eingespart. Was die laufenden Kosten anbelangt, meinen wir, durch die Verwendung von Windows NT erhebliche Systemwartungskosten eingespart zu haben. Die Lösung aus Sicht des einzelnen Redakteurs Was hat sich nun für den Redakteur oder die Redakteurin geändert? Er erspart sich viele Telefonate und Wege ins Text und Fotoarchiv und muß sich nicht von seinem Arbeitsplatz wegbewegen, um ein passendes aktuelles Foto für seinen Artikel auszusuchen oder kleine Recherchen im Redaktionsarchiv oder im Internet durchzuführen. Das Textarchiv und Bildarchiv wurde mit Hilfe der Technologie der Firma Verity realisiert, einem führenden Hersteller für VolltextSearchEngines in Kalifornien. Aus der generischen SearchEngine entwickelte Comlab eine spezielle Lösung für Zeitungsverlage mit Suchformularen, Resultatsformularen und zahlreichen Erweiterungen, speziell für den Bereich Bild, der von Verity ursprünglich nicht vorgesehen war. Im Herzen des Systems steht ein von Comlab vollkommen neuentwickeltes, digitale Aufbereitungsprogramm namens NewsMaker. Es ist das 1 indeglied zwischen dem Satzsystem, dem Archiv und de4verschiedensten digitalen Ausgaben und erzeugt automatisch (mit Hilfe benutzerdefinierter Schablonen) HTMLCodes. Dus SuchabfrageFormular,fiir das Texturchiv des,,standards mit FreitextSuche und der Möglichkeit, zusätzliche Einschränkungen vorzunehmen (mit diesen Masken arbeiten die Inhouse Anwender). viel teureren, speziellen Zeitungsarchivsystemen), einfachere Bedienung und Schulung (vertrautes Benutzer Interface) und identische Verwendung im Intranet (intern) und Internet (extern). Den Benutzern steht ein Suchformular zur Verfügung, mit der Möglichkeit, sowohl nach einfachen Stichworten zu suchen, feldbasierende Einschränkungen anzugeben (Erscheinungsdatum, Ressort und Schlagworte) als auch komplexe Suchkommandos mit logischen Verknüpfungen, ProximityOperatoren (im selben Satz, bestimmten Abstand und so weiter) sowie SoundexOperatoren. Die Resultate werden wahlweise nach Erscheinungsdatum oder nach Relevanz (berechnet aus der Häufigkeit Das TextArchiv Das Textarchiv basiert auf IntranetTechnologie und verwendet normale WWWBrowser (InternetExplorer und NetscapeNavigator) als Clients. Die Hauptgründe, die für diese Technologie sprachen, waren Plattformunabhängigkeit (PCs und Macs), Kosteneffizienz (verglichen mit Das OnlineArchiv setzt eine eigene Suchmaschine, den Index Server, ein (eine solche Maske bekommt der OnlineArchivnutzer,für seine Recherche zur Verfügung gestellt). Zeitungstechnik Juli /August

3 IFRASYMPOSIUM: Moderne Zeitungsarchive Der OnlineStandard, die elektronische Ausgabe der Zeitung, ist seit 1995 im Internet. Die OnlineZeitung erfreut sich großer Beliebtheit, insbesondere seit der Verbe.sserung (personalisierte Zeitung) und Ausweitung (Archivnutzung) des Angebotes. Bisher ist alles kostenlos, jedoch ist in naher Zukunft die Einführung einer Gebührenstruktur vorgesehen. der vorkommenden Stichworte) geordnet. Zusätzlich besteht unter Verity noch die Möglichkeit der Definition eigener,,topics, das sind vordefinierte Themen (als komplexe Suchkommandos entwickelt und gespeichert). Das OnlineArchiv Für das Archiv als Teil des (öffentlichen) Standard Online wurde aus Sicherheits und PerformanceGründen ein eigener Server verwendet. Aus lizenzrechtlichen (Kosten)Gründen kam dabei auch eine andere SearchEngine zum Einsatz, der Index Server von Die dafür notwendigen, leicht unterschiedlichen HTMLSeiten werden vom Aufbereitungssystem automatisch generiert. Sind alle Artikel einer Ausgabe in einer Datenbank gespeichert, können weitere Services angeboten werden, wie zum Beispiel die persönliche Zeitung. Mit Hilfe der neuen Active Server Pages (ASP)Technologie wurde daher von Comluh Österreichs erste,,persönliche Zeitur$ entwickelt, bei der die Leser sich ihre eigenen Themen gefinieren und abspeichern können. Die aktuelle Zeitung (beqiehungsweise bis zwei Wochen zurück) kann dann nicht nur nach den feststehenden Ressorts, sondern auch nach den,,persönlichen Themen gelesen werden. Dieser Service wurde einer der erfolgreichsten Teile des neuen Standurd Online. Das BildArchiv Auch das Bildarchiv basiert auf IntranetTechnologie und verwendet normale WWWBrowser (Explorer und Navigator) als Clients. Das Bildarchiv besteht aus folgenden Teilen: einem Empfangsprogramm, das Bilder in Echtzeit von den Agenturen APA (per FTP) und Reuters (via Satellit) empfängt, Thumbnails und Previews berechnet und die Bilder automatisch indexiert; Such und Ergebnisformularen, welche die gefundenen Bilder im Browser als ein Tablett von Thumbnails beziehungsweise als Preview (mit Zusatzinformationen) darstellen; einem Vers6hlagwortungsmodu1, mit dem in einer einfachen HTMLMaske beliebige Zusatzinformationen (in benutzerdefinierte Felder) eingegeben und nicht benötigte Bilder gelöscht werden können, sowie einem Speicher in Form eines RAIDSystems (derzeit 2.5 GB, bis Ende des Jahres 10.0 GB geplant). Ankommende Bilder können sofort mit einem beliebigen Drucker zusammen mit ausgewählter Bildinformation automatisch ausgedruckt werden. Die von den Agenturen zur Verfügung gestellten Bildinformationen (IPTCHeader) können dargestellt und die Bilddatei kann je nach Zugriffsrecht über den Browser geladen werden. Das Archiv kann sowohl im Verlag als auch extern (Mitarbeiter außer Haus) und über das Internet angesprochen werden. Eine Erweiterung für die Vermarktung der Bilder über das Internet ist geplant. Automatische Aufbereitung mit NewsMaker In vieler Hinsicht das Herz des Systems und innovativster Teil ist das Aufbereitungssystem NewsMaker, eine vollkommene Neuentwicklung auf Basis C++ unter Micromfts Windows 95/NT. Das Ziel von NewsMaker (1993 entwickelt) ist, die Proprietären, von jeder Zeitung oft selbst mit großem Aufwand entwickelten und gewarteten Aufbereitungssysteme und Schnittstellen zwischen Satzsystem(en), Archiv und Internet durch ein fertiges, leistungsfähiges und integrietibares System zu ersetzen. Derzeit existieren Schnittstellen zu drei Satzssystemen: Atex,(historisch), ISGIPageOne und CiceroCardo. Weitere Satzsysteme können mit sehr geringem Aufwand an das System angeschlossen werden. Das System liest die Satzdaten zunächst in einem vierstufigen Parser aus den Satzdaten ein. Dabei erfolgt eine: automatische Ressortierung (teilweise auch möglich, wenn Ressort nicht im Artikel zur Verfügung steht); Auswertung aller Formatierungsmerkmale (später für die HTMLAusgabe umgesetzt); Seitenzuordnung; Verkettung von Artikeln, die aus einzelnen Fragmenten bestehen, auch über Doppelseiten hinweg beziehungsweise abgetrennte Überschriften und Fotozuordnung aufgrund heuristischer Merkmale. Das daraus generierte, satzsystemunabhängige Zwischenformat wird in einer objektorientierten Datenstruktur 14 zeitungstechnik Juli /August 1997

4 IFRASYMPOSIUM: Moderne Zeitungsarchive gespeichert (C++) und dient, nach einer eventuellen Nachbearbeitung, zur automatischen Erzeugung der verschiedensten digitalen Ausgaben (darunter für das Archiv). Durch die Unabhängigkeit vom Satzsystem ist es möglich: ~ daß alle,,backends (das heißt digitalen Exportformate) automatisch auch allen neuen Satzsystemen zur Verfügung stehen und daß Zeitungen, die noch mit mehreren verschiedenen Satzsystemen arbeiten (Übergangsproduktion), ihre Daten in NewsMaker wieder zusammenführen können. Bei der Nachbearbeitung werden alle Artikel der aktuellen Zeitung in einem WindowsBenutzerInterface als Liste dargestellt. Überschriften können verändert, Ressorts neu zugeordnet und Artikelfragmente verkettet werden. Jedem Artikel wird automatisch oder manuell eine Klasse zugeordnet, die beispielsweise bei der Erzeugung der HTMLAusgabe die Plazierung und Darstellung in den Ressortübersichten entscheidet (mit Dachzeile/Aufmacher und so weiter). Ressorts können von der Zeitung einfach selbst definiert und in einer Baumstruktur (Über und Unterressorts und Kolumnen) angelegt werden. Die Erzeugung der verschiedenen digitalen Ausgaben erfolgt auf Knopfdruck. Für die HTMLAusgaben (Frame, NoFrame und Text Only) kommen dabei von der Redaktion selbst definierbare,,schablonen zur Anwendung. Schablonen bestehen aus HTMLCode mit objektorientierten Programmiererweiterungen (ScriptSprache). Mit Hilfe der ScriptSpraehe (bedingte Verzweigungen, Schleifen und Zugriff auf die Zeitungsobjekte) können auch komplexe Übersichtsseiten (zum Beispiel zweispaltige Ressorts mit typografischer Gewichtung von Artikeln) automatisch generiert werden. Der Sicherheitsaspekt Eine große Herausforderung bei einem aus dem Internet öffentlich zugänglichen Archiv ist der Sicherheitsaspekt. Das gleiche gilt für die Abschottung des firmeneigenen Intranets nach außen; hier geht es um unternehmenskritische Funktionen und Informationen, die keinesfalls gefährdet werden dürfen. EG SS=.JspRINT Das Redaktionssystem Redaktions und Produktionssystem für Zeitungen Das neue SPRINT Redaktionssystem wurde Der Funktionsumfang des Systems wurde auf für moderne Tageszeitungen konzipiert und die speziellen Bedürfnisse der Regionalzeitung in Zusammenarbeit mit Redakteuren auf die abgestimmt. Angefangen beim Agenturemp Anforderungen einer Redaktion abgestimmt, fang für Text und Bild über Seitenlayout, Bilddie unabhängig von technischen Abteilungen integration, Produktionskontyolle, Sportarbeitet. Objektorientierte Softwaretechnik tabellen und Archiv, stehen den Redakteuren in Verbindung mit moderner Client/Server der Zentralredaktion und allen Bezirksredaktio Architektur bietet Ihnen ein Höchstmaß an nen die leichen Funktionen zur Verfügung. für Zeitungen mit Zukunft Sie können jetzt wählen, ob Sie Ihren Artikel in traditioneller Form oder für ein neues Medium bearbeiten und ausgeben wollen. Dazu müssen Sie nicht das System wechseln, SPRINT ist auch schon für die Zukunft gerüstet. Wenn Sie das System einmal in der täglichen Praxia sehen möchten oder eine eingehende Demonstration wünschen, sprechen Sie mit uni. SCHNELL i. c SICH ER EFFIZIENT Funktionalität und Betriebssicherheit. Auf der Die gemkinsame Redaktionsdatenbank und das Wir bieten Ihnen ein schlüsselfertiges System, Basis von Windows 95 und Windows NT kön MailSystem erleichtern die Kommunikation abgestimmt auf die Anforderungen Ihres Hauses nen Sie multifunktionale ArbeilsplätLe im ge und ermöglichen neue Qualitäten in der Zusam und dazu die Schulung, Einführungsunterstütsamten Unternehmen und für alle Anwendungen menarbeit der gesamten Redaktion. Manage zung und Produktionseinführung aus einer einsetzen. Die konsequente Einhaltung techni mentfunktionen und Produktionsanbindung Hand. Sprechen Sie mit uns. oder fordern Sie scher Standards sichert Ihre Investition und ergänzen das Funktionsspektrum und sichern unsere Informationsmappe an, wir zeigen Ihnen garantiert die Kommunikation innerhalb und eine reibungslose Seitenübergabe im täglichen gern wie Sie mit einem modernen Redaktionssyaußerhalb des Unternehmens. Produktionsablauf. stem Zeit und Geld sparen können. Delta Information Systems GmbH MaxPlanckStr. 9, D63303 Dreieich, Tel.: +49 (6103) 93050, Fax: +49 (6103) reitungstechnik Juli /August

5 IFRASYMPOSIUM: Moderne Zeitungsarchive Der Standard hat sich daher gemeinsam mit Comlah für nete Lösungen zu finden. Techniker werden bei einem folgende Strategie entschieden: solchen Projekt in der Regel unterschiedliche Ansätze Abtrennung des unternehmenseigenen Netzwerkes verfolgen, doch sie alle müssen sich mit bestimmten (Intranet) durch einen Firewall beziehungsweise einen Faktoren auseinandersetzen, die für den Auswahlprozeß ProxyGateway. von grundlegender Bedeutung sind. Trennung der ArchivServer in ein leistungsfähigeres internes Archiv (Intranet, innerhalb des Firewall) und ein einfacheres OnlineArchiv (am OnlineServer, außerhalb des Firewall). Zusätzliche Vorteile ergeben sich dabei durch die lizenzrechtliche Behandlung der beiden Fälle. Die Zeitungsdaten werden einmal am Tag vom internen auf den externen Server kopiert. Erste Erfahrungen Nach einem Probebetrieb ab November 1996 gingen das neue Textarchiv und Bildarchiv sowie der neue Standard Online im Februar 1997 in den Vollbetrieb beziehungsweise auf das Internet. Die ersten Erfahrungen mit dem System sind äußerst positiv: Es konnte das Angebot deutlich verbessert und ausgeweitet werden und dabei Kosten in der Aufbereitung eingespart werden. Das Angebot im Internet, das neue Layout und speziell das digitale Zeitungsarchiv sowie die,,mein Standard Funktion wurden von den Lesern mit großer Begeisterung aufgenommen. Die technische Basis für ein leistungsfähiges Archivsystem MARTY T. CAMMARATA The Associated Press New York, N. Y., USA Wenn man vor der Auswahl eines digitalen Archivsystems steht, das die Speicherung von Text, Bildern, Grafiken oder VideolAudio, den sogenannten Objekten, ermöglichen soll, beginnt man mit einer sorgfältigen Untersuchung des Arbeitsumfeldes, der Anforderungen und des Workflow. Mit anderen Worten: Was soll gespeichert werden, zu welchem Zweck, und wielläßt sich das betreffende System in das vorhandene Umfelg. integrieren? Jeder dieser Faktoren hat entscheidenden Ei fluß darauf, wie man die Speicher und RetrievalAnfor d erungen der Systemnutzer erfüllt. Sobald diese Fragen geklärt sind, kann die Suche nach einem System, das möglichst allen kurz und langfristigen Anforderungen gerecht wird, beginnen. An wen soll man sich nun wenden? Wenn man Glück hat, gibt es eine Reihe von Anbietern, die bereits entsprechende Systeme auf den Markt gebracht und bei Kunden installiert haben, so daß man mit der Vorauswahl beginnen kann. Wenn man hingegen Neuland betritt, ist es bedeutend schwieriger, geeig Neuland betreten Ich möchte dies am Beispiel der Archivanforderungen meines UnternEhmens erläutern. Vor etwa fünf Jahren erkannte The Associated Press (AP) die Notwendigkeit, große Bildmengen in digitaler Form zu speichern, woraufhin wir ein entsprechendes Untersuchungsprojekt starteten. Damals waren noch keine entsprechenden Systeme auf dem Markt, so daß wir absolutes Neuland betraten. Wir lieferten unseren Mitgliedern und Abonnenten täglich Bildmaterial in digitaler Form, doch wir archivierten nach wie vor Filme und Abzüge. Unsere Redakteure benötigten eine schnellere Suchmethode, um das passende Bildmaterial zu ihren Texten zu finden. Bei fast 50 Millionen Bildern in unseren Archiven weltweit konnte eine Suche manchmal mehrere Tage dauern. Außerdem hatten wir nicht mehr genügend Platz, um all diese Bilder in Archivschränken unterzubringen, und die Arbeit war sehr personalintensiv. Zunächst untersuchten wir unser Arbeitsumfeld: Welche Art von Organisation sind wir, und wie sehen unsere Anforderungen aus? Mit weltweit Kunden ist AP die größte spezialisierte Nachrichtenagentur der Welt. Wir mußten also in der Lage sein, umfangreiche Datenmengen in diesem Fall Bilder zu speichern, diese rasch wiederaufzufinden und sie unverzüglich allen berechtigten Nutzern zur Verfügung zu stellen. Hierzu zählten sowohl unsere Dokumentare und Redakteure als auch unsere Mitglieder und Abonnenten in aller Welt. Auf der Suche nach einer Lösung Unsere Suche nach einer Lösung erstreckte sich auf mehrere Ebenen: HardwarePlattform, Betriebssystem, Datenverarbeitung, Datenbanken, SearchEngines, Workflow und Datenkommunikation. Hardware und Prozessoren: Vor fünf Jahren gab es bereits ein relativ breites Angebot an HardwarePlattformen, die die Verarbeitung großer Datenmengen gestatteten, wie etwa IBBM, DEC, HP und Sun, um nur einige zu nennen. Die Entwicklung bei den Prozessoren machte noch keine so raschen Fortschritte wie heute, und den Pentium 16 zeituqstechnik Juli/August 1997

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